Gesund backen mit Veganpassion: Gemüsetarte tricolore

gemuesetarte

gesund_backen_coverDas Rezept stammt aus dem Buch Gesund Backen mit Veganpassion.* Stina Spiegelberg hat darin alle Rezepte praktisch gekennzeichnet z.B. wenn sie glutenfrei, Vollwert, sojafrei oder zuckerreduziert sind. Neben Warenkunde zu Süßungsmöglichkeiten, Mehlarten, etc. folgen Tipps zum Ersetzen von Zutaten und zum Verzieren. Dann geht’s los mit den Rezepten in den Kapiteln Teegebäck & Cookies, Kleines & Feines, Kuchen & Troten, Backen ohne Backen und Herzhaftes. Im Anhang findet man noch hilfreiche Tipps zu Haltbarkeit & Verpackung, hübsche Bastelvorlagen zum Dekorieren, ein kleines Glossar und den Rezept-Index.

Das hochwertig Buch mit Hardcover und Fadenbindung ist optisch sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet und überzeugt mit schönen Fotos. Die große Bandbreite an kreativen Rezepten – von Matcha-Mandel-Swirls über Aronia-Energiekugeln bis zu Rote-Bete-Madeleines – lädt zum Ausprobieren ein. Alles in allem ein super Buch, das wir guten Gewissens empfehlen können! Ganz besonders toll finden wir auch das Umwelt-Engagement des Neun Zehn Verlags, auf das wir hier noch explizit hinweisen möchten: Druck auf FSC-Papier in Deutschland, CO2 Ausgleich und nachhaltiger Bürobetrieb.

So, aber jetzt hier das Rezept zum Ausprobieren:

Gemüsetarte Tricolore

Ergibt eine Tarte von 18 cm Durchmesser für 4 Stücke.

Für den Boden
320 g Blätterteig

Für die Gewürzcreme
150 g Sojajoghurt
60 g (2 EL) Cashewmus
1/4 TL Senfkörner
2 Wacholderbeeren
1 EL Hefeflocken
1 gehäufter TL Speisestärke
Je 1 Msp. Muskatnuss, Paprika,
Salz, Pfeffer

Für die Gemüsefüllung:
1 Zucchini, klein
1 Karotte
Etwas Wasser
1 TL Zitronensaft
1 Rote Bete, roh
Salz, Pfeffer
1 rote Zwiebel
100 g Räuchertofu

 

Den Blätterteig auf ein Quadrat von 24×24 cm zurechtnschneiden und mit Backpapier in eine Springform legen. Den Rand leicht andrücken und überstehenden Teig abschneiden.

In einer Schüssel Joghurt und Cashewmus verrühren. Senfkörner und Wacholderbeeren im Mörser zermahlen, dann mit den Hefeflocken, der Stärke und den weiteren Gewürzen zur Joghurtmischung geben und glatt rühren. Die Creme auf dem Blätterteigboden glatt streichen.Zucchini und Karotten hobeln und in etwas Zitronenwasser legen. Die rote Bete auch in Streifen hobeln und in Salzwasser leicht vorgaren, dann abkühlen und abtropfen lassen. Zwiebeln und Räuchertofu in feine Scheiben schneiden. Nun die Gemüsestreifen mit leichter Überlappung auf die Arbeitsfläche legen, sodass sie sich einrollen lassen. Mit Salz unf Pfeffer bestreuen. Hin und wieder mit Zwiebeln und Räuchertofu spicken. Dann das Gemüse zu einer Spirale einrollen und in den vorbereiteten Blätterteigboden, auf die Creme legen. Die Tarte bei 180 °C Ober-/Unterhitze 30-40 Minuten backen.

Fotos: Rezept – Veganpassion, Stina Spiegelberg, Cover – Sven Cichowitz

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10 Tipps für Zero Waste

zero waste einkauf
Seit Plastic Planet versuchen wir Plastikmüll so gut wie möglich zu vermeiden. Doch es geht noch mehr als das – Zero Waste! Ziel ist es keinerlei Abfall zu produzieren, der auf der Deponie landet. (Dieser Beitrag enthält Werbung).

