Oh Bio-Tannenbaum, wie schön sind Deine Blätter!

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Weihnachten naht mit großen Schritten, deswegen habe ich mich heute für das Thema Bio-Christbäume entschieden.

Derzeit gibt es für Bio-Christbäume noch keine eigene Kennzeichnung. Ihr könnt Euch aber an den normalen Bio-Zeichen orientieren, die auch für andere Produkte aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammen.

Was spricht für einen Bio-Christbaum?

  • Bäume aus dem Ausland werden oft schon Anfang Oktober geschnitten und dann in energieintensiven Kühlhäusern gelagert. Dazu kommt der lange Transportweg zum Verkaufsort, im Durchschnitt 1000 km, im Vergleich zu 40 km bei einem regionalen Baum.
  • Konventionelle Bäume werden in Intensivkulturen mit Pestiziden behandelt und unerwünschtes Gras wird, unter anderem, mit dem Total-Herbizid Glyphosat vernichtet, das in Zusammenhang mit Gentechnik in Verruf geraten ist.
  • In Deutschland hat der Umweltverband BUND 2011 sogar verbotene Pestizide in den Nadeln der Bäume gefunden. Dass Rückstände der Pestizide in geheizten Räumen entweichen können ist nicht ausgeschlossen.
  • In biologischen Christbaumkulturen werden statt Herbiziden, Insektiziden und Pestiziden Nützlinge eingesetzt. Das Gras wird entweder abgemäht oder von Schafen beweidet.

Wo bekommt man Bio-Christbäume?

Verkaufsadressen für Wien, Nieder- und Oberösterreich findet Ihr auf dem Infoblatt der Umweltberatung. Einen regionalen Baum erkennt Ihr an der Herkunftsschleife. Empfehlenswert sind z.B. die gemeine Fichte (oder Rotfichte) oder die Weißtanne, deren Nadeln lange halten.

Wo es in Deutschland Verkaufstellen gibt, erfahrt Ihr bei

  • Naturland und
  • Bioland gleich auf der Startseite unter Ökologische Weihnachtsbäume.

Solltet Ihr in Eurer Gegend keine Möglichkeit haben, einen Bio-Christbaum zu bekommen, dann ist ein heimischer Christbaum aus der Region die beste Wahl.

Viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim Christbaumkauf!

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Weihnachtskarten selber machen

Adventzeit ist Bastelzeit. Daher möchte ich Euch heute ein paar Ideen geben, wie man aus allen möglichen Resten schöne Weihnachtskarten machen kann, die nichts kosten und Ressourcen sparen.

Das braucht Ihr dazu:

  • Einen Papierschneider, notfalls geht’s auch mit einer Schere und einem Lineal
  • Motivlocher Tannenbaum und Stern
  • Wellpappe Reste
  • Altes buntes Papier in weiß, rot und grün (ich habe alte Karton-Registerblätter verwendet)
  • Bänderreste (ich schneide z.B. die Satinbänder aus meinen Shirts, weil ich sie nicht aufhänge)
  • Klebestift (ich verwende den von Tesa Eco)
  • Nadel und bunten Faden

Karte 1:

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  •  Aus weißem Karton Karte in der gewünschten Größe zuschneiden und der Breite nach in der Mitte falten.
  • Aus Wellpappe einen Baum ausschneiden.
  • Mit dem Motivlocher 3 rote Sterne ausstanzen.
  • Die Sterne mit grüner Nähseide am Baum festmachen. Den Faden auf der Rückseite der Wellpappe mit Tixo fixieren.
  • Baum auf die Karte aufkleben.

Karte 2:

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  • Aus weißem Karton Karte zuschneiden und der Länge nach in der Mitte falten.
  • Aus rotem Karton ein Rechteck schneiden, dass rundherum ca. 1 cm kleiner ist als die Karte.
  • 6 Bäume aus grünem Karton ausstanzen und auf roten Karton aufkleben.
  • Mit rotem Satinband eine Masche um den roten Karton binden.
  • Roten Karton auf die Karte aufkleben.

Karte 3:

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  • Aus rotem Karton Karte ausschneiden und der Breite nach in der Mitte falten.
  • Aus Wellpappe ein Quadrat ausschneiden.
  • Aus rotem Karton 2 Bäume ausstanzen.
  • Aus grünem Karton 2 Bäume ausstanzen und den Karton mit den ausgestanzten Bäumen zu Rechtecken zuschneiden.
  • Rote Bäume in die grünen Rechtecke einsetzen.
  • Rotes Satinband der Länge nach um die Wellpappe legen und auf der Rückseite mit Tixo fixieren.
  • Baum-Rechtecke auf der Wellpappe ankleben.
  • Wellpappe auf der Karte festkleben.

