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DIY Putzmittel: Allesreiniger-Tücher

DIY Putzmittel BuchZum Glück verbreitet sich die Idee von Zero Waste immer mehr und da bieten sich selbstgemachte Putzmittel – großteils mit Haushaltsmitteln – perfekt an. In Ihrem Büchlein DIY Putzmittel hat Tatiana Warchola rund 50 ihrer bewährten Rezepte -alle vegan – zusammengestellt. Die Bandbreite reicht vom Weichspüler über Scheuermilch bis zur Möbelpolitur und deckt wirklich alles ab, was man braucht.

Vorab erklärt die Autorin die Zutaten wie Kernseife, ätherische Öle und, wo man sie bekommt. Fröhlich bunt gestaltet macht dieses gelungene Büchlein Lust auf’s selber rühren. Sehr empfehlenswert! Hier gleich eine Anleitung zum Ausprobieren:

 

Allesreiniger-Tücher

Zutaten:
• ½ Tasse Wasser
• ½ Tasse Essigessenz
• 6 Tropfen ätherisches Limonen- bzw. Zitronenöl
• alte T-Shirts oder Microfasertücher (in kleine Teile zerschneiden)

1. Zutaten bis auf die Tücher in ein verschließbares Gefäß geben und kurz rühren/schütteln.

Tücher zurecht schneiden
2. Tücher hineingeben.

Tücher hineingeben
3. Vor jedem Gebrauch einmal auswringen.

Tücher auswringen

Info:
Tücher können normal in der Waschmaschine gewaschen werden und dann wieder in die Flüssigkeit gegeben werden.

Blick ins Buch:

Details zum Buch: DIY Putzmittel. Natürlich sauber.
Autorin: Tatiana Warchola, ISBN: 978-3-99025-191-1, Bildcredits: © Christina Diwold bzw. fotolia.de

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Mach‘ Dir nicht die Hände schmutzig!

Für viele Dinge des täglichen Lebens gibt es umweltfreundlichere Varianten, wenn man erst mal weiß, wo man sie bekommt. Beim Putzen bleiben unsere Hände z.B. sauber mit Gummihandschuhen aus fair gehandeltem FSC*-Naturlatex. Hier kommen bei der Kautschuk-Erzeugung keine Agrargifte zum Einsatz, wie es in der konventionellen Herstellung üblich ist. So ist die Gesundheit der Arbeiter geschützt und es gibt keine problematischen Rückstände im Gummi.

Die FSC (Forest Stewardship Council) Zertifizierung stellt darüber hinaus sicher, dass der Kautschuk von einer verantwortungsvoll wirtschaftenden Plantage stammt. Außerdem wird für jedes Kilo Kautschuk zusätzlich eine Fair Trade Prämie gezahlt, die in einen Sozialfond geht, um die Lebensbedingungen der Gummizapfer und ihrer Familien in Sri Lanka zu verbessern. So konnten z.B. schon 20 Häuser mit sauberem und damit sicherem Trinkwasser versorgt werden.

Gummibäume absorbieren übrigens mehr CO2 als tropischer Regenwald!

Hier geht’s zu den natürlichen Putztipps. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen frohes Putzen 🙂

 

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Schweinehundfaktor: niedrig

Kostenfaktor: niedrig

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Zahnpulver selbst gemacht

Dieses Zahnpulver mineralisiert die Zähne, verschiebt den pH-Wert in den basischen Bereich, stärkt das Zahnfleisch, wirkt entzündungshemmend und desodorierend.

Sven Falk © 2015 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Sven Falk © 2015 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Salbei-Zahnpulver

Zutaten für einen Tiegel: 3 Blatt Salbei und 50 g Salz

Zubereitung:

  • Salbeiblätter zerkleinern.
  • Salbeiblätter und Salz im Mini-Blender pulverisieren.
  • Salbeisalz in ein Gefäß füllen und geschlossen aufbewahren.

