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Pop-Up Market im Freiraum

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Kommendes Wochenende findet nochmals der Pop-Up Market im Kellergewölbe des Café Freiraum auf der Mariahilferstraße 117 statt. Von 12-20 Uhr kannst Du bei den Verkaufsständen mit fairen und teils auch biologischen Produkten zuschlagen. Wir waren letztes Wochenende vor Ort und haben uns für Dich umgeschaut.

Unter Anderem sind folgende Labels vor Ort:

  • sorgsam mit bunten Taschen aus Moskitonetzen von Smateria und coolen Tablet- und Smartphonehüllen aus Fahrradschläuchen von Heidenspass – unser Lieblingsstand!
  • Biotiful mit Naturkosmetik. Unbedingt einen Konjac-Schwamm kaufen und ausprobieren!
  • Better B Good mit fairen Bio-Shirts (Update 2018: Das Label gibt es leider nicht mehr)
  • Süße Kindermode von Lou&dejlig und buntwäsche mit GOTS-Zertifizierung
  • Isabella von Gwandleichen macht alte Kleidungsstücke wieder stylish – super Idee!
  • Kopfarbeit stellt faire handgemachte Beanies her und unterstützt auch noch soziale Projekte – Hut ab!

Viel Spaß beim fairen shoppen!

Interview mit ‚La Veganista‘ Nicole Just

Im letzten Post habe ich das Kochbuch ‚La Veganista‘ vorgestellt. Heute freue ich mich, Dir ein Interview mit der Autorin dieses leckeren veganen Kochbuchs, Nicole Just, präsentieren zu können!

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Karin: Anfang Februar 2013 ist Dein 1. Kochbuch ‚La Veganista’ im GU Verlag erschienen. Herzliche Gratulation! Mittlerweile gibt es viele vegane Kochbücher auf dem Markt. Was hat Dich dazu bewogen noch ein weiteres beizusteuern und was erhoffst Du Dir davon?

Nicole Just: Ich finde, es kann nie genug vegane Kochbücher auf dem Markt geben! Mein Kochbuch soll vegane Küche jedem interessierten Menschen zugänglich machen. Unabhängig davon, ober er schon einmal vegan gekocht oder gegessen hat, oder, ob er überhaupt kochen kann. Das Buch ist in seiner Rezeptauswahl darum sehr breit: Du findest neben Basics viele einfache Rezepte, aber auch solche, die für besondere Anlässe geeignet sind.

Karin: Dein Kochbuch gibt es auch als E-book mit ein paar ganz besonderen Features. Kannst Du die kurz beschreiben?

Nicole Just: Das E-Book enthält Videos zur Warenkunde und einige Video-Tutorials. Darüber hinaus findet man auch noch ein Zusatzrezept, das in der Printversion nicht erhältlich ist. Und natürlich gibt es unzählige Bildergalerien, Step-by-Step-Fotoanleitungen und eine interaktive Einkaufsliste.

Karin: Welche Tipps kannst Du, aus Deiner eigenen Erfahrung, den Lesern von lebeliebernachhaltig.com für den Start in einen veganen Lebensstil geben?

Nicole Just: Zunächst einmal: Ganz entspannt an die Sache herangehen. Ich bin zwar von einem Tag auf den anderen vegan geworden, aber ich habe die Veränderung als Experiment betrachtet. Und auch, wenn ich insgeheim schon wusste, dass ich für immer vegan sein werde, hat mir das eine Menge Druck erspart. Wem ein radikaler Umstieg zu drastisch ist, der kann sich einem veganen Leben auch Schritt für Schritt nähern: Ein veganer Tag in der Woche ist nicht schwer und kann leicht auf zwei oder drei Tage ausgedehnt werden. Zu Beginn ist es außerdem gut, die Vorratsschränke aufzuräumen und alle Produkte, die man in Zukunft nicht mehr essen möchte, zu verschenken.  Und dann beginnt das Abenteuer erst richtig: Als ich vegan wurde, habe ich viel Zeit im Supermarkt verbracht. Es gibt so viel Neues zu entdecken!

Karin: Du bist mit einer stark fleischlastigen Ernährung aufgewachsen (Dein Opa war ja Fleischhauer und Jäger). Was hat Dir in der Anfangszeit geholfen, wenn Du ganz stark Gusto auf Fleisch oder z.B. Käse hattest?

Nicole Just: Ich habe sehr viele Familienrezepte veganisiert. Das ging bei einigen Rezepten so gut, dass ich es selbst kaum glauben konnte. Der Gulasch und die Rouladen nach Rezepten meiner Großeltern sind wunderbar vegan herzustellen und auch im Buch vertreten.  Darüber hinaus habe ich mich durch sämtliche Sorten veganen Käses probiert. Mittlerweile brauche ich aber nur noch selten pflanzlichen Käse. Und wenn, dann meistens nur selbstgemachten Frischkäse aus Cashewnüssen und Mandeln. Das Rezept ist ebenfalls im Buch zu finden.