Hier 10 Tipps für den Einstieg:

Verpackungsfrei einkaufen: Am Einfachsten geht das in Unverpackt Läden. Wien hat dabei die Nase vorn mit Lunzers Maßgreißerlei, der Greißler, der WarenhandlungElmira und Lieber Ohne. In den Bundesländern findet man Das Gramm in Graz und in Innsbruck Greenroot. Darüber hinaus werden auch in manchen Geschäften vereinzelt lose Waren angeboten. Eine super ausführliche Liste für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt’s auf Shias Blog: Unverpackt Laden Liste Wastelandrebel. Manche Dinge gibt’s auch in Bioläden, am Markt, beim Bäcker, ab Hof, etc.

Kompostieren: Auch ohne Garten kann man – frei von lästigen Gerüchen – kompostieren, z.B. mit dem Wurmkomposter mit Sitz zum selber zusammenbauen.

Nein sagen: Zero Waste bedeutet auch, sich Gedanken zu machen, was man eigentlich annimmt. Brauche ich den Werbekugelschreiber? Muß ich das Flugblatt mitnehmen oder reicht ein Handy-Foto von der Info?

Reduzieren: Ein essentieller Punkt! Hier heißt es mal ehrlich zu hinterfragen, ob ich den 27. Pulli eigentlich brauche? Statt neu zu kaufen ruhig mal ausmisten, was man nicht verwendet und das Überall, also in jedem Zimmer und jede Lade! Über die aussortierten Sachen freuen sich vielleicht Hilfsorganisationen, Flohmärkte, etc. Die Frage ist sowieso, ob man alles besitzen muß oder vielleicht tut’s auch mal das Ausleihen aus der Bibliothek oder einem Leihladen?

Schlau machen: Warum sich die Mühe machen für alles selbst eine Lösung zu finden? Es gibt tolle Zero Waste-Blogger und Communities, die weiterhelfen. Hier nur ein paar Vorschläge: Der Klassiker Zerowastehome und Trash is for tossers (beide auf Englisch). Hilfreiche deutsche Blogs sind Zero Waste Familie und Wasteland Rebel (hier geht’s zum Interview mit Shia).
Wenn du lieber was Handfestes magst, dann ich dir die Bücher von Shia Su Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün* und Bea Johnsons Zero Waste Home – Glücklich leben ohne Müll* wärmstens empfehlen.

Wiederverwenden: Weg vom Einweg, hin zu Mehrweg und Upcycling. Hier gibt’s für den Anfang Tipps für Küche und Bad. Wie wär’s mit Allesreiniger-Tüchern aus alten T-Shirts oder Kaffeesatz für die Körperpflege?

Recyclen: Wann immer möglich Produkten aus verrottbaren oder recycelbaren Materialienden Vorzug geben. Ganz wichtig ist auch das richtige Trennen von Recyclingmüll.

Selber machen: Manche Dinge bekommt man wirklich schwer unverpackt. Oft ist dann DIY die beste Wahl. Selbst gemischtes Zahnpulver oder Deo gehen schnell und einfach. Das gilt natürlich auch für’s Essen, wie z.B. hausgemachte Sonnenblumenkernbutter.

Vorbereitet sein: Wichtig ist, vor allem unterwegs für ein Essen oder einen spontanen Einkauf gerüstet zu sein. Bewährt hat sich bei uns dafür folgende Ausstattung: Stoffserviette,* Reisebesteck,  Jausenbeutel oder Lunchbox,* Trinkflasche, Stoff-Einkaufstasche und Obst- & Gemüsebeutel.*

Darüber reden: Wer weiß, vielleicht finden sich ja interessierte Mitstreiter oder man bekommt plötzlich Zero Waste kompatible Geschenke aus dem Familien- und Freundeskreis. Ich jedenfalls hab‘ mich riesig gefreut, als ich ein Geschenk hübsch in ein Geschirrtuch verpackt bekommen habe!

Auch im Urlaub kann man unverpackt einkaufen, z.B. in

Palma de Mallorca
Turin
Mailand
Brüssel

Viel Erfolg und vor allem Freude mit Zero Waste!

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DIY Putzmittel: Allesreiniger-Tücher

DIY Putzmittel BuchZum Glück verbreitet sich die Idee von Zero Waste immer mehr und da bieten sich selbstgemachte Putzmittel – großteils mit Haushaltsmitteln – perfekt an. In Ihrem Büchlein DIY Putzmittel* hat Tatiana Warchola rund 50 ihrer bewährten Rezepte -alle vegan – zusammengestellt. Die Bandbreite reicht vom Weichspüler über Scheuermilch bis zur Möbelpolitur und deckt wirklich alles ab, was man braucht.

