,

La Veganista – Das Kochbuch

3310_La Veganista_UM.indd, page 2 @ PreflightEine Ernährungsumstellung ist eine der größten Schritte, die Du Richtung Nachhaltigkeit machen kannst. Besonders klima- und natürlich tierfreundlich ist veganes Essen. Deshalb möchte ich Dir heute das brandneue Kochbuch ‚La Veganista‚ vorstellen.

Das Layout ist wunderschön und den Untertitel – Lust auf vegane Küche – kann ich nur bestätigen. Ich habe schon einige Rezepte nachgekocht, mit Verzicht haben diese leckeren Speisen bestimmt nichts zu tun! Zuerst geht es mit einer Einführung in die vegane Küche und ihre Zutaten los. Als AnfängerIn erfährst Du hier wie Du auf verschiedene Arten Gelatine, Eier und andere tierische Produkte ersetzt.

Dann geht’s mit den Rezepten los. Von jedem gibt es ein tolles Foto, von manchen sogar Step-by-Step Bilder. Besonders gut gefallen mir auch Nicoles zusätzliche Tipps, wie man z.B. ein Grillgewürz und einen Kräuteressig selber macht oder die Ideen für Rezeptvarianten.

Die Rezepte sind eine Mischung aus deftiger Hausmannskost, Speisen mit unbekannteren Gemüsen wie Mairübchen, Einflüssen aus der mediterranen und asiatischen Küche, Süßem und Snacks. Das Kochbuch ist eher für Neueinsteiger geeignet, da es großteils einfache Rezepte enthält. Klassiker wie Chili sin Carne oder Lasagne finde ich persönlich überflüssig, weil sie schon in vielen anderen veganen Kochbüchern vertreten sind.

La Veganista gibt es auch als E-Book über den iTunes-Store zu kaufen. Hier hast Du zusätzlich noch Kochvideos, Videos mit Warenkunde und interaktive Einkaufslisten.

Für mich hat La Veganista schon einen fixen Platz unter meinen veganen Lieblingskochbüchern eingenommen. Man muß ja nicht gleich, wie Nicole, von einem auf den anderen Tag Veganerin werden. Jedes Essen zählt und Du kannst Dich langsam vortasten, eine leckere Mahlzeit nach der anderen.

Demnächst folgt noch ein Interview mit Nicole und das Rezept für den tollen Hirseauflauf mit Äpfeln!

Zum Ausprobieren heute:

linseintopf-ueberschrift

350 g braune Linsen (oder Berglinsen)
2,5 l Gemüsebrühe
1 große Zwiebel
250 g (vorwiegend) festkochende Kartoffeln
250 g Möhren
150 g Knollensellerie
200 g Räuchertofu
4 EL neutrales Pfl anzenöl
1 EL Tomatenmark
1 EL Weizenmehl
1/2 TL getrockneter Thymian
1/2 TL getrockneter Rosmarin
1 TL Senf
3 EL Agavendicksaft (oder Reismalz)
3 EL Sojasauce | 1 Prise Zimtpulver
5 EL Weißweinessig (oder Kräuteressig, siehe Tipp)
Salz | schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 gestrichener TL RauchsalzFÜR 4 PERSONEN
Zubereitungszeit: ca. 20 Min.
Garzeit: ca. 20 Min.
Pro Portion ca. 595 kcal, 35 g EW, 17 g F, 80 g KH
Linseneintopf_foto
  Foto: © René Riis

1 Die Linsen mit der Brühe aufkochen und ca. 15 Min. kochen. Die Linsen durch ein Sieb abgießen und die Brühe auf- fangen.

2 Inzwischen die Zwiebel schälen und fein würfeln. Kartoffeln, Möhren und Sellerie putzen, schälen und in ca. 1 cm kleine Würfel schneiden. Den Räuchertofu ebenfalls in Würfel dieser Größe schneiden.

3 Das Öl in einem weiteren Topf erhitzen und den Räuchertofu bei mittlerer Hitze ca. 3 Min. anbraten. Die Zwiebelwürfel hinzugeben und in ca. 1 Min. glasig dünsten.

4 Anschließend das Tomatenmark hinzufügen und 2–3 Min. mitbraten. Das Mehl über die Mischung stäuben und 1 weitere Min. unter Rühren anschwitzen.

5 Alles mit der aufgefangenen Brühe ablöschen. Linsen, Gemüsewürfel, Kräuter, Senf, Agavendicksaft und Sojasauce hinzugeben. Die Suppe aufkochen und ca. 20 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen.