Anwendung:

Eine kleine Prise Salbeisalz im Mund verteilen, bis sich die Salzkristalle auflösen. Die Zähne wie gewohnt putzen.

Weitere Anwendungen:

  • Halsschmerzen: 1/2 TL Salbeisalz in warmem Wasser auflösen und damit gurgeln.
  • Vitalsalz: Gerichte mit dem Kräutersalz am Tisch aromatisieren.
  • Fussbad: Bei übermäßigem Schwitzen 50g Salbeisalz in einem Fußbad auflösen und die Füße 30 Minuten darin baden.

Haltbarkeit:
6 Monate bei Zimmertemperatur

Das Rezept stammt aus dem Buch Biokosmetik – vegan frisch naturbelassen, das ich in der Buchvorstellung ausführlich vorstelle. Wer nicht so gerne selber rührt, kann sich auch einfach eine fertige Zahnkreide im Schraubglas kaufen.

Hier gibt’s noch mehr Tipps für die plastikfreie Körperpflege. Ganz einfach geht z.B. der Umstieg auf eine kompostierbare Bambus-Zahnbürste und einen Fairtrade Holz-Zahnputzbecher.

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10 Tipps für natürliches Putzen

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Jeder Österreicher kauft im Jahr rund 15 kg (!) Reinigungschemikalien für Wäsche & Wohnräume.* Gerade beim Saubermachen drängt uns die Werbung eine große Bandbreite an aggressiven Reinigern mit bedenklichen Inhaltsstoffen auf. Zum Glück geht es auch anders!

Hier unsere 10 Tipps für natürliches Saubermachen:

1. Gib‘ einem Baukastensytem den Vorzug: Mit wenigen, hochkonzentrierten, kombinierbaren Reinigern in wiederbefüllbaren Behältern wird alles rein.

2. Leg‘ das Abflußrohr frei: 3 EL Natron in den Abfluß gießen und ½ Tasse Essig hinterher. Den Abfluß verschließen und warten, bis es aufhört zu sprudeln.

3. Entdecke das Allroundtalent Essig

4. Reinigen wie Oma – mit Schmierseife und warmem Wasser: Mit diesem kraftvollen Fettlöser werden Backrohr, Dunstabzug, Holzböden, Polstermöbel und mehr sauber.

5. Gib’ dem Kalk Saures: Zitronensäure bekommst Du im Drogeriemarkt in der Kartonverpackung, damit kannst Du mühelos Wasserkocher & Co. entkalken.

6. Nimm‘ faire Putzhandschuhe aus FSC-Naturlatex.

7. Wenn die Handschuhe ausgedient haben, mach‘ Gummiringerl daraus.

8. Wasch‘ Deine Wäsche mit Kastanien.

9. Mach sauber ohne Plastik.

10. Steige um auf ressourcenschonende Schwammtücher aus Naturmaterialien.

*Quelle: Ein Leben ohne Müll, Dorothea Kocsis

Regel-mäßig Monat für Monat den CO2 Ausstoss verringern

erdbeeerwoche-natracare-binden-normalWeltweit werden jährlich mehrere Milliarden Hygieneprodukte benutzt und allzu oft nicht richtig entsorgt. So passiert es, dass konventionelle Binden und Tampons letztendlich im Meer landen und dort mit ihren Plastik-Bestandteilen zur Verschmutzung beitragen.

Denn wußtet Ihr, dass reguläre Binden durchschnittlich zu rund 36% aus Plastik bestehen? Hier kommen PE, PP und PET zum Einsatz. Dazu kommen noch künstliche Zusatz- und Duftstoffe, sowie 6% Superabsorber (Quelle: EDANA). Diese Stoffe sind nicht nur für unseren eigenen Körper ungesund, sondern tragen auch ihren Teil zur ständig fortschreitenden Umweltverschmutzung bei.