Viel Spaß beim Nachbasteln und beim Entwerfen eigener Kartenkreationen!

Willkommen in Irlands Ökodorf

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Saubere, gespenstisch ruhige Gassen, neu aussehende Einfamilienhäuser mit meist kleinen, aber umso üppigeren Gärten, die die Liebe ihrer Eigentümer zum Grün zeigen; vor uns einige höhere Gebäude, die offensichtlich von mehreren Parteien bewohnt werden. Schilder warnen davor, mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs zu sein, Autos parken – teilweise mit offenen Kofferräumen – am Straßenrand und ein Fluss, der durch die Siedlung fließt. Kein Anzeichen davon, dass es sich um ein außergewöhnliches Dorf handelt, durch das wir hier laufen. Wäre da nicht am Beginn ein Schild gewesen: Welcome to Cloughjordan, Ecovillage!

Wir sind auf unserer Reise durch Irland einem Ruf gefolgt, oder besser gesagt einer Empfehlung auf Couchsurfing : Schaut Euch einmal das Ökodorf The Village an, hieß es da auf meine Frage nach nachhaltigen, ökologischen und grünen Projekten, die man sich als interessierte Reisende nicht entgehen lassen sollte. Ökodorf!? Klingt gut – vor allem, nachdem es das Einzige in ganz Irland ist.

Über eine Woche sind wir schon unterwegs, haben die Großstadt Dublin erlebt, uns der Herausforderung eines linksfahrenden Mietautos und den engen, bergauf-bergab-Routen der Insel gestellt, uns per Boot übers Wasser zu Robben schippern lassen, sind auf die Spuren von Elfen und Einhörnern gegangen und haben in Pubs feuchtfröhlich mit Iren schunkelnd die Schönheit ihres Landes besungen. Unvergessliche Zeit in einem unvergesslichen Staat – und doch sind es die beiden Tage im Ökodorf in Cloughjordan, an die ich jetzt denke, wenn ich mich an den Sommerurlaub in Irland erinnere!

“In der ersten Initiative 1999 wollten wir einen Bauernhof kaufen, vierzig Häuser und ein Studienzentrum bauen”, erzählt mir Gründungsmitglied Davie Philips am zweiten Tag, als wir an einem riesigen Nachbarschafts-Abendessen der Gemeinschaft teilnehmen, “dann haben wir ein Jahr lang nachgedacht und geplant und haben gesehen, dass es in Irland so viele Dörfer gibt, die am Aussterben sind. Da haben wir daran gedacht, dass der bessere Ansatz wäre, ein Land neben einer bestehenden Siedlung zu finden, das Dorf wieder zu beleben und da ein Musterbeispiel zu geben.” Genau das ist mitten in der Region Tipperary in Irland auch passiert.

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Es ist nicht der schönste Flecken des Landes und schon gar keiner, der für Touristen spannend ist. Aber mittlerweile kommen sie doch, die Interessierten, die sich das Ökodorf einmal anschauen möchten. 200 pro Monat sind es, die sich im Hostel oder in einem der privaten Bed&Breakfasts einmieten: “Es ist nicht unser Bestreben, die BesucherInnen anzuziehen, denen es um den Anblick geht, sondern diejenigen, die eine Erfahrung suchen. Wir möchten ein echtes Erleben in der Gemeinschaft bieten mit der Gelegenheit etwas zu lernen.”, erzählt mir Davie von den touristischen Plänen für das Ökodorf.

