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Zero Waste Buchbesprechung mit Handspülmittel Rezept

Zero Waste Buch Shia Su

Seit einiger Zeit versuchen mein Mann und ich unseren Müll soweit wie möglich zu reduzieren. Dabei sind unterstützende Ratgeber sehr willkommen. Da kam uns das Buch Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün gerade recht. Die Autorin, Shia Su, kennst Du vielleicht schon von ihrem Blog wastelandrebel.

Warum ich von Shias Buch so begeistert bin hat gleich mehrere Gründe:

  • Es ist das 1. Buch zum Thema Zero Waste von einer Autorin aus dem deutschen Sprachraum. Das hat den Vorteil, dass man die Zutaten für die Rezepte problemlos in Österreich, Deutschland und der Schweiz bekommt.
  • Shia zeigt, dass Zero Waste auch geht, wenn man keinen Unverpackt-Laden in der Nähe hat.
  • Die Rezepte sind super einfach, schnell umsetzbar und noch dazu vegan!
  • Das Buch muß nicht von vorne bis hinten durchgelesen werden. Man kann sich einfach Kapitel oder Rezepte herauspicken und es als Nachschlagewerk verwenden.
  • Die QR Codes im Buch führen zu regelmäßig aktualisierten Infos im Internet, wie z.B. unverpackte Einkaufsmöglichkeiten in den deutschsprachigen Ländern.
  • Zero Waste wurde auf Recyclingpapier mit mineralölfreien Farben in der EU gedruckt und wird ohne die übliche Plastikfolie verkauft.

Nach einer kurzen Einleitung zählt die Autorin die Vorteile eines müllfreien Lebensstils auf, wie z.B. Kosten- und Zeitersparnis. Im Kapitel „Wie fange ich am besten an?“ gibt Shia Su viele hilfreiche Tipps, sei es für die eigene Müll-Analyse, zur Umsetzung der 5 Rs – Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot oder zum Ausmisten.

Danach geht die quirlige Bloggerin die verschiedenen Bereiche im Haushalt nacheinander durch: Einkauf, Kochen, Vorratshaltung, Putzen, Körperpflege, Monatshygiene, Kleidung und Papiermüll. Zum Schluß folgen noch eine spannende Fakten zum Thema Müll. Gespickt sind die Kapiteln mit den oben erwähnten, super simplen Rezepten und vielen zahlreichen Tipps aus Shias Alltag.

Fazit: Die Alltagstauglichkeit und Shias lockere, positive Einstellung machen das Buch zum wahren Lesevergnügen und unverzichtbaren Helfer auf dem Weg in ein zufriedenes Zero Waste Leben. Mein neues Lieblingsbuch zum Thema Müllvermeidung! Bei Deinem Lieblingsbuchhändler findest Du es unter der ISBN 978-3-99025-273-4. Natürlich gibt es das Buch auch müllfrei als ebook.

Hier noch ein Rezept aus dem Buch zum Ausprobieren. Ich freu‘ mich über Feedback, wie es Dir auf Deinem Zero Waste Weg geht!

Handspülmittel

Handspülmittel DIY

Dieses Handspülmittel ist nicht so fettlöslich wie handelsübliches Spüli. Bei fettigem Geschirr kann man etwas Waschsoda drüberstreuen oder Olivenölseife pur verwenden.

Zeitaufwand: 10 Minuten, wenn die Seife noch gerieben werden muß, unter 5 Minuten, wenn Seifenflocken verwendet werden.

Ihr braucht: 

  • 30 g Olivenölseife
  • 1 EL Natron oder 2 TL Waschsoda
  • 600 ml kochendes Wasser
  • evt. einige Tropfen naturreines ätherisches Öl, falls euch der Geruch wichtig ist

So geht’s:

Seife klein raspeln.

Handspülmittel selber machen

Das Wasser in einem Topf aufkochen, Seifenflocken und ggf. ätherisches Öl dazugeben und mit einem Löffel umrühren, bis sich die Seifenflocken auflösen. Sollten sich nicht alle Seifenflocken verflüssigen, kann die Masse noch einmal auf dem Herd unter Rühren erwärmt (erwärmen, nicht kochen!) werden, bis sich die gesamte Seife aufgelöst hat.

