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Lecker backen ohne Eier

Letztes Mal habe ich Euch ja schon einiges über das Schicksal der Tiere in der Eierproduktion erzählt.

Es gibt aber noch mehr Gründe, die gegen den Konsum von Eiern sprechen.

Zum Einen bestehen Eier zu 70% aus ungesundem, weil gesättigtem Fett, zum Anderen sind sie voller Cholesterin. Darüber hinaus sind Eier der perfekte Wirt für Salmonellen auf Grund ihrer porösen und zerbrechlichen Schale, die wiederum auf die schlechten Haltungsbedinungen der Hühner zurückzuführen ist (Quelle: Vebu).

Auch für die Umwelt ist die Eierproduktion eine Katastrophe. Es entstehen riesige Mengen Mist, die ungeklärt in den Wasserkreislauf gelangen und damit auch ein erhebliches Fischsterben verursachen können. In den USA produzieren die Hühnerfarmen bereits heute mehr Ausscheidungen als die menschliche Bevölkerung, in Deutschland ist es ähnlich (Quelle: Peta).

So, jetzt aber, wie versprochen, ein paar Möglichkeiten, um Eier in Backsachen zu ersetzen.

Für feuchte Teige und Muffins eignet sich Apfelmus sehr gut. 3 EL entsprechen einem Ei. Den Apfel schmeckt man kaum.

Für Kuchen sind reife Bananen gut geeignet, man schmeckt sie allerdings schon heraus. Eine halbe Banane ersetzt ein Ei.

Für Vollkorn-Backsachen ist Leinsamen sehr gut. Ein Ei wird durch 2 gemahlene EL Leinsamen, vermsicht mit 3 EL Wasser ersetzt.

In Kuchen und Gebäck kann man Eier auch mit Sojamehl oder Stärkemehl ersetzen. 1 EL ersetzt ein Ei.

Bratlinge, Kuchen und leichtes Gebäck kann man auch gut mit Ei-Ersatzpulver machen, das aus Maisstärke und Lupinenmehl besteht. Man bekommt es in Bio-Geschäften oder Reformhäusern. Statt 1 Ei kann man einfach 1 TL Ei-Ersatzpulver mit 40 ml Wasser vermischen (Quelle: Vebu).

Noch mehr hilfreiche Infos und leckere Rezepte findet Ihr bei Peta und Vebu.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

eiersatzprodukte

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Faule Eier…

Ostern steht vor der Tür…Ostereier färben, Ostereier suchen, viele Schoko-, Marzipan- und sonstige Eier mampfen. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, verbinde ich mit dieser Zeit sehr positive Erinnerungen. Warum ich heute trotzdem mit der Eierproduktion nichts mehr zu tun haben möchte, erzähle ich Euch heute.

Der ständig steigende Verbrauch von Eiern hat dazu geführt, dass spezialisierte Hybridhühner gezüchtet werden, die sich zwar nicht fortpflanzen, dafür aber unnatürlich viele Eier legen. Diese Hochleistungshühner werden vor allem von 2 Großkonzernen gezüchtet. Der eine davon, Hendrix Genetics, behauptet, dass weltweit bereits 50% der Eierproduktion mit Hennen aus ihren Brütereien erfolgt.

Beim sogenannten Sexen werden die Küken nach Geschlecht sortiert. Die männlichen Küken werden dabei aussortiert und danach lebendig geschreddert oder vergast. In Österreich sind das jährlich 6,3 Millionen männliche Küken, in Deutschland sogar 50 Millionen pro Jahr. Diese Praxis ist auch in Biobetrieben gängig!

Viel schlechter als den Hühnern in Freilandhaltung geht es den Legehennen in der Käfighaltung. Weiblichen Küken wird mit einem glühenden Eisen der Schnabel gekappt und dann werden sie zu dritt oder viert in winzige Käfige gezwängt, wo sie nicht mal ihre Flügel spreitzen können. 18 Monate und rund 400 Eier später werden die völlig ausgemergelten Tiere geschlachtet und enden in Hühnersuppen oder als Tierfutter.