Angezogen werden auch Menschen, die länger in der Region bleiben möchten, wie Barry, dem wir am ersten Tag in die Arme laufen.“Eigentlich wollte ich hier nur Ferien machen. Das war vor drei Monaten”, erzählt uns der gebürtige Dubliner. Mittlerweile arbeitet er als Freiwilliger auf der  Community Farm, hat sich in einer Wohnung eingemietet und wird im Gegenzug von der Gemeinde mit warmen Mittagsmahlzeiten versorgt. “So wie hier hat es beim Kauf des Grundstücks vor fünfzehn Jahren überall ausgesehen”, berichtet er, während wir über wild wucherndes Unkraut, Blumen und üppige Wiesen schlendern. Erst vor vier Jahren konnten die ersten BewohnerInnen ihre Häuser bauen: Mittlerweile leben 42 Familien in The Village, es gibt kleine Shops, das erwähnte Hostel und einen Gemeinschaftsgarten. Dort können die BewohnerInnen auf ihrem eigenen Beet Blumen, Obst oder Gemüse pflanzen. Können, aber nicht müssen, denn zur Versorgung gibt es noch die Community Farm. Dort dürfen sich die Mitglieder einkaufen. Die Erträge stehen mittwochs und freitags in einer Halle zur freien Entnahme zu Verfügung. “Natürlich ist jeder angehalten, wirklich nur so viel zu nehmen, wie er braucht”, erklärt Barry das System, “schließlich soll jeder etwas davon bekommen.”

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Profitieren können auch die EinwohnerInnen des Dorfs Cloughjordan, wo The Village angesiedelt ist. “Natürlich wird die lokale Wirtschaft dadurch gestärkt, wenn Menschen uns besuchen. Das Hostel und die Bed&Breakfasts sind genauso ausgebucht wie das Café, das Buchgeschäft, die Shops und die Pubs”, bestätigt Davie. Kritik am Ökodorf kommt dennoch, vor allem von außen. Zum Beispiel daran, dass die Häuser in The Village zwar energieeffizient, aber dennoch groß sind und sich nicht jeder leisten kann, im Ökodorf zu wohnen. Oder dass die größte Solaranlage Irlands zwar gebaut wurde, aber sich jetzt nicht im Einsatz befindet: So, wie sie ist, ist sie gefährlich – und für den Umbau fehlt das Geld.
Wen wundern da Davies Wünsche, wenn er an die Zukunft von The Village denkt: “1. Dass sich mehr Menschen ansiedeln mit einer Energie, Enthusiasmus und den Talenten, die uns helfen, das Projekt weiter zu entwickeln. 2. Ein Philantrop, der den Wert von dem sieht, was wir tun und uns viel Geld gibt, damit wir unsere Erziehungseinrichtungen entwickeln können.
3. Dass die Wirtschaft gut genug läuft, sodass Menschen sich leisten können, uns einen Besuch abzustatten.” Sie mögen sich erfüllen, diese Wünsche!

Genauso wie unsere: Als es nach zwei herrlichen Tagen in der bunten Gemeinschaft Zeit wird Abschied zu nehmen träumen wir nämlich nur von einem – nach The Village zurück zu kommen, irgendwann…

Zusatzinfos:
 Mehr zum Eco Village gibt´s unter http://www.thevillage.ie.
 Jeden Samstag kann man optional eine Führung durch das Gelände buchen. Darüber hinaus werden Experience Weekends angeboten, bei denen Interessierte alles über nachhaltiges Wohnen, erneuerbare Energie, biologisches Essen, traditionelles Handwerk etc. und das Leben in The Village lernen können. Mehr dazu unter: learning@thevillage.ie

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Doris für diesen Gastbeitrag bedanken, die sich auf nachhaltiges Reisen spezialisiert!

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Top Swap – Kleider wechseln Leute

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Nächste Woche ist es in Wien wieder soweit, der nächste Top Swap Event findet statt:

Am Samstag, 24.11. von 11-20 Uhr und am Sonntag, 25.11. von 11-17 Uhr im

Rahmen-Bilder-Spiegel „Offenes Atelier für Lebenskunst“ in der Zimmermanngasse 8/ Ecke Kinderspitalgasse  im 9. Bezirk.

Anreisen könnt ihr bequem mit den Öffis: U6 Alserstrasse, 44, 43 und 13A

Die Idee von Top Swap ist es, bei Mode eine Alternative zur globalen Überproduktion und der Wegwerfmentalität anzubieten. So kommst Du einfach durch Tauschen an neue Kleidung, sparst Geld und Rohstoffe und kannst sicher sein, dass Deine alte Kleidung einer guten Verwendung zugeführt wird. Wenn beim Event ein Teil nicht verkauft wird, gehen die Sachen an eine karitative Organisation, diesmal an den Verein Ute Bock.

