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Murks? Nein, danke!

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Kennst Du das? Kaum ist die Garantie von einem Gerät abgelaufen ist es plötzlich kaputt!Wenn ich heute etwas kaufe, hält es nicht mehr so lang wie früher. Bilde ich mir das alles ein? Nein! Das ist geplante Obsoleszenz.

Angefangen hat alles in den 20er Jahren mit dem Phoebus-Kartell in den U.S.A. Die Glühbirnenhersteller einigten sich darauf, dass ihre Lampen nur noch 1.000 Stunden leuchten sollten. Trotz Verurteilung der Beteiligten hat sich dieser Trend fortgesetzt und wird heutzutage immer stärker.

Unsere Konsumgesellschaft basiert auf Wachstum. Damit das immer so weiter geht, haben sich die Firmen einiges einfallen lassen. Zum Einen die Variante, dass man ständig ein neues Modell auf den Markt bringt und so den Konsumenten das Gefühl gibt, von gestern zu sein, wenn man nicht mitzieht. Zum Anderen werden Produkte schon absichtlich so hergestellt, dass sie wesentlich früher kaputt gehen, als das von der wirtschaftlichen oder technischen Seite her notwendig wäre. Die Bandbreite an Produkten mit geplanter Obsoleszent ist groß: Nylonstrumpfhosen mit geplanter Laufmasche, vorgesehene Bruchstellen in Elektronik, Autos und Haushaltsgeräten.

Bei Druckern wird oft einfach ein Chip eingebaut, der dem Drucker befiehlt, dass er nach einer gewissen Anzahl an Ausdrucken stoppt. Auch bei Druckerpatronen sind solche Chips angebracht. Wenn man hier keinen Neustart durchführt, wirft man bis zu 3/4 der Toner-Füllung in den Müll!

Bei Billig-Waschmaschinen ist z.B. das Lager in Plastik eingepresst und man kann es nicht austauschen, sondern muß den ganzen Bottich erneuern. Das kostet fast genauso viel wie eine neue Maschine.

Mich macht diese absichtliche Ressourcenverschwendung wütend. Daher möchte ich Dir hier ein paar Tipps geben, wie Du Dich gegen die geplante Absoleszenz wehren kannst:

  • Im Internet findest Du Anleitungen, wie Du Deinen Drucker nach einem Reset weiterverwenden kannst.
  • Schau‘ schon beim Kauf auf Qualität und frage nach, ob das Gerät reparabel ist und was Ersatzteile kosten. Ich habe mich jetzt z.B. bewußt für eine elektrische Nähmaschine statt einer elektronischen entschieden. Die kann man wesentlich leichter und kostengünstiger reparieren.
  • Bevorzuge Hersteller, die eine langjährige Garantie und einen Reparaturservice anbieten.
  • Schau‘ Dir Tests von Konsumentenschutzforen an.
  • Auf Murks? Nein Danke! kannst Du nachlesen, welche Hersteller man besser meidet und selbst schlechte Erfahrungen posten, um anderen Fehlkäufe zu sparen.
  • Beim Reparatur- und Servicezentrum R.U.S.Z. in Wien kannst Du Geräte reparieren lassen oder gebrauchte kaufen.
  • Beim Falter Reparaturführer findest Du über 1500 Adressen zu den Themen Secondhand statt Neukauf, Leihen statt besitzen und Reparieren statt wegwerfen.
  • Schau‘ Dir den Film Kaufen für die Müllhalde von Cosima Dannoritzer an.
  • Beschwer‘ Dich beim Hersteller über schlechte Produkte und verlange, dass sie sie reparieren anstatt auszutauschen.
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Plastik raus aus der Kosmetik

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Hast Du gewußt, dass in zahlreichen konventionellen Zahnpasten, Duschgels, Peelings und sogar Kontaktlinsenreinigungsflüssigkeiten Kunststoffmikropartikel enthalten sind? Diese Partikel verstärken durch Ihre Scheuereigenschaft die Reinigungswirkung der Produkte.