DIY Spülmittel abfüllen

Die Mischung abkühlen lassen, dann das Natron oder Waschsoda dazugeben und verrührern. Spülmittel in Seifenspender umfüllen. Vor Gebrauch schütteln.

Noch mehr Tipps zum Thema Zero Waste findest Du hier:
Unverpackt einkaufen in Stadt und Land

Haushaltsreiniger, Pflegeprodukte & Co selbst gemacht + Rezept

Cover Buch Haushaltsreiniger selber machen

Wer versucht plastikfrei oder gar Zero Waste zu leben, findet in Haushaltsreiniger, Pflegeprodukte & Co. einige hilfreiche Anregungen. In den 5 Kapiteln Allzweckreiniger, Küche, Bad, Toilette und Waschküche verrät die französische Autorin ihre Alltagsrezepte. Vom Spülmittel über Tonerde-Zahnpasta und Schutzcreme, bis zum Weichspüler ist alles abgedeckt.

Neben den Rezepten macht Laetitia Royant immer auch einen Kostenvergleich und erkärt, welche bedenklichen Stoffe in herkömmlichen Mitteln enthalten sind. Achtung Veganer: In ein paar Rezepten kommt Bienenwachs vor, in einem Shampoo-Rezept Ei!

Gut gefallen haben uns die Angaben zum Druck: Auf chlorfrei gebleichtem Papier in Österreich gedruckt. Die Einschweißfolie ist recycelbar bzw. verbrennt ungiftig. Leider ist das Layout unruhig und unübersichtlich. Von der Aufmachung her haben wir, auch was die Fotos betrifft, schon ansprechendere Bücher zu dem Thema gesehen.

Trotzdem ist es, alles in allem, ein interessantes und informatives Buch mit guten Ideen. Zum Ausprobieren stellen wir daraus das Toilettenmittel vor.

Toilettenreinigungsmittel

In einem Glas 30 g geriebene Seife mit 30 Tropfen Zitronenöl und 1 l kochendem Wasser vermischen und gut schütteln. Eine Nacht ruhen lassen, bis die Mischung fest wird. Ist sie nicht flüssig genug, kann sie weiter verdünnt werden, bis sie die gewünschte Konsistenz hat. 2 Esslöffel genügen für eine WCReinigung.

Variante: Für eine Expresspräparation kann die geriebene Seife auch durch 7 Esslöffel Schmierseife ersetzt werden.

Herstellung in Bildern:

Seife reiben:
Seife

Zitronenöl dazu geben:

Zitronenöl

Kochendes Wasser dazu geben:

Kochendes Wasser

Ruhen lassen:

Ruhen lassen

Blick ins Buch:

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DIY Putzmittel: Allesreiniger-Tücher

DIY Putzmittel BuchZum Glück verbreitet sich die Idee von Zero Waste immer mehr und da bieten sich selbstgemachte Putzmittel – großteils mit Haushaltsmitteln – perfekt an. In Ihrem Büchlein DIY Putzmittel hat Tatiana Warchola rund 50 ihrer bewährten Rezepte -alle vegan – zusammengestellt. Die Bandbreite reicht vom Weichspüler über Scheuermilch bis zur Möbelpolitur und deckt wirklich alles ab, was man braucht.

Vorab erklärt die Autorin die Zutaten wie Kernseife, ätherische Öle und, wo man sie bekommt. Fröhlich bunt gestaltet macht dieses gelungene Büchlein Lust auf’s selber rühren. Sehr empfehlenswert! Hier gleich eine Anleitung zum Ausprobieren:

 

Allesreiniger-Tücher

Zutaten:
• ½ Tasse Wasser
• ½ Tasse Essigessenz
• 6 Tropfen ätherisches Limonen- bzw. Zitronenöl
• alte T-Shirts oder Microfasertücher (in kleine Teile zerschneiden)

1. Zutaten bis auf die Tücher in ein verschließbares Gefäß geben und kurz rühren/schütteln.

Tücher zurecht schneiden
2. Tücher hineingeben.

Tücher hineingeben
3. Vor jedem Gebrauch einmal auswringen.

Tücher auswringen

Info:
Tücher können normal in der Waschmaschine gewaschen werden und dann wieder in die Flüssigkeit gegeben werden.

