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Die Initiative: Und jetzt retten WIR die Welt!

Du würdest gerne etwas dazu beitragen, damit die Welt ein Stückchen besser wird, weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst? Dann habe ich heute genau das Richtige für Dich! Die beiden deutschen Journalisten Ilona Koglin und Marek Rohde haben ein großartiges Projekt ins Leben gerufen: Und jetzt retten wir die Welt!

Zur Initiative gibt es eine tolle, interaktive Website, Videos auf Youtube und – um immer am aktuellen Stand zu bleiben und sich mit anderen „WeltretterInnen“ auszutauschen – stehen auch Facebook, Twitter und der monatliche Newsletter zur Verfügung. Auf der Website gibt es verschiedenste Aktionen zum Mitmachen oder Du kannst auch selbst Aktionen einbringen. Für jede Aktion, die Du durchziehst, kannst Du Weltretterpunkte sammeln. Ziel der Kampagne sind 1 Million Weltretterpunkte. 

Ein Blick auf die fröhlich bunte Homepage der Initiative

Ergänzend oder alternativ, ganz nach eigenem Geschmack, gibt es zur Kampagne auch ein Buch (Affiliate-Link), das mich persönlich rundum begeistert hat. Du würdest gerne wissen warum, denn es gibt ja schon verschiedenste Bücher zu dem Thema? Ich verrat’s Dir!

Zum Einen spricht mich die Aufmachung total an. Das Buch ist mit dem höchsten Standard für Ökoeffektivität, dem Cradle to Cradle Silver Zertifikat, ausgezeichnet und wurde in Österreich (!) bei Gugler gedruckt. Das Layout, mit den unterschiedlichen Farben für die einzelnen Kapitel und den vielen Infografiken, ist übersichtlich, ansprechend und viel fröhlicher gestaltet als ein trockenes Sachbuch.

Zum Anderen überzeugt mich auch der Inhalt. Den Aufbau finde ich sehr durchdacht und logisch. Hier folgt das Buch den 6 Schritten von Laotse:

  • Verändere Dich! Hier geht es um Deine Haltung, Deinen Körper, Dein Essen und Deine Kleidung
  • Verändere Dein Haus! Dieses Kapitel widmet sich dem Einrichten, Haushalt und Wohnen
  • Verändere Deine Straße! Im 3. Kapitel geht es um Nachbarn, Grünes pflanzen und Tierrechte
  • Verändere Deine Stadt! Dieser Punkt  hilft Dir mit den Themen Mobilität, Arbeit und Konsum
  • Verändere Dein Land! Hier liegt der Schwerpunkt auf Geld, Politik und Kultur
  • Verändere die Welt! Zu guter Letzt geht es um’s Reisen und globales Denken

Im Buch findest Du über 460 Tipps zu verschiedensten öko-sozialen Projekten, Organisationen und Medien. Die Infografiken decken die wichtigsten 18 Themen Deines Alltags ab und die Step-by-Step Anleitungen helfen Dir, die Ideen gleich umzusetzen. Die Interviews und Erfahrungsberichte runden die gut aufbereiteten Infos ab.

Anschauliche Icons und bunte Farben lockern den Text auf

Das Buch aus dem Kosmos Verlag erhältst Du bei Deinem Lieblingsbuchhändler mit der ISBN 978-3-440-15189-1 um rund € 20. Es gibt auch eine e-Book Variante (Affiliate-Link). Wenn Du das Buch online kaufst und über die eingebetteten Links bestellst, bekomme ich ein paar Cent dafür. Dich kostet das Buch dadurch nicht mehr!

Du willst gleich mit der Veränderung anfangen? Dann wäre der Kauf des Buchs bei buch7.de statt beim bekannten Internetriesen ein erster Schritt. Durch den Kauf von Büchern über buch7.de werden soziale Projekte unterstützt. Mehr dazu erfährst Du hier

Selten hat mich eine Initiative oder ein Buch zum Thema persönlicher und globaler Wandel dermaßen begeistert. Habe ich es geschafft, auch Dich zu motivieren beim Welt retten dabei zu sein? Ich hoffe es! Viel Freude dabei! Ich versprech‘ Dir, es fühlt sich richtig gut an 🙂

Clean Eating Vegan: Pinke Rösti mit Hummus & Blattspinat

Da mich gesunde Ernährung immer mehr beschäftigt, habe ich mich in letzter Zeit unter den vielen verschiedenen Trends etwas umgeschaut: High Carb, Rawtill4, Pegan, Low Carb und auch Clean Eating. Die Vielzahl an verschiedenen Konzepten finde ich ganz schön verwirrend. Die gegensätzlichen Empfehlungen tragen mehr dazu bei zu verunsichern, als Klarheit zu schaffen. 

Einem dem es genauso ging ist Patrick Bolk, der Autor von Clean Eating Vegan (Affiliate Link). In seinem neuen Buch nimmt der Autor den Leser mit auf seine persönliche Reise vom Junkfood Esser zum Clean Eater. Das Buch ist jedoch viel mehr als ein Kochbuch. Hier geht es darum, seinen Essensstil auf Dauer zu verändern. Um diese Umstellung bei den Lesern zu bewirken, erklärt der Autor ausführlich die Probleme der westlichen Ernährung, was clean eating bedeutet und wie man es schafft, dabei zu bleiben. 

Bolk geht auf viele häufige Fragen im Detail ein: Ist Soja schädlich? Ist Rohkost wirklich so gesund? Was ist das Problem von Weizen & Gluten? Steckt hinter Superfoods nur schlaues Marketing? Wie bekomme ich genügend Ballaststoffe und Nährstoffe? Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel? 

Ein ganzes Kapitel hat der Autor dem Thema gewidmet, wie man die Umstellung zum Clean Eater schafft. Besonders praktisch finde ich seine Baukastensysteme für Salate, Müsli, Overnight Oats oder Bowls. Dabei gibt Bolk jede Menge Vorschläge für Zutaten an, die man dann nach eigenem Geschmack zusammenstellen und immer wieder variieren kann. Im Vergleich zu anderen Ernährungsformen ist auch die Do & Dont’s Liste sehr überschaubar und nicht so kompliziert wie bei anderen Konzepten. 