Karin: Wie hat Deine Familie Deine Ernährungsumstellung aufgenommen und womit hattest Du da zu kämpfen bzw. was hat Dir geholfen Deinen Veganismus durchzusetzen?

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Nicole Just: Meine Familie war geschockt. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass ich das überleben werde. Fragen wie „Woher bekommst du die nötigen Nährstoffe?“ und „Was isst du jetzt überhaupt noch?“ waren vorprogrammiert. Viel Überzeugungsarbeit leistete nicht zuletzt mein Blog vegan-sein.de, den auch meine Eltern regelmäßig lesen. (Tipp von LLN: Auf Nicoles Blog findest Du auch viele leckere Rezepte!)

Karin: Das Vorurteil, dass man sich vegan nicht ausgewogen ernähren kann hält sich hartnäckig. Worauf man bei veganer Ernährung achten muß, um rundum gut versorgt zu sein würde den Rahmen Deines Kochbuchs sprengen. Hast Du diesbezüglich hilfreiche (Literatur-) Tipps?

Nicole Just: Das Internet war am Anfang diesbezüglich eine wertvolle Stütze. Man findet bei PETA, auf den Seiten des Vegetarierbunds Deutschland und auf vielen anderen Seiten sehr wertvolle Tipps zum Thema „Mangelerscheinungen“. Und ich kann die Seite der Albert Schweitzer Stiftung empfehlen.

Wer humorvoll in das Thema einsteigen will, sollte Karen Duves „Anständig essen“ lesen. Und sehr zu empfehlen ist das Buch „Kein Fleisch macht glücklich“ von Andreas Grabolle, das erst kürzlich vom VEBU zum Sachbuch des Jahres ausgezeichnet wurde.

Karin: Wie funktioniert das, wenn Du als Veganerin bei Nichtveganern zum Essen eingeladen bist oder ein Business-Meeting hast?

Nicole Just:  Das ist eine gute Frage, denn zu Beginn meiner Ernährungsumstellung war das nicht einfach, weil viele nichts damit anfangen können. Ich habe auch sehr gute Erfahrungen gemacht: Viele Freunde und Bekannte lassen sich gern auf ein Experiment ein. Da ich aber selbst gern Gäste bekoche, lassen sich die meisten Menschen auch sehr gern von mir zu Essen einladen. Und glücklicherweise findet man in fast jedem Restaurant mindestens ein veganfreundliches Gericht. Und wenn nichts mehr geht, gibt es überall Salat.

 Karin: Wie versorgst Du Dich unterwegs, wenn Du spontan Hunger hast oder essen gehen willst, wenn Du in einer Stadt bist in der es keine so gute vegane Versorgung wie in Berlin gibt? Hast Du da ein paar Tipps?

Nicole Just:  Wenn man unterwegs ist und nichts dabei hat, reicht ein Gang in den Supermarkt oder Bioladen: Dort gibt es Nüsse, Datteln, vegane Kekse und mittlerweile auch oft vegane Snacks aus Weizeneiweiß. Und in vielen Restaurants gibt es Salate oder Beilagen als vegane Option. Hier ist es ganz hilfreich, den Salat ohne Dressing zu bestellen und nach Essig und Öl extra zu fragen. Ganz besonders veganfreundlich sind zudem asiatische Restaurants. Hier wird allerdings sehr oft Fischsauce verwendet. Bisher konnte man diese auf mein Nachfragen hin aber immer Weglassen, was ganz nebenbei ein gutes Zeichen dafür ist, dass frisch gekocht wird. Und nachfragen lohnt sich generell: Mein Lieblingsinder hier in Berlin bereitet mir mein Essen immer und sehr gern ohne Milchprodukte zu. Und viele Restaurants sind bei einer freundlichen Nachfrage sehr aufgeschlossen, was das Bereitstellen einer veganen Option angeht. Wenn ich mich mit Freunden oder Kollegen zum Essen treffe, versuche ich vorab bereits durch Internetrecherche herauszufinden, ob ein Restaurant möglicherweise vegane Optionen auf der Karte hat. Wenn sich abzeichnet, dass es schwierig werden könnte, esse ich vorab immer eine Kleinigkeit um nicht vor lauter Hunger in schlechter Laune zu versinken.

 Karin: Es gibt viele Gründe vegan zu sein, wobei der Tierschutz in der Öffentlichkeit meist im Vordergrund steht. Veganismus ist jedoch auch ein besonders umwelt- und klimafreundlicher Lifestyle. Kannst Du den Lesern von lebeliebernachhaltig.com  diesen Aspekt ein bißchen näher erläutern?

Nicole Just: Sehr gern, obwohl ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Unser Hunger nach Fleisch- und Milchprodukten ist so groß, dass er nur durch die Massentierhaltung gestillt werden kann. Diese wertet Tiere zu „Nutztieren“, zu Produkten, ab und ist alles andere als nachhaltig: Der CO2-Ausstoß ist dabei enorm, ganz zu schweigen von den Wassermengen, die verbraucht werden. Ein gutes Beispiel ist Rindfleisch. Um ein Kilogramm zu produzieren, werden um die 15.000 Liter Wasser verbraucht. Mit der selben Menge könnte ich ein ganzes Jahr lang täglich duschen. Wer sich einen umfassenden Eindruck machen möchte, sollte die oben erwähnten Bücher „Anständig  essen“ und „Kein Fleisch macht glücklich“ lesen und zusätzlich einen CO2-Rechner im Internet befragen. Das ist sehr aufschlussreich.