Blick ins Buch:

Details zum Buch: DIY Putzmittel. Natürlich sauber.
Autorin: Tatiana Warchola, ISBN: 978-3-99025-191-1, Bildcredits: © Christina Diwold bzw. fotolia.de

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Buchvorstellung: Vegane „Milch“-Produkte + Rezept

Vegane Milchprodukte

Warum Milchprodukte selber machen, wenn Sojajoghurt, Reismilch & Co. bei uns schon in jedem Supermarkt zu finden sind? Wir finden, die besten Gründe sind, dass man genau weiß was drinnen ist und beim selber machen jede Menge Müll sparen kann. Obendrein macht selber machen natürlich auch noch viel Spaß! In dem Buch Vegane Milchprodukte aus Pflanzen wird wirklich die ganze Palette abgedeckt: Von veganen Drinks über Joghurts, Nußbuttern, Käse, Sahne, Tofu, „Milch“-Desserts, Smoothies, Milchshakes und Eis.

Zuerst werden einige Zutaten erklärt. Viele Dinge sind problemlos erhältlich, wie Getreide, Nüsse und Samen. Um Quinoa-Schleim, Perlsago und Kastanienmehl zu bekommen, muß man sich wahrscheinlich etwas länger umschauen.

Beim Zubehör sollte man neben Meßbecher, Seihtuch, luftdichten Behältern und einem feinmaschigen Sieb auch einen starken Standmixer besitzen (wir selbst sind mit unserem Vitamix sehr zufrieden). Bei vereinzelten Rezepten sind auch ein Entsafter oder eine Eismaschine notwendig.

Blick ins Buch:

Sehr praktisch sind die bei den Rezepten angeführten Symbole für die benötige Zeit und das Zubehör. Etwas unerwartet – aufgrund des Titels – sind die vereinzelten Rezepte in denen Eier zum Einsatz kommen. Ansonsten ist es ein hübsch gestaltetes Buch mit übersichtlichem Layout und spannenden Rezepten zum Ausprobieren. Hier könnt Ihr gleich mal eins probieren:

Sonnenblumenkernbutter

Sonnenblumenkernbutter eignet sich gut für salzige Brotaufstriche. Mit einer Handvoll Keimlingen, ein paar Radieschenscheiben oder Salatblättern sehen sie zudem sehr appetitlich aus!

Zutaten für ein halbes Glas Sonnenblumenkernbutter
– ein Glas Sonnenblumenkerne, ohne Schale, ungesalzen
– eine Prise Salz
– eine Prise gemahlener Kümmel
– je nach Belieben gegartes Gemüse (rote Bete, rote Paprika usw.)

Benötigte Küchengeräte
– eine Schüssel
– eine Küchenmaschine
– ein Teigschaber

1. Die Sonnenblumenkerne etwa 12 Stunden einweichen. Das Wasser abgießen, die Kerne abspülen. Dann die Kerne zwischen den Fingern reiben, um möglichst viel von den Häutchen zu entfernen.

Sonnenblumenkerne

2. Die Kerne einige Minuten in der Küchenmaschine zerkleinern, dabei das Gerät regelmäßig ausschalten, um die Kerne vom Schüsselrand wieder zum Messer in der Mitte zu schieben.

Vegane Aufstriche

3. Eine Prise Salz und gemahlenen Kümmel dazugeben. Man kann auch gegartes, farbiges Gemüse zugeben und so die Butter zu einem farbenfrohen Brotaufstrich machen.

Aufstriche

Tipp
Im Gegensatz zu Erdnüssen, Sesam und Cashewkernen wachsen Sonnenblumen bei uns, sodass Sie ein Ölfrüchtemus aus hiesigem Anbau zubereiten können. Schade ist allerdings, dass es selbst bei Bio-Erzeugnissen so schwierig ist, geschälte Sonnenblumenkerne zu finden, die nicht schon um die halbe Welt gereist sind, bevor sie auf unseren Teller gelangen. Ich weise jedoch darauf hin, dass „Sonnenblumenkerne zum Essen“ aus biologischem Anbau durchaus zu bekommen sind. Fragen Sie einfach bei Ihrem Biobauern oder in Bioläden nach, ob vielleicht in Ihrer Gegend solche Sonnenblumen angebaut werden. Wahrscheinlich kann man Ihnen welche anbieten.

