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Auf dem Ökotrip…in Berlin

berlin_1Umweltfreundlich reisen – geht das überhaupt? Manchmal ist es ganz einfach, wie bei unserem Trip nach Berlin zum Beispiel. Hier ein paar Tipps und Eindrücke von unserer Reise:

Mit einem  Sparschiene Europa Ticket um 39,- € (pro Richtung) im 6-er Liegewagen geht es in rund 12 Stunden in die deutsche Bundeshauptstadt. Ausgerüstet mit einem Buch vergeht die Zeit schnell. Wir kommen zwar nicht 100% ausgeschlafen, aber zumindest mit dem, im Prei inkludierten, Frühstück im Magen an.

Schnell eine 7-Tage-VBB-Umweltkarte für die Öffis gekauft und schon sind wir unterwegs zu unserer Unterkunft. Über die Zimmerdatenbank Berlin haben wir eine kleine, zentral gelegene Wohnung gebucht. Um 215,- € für 6 Nächte für 2 Personen eine tolle Sache.

Auch die voll ausgestattete Küche nutzen wir, um ein paar Dinge aus den vielen Bioläden und von den Biowochenmärkten zu verkosten. Besonders spannend finden wir die Idee der LPG Biomärkte.

Wer mal in den veganen Lebensstil reinschnuppern will, für den ist Berlin ideal.Schon vor der Reise kann man sich auf dem Blog Berlin Vegan schlaumachen.

Zahlreiche Lokale stellen einen vor die Qual der Wahl. Fest steht, daß wir zumindest 2 Brunches testen müssen, mehr geht sich leider nicht aus 🙁 Im Ohlàlà Tartes Shop (leider mittlerweile geschlossen 🙁 Okt. 2016) kann ich vom Bananenkuchen mit Erdbeeren einfach nicht genug bekommen. Im Café Vux dagegen begeistert mich die Auswahl an pikanten Speisen.

Auf jeden Fall vorbeischauen sollte man auch im Lucky Leek. Ohne die typischen Fleischersatzprodukte kann man hier sehr gute, vegane Küche genießen, die auf voller Linie überzeugt. Über das Kochbuch Vegan Genial, daß die Besitzerin Josita Hartanto vor kurzem veröffentlicht hat, werde ich demnächst berichten.

Beim veganen Supermarkt Veganz (der im Juni 2014 in Wien eröffnet) haben wir gleich mal einen Rohkostkuchen vernascht, um uns für’s Shopping zu stärken.

Denn gleich nebenan gibt‘ s umweltfreundliche, fair produzierte vegane Schuhe bei Avesu und die passende Ökomode bei DearGoods. Wer jetzt noch nicht genug hat, der kleidet sich mit noch mehr grüner Mode bei Wertvoll ein oder sucht nach Schätzen in Europas größtem Second Hand Kaufhaus, dem Humana Shop in Friedrichshain mit 30.000 Teilen auf 5 Etagen.

Auch die Markthalle IX in Kreuzberg ist einen Besuch wert, besonders wenn gerade wieder ein Handmade Supermarket stattfindet. Und wenn man zwischendurch Hunger bekommt, lohnt sich ein Besuch in der Kantine NEUN. Hier werden ausschließlich Produkte, die rund um Berlin und Brandenburg angebaut und erzeugt werden, aufgetischt.

Bei Siebenblau kann man sich mit Bio-Stoffen, -Stickgarn und -Borten für die nächsten Handarbeits-DIY-Projekte eindecken.

Nach all dem Treiben in der Großstadt sollte man sich einen Ausflug ins schöne und viel ruhigere Potsdam gönnen. Am Sonntag bietet sich als Start der Brunch im vegetarischen Biocafé Kieselstein an, gefolgt von einem Spaziergang durch die schöne Parkanlage von Sanssouci.

Wart Ihr schon in Berlin? Was habt Ihr für nachhaltige Tipps für die deutsche Bundeshauptstadt?

Übrigens, Fotos von unserem Berlin-Trip findet ihr auf unserem Foto-Reiseblog Fotonomaden.com 🙂 Wir freuen uns, wenn du mal vorbeischaust!

Unser täglich Müll

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Seit Anbeginn hat die Menschheit Müll produziert. Doch je moderner unsere Gesellschaft wird und je mehr wir konsumieren, desto unüberschaubarer werden die Mengen an Abfall und desto problematischer seine Inhaltsstoffe.

