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Mailand: Ein eco-veganer Städtetrip, den Du Dir gönnen solltest!

Ist Dein nächster großer Urlaub noch in weiter Ferne? Hast Du das Gefühl, dass Du mal für ein paar Tage aus Deinen vier Wänden raus musst? Dann gönn‘ es Dir und zisch‘ einfach mal für ein Wochenende nach Mailand…ganz ohne zu fliegen! Wenn Du dann vor Ort auch noch Müll vermeidest und vegan isst, kannst Du Dir mit gutem Gewissen ein Stück nachhaltige Mailänder Mode mit nachhause nehmen, aber alles der Reihe nach! (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Umweltfreundliche Anreise 

Am Bequemsten ist es natürlich, wenn man nicht selbst hinter dem Steuer sitzen muß, sondern sich chauffieren läßt 😉 Eine nachhaltige Alternative ist da auf alle Fälle der Zug. Persönlich reisen wir gerne mit den Nightjets der ÖBB. So kommst Du billig und bequem über Nacht in rund 10 Stunden nach Mailand. Eine Strecke gibt’s ab € 39,-. Einsteigen kannst Du in verschiedenen Bahnhöfen entlang der Strecke von Wien über Niederösterreich, Steiermark und Kärnten. Eine andere Möglichkeit ist die Strecke von München über Rosenheim und Salzburg. Genaue Infos und Tickets bekommst Du hier. Natürlich kannst Du auch untertags fahren, wenn Du gerne die Gegend anschaust und mehr Zeit hast!

Auch Fernbusse haben eine erstaunlich gute Klimabilanz! Wenn Du lieber Bus fährst, findest Du hier verschiedene Bus-Anbieter und Infos.

Sightseeing, Schlafen und Shoppen

Wir sind große Fans von AirBnB! Einerseits, weil wir keine anonymen Hotelzimmer mögen und andererseits, weil man dann oft in spannenden Gegenden wohnt, wo sonst nur Einheimische sind. Als Veggie & Veganerin finden wir es auch praktisch eine Küche zur Verfügung zu haben, um uns selbst versorgen zu können.

Sichere Dir hier € 20,- Reiseguthaben bei AirBnB* für Deine erste Übernachtung (das natürlich auch für andere Destinationen als Mailand gilt!).

Wenn Du nachhaltig und grün unterwegs sein willst, findest Du viele tolle und hilfreiche Tipps auf milanorganica, angefangen von Fahrradtouren, Eco-Hotels, Bio-Märkten und nachhaltigen Fashion-Labels.

Zero Waste Einkaufen in Mailand

In Mailand gibt’s da ein großartiges Geschäft dafür vom Effecorta Netzwerk, denn 90% aller Produkte kommen aus einem Radius von 70 km und sind unverpackt! Hier bekommst Du frisch gebackenes Brot und Gebäck, offene Pasta und jede Menge trockene Lebensmittel aus Spendern. Als Urlaubs-Mitbringsel habe ich mir hier schwarze Kichererbsen gegönnt, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Selbst Henna und Olivenöl kann man sich hier selbst abfüllen!

Wir wohnen meistens in AirBnB Unterkünften mit eigener Küche. Dann sind solche unverpackt Läden ideal zum selbst versorgen. Manche Sachen lassen sich auch super mit nachhause nehmen, wie z.B. offene getrocknete Tomaten, die ich einfach in wiederverwendbaren Bio- Stoffbeutel* stecke. Wer das Leitungswasser in Italien nicht trinken mag, hat bei Effecorta auch die Möglichkeit, sich das Trinkwasser beim Automaten in eigene Flaschen abzufüllen, auch außerhalb der Öffnungszeiten.

In Mailand gibt es außerdem noch einen Zero Waste Laden von Negozio Leggero. Wir haben uns die Filialen in Turin näher angeschaut und auch bei Negozio Leggero gibt es viele spannende Sachen zu entdecken, denn jedes unverpackt Geschäft ist anders!

Vegan Essen in Mailand

In Mailand hat man als VeganerIn die Qual der Wahl. Wir haben uns eine bunte Mischung aus fine dining, Fast Food und Süßem gegönnt.

Bist Du ein Fastfood-Junkie? Dann wirst Du Flower Burger lieben! Du hast die Wahl zwischen dem ungewöhnlichen schwarzen Burgerbun mit Kohle, einem gelben mit Kurkuma oder einem 7-Korn-Laibchen. Die Patty Basis besteht Kichererbsen oder Seitan. Abgerundet werden die Burger mit leckerem Veggie-Käse, Saucen, Gemüse und großen Pommes Frittes. Auch die Nachspeise – in unserem Fall ein Schokokuchen – hat sehr gut geschmeckt.