Von dem rund 220 Seiten starken Buch macht der Rezeptteil ungefähr ein Drittel aus. Hier präsentiert Bolk über 50 Rezepte vom Frühstück bis zum Dessert und auch einige Basics wie Senf, Müsli, Cashewmilch, Gemüsebrühe, zuckerfreie Marmelade oder Brot. Die Rezepte sind relativ simpel und gut für den Alltag geeignet, da die Zubereitungszeit oft nicht länger als 30 Minuten beträgt. Die Bandbreite der Rezepte reicht von Müsli-Eis über Guacamoleturm mit Trüffelöl & Röstpilzen oder Röst-Tomatensuppe mit Pesto-Eis bis zu Oreo-Muffins. 

Positiv hervorheben möchte ich noch, dass das Buch in der E.U. gedruckt wurde. Einen Hinweis auf umweltfreundliches Papier oder Druckfarben konnte ich jedoch leider nicht finden. 

Fazit: Clean Eating Vegan (Affiliate Link) aus dem Riva Verlag ist ein sehr informatives Buch für alle, die mehr über gesunde Ernährung wissen möchten. Die vielen praktischen Tipps erleichtern definitiv die Umstellung. Das Konzept von Clean Eating ist für mich eines der schlüssigsten und auch in der Umsetzung realistisch. Die Rezepte haben Pfiff, aber sind nicht abgehoben. Einziger Wermutstropfen: Ich hätte mir zu jedem Rezept ein Foto gewünscht! 

Hast Du Clean Eating schon ausprobiert? Wie geht’s Dir damit? Ich freu‘ mich auf Deine Erfahrungen!

So und jetzt wünsch‘ ich Dir noch viel Spaß beim Ausprobieren des Rezepts.

Pinke Rösti mit Hummus und jungem Blattspinat

@Oliver Brenneisen

Zubereitungszeit 30-45 Minuten
4 Portionen

Zutaten

Für die Rösti
4 große festkochende Kartoffeln
1 rote Bete
1 kleine weiße Zwiebel
2 EL Dinkelmehl
1 EL Kartoffelmehl
Salz
Pfeffer
Muskat
Etwas Kokosfett für das Waffeleisen

Für das Hummus
1 Dose vorgekochte Kichererbsen (Abtropfgewicht 400 g) 
1 TL Tahin
1 Knoblauchzehe (optional)
1 EL Olivenöl
Saft von ½ Zitrone
Pfeffer
Salz
4 große Handvoll Babyspinat, verlesen und gewaschen

Zubereitung

1. Kartoffeln und Rote Bete schälen und mit einer Küchenreibe raspeln. Salzen und ca. 10 Minuten stehen lassen, damit sie Wasser ziehen. Anschließend gut ausdrücken. Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden, diese unter die Raspel heben. Mehl dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Das Waffeleisen mit etwas Kokosfett einreiben und die Kartoffelmasse darauf geben. 5-8 Minuten backen , bis die Rösti goldbraun sind.
2. Alle Zutaten für das Hummus mit einem Pürierstab zu einer cremigen Masse verarbeiten. Dabei das Kichererbsenwasser mitverwenden, das macht das Hummus besonders cremig.
3. Rösti mit Hummus und Blattspint servieren.

Tipp: Diese Rösti schmecken auch wunderbar mit Apfelmus.

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Leaf to Root: Gemüse essen von Blatt bis Wurzel + Rezept

Fotografie © Sylvan Müller, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Fotografie © Sylvan Müller, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Bereits als ich vom Erscheinen des Buches Leaf to Root erfahren habe, war mir klar, dass ich es lesen mußte. Das Thema Gemüse restlos zu verwerten interessiert mich schon länger und bisher ist mir kein anderes so ausführliches Werk (320 Seiten!!) zu dem Thema bekannt. Das Autorentrio hat sich richtig ins Zeug gelegt und nicht nur ein einfaches Kochbuch herausgebracht, sondern ein richtiges Nachschlagewerk. 

Auch optisch ist das Buch eine Augenweide: Hochwertiges Hardcover mit matten Seiten mit ordentlicher Grammatur, 2 praktischen Lesebändchen und 150 stilvollen Farb- und sogar einigen Schwarz-Weiß-Fotos. Das Layout ist klar und sehr übersichtlich gestaltet. Der gesamte Band mit seinem – doch recht hohen – Preis von rund € 50,- wirkt edel. Gedruckt wurde das Buch in Italien, leider konnte ich keinerlei Hinweis auf nachhaltiges Papier oder Druck finden 🙁

Das Buch beginnt mit einem Vorwort der Ernährungswissenschaftlerin & Foodtrendforscherin Hanni Rützler, danach folgt eine kleine Einleitung des Autorenteams. Spannend zu lesen ist auch der Roundtable, eine Expertenrunde mit Diskussionen über Ernährungstabus, giftige Gemüseteile und Geschmacksentdeckungen. 

Dann geht es mit den Rezepten los, die gemischt vegetarisch und vegan sind. Den Anfang macht das Kapitel Blatt & Kraut, in dem – unter Anderem – Karfiol-, Kohlrabi- und rote Rüben (= Beete oder auf schweizerisch Rande) Blätter, genauso wie Erbsen- und Kürbis-Triebe und sogar Karottenkraut kreativ verarbeitet werden. 

Weiter geht’s mit Rezepten mit Stiel & Rippe, wie Grünkohlrippe, Fenchel-, Kohlrabi- oder Petersilien-Stiel.

Auch Haut & Haar werden hier selbstverständlich verarbeitet, von der Bananenschale über Maishaar bis zur Wassermelonenschale findet alles eine ungewöhnliche kulinarische Verwendung.

Selbst Strunk & Herz lassen sich verkochen, egal, ob Artischockenstängel, Karfiol- (= Blumenkohl), Brokkoli-, Rotkohl-, Weißkohl- oder Ananans-Strunk.

Die Verwendung von Blüte & Kern kenne ich zum Teil von meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin, aber hier werden sogar Avocado-, Papaya- und Tomaten-Kerne und sogar Rhabarberblüten genutzt!

Zum Schluß gibt’s noch Rezepte für Wurzel & Knolle: Dass man z.B. Dahlien-Knollen verkochen kann war mir völlig neu, während Frühlinszwiebel- oder Löwenzahnwurzel nicht so abwegig erscheinen.

Zwischen den Kapiteln eingestreut findet man auch noch verschiedenste Porträts, wie die diverser Köche, die sämtliche Teile verarbeiten; einem Bauern, der das anbaut, was andere am Acker liegen lassen; einer Sensorikerin und einem Lebensmittelchemiker. Besonders spannend fand ich die Vorstellung der Schweizer Jungköchin und Bäuerin Rebecca Clopath, die ihre Rezepte für alle Teile der Quitte vom Holz bis zu Blatt und sogar Asche vorstellt. 