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Und so funktioniert’s:

Einfach zuhause ein paar coole Kleidungsstücke und Accessoires zusammensuchen die in gutem Zustand sind und bei Top Swap abwiegen lassen. Dann bekommst Du eine Clubkarte, auf der Deine Kilos gutgeschrieben werden. Wenn Du willst, kannst Du Dir mit Deiner Kilo-Gutschrift dann gleich was Neues aussuchen und mitnehmen oder bei einem späteren Top Swap Event einlösen. Für die Teilnahme ist ein Unkostenbeitrag von 5,- € zu entrichten.

Also, Kleiderkasten durchwühlen, Schätze auswählen und für nächste Woche bereithalten!
Update: Die Topswap Events wurden mittlerweile eingestellt. Für aktuelle Kleidertauschevents googlest du am besten mal.

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Mehrweg kann mehr!

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Die Bilanz von Mehrwegflaschen ist eindeutig: Sie schneiden in allen Ökobilanzen besser ab als Einwegflaschen oder Dosen. Obwohl laut Umfragen 84% der Österreicher mehr Mehrweggebinde wollen, verschwinden sie immer mehr aus dem Handel.

Beim Getränkeverpackungsranking der Umweltberatung machen die PET-Mehrwegflaschen den ersten Platz. Warum?

  • 20x wiederbefüllbar.
  • Geringster Energieverbrauch beim Transport durch leichte Verpackung.
  • Trotz Aufwand für Reinigung und Wiederbefüllung das ökologisch beste Gebinde.
  • Nichtsdestotrotz werden in Österreich seit 2009 keine PET-Mehrwegflaschen mehr angeboten.

Den 2. Platz beim Ranking machen die Glas-Mehrwegflaschen:

  • 40x wiederbefüllbar.
  •  Auf Grund ihres Gewichts verbrauchen sie beim Transport jedoch mehr Energie.
  • Aus lebensmittelhygienischer Sicht das hochwertigste Gebinde.
  • Es finden keine chemischen Reaktionen zwischen dem Getränk und dem Glas statt.
  • Geschmacksneutral.
  • Der Inhalt ist länger haltbar.
  • Beste Dichte für kohlensäurehaltige Getränke.

Was kannst Du tun?

  • Vermeide Müll: 1 Mehrwegflasche ersetzt bis zu 40 Einwegflaschen.
  • Durch den Kauf von Mehrweggebinden unterstützt Du regionale Wirtschaftskreisläufe und sicherst Arbeitsplätze.
  • Mehrweg ist ein Zeichen gegen achtlos weggeworfene Flaschen und spart hohe Entsorgungskosten.
  • Die größte Auswahl beim Mehrwegeinkauf hast Du bei Bioläden, Direktvermarktern und im Getränkefachhandel.
  • Kaufe größere Gebinde und spare Verpackungsmaterial.
  • Meide Getränkedosen – sie verursachen 3x so hohe klimaschädliche Emissionen wie eine Mehrweg-Glasflasche.
  • Bevorzuge Getränke aus Deiner Region.
  • Meide Einweggebinde, denn – unter anderem – landen 26% der PET-Flaschen noch immer im Restmüll.

Such‘ Dir die Tipps, die zu Dir passen und los geht’s! 🙂

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Vegan – viel mehr als Tierschutz

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Heute ist Weltvegantag. Darum widme ich den heutigen Eintrag diesem wichtigen Thema.

Die Gründe, die für eine vegane Lebensweise sprechen sind vielfältig. Hier eine kleine Auswahl:

  • Viele Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Übergewicht werden durch unsere Nahrung  mit Fleisch, Eiern und Milchprodukten verursacht.
  • Die Intensivtierhaltung verursacht mehr Treibhausgase als der globale Verkehr.
  • Rund 70% der gentechnisch veränderten Pflanzen landen im Tierfutter.
  • Der Anbau von Soja als Tierfutter führt zur Zerstörung des Regenwaldes, illegaler Landnahme und Sklaverei ähnlichen Zuständen.
  • Allein in Deutschland werden jährlich 40 Millionen männliche Küken getötet, weil sie für die Ei-Produktion wertlos sind. Egal ob Hühner, Schweine, Kühe, etc. alle Tiere leiden massivst in der industriellen Tierhaltung.
  • Nur 10% der Proteine und Kalorien die an Vieh verfüttert werden, können in Form von Fleisch wiedergewonnen werden, eine enorme Ressourcenverschwendung.
  • Die tierischen Exkremente stehen an 6. Stelle der Verursacher des Treibhauseffektes.
  • Die Nutztierhaltung ist Mitverursacher des Welthungers.