6 Die fertige Suppe mit Zimt, Essig, Salz und Pfeffer und nach Belieben Rauchsalz würzen.

linseneintopf-tipp

Rezept mit freundlicher Genehmigung von GU

,

Grün heiraten

gruen_heiraten1

Bald ist es 2 Jahre her, daß mein Schatz und ich geheiratet haben. Höchste Zeit also, dass ich ein paar Tipps aus meinem Erfahrungsschatz weitergebe. (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Eine Hochzeit mit rund 60 Gästen verbraucht nur für die Feier (d.h. exklusive Brautkleid, Ringen, etc.,) ca. 8.100 Tonnen CO2, eine grüne ungefähr 2.084 Tonnen*. Jede Menge Einsparungspotential also. Viele der Vorschläge kann man natürlich genauso gut für andere Feiern anwenden [*Quelle: www.oekologisch-feiern.net]

Als allererstes kann ich den Kauf des Büchleins von Perfect Day Grün heiraten! 100 Tipps für die umweltfreundliche Hochzeit* wärmstens empfehlen. Die knappen 8,- € sind gut angelegt, auch wenn der Ratgeber eigentlich für Deutschland erstellt wurde. In 10 Kapiteln findet man hier viele gute Ideen, Checklisten und Adressen, die mir bei der Planung sehr geholfen haben. Von der Location, dem Polterabend, den Ringen, der Kleidung, den Einladungen, der Deko, etc. wird hier alles abgedeckt.

Hier mal erste praktische Tipps:

Brautkleid & Anzug:

  • In der Nähe von Wien kann ich für Secondhand-Kleider z.B. Mimitolu empfehlen.
  • Wenn man einen Anzug kauft, einen wählen, denn man später für andere Anlässe verwenden kann.
  • Weste und Plastron einfach mieten oder Secondhand besorgen, z.B. auf willhaben.
  • Schmuck z.B. aus der Familie leihen.

Blumen & Deko:

  • Die Menge an Schnittblumen reduzieren, z.B. mit Hilfe von Zweigen, Treibholz, getrockneten Gräsern. Toll sind kleine Topfpflanzen als Tischschmuck, die die Gäste mit nach Hause nehmen können.
  • Für den Brautstrauß saisonale Blumen aus der Region wählen.
  • Blumenschmuck wiederverwenden: Das Arrangement von der Kirche haben wir für die Tafel mitgenommen. Die Sträußchen für die 1. Bankreihen in der Kirche haben dann unsere Kutsche geschmückt.
  • Kerzen: Paraffinhaltige Kerzen meiden. Am Besten sind Kerzen aus Sojawachs oder Stearin (besteht meist aus Palmöl, daher unbedingt aus zertifiziertem Anbau wählen), z.B. von Bio-Kerzen.
  • Dekomaterial wählen, das man wieder verwenden kann: Wir haben z.B. Glaswindlichter mit Teelichtern (ohne Alu, in Glasbehältern) gewählt.
  • Auf Blumensträuße der Gäste verzichten. Meist fährt man eh gleich in die Flitterwochen und hat nichts davon. Eine Alternative: Blumensamen oder Topfpflanzen, die man dann einpflanzen kann.
  • Bäumchen zur Deko kann man auch mieten. Wir haben für den Kircheneingang 2 Buchsbäumchen gemietet.

Einladungen:

  • Drucksachen reduzieren: Als Einladung eine einfache Karte im Kuvert verschicken. Das Kirchenblatt kurz halten. Pro Tisch 1 Menükarte.
  •  Eine Hochheitshomepage anlegen: Für Zusagen, Geschenkauswahl, Bildung von Fahrgemeinschaften, Anfahrtsbeschreibung u.v.m. Nach der Hochzeit Fotos online stellen, die sich die Gäste runterladen können.
  • Recycling- oder Naturpapier für Einladungen, Namenskärtchen, Kirchenblatt, etc. verwenden. Wir haben das blühende Papier verwendet und selbst bedruckt. Das bedeutet, das im Papier Blumensamen eingelassen sind und die Gäste das Papier nach der Hochzeit einpflanzen können.