Der Großteil der schädlichen Emissionen durch Treibhausgase entsteht schon bei der Herstellung von Binden und Tampons. Zum Glück gibt es längst Alternativen, die umweltfreundlich und ressourcenschonend sind. Vorreiter ist hier die britische Marke Natracare, die schon vor 25 Jahren den ersten komplett biologisch abbaubaren Tampon auf den Markt gebracht. Natracare Produkte bestehen aus Biobaumwolle und sind sowohl Parfüm-, Chlor- als auch plastikfrei. Für die Natracare Binde wure sogar der CO2-Fußabdruck berrechnet. Das CO2, das durch die Herstellung einer Ulra-Damenbinde verursacht wird kann von einem Baum in weniger als 9,5 Stunden absorbiert werden.

In Österreich hat sich die erdbeerwoche als erstes Unternehmen auf nachhaltige Frauenhygiene spezialisiert. Neben interessanten Fakten & Tipps findet Ihr im Webshop eine große Auswahl an Produkten, die gut für uns Frauen und die Umwelt sind. Spannend ist auch das Interview, dass wir mit den Betreiberinnen der Erdbeerwoche geführt haben.

Gerade die Frauenhygiene ist ein toller Ansatzpunkt, um ganz einfach den eigenen Fußabdruck deutlich zu verringern, ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen. Also, passende Alternative auswählen und los geht’s…

Grün & gesund putzen

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Ein großer Hausputz ist wieder mal angesagt! Seit ich vor vielen Jahren die Erfahrung gemacht habe, dass die giftigen Dämpfe meiner konventionellen Putzmittel das Plastik meiner Wärmflasche zersetzt haben, kommen bei uns nur mehr ökologische Reinigungsmittel ins Haus.

Dabei ist es mir persönlich wichtig, dass sie aus natürlichen, nachhaltigen Inhaltsstoffen hergestellt sind und auch problemlos biologisch abbaubar sind. Auf künstliche Farb- und Duftstoffe lege ich natürlich auch keinen Wert. Eine andere Sache, die mich bei herkömmlichen Reinigern schon länger gestört hat, war, dass versucht wird, einem für alles ein extra Produkt anzudrehen, eines für die Rotwein-Flecken, eines für Edelstahl, eines für die Steingut-Fliesen, eines für’s Backrohr, usw.

Mit diesen hohen Ansprüchen habe ich mich auf die Suche gemacht und bin schließlich bei der Vorarlberger Firma Uni Sapon fündig geworden. Dieses kleine Familienunternehmen produziert seit 20 Jahren in Handarbeit eine kompakte Palette an Reinigern auf Basis von echter Schmierseife. Toll finde ich auch, dass mit rein veganen Fruchtsäuren wie Weinsäure und naturreinen, ätherischen Ölen gearbeitet wird. Mein besonderer Liebling dabei ist das Orangenöl, das beim Putzen auch gleich noch die Stimmung aufhellt 🙂

Überzeugt haben mich auch die strengen EcoCert- und Imo-Control Zertifierungen, die unter anderem die lückenlose, rasche biologische Abbaubarkeit der milden Tenside bestätigt haben.

Ökologische Reinigungsmittel gibt es mittlerweile ja recht viele auf dem Markt und manchmal ist es schwer, den Überblick zu behalten, welche die besten sind. Uni Sapon hat da noch einen klaren Vorteil für mich: Nämlich die Müllvermeidung. Intelligenterweise werden die Produkte nämlich hoch konzentriert verkauft und man verdünnt sie zuhause selber ganz einfach mit Wasser. Dadurch werden nicht nur unzählige sinnnlose Wassertransporte eingespart, sondern auch zahllose Verpackungen. Bestes Beispiel dafür ist der 500 ml Allzweckreiniger, aus dem man bis zu 125 (!) Flaschen herkömmliche Reinigungslösung herstellen kann. Das spart ganz nebenbei auch noch eine Menge Geld.