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=lmXAwTisSd0[/tube]

Wie Du schon siehst, ein sehr komplexes Thema, dem ich mit einem Artikel natürlich nicht gerecht werden kann. Gerne möchte ich Dir hier aber ein paar Infos geben, wo Du Dich weiter informieren und selber erste Schritte setzen kannst.

  • Registrier‘ Dich für das kostenlose 30-Tage-Vegan-Probeabo von PETA
  • Auf der Homepage der veganen Gesellschaft Österreichs findest Du unter ‚Warum Vegan‘ ein veganes Starterkit mit vielen Informationen.
  • Ganz viel Infos rund um alle Aspekte des veganen Lebens findest Du bei PETA auch hier
  • Schau‘ Dir den Film Lovemeatender an. Hier der Trailer
  • Auch den Film Vegucated kann ich Dir zu diesem Thema empfehlen.
  • Es gibt mittlerweile unzählige vegane Kochbücher, viele davon auch in den Wiener Büchereien.
  • 41LVu4s7PpL._SL75_Koch‘ mal vegan.  Ich persönlich bin ein Fan von Attila Hildmanns Rezepten und besonders von seinem neuen Buch Vegan for Fit.
  • Bei Jedes Essen zählt findest Du einige Rezepte von Attila mal zum Ausprobieren.
  • Gusto und tolle Rezepte könnt Ihr Euch auch z. B. bei Bissen für’s Gewissen und Cookies&Style holen.

Bis vor einigen Monaten hätte ich mir selbst nicht vorstellen können jemals vegan zu leben. Je mehr ich mich aber mit dem Thema beschäftigt habe, desto einleuchtender waren die Gründe dafür. Mittlerweile ernähre ich mich großteils vegan und bin absolut positiv überrascht.

Mein Rat daher: Einfach mal ausprobieren und kleine Schritte machen.

Viel Spaß!

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Animal Fair

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Wenn man nachhaltig einkaufen will, ist es immer praktisch, einen guten ethischen Shopping Guide zu Rate ziehen zu können. Ich persönlich mag den von Animal Fair gerne. Animal Fair ist ein gemeinnütziger Verein mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Ziel des Vereins ist es, Menschen wie Dir und mir zu zeigen wo und wie man tierfreundlich (= menschenfreundlich = umweltfreundlich) einkaufen und essen kann.

Im ethischen Einkaufsführer findet Ihr Geschäfte und Onlineshops für Kleidung, Schuhe, Kosmetik, Haushalt, Möbel, Lebensmittel und auch Restaurants. Das kleine Büchlein im A6 Format paßt super in jede (Hosen-)Tasche und ist somit immer zur Hand, wenn man ihn braucht. Alternativ gibt es auch eine App.

Wenn Ihr Vereinsmitglied werdet, bekommt Ihr mit Eurer Mitgliedskarte bei vielen Shops sogar Prozente. Diese sind im Einkaufsführer extra gekennzeichnet.

Auf dem netten Blog von Animal Fair findet Ihr darüber hinaus leckere Rezepte, Buchtipps, Infos zu neuen Rabattpartnern, Veranstaltungen und vieles mehr.

UPDATE 2018: Der Animal Fair Guide erscheint jedes Jahr neu.  Mittlerweile hat der ethische Einkaufsführer 280 Seiten und listet über 120 Rabattpartner auf.

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Neues Leben für alte Schraubgläser

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Ich bin ein großer Fan der Wiederverwendung von leeren Gläsern von Lebensmitteln. Denn damit reduziert man Müll, vermeidet die – meiner Meinung nach ungesunden – Plastikbehälter und spart auch noch Geld.

Man kann die Gläser, unter anderem, super verwenden

  • um Essensreste im Kühlschrank aufzubewahren.
  •  zum Einfrieren. ACHTUNG: Nicht ganz voll füllen und erst zuschrauben, wenn der Inhalt geforen ist!
  • als Vorratsbehälter für Lebensmittel, wie z.B. Kräuter, Haferflocken, Nüsse und so weiter.
  • zur Aufbewahrung von Kleinzeug, wie z.B. Schrauben, Knöpfe, Perlen, Büroklammern, etc.
  • und natürlich als Behälter für selbstgemachte Leckerbissen wie Pesto, Marmeladen,…

Zuerst muß man die Gläser natürlich mal ordentlich reinigen und alle Etiketten runterbekommen. Meine Methode, um selbst hartnäckige Etiketten zu lösen geht so:

  • Zuerst mal alles von der Etikette runterziehen was sofort runtergeht.
  • Wenn noch Papierreste draufkleben, das Glas in heißes Wasser legen (nicht zu heiss, damit das Glas nicht springt). Mit einem rauen Schwamm abrubbeln.
  • Hartnäckige Reste mit Öl und Schwamm entfernen.

