Leila, my love

In Leila hab‘ ich mich auf Anhieb verliebt, denn Leila ist einfach supercoool! Leila müßt Ihr unbedingt kennenlernen.

Leila ist nämlich ein Leihladen. Der 1. Leila wurde 2010 in Berlin gegründet. Die Idee dahinter ist genauso einfach, wie genial: Dinge gemeinsam nutzen. Hier geht es darum zu teilen statt zu horten. Hand auf’s Herz: Wieviele Stunden im Jahr benützt man eine Bohrmaschine? Wieviele Tage im Jahr die Diskokugel? Wieviele Wochen im Jahr das Zelt?

Dank Leila hat man nicht nur weniger Zeug zuhause herumkugeln, das man selten braucht, sondern spart auch noch Geld und schont die Umwelt.

Was noch ganz toll an der Idee von Leila ist? Dass Nachahmen ausdrücklich gewünscht ist. Ab Ende Mai wird es deshalb auch im 16. Bezirk in Wien einen Leihladen geben. Die ersten Leihgegenstände könnt Ihr bereits diesen Samstag, am 3. Mai, von 14-19 Uhr in die Herbststraße 15 bringen!

Verdienterweise ist Leila Wien auch gleich für den Social Impact Award 2014 nominiert worden. Wenn Ihr Leila Eure Stimme geben wollt, könnt Ihr hier einfach oberhalb des Videos mit ‚Select Leila Wien‘ Leila auswählen. Dann oben nicht vergessen, Euer Voting abzuschicken.

Alle weiteren Infos zu Leila Wien findet ihr hier.

Und übrigens: Wir von beechange würden uns wahnsinnig über einen Waldviertler Leila freuen. Wenn es unter Euch auch Interessierte gibt, die diese Idee gemeinsam verwirklichen wollen, meldet Euch!

Bild: Leila Wien

Ran an die Jungpflanzen

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Wenn Ihr dieser Tage noch schmackhafte Grünpflanzen für Balkon oder Garten sucht, dann heißt es jetzt zuschlagen. Denn momentan finden allerorts Jungpflanzenmärkte statt.

Hier eine feine Auswahl aus Niederösterreich – natürlich alles bio 🙂

Fr. 25. & Sa. 26.4. sowie am Fr.2. & Sa.3.5. findet Ihr bei Adamah im Marchfeld eine Fülle an Gemüse- und Kräuterpflanzen. Geöffnet ist am Freitag von 9-19 Uhr und am Samstag von 9-18 Uhr. Sehr empfehlenswert sind auch die Hof-Führungen und die Leckeren vom Adamah Catering.

Gleich in der Nähe von Adamah ist Ochsenherz zuhause. Hier findet man besonders auch Raritäten. Bis 31.5. hat der Ab-Hof-Verkauf von Mo-Fr von 14-18 Uhr und Sa von 10-16 Uhr geöffnet. Nach Vorbestellung kann man die Pflanzen auch am Naschmarkt Bauernmarkt in Wien abholen!

Sa 26.- So. 27.4. von 10-18 Uhr findet das Frühlingsfest bei ReinSaat in St. Leonhard im Waldviertel statt. Hier erwarten Euch Demeter-Jungpflanzen und Biosaatgut, Musik, Kunstandhwerk, regionalen Schmankerln und Puppentheater für die kleinen Besucher.

Den Abschluß macht die Arche Noah in Schiltern am 1. Mai von 10-18 Uhr. Hier findet der größte Bio-Jungpflanzenmarkt Österreichs statt und Mitglieder können auch nach Herzenslust Beeren, Kräuter, Stauden, Saatgut & Gemüse tauschen. Abgerundet wird das Programm mit Kunsthandwerk, kulinarischen Leckerbissen und Gartenführungen. Toll ist auch, dass es eine eigene Mitfahrbörse gibt, sowie einen Shuttlebus ab Wien. Achtung: Eure treuen vierbeinigen Gefährten dürfen hier leider nicht mitkommen!