Karin: Hast Du für die Leser von onecoveganlife.com einen persönlichen Nachhaltigkeitstipp?

Nicole Just:  Fleisch – wenn überhaupt – dann nur hin und wieder und vor allem bewusst zu konsumieren ist ein guter Anfang. Wer sowieso schon vegan oder vegetarisch lebt, kann auf regionale Produkte setzen: Bio-Gemüse und Obst kann man oft direkt aus dem Umland beziehen. Das stärkt auch nachhaltig wirtschaftende Bauern.

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 Karin: Du betreibst mit Deiner Freundin Felicia Meyer-Jendro in Berlin den Supperclub Mundart. Was kann man sich darunter genau vorstellen?

Nicole Just: Der Supper Club hat ein ganz besonderes Konzept: Weil Felicia und mir eine gute Esskultur sehr wichtig ist, versuchen wir die bei Mund|Art|Berlin zu pflegen. Das heißt, alle Gäste sitzen an einem großen Tisch. Die Gäste buchen oft allein oder in kleineren Grüppchen bis zu 4 Personen und lernen sich so im Laufe des Abends kennen. Wir servieren immer vier Gänge, die aus saisonalen und – wenn möglich – regionalen Bio-Produkten bestehen. Dabei achten wir verstärkt auf Erzeuger, die besonders nachhaltig wirtschaften. Die meisten unserer Gäste sind zudem weder Vegetarier, noch Veganer. Sie kommen zu uns, weil sie die Geselligkeit, die Atmosphäre und das Essen zu schätzen wissen.

Karin: In veganen Kochkursen gibst Du Dein umfangreiches Wissen an Interessierte weiter. Wo kann man die nächsten Termine erfahren und wann kommst Du mal mit einem Kochkurs nach Österreich?

Nicole Just: Wenn in Österreich Bedarf besteht, gern sofort! Ich plane derzeit einige Kurse. Sobald die Termine feststehen, erfährt man diese auf meiner Homepage.

Karin: Veganerin sein ist mehr als nur vegan essen. Was sind Deine Shoppingtipps für vegane Schuhe und Kleidung?

Nicole Just:  In Berlin ist es sehr einfach, auch vegane Fairtrade-Kleidung und Schuhe einzukaufen. Glücklicherweise haben meine Lieblingsläden auch einen Onlineversand: Im Dear Goods Webshop kann man tolle Shirts  von Armed Angels, Bleed und Rebello kaufen und es gibt einige wunderschöne Lifestyle-Produkte, Taschen von Matt&Nat und Schuhe. Im Avesu-Onlineshop kann man nach Herzenslust vegane Schuhe shoppen. Ich liebäugle gerade mit einem Paar von „Good Guys“. In Österreich gibt es übrigens mit Muso Koroni eine vegane Boutique samt Onlineshop!

Herzlichen Dank für das Interview Nicole und weiterhin viel Erfolg mit Deinen Projekten!

Foto der Autorin: © René Riis

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La Veganista – Das Kochbuch

3310_La Veganista_UM.indd, page 2 @ PreflightEine Ernährungsumstellung ist eine der größten Schritte, die Du Richtung Nachhaltigkeit machen kannst. Besonders klima- und natürlich tierfreundlich ist veganes Essen. Deshalb möchte ich Dir heute das brandneue Kochbuch ‚La Veganista‚ vorstellen.

Das Layout ist wunderschön und den Untertitel – Lust auf vegane Küche – kann ich nur bestätigen. Ich habe schon einige Rezepte nachgekocht, mit Verzicht haben diese leckeren Speisen bestimmt nichts zu tun! Zuerst geht es mit einer Einführung in die vegane Küche und ihre Zutaten los. Als AnfängerIn erfährst Du hier wie Du auf verschiedene Arten Gelatine, Eier und andere tierische Produkte ersetzt.

Dann geht’s mit den Rezepten los. Von jedem gibt es ein tolles Foto, von manchen sogar Step-by-Step Bilder. Besonders gut gefallen mir auch Nicoles zusätzliche Tipps, wie man z.B. ein Grillgewürz und einen Kräuteressig selber macht oder die Ideen für Rezeptvarianten.

Die Rezepte sind eine Mischung aus deftiger Hausmannskost, Speisen mit unbekannteren Gemüsen wie Mairübchen, Einflüssen aus der mediterranen und asiatischen Küche, Süßem und Snacks. Das Kochbuch ist eher für Neueinsteiger geeignet, da es großteils einfache Rezepte enthält. Klassiker wie Chili sin Carne oder Lasagne finde ich persönlich überflüssig, weil sie schon in vielen anderen veganen Kochbüchern vertreten sind.