Die Rezepte im Buch erstrecken sich über eine große Bandbreite von Karottenstiel-Falafeln mit Linsen-Hummus, Brokkoliblatt Chips und Kohlrabischalen-Pickles bis zu Birnen-Fenchelstiel-Saft. Die Rezepte sind großteils eher anspruchsvoll und für geübte Köche, die Herausforderungen mögen, geeignet. Einige der Zutaten, die sogenannten „Second Cuts“, die normalerweise weggeworfen werden, kann man  wohl nur direkt beim Bauern oder aus dem eigenen Garten bekommen. Dazu kommt, dass darüber hinaus noch andere exotische Zutaten wie Kampotpfeffer, Kaffirlimettenblätter oder Annattosamen verwendet werden, die eher schwierig erhältlich sind. 

Persönlich finde ich das Kompendium am Ende des Buches den spannendsten Teil überhaupt. Von Ananas bis Zwiebel wird hier aufgelistet welche Teile vom Gemüse essbar sind, wie Spitzenköche diese „Second Cuts“ zubereiten. Darüber hinaus wurden Infos aus historischen Kochbüchern zusammengetragen, genauso wie Küchentraditionen anderer Länder und einfache Kochanleitungen. Eine Inspiration für jeden kreativen Koch. Den Abschluß macht schließlich noch ein praktisches Rezeptverzeichnis.

Fazit: Leaf to Root geht über den Umfang eines herkömmlichen Kochbuchs weit hinaus. Hier findet man als aufgeschlossener und fundierter Koch-Fan nicht nur Rezepte, sondern jede Menge Anregungen, um selbst kreativ zu werden. Die Rezepte sind großteils anspruchsvoll und auch für das selbständige Umwandeln der vegetarischen Anleitungen ins Vegane ist Koch-Erfahrung notwendig. Ein gewisses Manko für die Alltagstauglichkeit ist die Ausgefallenheit gewisser Zutaten. Wer jedoch tiefer in die Materie der „Second Cuts“ eintauchen, Zero Waste kochen möchte und offen für Neues ist, der wird mit dem Buch viel dazulernen und entdecken!

Zum Ausprobieren habe ich ein einfacheres Rezept mit Grünkohlrippen, in der Schweiz Federkohl genannt, ausgewählt:

Tempura von Federkohlrippen mit Zitronen-Soja-Dip

Fotografie © Sylvan Müller, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Fotografie © Sylvan Müller, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Tempura: 
50g helles Weizenmehl
1/3 TL Backpulver
120 g Federkohlrippen (Grünkohlrippen)
Salz
Öl zum Frittieren
Dip:
100 ml Sojadrink, zimmerwarm
2 TL Senf
2-3 TL Zitronensaft
1 TL gemahlenes Kurkuma
100 ml Rapsöl
SalzZum Anrichten:
50 g Federkohlblätter
Salz
1 Handvoll Edamame-Bohnen, enthülst, blanchiert
2 TL Chiliflocken
Fleur de Sel
Tempurateig: Das Mehl und Backpulver miteinander vermischen. 80 ml Wasser dazugeben und alles gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Den Tempurateig mindestens 1 Stunde kühl stellen. 

Dip: Sojadrink, Senf, Zitronensaft und Kurkuma in einen hohen Mixbecher geben und mixen. Das Rapsöl langsam unter ständigem Weitermixen dazugeben. Den Dip mit Salz abschmecken und mindestens 30 Minuten kühl stellen.

Tempura ausbacken: Inzwischen die Federkohlrippen in etwa 5 cm lange Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser weich garen. Das Öl zum Frittieren erhitzen. Die Federkohlrippen durch den Tempurateig ziehen, im heißen Öl knusprig frittieren und auf Haushaltspapier trocken tupfen.

Anrichten:
Die Federkohlblätter in kochendem Salzwasser kurz blanchieren und mit den Edamame-Bohnen, dem Dip und den Tempura anrichten. Die Chiliflocken und das Fleur de Sel über das Gericht streuen und servieren.

Weihnachten Vegan Buch & Zimststern-Rezept

Weihnachten vegan Luger-BazingerIn der Adventzeit denke ich immer etwas wehmütig an die wunderschönen Weihnachten meiner Kindheit zurück…mit genug Zeit zum Basteln, in Ruhe auf Weihnachten einstimmen, Geschichten lesen und gemeinsam Kekse backen. Kein Last-Minute-Geschenke-Kaufrausch, kein Stress, nur kindliche Vorfreude und Staunen. Jedes Jahr versuche ich dieses magische Gefühl von Weihnachten wieder herzuzaubern und dabei sind vegane Weihnachtskochbücher natürlich eine großartige Hilfe 🙂

Claudia, vom beliebten Blog TotallyVeg, hat ihre erprobten Lieblingsrezepte in dem Buch Weihnachten vegan zusammengestellt. Unter dem Titel „Neue beste Freunde“ stellt sie für Vegan-Einsteiger ein paar typische Zutaten wie Nußmuse, Hafercuisine und Tofu vor. Dann folgt noch ein kurzer Überblick über die notwendige Küchenausstattung für die Rezepte und schon geht’s mit Kapitel 1 los: Veganes Weihnachtsessen. Hier werden 3 Menüfolgen vorgeschlagen und die Rezepte dazu vorgestellt. Super finde ich, dass dafür kurz ein paar Tipps für den stressfreien Kochablauf gegeben werden, z.B. welche Sachen man schon am Vortag zubereiten kann. Die Speisen sind einfach, machen aber trotzdem Gusto. Wie wär’s z.B. mit Christmas Brownies, Spekulatius-Mousse, Linsenbraten oder steirischen Bruschette?

Der 2. Teil widmet sich der Weihnachtsbäckerei. Die Rezepte sind eine Mischung aus Klassikern à la Linzeraugen und Vanillekipferln und amerikanischen inspirierten wie zimtige Snickerdoodles und Peanutbutter-Cookies. Ausgefallene Zutaten sucht man hier vergeblich, was ich besonders für Neulinge sehr praktisch finde.