Den Großteil der Uni Sapon Produkte kann man auch nachfüllen lassen, sodaß kein Müll entsteht. Wo es in deiner Nähe eine Uni Sapon Nachfüllstation gibt, kannst du hier herausfinden.

Perfekte Unterstützer beim Saubermachen sind Putztücher aus Pflanzenfasern & Recycling-Material und Fairtrade-Putzhandschuhe aus Naturkautschuk.

10 umweltfreundliche Haushaltstipps

Bis vor einigen Jahren benutzte ich herkömmliche Putzmittel, die ich im Badezimmerkasten gemeinsam mit meiner Wärmflasche aufbewahrte. Als ich die Wärmflasche eines Tages anfüllte, platze sie an einer Stelle auf. Die Ausdünstungen der Chemikalien hatten das Plastik zersetzt! 🙁

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Seitdem kommen bei mir nur mehr möglichst natürliche und nachhaltige Putzmittel ins Haus. Deshalb habe ich heute für Euch ein paar – eher unbekannte – Tipps zusammengestellt:

  1. Fliesen glänzen wieder, reibt man sie mit Essiglösung ab und poliert anschließend mit Zeitungspapier nach.
  2. Neue Putzlappen sollte man vor der 1. Verwendung in heißem Wasser ausspülen. Dadurch wird das Gewebe saugfähiger und hält länger.
  3. Das Waschbecken wird sauber und glänzend, reibt man es mit der weißen Seite einer Orangenschale ab und poliert es anschließend mit einem weichen Lappen nach. Gleichzeitig duftet das Badezimmer angenehm.
  4. Das Abwischen mit Zitronensäure oder heißem Essig macht verdreckte Fensterscheiben wieder klar.
  5. Bevor man ausgepresse Zitronen wegwirft, kann man sie gut noch zur Reinigung von Wasch- oder Spülbecken aus Edelstahl verwenden.
  6. Kerzenleuchter aus Holz oder Metall, die voller Wachs sind, lassen sich leicht und schnell säubern, wenn man sie zunächst für eine Stunde ins Eisfach des Kühlschranks legt. Danach kann man das Wachs problemlös ablösen.
  7. Ein preiswertes Raumspray zum Neutralisieren von Gerüchen kann man leicht selbst herstellen, indem man einfach eine Mischung aus Wasser und Zitronensaft in eine Sprühflasche füllt.
  8. Ablagerungen auf dem Bügeleisen entfernt man mit Zitronensaft. Auf die kalte Bügeleisenfläche einige Tropfen Saft geben, etwas verreiben und einige Minuten einwirken lassen. Mit einem feuchten Tuch abreiben und trocken nachpolieren.
  9. Etwas Zitronensaft oder Essig im Wasser des Dampfbügeleisens verhindert Verkalken und frischt die Farbe der Wäsche auf. Schwarze Kleidungsstücke sehen oft schon nach kurzer Zeit verwaschen aus. Das Einlegen in Schwarztee frischt die Farbe wieder auf.
  10. Hat die Weißwäsche einen Grauschleier, hilt ein Päckchen Backpulver, das man mit in den Hauptwaschgang gibt.

Die Tipps stammen alle aus dem Buch Die besten Öko-Tipps für zu Hause. Zu den Themen

  • Energie sparen
  • Putzen
  • Textilpflege
  • Lebensmittel
  • Gesundheit & Schönheit
  • Kleine Reparaturen
  • Pflanzen

findet man hier jede Menge nützlicher und leicht umsetzbarer Ideen. Praktisch ist auch das Register, mit dem ganz konkret suchen kann, z.B. ‚Zigarettengeruch im Auto‘.

Jede Menge weiterer nützlicher Ratschläge zu diesem Thema findet Ihr bei der Umweltberatung. In der Öko Rein Produktdatenbank könnt Ihr auch konkret nach im Handel erhältlichen nachhaltigen Putzmitteln suchen.