Zu viel Brauchbares wird verschwendet, zu viel wird achtlos weggeschmissen, zu wenig werden die kostbaren, sich verknappenden Rohstoffe geschätzt. Bekannt ist mittlerweile, dass nur rund 50% der Lebensmittel überhaupt auf dem Teller landen, während die anderen 50% weggeworfen werden, aber auch andere Schätze verbergen sich im Müll.

Unter Anderem die wertvollen seltenen Erden in Elektroschrott, die z.B. in jedem Handy und PC stecken. Unter schwierigsten Bedingungen werden kostbare Rohstoffe wie diese in Südamerika, Asien und Afrika ausgegraben.

Und was passiert mit all dem anderen Müll? Den Abermillionen Plastikteilchen, die auch in unsere Meere gelangen, den illegalen Mülldeponien, die Boden und Grundwasser bedrohen und dem radioaktiven Abfall aus den Atomkraftwerken?

Die Doku Unser täglich Müll stellt sich der Frage, ob eine Zukunft ohne Abfall möglich ist. Was wenn all unser Müll wiederverwertbar wäre oder umweltfreundlich verrotten würde?

Zu sehen morgen, Donnerstag 20.6.13, um 20.15 Uhr auf 3sat.

Wenn Du Dich mit dem Thema noch mehr beschäftigen willst, dann kann ich das Buch The Story of Stuff: Wie wir unsere Erde zumüllen von Annie Leonard empfehlen.

The hands that sew your shirt…

Rund 4 Millionen Menschen – vorwiegend Mädchen und Frauen – stellen in Bangladesch Kleidung für den Export her, großteils unter schlimmen Bedingungen.

Eine davon ist die 17-jährige Sabina, die CARE in ihrem Alltag begleitet hat. Seit sie 13 Jahre alt ist, näht Sabina täglich 10-12 Stunden Kleidung, die dann bei uns getragen wird.

Der 48-minütige Dokumentarfilm The hands that sew your shirt, der Sabinas Leben zeigt, hat am Mittwoch, 12. Juni, um 12.30 Uhr im Urania Kino in Wien Premiere.

Im Anschluß an den Film gibt es eine Diskussionsrunde zur Frage „Was können wir KonsumentInnen tun?“ mitThomas Haunschmid von CARE, Michaela Königshofer von der Clean Clothes Kampagne und Nunu Kaller vom Blog Ich kauf nix – Ein Jahr ohne Kleidungskauf.

Ab September wird wird die Doku in ausgewählten Programmkinos in den Landeshauptstädten gezeigt.

CARE hilft in Bangladesch mit dem Solidaritätsprojekt SEEMA (Solidarity and Empowerment through Education, Motivation and Awareness). Im Rahmen von SEEMA wird 1.500 Textilarbeiterinnen aus Dhaka mit Hilfe von Kursen und Schulungen geholfen, den Kreislauf aus Diskriminierung und Armut zu durchbrechen. Wenn Du das Projekt unterstützen möchtest, findest Du hier weitere Infos.

Fotocredit: Miguel Dieterich
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Die Akte Aluminium

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Innerhalb eines Jahrhunderts hat sich Aluminium von einem wenig bekannten, exotischen Material zum Metall mit der rasantesten Wachstumskurve entwickelt.
 
Aluminium hat viele Vorteile: es rostet nicht, ist einfach zu verarbeiten und zählt auf Grund seines Gewichts zu den Leichtmetallen. Heutzutage ist Aluminium im unserem täglichen Leben allgegenwärtig: Der Einsatz geht von der Lebensmittelindustrie, zur Automobilindustrie, über Werkstoffe für Fassaden bis hin zur Kosmetik.
 
Doch immer mehr kritische Stimmen werden laut: Aluminium verschlingt in der Herstellung große Mengen an Energie und Rohstoffen und kann, wie letztes Jahr in Ungarn, zu Umweltkatastrophen führen. Darüber hinaus zeigen immer mehr Studien, dass die toxische Wirkung von Aluminium einen direkten Einfluß auf moderne Zivilisationskrankheiten wie Allergien und Alzheimer hat.
 