Im Kapitel 3 verrät die Autorin ihre Lieblingsrezepte für einen gemütlichen Brunch oder eine Adventjause. Der Großteil der Rezepte ist nicht speziell weihnachtlich und daher rund ums Jahr gekocht werden, wie Erdäpfelkas, Räuchertofuschnecken oder Kokos-Chia-Pudding. Die selbstgemachten Geschenke im 4. Teil kann man natürlich genauso gut behalten – finde ich! Der Body Scrub sticht als einziges Körperpflegeprodukt aus der Reihe, ansonsten kann man sich hier über Kokos-Karamell-Sauce, Erdnuß-Quinoa-Riegel, Marzipan-Schoko-Kastanien oder auch Taco-Gewürz freuen. 

Den Abschluß machen die weihnachtlichen Drinks mit einer bunten Mischung von Süßkartoffel-Smoothie bis Eierlikör über Chai bis zu veganem „Baileys“. Gedruckt wurde das Buch in der EU, sonst konnte leider keinerlei Angaben zu einer nachhaltigen Herstellung finden – schade!

Fazit: Weihnachten vegan ist ein hübsch gestaltetes Buch mit einfachen Rezepten. Einige davon sind – für mich – nicht speziell weihnachtlich – das hat jedoch den Vorteil, dass man sie auch unterm Jahr immer wieder mal kochen kann. Die meisten Zutaten findet man problemlos im Supermarkt, nur für Hefelocken, Kala Namak und Co. muß man wohl in einen Bio- oder Veganladen gehen. Persönlich hätte ich mir von jedem Rezept ein Foto gewünscht, da ich dazu tendiere, Rezepte ohne Foto eher nicht nachzukochen. 

Ein unkompliziertes Buch für alle, die neu ins vegane Kochen einsteigen und/oder simple, aber geschmackvolle Speisen mögen. So und hier gibt’s natürlich ein Rezept zum Ausprobieren: 

Zimtsterne

Zimtsterne vegan

© Michael Tewes – Fotolia

Für den Teig

1 EL Leinsamen, gemahlen
3 EL Wasser
150 g Staubzucker
1 EL Zimt
1 EL Sojamilch
100 g Mandeln, gemahlen
150 g Wal- oder Haselnüsse
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt

Für die Glasur

70 g Staubzucker, gesiebt
1 EL Sojamilch
1 Prise Zimt (optional, für weiße Glasur weglassen)Zubereitung 

1. Leinsamen und Wasser gut vermischen und kurz beiseitestellen, dann mit den restlichen Zutaten für den Teig gut verkneten. Der Teig wird klebrig sein. 15 Minuten kühl stellen.

2. Die Arbeitsfläche mit Backpapier auslegen, Teig darauf legen und wieder Backpapier über den Teig geben, so ausrollen (ansonsten klebt er unglaublich). Mit einer Sternform Sterne ausstechen, sehr vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett geben und die Sterne für ca. 3 Stunden kühl stellen. 

3. Ofen auf 200°C vorheizen.

4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und Sterne darauf legen, etwa 8-12 Minuten backen, die Sterne sollten an den Spitzen leicht gebräunt sein. Aus fem Ofen nehmen. 

5. Nach etwa 10 Minuten die Sterne an der Unterseite mit einem Messer leicht vom Backpapier lösen und dann komplett auskühlen lassen.

6. Alle Zutaten für die Glasur vermischen und Sterne damit glasieren. 

Ergibt etwa 35 Stück

 

 

Regionale Winterküche: Hagebuttenketchup Rezept

© Daniela Friedl aus "Regionale Winterküche", Verlag E. Ulmer

© Daniela Friedl aus „Regionale Winterküche“, Verlag E. Ulmer

Jeden Winter tu‘ ich mir auf’s Neue schwer damit, wirklich regional und saisonal zu kochen. Eigentlich unglaublich bei der riesigen Menge an Rezepten, die ich habe. Tatsache ist jedoch, dass viele Rezepte und Kochbücher einfach nicht auf Regionalität oder Saisonalität zu achten. Gemüse wie Kohlsprossen und Schwarzwurzel kommen da eher selten vor.

Umso mehr war ich auf das neue Buch Regionale Winterküche von Miriam Emme und Daniela Friedl gespannt, da ich schon von Vegane Versuchung begeistert war. Den Anfang macht ein Info-Teil, in dem die typischen Winterzutaten näher vorgestellt werden. Hier erfährt man sowohl Geschichtliches, als auch gesundheitliche Vorzüge von Kohl, Wurzelgemüse & Co. Beim  1. Kochkapitel geht’s mit 9 Rezepten für Suppen und Salate los, dann folgen schon die Hauptspeisen. Die Gerichte im Buch fallen großteils in die Kategorie einfache Hausmannskost, wie Fladen, Schupfnudeln, Ofengemüse oder gefüllte Knödel. Dafür werden Kraut- und Kohlsorten, Zwiebel- und Wurzelgemüse, als auch Kürbis und Vogerlsalat (= Feldsalat) verwendet.

Unerwartet groß ist der Teil für Süßes ausgefallen mit einem Fokus auf Mehlspeisen, wie Maronitarteletts oder Kürbiskuchen. Den Abschluß machen Rezepte für Geschenkideen wie Chutney, Gewürzmischungen und Schmalz. Im Anhang findet man einen nach Zutaten sortierten Index und ein paar Tipps für den Einkauf veganer Produkte.

Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Buch mit hübschen Fotos und einem bodenständigen Touch. Persönlich hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf pikante Gerichte gewünscht, da ich diese schwieriger im Winter umzusetzen finde als Süßspeisen. Aufgefallen ist mir auch, dass viele der Rezepte glutenhaltiges Getreide beinhalten. Daumen hoch dafür, dass das Buch in Deutschland gedruckt wurde, sonstige Angaben bzgl. nachhaltiger Herstellung (wie etwa zum verwendeten Papier) konnte ich leider keine finden. Da gibt’s andere Verlage, die hier auf den 1. Blick schon weiter sind. Die Idee eines regionalen, saisonalen und veganen Winterkochbuchs finde ich jedenfalls großartig und bestimmt kann jeder aus Regionale Winterküche noch neue Ideen und Kochrezepte mitnehmen.