Die Kontrolle darüber, aus welcher Haltung ein Ei stammt endet, sobald ein Ei zum Inhaltsstoff in in einem verarbeiteten Lebensmittel (wie Nudeln, Aufstriche, Mehlspeisen, etc.) oder in einer Mahlzeit in einem Restaurant wird. Als Verbraucher kann ich nur erkennen, dass Eier in dem Produkt enthalten sind.*

Kein Grund zum Verzweifeln! Wie Ihr Eier in Euren Speisen ganz leicht ersetzen könnt, verrate ich Euch das nächste Mal.

ostern

*Quellen: Vebu, Peta und Vier Pfoten

 

 

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Bärlauch einmal anders

Ganz nach dem Motto ‚regional & saisonal‘ heute was Kulinarisches zur Bärlauchsaison…

Bärlauchsalz

50 g Bärlauchblätter

500 g Salz

Die Bärlauchblätter waschen, trocken tupfen und mit 50 g Salz im Standmixer pürieren. Diese relativ flüssige Paste unter das restliche Salz mengen und gut vermischen, sodaß möglichst alle Klümpchen weg sind.

Das Bärlauchsalz auf einem Tablett oder Backblech ausbreiten und vollständig durchtrocknen lassen. Am Besten geht das an der frischen Luft bei Sonnenschein. Drinnen riecht’s sonst doch recht knoflig 🙂 Je nachdem wie warm es ist, dauert das 1-2 Tage.

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 Schweinhundfaktor: niedrig

Kostenfaktor: niedrig

Das war die Veggie Planet 2012!

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Hier ein kleiner Erfahrungsbericht von unserem Besuch der Veggie Planet in Salzburg mit ein paar Fotos.

Bei den Ständen der Veggie Planet herrschte eindeutig mehr Andrang als bei den Ständen der parallel stattfindenden Paracelsus-Messe. Das Besucherinteresse war groß, vor allem bei den Kochshows und den Verkostungen herrschte großer Andrang.

Am Besten hat uns der Vortrag über Grüne Smoothies von Dr. Christian Guth gefallen. Da wir von den grünen Smoothies so begeistert sind, folgt in Kürze ein eigener Beitrag dazu.

Daniela Petschl von Vegcook hat ein leckeres grünes Nudelnest gekocht.

Der Cake-Artist und Konditormeister Chris Geiser begeisterte mit seiner veganen Riesenschaumrolle und verwöhnte alle Schleckmäuler mit Petits Fours.

Bei beim Muso Koroni Stand aus der schönen Steiermark konnte man coole und fair gehandelte Kleidung und vegane Schuhe kaufen. Es gab auch eine tolle Auswahl an veganer und fair gehandelter Kosmetik.

Auch die österreische Marke Ringana hat uns mit Ihrer Frische-Kosmetik begeistert.

Neben einer interessanten Auswahl an Produkten aus Bio-Kokosnüssen (von Dr. Goerg) und kritischer Literatur am Stand der Veganen Gesellschaft Österreichs, waren wir auch von der neu entwickelten Zahnpasta von Sante mit B 12 begeistert.

Auf zur Veggie Planet

Dieses Wochenende findet in Salzburg im Kongresshaus die Veggie Planet, Österreichs allererste Messe für fleischfreien Genuss statt.

Gleichzeitig findet auch die Paracelsus-Gesundheitsmesse statt und die Eintrittskarte gilt für beide Messen. Mit der Vegan-card gibt’s 3 € Ermäßigung auf den Eintritt.

Was erwartet Euch?

Das Wichtigste zuerst: Es gibt was Leckeres zu essen! Unter Anderem ist Spar mit seiner neuen Veggie-Produktlinie vor Ort und Wojnar mit seinen veganen Green Heart Aufstrichen. Auch Kokosblütenzucker und andere exotische Kokosprodukte von Dr. Goerg gibt es zu entdecken. Das kulinarische Programm wird durch Kochshows rund um Grüne Smoothies, vegane Desserts und spannende Vorträge abgerundet.