Wenn man in Italien ist, führt einfach kein Weg am Eis vorbei. Gleich in der Nähe von Flower Burger mussten wir daher bei der Gelateria Latte Neve Halt machen. Hier gibt es ein paar wenige, aber leckere vegane Eis-Sorten, wie Schoko und Haselnuss.

Wenn Du Dir etwas Besonderes gönnen möchtest, dann können wir Dir das Restaurant Ghea definitiv empfehlen. Am Besten Du reservierst einen Tisch im Vorhinein, zu Mittag geht das relativ einfach. Die Präsentation der Speisen ist wunderschön und das Essen war ein echtes Geschmackserlebnis. Für das 5-Gänge Menü haben wir € 40,- pro Person bezahlt, aber sieh‘ selbst!

Carob-Haselnusskuchen mit Zitronen-„Butter“-Creme – das Dessert des veganen 5-Gang-Menüs im Ghea

Leider war unsere Zeit in Mailand viel zu kurz, aber es gibt noch jede Menge anderer Veggie Lokale zu entdecken. Ich recherchier immer gerne schon vorab auf Happy Cow, wo ich hingehen möchte, denn Vorfreude ist die schönste Freude!

Warst Du schon in Mailand? Was ist Dein Geheimtipp für die Modemetropole Italiens?
Du kennst Mailand schon? Dann fahr‘ doch nach Rom, ein weiteres City Highlight für Veganer!

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, zahlst du keinen Cent mehr,  aber ich bekomme eine kleine Provision. Damit ermöglichst du mir das Betreiben des Blogs. Herzlichen Dank! 🙂

Die Initiative: Und jetzt retten WIR die Welt!

Du würdest gerne etwas dazu beitragen, damit die Welt ein Stückchen besser wird, weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst? Dann habe ich heute genau das Richtige für Dich! Die beiden deutschen Journalisten Ilona Koglin und Marek Rohde haben ein großartiges Projekt ins Leben gerufen: Und jetzt retten wir die Welt!

Zur Initiative gibt es eine tolle, interaktive Website, Videos auf Youtube und – um immer am aktuellen Stand zu bleiben und sich mit anderen „WeltretterInnen“ auszutauschen – stehen auch Facebook, Twitter und der monatliche Newsletter zur Verfügung. Auf der Website gibt es verschiedenste Aktionen zum Mitmachen oder Du kannst auch selbst Aktionen einbringen. Für jede Aktion, die Du durchziehst, kannst Du Weltretterpunkte sammeln. Ziel der Kampagne sind 1 Million Weltretterpunkte.

Ein Blick auf die fröhlich bunte Homepage der Initiative

Ergänzend oder alternativ, ganz nach eigenem Geschmack, gibt es zur Kampagne auch ein Buch, das mich persönlich rundum begeistert hat. Du würdest gerne wissen warum, denn es gibt ja schon verschiedenste Bücher zu dem Thema? Ich verrat’s Dir!

Zum Einen spricht mich die Aufmachung total an. Das Buch ist mit dem höchsten Standard für Ökoeffektivität, dem Cradle to Cradle Silver Zertifikat, ausgezeichnet und wurde in Österreich (!) bei Gugler gedruckt. Das Layout, mit den unterschiedlichen Farben für die einzelnen Kapitel und den vielen Infografiken, ist übersichtlich, ansprechend und viel fröhlicher gestaltet als ein trockenes Sachbuch.

Zum Anderen überzeugt mich auch der Inhalt. Den Aufbau finde ich sehr durchdacht und logisch. Hier folgt das Buch den 6 Schritten von Laotse:

  • Verändere Dich! Hier geht es um Deine Haltung, Deinen Körper, Dein Essen und Deine Kleidung
  • Verändere Dein Haus! Dieses Kapitel widmet sich dem Einrichten, Haushalt und Wohnen
  • Verändere Deine Straße! Im 3. Kapitel geht es um Nachbarn, Grünes pflanzen und Tierrechte
  • Verändere Deine Stadt! Dieser Punkt  hilft Dir mit den Themen Mobilität, Arbeit und Konsum
  • Verändere Dein Land! Hier liegt der Schwerpunkt auf Geld, Politik und Kultur
  • Verändere die Welt! Zu guter Letzt geht es um’s Reisen und globales Denken

Im Buch findest Du über 460 Tipps zu verschiedensten öko-sozialen Projekten, Organisationen und Medien. Die Infografiken decken die wichtigsten 18 Themen Deines Alltags ab und die Step-by-Step Anleitungen helfen Dir, die Ideen gleich umzusetzen. Die Interviews und Erfahrungsberichte runden die gut aufbereiteten Infos ab.