Zum Ausprobieren gibt’s diesmal einen Ketchup, leider ohne Rezept für die benötigte Marmelade – ich hab‘ Euch aber eins dazu verlinkt 🙂

Hagebuttenketchup

© Miriam Emme aus "Regionale Winterküche", Verlag E. Ulmer

© Miriam Emme aus „Regionale Winterküche“, Verlag E. Ulmer

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Für 1 Glasflasche à ca. 200 ml

Zutaten:

1 große Zwiebel
Öl zum Braten
300 g Hagebuttenmarmelade (hier gibt’s ein relativ einfaches Rezept zum Selbermachen)
50 ml Apfelessig
1/4 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL Salz
2 EL Zucker
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen
  2. Die Hagebuttenmarmelade, Apfelessig, Karadmom, Salz und Zucker dazugeben. Gut umrühren und aufkochen lassen.
  3. Das Ganze 5 Minuten unter Rühren kochen lassen.
  4. Das Ketchup noch heiß in eine heiß ausgespülte, verschließbare Glasflasche füllen. Im Kühlschrank ist es 4 bis 6 Wochen haltbar.

Das Ketchup kann z.B. mit Zwiebelblume oder Schupfnudeln serviert werden, beide Rezepte findet man im Buch.

La Veganista – Power-Vorrat: Buchvorstellung + Rezept

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© Gräfe und Unzer/René Riis

Nicole Just ist eine meiner Lieblings-KochbuchautorInnen. Ihre Gerichte gelingen gut, schmecken lecker und bringen immer neue kreative Ideen in den Kochalltag. Obwohl La Veganista Power-Vorrat bereits mein 3. Kochbuch zum Thema vegan & DIY ist, hat es Nicole Just geschafft, wieder ganz andere Rezepte und Ideen zu präsentieren.

Seit wir versuchen Zero Waste zu leben, verzichten wir auf Kichererbsen im Glas, Fertig-Pesti, & Co., die immer super praktisch waren, um bei Zeit- und Motivations-Mangel schnell ein Essen zu zaubern. Diese schnellen Helferleins haben mir gefehlt. Da kam mir La Veganista – Powervorrat gerade recht! Im Buch findet man z.B.Rezepte für:

  • pikante & süße Backmischungen, Gebäck zum Einfrieren, Nudeln, Semmelknödeln im Glas
  • vegane Basics wie Pflanzenmilch, Sahne, Joghurt, Topfen (= Quark) und Nußmus
  • Süßes: Puddingpulver, Schokolade, Müsligewürz
  • Fruchtiges: Marmeladen, Gelierzucker, Fruchtleder
  • Pikantes: Gemüsebrühe, Salzgemüse, Essig, sauer Eingemachtes
  • Getränke: Tees, Sirupe, Coldbrew-Kaffee auf Vorrat
  • „Fertiggerichte“: Falafel-, Risotto- oder Dal-Mix, Patties & Pizzateig zum Einfrieren
  • Würzen & Soßen: Kurkumapaste, BBQ-Würzpaste, „Worcester-Sauce“, Bechamelsauce

Super praktisch finde ich z.B. auch die Anleitung, wie man Hülsenfrüchte vorkocht und dann haltbar macht. Nach den Anleitungen zur Herstellung des Vorrats folgen rund 20 Rezepte, wie man die selbst gemachten Sachen einsetzen kann: Von Linsen-Apfel-Krapfen über Pilz-Mangold-Ravioli bis zu Haselnußpralinen.

Fazit: Für mich ein absolut gelungenes, schön gestaltetes Kochbuch mit dem DIY-Fans und Zero Waste Anhänger besonders viel Freude haben werden. Zum Ausprobieren gibt’s hier noch das Rezept für selbst gemachten Essig aus Obstresten!

Apfel-Birnen-Essig – selbst ansetzen

© Gräfe & Unzer/René Riis

© Gräfe & Unzer/René Riis

Grundrezept für Obstessig
2 mittelgroße Äpfel (350 g, alternativ Putzreste wie Apfelschalen und – kerngehäuse)
2 mittelgroße Birnen (350 g, alternativ Putzreste wie Birnenschalen und – kerngehäuse)
1 geh. EL Vollrohrzucker

Außerdem
1 Twist-off-Glas (ca. 3 l Inhalt, sterilisiert)
2 Glasflaschen mit luftdichtem Verschluß (à 1 l Inhalt, sterilisiert)
1 Passiertuch

Für 1,8 l (60 Portionen à 30 ml)

1. Die Früchte heiß waschen, abtrocknen und halbieren. Die Fruchthälften mit Schale und Kerngehäsue in ca. 1 cm große Würfel schneiden und mit dem Zucker in das 3-l-Glas geben (alternativ 700 g Schalen und Kerngehäuse mit dem Zucker in das Glas geben). Alles mit 1,8 l Wasser aufgießen.

2. Zum Sterilisieren einen Löffel in einem Topf mit kochend heißem Wasser übergießen, vorsichtig herausnehmen und den Glasinhalt damit umrühren. Anschließend die Fruchtstücke damit herunterdrücken, so dass sie fast vollständig mit Wasser bedeckt sind.

3. Aus dem Passiertuch ein Stück (ca. 25×25 cm) ausschneiden, den Rest beiseitelegen. Das Tuch auf das Glas legen und mit einem Haushaltsgummi am Glasrand fixieren. Das Glas an einem hellen Ort bei Raumtemperatur 10-14 Tage stehen lassen. Dabei einmal täglich vorsichtig schütteln, um Schimmelbildung vorzubeugen. Während der Gärung bildet sich natürlicherweise Schaum an der Oberfläche.

4. Sobald sich nach max. 14 Tagen ein leichter Essiggeruch eingestellt hat und die Früchte abgesunken sind (bei Bedarf noch ein paar Tage länger stehen lassen), ein Sieb mit dem übrigen Passiertuch auslegen und in eine entsprechend große, sterilisierte Schüssel hängen. Den Essigansatz in das Sieb gießen und abtropfen lassen, dabei den Essigansatz auffangen, die Früchte entfernen.

5. Zum Sterilisieren das Glas mit 2 l kochend heißem Wasser ausspülen. Die aufgefangene Flüssigkeit in das Glas füllen. Den Ansatz wieder mit dem Passiertuch und Gummi verschließen und an einem hellen Ort bei Raumtemperatur ca. 3 Wochen gären lassen. Den fertigen Essig in Flaschen füllen, gut verschließen und dunkel, kühl und trocken lagern. Er hält sich so mehrere Jahre.

Meine Extratipps
Ich setze meinen Essig gern gleichzeitig zum Apfelkuchenbacken an. Das ist so schön praktisch, denn die Apfelschalen und -kerngehäuse landen im Essigglas, das Fruchtfleisch in einer leckeren Apfeltarte (Rezept im Buch). In diesem Fall gieße ich nur mit 1 l Wasser auf und erhalte dann reinen Apfelessig. Übrigens eignen sich auch andere Obstsorten zum Vergären: Beispielsweise Quitten, Marillen, Mirabellen oder Himbeeren lassen sich auf diese Weise wunderbar zu Essig verarbeiten.

