Maroni Orangen Overnight Oats

Maroni Orangen Overnight Oats

Ein winterlich gewürztes To-Go-Frühstück mit den 5 Elementen der TCM. Zubereitungszeit 15 Minuten.

Bio-Zutaten für 2 Portionen:

100 g Haferflocken (wenn man will glutenfrei)
250 ml Wasser
150 g geschälte, essfertige Maroni* 
1/2 TL Vanillepulver
1/2 TL Zimt
1 mittelgroße Orange (unbedingt Bio, da die Schale verwendet wird!)
1 Messerspitze getrocknete Orangenschale (von der Orange)
1 EL Ahornsirup (oder andere Süße nach Wahl)

*Tipp: Für die (fast) Zero Waste Variante ca. 190 g frische Maroni kaufen, oben kreuzweise einschneiden, in eine feuerfeste Form legen und den Boden etwas mit Wasser bedecken. Die Form in den Ofen stellen und bei 220° C rund 30 Minuten backen. Darauf achten, dass immer Wasser in der Schale ist, notfalls etwas nachgießen, damit die Maroni nicht ankleben. Wenn sich die Schale wölbt und leicht ablösen läßt, sind die Maroni gar. Die Edelkastanien abkühlen lassen und schälen.

Zubereitung am Vortag:
In der Früh:

Orangenschale mit einem Zestenreißer oder Microplane abreiben. Achtung: das Weiße sollte nicht dabei sein, sonst wird’s bitter! Auf einem kleinen Teller zum Trocknen auf die Heizung stellen.
Falls Du getrocknete Orangenschale zuhause hast, kannst Du diesen Schritt auch einfach am Abend machen und die Schale als Vorrat aufheben.
Am Abend:
1. Die Orange halbieren, eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte schälen und in kleine Stücke schneiden. 
2. 50 g Maroni je nach Größe vierteln oder sechsteln.
3. Eine Messerspitze Orangenschale fein hacken. 
4. 100 g Maroni, Wasser, Orangensaft, Vanillepulver und Zimt in ein hohes Gefäß mit flachem Boden geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. 
5. Ein paar Maroni- und Orangenstücke für die Deko aufheben, den Rest mit den Haferflocken, der Orangenschale und dem Ahornsirup unter die Oatsmasse mischen.
6. Auf 2 Schraub- oder Bügelgläser aufteilen und mit den Maroni- & Orangenstückchen und etwas Orangenschale dekorieren.
7. Die Behälter verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen oder einfach heraußen lassen, wenn man die Oats nicht kalt mag.

Tipps: Wer’s lieber warm mag, kann die Oats in der Früh am Herd aufwärmen wie einen Porridge. In dem Fall die Masse am Abend nicht in 2 Gläser aufteilen. Die Maroni- und Orangenstükcke in verschiedenen Behältern aufheben, damit die Maroni nicht durchweichen und erst nach dem Aufwärmen damit dekorieren.

Zero Waste kochen mit And Soy

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich jetzt schon mit den Themen Minimalismus und Zero Waste. Denn ich habe festgestellt, dass ich weniger Besitz unglaublich befreiend finde. Deswegen habe ich lange mit mir gehadert, ob ich mir wirklich einen Kochmixer anschaffen soll, denn schließlich kann man Suppen, Pflanzendrinks oder Apfelmus auch ohne so ein Gerät zerkleinern, kochen und pürieren. Welche Gründe mich dazu bewegt haben, den AndSoy Kochmixer letztendlich doch zu kaufen, möchte ich Euch heute erzählen:

1. Müll sparen:

Die Zutaten für Pflanzendrinks, Suppen, Obstmus, Porridge & Smoothie bekommt man alle unverpackt. Obst, Gemüse und Nüsse im Bioladen oder am Markt. Getreide kann man direkt beim Bauern oder in unverpackt Läden besorgen, wo man auch gleich die benötigten Gewürze offen kaufen kann.

2. Zutaten selbst wählen & nach eigenen Vorlieben kochen:

Beim Kochen verwende ich – soweit wie möglich – biologische, regionale und saisonale Zutaten. Bei gekauften Getränken kann man die Herkunft der Zutaten oft nicht nachvollziehen. Außerdem habe ich so die Möglichkeit Drinks herzustellen, die man im Handel nicht bekommt, wie z.B. aus Hirse oder Amaranth. Super finde ich auch, dass ich entscheiden kann, wie dick oder dünn ich die „Milch“ haben möchte, ob ich sie süße oder nicht. Mengenmäßig muß man immer mindestens 1,3 l herstellen, was für einen kleineren Haushalt eine Herausforderung sein könnte. Auf Website und Facebook von AndSoy findet man immer wieder spannende Rezeptideen.

wirklich einfach zu bedienen

3. Zeitersparnis:

Besonders bei der Herstellung von „Sojamilch“ kann man mit dem AndSoy wirklich Zeit sparen. Das hilft vor allem wenn der Sojadrink für die Weiterverarbeitung zu anderen Produkten wie Tofu, Topfen (= Quark) oder Joghurt gedacht ist und man auch mal größere Mengen braucht. Die Bedienung ist total simpel, der Mixer läßt sich schnell und leicht reinigen und ist vielseitig verwendbar.

