Ostern ohne Eier…

kala_namak_gewinnspiel_neu-1Ostern naht – und wie jedes Jahr steigt damit auch der Ei-Konsum stark an. Über die Gründe, warum wir keine Eier mehr essen, habe ich vor längerer Zeit schon mal in Faule Eier geschrieben. Besonders das Zerhäckseln oder Vergasen der vielen Millionen männlichen Küken bei vollem Bewußtsein hat uns den Appetit auf Eier verdorben 🙁

Seitdem haben wir uns ausführlich mit Alternativen beschäftigt und viele leckere Speisen entdeckt und ausprobiert, die ganz ohne Eier auskommen. Unsere wichtigste Zutat für alles, was einen Ei-ähnlichen Geschmack haben soll, ist das sogenannte Kala Namak Salz. Dabei handelt es sich um eine indische Salz-Spezialität, die auch als Schwarzsalz bekannt ist. Der leicht schwefelige Geschmack erinnert wirklich überraschend an Ei und hat auch meinen Mann, der sehr gerne Eier gegessen hat, voll überzeugt.

Wir kaufen unser Kala Namak Salz im veganen Supermarkt Maran Vegan in Wien. Dort haben wir auch das praktische Hickorysalz oder Rauchsalz entdeckt mit dem man Speisen ganz einfach eine leichte Räuchernote geben kann. Natürlich gibt es beim Maran Vegan noch ganz viele andere spannende Zutaten und Produkte zu entdecken: Vegane Kochbücher oder die tollen Rohkost-Süßigkeiten der Simply Raw Bakery. Besonders toll finde ich auch, dass man sich einige Sachen mit mitgebrachten Behältern selbst abfüllen kann. Sowas würde ich mir noch viel mehr wünschen.

Aber zurück zu den Eiern. Wir wollen die Osterzeit zum Anlaß nehmen, um noch mehr Leute zu motivieren eifreie Rezepte zu probieren. Deswegen stellen wir Euch in den nächsten 3 Wochen ein paar unserer Lieblingsrezepte vor: Vom Eiaufstrich über Rührei bis zu einer super einfachen und leckeren Karottentorte – perfekt für die Kaffejause am Ostersonntag.

Das Tolle ist, dass uns Maran Vegan dafür 3 Packungen Kala Namak Salz zum Verlosen zur Verfügung gestellt hat. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Herrn Maran bedanken, der meine Idee sofort unterstützt hat!

Jetzt fragt Ihr Euch wohl, wie Ihr ein Schwarzsalz ergattern könnt 🙂 Also, wir würden gerne von Euch wissen, welches vegane Produkt aus dem Beechange Webshop Euch am Besten gefällt und warum. Unter allen Kommentaren auf Facebook und dem Blog werden dann die 3 Salze verlost. Teilnehmen könnt Ihr bis Freitag, 11. April. Wer die Salze bekommt, verraten wir dann hier im Blog.

Update: Unsere Gewinner stehen fest! Wir gratulieren Anna, Kahtrin und Martin. Infos zur Zusendung erhaltet Ihr per Email.

 

Gesund & grün Zähne putzen

Plastikfrei, müllfrei, gesund und biologisch – So stellen wir uns unser Badezimmer vor. Nachdem wir schon längere Zeit erfolgreich auf unverpackte Seifen zum Duschen & Haare waschen umgestiegen sind, ist jetzt die Zahnhygiene dran. In unseren Holz-Zahnputzbechern stecken seit längerer Zeit Bambus-Zahnbürsten.

Hier unsere Gründe, warum wir uns für Bambus Zahnbürsten mit einem Griff aus geschliffenem Bambus und Nylonborsten entschieden haben:

  • Weil die Zahnbürsten samt Verpackung – mit Ausnahme der Borsten – in weniger als 2 Jahren biologisch abbaubar sind (Entsorgung mit der Bio-Tonne, nicht am Hauskompost!)
  • Weil sie – im Vergleich zu manchen herkömmlichen Plastik-Zahnbürsten – frei von dem gesundheitsschädlichen Weichmacher Bisphenol A (BPA) sind
  • Weil ich eine vegane Zahnbürste wollte und Holzzahnbürsten meist ausgekochte Schweineborsten haben
  • Weil Tierborsten innen hohl sind und sich dort angeblich leicht Bakterien ansiedeln
  • Weil Bambus einer der schnellstwachsenden Rohstoffe ist
  • Weil Bambus von Natur aus antibakteriell wirkt