Anschauliche Icons und bunte Farben lockern den Text auf

Das Buch aus dem Kosmos Verlag erhältst Du bei Deinem Lieblingsbuchhändler mit der ISBN 978-3-440-15189-1 um rund € 20. Es gibt auch eine e-Book Variante

Selten hat mich eine Initiative oder ein Buch zum Thema persönlicher und globaler Wandel dermaßen begeistert. Habe ich es geschafft, auch Dich zu motivieren beim Welt retten dabei zu sein? Ich hoffe es! Viel Freude dabei! Ich versprech‘ Dir, es fühlt sich richtig gut an 🙂

 

5 einfache Tipps für saisonale Winterküche

Tust Du Dir schwer, im Winter saisonal zu kochen? Hast Du das Gefühl, dass die Auswahl so klein ist und Du immer die selben 3 Gemüsesorten ißt? Mir ist es bis jetzt auch so gegangen, aber dieses Jahr klappt es schon viel besser! Hier sind meine Tipps für Dich, wie auch Du es schaffst, Abwechlsung in den Speiseplan zu bekommen und trotzdem saisonal zu essen:

Tipp 1: Nütze einen Saisonkalender & schau‘ was Dein Bioladen im Winter führt!
Druck‘ Dir die übersichtlichen Saisonkalender von Gute Küche für Obst und Gemüse aus und häng‘ sie Dir in der Küche auf. So hast Du sie immer im Blick, wenn Du Deine Mahlzeiten planst. Der Saisonkalender für die Hosentasche ist super praktisch, um Dir beim nächsten Einkauf zu notieren, was Dein Bioladen vom Saisongemüse wirklich führt.

Tipp 2: Bestell’ Dir ein regionales Gemüsekisterl!
Eine Übersicht der österreichischen Biokisterl-Anbieter gibt es von der Umweltberatung. Hier findet Ihr ein Beispiel eines Regionalkistls von Adamah. Aktuell bekommt man da z.B. Kräuterseitlinge, Gelbe Rüben, Karotten, Knoblauch, Kresse, Pastinaken, Peterwurzen, Sellerie und Zwiebel.

Tipp 3: Vergrößere die Vielfalt in Deiner Vorratskammer – besonders im Winter!
Es muß nicht immer alles frisch sein. Im Winter kannst Du Deine Vorratskammer mit eingelegten Leckerbissen aufwerten. Toll eignen sich:

  • Getrocknete Früchte in den Frühstücksbrei, ins Curry oder auch in Wintersalate
  • Eingelegte Salate, wie Kraut-, Zucchini-, Karotten-, Sellerie-Salat
  • Eingelegtes Gemüse & Chutneys
  • Eingelegtes Obst in Form von Kompott oder Fruchtmus
  • Pesto, wie wär’s mit selbstgemachtem aus Karotte, Kürbis oder Rote Rübe (= Rote Bete)?
  • Fermentiertes wie Sauerkraut oder Kimchi sind super gesund wenn sie nicht pasteuriesiert sind!
  • Chutneys

Diese Orte eignen sich zum Einkaufen, um Deinen Winter-Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten:

Tipp 5: Erweitere Deine Rezept-Sammlung, um das ganze Jahr saisonal zu kochen!
Es gibt jede Menge saisonale Rezepte, die sich für die Wintermonate eignen. Hier hab’ ich schon ein paar passende Rezepte für Dich zusammengestellt:

Aquafaba Schokomousse mit Birne

Noch mehr Rezepte für die kälteste Jahreszeit findest Du in dem Buch regionale Winterküche, das ich hier vorgestellt habe.

Fündig wirst Du auch, wenn Du konkret nach Rezepten für ein Wintergemüse auf veganen Foodblogs suchst. Hier ist einer Favoriten: Apfel-Rotkraut-Bulgur mit Orangendressing von Bissen für’s Gewissen

Tipp für das neue Jahr: Dir macht DIY Spaß? Dann leg’ Dir für nächsten Winter einen selbstgemachten Vorrat an Köstlichkeiten an! Pflücke im Frühling Bärlauch und mach‘ Bärlauchpaste, sammle Beeren und friere sie ein, mach’ Kompott, Salat, Chutneys… Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! 🙂

Wie geht es Dir mit dem saisonalen Kochen im Winter? Hast Du ein Lieblingsrezept? Ich freu‘ mich, wenn Du es mir hier verrätst 🙂