Andere Funktionen, die das Gerät beherrscht, wie z.B. Obstmus oder Congee machen, habe ich noch gar nicht probiert. Es gibt also noch einiges auszuprobieren! Gestern habe ich mich zum 1. Mal an eine Suppe mit dem Kochmixer gewagt. Praktisch ist es schon, die Zutaten einfach nur schnell klein zu schneiden, Wasser dazu zu geben, anzuschalten und fertig. Kein am Herd herumstehen, um zu schauen, dass nichts anbrennt, kein extra pürieren mehr. Jetzt kann ich die Zeit für andere Sachen nützen 🙂

4. Material & soziales Engagement:

Der Kochmixer besteht innen – mit Ausnahme des Überlaufsensors – aus Edelstahl und sowohl der Meßbecher als auch der Behälter sind aus biologisch abbaubarer Bambusfaser hergestellt. AndSoy propagiert biologische und regionale Lebensmittel und ihre Produkte werden in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Hilfswerk für Taubbline verpackt.

5. Sparpotenzial: 

Die Anschaffung des Kochmixers schlägt sich vorerst mit rund € 220. zu Buche. Im Paket sind Reinigungszubehör, Sieb, Meßbecher, Behälter und ein kleines Rezeptheft enthalten. Wenn man ihn häufig im Einsatz hat, macht sich das Gerät aber schnell bezahlt. Denn 1 l Sojadrink im Supermarkt kostet zwischen 1,50-2 €, selbstgemacht geht das um 0,30 €.

80 g Nüsse reichen für 1,3 – 1,5 l

Fazit: Ein Kochmixer ist natürlich kein Must-have. Wenn man aber – so wie ich – ohne so ein Gerät dann doch immer wieder zu Pflanzen-Drinks in Tetrapacks zurückgreift, weil die Herstellung sonst zu umständlich oder langwierig ist, macht so ein Gerät durchaus Sinn. Umso eher, je mehr man ihn einsetzt und da gibt es wirklich viele Möglichkeiten. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt, der Inhalt stammt von mir und wurde von And Soy nicht beeinflußt. Den Kochmixer habe ich mir privat angeschafft.

P.S.: Wenn Ihr jetzt auch einen AndSoy Kochmixer* haben möchtet, habe ich ein Goodie für Euch. Mit dem Gutscheincode „oneecoveganlife“ bekommt Ihr gratis ein 4-er Teller Set aus Bambus dazu. Die Teller eignen sich – unter Anderem – super für den Einsatz im Garten und zum Mitnehmen auf Picknicks.

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Selber machen macht Freude und spart Müll & Geld

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Leaf to Root: Gemüse essen von Blatt bis Wurzel + Rezept

Fotografie © Sylvan Müller, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Fotografie © Sylvan Müller, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Bereits als ich vom Erscheinen des Buches Leaf to Root* erfahren habe, war mir klar, dass ich es lesen mußte. Das Thema Gemüse restlos zu verwerten interessiert mich schon länger und bisher ist mir kein anderes so ausführliches Werk (320 Seiten!!) zu dem Thema bekannt. Das Autorentrio hat sich richtig ins Zeug gelegt und nicht nur ein einfaches Kochbuch herausgebracht, sondern ein richtiges Nachschlagewerk. (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Auch optisch ist das Buch eine Augenweide: Hochwertiges Hardcover mit matten Seiten mit ordentlicher Grammatur, 2 praktischen Lesebändchen und 150 stilvollen Farb- und sogar einigen Schwarz-Weiß-Fotos. Das Layout ist klar und sehr übersichtlich gestaltet. Der gesamte Band mit seinem – doch recht hohen – Preis von rund € 50,- wirkt edel. Gedruckt wurde das Buch in Italien, leider konnte ich keinerlei Hinweis auf nachhaltiges Papier oder Druck finden 🙁

Das Buch beginnt mit einem Vorwort der Ernährungswissenschaftlerin & Foodtrendforscherin Hanni Rützler, danach folgt eine kleine Einleitung des Autorenteams. Spannend zu lesen ist auch der Roundtable, eine Expertenrunde mit Diskussionen über Ernährungstabus, giftige Gemüseteile und Geschmacksentdeckungen.

Dann geht es mit den Rezepten los, die gemischt vegetarisch und vegan sind. Den Anfang macht das Kapitel Blatt & Kraut, in dem – unter Anderem – Karfiol-, Kohlrabi- und rote Rüben (= Beete oder auf schweizerisch Rande) Blätter, genauso wie Erbsen- und Kürbis-Triebe und sogar Karottenkraut kreativ verarbeitet werden.

Weiter geht’s mit Rezepten mit Stiel & Rippe, wie Grünkohlrippe, Fenchel-, Kohlrabi- oder Petersilien-Stiel.

Auch Haut & Haar werden hier selbstverständlich verarbeitet, von der Bananenschale über Maishaar bis zur Wassermelonenschale findet alles eine ungewöhnliche kulinarische Verwendung.

Selbst Strunk & Herz lassen sich verkochen, egal, ob Artischockenstängel, Karfiol- (= Blumenkohl), Brokkoli-, Rotkohl-, Weißkohl- oder Ananans-Strunk.

Die Verwendung von Blüte & Kern kenne ich zum Teil von meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin, aber hier werden sogar Avocado-, Papaya- und Tomaten-Kerne und sogar Rhabarberblüten genutzt!

Zum Schluß gibt’s noch Rezepte für Wurzel & Knolle: Dass man z.B. Dahlien-Knollen verkochen kann war mir völlig neu, während Frühlinszwiebel- oder Löwenzahnwurzel nicht so abwegig erscheinen.