La Veganista gibt es auch als E-Book über den iTunes-Store zu kaufen. Hier hast Du zusätzlich noch Kochvideos, Videos mit Warenkunde und interaktive Einkaufslisten.

Für mich hat La Veganista schon einen fixen Platz unter meinen veganen Lieblingskochbüchern eingenommen. Man muß ja nicht gleich, wie Nicole, von einem auf den anderen Tag Veganerin werden. Jedes Essen zählt und Du kannst Dich langsam vortasten, eine leckere Mahlzeit nach der anderen.

Demnächst folgt noch ein Interview mit Nicole und das Rezept für den tollen Hirseauflauf mit Äpfeln!

Zum Ausprobieren heute:

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350 g braune Linsen (oder Berglinsen)
2,5 l Gemüsebrühe
1 große Zwiebel
250 g (vorwiegend) festkochende Kartoffeln
250 g Möhren
150 g Knollensellerie
200 g Räuchertofu
4 EL neutrales Pfl anzenöl
1 EL Tomatenmark
1 EL Weizenmehl
1/2 TL getrockneter Thymian
1/2 TL getrockneter Rosmarin
1 TL Senf
3 EL Agavendicksaft (oder Reismalz)
3 EL Sojasauce | 1 Prise Zimtpulver
5 EL Weißweinessig (oder Kräuteressig, siehe Tipp)
Salz | schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 gestrichener TL RauchsalzFÜR 4 PERSONEN
Zubereitungszeit: ca. 20 Min.
Garzeit: ca. 20 Min.
Pro Portion ca. 595 kcal, 35 g EW, 17 g F, 80 g KH
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  Foto: © René Riis

1 Die Linsen mit der Brühe aufkochen und ca. 15 Min. kochen. Die Linsen durch ein Sieb abgießen und die Brühe auf- fangen.

2 Inzwischen die Zwiebel schälen und fein würfeln. Kartoffeln, Möhren und Sellerie putzen, schälen und in ca. 1 cm kleine Würfel schneiden. Den Räuchertofu ebenfalls in Würfel dieser Größe schneiden.

3 Das Öl in einem weiteren Topf erhitzen und den Räuchertofu bei mittlerer Hitze ca. 3 Min. anbraten. Die Zwiebelwürfel hinzugeben und in ca. 1 Min. glasig dünsten.

4 Anschließend das Tomatenmark hinzufügen und 2–3 Min. mitbraten. Das Mehl über die Mischung stäuben und 1 weitere Min. unter Rühren anschwitzen.

5 Alles mit der aufgefangenen Brühe ablöschen. Linsen, Gemüsewürfel, Kräuter, Senf, Agavendicksaft und Sojasauce hinzugeben. Die Suppe aufkochen und ca. 20 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen.

6 Die fertige Suppe mit Zimt, Essig, Salz und Pfeffer und nach Belieben Rauchsalz würzen.

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Rezept mit freundlicher Genehmigung von GU

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Grün heiraten

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Bald ist es 2 Jahre her, daß mein Schatz und ich geheiratet haben. Höchste Zeit also, dass ich ein paar Tipps aus meinem Erfahrungsschatz weitergebe. (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Eine Hochzeit mit rund 60 Gästen verbraucht nur für die Feier (d.h. exklusive Brautkleid, Ringen, etc.,) ca. 8.100 Tonnen CO2, eine grüne ungefähr 2.084 Tonnen*. Jede Menge Einsparungspotential also. Viele der Vorschläge kann man natürlich genauso gut für andere Feiern anwenden [*Quelle: www.oekologisch-feiern.net]

Als allererstes kann ich den Kauf des Büchleins von Perfect Day Grün heiraten! 100 Tipps für die umweltfreundliche Hochzeit* wärmstens empfehlen. Die knappen 8,- € sind gut angelegt, auch wenn der Ratgeber eigentlich für Deutschland erstellt wurde. In 10 Kapiteln findet man hier viele gute Ideen, Checklisten und Adressen, die mir bei der Planung sehr geholfen haben. Von der Location, dem Polterabend, den Ringen, der Kleidung, den Einladungen, der Deko, etc. wird hier alles abgedeckt.

Hier mal erste praktische Tipps:

Brautkleid & Anzug:

  • In der Nähe von Wien kann ich für Secondhand-Kleider z.B. Mimitolu empfehlen.
  • Wenn man einen Anzug kauft, einen wählen, denn man später für andere Anlässe verwenden kann.
  • Weste und Plastron einfach mieten oder Secondhand besorgen, z.B. auf willhaben.
  • Schmuck z.B. aus der Familie leihen.