Hier einige bekannte Marken, die Produkte mit Micro Beads führen:

  • AOK
  • Adidas
  • Balea
  • Nivea
  • Neutrogena
  • Yves Rocher
  • Garnier von L’oreal
  • Vichy
  • Bebe young care
  • Clearasil
  • Colgate

Eine ausführliche Liste von dekorativen Kosmetikprodukten, die diese Kunststoffkügelchen enthalten, findet man im Download des Hintergrundpapiers der Organisation Blue Sea.

Doch was bedeutet das für uns und die Umwelt?

  • Die Partikel sind so klein, dass sie von Klärwerken nicht rausgefiltert werden und schließlich im Meer landen.
  • Meerestiere verwechseln sie mit Plankton. So gelangen die Kunstoffmikropartikel in die Nahrungskette, an dessen Ende wir Menschen stehen.
  • Die Partikel wurden bereits in Fischen, Seehunden, Muscheln und Krebsen nachgewiesen.
  • Die in den Micro beads enthaltenden schädlichen Additive (z.B. Weichmacher)  und die aus dem Meer absorbierten Umweltgifte lagern sich im Gewebe der Tiere, die sie Kügelchen fressen, ab und wirken dort gifitig, hormonell und krebserregend.
  • Produkte mit Micro Beads erkennt man auch anhand der Inhaltsstoffe, wenn Polyethylene (PE) angeführt ist.
  • In Naturkosmetik sind die Plastikpartikel nicht erlaubt, hier kommen stattdessen z.B. Jojobaperlen zum Einsatz.

Daher möchte ich Euch heute die Initiative Beat the Micro Bead, die von der holländischen Organisation Plastic Soup initiert wurde, ans Herz legen. Der europaweiten Kampagne, haben sich bereits zahlreiche Verbände und Organisationen, darunter Greenpeace, angeschlossen. Ziel ist, Kosmetikartikelhersteller dazu zu bewegen, die Kunststoffmikropartikel in Körperpflegeprodukten durch natürliche, umweltschonende Materialien zu ersetzen und Händler dazu auffordern, Produkte mit Micro Beads aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Gemeinsam können wir etwas bewegen – Ich freu‘ mich, wenn Ihr diese Kampagne unterstützt auf Facebook, Twitter und natürlich durch Eure Unterschrift. Danke!

Jetzt aktuell: Die Avaaz-Kampagne für den Verbot von Micro Beads in Kosmetika & Zahnpasten unterschreiben

Empfehlenswert ist die gratis App mit der man prüfen kann, ob ein Produkt Mikro-Plastikkügelchen enthält oder nicht. Zum Einen kann man Produkte scannen, zum Anderen kann man einfach nach Marken oder konkreten Produkten suchen. Beim Download nicht vom holländischen Text abschrecken lassen, die App ist auch auf Deutsch 🙂

Von Beat the Microbead gibt’s auch nach Ländern geordnete Produktlisten.

Eine gute Alternative zu Produkten mit Mikro-Plastik sind selbstgemachte Kosmetika. Hier für den Anfang mal ein Rezept Zahnputzpulver.

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Recycled Home

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Ich bin stets auf der Suche nach interessanten Büchern zum Thema Upcycling und habe jetzt mal das Buch Recycled Home – transform your home using salvaged materials von Rebecca Procter unter die Lupe genommen.

Das Cover aus Karton mit Fotostickers von einigen Projekten  hat mich sofort angesprochen. Zuerst kommt gleich mal die übersichtliche Gliederung der 50 Projekte in die Bereiche

  • Living
  • Sleeping
  • Bathing
  • Dining
  • Utility
  • Kids
  • Outdoor

Nach der kurzen und nett geschriebenen Introduction geht’s weiter mit Tipps zu Material (Stoff, Holz, Papier, etc.) und hilfreichen Werkzeugen (Schere, Hammer, Schneidmatte, Bügeleisen, usw.). Hier findet man keine ausgefallenen Sachen und wenn man selbst ein bißchen näht und handwerklich arbeitet, hat man das meiste sicherlich zuhause.

Dann geht’s schon los mit dem Kapitel Living. Das erste Projekt ist eine Patchworkdecke aus Tweed-Resten. Hm, diese Idee finde ich persönlich nicht besonders kreativ. Die Idee von Patchwork war ja schon immer Reste zu verwerten.