Zwischen den Kapiteln eingestreut findet man auch noch verschiedenste Porträts, wie die diverser Köche, die sämtliche Teile verarbeiten; einem Bauern, der das anbaut, was andere am Acker liegen lassen; einer Sensorikerin und einem Lebensmittelchemiker. Besonders spannend fand ich die Vorstellung der Schweizer Jungköchin und Bäuerin Rebecca Clopath, die ihre Rezepte für alle Teile der Quitte vom Holz bis zu Blatt und sogar Asche vorstellt.

Die Rezepte im Buch erstrecken sich über eine große Bandbreite von Karottenstiel-Falafeln mit Linsen-Hummus, Brokkoliblatt Chips und Kohlrabischalen-Pickles bis zu Birnen-Fenchelstiel-Saft. Die Rezepte sind großteils eher anspruchsvoll und für geübte Köche, die Herausforderungen mögen, geeignet. Einige der Zutaten, die sogenannten „Second Cuts“, die normalerweise weggeworfen werden, kann man  wohl nur direkt beim Bauern oder aus dem eigenen Garten bekommen. Dazu kommt, dass darüber hinaus noch andere exotische Zutaten wie Kampotpfeffer, Kaffirlimettenblätter oder Annattosamen verwendet werden, die eher schwierig erhältlich sind.

Persönlich finde ich das Kompendium am Ende des Buches den spannendsten Teil überhaupt. Von Ananas bis Zwiebel wird hier aufgelistet welche Teile vom Gemüse essbar sind, wie Spitzenköche diese „Second Cuts“ zubereiten. Darüber hinaus wurden Infos aus historischen Kochbüchern zusammengetragen, genauso wie Küchentraditionen anderer Länder und einfache Kochanleitungen. Eine Inspiration für jeden kreativen Koch. Den Abschluß macht schließlich noch ein praktisches Rezeptverzeichnis.

Fazit: Leaf to Root* geht über den Umfang eines herkömmlichen Kochbuchs weit hinaus. Hier findet man als aufgeschlossener und fundierter Koch-Fan nicht nur Rezepte, sondern jede Menge Anregungen, um selbst kreativ zu werden. Die Rezepte sind großteils anspruchsvoll und auch für das selbständige Umwandeln der vegetarischen Anleitungen ins Vegane ist Koch-Erfahrung notwendig. Ein gewisses Manko für die Alltagstauglichkeit ist die Ausgefallenheit gewisser Zutaten. Wer jedoch tiefer in die Materie der „Second Cuts“ eintauchen, Zero Waste kochen möchte und offen für Neues ist, der wird mit dem Buch viel dazulernen und entdecken!

Zum Ausprobieren habe ich ein einfacheres Rezept mit Grünkohlrippen, in der Schweiz Federkohl genannt, ausgewählt:

Tempura von Federkohlrippen mit Zitronen-Soja-Dip

Fotografie © Sylvan Müller, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Fotografie © Sylvan Müller, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Tempura: 
50g helles Weizenmehl
1/3 TL Backpulver
120 g Federkohlrippen (Grünkohlrippen)
Salz
Öl zum Frittieren
Dip:
100 ml Sojadrink, zimmerwarm
2 TL Senf
2-3 TL Zitronensaft
1 TL gemahlenes Kurkuma
100 ml Rapsöl
SalzZum Anrichten:
50 g Federkohlblätter
Salz
1 Handvoll Edamame-Bohnen, enthülst, blanchiert
2 TL Chiliflocken
Fleur de Sel
Tempurateig: Das Mehl und Backpulver miteinander vermischen. 80 ml Wasser dazugeben und alles gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Den Tempurateig mindestens 1 Stunde kühl stellen.

Dip: Sojadrink, Senf, Zitronensaft und Kurkuma in einen hohen Mixbecher geben und mixen. Das Rapsöl langsam unter ständigem Weitermixen dazugeben. Den Dip mit Salz abschmecken und mindestens 30 Minuten kühl stellen.

Tempura ausbacken: Inzwischen die Federkohlrippen in etwa 5 cm lange Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser weich garen. Das Öl zum Frittieren erhitzen. Die Federkohlrippen durch den Tempurateig ziehen, im heißen Öl knusprig frittieren und auf Haushaltspapier trocken tupfen.

Anrichten:
Die Federkohlblätter in kochendem Salzwasser kurz blanchieren und mit den Edamame-Bohnen, dem Dip und den Tempura anrichten. Die Chiliflocken und das Fleur de Sel über das Gericht streuen und servieren.

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Brüssel unverpackt einkaufen

Auf meinem Weg nach England mit dem Zug habe ich in Brüssel einen Zwischenstopp eingelegt, um das vegane Essen zu verkosten und die Zero Waste Einkaufsmöglichkeiten zu entdecken.

Zuerst war ich im Chyl, der Name steht hier für Programm: CHange Your Lifestyle – CHerish Your Life! Die Kombi aus Bio-Unverpackt Laden und Café mit begrünter Terrasse findet man in der Rue de Belle Vue 62. Leider hatte das Lokal noch nicht offen, als ich dort war, aber die Beschreibung auf der Homepage klingt sehr verlockend!

Chyl, Brüssel

Im gemütlich stylish eingerichteten Geschäft findet man jede Menge unverpackte Goodies und auch viele der typischen Produkte aus anderen Bio-Läden. Da ich mittlerweile schon einige Unverpackt-Läden besucht habe, bin ich als erstes immer besonders neugierig auf Sachen, die ich sonst noch nie unverpackt gefunden habe. Im Chyl sind mir die italienischen Essige mit weißer Trüffel, Feige, Ingwer und Blutorange gleich ins Auge gestochen.