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Ein Interview mit Erdbeerwoche

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Karin: Bettina und Annemarie, Ihr habt 2011 die Erdbeerwoche gegründet. Könnt Ihr kurz erklären, was das eigentlich ist?

Erdbeerwoche: Die erdbeerwoche ist ein auf nachhaltige Frauenhygiene spezialisiertes Unternehmen und setzt den Fokus auf Bewusstseinsbildung rund um das Thema “Menstruation” und auf den Handel mit nachhaltigen Frauenhygieneprodukten. Dazu zählen etwa Tampons und Binden aus Biobaumwolle, Menstruationskappen oder biofaire Unterwäsche. Durch unsere Bewusstseinsarbeit sollen Frauen die Macht erkennen, die sie als Konsumentinnen von jährlich mehr als 45 Milliarden Hygieneprodukten haben. Mit dem Kauf von nachhaltigen Hygieneprodukten können Frauen einen entscheidenden Einfluss auf ihre Gesundheit und auf das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten nehmen.

Karin: Was hat Euch dazu bewogen, Euch dem Bereich Frauenhygiene zu widmen?

Von Bio-Apfel bis Bio-T-Shirt gibt es eigentlich schon in fast jedem Bereich eine nachhaltige Alternative. Wer denkt aber schon an die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen von Frauenhygieneprodukten? 2011 haben wir dazu 250 österreichische Frauen befragt. Das Ergebnis: 77% der Befragten haben sich noch nie Gedanken über die Inhaltsstoffe oder die Herstellung von Tampons und Binden gemacht. ABER: Über 73% würden bei ihrer Kaufentscheidung nachhaltige Produkte vorziehen, wenn diese leicht verfügbar wären. Das hat uns dazu bewogen, uns dem Thema nachhaltige Frauenhygiene zu widmen. Seit kurzem sind alle nachhaltigen Alternativen in unserem neuen Onlineshop unter www.erdbeerwoche-shop.com erhältlich.

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Karin: Erzählt mal bitte ausführlicher, was für Auswirkungen Frauenhygieneprodukte, die nicht nachhaltig sind, auf die Umwelt haben?

Erdbeerwoche: Konventionelle Tampons und Binden bestehen in der Regel aus einem Mix aus gebleichter und gepresster Zellulose, umhüllt von einer Kunststoffschicht. Letztere wird dabei immer wieder in Zusammenhang mit Hautreizungen und Infektionen im Intimbereich gebracht. Außerdem sind aus gesundheitlicher Sicht die schädlichen Substanzen bedenklich, die bereits in konventionellen Produkten gefunden wurden, wie z.B. Dioxin oder Formaldehyd.

Karin: Neben dem Umweltaspekt kommt natürlich auch der Gesundheitsaspekt dazu. Ich denke da z.B. an die Gefahr des toxic shock syndromes bei herkömmlichen Tampons. Was sind die gesundheitlichen Vorteile von nachhaltigen Produkten?

Erdbeerwoche: Die Problematik bei konventionellen Produkten liegt vorrangig in der mangelnden Transparenz. Während wir es auf Lebensmitteln gewohnt sind, eine Zutatenliste zu finden, fehlt diese bei Tampons und Binden völlig. Bei herkömmlichen Produkten weiß frau daher weder, aus welchen Materialien diese hergestellt sind, noch welche Substanzen, etwa für den Bleichprozess verwendet wurden. Bei nachhaltigen Produkten wie z.B. Bio-Tampons kann frau sich sicher sein: Diese bestehen zu 100% aus biologischer, unbehandelter Baumwolle, die weder mit Schadstoffen noch mit Pestiziden in Kontakt gekommen ist und mit Sauerstoff und nicht mit Chlor gebleicht wurde.