Wer mehr über das Thema wissen möchte, dem sei der Film „Die Akte Aluminium“ ans Herz gelegt. Am Mittwoch, 12. Juni 2013, ist der Film im Burgkino in Wien um 20 Uhr zu sehen. Im Anschluß findet ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur Bert Ehgartner, sowie Vertretern von Gobal 2000, der Umweltberatung und der Wiener Umwelträtin, Andrea Schnattinger, statt.

Weitere Termine für die Filmvorführung für ganz Österreich findest Du hier.

Hier der Trailer zum Reinschnuppern:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=IDE2INGwge0[/tube]

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Wien wird vegan…

fotocredit_russmannundsohn

Vegan sein oder werden? Für mich vor ein paar Jahren noch absolut unvorstellbar. Die vegane Lebensweise erschien mir viel zu kompliziert, zu wenig genußvoll und zu extrem. Ich hatte mich damals auch nicht mit den vielen guten Gründen beschäftigt, die für Veganismus sprechen.

Erst als ich bewußt anfing, nachhaltiger zu leben, habe ich auch meine Ernährung kritischer unter die Lupe genommen und angefangen sie zu verändern. Ich bin (noch) keine 100%ige Veganerin, aber ich nähere mich schrittweise an. Selbst vegan zu kochen und zu essen hat mich auch völlig davon überzeugt, dass mir damit nichts fehlt und, dass veganes Essen super lecker schmeckt.

Das Tolle ist auch, dass es immer einfacher wird, vegan zu essen, weil das Angebot in Restaurants und Supermärkten immer größer wird. Diesmal habe ich 4 Tipps, wo man in Wien mal ganz einfach und genußvoll in die vegane Welt hineinschnuppern kann:

  • Ende Mai hat in Wien Österreichs erster veganer Eissalon eröffnet: Veganista. In der Neustiftgasse 23 im 7. Bezirk kann man bei dem veganen Schwesternpaar Blochberger & Paller, die schon Lush nach Österreich brachten, leckere Sorten wie Mandel-Kokos, Cookies oder Maple Pecan ausprobieren.
  • Am Donnerstag, 13. Juni 2013, findet in der Buchhandlung Erlkönig in der Strozzigasse um 20.30 Uhr, die Präsentation des Buches …Aber Vegan von Michaela und Jochen Russmann mit leckeren Kostproben statt.Tolle Fotos aus dem Buch, die gleich Gusto machen, seht Ihr oben.

Damit wünsche ich Euch allen viel Spaß beim veganen Schlemmen!

P.S.: Wer Besitzer einer Animal Fair Card oder Vegan Card ist, immer vorzeigen. In einigen der oben genannten Geschäfte bekommt man damit Rabatt!

 Fotocredit: Russmann & Sohn

Tipps & Aktionen rund um den Weltumwelttag

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Morgen, am 5. Juni, findet wieder der Weltumwelttag statt. Dieser wurde 1972 beim 1. UN-Gipfeltreffen zum Thema Umwelt ins Leben gerufen und wird mittlerweile mit Aktionen in über 100 Ländern begangen.

Schon heute gibt es dazu auf ORF2 unter dem Motto „Unsere Erde“ einen Schwerpunkttag zum Thema Nachhaltigkeit und „Ökologischer Fußabdruck“.

Die Plattform Footprint und das Lebensministerium haben zu diesem Anlaß auch den Fußabdruck-Rechner überarbeitet. Die neue Version ist seit heute hier online und Du kannst gleich mal Deinen persönlichen Fußabdruck berechnen.

Österreichweit finden anläßlich des Weltumwelttages ab heute zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Auflistung der Veranstaltungen gibt es einerseits nach Datum und andererseits nach Postleitzahlen geordnet. Die Auswahl an Angeboten reicht von einem Flashmob für Artenvielfalt, fairen Verkostungen und Heilkräuterwanderungen, bis zu Müllsammlungen über Filmvorführungen.

Darüber hinaus gibt es auch ein Gewinnspiel vom österreichischen Umweltzeichen, an dem man noch bis 5. Juni teilnehmen kann und zahlreiche Angebote für Produkte oder Betriebe mit dem österreichischen Umweltzeichen.

Mit dem Weltumwelttag wird auch der Aufruf für Einreichungen zum Österreichischen Klimaschutzpreis 2013 gestartet. Mitmachen kann man noch bis 16. August.

Fotocredit: ORF/BBC/Jeff Wilson