Vorab erklärt die Autorin die Zutaten wie Kernseife, ätherische Öle und, wo man sie bekommt. Fröhlich bunt gestaltet macht dieses gelungene Büchlein Lust auf’s selber rühren. Sehr empfehlenswert! Hier gleich eine Anleitung zum Ausprobieren:

 

Allesreiniger-Tücher

Zutaten:
• ½ Tasse Wasser
• ½ Tasse Essigessenz
• 6 Tropfen ätherisches Limonen- bzw. Zitronenöl
• alte T-Shirts oder Microfasertücher (in kleine Teile zerschneiden)

1. Zutaten bis auf die Tücher in ein verschließbares Gefäß geben und kurz rühren/schütteln.

Tücher zurecht schneiden
2. Tücher hineingeben.

Tücher hineingeben
3. Vor jedem Gebrauch einmal auswringen.

Tücher auswringen

Info:
Tücher können normal in der Waschmaschine gewaschen werden und dann wieder in die Flüssigkeit gegeben werden.

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Blick ins Buch:

Details zum Buch: DIY Putzmittel. Natürlich sauber.
Autorin: Tatiana Warchola, ISBN: 978-3-99025-191-1, Bildcredits: © Christina Diwold bzw. fotolia.de

Hoffnung ist überall

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Ilona von Für eine bessere Welt hat mich zur Blogparade zum Thema Glaube-Hoffnung-Zuversicht eingeladen.

Das wird heute mal ein vollkommen anderer Blogpost als sonst von meiner Seite. Immer wieder habe ich bei meinem Blog überlegt, wie schwer die Themen sein können/dürfen, die ich anspreche. Wir sind ständig umgeben von negativen Schlagzeilen und Hiobsbotschaften und ich bin sicher nicht die Einzige, die sich davon manchmal erschlagen und ohnmächtig fühlt. Oft kommt dann der Gedanke auf: Was kann ich als Einzelne schon bewirken?

Meine Erfahrung ist, dass jeder von uns sehr viel bewirken kann und umso mehr, wenn wir uns zusammentun. Der Beweis dafür ist überall, wenn wir die Augen dafür offen halten. Hier möchte ich – völlig willkürlich von der Reihenfolge her – ein paar Erlebnisse aufzählen, die mir Hoffnung geben:

  • Kennt Ihr diese Seiten, die nur positive Nachrichten bringen? Eine tolle Idee und so tröstlich an Tagen, wo sonst einfach nichts paßt.
  • Oder die Mutmacherei? Ebenfalls eine tolle inspirierende und motivierende Seite.
  • Was dieser Tage viele gemeinsam schaffen, um den Flüchtlingen zu helfen, hat wohl jeder von uns schon mitbekommen. Ich bin von diesen Menschen unheimlich beeindruckt und gerührt, wieviel Nächstenliebe in unserem Land vorhanden ist. Ein riesiges Dankeschön an Train of Hope, um nur eine Initiative von vielen zu nennen und all‘ die anderen, die sich so engagieren.
  • Diesen Sommer in Rom hat uns jemand beim Fahrkartenautomaten die Fahrscheine geschenkt, weil wir kein Wechselgeld hatten. Einfach so…das Geld hatten wir eigentlich, aber die Geste hat uns unheimlich viel Freude bereitet.
  • An dieser Stelle möchte ich auch mal meinen Schwiegereltern und meinem wunderbaren Mann ein riesiges Dankeschön sagen, weil sie mich immer – ganz selbstverständlich – unterstützen und mir täglich vorleben was es heißt, Füreinander da zu sein. Ohne ihre Hilfe wäre Beechange nicht das, was es ist.
  • Hier in Zwettl haben wir den Verein Willkommen Mensch, der Flüchtlingen hilft. Viele, die mitarbeiten bewundere ich für Ihr selbstloses Engagement. Besonders beeindruckt mich Tamer, der für alle hier untergebrachten Flüchtlingsfamilien aus dem arabischen Raum dolmetscht. Einfach großartig!

Egal, womit man anfängt, ob kleine oder große Taten. Es liegt in unserer Hand, Teil der Veränderung zum Besseren zu sein. Deshalb auch das Motto, das ich mir für Beechange ausgesucht habe: Sei Du selbst die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst! Be(e) the change 🙂