Zum toxischen Schocksyndrom gibt es leider noch viel zu wenige Studien oder Erkenntnisse. Wir konnten allerdings Folgendes herausfinden: Laut einer Studie der New York University School of Medicine aus dem Jahr 1994 können Biotampons das Risiko eines Toxischen Schocksyndroms mindern, da sie aus natürlichen und keinen Plastik-Fasern bestehen. Laut einer im medizinischen Journal „Canadian Family Physician (CFP)“ publizierten Studie über Menstruationskappen aus dem Jahr 2011, können sich die Bakterien, die zu einem toxischen Schocksyndrom führen können, auf einer Menstruationskappe nicht in dem Maße bilden wie auf konventionellen Tampons.

Karin: Könnt Ihr ein bißchen was zu den Menstruationskappen sagen, die bei uns noch ja noch nicht so bekannt sind?

Erdbeerwoche: Menstruationskappen sind kleine Becher aus Naturkautschuk, Silikon oder dem medizinischen Kunststoff TPE. Sie werden wie Tampons in die Vagina eingeführt und können je nach Modell bis zu 30 ml Flüssigkeit fassen. Interessant ist, dass Menstruationskappen bereits seit den 1930er Jahren existieren, sich aber aufgrund ihrer  Langlebigkeit nicht durchsetzen konnten. Eine Menstruationskappe ist nämlich mehrere Jahre wieder verwendbar. Folglich lässt sich damit für die Industrie wesentlich weniger Geld verdienen als mit Wegwerfprodukten.

Wir versuchen nun, die Menstruationskappe bekannter zu machen, denn die Vorteile liegen auf der Hand:

Sicherer, unsichtbarer Schutz

Menstruationskappen bilden im Inneren des Körpers ein Vakuum, sodass kein Blut ausrinnen kann. Sie sind zudem von außen nicht sichtbar, da kein Bändchen (wie bei Tampons) abgebracht ist.

Gesünder als Tampons

Gerade für Frauen, die zu Allergien, Infektionen und Pilzen neigen ist die Menstruationskappe eine gute Alternative, da keine Fasern die Scheide austrocknen.

Größeres Fassungsvermögen als Tampons

Du kannst deine Menstruationskappe darüber hinaus bis zu 12 Stunden im Körper lassen, da die Kappe mehr Blut fasst als Tampons und das Menstruationsblut mit keinen Fasern in Verbindung kommt, wodurch sich das gefährliche TSS nicht bilden kann.

Günstiger als Tampons

Eine Menstruationskappe hält bei guter Pflege viele Jahre und erspart dir somit bis zu 250 Tampons pro Jahr – und somit jede Menge Geld!

Umweltfreundlicher als konventionelle Tampons

Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit verursachen Menstruationskappen um ein Vielfaches weniger Müll als konventionelle Tampons – die übrigens im Gegensatz zu Biotampons nicht kompostierbar sind.

Karin: Gibt es noch irgendwas, was Ihr den LeserInnen gerne mitteilen würdet?

Erdbeerwoche: Du kannst mit deinen Konsumentscheidungen viel bewirken, ohne dabei deine persönlichen Bedürfnisse oder deine Lebensqualität einschränken zu müssen. Es gibt viele verschiedene nachhaltige Alternativen im Frauenhygienebereich, da ist für jede Frau etwas dabei. Wir freuen uns, wenn auch du Teil einer neuen Generation der Frauenhygiene und somit zur erdbeerwoche-Botschafterin wirst! Denn denk daran: Es ist deine Regel und dein Planet!

Karin: Herzlichen Dank für das Interview!