Blumen & Deko:

  • Die Menge an Schnittblumen reduzieren, z.B. mit Hilfe von Zweigen, Treibholz, getrockneten Gräsern. Toll sind kleine Topfpflanzen als Tischschmuck, die die Gäste mit nach Hause nehmen können.
  • Für den Brautstrauß saisonale Blumen aus der Region wählen.
  • Blumenschmuck wiederverwenden: Das Arrangement von der Kirche haben wir für die Tafel mitgenommen. Die Sträußchen für die 1. Bankreihen in der Kirche haben dann unsere Kutsche geschmückt.
  • Kerzen: Paraffinhaltige Kerzen meiden. Am Besten sind Kerzen aus Sojawachs oder Stearin (besteht meist aus Palmöl, daher unbedingt aus zertifiziertem Anbau wählen), z.B. von Bio-Kerzen.
  • Dekomaterial wählen, das man wieder verwenden kann: Wir haben z.B. Glaswindlichter mit Teelichtern (ohne Alu, in Glasbehältern) gewählt.
  • Auf Blumensträuße der Gäste verzichten. Meist fährt man eh gleich in die Flitterwochen und hat nichts davon. Eine Alternative: Blumensamen oder Topfpflanzen, die man dann einpflanzen kann.
  • Bäumchen zur Deko kann man auch mieten. Wir haben für den Kircheneingang 2 Buchsbäumchen gemietet.

Einladungen:

  • Drucksachen reduzieren: Als Einladung eine einfache Karte im Kuvert verschicken. Das Kirchenblatt kurz halten. Pro Tisch 1 Menükarte.
  •  Eine Hochheitshomepage anlegen: Für Zusagen, Geschenkauswahl, Bildung von Fahrgemeinschaften, Anfahrtsbeschreibung u.v.m. Nach der Hochzeit Fotos online stellen, die sich die Gäste runterladen können.
  • Recycling- oder Naturpapier für Einladungen, Namenskärtchen, Kirchenblatt, etc. verwenden. Wir haben das blühende Papier verwendet und selbst bedruckt. Das bedeutet, das im Papier Blumensamen eingelassen sind und die Gäste das Papier nach der Hochzeit einpflanzen können.

Location & Transport:

  • Einen Ort wählen, der für die Anreise der Gäste günstig liegt.
  • Trauung und Tafel in Locations abhalten, die sehr nah beisammen sind.
  • Zu Fahrgemeinschaften anregen, evt. für den Transport von der Trauung zur Tafel einen Bus mieten.
  • Bei einem Empfang/einer Agape nach der Trauung auf Wegwerfgeschirr verzichten.
  • Als umweltfreundliche Locations bieten sich Bio-Hotels und Restaurants an, aber z.B. auch Weingüter. Wir hatten unsere Tafel im Demeter-Weingut des Nikolaihofes in der Wachau.
  • Beim Essen Alternativen zu Fleisch anbieten.
  • Saisonales und regionales Bio-Essen und Getränke anbieten.
  • Für übrig gebliebenes Essen vom Buffet Behälter mitnehmen. Wer will kann das Essen auch an eine karitative Einrichtung spenden.
  • Essen mit Maß & Ziel: Was von den Vorspeisen übrig geblieben ist, kann zu später Stunde nochmal serviert und notfalls ergänzt werden. Wenn es eine große Hochzeitstorte gibt, braucht man keine zusätzliche Nachspeise.

Ringe:

  • Ein Ehering wiegt 10 Gramm. Die giftigen Abfallstoffe, die bei der Produktion entstehen, beträgt 3 Tonnen.
  • Faire, ökologische Ringe wählen. Mehr Info auf fairgold.
  • Ideal ist z.B. Schmuckstücke aus der Familie einschmelzen und daraus neue Ringe schmieden lassen.
  • Auf Diamanten verzichten (Blutdiamanten!) oder auf einwandfreie Herkunft achten.
  • Alternative Eheringe wählen, z.B. aus Silber und Holz.

Viel Spaß bei der Planung und einen unvergesslichen Hochzeitstag!

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, zahlst du keinen Cent mehr,  aber ich bekomme eine kleine Provision. Damit ermöglichst du mir das Betreiben des Blogs. Herzlichen Dank! 🙂

Nein zu Elfenbein!

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Heute möchte ich Euch auf eine ganz wichtige Kampagne aufmerksam machen: iWorry – Say NO to ivory.

Seit Dezember unterstützen mein Mann und ich den David Sheldrick Wildlife Trust mit 2 Patenschaften für Elefantenbabies, deren Mütter von Wilderern wegen ihres Elfenbeins auf brutale und grausame Weise abgeschlachtet wurden.

Im März 2013 findet ein CITES Meeting statt. CITES steht für ‚Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora‘. Bei uns ist CITES besser bekannt als das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Mit den Unterschriften der iWorry Kampagne soll verhindert werden, dass der Elfenbeinhandel wieder legalisiert wird.

Warum soll Elfenbeinhandel nicht legalisiert werden?

