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Da ich ein totaler Foodie bin, ist das für mich wohl der wichtigste Punkt von allen! 😉 Dieser Punkt umfasst für mich verschiedene Bereiche: Vom Einkauf, bis zum Essen unterwegs und zum Kochen zuhause. Hier habe ich viele Tipps zusammen geschrieben, welche Lösungen für uns funktionieren und was wir mittlerweile gar nicht mehr brauchen.

Einkauf:

Zum Einkaufen verwenden wir wiederverwendbare Stoffbeutel aus Bio-Baumwolle. Im Bioladen ums Eck bekommen wir neben Brot auch fast alles Obst und Gemüse unverpackt.

Unsere Bio-Säfte bekommen wir in Pfandflaschen nachhause geliefert, die wiederbefüllt werden. Ansonsten trinken wir großteils Leitungswasser, manchmal mit etwas Zitronensaft. Bier kaufen wir in Pfandflaschen, es gibt aber auch schon Möglichkeiten, es sich abfüllen zu lassen. Wein kann man direkt über den Winzer normalerweise auch in Pfandflaschen kaufen.

Wenn wir ab und zu nach Wien fahren, nehmen wir große Glasbehälter mit und decken uns mit trockenen Lebensmitteln wie Linsen, Bohnen, österreichischem Amaranth, Cornflakes oder Datteln.

In unserer Umgebung haben wir mit einigen Biobauern Kontakt aufgenommen und beziehen Nudeln, Getreide, Mehl und sogar Kichererbsen unverpackt aus der Region.

Viele andere Lebensmittel stelle ich selber her, wie ich auch schon bei den Küchengeräten genauer beschrieben habe: Butter, Soja- und andere Pflanzenmilch, Nußmus, Apfelmus, etc.

Zahlreiche Tipps für den Zero Waste Einkauf in der Stadt und am Land habe ich in diesem Artikel zusammen gefasst. Auf Shias Blog Wastelandrebel habe ich die Unverpackt Shopping-Möglichkeiten in Wien zusammen gestellt.

Aufbewahrung:

Zuhause haben wir praktisch unsere ganze Vorratshaltung auf Glasbehälter umgestellt. Einerseits füllen wir Sachen in alte Rexgläser, andererseits in wiederverwertete Schraubgläser von Lebensmitteln oder in unsere großen gekauften Bügelgläser. Da wir eher selten trockene Lebensmittel einkaufen, haben wir uns gleich 5l Bügelgläser zugelegt. Wenn man solche Gläser neu kauft, fällt leider immer Verpackungsmüll an. Besser ist es daher zu schauen, ob man gebrauchte Gläser findet.

Auch für’s Tiefkühlen von Beeren, Schnittlauch, Tomatenmark oder hausgemachten Gnocchi verwenden wir Rexgläser, allerdings ohne Gummi und Metallklammer, da der Gummi die niedrigen Temperaturen nicht verträgt. Brot und Gebäck frieren wir in unseren Stoffbeuteln ein. Größeres Obst, wie Zwetschgen oder Marillen halbieren und entkernen wir und lassen sie zuerst flach ausgebreitet auf einem Tablett durchfrieren. Danach geben wir sie ebenfalls in unsere Stoffbeutel, so kleben sie nicht zusammen.

Unterwegs:

Wenn wir unterwegs sind haben wir eigentlich immer unser Zero Waste Set dabei, das wir jedes Mal je nach Bedürfnis zusammenstellen. Normalerweise besteht es aus folgenden Elementen:

Stoffserviette (die wir auch als Handtuch verwenden)

Besteckset oder Spork aus Bambus

Edelstahl-Lunchbox oder Snackbeutel

Glas-, Edelstahltrinkflasche oder Coffee to go Becher

Stofftasche für ungeplante Einkäufe

Wir haben zwar keine, aber viele Zero Waster schwören auch auf ihre eigenen wiederverwendbaren Strohhalme aus Glas oder Edelstahl.

Auch im Urlaub haben wir unsere wiederverwendbaren Stoff-Obst- und Gemüse-Beutel und unser Zero Waste Set dabei. Wir lieben es in anderen Ländern Unverpackt Läden zu besuchen, weil das Sortiment überall anders und einzigartig ist. Das ist auch eine großartige Möglichkeit im Urlaub möglichst müllfrei unterwegs zu sein. Eine weitere tolle Einkaufsquelle sind natürlich die lokalen Märkte.

Das Abfüllen in eigene Behälter hat bei uns immer funktioniert, vom Kaffee im Flieger bis zu den Pancakes auf einem englischen Markt.

One eco vegan life - Essen in Lunchbox

 Vegane Pancakes in London

Meistens reagieren die Leute sogar sehr freundlich und interessiert auf unsere Bitte. Schwieriger ist es in herkömmlichen Supermarktketten, wo sich die Angestellten oft nicht trauen, Ausnahmen zu machen.