Foto credit: Vincent Sufiyan

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Die Akte Aluminium

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Innerhalb eines Jahrhunderts hat sich Aluminium von einem wenig bekannten, exotischen Material zum Metall mit der rasantesten Wachstumskurve entwickelt.
Aluminium hat viele Vorteile: es rostet nicht, ist einfach zu verarbeiten und zählt auf Grund seines Gewichts zu den Leichtmetallen. Heutzutage ist Aluminium im unserem täglichen Leben allgegenwärtig: Der Einsatz geht von der Lebensmittelindustrie, zur Automobilindustrie, über Werkstoffe für Fassaden bis hin zur Kosmetik.
Doch immer mehr kritische Stimmen werden laut: Aluminium verschlingt in der Herstellung große Mengen an Energie und Rohstoffen und kann, wie letztes Jahr in Ungarn, zu Umweltkatastrophen führen. Darüber hinaus zeigen immer mehr Studien, dass die toxische Wirkung von Aluminium einen direkten Einfluß auf moderne Zivilisationskrankheiten wie Allergien und Alzheimer hat.
Wer mehr über das Thema wissen möchte, dem sei der Film Die Akte Aluminium ans Herz gelegt. Am Mittwoch, 12. Juni 2013, ist der Film im Burgkino in Wien um 20 Uhr zu sehen. Im Anschluß findet ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur Bert Ehgartner, sowie Vertretern von Gobal 2000, der Umweltberatung und der Wiener Umwelträtin, Andrea Schnattinger, statt.

Weitere Termine für die Filmvorführung für ganz Österreich findest Du hier.

Hier der Trailer zum Reinschnuppern:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=IDE2INGwge0[/tube]

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Birkenpeeling selbst gemacht

Ich habe mal wieder ein ganz tolles Buch für Euch aufgestöbert: Geschenke aus der Natur von Anne Rogge aus dem Kosmos Verlag. Zum Gusto holen, hier eines der kreativen Rezepte mit einer Abwandlung. Das Buch selbst werde ich in Kürze in einem eigenen Post vorstellen.

Körperpeeling aus Birkenblättern & Zuckerbirkenpeeling

Zutaten für ca. 200 ml

  • 1 Handvoll junge Birkenblätter
  • 8 EL Zucker
  • 1 EL feines Meersalz
  • 80 ml Mandel-, Jojoba- oder Reiskeimöl

Besonderes Werkzeug
Mixer oder Pürierstab

Zeitbedarf
10 Minuten

Zubereitung

  1. Die Birkenblätter sauber verlesen, aber nicht waschen.
  2. Zusammen mit Zucker und Salz im Mixer fein pürieren. Durch die in den Blättern enthaltene Feuchtigkeit bekommt die Mischung eine weiche Konsistenz.
  3. Nach und nach mit einem Löffel das Öl unter die Zuckermischung rühren,
    bis eine pastöse Konsistenz erreicht ist.

birkenpeeling_2Beim Pürieren werden die Zellstrukturen zerstört und die Inhaltsstoffe der Blätter freigesetzt, so dass sie ihre glättende und hautstraffende Wirkung entfalten können.

Anwendung
Das Birkenpeeling ist ein Körper-Peeling zum Duschen. Reiben Sie Ihren Körper unter der Dusche mit kreisenden Bewegungen damit ein. Die Reste können mit warmem Wasser einfach abgespült werden.

Die Variante

Fuß-Peeling mit Wasserminze

Pürieren Sie 1 Handvoll frische Wasserminze (Bachminze) mit 4 EL Zucker und 5 EL feinem Meersalz. Rühren Sie nach und nach etwa 80 ml Mandelöl unter diese Mischung. Falls Sie möchten, können Sie das Peeling noch mit ein paar Tropfen ätherischem Pfefferminzöl stärker aromatisieren. Das Fuß-Peeling pflegt die Füße und die Minze kühlt dabei angenehm, etwa nach einer langen Wanderung. Gründlich einmassieren und dann unter fließendem Wasser gut abwaschen.

Würde mich freuen wenn Ihr mich wissen laßt, wie es Euch bei der Herstellung & der Anwendung ergangen ist!

 Fotocredit: Rogge & Jankovic Fotografen/Kosmos Verlag