Noch mehr Rezepte von Nicole Just gibt’s hier:

Hirseauflauf mit Äpfeln
Mousse-au-Chocolat Cupcakes
Donauwellen-Cupcakes
Hirsetaler mit Spinat und Tomaten-Orangen-Sauce
Linseneintopf

Vegane Kosmetik: Buchvorstellung und Rezept

Wer sich für Wildkräuter interessiert, dem sind die Namen des Autoren-Duos von Vegane Kosmetik sicherlich schon untergekommen. Siegrid Hirsch ist vor allem für das Buch Die Kräuter in meinem Garten bekannt, Gabriela Nedoma machte sich mit Grüne Kosmetik einen Namen. Ihr Buch Biokosmetik – vegan, frisch, naturbelassen habe ich bereits hier mit Rezept vorgestellt.

Als zertifizierte Kräuterpädagogin finde ich selbstgerührte Kosmetik mit natürlichen Zutaten großartig, vor allem, wenn sie auch noch vegan ist! Daher war ich auf Vegane Kosmetik schon sehr gespannt!

© Freya

In der hilfreichen Einleitung werden die veganen Inhaltsstoffe, hautpflegende Gewürze, Kräuter und Öle vorgestellt. Nach ein paar kurzen Sätzen zum benötigten Zubehör und zur Hygiene folgen schon die Rezepte. Los geht’s mit den farbenfrohen No-Emus – leichten Lotionen, die ganz ohne Bindemittel (Emulgatoren) auskommen. Einfach vor Gebrauch schütteln und gleich auf die Haut sprühen! Super einfach und praktisch!

Bei den Haut-Reinigern machen einfaches Hafermehl und Pfefferminze den Anfang. Sehr praktisch finde ich, dass die folgenden Shampoos auch gleich für andere Anwendungen geeignet sind, wie z.B. Duschgel oder Flüssigseife.

Bei der Zahnpflege hat man die Auswahl zwischen Pulver, Öl und Pasta, so ist sicher für jeden was dabei. Genauso ist es bei den Deo-Rezepten. Eine schöne Auswahl an verschiedenen Rezepten von Gurke über Lavendel bis Kokos und sogar Schoko-Deo-Pralinen 🙂

Zum Verwöhnen für den ganzen Körper eignen sich das Badesalz mit Himbeere und Zitrone oder die Kräuter-Badepralinen. Doch auch die Lippen kommen nicht zu kurz, ob mit Tarte-au-Citron-Lipgloss mit Beerenwachs oder Choco-Lips mit Kakaobutter.

Nach dem Baden will die Haut natürlich gepflegt werden. Aus diesem Kapitel habe ich Euch das Rezept für das Limoncello-Aloe-Öl zum Ausprobieren ausgesucht! Neben Ölen hat man noch die Qual der Wahl zwischen Cremen, Lotionen, Salben und Balsam.

Den Abschluß machen Sonnenpflegeprodukte und Masken und Peelings. Besonders gefreut hätte ich mich über ein Rezept für eine Sonnencreme mit höherem Lichtschutzfaktor, das dürfte aber zum Selbermachen nicht so einfach sein.

Alles in allem ein sehr hübsch gestaltetes Buch mit vielen spannenden, einfachen Rezepten. Für mich könnten noch mehr Fotos von den fertigen Produkten drinnen sein, aber das ist Geschmackssache. Für die Waschtenside und Shampoos werden als Basis fertige Produkte aus dem Handel verwendet, was ich nicht so toll finde, denn eigentlich geht es ja hier um DIY. Zusätzlich ist es mir ein Anliegen die Produkte möglichst Zero Waste herstellen zu können und dafür eigenen sich gekaufte Basis-Produkte meist leider nicht.

Ansonsten hätte ich mir noch konkretere Bezugsquellen für ausgefallenere Zutaten, wie z.B. Beerenwachs, gewünscht. Einige Kräuter für die Rezepte kann man selber sammeln, wenn man sich auskennt, ansonsten sind sie teilweise wohl schwierig zu bekommen, wie etwa frische Steinkleeblüten.

Gedruckt wurde das Buch in der EU, sonstige Angaben z.B. zum verwendeten Papier, konnte ich keine finden. Hier ließe sich von der Umweltfreundlichkeit her sicherlich noch was machen.

Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, da die Rezepte nicht nur simpel, sondern auch originell sind. Ob Birkenasche, Hauswurz oder Hyazinthe, die Zutaten sind auf alle Fälle spannend und man kann einiges lernen.

Aber jetzt heißt’s selbst rühren. Viel Spaß beim Ausprobieren! Ich freu‘ mich über Feedback, wie es Euch ergangen ist!

Limoncello-Aloe-Öl

© Freya Verlag

© Freya Verlag

Leichtes Feuchtigkeitsöl zur Pflege gestresster Haut. Wirkt straffend, regenerierend, hautverjüngend, feuchtigkeitsspendend, desodorierend und desinfizierend. Eignet sich als Gesichts- und Körperöl. Kann auch zum Abschminken und zur Körperhygiene im Intimbereich verwendet werden.

Zutaten für 1 Spenderflasche à 250 ml:

1 Bio-Zitrone
1 großes Aloe-Blatt
300 ml neutrales Öl (z.B. Traubenkernöl)

Zubereitung:

  1. Zitrone waschen und samt Schale in kleine Stücke schneiden.
  2. Das Aloe-Gel mit einem scharfen Messer aus dem Blatt herauslösen.
  3. Öl, Zitrone und Aloe-Gel im Mixer homogen pürieren und durch einen Teefilter filtrieren, Rückstand gut auspressen.
  4. Das Öl in eine Spenderflasche füllen.

Anwendung: Vor dem Gebrauch gut schütteln. Das Öl sanft in die vorher angefeuchtete Haut einmassieren.

Haltbarkeit: 6 Monate bei Zimmertemperatur.

 

Vegan grillen kann jeder! Buchvorstellung + Rezept

© Nadine Horn & Jörg Mayer

© Nadine Horn & Jörg Mayer

Diejenigen, die meinen Blog schon eine Weile verfolgen, wissen, dass ich schöne Bilder liebe. Besonders wichtig ist das für mich bei Kochbüchern, denn die sollen ja schließlich Gusto auf’s Nachkochen machen. Zwei, die das perfekt beherrschen, sind Nadine Horn und Jörg Mayer von dem Blog eat this! Die beiden sind Grafiker und das merkt man einfach. Hier stimmt jedes Detail: das übersichtliche und ansprechende Layout, die wunderschönen Food-Fotos auf mattem Papier und natürlich die Rezepte.