Apothekergläser

Darüber hinaus findet man jede Menge getrocknete Früchte, offenes Obst und Gemüse, Süßigkeiten, Grundnahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Reis, Zerealien und Nüsse, aber auch Putzmittel. Wer für Zero Waste noch nicht so gut ausgestattet ist, bekommt hier auch die tollen GOTS-zertifizierten Re-sacks Baumwollnetze, Edelstahl-Trinkflaschen, hübsche Apothekergläser und praktische Metallklammern.

Wenn einen der große Durst überfällt, gibt’s die Auswahl zwischendurch Smoothies in Glasflaschen und dem leckeren Quintine Bier in der Bügelglasflasche mit Einsatz drauf.

La Grainerie, veganer unverpackt Laden, Brüssel

Nicht weit entfernt, in der Rue de Tenbosch 112, ist der zweite Unverpackt Laden – La Grainerie – zwar um einiges kleiner, dafür aber komplett vegan und auch bio, was ich immer sehr praktisch finde, weil ich dann nicht bei jedem Produkt nachlesen muß, was drinnen ist. Auch hier gibt’s wieder einige Besonderheiten zu entdecken: Hefeflocken, Gomasio, getrocknete Shitake Pilze, Tamari, Buchweizenmehl (glutenfrei!), Einkornmehl, Kichererbsenmehl oder Reisessig.

La Grainerie Brüssel Zero Waste einkaufen

Darüber hinaus gibt es auch noch Nudeln, Hülsenfrüchte, Fruchtsäfte, Frühstückszerealien (wie Qinoaflocken – auch mit Schoko), lose Tees, Gewürze, Oliven- und sogar Sesamöl. Edelstahl-Thermosflaschen und Lunchboxen runden das Sortiment ab.

Dieses liebevoll eingerichtete Geschäft bietet seit knapp 2 Monaten am Wochenende auch einen wahnsinnig leckeren Brunch an…aber davon erzähle ich Euch ein andermal 🙂

Zero Waste Läden sind auf Reisen eine tolle Quelle, wenn man sich selbst versorgt oder für Snacks und auch, um sinnvolle Mitbringsel einzukaufen, statt billigem Made-in-China-Souvenir-Krimskrams. Am Besten schon vorher schlau machen, was es vor Ort gibt. Eine ausführliche Liste findet man auf bepakt.

Weihnachten Vegan Buch & Zimststern-Rezept

Weihnachten vegan Luger-BazingerIn der Adventzeit denke ich immer etwas wehmütig an die wunderschönen Weihnachten meiner Kindheit zurück…mit genug Zeit zum Basteln, in Ruhe auf Weihnachten einstimmen, Geschichten lesen und gemeinsam Kekse backen. Kein Last-Minute-Geschenke-Kaufrausch, kein Stress, nur kindliche Vorfreude und Staunen. Jedes Jahr versuche ich dieses magische Gefühl von Weihnachten wieder herzuzaubern und dabei sind vegane Weihnachtskochbücher natürlich eine großartige Hilfe 🙂 (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Claudia, vom beliebten Blog TotallyVeg, hat ihre erprobten Lieblingsrezepte in dem Buch Weihnachten vegan* zusammengestellt. Unter dem Titel „Neue beste Freunde“ stellt sie für Vegan-Einsteiger ein paar typische Zutaten wie Nußmuse, Hafercuisine und Tofu vor. Dann folgt noch ein kurzer Überblick über die notwendige Küchenausstattung für die Rezepte und schon geht’s mit Kapitel 1 los: Veganes Weihnachtsessen. Hier werden 3 Menüfolgen vorgeschlagen und die Rezepte dazu vorgestellt. Super finde ich, dass dafür kurz ein paar Tipps für den stressfreien Kochablauf gegeben werden, z.B. welche Sachen man schon am Vortag zubereiten kann. Die Speisen sind einfach, machen aber trotzdem Gusto. Wie wär’s z.B. mit Christmas Brownies, Spekulatius-Mousse, Linsenbraten oder steirischen Bruschette?

Der 2. Teil widmet sich der Weihnachtsbäckerei. Die Rezepte sind eine Mischung aus Klassikern à la Linzeraugen und Vanillekipferln und amerikanischen inspirierten wie zimtige Snickerdoodles und Peanutbutter-Cookies. Ausgefallene Zutaten sucht man hier vergeblich, was ich besonders für Neulinge sehr praktisch finde.

Im Kapitel 3 verrät die Autorin ihre Lieblingsrezepte für einen gemütlichen Brunch oder eine Adventjause. Der Großteil der Rezepte ist nicht speziell weihnachtlich und daher rund ums Jahr gekocht werden, wie Erdäpfelkas, Räuchertofuschnecken oder Kokos-Chia-Pudding. Die selbstgemachten Geschenke im 4. Teil kann man natürlich genauso gut behalten – finde ich! Der Body Scrub sticht als einziges Körperpflegeprodukt aus der Reihe, ansonsten kann man sich hier über Kokos-Karamell-Sauce, Erdnuß-Quinoa-Riegel, Marzipan-Schoko-Kastanien oder auch Taco-Gewürz freuen.

Den Abschluß machen die weihnachtlichen Drinks mit einer bunten Mischung von Süßkartoffel-Smoothie bis Eierlikör über Chai bis zu veganem „Baileys“. Gedruckt wurde das Buch in der EU, sonst konnte leider keinerlei Angaben zu einer nachhaltigen Herstellung finden – schade!