Dem Fußabdruck auf die Finger geschaut

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Wieso werden denn im Bio-Laden frühe Kartoffeln aus Ägypten angeboten? Unsere heimischen Erdäpfel, die über den Winter eingelagert wurden müssen doch eindeutig besser für die Umwelt sein, oder?

So klar, wie man manchmal denken sollte, sind die Antworten oft gar nicht. Die Plattform Footprint hat zu diesem komplexen Thema einen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem vom Kind bis zum Erwachsenen jeder noch bis 7. Juli 2014 teilnehmen kann.

Bei den Footprint-Fragen geht es darum festzustellen, was eigentlich im Alltag die besseren Entscheidungen sind: E-Reader oder klassisches Buch? Konventionelles Gemüse vom Bauern nebenan oder extra weiter weg zu einem Bio-Anbieter fahren?

Messen kann man die Fußabdrücke, die bei dem Konsum dabei entstehen auf unterschiedliche Weise:

  • Mit dem CO2 Fußabdruck, der zeigt, wie stark die Atmosphäre belastet wird
  • mit dem Wasser-Fußabdruck, der den Wasserverbrauch aufzeigt
  • oder auch mit dem ökologischen Fußabdruck, der die Beanspruchung der Ressourcen aufzeigt.

Wie wichtig es ist zu wissen, welchen Fußabdruck man mit seinen Konsumverhalten hat zeigt der Earth Overshoot Day oder Welterschöpfungstag. An diesem Tag haben wir die Ressourcen, die für ein Jahr zur Verfügung stehen aufgebraucht, danach leben wir auf Pump. Der Earth Overshoot Day ist jedes Jahr etwas früher, 2013 fiel er bereits auf dem 22. August! Nach unserem jetzigen Lebensstil bräuchten wir fast 3 Planeten Erde, um auf Dauer so weitermachen zu können.

Also höchste Zeit, sich zu informieren und Taten zu setzen. Stellt Eure Fragen und staunt über die Antworten. Die besten Fragen werden prämiert. Unter Anderem winkt auch ein toller Preis von Beechange im Wert von 81,- €, den Ihr oben auf dem Foto sehen könnt: Eine große Bio-Fairtrade Einkaufstasche, eine stylishe Edelstahl-Isoliertrinkfasche, eine 3-in-1 Edelstahl-Lunchbox, ein Spork & Kork, 2 große GOTS zertifizierte Re-Sack Obst- & Gemüsesackerl und 2 Stück Re-Sack Baumwollbeutel.

Hier könnt Ihr mitmachen. Viel Glück!

Rührei ohne Ei?

ruehrei-1Der nächste Lebensmittelskandal? Wurde ahnunglosen Konsumenten wieder mal etwas vorgekaukelt? Nein, diesmal zum Glück nicht. Des Rätsels Lösung ist einfach. Heute gibt’s, wie versprochen, das Rezept für vegane ‚Eierspeis‘. Die Anregung dazu stammt aus dem Buch Vegan für Einsteiger, wir haben das Rezept leicht abgeändert* Die Buchvorstellung von Vegan für Einsteiger findest du hier.

Würziges Rührei

Zutaten für 2 Personen, Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  • 200 g Tofu (kein Seidentofu!)
  • 2 EL Sojadrink
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 Msp. Paprikapulver edelsüß
  • 1 kleine Zwiebel
  • 10 Kirschtomaten
  • 100 g Räuchertofu**
  • Kala Namak Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4 EL Rapsöl

1. Tofu in einem tiefen Teller mit einer Gabel zerdrücken. In einer kleinen Schüssel den Sojadrink mit Kurkuma und Paprikapulver verrühren und über den Tofu leeren. Gut durchmischen, sodaß der ganze Tofu gefärbt ist. 10 Minuten ziehen lassen.

2. Zwiebel schälen und fein hacken. Räuchertofu in kleine Würfeln schneiden. Kirschtomaten halbieren oder vierteln, je nach Größe.

3. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen.  Zwiebel und Räuchertofu ca. 4 Minuten anrösten Dann herausnehmen und zur Seite stellen.

4. In den restlichen 2 EL Öl den Tofu mit der Gewürzmischung 2 Minuten anbraten. Mit Kala Namak Salz und Pfeffer abschmecken.