Buchvorstellung: Bio Kosmetik – vegan, frisch, naturbelassen

Sven Falk © 2015 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Sven Falk © 2015 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Wenn ich die Zutatenliste von herkömmlichen Kosmetik-Produkten lese, verstehe ich meist nur Bahnhof. Kein gutes Gefühl, nicht zu wissen, was die unzähligen enthaltenen Stoffe eigentlich sind 🙁 Deshalb gibt’s bei uns zuhause nur mehr bio-vegane Körperpflege-Produkte, am Liebsten selbst gerührt.

Mit Bio Kosmetik, der bekannten Kräuterpädagogin Gabriela Nedoma, gibt es endlich ein Buch, dass dafür jede Menge Rezepte liefert. Bevor es mit den konkreten Anleitungen losgeht, kärt ein ausführlicher Info-Teil auf: Von den Vorzügen lebendiger Frische-Kosmetik über versteckte nicht-vegane Rohstoffe bis zu Problemstoffen in herkömmlichen Produkten.

Ab Seite 30 geht es mit praktischen Tipps los: Was für eine Zutaten-Grundausstattung brauche ich, welche Arbeitsgeräte und wie bereite ich Biokosmetik sicher zu?

Danach geht es los mit Basis-Rezepten für Feuchtigkeitscreme, Rosskastanienpulver & Co. Die Rezepte sind in die Kategorien Reinigung, Zahnpflege, Deodorants und Hautpflege eingeteilt. Viele der Zutaten kann man selbst plastikmüllfrei sammeln oder kaufen, wie Efeu, Roggenmehl, Lindenblüten und Rosskastanien.

Schwieriger wird es wohl schon die Shampoo-Grundlage oder Isländisch Moos zu besorgen. Da hätte ich mir persönlich konkrete Bezugsquellen gewünscht.

Wenn ich von Apfelstrudel-Salbe, Ingwerzucker für die Zähne und Waschmilch mit roten Johannisbeeren lese, bekomme ich Lust darauf, einfach mal den Finger in die Kosmetik zu stecken und zu kosten…was man bei den natürlichen Zutaten tatsächlich machen kann. Wie toll!

Alles in allem finde ich das Buch sehr hübsch gestaltet und die Rezepte kreativ & vielfältig. Wer gerne selbst in der Natur Zutaten sammelt und Spaß am selber mixen & rühren hat, dem kann ich Bio Kosmetik wärmstens empfehlen.

Hier gibt’s das Salbei-Zahnpulver Rezept zum Ausprobieren.

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Zahnpulver selbst gemacht

Dieses Zahnpulver mineralisiert die Zähne, verschiebt den pH-Wert in den basischen Bereich, stärkt das Zahnfleisch, wirkt entzündungshemmend und desodorierend.

Sven Falk © 2015 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Sven Falk © 2015 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Salbei-Zahnpulver

Zutaten für einen Tiegel: 3 Blatt Salbei und 50 g Salz

Zubereitung:

  • Salbeiblätter zerkleinern.
  • Salbeiblätter und Salz im Mini-Blender pulverisieren.
  • Salbeisalz in ein Gefäß füllen und geschlossen aufbewahren.

Anwendung:

Eine kleine Prise Salbeisalz im Mund verteilen, bis sich die Salzkristalle auflösen. Die Zähne wie gewohnt putzen.

Weitere Anwendungen:

  • Halsschmerzen: 1/2 TL Salbeisalz in warmem Wasser auflösen und damit gurgeln.
  • Vitalsalz: Gerichte mit dem Kräutersalz am Tisch aromatisieren.
  • Fussbad: Bei übermäßigem Schwitzen 50g Salbeisalz in einem Fußbad auflösen und die Füße 30 Minuten darin baden.

Haltbarkeit:
6 Monate bei Zimmertemperatur

Das Rezept stammt aus dem Buch Biokosmetik – vegan frisch naturbelassen, das ich in der Buchvorstellung ausführlich vorstelle. Wer nicht so gerne selber rührt, kann sich auch einfach eine fertige Zahnkreide im Schraubglas kaufen.

Hier gibt’s noch mehr Tipps für die plastikfreie Körperpflege. Ganz einfach geht z.B. der Umstieg auf eine kompostierbare Bambus-Zahnbürste und einen Fairtrade Holz-Zahnputzbecher.