One eco vegan life - Coffee to go Mehrwegbecher


Bei Städteurlauben sind unsere Coffee to go Becher immer dabei

In der Küche:

Einige Dinge verwenden wir mittlerweile gar nicht mehr, die früher in unserer Küche ganz normal waren: Müllsäcke, Küchenrolle, Alu-Folie, Backpapier, Papierservietten und Muffins-Papierförmchen.

In unseren Restmüll kommt nur trockener Müll. Dafür verwenden wir einen Mistkübel mit Innenkübel. Unseren Biomüll sammeln wir in einer Müslischüssel, die wir mit einem Silikondeckel abdecken (den wir noch aus unseren Plastik-Zeiten haben) und jeden Abend ausleeren. Die Schüssel kann man bei Bedarf ganz einfach in den Geschirrspüler geben.

Anstelle einer Küchenrolle verwenden wir unsere biologisch abbaubaren Schwammtücher zum Aufwischen, die man immer wieder in die Waschmaschine schmeißen kann.

Wenn Speisereste richtig eingetrocknet sind, weichen wir sie zuerst ein und bekommen sie dann leicht mit einer Spülbürste mit Pflanzenfasern weg. Da gibt es verschiedenste Versionen mit Stiel oder ohne und mit unterschiedliche harten „Borsten.“

Statt Alu-Folie decken wir Speisen im Backrohr mit einem umgedrehten Backblech ab oder geben sie in Keramik-Behälter mit Deckel.

Papierservietten haben wir ganz einfach durch selbstgemachte Upcycling-Stoffservietten ausgetauscht.

Zum Backen verwende ich anstelle von Papierbackförmchen oder Backpapier einfach Öl mit dem ich die Formen bzw. das Blech einfette und teilweise auch mit Mehl bestäube.

Meine 3 liebsten Zero Waste Küchenhelfer:

AndSoy Kochmixer:* Damit mache ich meine Sojamilch, die ich dann zum Teil auch weiterverarbeite, z.B. zu Tofu. Mit dem AndSoy kann man auch jede Art von Getreidemilch zubereiten, Suppen oder auch Obstmus. In diesem Artikel habe ich genau beschrieben, wie der AndSoy Kochmixer funktioniert.

Instapot IP-DUO60*: Der Instapot ist ein Dampf-Druckkochtopf, den ich täglich mindestens 1-2x im Einsatz habe. In der Früh zum Kochen von Frühstücksbrei aus Hirse, Amaranth oder Haferflocken. 

Super praktisch finde ich die Programmierfunktion. Gleich nach dem Aufstehen gebe ich als Erstes die Pflanzenmilch und die Zerealien hinein und schalte ihn ein. Dann geh’ ich in Ruhe ins Bad, zieh’ mich an und erledige noch ein paar andere Sachen. Wenn ich wieder in die Küche komme wartet mein fertiges Frühstück auf mich J Einfacher geht’s nicht.

In meinem Instapot Modell kann man sogar Joghurt zubereiten! Sehr oft verwende ich ihn auch, um Hülsenfrüchte zu kochen. Die kaufe ich unverpackt ein und wenn es mal schnell gehen soll, kann man sie darin sogar ohne Einweichen machen. Da verlängert sich nur die Kochzeit etwas.

Auch für Apfelmus ist der Instapot unschlagbar. Ich schäle die Äpfel nicht, sondern teile und entkerne sie ganz schnell mit einem Apfelschneider und koche sie kurz im Instapost mit etwas Zimt. Danach pürier’ ich sie superfein im Vitamix.

Beim Instapot paßt auch das Preis-Leistungsverhältnis und ich möchte ihn nicht mehr in meiner Küche missen. Es gibt sogar einige vegane Kochbücher für Damfdruckkochtöpfe oder sogar spezielle für den Instantpot. 

Vitamix Hochleistungsmixer 750 Pro: Lange habe ich gehadert, bis ich mir endlich meinen Vitamix geleistet habe, denn der ist wirklich nicht geschenkt! Mittlerweile habe ich ihn seit Jahren und bin super zufrieden. Ich habe mir neben dem Standardbehälter gleich auch einen Trockenbehälter dazu genommen. Mit dem Trockenbecher mahle ich altes Brot zu Bröseln, Getreide zu Mehl, Zucker zu Staubzucker, ganze Kaffeebohnen oder mache mir sogar glutenfreie Mehle aus Linsen oder Hirse selbst.

Den „Naß“-Behälter verwende ich um meine Nußmilch zu pürieren genauso wie für hausgemachtes Nußmus, Hummus Smoothies und Apfelmus.

Ich habe noch eine ältere Version des Vitamix, den TNC5200, bei dem die Behälter etwas mühsam zu reinigen sind. Mittlerweile gibt es eine Version, wo der Behälter am Boden breiter ist, damit ihn leichter reinigen kann. Wenn man sich einen Vitamix gönnt, sollte man sich unbedingt diese Variante, also einen Vitamix 750 Pro gönnen.