  • Der Bestand an afrikanischen Elefanten ist von 5 Millionen in den 1930ern bereits in den 1980ern auf 690.000 geschrumpft.
  • Es wird angenommen, dass z.B. Tansania in den letzten 3 Jahren 50% seiner Elefanten verloren hat
  • Mit dem Verbot von Elfenbeinhandel durch CITES 1989 konnte die Wilderei vorübergehend eingedämmt werden.
  • Im letzten Jahrzehnt ist die Wilderei jedoch wieder stark angestiegen. Laut CITES wurden allein 2009 in Afrika 38.000 Elefanten gewildert.
  • Einige der bekanntesten Rebellengruppen in Afrika, wie die Lord’s Resistance Army nützen den Verkauf von Elfenbein zur Finanzierung ihrer Waffen.
  • Durch die Legalisierung des Elfenbeinhandels steigt die Nachfrage an Elfenbein und damit auch die Wilderei an.

Wenn Du mehr zu dem Thema lesen möchtest, empfehle ich Dir:

Wenn Du Dich für den Schutz der Elefanten einsetzen willst, dann unterschreibe bitte die  iWorry Kampagne, teile diesen Artikel, zeige Deine Unterstützung durch einen Like, mach‘ einen Tweet auf Twitter. Je mehr Leute davon erfahren, umso besser.

Vielen lieben Dank!

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Murks? Nein, danke!

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Kennst Du das? Kaum ist die Garantie von einem Gerät abgelaufen ist es plötzlich kaputt!Wenn ich heute etwas kaufe, hält es nicht mehr so lang wie früher. Bilde ich mir das alles ein? Nein! Das ist geplante Obsoleszenz.

Angefangen hat alles in den 20er Jahren mit dem Phoebus-Kartell in den U.S.A. Die Glühbirnenhersteller einigten sich darauf, dass ihre Lampen nur noch 1.000 Stunden leuchten sollten. Trotz Verurteilung der Beteiligten hat sich dieser Trend fortgesetzt und wird heutzutage immer stärker.

Unsere Konsumgesellschaft basiert auf Wachstum. Damit das immer so weiter geht, haben sich die Firmen einiges einfallen lassen. Zum Einen die Variante, dass man ständig ein neues Modell auf den Markt bringt und so den Konsumenten das Gefühl gibt, von gestern zu sein, wenn man nicht mitzieht. Zum Anderen werden Produkte schon absichtlich so hergestellt, dass sie wesentlich früher kaputt gehen, als das von der wirtschaftlichen oder technischen Seite her notwendig wäre. Die Bandbreite an Produkten mit geplanter Obsoleszent ist groß: Nylonstrumpfhosen mit geplanter Laufmasche, vorgesehene Bruchstellen in Elektronik, Autos und Haushaltsgeräten.

Bei Druckern wird oft einfach ein Chip eingebaut, der dem Drucker befiehlt, dass er nach einer gewissen Anzahl an Ausdrucken stoppt. Auch bei Druckerpatronen sind solche Chips angebracht. Wenn man hier keinen Neustart durchführt, wirft man bis zu 3/4 der Toner-Füllung in den Müll!

Bei Billig-Waschmaschinen ist z.B. das Lager in Plastik eingepresst und man kann es nicht austauschen, sondern muß den ganzen Bottich erneuern. Das kostet fast genauso viel wie eine neue Maschine.

Mich macht diese absichtliche Ressourcenverschwendung wütend. Daher möchte ich Dir hier ein paar Tipps geben, wie Du Dich gegen die geplante Absoleszenz wehren kannst:

  • Im Internet findest Du Anleitungen, wie Du Deinen Drucker nach einem Reset weiterverwenden kannst.
  • Schau‘ schon beim Kauf auf Qualität und frage nach, ob das Gerät reparabel ist und was Ersatzteile kosten. Ich habe mich jetzt z.B. bewußt für eine elektrische Nähmaschine statt einer elektronischen entschieden. Die kann man wesentlich leichter und kostengünstiger reparieren.
  • Bevorzuge Hersteller, die eine langjährige Garantie und einen Reparaturservice anbieten.
  • Schau‘ Dir Tests von Konsumentenschutzforen an.
  • Auf Murks? Nein Danke! kannst Du nachlesen, welche Hersteller man besser meidet und selbst schlechte Erfahrungen posten, um anderen Fehlkäufe zu sparen.
  • Beim Reparatur- und Servicezentrum R.U.S.Z. in Wien kannst Du Geräte reparieren lassen oder gebrauchte kaufen.
  • Beim Falter Reparaturführer findest Du über 1500 Adressen zu den Themen Secondhand statt Neukauf, Leihen statt besitzen und Reparieren statt wegwerfen.
  • Schau‘ Dir den Film Kaufen für die Müllhalde von Cosima Dannoritzer an.
  • Beschwer‘ Dich beim Hersteller über schlechte Produkte und verlange, dass sie sie reparieren anstatt auszutauschen.
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Plastik raus aus der Kosmetik

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Hast Du gewußt, dass in zahlreichen konventionellen Zahnpasten, Duschgels, Peelings und sogar Kontaktlinsenreinigungsflüssigkeiten Kunststoffmikropartikel enthalten sind? Diese Partikel verstärken durch Ihre Scheuereigenschaft die Reinigungswirkung der Produkte.