Gastbeitrag: Tawashi aus Resten häkeln

Foto: S. Mattes

Foto: S. Mattes

Häkeln und upcycling

Vor kurzem habe ich meine Leidenschaft fürs Häkeln (wieder)entdeckt und bin gleich auf die Suche nach Wolle gegangen. Wollreste gibts ja in jedem Haushalt (wenn nicht, gibts mittlerweile tolle Biowolle & -Garne z.B. beim Strickwerk), die kann man gerade für so kleine Projekte verwenden.

Tawashi sind kleine Putzhilfen für Küche und Bad und relativ einfach zu häkeln. Meine Favoriten davon sind die kleinen Sterne. Wolle wird dafür nicht viel gebraucht und gefüllt werden sie mit Fadenresten oder einem alten T-Shirt. So können gleichzeit Reste verwertet werden und alte T-Shirts upgecycled werden.

Bei den FreundenInnen werden sie als sehr praktische Putzhilfe geschätzt, gerade für die Küche, wo es viele Ecken gibt.

Die Anleitung für die Sterne stammt aus dem Buch Tawashi von Franziska Heidenreich. Wenn man auf ‚Blick ins Buch‘ klickt, findet man auch die Angaben für 3 Projekte zum Ausprobieren.

Tawashis sind ein tolles, nachahltiges DIY Geschenk z.B. für Weihnachten 😉

Gastbeitrag von Stephanie Mattes von Mattes Photography.

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Naturgeschenke – 100 Ideen für kleine und große Kinder

Arendt_NaturgeschenkeDieses Buch macht einfach Spaß! Die vielen fröhlich bunten Bilder machen Lust, sofort mit einem Projekt loszulegen. Die Gliederung des Buches ist sehr gut durchdacht. Zum Einen sind die Ideen nach den Jahreszeiten geordnet, zum Anderen nach den Materialien. Die Auswahl reicht von Geschenken aus frischen und getrockneten Pflanzen über Bältter, Samen & Früchte und Hölzern bis zu Erde & Steinen. Zusätzlich ist im Inhaltsverzeichnis angeführt, in welche Kategorie die Anleitungen fallen:

  • Dekoration
  • Besonderes
  • Essen/Trinken
  • Körperpflege
  • Kunst
  • Tipp

Den Großteil der Projekte kann man mit kostenlosen Zutaten aus der Natur und einfachen Werkzeugen umsetzen. Bei manchen brauchen die Kinder Unterstützung von Erwachsenen.

Dank der großen Bandbreite an Geschenken sind auch viele dabei, die man mit älteren Kinder oder Erwachsenen herstellen kann, wie z.B. die Ringelblumensalbe, der Lavendelzucker oder die Badesalze. Kleinere Kinder kommen bei den Grasköpfen, Abdrücken von Pflanzen in Ton oder dem Bilder gestalten mit Samen und Blättern auf ihre Kosten.

Nett finde ich auch, dass die Kinder direkt angesprochen werden und das Buch nicht an die Erwachsenen gerichtet ist. Die Bastelvorschläge sind gut aufbereitet. Unter ‚Was brauchst Du‘ findet man die notwendigen Materialien, unter ‚So gehst Du vor‘ die Schritt-für-Schritt Anleitungen. Die vielen Bilder helfen zusätzlich beim Verständnis.

 Fazit: Ein wirklich liebevoll gestaltetes Buch, dass anregt, raus in die Natur zu gehen, ihre Schätze zu entdecken und kreativ zu werden.

Eines der Rezepte aus dem Buch habe ich bereits vorgestellt: Selbst gemachtes Johanniskrautöl. Hat’s schon wer ausprobiert?

Hier noch die Eckdaten zum Buch:
Naturgeschenke – 100 Ideen zum Gestalten mit Kindern
Autorin: Helena ArendtHaupt Verlag
Bildnachweis: Helena Arendt

Gegen Muskelschmerzen ist ein Kraut gewachsen

johanniskrautoel

Johanniskrautöl

Schon seit der Antike ist Johanniskrautöl für seine zahlreichen Heilanwendungen bekannt. Einfach auf die betroffene Haustelle einreiben bei leichten Verbrennungen, kleinen Entzündungen oder Muskelschmerzen.

