High Carb Vegan: Buchweizenpfanne Birne Royal

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Letzte Woche habe ich Euch ein Buch zu Clean Eating vorgestellt. Heute habe ich mir zum Vergleich ein Buch zu High Carb unter die Lupe genommen. Dafür hab’ ich mir das Buch High Carb Vegan – Die gesunde Low Fat Küche! (Affiliate Link) des Autorenduos Julia Lechner und Anton Teichmann geschnappt.

@ Julia Lechner/Anton Teichmann/Ulmer

Wenn man sich die High Carb Empfehlungen im Buch anschaut, unterscheiden sie sich nicht so stark von dem, was PETA in ihrer veganen Ernährungspyramide empfehlen. Allerdings ist PETA etwas weniger streng bei der Art der Fette und der Verzehrmenge. Auch bekannte Verfechter der veganen Ernährung wie Dr. Campbell und Dr. Esselstyn raten vom Verzehr von Fett (insbesonders Ölen) weitgehend ab. In der Doku Gabel statt Skalpell wird zu fast fettfreier Ernährung geraten. Bei anderen, wie z.B. der Ernährungspyramide von Ich lebe vegan ist der Fettanteil mit rund 30% deutlich höher.

Die Theorie im Buch wird zu Beginn kurz & knackig in 7 Seiten abgehandelt: Was sind Mikro- und Makronährstoffe und wofür sind sie gut. Dann wird noch schnell extra auf Kohlehydrate, Proteine, Fette und den Energiebedarf eingegangen. Zum Schluß gibt’s noch eine Empfehlung für Hochleistungsmixer, Keramikgeschirr und ein paar Kochzutaten und dann geht’s schon mit den 7 Rezeptkapiteln los:

 Den Anfang machen Salate von Spring Rolls Vietnam bis zum bodenständigen Country Potato Salad. Weiter geht’s mit praktisch fettfreien Hauptgerichten, von Paella bis zu Gefüllten Paprika mit Pflaumensauce und Red Thai Curry. Im Abschnitt Fruit Love – Fruchtige Rohkost findet man ganz simple Rezepte für Fruchtsuppe, Cocktail oder Obstsalat.

Die Dessert Ideen unterscheiden sich von der Rohkost indem hier (Pseudo-)getreide zum Obst kommt, wie beim Grießbrei oder Sticky Rice Mango Maracuja. Im Kapitel Torten & Kuchen kommen Naschkatzen trotz des kaum vorhandenen Fetts auf ihre Kosten mit Cheesecake, Bananasplit-Torte und Brownies. Den Abschluß machen verschiedene Smoothies & Shakes. Zucker findet man in den Rezepten kein, stattdessen kommen natürliche Süßungsmittel wie Datteln oder Agavendicksaft zum Einsatz. In den Rezeptkapiteln ist hin und wieder kurzes „Spezialwissen für Besseresser“ eingestreut: Wie man ohne Fett trotzdem schmackhaft kocht, aber auch zu den Themen Gluten, Wasser oder Greens.

 Die Rezepte sind sehr einfach gehalten und fallen in die Kategorie ethnische Küche, von mediterran über asiatisch, orientalisch bis zu mexikanisch. Die Rezepte sind einfach und auch für Anfänger sicherlich gut nachkochbar. Die Zutaten sind großteils im gut sortierten Supermarkt erhältlich mit ein paar Ausnahmen wie etwas Lucumapulver.

Fazit: High Carb Vegan – Die gesunde Low Fat (Affiliate Link) aus dem Ulmer Verlag mit festem Einband und 2 Lesebändchen finde ich sehr praktisch und die Größe des Buchs ist handlich für den Einsatz in der Küche. Daumen hoch für den Druck in Deutschland. Leider konnte ich keinerlei Hinweise auf umweltfreundliches Papier oder Druck finden. Das Layout ist schlicht, aber ansprechend und übersichtlich. Alle Rezepte sind bebildert, was ich sehr gerne mag. Schade finde ich, dass verhältnismäßig oft exotische Früchte in den Rezepten vorkommen, was von der CO2 Bilanz nicht so toll ist. Ein interessanter Ansatz. Als Neuling bei diesem Thema fand ich den Infoteil allerdings zu kurz.

 Hier gibt’s natürlich wieder ein Rezept für Dich zum Ausprobieren! Was ist Dein Ernährungsstil? Folgst Du einem der aktuellen Trends oder magst Du einfach lieber eine abwechslungsreiche Mischkost?

Buchweizenpfanne Birne Royal

© Julia Lechner & Anton Teichmann

Für 2 Personen

Zutaten
200 g geschälter Buchweizen
2 Birnen (ca. 400 g)
2 Schalotten (ca. 80 g)
3 Stangen Stangensellerie (ca. 150 g)
150 g tiefgefrorene Brechbohnen (Fisolen)
200 ml Honigbuschtee
1 gehäufter TL Gemüsebrühe-Pulver
1 TL Agavendicksaft
1 TL getrockneter Bärlauch
2 TL Petersilie, gehackt
Pfeffer, schwarz, aus der Mühle nach Geschmack
Kräutersalz nach Geschmack

Zubereitung

Den Buchweizen waschen und in 400 ml Wasser aufkochen. Anschließend bei niedriger Temperatur ziehen lassen, bis die Flüssigkeit aufgenommen wurde. Öfter umrühren. Anschließend den Buchweizen mit warmem Wasser in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen.

Die Birnen entkernen und in Würfel schneiden. Die Schalotten abziehen und längs durchschneiden. Stangensellerie in Scheiben schneiden. Die Brechbohnen, sollten diese sehr lang sein, halbieren. Den Tee zubereiten und mit dem Gemüsebrühe-Pulver vermischen.

In einer beschichteten Pfanne Schalotten, Sellerie und Brechbohnen mit einem Schluck Tee und dem Agavendicksaft andünsten. Den Bärlauch zugeben. Das Gemüse so lange garen, bis die Bohnen und der Sellerie bissfest gegart sind. Eventuell etwas Tee nachschenken. Kurz vor Ende der Garzeit Birnen, Petersilie und den restlichen Honigbuschtee zugeben. Mit Pfeffer und Kräutersalz abschmecken und fertig garen. Danach zugedeckt beiseite stellen und warm halten.

Den Buchweizen entweder unter das Gemüse heben oder getrennt zusammen mit dem Gemüse anrichten und servieren.

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2 Kommentare

  1. Liebe Karin,

    oh spannend, das Buch beäuge ich schon seit ein par Monaten. Ich bin mittlerweile auch sehr überzeugt von High Carb – Low Fat, nur schaffe ich nicht, das immer durchzuziehen. Ich mag einfach fettiges Essen ^^
    Trotzdem merke ich, dass mir ölfreie Küche sehr gut tut und ich glaube, ich muss mich in der Art zu kochen auch einfach noch zurecht finden.
    Werde mir das Buch mal genauer anschauen 🙂 Danke für die ausführliche Rezension!

    Liebe Grüße,
    Elisabeth

    • Liebe Elisabeth,
      ja, solche Umstellungen brauchen wohl Zeit. Derzeit kann ich mir auch noch nicht vorstellen, kein Öl mal zu essen, aber früher konnte ich mir ja auch nicht vorstellen vegan zu essen, also wer weiß 😉
      Sehr gern geschehen,
      liebe Grüße,
      Karin

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