Hier einige bekannte Marken, die Produkte mit Micro Beads führen:

  • AOK
  • Adidas
  • Balea
  • Nivea
  • Neutrogena
  • Yves Rocher
  • Garnier von L’oreal
  • Vichy
  • Bebe young care
  • Clearasil
  • Colgate

Eine ausführliche Liste von dekorativen Kosmetikprodukten, die diese Kunststoffkügelchen enthalten, findet man im Download des Hintergrundpapiers der Organisation Blue Sea.

Doch was bedeutet das für uns und die Umwelt?

  • Die Partikel sind so klein, dass sie von Klärwerken nicht rausgefiltert werden und schließlich im Meer landen.
  • Meerestiere verwechseln sie mit Plankton. So gelangen die Kunstoffmikropartikel in die Nahrungskette, an dessen Ende wir Menschen stehen.
  • Die Partikel wurden bereits in Fischen, Seehunden, Muscheln und Krebsen nachgewiesen.
  • Die in den Micro beads enthaltenden schädlichen Additive (z.B. Weichmacher)  und die aus dem Meer absorbierten Umweltgifte lagern sich im Gewebe der Tiere, die sie Kügelchen fressen, ab und wirken dort gifitig, hormonell und krebserregend.
  • Produkte mit Micro Beads erkennt man auch anhand der Inhaltsstoffe, wenn Polyethylene (PE) angeführt ist.
  • In Naturkosmetik sind die Plastikpartikel nicht erlaubt, hier kommen stattdessen z.B. Jojobaperlen zum Einsatz.

Daher möchte ich Euch heute die Initiative Beat the Micro Bead, die von der holländischen Organisation Plastic Soup initiert wurde, ans Herz legen. Der europaweiten Kampagne, haben sich bereits zahlreiche Verbände und Organisationen, darunter Greenpeace, angeschlossen. Ziel ist, Kosmetikartikelhersteller dazu zu bewegen, die Kunststoffmikropartikel in Körperpflegeprodukten durch natürliche, umweltschonende Materialien zu ersetzen und Händler dazu auffordern, Produkte mit Micro Beads aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Gemeinsam können wir etwas bewegen – Ich freu‘ mich, wenn Ihr diese Kampagne unterstützt auf Facebook, Twitter und natürlich durch Eure Unterschrift. Danke!

Jetzt aktuell: Die Avaaz-Kampagne für den Verbot von Micro Beads in Kosmetika & Zahnpasten unterschreiben

Empfehlenswert ist die gratis App mit der man prüfen kann, ob ein Produkt Mikro-Plastikkügelchen enthält oder nicht. Zum Einen kann man Produkte scannen, zum Anderen kann man einfach nach Marken oder konkreten Produkten suchen. Beim Download nicht vom holländischen Text abschrecken lassen, die App ist auch auf Deutsch 🙂

Von Beat the Microbead gibt’s auch nach Ländern geordnete Produktlisten.

Eine gute Alternative zu Produkten mit Mikro-Plastik sind selbstgemachte Kosmetika. Hier für den Anfang mal ein Rezept Zahnputzpulver.

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Recycled Home

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Ich bin stets auf der Suche nach interessanten Büchern zum Thema Upcycling und habe jetzt mal das Buch Recycled Home – transform your home using salvaged materials von Rebecca Procter unter die Lupe genommen.

Das Cover aus Karton mit Fotostickers von einigen Projekten  hat mich sofort angesprochen. Zuerst kommt gleich mal die übersichtliche Gliederung der 50 Projekte in die Bereiche

  • Living
  • Sleeping
  • Bathing
  • Dining
  • Utility
  • Kids
  • Outdoor

Nach der kurzen und nett geschriebenen Introduction geht’s weiter mit Tipps zu Material (Stoff, Holz, Papier, etc.) und hilfreichen Werkzeugen (Schere, Hammer, Schneidmatte, Bügeleisen, usw.). Hier findet man keine ausgefallenen Sachen und wenn man selbst ein bißchen näht und handwerklich arbeitet, hat man das meiste sicherlich zuhause.

Dann geht’s schon los mit dem Kapitel Living. Das erste Projekt ist eine Patchworkdecke aus Tweed-Resten. Hm, diese Idee finde ich persönlich nicht besonders kreativ. Die Idee von Patchwork war ja schon immer Reste zu verwerten.

Jetzt aber mal zur Beschreibung der Projekte:

  • Zu jedem Projekt gibt es ein Foto, was ich selbst immer sehr wichtig finde.
  • Dann kommt eine ungefähre Zeitangabe, wie lange man für die Umsetzung braucht.
  • Als nächstes folgt der Material- und Werkzeugbedarf. Bei der Decke fehlt mir hier z.B. die Angabe, wieviel Stoff ich eigentlich brauche.
  • Großer Bonus: Die Maße sind in Zentimetern (und in Klammer auch in inches) angegeben.
  • Gut finde ich auch die kleinen Skizzen, die den Text anschaulicher machen.
  • Die englischen Beschreibungen sind mäßig detailliert. Um die Angaben zu verstehen, sollte man doch recht gute Englischkenntnisse haben und auch Nähkenntnisse, sonst tut man sich hier schwer.