Fazit: Weihnachten vegan* ist ein hübsch gestaltetes Buch mit einfachen Rezepten. Einige davon sind – für mich – nicht speziell weihnachtlich – das hat jedoch den Vorteil, dass man sie auch unterm Jahr immer wieder mal kochen kann. Die meisten Zutaten findet man problemlos im Supermarkt, nur für Hefelocken, Kala Namak und Co. muß man wohl in einen Bio- oder Veganladen gehen. Persönlich hätte ich mir von jedem Rezept ein Foto gewünscht, da ich dazu tendiere, Rezepte ohne Foto eher nicht nachzukochen.

Ein unkompliziertes Buch für alle, die neu ins vegane Kochen einsteigen und/oder simple, aber geschmackvolle Speisen mögen. So und hier gibt’s natürlich ein Rezept zum Ausprobieren:

Zimtsterne

Zimtsterne vegan

© Michael Tewes – Fotolia

Für den Teig

1 EL Leinsamen, gemahlen
3 EL Wasser
150 g Staubzucker
1 EL Zimt
1 EL Sojamilch
100 g Mandeln, gemahlen
150 g Wal- oder Haselnüsse
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt

Für die Glasur

70 g Staubzucker, gesiebt
1 EL Sojamilch
1 Prise Zimt (optional, für weiße Glasur weglassen)Zubereitung 1. Leinsamen und Wasser gut vermischen und kurz beiseitestellen, dann mit den restlichen Zutaten für den Teig gut verkneten. Der Teig wird klebrig sein. 15 Minuten kühl stellen.
2. Die Arbeitsfläche mit Backpapier auslegen, Teig darauf legen und wieder Backpapier über den Teig geben, so ausrollen (ansonsten klebt er unglaublich). Mit einer Sternform Sterne ausstechen, sehr vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett geben und die Sterne für ca. 3 Stunden kühl stellen.

3. Ofen auf 200°C vorheizen.

4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und Sterne darauf legen, etwa 8-12 Minuten backen, die Sterne sollten an den Spitzen leicht gebräunt sein. Aus fem Ofen nehmen.

5. Nach etwa 10 Minuten die Sterne an der Unterseite mit einem Messer leicht vom Backpapier lösen und dann komplett auskühlen lassen.

6. Alle Zutaten für die Glasur vermischen und Sterne damit glasieren.

Ergibt etwa 35 Stück

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Vegan in London – Teil 2

So, hier geht’s weiter mit unserem veganen Verkostungs-Marathon…Zum Vergrößern einfach auf die Fotos klicken!

Sonntag Abend sind wir dann noch ins 222veggievegan eingekehrt. Obwohl das Lokal gute Bewertungen hat, hat es mich persönlich nicht so überzeugt. Zum Einen ist es klein und wenn es voll ist, wird es recht laut und der Charme entspricht der einer Kantine. Die Hauptspeisen waren ganz gut, die Nachspeisen konnten leider keinen von uns 3 überzeugen.

Weiter ging’s mit dem Testessen am Montag mit einem Mittagessen im Farm Girl Café gleich in der Nähe des Portobello Markets. Am Besten reserviert man hier vor, um einen der wenigen Tische drinnen zu ergattern. Hier wird auch Fleisch serviert, trotzdem wollte ich gerne herkommen, um das Coconut BLT zu probieren. Der Kokos-Speck hatte zwar nichts mit dem tierischen Pendant gemeinsam, geschmeckt hat’s mir trotzdem sehr gut. Die veganen Desserts waren leider aus, aber mein Mann kann die vegetarischen Pancakes wärmstens empfehlen!

Ich nahm das als Ausrede um direkt ins kleine Lokal Nama – Artisan Raw Foods zu gehen und ein Stück rohe Schoko-Karamell-Torte zu schlemmen. Auch die Haselnuss-Mokka-Torte am Tisch unserer Nachbarin sah sehr verlockend aus 😉 Rohkost vom Feinsten!

Für das Abendessen haben wir uns einen Tisch im Manna reserviert, das zu den gehobeneren veganen Lokalen in London gehört. Das Ambiente ist schön, die Gerichte sind kreativ und mit viel Liebe angerichtet. Wir fanden das Essen gut, hätten uns aber etwas mehr erwartet.

Im zentral gelegenen Tibits empfehlen wir Dir am Dienstag vorbeizuschauen, denn da sind alle Gerichte vegan! Die Abrechnung der Speisen vom Buffet erfolgt nach Gewicht. Wir fanden die Auswahl toll und es hat alles super geschmeckt. Definitiv eines unserer Favoriten!

Mittlerweile bieten sogar Ketten wie Pret a manger, Starbucks und Wetherspoon Pubs vegane Mahlzeiten an. Hungern mußt Du hier also sicher nicht.

Außer Essen gehen gibt es natürlich noch jede Menge andere Dinge, die man in London tun kann. Wenn Du – so wie wir – gerne fotografierst, dann haben wir hier noch ein paar Tipps für coole Foto-Locations für Dich.

Brick Lane street art, London

street art, Brick Lane

Hier geht’s zu Teil 1 mit den veganen Restaurant-Tipps für London, falls Du die noch nicht gesehen hast 🙂

P.S. Noch ein Zero Waste Tipp zum Schluß: Wir haben immer eine Lunchbox, Stoffserviette, Besteck und einen To-Go-Becher dabei. So können wir Essensreste einpacken, wenn wir nicht alles aufessen können oder auch spontan bei einem Foodtruck essen, ohne Müll zu produzieren.