Bei den Zahnpasten haben wir nur Varianten in Plastik- oder Alu-Tuben gefunden. Mit dieser Auswahl waren wir beide nicht glücklich.Dazu kommt, dass man bei den meisten Zahnpasten keine Ahnung hat, was die Inhaltsstoffe überhaupt sind. Da kommen Bindemittel, Feuchthaltemittel, Konservierungsmittel, Süßungsmittel und Aromastoffe zum Einsatz. Dazu umstrittenes Titandioxid zur Weißfärbung, Tenside, die die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen, usw.  Noch mehr interessante Infos dazu findet Ihr auf der Website eines alternativen deutschen Zahnarztes.

Also haben wir beschlossen, Zahnpulver selbst herzustellen. Auch hier gibt es Unmengen von Möglichkeiten und Rezepten. Nach langem Recherchieren haben wir uns für diese Variante entschieden (die wir jetzt überholt haben im Feb. 15).

Auf Grund der Rückmeldung einer Leserin habe ich das ursprüngliche Rezept verändert. Da Heilerde relativ abrasiv ist, empfehle ich nur Natron und Xylit zu verwenden. Natron hat einen extrem niedrigen Abrasiv-Wert von 7.

Zutaten:

Nicht über die Farbe des Pulvers auf den Fotos wundern, da haben wir noch grüne Mineralerde verwendet 🙂

In ein leeres Schraubglas füllen, durchmischen, fertig.

Die Zahnbürste befeuchten, vorsichtig in das Zahnpulver tauchen. Den Mund ausspülen und dann wie gewohnt die Zähne putzen. Da keine Tenside enthalten sind, schäumt das Pulver auch nicht!

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Fazit: Das Zusammenrühren ist kinderleicht und dauert 1 Minute. Der Geschmack ist ziemlich neutral. Die Zähne fühlen sich sehr sauber und glatt an. Angenehmes Frischegefühl im Mund. Echt super 🙂

Wer nicht gern selber rührt, kann einfach auch fertiges Zahnkreidepulver nehmen. Für Zahnseide haben wir noch keinen plastikfreien, veganen Ersatz gefunden, aber immerhin ist die Verpackung unserer Zahnseide plastikreduziert und mit rund 90 m fast doppelt so lang wie herkömmliche 50 m Packungen.

ACHTUNG: Für Hunde ist Xylit hochgiftig, also gut aufpassen!

Grün & gesund putzen

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Ein großer Hausputz ist wieder mal angesagt! Seit ich vor vielen Jahren die Erfahrung gemacht habe, dass die giftigen Dämpfe meiner konventionellen Putzmittel das Plastik meiner Wärmflasche zersetzt haben, kommen bei uns nur mehr ökologische Reinigungsmittel ins Haus.

Dabei ist es mir persönlich wichtig, dass sie aus natürlichen, nachhaltigen Inhaltsstoffen hergestellt sind und auch problemlos biologisch abbaubar sind. Auf künstliche Farb- und Duftstoffe lege ich natürlich auch keinen Wert. Eine andere Sache, die mich bei herkömmlichen Reinigern schon länger gestört hat, war, dass versucht wird, einem für alles ein extra Produkt anzudrehen, eines für die Rotwein-Flecken, eines für Edelstahl, eines für die Steingut-Fliesen, eines für’s Backrohr, usw.

Mit diesen hohen Ansprüchen habe ich mich auf die Suche gemacht und bin schließlich bei der Vorarlberger Firma Uni Sapon fündig geworden. Dieses kleine Familienunternehmen produziert seit 20 Jahren in Handarbeit eine kompakte Palette an Reinigern auf Basis von echter Schmierseife. Toll finde ich auch, dass mit rein veganen Fruchtsäuren wie Weinsäure und naturreinen, ätherischen Ölen gearbeitet wird. Mein besonderer Liebling dabei ist das Orangenöl, das beim Putzen auch gleich noch die Stimmung aufhellt 🙂

Überzeugt haben mich auch die strengen EcoCert- und Imo-Control Zertifierungen, die unter anderem die lückenlose, rasche biologische Abbaubarkeit der milden Tenside bestätigt haben.