Location & Transport:

  • Einen Ort wählen, der für die Anreise der Gäste günstig liegt.
  • Trauung und Tafel in Locations abhalten, die sehr nah beisammen sind.
  • Zu Fahrgemeinschaften anregen, evt. für den Transport von der Trauung zur Tafel einen Bus mieten.
  • Bei einem Empfang/einer Agape nach der Trauung auf Wegwerfgeschirr verzichten.
  • Als umweltfreundliche Locations bieten sich Bio-Hotels und Restaurants an, aber z.B. auch Weingüter. Wir hatten unsere Tafel im Demeter-Weingut des Nikolaihofes in der Wachau.
  • Beim Essen Alternativen zu Fleisch anbieten.
  • Saisonales und regionales Bio-Essen und Getränke anbieten.
  • Für übrig gebliebenes Essen vom Buffet Behälter mitnehmen. Wer will kann das Essen auch an eine karitative Einrichtung spenden.
  • Essen mit Maß & Ziel: Was von den Vorspeisen übrig geblieben ist, kann zu später Stunde nochmal serviert und notfalls ergänzt werden. Wenn es eine große Hochzeitstorte gibt, braucht man keine zusätzliche Nachspeise.

Ringe:

  • Ein Ehering wiegt 10 Gramm. Die giftigen Abfallstoffe, die bei der Produktion entstehen, beträgt 3 Tonnen.
  • Faire, ökologische Ringe wählen. Mehr Info auf fairgold.
  • Ideal ist z.B. Schmuckstücke aus der Familie einschmelzen und daraus neue Ringe schmieden lassen.
  • Auf Diamanten verzichten (Blutdiamanten!) oder auf einwandfreie Herkunft achten.
  • Alternative Eheringe wählen, z.B. aus Silber und Holz.

Viel Spaß bei der Planung und einen unvergesslichen Hochzeitstag!

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, zahlst du keinen Cent mehr,  aber ich bekomme eine kleine Provision. Damit ermöglichst du mir das Betreiben des Blogs. Herzlichen Dank! 🙂

, ,

Gummiringerl selbst gemacht

gummiringerl_11

Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal Gummiringerl gekauft habe. Schon lange sammle ich die Gummiringerl, die auf Radieschen, Schnittlauch, etc. drauf sind. Damit bin ich meistens gut über die Runden gekommen.

Vor Kurzem habe ich noch eine weitere Quelle für Gummiringerl ganz anderer Art entdeckt. Wenn meine Putzhandschuhe reißen oder ein Loch haben, schneide ich sie einfach in ca. 1 cm breite Gummringe. Diese selbst geamchten Gummiringerl halten nicht so viel aus wie die dünnen gekauften, daher eher etwas breiter schneiden.

Aus den Fingerteilen bekommt man ganz viele kleine Gummringerl, von dem Teil von der Handfläche schöne große Gummiringe.

Übrigens, mehr Infos zu den umweltfreundlichen Putzhandschuhen findest Du in meinem Artikel  Mach‘ Dir nicht die Hände schmutzig!

Nein zu Elfenbein!

14150_10151428415619889_760766740_n

Heute möchte ich Euch auf eine ganz wichtige Kampagne aufmerksam machen: iWorry – Say NO to ivory.

Seit Dezember unterstützen mein Mann und ich den David Sheldrick Wildlife Trust mit 2 Patenschaften für Elefantenbabies, deren Mütter von Wilderern wegen ihres Elfenbeins auf brutale und grausame Weise abgeschlachtet wurden.

Im März 2013 findet ein CITES Meeting statt. CITES steht für ‚Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora‘. Bei uns ist CITES besser bekannt als das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Mit den Unterschriften der iWorry Kampagne soll verhindert werden, dass der Elfenbeinhandel wieder legalisiert wird.

Warum soll Elfenbeinhandel nicht legalisiert werden?

  • Der Bestand an afrikanischen Elefanten ist von 5 Millionen in den 1930ern bereits in den 1980ern auf 690.000 geschrumpft.
  • Es wird angenommen, dass z.B. Tansania in den letzten 3 Jahren 50% seiner Elefanten verloren hat
  • Mit dem Verbot von Elfenbeinhandel durch CITES 1989 konnte die Wilderei vorübergehend eingedämmt werden.
  • Im letzten Jahrzehnt ist die Wilderei jedoch wieder stark angestiegen. Laut CITES wurden allein 2009 in Afrika 38.000 Elefanten gewildert.
  • Einige der bekanntesten Rebellengruppen in Afrika, wie die Lord’s Resistance Army nützen den Verkauf von Elfenbein zur Finanzierung ihrer Waffen.
  • Durch die Legalisierung des Elfenbeinhandels steigt die Nachfrage an Elfenbein und damit auch die Wilderei an.

Wenn Du mehr zu dem Thema lesen möchtest, empfehle ich Dir:

Wenn Du Dich für den Schutz der Elefanten einsetzen willst, dann unterschreibe bitte die  iWorry Kampagne, teile diesen Artikel, zeige Deine Unterstützung durch einen Like, mach‘ einen Tweet auf Twitter. Je mehr Leute davon erfahren, umso besser.

Vielen lieben Dank!