Im Living Kapitel ist das nächste Projekt das Tapezieren einer Wand mit Buchseiten. Das Foto dazu schreckt mich ab und ruft bei mir Erinnerungen an Baracken in Slums hervor. Es folgen, unter anderem, noch Anleitungen für einen Polsterüberzug, Papiermachéschüsseln, eine Kiste auf die man einfach Rollen unten draufschraubt, wie man ein Notizbuch mit Stoff einbindet (genauso wie in meiner Kindheit die Schulbücher mit der Selbstklebefolie) und wie man eine Aludose mit Papier beklebt.

In diesem Stil geht es auch in den anderen Kapiteln weiter. Einerseits mit Projekten, für die man eigentlich keine Beschreibung braucht, andererseits mit Projekten, die man in anderen Büchern dieser Art schon mehrfach gesehen hat, wie z.B. einen aus Stoffresten geflochtenen Teppich, einen Topflappen, Servietten und Tischsets, Geschirrtücher mit Kartoffeldruck und Fotorahmen aus altem Holz.

Am Schluß des Buches gibt es noch ein Glossar, das ich sehr hilfreich finde, weil man im Englischen doch nicht mit allen Begriffen vom Nähen und Handwerken so vertraut ist.

Fazit: Ein sehr schön aufgemachtes Buch zu einem spannenden Thema, dessen Projekte jedoch leider nicht überzeugen. Das Buch kommt höchtens in Frage, wenn man sich mit dem Thema Upcycling noch gar nicht beschäftigt hat und großteils simple Projekte umsetzen möchte.

Frohe Weihnachten!

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Liebe Lebe-lieber-nachhaltig-Leser und Leserinnen!

Heute möche ich Euch einfach ein wunderschönes Weihnachtsfest mit Euren Lieben wünschen und alles erdenklich Gute für das neue Jahr!

Dieses Zitat von Ghandi möchte ich Euch dabei mitgeben:

“The difference between what we do and what we are capable of doing would suffice to solve most of the world’s problems.”

Für’s neue Jahr wünsche ich mir, dass ich noch viel mehr Menschen erreichen kann und, dass wir gemeinsam viele kleine Schritte tun, die etwas verändern.

Wenn Ihr meinen Blog gut findet, dann empfehlt ihn hier weiter. Wenn ihn jeder von Euch nur einer Person weiterempfiehlt, sind wir schon doppelt so viel.

Vielen lieben Dank,

Karin

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Es war einmal ein Hemd…

Hemd_Cover1Die Idee, alte Textilien umzufunktionieren ist nicht neu. Schon in ‚Vom Winde verweht‘ nähte sich Scarlett O’Hara in ihrer Not ein Kleid aus einem Samtvorhang. Im 2. Weltkrieg, als Kleidung rationiert war, wurden nach dem Motto ‚Make do and mend‘ Pullover aufgetrennt und die Wolle neu verstrickt, Hemden zu Kinderkleidung umgenäht uvm. (Dieser Beitrag enthält Werbung).

Jetzt ist die Idee der Wiederverwertung von Textilien als Upcyling wieder in Mode gekommen und ich bin ein absoluter Fan davon. Früher habe ich Sachen, die ich nicht mehr tragen wollte einfach aussortiert. Jetzt bekommen alte Stoffe wieder einen neuen Wert und regen meine Kreativität an.

Um Euch auch auf den Geschmack zu bringen, möchte ich Euch heute das Buch Es war einmal ein Hemd aus dem Christophorus Verlag vorstellen. Es beginnt mit der interessanten Entstehungsgeschichte des Hemds. Danach startet gleich der praktische Teil und Juliet Bawden zeigt, welchen Teil eines Hemds man für welche Projekte verwenden kann. Hier wird von Manschetten bis Knopfleiste, Brusttaschen und Krägen alles verwertet.

Insgesamt finden sich in Es war einmal ein Hemd 30 Projekte: Von ganz einfach (z.B. Kräuterkissen) bis  etwas schwieriger (z.B. Bezüge für Klappsessel). Nicht nur Businesshemden kommen zum Einsatz, sondern auch Outdoor-Hemden, Freizeithemden und Polo-Shirts.

Neben ausführlichen Erklärungen der Arbeitsschritte und Vorlagen helfen auch die zahlreichen Detailfotos und Zeichnungen die Anleitungen zu verstehen.

Die Bandbreite der Projekte, von Lampenschirm über Patchworkdecke bis Strandtasche, regt zum Ausprobieren an und inspiriert selbst kreativ werden.

Durch die hochwertige Aufmachung und die vielen stimmungsvollen Fotos macht das Buch wirklich Lust auf’s Durchblättern und Losstarten und ist den Preis von rund 20,- € wert.

Fazit: Empfehlenswert! Einfach Buch besorgen, Kleiderschrank von Mann, Bruder, Vater und Opa ausmisten und ab an die Nähmaschine 🙂

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