London vegan – Teil 1

Endlich konnte ich mal wieder einige Tage in London verbringen – einer meiner Lieblingsstädte. Meistens recherchiere ich schon vorab, wo ich essen gehen möchte, manches ergibt sich aber auch spontan. Ach ja, zum Vergrößern der Fotos einfach draufklicken 😉

Zero Waste Pancakes am Borough Market

Zero Waste Pancakes am Borough Market

Am Samstag waren wir am Borough Market in Hackney und haben Benny’s Pancakes entdeckt, die nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei sind. Die mussten wir natürlich verkosten und haben sie uns im „Zero Waste Stil“ gleich in unsere Lunchbox geben lassen, was anstandslos funktioniert hat. Ausgerüstet mit unserem Bambus-Reisebesteck und einer Stoffserviette haben wir uns die fluffigen Pfannkuchen gleich munden lassen.

Danach ging’s weiter zur Boilerhouse Food Hall bei Brick Lane. Hier gibt’s jede Menge Auswahl für Veganer, ob äthiopisch, karibisch oder Burger. Jeder kann sich aussuchen, worauf er Lust hat und dann kann man sich gemütlich auf einem Tisch zusammensetzen.

Am Abend sind wir dann gleich bei meinem derzeitigen Lieblingslokal in Notting Hill eingekehrt. dem Farmacy. Hier paßt nicht nur die Atmosphäre und die freundliche Bedienung, das Essen ist einfach großartig! Spannend fand ich, dass hier keine Softdrinks ausgeschenkt werden. Ich habe mich für einen Rote-Rüben-Tee (= Rote Bete) mit Zimt entschieden, den ich lecker und kreativ fand. Die vegane Pizza mit hausgemachtem Sauerteig und Macadamia Kräuterkäse war mit Abstand die beste vegane Pizza, die ich je gegessen habe. Unbedingt probieren! Den leckeren Farmacy Burger mit schwarzen Bohnen und Goji Ketchup kann man auch in glutenfreier Variante bestellen. Zu Begeisterungsstürmen hat mich auch das Nice Cream Brownie Sundae hingerissen.

Den Sonntag haben wir dem Besuch des Vegfests (worüber ich in einem späteren Post mehr erzähle) gewidmet. Dort konnten wir die Cupcakes von Miss Cupcake probieren (gut, aber super süß!), die man normalerweise in ihrem Café Brixton bekommt. Noch besser haben uns  allerdings die Cupcakes von Rubys of London geschmeckt, deren Backwerk man an Wochenenden am Greenwich Market erstehen kann.

Nachdem ich die glutenfreien, clean eating Rezepte von Deliciously Ella gerne mag, wollte ich unbedingt in Ellas Lokal Mae Deli gehen, von dem es bereits zweit Standorte gibt. Mir gefällt hier besonders, wie kreativ und nachhaltig mit den Küchenabfällen umgegangen wird! Das Essen hat uns auch gut geschmeckt, allerdings ist es recht teuer.

Noch mehr Lokale verrate ich Dir im zweiten Teil Vegan in London

Wenn du, so wie wir, gern fotografierst, dann schau‘ dir doch mal unsere Foto-Location Tipps für London auf unseren Foto-Reise Blog Fotonomaden.com an 🙂

Regionale Winterküche: Hagebuttenketchup Rezept

© Daniela Friedl aus "Regionale Winterküche", Verlag E. Ulmer

© Daniela Friedl aus „Regionale Winterküche“, Verlag E. Ulmer

Jeden Winter tu‘ ich mir auf’s Neue schwer damit, wirklich regional und saisonal zu kochen. Eigentlich unglaublich bei der riesigen Menge an Rezepten, die ich habe. Tatsache ist jedoch, dass viele Rezepte und Kochbücher einfach nicht auf Regionalität oder Saisonalität zu achten. Gemüse wie Kohlsprossen und Schwarzwurzel kommen da eher selten vor. (Dieser Beitrag enthält Werbung).

Umso mehr war ich auf das neue Buch Regionale Winterküche* von Miriam Emme und Daniela Friedl gespannt, da ich schon von Vegane Versuchung begeistert war. Den Anfang macht ein Info-Teil, in dem die typischen Winterzutaten näher vorgestellt werden. Hier erfährt man sowohl Geschichtliches, als auch gesundheitliche Vorzüge von Kohl, Wurzelgemüse & Co. Beim  1. Kochkapitel geht’s mit 9 Rezepten für Suppen und Salate los, dann folgen schon die Hauptspeisen. Die Gerichte im Buch fallen großteils in die Kategorie einfache Hausmannskost, wie Fladen, Schupfnudeln, Ofengemüse oder gefüllte Knödel. Dafür werden Kraut- und Kohlsorten, Zwiebel- und Wurzelgemüse, als auch Kürbis und Vogerlsalat (= Feldsalat) verwendet.

Unerwartet groß ist der Teil für Süßes ausgefallen mit einem Fokus auf Mehlspeisen, wie Maronitarteletts oder Kürbiskuchen. Den Abschluß machen Rezepte für Geschenkideen wie Chutney, Gewürzmischungen und Schmalz. Im Anhang findet man einen nach Zutaten sortierten Index und ein paar Tipps für den Einkauf veganer Produkte.

Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Buch mit hübschen Fotos und einem bodenständigen Touch. Persönlich hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf pikante Gerichte gewünscht, da ich diese schwieriger im Winter umzusetzen finde als Süßspeisen. Aufgefallen ist mir auch, dass viele der Rezepte glutenhaltiges Getreide beinhalten. Daumen hoch dafür, dass das Buch in Deutschland gedruckt wurde, sonstige Angaben bzgl. nachhaltiger Herstellung (wie etwa zum verwendeten Papier) konnte ich leider keine finden. Da gibt’s andere Verlage, die hier auf den 1. Blick schon weiter sind. Die Idee eines regionalen, saisonalen und veganen Winterkochbuchs finde ich jedenfalls großartig und bestimmt kann jeder aus Regionale Winterküche* noch neue Ideen und Kochrezepte mitnehmen.

Zum Ausprobieren gibt’s diesmal einen Ketchup, leider ohne Rezept für die benötigte Marmelade – ich hab‘ Euch aber eins dazu verlinkt 🙂

Hagebuttenketchup

© Miriam Emme aus "Regionale Winterküche", Verlag E. Ulmer

© Miriam Emme aus „Regionale Winterküche“, Verlag E. Ulmer

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Für 1 Glasflasche à ca. 200 ml

Zutaten:

1 große Zwiebel
Öl zum Braten
300 g Hagebuttenmarmelade (hier gibt’s ein relativ einfaches Rezept zum Selbermachen)
50 ml Apfelessig
1/4 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL Salz
2 EL Zucker
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen
  2. Die Hagebuttenmarmelade, Apfelessig, Karadmom, Salz und Zucker dazugeben. Gut umrühren und aufkochen lassen.
  3. Das Ganze 5 Minuten unter Rühren kochen lassen.
  4. Das Ketchup noch heiß in eine heiß ausgespülte, verschließbare Glasflasche füllen. Im Kühlschrank ist es 4 bis 6 Wochen haltbar.

Das Ketchup kann z.B. mit Zwiebelblume oder Schupfnudeln serviert werden, beide Rezepte findet man im Buch.

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Nachhaltige Adventkalender & sinnvolle Geschenk-Ideen

Seit Jahren sind mir die Geschenk- und Müllorgien rund um die Advent- und Weihnachtszeit ein Graus. Umso toller finde ich, dass es mittlerweile schon so viele schöne und nachhaltige Alternativen gibt. Ein paar meiner Lieblinge habe ich Euch heute zusammengestellt.

Für Aktive, die Musik, Sprachen, Bewegung und gutes Essen lieben:
Workshop bei KAMA: Egal ob Trommeln, Bauchtanz, afghanisch kochen, Spanisch oder Yoga. Bei den von Asylsuchenden oder MigrantInnen geführten Workshops ist für jeden etwas dabei. Das Kursprogramm ist je nach Bundeshauptstadt in Wien, Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck oder Klagenfurt anders. Schnapp‘ Dir Deine beste Freundin, Deinen Liebsten oder Deinen Opa und macht gemeinsam einen Kurs. Das Angebot ist kostenlos, mit einer freiwilligen Spende in beliebiger Höhe macht man den Workshop-Leitern jedoch bestimmt eine Freude!

Für Gourmets:
Chutney, Senf, Sirup & Co. aus geretteten Lebensmitteln gibt’s z.B. bei Unverschwendet in Wien oder Flotte Lotte im Waldviertel.

Liebevolle, handgemachte Köstlichkeiten von Flotte Lotte

Liebevolle, handgemachte Köstlichkeiten von Flotte Lotte

Für Kirsch-Liebhaber und Selberpfücker:
Eine Patenschaft für einen Bio-Kirschbaum zum selbst ernten von Kirsch‘ Me im niederösterreichischen Schrattenthal.

Für Tee-Aficionados:
Individuell zusammenstellbares Sonnentor Probier‘ Mal Tee-Set mit persönlicher Widmung. Besonders gut finde ich die nachhaltigen Verpackungsmaterialien aus kompostierbaren Cellulose-Fasern und Papier.

Tees individuell zusammenstellen und mit persönlicher Widmung versehen! © Sonnentor

Tees individuell zusammenstellen und mit persönlicher Widmung versehen! © Sonnentor

Ein Klassiker ist natürlich auch der Sonnentor Probier‘ Mal Tee-Adventkalender mit 24 verschiedenen Sorten.

Tee-Adventkalender © Sonnentor

Tee-Adventkalender © Sonnentor

Für Gartenfreunde: 
Bio-Saatgut Adventkalender von Gartenpaten: Dieser liebevoll gestaltete Adventkalender wurde auf FSC-zertifiziertem Papier klimaneutral gedruckt. Bestückt ist er mit lauter samenfesten Sorten von Bantam Mais bis Eiszapfen Radieschen und Schönbrunner Gold Andenbeeren. Das Saatgut ist in Säckchen aus recyceltem Plastik verpackt (ab nächstem Jahr wird der Adventkalender komplett plastikfrei sein!)

Bio-Saatgut Adventkalender von Gartenpaten

Bio-Saatgut Adventkalender von Gartenpaten

Wer – so wie ich, mehr hat, als er braucht – freut sich bestimmt über ein Geschenk, das Gutes für andere tut!

Für Klimaschützer:
Verschenke Bäume für die Zukunft mit Plant for the planet.

Für Menschenfreunde:
Schenke Leben mit einem Filter für sauberes Trinkwasser von World Vision. Dieses Geschenk ist auch steuerlich absetzbar!