Schon beim Einstiegskapitel „Grillwissen“ merkt man, dass Nadine & Jörg echte Experten auf dem Gebiet sind. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, hier kann jeder noch was lernen: Über die Auswahl des Grillers, das Zubehör, das Steuern der Hitze im Grill, sowie unterschiedliche Methoden wie indirektes oder Zonen Grillen. Selbst die Themen Räuchern, Grill reinigen und Sicherheit werden kurz und verständlich erklärt.

Mindestens genauso hilfreich finde ich die Infos, wie man die verschiedensten Gemüsesorten richtig vorbereitet und Tofu, Tempeh und Seitan richtig grillt. Ab Seite 39 geht es dann mit den Rezepten los, die in folgende Kapitel gegliedert sind:

  • Burger, Sandwiches & Bratlinge
  • Steaks, Würstchen & Spieße
  • Gemüse – gefüllt, geröstet & geschmort
  • Pizza, Wraps & Co.
  • Salate
  • Saucen
  • Brot & Mehr

Die Bandbreite der Rezepte ist groß: Von selbst gemachten Radieschen-Pickles, Sour cream & Chorizo über vietnamesische Pizza, Onigri, Auberginen-Hot-Dogs und gefüllten Krautkopf.

Fazit: Für mich ist Vegan Grillen kann jeder das umfassendste und spannendste vegane Grillbuch, das ich kenne. Einziger Wermutstropfen: Ich hätte mir auch noch ein paar süße Rezepte für den Abschluß gewünscht. Wer jetzt auf den Geschmack von Nadine und Jörgs Rezepten gekommen ist, dem kann ich auch Vegan Frühstücken kann jeder sehr ans Herz legen.

Auch den Neunzehn Verlag möchte ich hier noch lobend erwähnen, der sich bemüht umweltfreundlich zu arbeiten: Von der Verwendung FSC-zertifizierten Papiers, Druck in Deutschland oder Ausgleich des entstandenen CO2s.

So und jetzt gibt’s hier natürlich wieder ein Rezept zum Ausprobieren. Viel Spaß beim Nachkochen!

Portobello-Panini mit Erbsenpesto

© Nadine Horn & Jörg Mayer

© Nadine Horn & Jörg Mayer

Für 4 Panini
Grillzeit: 15 Minuten
Zubereitung: 20 Minuten

Für das Erbsenpesto
200 g Erbsen (frisch o. TK)
1 Handvoll frischer Basilikum
2 Knoblauchzehen
2 EL Cashewkerne
16 EL Olivenöl
3 TL Salz

Für die Zwiebel-Pickels
2 rote Zwiebeln
100 ml Apfelessig
2 TL Agavendicksaft

Für die Pilze
8 Portobellos
4 EL Olivenöl
1 TL grobes Meersalz

Außerdem
4 Roggen-Sauerteigbrötchen

Besonders flach und knusprig werden die Panini, wenn du sie mit über direkter Hitze vorgeheizten Ziegelsteinen beschwerst. Diese sorgen dann für eine starke Oberhitze.

  1. Alle Zutaten für das Pesto im Mixer fein pürieren.
  2. Für die Pickles Zwiebeln in Spalten schneiden, zusammen mit dem Apfelessig und Agavendicksaft in einen kleinen gusseisernen Topf geben und über direkter Hitze aufkochen. Anschließend über indirekter Hitze weich dünsten, bis der Essig verdunstet ist.
  3. Pilze putzen und Stiele entfernen (nicht wegwerfen! Einfach separat grillen und mit auf die Panini legen). Die Hüte mit je 1/2 EL Olivenöl einpinseln, mit grobem Meersalz würzen und über direkter Hitze 5 Minuten pro Seite grillen.
  4. Brötchen aufschneiden, die Schnittseiten mit Pesto bestreichen und mit den Pilzen un den Zwiebel-Pickles belegen. Mit den oberen Brötchenhälften abschließen und über direkter Hitze 5-7 Minuten kross grillen. Mit den vorgeheizten Ziegelsteinen beschweren.

Tipp: Die Zwiebelpickles lassen sich natürlich auch auf dem Herd vorbereiten. Dazu die Zutaten bei hoher Hitze aufkochen und bei niedriger Hitze dünsten.

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Zero Waste Buchbesprechung mit Handspülmittel Rezept

Zero Waste Buch Shia Su

Seit einiger Zeit versuchen mein Mann und ich unseren Müll soweit wie möglich zu reduzieren. Dabei sind unterstützende Ratgeber sehr willkommen. Da kam uns das Buch Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün gerade recht. Die Autorin, Shia Su, kennst Du vielleicht schon von ihrem Blog wastelandrebel.

Warum ich von Shias Buch so begeistert bin hat gleich mehrere Gründe:

  • Es ist das 1. Buch zum Thema Zero Waste von einer Autorin aus dem deutschen Sprachraum. Das hat den Vorteil, dass man die Zutaten für die Rezepte problemlos in Österreich, Deutschland und der Schweiz bekommt.
  • Shia zeigt, dass Zero Waste auch geht, wenn man keinen Unverpackt-Laden in der Nähe hat.
  • Die Rezepte sind super einfach, schnell umsetzbar und noch dazu vegan!
  • Das Buch muß nicht von vorne bis hinten durchgelesen werden. Man kann sich einfach Kapitel oder Rezepte herauspicken und es als Nachschlagewerk verwenden.
  • Die QR Codes im Buch führen zu regelmäßig aktualisierten Infos im Internet, wie z.B. unverpackte Einkaufsmöglichkeiten in den deutschsprachigen Ländern.
  • Zero Waste wurde auf Recyclingpapier mit mineralölfreien Farben in der EU gedruckt und wird ohne die übliche Plastikfolie verkauft.

Nach einer kurzen Einleitung zählt die Autorin die Vorteile eines müllfreien Lebensstils auf, wie z.B. Kosten- und Zeitersparnis. Im Kapitel „Wie fange ich am besten an?“ gibt Shia Su viele hilfreiche Tipps, sei es für die eigene Müll-Analyse, zur Umsetzung der 5 Rs – Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot oder zum Ausmisten.