Ökologische Reinigungsmittel gibt es mittlerweile ja recht viele auf dem Markt und manchmal ist es schwer, den Überblick zu behalten, welche die besten sind. Uni Sapon hat da noch einen klaren Vorteil für mich: Nämlich die Müllvermeidung. Intelligenterweise werden die Produkte nämlich hoch konzentriert verkauft und man verdünnt sie zuhause selber ganz einfach mit Wasser. Dadurch werden nicht nur unzählige sinnnlose Wassertransporte eingespart, sondern auch zahllose Verpackungen. Bestes Beispiel dafür ist der 500 ml Allzweckreiniger, aus dem man bis zu 125 (!) Flaschen herkömmliche Reinigungslösung herstellen kann. Das spart ganz nebenbei auch noch eine Menge Geld.

Den Großteil der Uni Sapon Produkte kann man auch nachfüllen lassen, sodaß kein Müll entsteht. Wo es in deiner Nähe eine Uni Sapon Nachfüllstation gibt, kannst du hier herausfinden.

Perfekte Unterstützer beim Saubermachen sind Putztücher aus Pflanzenfasern & Recycling-Material und Fairtrade-Putzhandschuhe aus Naturkautschuk.

Vegane Hirsetaler mit Tomaten, Vanille & Co

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 Wie versprochen, hier das Rezept aus Vegan vom Feinsten,* das ich hier vorgestellt habe.

Für 4 Personen
50 Min. Zubereitungszeit
Pro Portion ca. 25 kcal

Hirsetaler mit Spinat & Tomaten-Orangen-Sauce

Zutaten

  • 150 g Hirse
  • Salz
  • 2 EL Sojamehl
  • 250 ml Orangensaft
  • 1 TL scharfer Senf
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 250 g Cocktailtomaten
  • 4 Schalotten
  • 20 g frischer Ingwer
  • 8 EL neutrales Pflanzenöl
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 1/3 ausgekratzte Vanilleschote
  • 250 g junger Spinat (ersatzweise TK-Blattspinat aufgetaut)
  • 70 ml Hafersahne
  • 1-2 EL Aceto balsamico bianco
  • Cayennepfeffer
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

1. Die Hirse mit 400 ml Wasser zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze zunächst im geschlossenen Topf 5 Min. kochen, dann salzen und offen 10-15 Min. weiterkochen, bis das gesamte Wasser verdampft ist. Sojamehl, 50 ml Orangensaft, Senf und Thymian untermischen und die Hirse zugedeckt bis zur Verwendung ziehen lassen.

2. Die Tomaten waschen und halbieren. Die Schalotten schälen und würfeln. Den Ingwer schälen. Die Hälfte in Scheiben schneiden, den Rest fein würfeln. In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die Tomaten darin runderhum bei mittlerer Hitze 4-5 Min. anbraten und wieder herausnehmen.

3. Die Hälfte der Schalottenwürfel, Chilischote, Ingwerscheiben und Vanilleschote in die Pfanne geben und kurz andünsten. 150 ml Orangensaft angießen und in 3-4 Min. etwas einkochen. Die Sauce durch ein Sieb gießen und zurück in die Pfanne geben. Die Tomaten in die Sauce geben, alles mit Salz abschmecken und zugedeckt warm halten.

4. Den Spinat gründlich waschen und trocken schleudern, grobe Stiele entfernen (TK-Spinat abtropfen lassen). Den übrigen Orangensaft mit Hafersahne und Speisestärke verrühren. Die restlichen Schalottenwürfel mit den Ingwerwürfeln in 1 EL Öl in einem Topf 3 Min. andünsten.

5. Den Spinat zu den Ingwer-Schalotten geben, bei geschlossenem Deckel zusammenfallen lassen und salzen. Die Orangensahne unterrühren und etwas einkochen. 1 EL Essig einrühren, den Spinat mit Salz, Essig und Cayennepfeffer abchmecken und zugedeckt warm halten.

6. Die Hirsemasse mit Salz und Pfeffer abschmecken und daraus zwölf Taler formen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Hälfte der Taler in 3-4 Min. sehr knusprig anbraten, wenden, 1 weiteren EL Öl zugeben und die andere Seite ebenfalls in 3-4 Min. knusprig braten. Fertige Taler auf Küchenpapier entfetten und die übrigen ebenso braten. Je drei Hirsetaler mit Spinat und Tomaten anrichten und sofort servieren.