Hier eine kleine DIY Anleitung:

Das brauchst Du

  • Johanniskrautblüten (Menge siehe Anleitung)
  • 1 Glas mit Schraubdeckel
  • Olivenöl
  • Kaffeefilter
  • 1 dunkle Glasflasche

So gehst du vor

  • Sammle frische Johanniskrautblüten. Das Glas sollte zu etwa 2/3 damit gefüllt sein.
  • Gieße Olivenöl darüber, bis die Blüten bedeckt sind.
  • Verschließe das Glas und stelle es an einen hellen, warmen Platz.
  • Schüttele das Öl ab und zu.
  • In 3-6 Wochen färbt sich das Öl leuchtend rot. Darum wird es häufig auch als Rotöl bezeichnet.
  • Filtere das fertige Öl durch einen Kaffeefilter.
  • Gieße das Öl in die dunkle Flasche und schreib das Datum darauf.

Arendt_NaturgeschenkeDas Rezept stammt aus dem Buch Naturgeschenke – 100 Ideen zum Gestalten mit Kindern, das ich in Kürze genauer vorstellen werde.

Hier noch die Daten:
Naturgeschenke – 100 Ideen zum Gestalten mit Kindern
Autorin: Helena ArendtHaupt Verlag
Bildnachweis: Helena Arendt

Hier geht’s zur Buchvorstellung.

Heilkräuter selber ziehen

heilkraeuter_buch-2

Den Garten zur eigenen Naturapotheke machen…davon träume sicher nicht nur ich. Jetzt ist ein neues Buch dazu erschienen, dass ich für Euch mit dem strengen Blick der Kräuterpädagogin unter die Lupe genommen habe.

Heilkräuter im Garten ist mit seinen 360 Seiten ein gewichtiges Nachschlagewerk. Die ersten 55 Seiten sind einer Einführung gewidmet:

  • Geschichte der Heilkräuterkunde & Volksmedizin
  • Hinweise zu Anwendung, Dosierung & Wechselwirkungen
  • Gartenkunde: Wie lege ich einen Heilkräutergarten an? Welche Heilkräuter wähle ich aus?
  • Infos und Tipps zur Ernte, Trockung, Verarbeitung und Lagerung
  • Inhaltsstoffe
  • Anleitung zur Herstellung von Heilmitteln in Form von Dekokten, Sirup, Mazeraten und Tinkturen
  • Exkurs in die Gartentherapie

Den Hauptteil des Buches bilden rund 50 alphabetisch sortierte Heilkräuterporträts. Bei der Auswahl der Kräuter wurde darauf geachtet, dass sie sich für fast alle Gärten eignen. Besonderer Wert wurde auch auf Fotos gelegt, die die Pflanze in den verschiedenen Jahreszeiten zeigt.

Die Porträts sind alle nach dem selben Schema aufgebaut:

  • Namen in Latein, Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch
  • Pflanzenfamilie in Latein und Deutsch
  • Volkstümliche Namen
  • Hauptmerkmale der Pflanze: Höhe, Blütengröße, Blütezeit, Pflanzentyp
  • Herkunft – Verbreitung -Botanik
  • Anbau – Pflege – Ernte – Lagerung
  • Pflanzenheilkunde: Anwendung, Geruch, Geschmack & Inhaltsstoffe
  • Wirksamkeit
  • Anwendungsbereiche und Dosierung
  • Unerwünschte Wirkungen, Anwendung in der Schwangerschaft, Einschränkungen
  • Wildkräuterküche

Im Anhang findet man noch ein Glossar der medizinischen Fachausdrücke, ein Stichwortregister und ein Pflanzenverzeichnis. Eine schöne Ergänzung wäre hier noch ein nach Beschwerden sortiertes Register gewesen.

Fazit: Ein umfangreiches Grundlagenbuch, dass Anfängern und leicht Fortgeschrittenen eine Fülle an Wissen liefert. Durch die farblich abgehobenen Info-Kästchen und das strukturierte Layout, findet man schnell, wonach man sucht. Der abwischbare, flexible Einband eignet sich auch gut für den Einsatz draußen. Alles in allem ein Nachschlagewerk, das einem gute Dienste leistet.