Für Tier-Fans:
Eine Patenschaft für eine gerettete Kuh von Rinderwahnsinn ist ein perfekter Anlaß für einen Besuch im wunderschönen Waldviertel.

Wessen Herz – wie das meine – besonders für Afrika und seine Wildtiere schlägt, der wird sich über eine Elefanten-Patenschaft vom Sheldrick Wildlife Trust freuen.

Werde Elefantenpate! © Sheldrick Wildlife trust

Werde Elefantenpate! © Sheldrick Wildlife trust

Noch mehr Ideen für eine nachhaltige Adventzeit findet Ihr hier und auch Weihnachten ist nicht mehr so weit,. Wenn Ihr schon jetzt für ein grünes Fest vorausplanen wollt, gibt’s hier Ideen.

Tier-Projekt in Costa Rica Volunteering

WaschbärLange hab‘ ich davon geträumt, heuer hab‘ ich’s endlich gemacht- als Volunteer mit Tieren gearbeitet! Nach langer Recherche habe ich mich für das Alturas Animal Sanctuary bei Dominical in Costa Rica entschieden.

Zwergstachelschwein Baby

Mexkianisches Zwergstachelschwein Baby

Ganz wichtig bei der Auswahl des Projekts war mir, dass dort professionell gearbeitet wird. Besonders in Costa Rica gibt es unzählige Projekte, die Tieren angeblich helfen, viele werden allerdings von relativ ahnungslosen Laien geführt. Mich haben einerseits die zahlreichen positiven Bewertungen, als auch die Tatsache, dass hier in Alturas mit Fachleuten gearbeitet wird, überzeugt.

Papageien Costa Rica

Zum Einen hat das Projekt eine großartige Tierärtzin und zum Anderen ausgebildete Wildtierpfleger mit langjähriger Erfahrung. Besonders das unglaubliche Engagement der Angestellten, die viel von ihrem Privatleben für den Job opfern, hat mich sehr beeindruckt.

Klammeraffe Costa Rica

Geoffroy Klammeraffe

Die Arbeiten, die man als Volunteer verrichtet, hängen von der eigenen Erfahrung und Ausbildung ab. Wenn man keinerlei Vorkenntnisse hat, macht man hauptsächlich die Käfige sauber. Trotzdem ist das eine Aufgabe, die mir Freude gemacht hat, weil man unmittelbar mit den Tieren arbeitet und die Profis entlastet. Darüber hinaus durfte ich Futter für die Tiere vorbereiten und die Gehege mit neuem Grünzeug oder Ästen zum Klettern ausstatten. Bei Alturas gibt es den Bereich der Tierklinik und Quarantänestation. Hier sind alle Tiere, die neu ankommen, krank oder verletzt sind oder wieder ausgewildert werden.

Nasenbär

Nasenbär

Dann gibt es noch das Sanctuary, das auch für geführte Touren (sehr empfehlenswert!) für Besucher geöffnet ist. Hier leben Tiere, die aus unterschiedlichen Gründen normalerweise nicht mehr in die Freiheit entlassen werden können. Faultiere, die als Babies nach Alturas kommen, müssen ihr ganzes Leben hier verbringen, da sie nicht mehr lernen können, welches Futter sie in freier Natur fressen sollen, etc. Viele der Bewohner von Alturas sind auch ehemalige konfiszierte, illegale Haustiere, wie Vögel oder Affen.

Faultierbaby

Zweizehenfaultier-Baby

Der Preis für die Teilnahme am Projekt ist im Verhältnis zu anderen recht niedrig. Unter gebracht werden die Volunteers in einem eigenen kleinen Haus mit Doppelzimmern, gleich neben der Quarantäne Station. Inkludiert sind die Unterkunft und das Essen, das man sich selbst kocht. Wer es gerne luxuriöser mag, kann sich auch im angeschlossenen Villas Alturas 5* Hotel mit wunderschönem Pool einquartieren. Im dazugehörigen Restaurant kann man nicht nur lecker essen, sondern auch tropische Cocktails genießen. Vegane Speisen sind keine auf der Karte, manches läßt sich auf Wunsch aber sicher veganisieren. Die Volunteers sind meistens eine internationale und auch altersmäßig bunt gemischte Truppe, was ich ebenfalls sehr nett fand.

Mindestaufenthaltsdauer im Projekt ist eine Woche. Sinnvoller ist es natürlich, wenn man länger bleibt, da es für die Angestellten ein Aufwand ist, die Volunteers einzuschulen. Auch als Helfer fühlt man sich erst nach einer gewissen Zeit sicherer bei den Arbeiten und im Umgang mit den Tieren. Ich selbst war 2 Wochen im Projekt.

Ameisenbär Junges Costa Rica

Ameisenbär-Baby Luna – ein absoluter Liebling von mir!

Um den weiten Flug halbwegs zu rechtfertigen, sollte man mindestens 3 Wochen im Land bleiben. Optimal fand ich die Kombination von Projekt-Arbeit und Rundreise. Obwohl wir viel Glück bei der Wildtierbeobachtung auf unserer Reise hatten, bekommt man viele der Tiere, die man in Alturas sieht, so in freier Wildbahn sehr schwer zu Gesicht. Die Arbeit in Alturas könnt Ihr auch auf Facebook verfolgen 🙂

Auf unserem Foto-Reise Blog Fotonomaden.com findet ihr Tipps für Tierfotografie und Locations Teil 1 und Teil 2 Tierfotografie in Costa Rica.