Danach geht die quirlige Bloggerin die verschiedenen Bereiche im Haushalt nacheinander durch: Einkauf, Kochen, Vorratshaltung, Putzen, Körperpflege, Monatshygiene, Kleidung und Papiermüll. Zum Schluß folgen noch eine spannende Fakten zum Thema Müll. Gespickt sind die Kapiteln mit den oben erwähnten, super simplen Rezepten und vielen zahlreichen Tipps aus Shias Alltag.

Fazit: Die Alltagstauglichkeit und Shias lockere, positive Einstellung machen das Buch zum wahren Lesevergnügen und unverzichtbaren Helfer auf dem Weg in ein zufriedenes Zero Waste Leben. Mein neues Lieblingsbuch zum Thema Müllvermeidung! Bei Deinem Lieblingsbuchhändler findest Du es unter der ISBN 978-3-99025-273-4. Natürlich gibt es das Buch auch müllfrei als ebook.

Hier noch ein Rezept aus dem Buch zum Ausprobieren. Ich freu‘ mich über Feedback, wie es Dir auf Deinem Zero Waste Weg geht!

Handspülmittel

Handspülmittel DIY

Dieses Handspülmittel ist nicht so fettlöslich wie handelsübliches Spüli. Bei fettigem Geschirr kann man etwas Waschsoda drüberstreuen oder Olivenölseife pur verwenden.

Zeitaufwand: 10 Minuten, wenn die Seife noch gerieben werden muß, unter 5 Minuten, wenn Seifenflocken verwendet werden.

Ihr braucht: 

  • 30 g Olivenölseife
  • 1 EL Natron oder 2 TL Waschsoda
  • 600 ml kochendes Wasser
  • evt. einige Tropfen naturreines ätherisches Öl, falls euch der Geruch wichtig ist

So geht’s:

Seife klein raspeln.

Handspülmittel selber machen

Das Wasser in einem Topf aufkochen, Seifenflocken und ggf. ätherisches Öl dazugeben und mit einem Löffel umrühren, bis sich die Seifenflocken auflösen. Sollten sich nicht alle Seifenflocken verflüssigen, kann die Masse noch einmal auf dem Herd unter Rühren erwärmt (erwärmen, nicht kochen!) werden, bis sich die gesamte Seife aufgelöst hat.

DIY Spülmittel abfüllen

Die Mischung abkühlen lassen, dann das Natron oder Waschsoda dazugeben und verrührern. Spülmittel in Seifenspender umfüllen. Vor Gebrauch schütteln.

Noch mehr Tipps zum Thema Zero Waste findest Du hier:
Unverpackt einkaufen in Stadt und Land

Besser leben ohne Plastik + DIY Waschmittel Rezept

 

Cover_besserlebenohneplastik

Wie großartig – es gibt wieder ein neues Buch zum Thema Plastikvermeidung! Für mich ein Indikator, dass das Bewußtsein für die Müllproblematik wächst. Auch die rasant steigende Anzahl an Unverpackt-Läden zeigt, dass immer mehr Menschen bereit sind, Ihre Gewohnheiten umzustellen.

Das 108 Seiten starke Buch überrascht bereits positiv, weil es nicht in Plastik eingeschweißt ist und der Einband ohne Zellophanierung auskommt. Mit mineralölfreien Farben wurde auf 100% FSC-zertifiziertem Recyclingpapier gedruckt.Die entstandenen CO2 Emissionen klimaneutral ausgeglichen. Das nenne ich vorbildlich! Die Aufmachung innen ist schlicht, übersichtlich und mit hübschen Farbfotos aufgelockert.

Nach dem Einführungskapitel ‚Gesundheit und Umwelt‘, dass die Gefahren von Plastik aufzeigt, geht es mit ‚Anfangen: Schritt für Schritt‘ los: Wie kaufe ich plastikfrei ein? Wie hat Oma das gemacht?

Danach folgen die Kapitel ‚Kinder und Plastik‘, ‚Bad und Haushalt‘, ‚Leben und Einrichten‘ und ‚plastikfreie Rezeptideen‘. Die Bandbreite an Ideen und DIY Rezepten reicht hier von selbstgemachter Spielknete, über Bodylotion bis zu  Fruchtgummis. ACHTUNG: Einige Rezepte sind nicht vegan! Den Abschluß macht ein Serviceteil, in dem einige Zutaten genauer erklärt und Bezugsquellen angeführt werden.

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch mit vielen einfachen Tipps für den Einstieg ins plastikfreie Leben. Bevor es mit dem Test-Rezept weitergeht, hier noch die bibliografischen Daten zum Buch:

Besser leben ohne Plastik
Anneliese Bunk & Nadine Schubert
2016, oekom Verlag München
ISBN 978-3-86581-784-6

Waschmittel aus Kernseife

Für drei Liter Waschmittel benötigt man nur zehn Minuten Zeit. Nach 24 Stunden Wartezeit kann das Waschmittel verwendet werden. Es reicht für etwa 15 Waschgänge.

©SilviaWillax

©SilviaWillax

45 g Kernseife (ohne EDTA) Anmerkung Karin: auf Bio & vegan achten!
6 EL Waschsoda
3×1 Liter heißes Wasser
20 bis 50 Tropfen Duftöl (optional)

  1. Seife mit der Küchenreibe fein raspeln, mit kochendem Wasser übergießen. Mit einem Schneebesen rühren, bis die Seife aufgelöst ist.
  2. Nach ca. einer Stunde einen weiteren Liter kochendes Wasser mit Soda und Duftöl zugeben. Die Kombination Lavendel & Orange duftet besonders intensiv. Nach einer weiteren Stunde erneut einen Liter Wasser hinzugeben, gut verrühren.
  3. Nach 24 Stunden gut durchrühren und in eine leere Waschmittelflasche füllen. Vor Gebrauch schütteln.

Sie benötigen ca. 200ml Waschmittel pro Waschgang. Je nach Duftöl liegen die Kosten bei ca. 1 Euro für 3 Liter Waschmittel. Das Waschmittel ist nicht für Wolle und Seide geeignet. Flecken können mit Gallseife behandelt werden. (Anmerkung Karin: ACHTUNG, nicht vegan!).

Noch einfacher: Ein viertel Stück Kernseife in ein leeres 500-ml-Glas geben, mit kochendem Wasser aufgießen. Nach einigen Stunden umfüllen und mit oben genannten Zutaten mischen. Die Kernseife löst sich dabei nicht vollständig auf und kann mehrmals als Ansatz verwendet werden.