Zum Beschriften eignen sich Etiketten, die man mit immer wieder mit Kreide beschriften kann (wie beim Rosinenglas) oder, die man selbst mit Tafelfarbe aufmalt.

Die getrockneten Orangenschalen habe ich übrigens selbst hergestellt. Wann immer ich Zitronen oder Orangen verwende, reibe ich vorher die Schale mit einem Zestenreißer ab und trockne sie. Die Schalen sind viel intensiver in Geruch und Geschmack als gekaufte und sparen auch noch Geld.

Kleine Bienen ganz groß

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus,“ erkannte schon Albert Einstein. Weltweit werden rund 80% aller Wild- und Kulturpflanzen von Insekten bestäubt. In Österreich sorgt ein Netzwerk von 23.000 Imkern dafür, dass die Bestäubung noch gratis erfolgt (auch für Deinen Obst- und Gemüsegarten!). Daher ist es essentiell, regionalen Honig zu kaufen, um die kleinen Imkereibetriebe zu erhalten. Denn man kann zwar Honig importieren, die Bestäubung aber nicht, wie der Geschäftsführer des Vereins Biene Österreich, Christian Boigenzahn, erklärt (Quelle: Biorama)

Seit Jahren nimmt das Bienensterben immer mehr zu. Gründe dafür sind der Verlust des Lebensraumes der Bienen, der Einsatz von Pestiziden und die Varroa-Milbe, die durch asiatische Honigbienen eingeschleppt wurde. In China gibt es bereits Regionen, in denen die Obstbäume händisch bestäubt werden müssen.

Damit es bei uns nicht so weit kommt, können unsere Bienen Hilfe von Dir gebrauchen und das geht ganz einfach:

  • Stelle einen Nistplatz für ungefährliche Wildbienen auf
  • Kontaktiere die Stadtimker und gib‘ einem professionell betreuten Bienenvolk ein Zuhause auf Deiner Terrasse
  • Pflanze Saatgut für bienenfreundliche Wildblumenwiesen
  • Entscheide Dich für Alternativen ohne Bienenprodukte (bei Kosmetik, Lebensmitteln und Kerzen, etc.)

Wer jetzt mehr zu dem Thema wissen will, dem lege ich den Film More than Honey von Markus Imhoof ans Herz, der diesen Freitag, am 12.10.2012, in den österreichischen Kinos anläuft.

Hier noch ein Nachtrag: Auch die Umweltberatung hat ein Infoblatt mit Tipps zur Förderung von Bienen.

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Eindrücke von der Wear Fair

Heute haben wir den letzten Tag der Wear Fair in Linz genutzt, um uns ein Bild von DER österreichischen Messe für faire und ökologische Mode zu machen.

Gleich zu Beginn fällt auf, dass hier auch beim organisatorischen Rundherum auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Überall sind Mistkübeln für die Mülltrennung aufgestellt, die Umkleidekabinen und Messestandeln sind alle aus Karton. Beim biofairen Catering von Spirali wird gegen Einsatz auf richtigem Geschirr serviert.

Wir haben wieder viele neue Shops und Labels entdeckt, die wir noch nicht kannten. Besonders gut gefallen haben uns die Schuhe von Sole Rebels, die in Äthiopien unter anderem aus Bio-Baumwolle und alten Autoreifen hergestellt werden. Sole Rebels ist übrigens die erste Schuhfabrik mit dem Siegel der World Fair Trade Organization.

Die Shirts und Hoodies des deutschen Onlinestores EcoCarrots haben uns mit ihrem CO2 Label von Carbon Trust, den knallbunten Farben und nachhaltigen Statements überzeugt.

Im Bereich Upcycling haben uns die Babysachen und die coolen strapazierfähigen Taschen aus Liegestuhlmaterial von anna pollack am Meisten angesprochen. Jedes noch so kleine Resterl Stoff wird verwendet und sei es als Fülle für einen rattle fish.

Links und Infos zu allen anderen Ausstellern der Wear Fair findet ihr hier.

Fazit: Sehr empfehlenswert!

Hier ein paar fotografische Eindrücke:

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