Jetzt aber mal zur Beschreibung der Projekte:

  • Zu jedem Projekt gibt es ein Foto, was ich selbst immer sehr wichtig finde.
  • Dann kommt eine ungefähre Zeitangabe, wie lange man für die Umsetzung braucht.
  • Als nächstes folgt der Material- und Werkzeugbedarf. Bei der Decke fehlt mir hier z.B. die Angabe, wieviel Stoff ich eigentlich brauche.
  • Großer Bonus: Die Maße sind in Zentimetern (und in Klammer auch in inches) angegeben.
  • Gut finde ich auch die kleinen Skizzen, die den Text anschaulicher machen.
  • Die englischen Beschreibungen sind mäßig detailliert. Um die Angaben zu verstehen, sollte man doch recht gute Englischkenntnisse haben und auch Nähkenntnisse, sonst tut man sich hier schwer.

Im Living Kapitel ist das nächste Projekt das Tapezieren einer Wand mit Buchseiten. Das Foto dazu schreckt mich ab und ruft bei mir Erinnerungen an Baracken in Slums hervor. Es folgen, unter anderem, noch Anleitungen für einen Polsterüberzug, Papiermachéschüsseln, eine Kiste auf die man einfach Rollen unten draufschraubt, wie man ein Notizbuch mit Stoff einbindet (genauso wie in meiner Kindheit die Schulbücher mit der Selbstklebefolie) und wie man eine Aludose mit Papier beklebt.

In diesem Stil geht es auch in den anderen Kapiteln weiter. Einerseits mit Projekten, für die man eigentlich keine Beschreibung braucht, andererseits mit Projekten, die man in anderen Büchern dieser Art schon mehrfach gesehen hat, wie z.B. einen aus Stoffresten geflochtenen Teppich, einen Topflappen, Servietten und Tischsets, Geschirrtücher mit Kartoffeldruck und Fotorahmen aus altem Holz.

Am Schluß des Buches gibt es noch ein Glossar, das ich sehr hilfreich finde, weil man im Englischen doch nicht mit allen Begriffen vom Nähen und Handwerken so vertraut ist.

Fazit: Ein sehr schön aufgemachtes Buch zu einem spannenden Thema, dessen Projekte jedoch leider nicht überzeugen. Das Buch kommt höchtens in Frage, wenn man sich mit dem Thema Upcycling noch gar nicht beschäftigt hat und großteils simple Projekte umsetzen möchte.

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Restlessen ist grün

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In Österreich wandern jährlich 96.000 Tonnen Lebensmittel in den Müll, häufig sogar original verpackt! Damit das weniger wird möchte ich Dir heute ein paar Initiativen zur Restlverwertung und richtigen Einkauf vorstellen.

Die niederösterreichischen Abfallverbände haben letztes Jahr zur Restlchallenge aufgerufen. Die besten Rezepte sind online. Auf dieser Seite findest Du ganz unten auch pdf Dokumente zum Downloaden mit Tipps zum richtigen Einkaufen und Lagern von Lebensmitteln.

photoLaut Karmasin Marktforschung schmeißen vor allem 16-29 Jährige Essen leichtfertig weg. Diese Altersgruppe ist darum auch die Zielgruppe für den Creative Cooking Contest der Umweltberatung, die mit Oida, koch! noch bis 15.1.2013 aufruft, aus Restln ein leckers Essen zu zaubern.

wenigermistDie Wiener Initiative Natürlich weniger Mist von Uli Sima empfiehlt zu dem Thema das Kochbuch Resteküche…und nichts bleibt übrig. Auf dieser Seite findest Du auch Infos zum Film Taste the Waste und viele weitere Tipps.

Bildschirmfoto-2013-01-09-um-13.46.48Auf der Seite Lebensmittel sind kostbar des Lebensministeriums gibt es noch mehr leckere Restl-Kochrezepte. Du kannst auch selber welche beitragen und damit beim Gewinnspiel mitmachen.

 

 

546375_532946180064632_283267839_aZu guter Letzt noch die Idee, die mir persönlich am Besten gefällt, von Die Restlesser: Sich mit Freunden treffen und gemeinsam die Restln von allen verkochen. Viel Spaß dabei und Mahlzeit 🙂