5. Zwiebel, Räuchertofu und Kirschtomaten dazugeben und nochmal 2 Minuten unter Rühren braten.

Guten Appetit!

**Achtung: In Räuchertofu versteckt sich gerne Sojasauce, die Weizen enthält. Bei Räuchertofu mit Tamari sind Gluten-Vermeider auf der sicheren Seite.

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Wir kochen vegan

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Unter diesem Titel haben der bekannte Spitzenkoch Siegfried Kröpfl und seine Tochter Melanie vor kurzem ein gemeinsames Kochbuch herausgebracht.

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Getreu dem Untertitel des Buches ‚Veganer Genuß für die ganze Familie‘ stellt das Vater-Tochter-Gespann über 90 Rezepte vor, die großteils bodenständig und auch für Kinder geeignet sind. Wer auf der Suche nach veganisierten österreichischen Hausmannskost-Gerichten ist, wird hier fündig: Von der Frittatensuppe über Faschierte Laibchen, Käsespätzle & Krautfleckerl bis zu Mohnnudeln & Marmorguglhupf.

Damit haben sich die Kröpfls – meiner Meinung nach – auf schwieriges Terrain begeben. Denn alle von uns kennen diese Klassiker in ihren ursprünglichen Versionen mit Fleisch- und oder Milchprodukten. Fast automatisch fängt man also an, die veganen Varianten mit den Originalen zu vergleichen.

Wir haben deshalb als Erstes gleich mal die Frittatensuppe, den Kaiserschmarrn und den Marmorkuchen ausprobiert.

Alle Rezepte haben uns geschmeckt, auf ihre Art. Eine exakte Kopie des Originals darf man sich nicht erwarten. Es finden sich aber auch noch ganz andere spannende Rezepte in Wir kochen vegan,* z.B. Ahorn-Bananen-Eis mit karamelisierten Pekannüssen, Kürbis in Kokos-Safran-Sauce mit Basmatireis und Kirschen-Rhabarber-Kokos-Smoothie.

Das Buch ist nett aufgemacht und hat mich vom Layout her gleich angesprochen. Die Rezepte sind kurz und bündig erkärt. Den Großteil der Zutaten bekommt man in regulären Supermärkten, den Rest in Bioläden. Für alle Neulinge gibt es vorne eine kurze Erklärung zum Veganismus, speziellen veganen Zutaten und wo sie erhältlich sind. Was für Anfänger sicher ein Vorteil ist. Zubereitungszeiten werden leider keine angegeben.

Fazit: Wer gerne gute österreichische und internationale klassische Gerichte isst und nicht erwartet, dass sie genau wie das Original schmecken, wird mit diesem Buch sicher Freude haben.

Zum Abschluß wie immer ein Rezept zum Nachkochen. Der Ei-Aufstrich hat uns wirklich überzeugt und dabei kann man gleich das Kala Namak Salz ausprobieren 🙂

Ei Aufstrich für 4 Portionen

Zutaten:

  • 150 g Naturtofu
  • 1/4 Zwiebel
  • 2 Essiggurkerl
  • Schnittlauch
  • 4 EL vegane Mayonnaise (z.B. von Plamil)
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Kala Namak (Schwarzes Salz)
  • 1 TL Paprikapulver

Den Naturtofu gut ausdrücken. Zwiebel und Gurkerl klein schneiden und untermengen. Mit dem Stabmixer pürieren. Die restlichen Zutaten dazugeben und mischen. Je nach Vorliebe mit Paprikapulver abschmecken.

Tipp: In ausgehöhlte Tomaten gefüllt und mit Petersilie dekoriert, sieht der Aufstrich besonders lecker aus.

Unser Tipp: Wir mögen den Eiaufstrich lieber mit Stückchen statt püriert. Deshalb lassen wir das Pürieren mit dem Stabmixer einfach weg.

Wer jetzt Lust bekommen hat, das Buch zu kaufen, hier noch die bibliografischen Daten:

Siegfried & Melanie Kröpfl
Wir kochen vegan
Hubert Krenn Verlag – www.hubertkrenn.at
ISBN 978-3-99005-181-8
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