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Hunger Macht Profite

Noch bis zum 29. April touren die 5. Filmtage zum Recht auf Nahrung durch Österreich.

Weltweit hungern heute fast eine Milliarde Menschen, überwiegend Frauen, obwohl Nahrung für 12 Milliarden Menschen produziert wird. Hunger ist eine Verletzung des Menschenrechts auf Nahrung, dessen Ursachen großteils ökonomisch bedingt sind. Einige dieser Ursachen werden bei den diesjährigen Filmtagen vorgestellt.

Vom 26.-29. April macht Hunger.Macht.Profite  im Top-Kino in Wien Station.

Den Anfang am Donnerstag macht der Film ‚LoveMEATender‘, der den Stellenwert von Fleischkonsum in unserer Gesellschaft hinterfragt. Die Konsequenzen des Fleischkonsums für Umwelt, Mensch und Tier werden aufgezeigt und Alternativen präsentiert.

Am Freitag geht es weiter mit dem Film ‚Raising Resistence‘, in dem es um die Soja-Republik Paraguay geht, einer der Futterlieferanten für die europäische Massentierhaltung.

Am Samstag steht dann ‚Voices of Transition – Wege zur Ernährungssouveränität‘ auf dem Programm. Der Film befasst sich mit der Frage, wie man sich der Herausforderung des Klimawandels und der Erdölknappheit stellen kann.

Den Abschluß macht, im Anschluß an einen Brunch, Sonntag Mittag der österreichische Kurzfilm ‚Der Preis für unser Gemüse – Migration, Ausbeutung und Landwirtschaft in Almeria‘. Im Anschluß an einen Brunch schildert dieser Film die Arbeitsbedingungen der Landarbeiter in Südspanien.

Das Programm für Wien und genauere Infos zu den einzelnen Filmen und den anschließenden Filmgesprächen findet ihr hier.

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Lecker backen ohne Eier

Letztes Mal habe ich Euch ja schon einiges über das Schicksal der Tiere in der Eierproduktion erzählt.

Es gibt aber noch mehr Gründe, die gegen den Konsum von Eiern sprechen.

Zum Einen bestehen Eier zu 70% aus ungesundem, weil gesättigtem Fett, zum Anderen sind sie voller Cholesterin. Darüber hinaus sind Eier der perfekte Wirt für Salmonellen auf Grund ihrer porösen und zerbrechlichen Schale, die wiederum auf die schlechten Haltungsbedinungen der Hühner zurückzuführen ist (Quelle: Vebu).

Auch für die Umwelt ist die Eierproduktion eine Katastrophe. Es entstehen riesige Mengen Mist, die ungeklärt in den Wasserkreislauf gelangen und damit auch ein erhebliches Fischsterben verursachen können. In den USA produzieren die Hühnerfarmen bereits heute mehr Ausscheidungen als die menschliche Bevölkerung, in Deutschland ist es ähnlich (Quelle: Peta).

So, jetzt aber, wie versprochen, ein paar Möglichkeiten, um Eier in Backsachen zu ersetzen.

Für feuchte Teige und Muffins eignet sich Apfelmus sehr gut. 3 EL entsprechen einem Ei. Den Apfel schmeckt man kaum.

Für Kuchen sind reife Bananen gut geeignet, man schmeckt sie allerdings schon heraus. Eine halbe Banane ersetzt ein Ei.

Für Vollkorn-Backsachen ist Leinsamen sehr gut. Ein Ei wird durch 2 gemahlene EL Leinsamen, vermsicht mit 3 EL Wasser ersetzt.

In Kuchen und Gebäck kann man Eier auch mit Sojamehl oder Stärkemehl ersetzen. 1 EL ersetzt ein Ei.

Bratlinge, Kuchen und leichtes Gebäck kann man auch gut mit Ei-Ersatzpulver machen, das aus Maisstärke und Lupinenmehl besteht. Man bekommt es in Bio-Geschäften oder Reformhäusern. Statt 1 Ei kann man einfach 1 TL Ei-Ersatzpulver mit 40 ml Wasser vermischen (Quelle: Vebu).

Noch mehr hilfreiche Infos und leckere Rezepte findet Ihr bei Peta und Vebu.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

eiersatzprodukte

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Faule Eier…

Ostern steht vor der Tür…Ostereier färben, Ostereier suchen, viele Schoko-, Marzipan- und sonstige Eier mampfen. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, verbinde ich mit dieser Zeit sehr positive Erinnerungen. Warum ich heute trotzdem mit der Eierproduktion nichts mehr zu tun haben möchte, erzähle ich Euch heute.

Der ständig steigende Verbrauch von Eiern hat dazu geführt, dass spezialisierte Hybridhühner gezüchtet werden, die sich zwar nicht fortpflanzen, dafür aber unnatürlich viele Eier legen. Diese Hochleistungshühner werden vor allem von 2 Großkonzernen gezüchtet. Der eine davon, Hendrix Genetics, behauptet, dass weltweit bereits 50% der Eierproduktion mit Hennen aus ihren Brütereien erfolgt.

Beim sogenannten Sexen werden die Küken nach Geschlecht sortiert. Die männlichen Küken werden dabei aussortiert und danach lebendig geschreddert oder vergast. In Österreich sind das jährlich 6,3 Millionen männliche Küken, in Deutschland sogar 50 Millionen pro Jahr. Diese Praxis ist auch in Biobetrieben gängig!

Viel schlechter als den Hühnern in Freilandhaltung geht es den Legehennen in der Käfighaltung. Weiblichen Küken wird mit einem glühenden Eisen der Schnabel gekappt und dann werden sie zu dritt oder viert in winzige Käfige gezwängt, wo sie nicht mal ihre Flügel spreitzen können. 18 Monate und rund 400 Eier später werden die völlig ausgemergelten Tiere geschlachtet und enden in Hühnersuppen oder als Tierfutter.

Die Kontrolle darüber, aus welcher Haltung ein Ei stammt endet, sobald ein Ei zum Inhaltsstoff in in einem verarbeiteten Lebensmittel (wie Nudeln, Aufstriche, Mehlspeisen, etc.) oder in einer Mahlzeit in einem Restaurant wird. Als Verbraucher kann ich nur erkennen, dass Eier in dem Produkt enthalten sind.*

Kein Grund zum Verzweifeln! Wie Ihr Eier in Euren Speisen ganz leicht ersetzen könnt, verrate ich Euch das nächste Mal.

ostern

*Quellen: Vebu, Peta und Vier Pfoten