Viel Spaß beim Kochen & vor allem guten Appetit!

Bildnachweis: GU / Foto: Mona Binner

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Vegan kochen für Feinschmecker

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Derzeit schießen neue vegane Kochbücher wie Schwammerln aus dem Boden. Ständig gibt es Neue, da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Deswegen hab‘ ich mich genau umgeschaut und wieder mal ein besonders schönes Exemplar für Euch herausgesucht und getestet:

Vegan vom Feinsten von Nicole Just & Martin Kintrup. Nicole ist treuen Blog-Lesern sicher schon durch ihre ersten beiden Kochbücher La Veganista & Vegan backen ein Begriff. Martin Kintrup ist auch der Autor eines unserer Lieblingskochbücher: Zur Buchvorstellung von Vegan für Faule geht’s hier.

Visuell fixiert wie ich bin, haben mich sofort die professionellen, Gusto machenden Bilder und das übersichtliche & ansprechende Layout begeistert. Auch das robuste Hardcover trägt zum qualitativ hochwertigen Eindruck dieses Kochbuchs bei.

Inhaltlich geht’s gleich mal mit kreativen Würzmittel-Ideen wie Tonkasalz los. Sehr spannend fand ich auch die Anleitung zum selbst Räuchern zuhause mit einfachen Mitteln. Nur der massige Einsatz von (umwelt- & gesundheitstechnisch umstrittener) Alufolie hat mich bisher vom Ausprobieren abgehalten.

Danach folgen kreative Rezepte wie Dulce de Leche (ja, auch das geht vegan!) und Haselnuss-Chili-Topping. Gleich im Anschluß kommen die kalten Vorspeisen & Salate. Hier kann man zwischen etwas einfacheren Speisen wie Mandel-Tomaten und aufwendigeren Kreationen wie Getrüffelten Rote-Bete-Röllchen mit Merrettich-Reis-Füllung wählen. Weiter geht’s mit den warmen Vorspeisen und Suppen. Die ausgefallene Speisen wie Süßkartoffel-Paprika-Lasagne mit Räuchertofu und Mojo oder Tomaten-Linsen-Confit mit Kichererbsenplätzchen verlocken definitiv zum Nachkochen.

Auch die Haupstpeisen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Optisch hat es mir sofort das Granatapfel-Nuss-Couscous mit gebratenen Kürbisspalten angetan mit den leuchtenden Orange- und Rot-Tönen. Genau wie in den anderen Kapiteln, gibt es auch hier asiatisch inspirierte Gerichte, wie Gebratenen Tempeh und Gurken-Wakame-Gemüse.

Das letzte Rezept-Kapitel widmet sich erwartungsgemäß den Desserts. Auch hier findet man Einfallsreiches wie etwa Plfaumen-Chai-Tarte mit Kokos-Topping oder Johannisbeer-Tonka-Terrine im Crepemantel. Im Anschluß an die Getränke-Tipps und Menü-Vorschläge schließt das Buch mit der Erklärung einiger veganer Zutaten.

Fazit:
Wer Wert auf eine schöne Aufmachung und einfallsreiche, ungewöhnliche Rezepte legt, wird mit diesem Buch viele tolle Geschmackserlebnisse haben.

Hier geht es nicht um schnelle Alltagsküche, sondern darum zu genießen und sich etwas Besonderes zu gönnen. Dafür sollte man sich Zeit nehmen und eine gewisse Koch-Erfahrung kann auch nicht schaden. Um die 4 Eis-Rezepte aus dem Dessert-Teil zu machen, braucht man eine Eismaschine. Auch sonst ist es sicher ein Vorteil, wenn man eine gut ausgestattete Küche hat.

Für anspruchsvolle Köche mit Muße definitiv zu empfehlen 🙂

P.S.: Wie immer wollen wir Euch auch diesmal ein Rezept zum Nachkochen nicht vorenthalten. Ihr dürft Euch jetzt schon auf Hirsetaler mit Spinat und Tomaten-Orangen-Sauce freuen…

Bildnachweis: GU / Foto: Mona Binner