Bei der Veggie Planet geht es aber nicht nur ums Essen.

Beim Vegetarierbund, den Vier Pfoten und der Veganen Gesellschaft Österreich kann man dann jede Menge interessante Infos zum veganen Lebensstil und zu Tierschutz und Tierrechten erfahren.

Muso Koroni ist mit Ökomode, veganen Schuhen & Büchern und Naturkosmetik vor Ort und auch Ringana ist mit ihrer Frischekosmetik vertreten.

Zum Schluss noch ein Tipp: Die Westbahn bietet bis Ende März Wochenendtickets (nur Samstag und Sonntag) nach Salzburg um 9,- € pro Strecke an. Ideal für die umweltfreundliche Anreise nach Salzburg.

Wir werden uns auf der Veggie Planet für Euch umschauen und berichten…

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Im Dschungel der Naturkosmetik

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Da der Begriff ‚Naturkosmetik‘ nicht geschützt ist, ist es wichtig, auf die Siegeln zu achten. Damit Ihr den Durchblick behaltet, stelle ich Euch heute die wichtigsten Labels für Naturkosmetik vor:

logo-bdihBDIH: Das wohl bekannteste Siegel definiert die Mindestanforderungen für Naturkosmetik. Der Mindestanteil an Bio-Rohstoffen ist nicht vorgegeben. Es gibt jedoch eine Liste, welche pflanzlichen Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau kommen müssen.

 

logo-ecocertEcocert: Einer der größten Bio-Zertifizierer weltweit. Hier wird zwischen Naturkosmetik (mindestens 95% pflanzlich und 5% bio) und Bio-Kosmetik (mindestens 10% bio und 95% pflanzlich) unterschieden. Achtung: Einige synthetische Konservierungsstoffe sind erlaubt!

 

NATRUE_CO_SNatrue: Sieht sich als Interessensvertretung hochwertiger Naturkosmetik mit 3 Standards – Naturkosmetik, Naturkosmetik mit 70%igem Bio-Anteil und Bio-Kosmetik (95% der Inhaltsstoffe aus kbA oder kontrollierter Wildsammlung).

 

Eine für alle leistbare Naturkosmetik ist z.B. die alverde Serie von dm. alverde verzichtet auf Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, sowie auf Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis. Die Rohstoffe stammen bevorzugt aus kbA. Es wir d auf eine ressourcenschonende Entwicklung und Herstellung geachtet. alverde verzichtet auf Tierversuche und ein Großteil der Produkte trägt das Vegan-Siegel, das garantiert, dass keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Schweinehundfaktor: niedrig

Kostenfaktor: Je nach Marke niedrig bis hoch

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Ein Schwammtuch für alle Fälle!

Wenn man es sich genauer anschaut, ist man überrascht, woraus Alltagsprodukte so bestehen. Normale Schwammtücher z.B. bestehen aus synthetischem Gewebe und enthalten künstliche Feuchtmacher. Daher machen sie auch bei der Entsorgung Probleme.

Wir verwenden daher kompostierbare Schwammtücher.  Diese Putzlappen bestehen aus natürlichen Rohstoffen wie Zellulose und Baumwollfaser.

Man kann sie immer wieder verwenden, da sie in der Waschmaschine bis 60°C gewaschen werden können. Wenn ein Schwammtuch ausgesorgt hat, kann man es einfach kompostieren, denn er ist zu 100% verrottbar.

Also nicht Schwamm drüber, sondern mitdenken beim Einkaufen und die Umwelt schonen!

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Schweinehundfaktor: niedrig

Kostenfaktor: niedrig

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Bücher besser borgen….

Die meisten Bücher die ich lese, lese ich nur einmal. Mittlerweile versuche ich nur mehr Bücher zu kaufen, die ich oft als Nachschlagewerke benutze oder, die ich in der Bücherei nicht bekomme.

Deshalb bin ich schon seit Jahren begeisterter User und Fan der Büchereien Wien. Es überrascht mich immer wieder, wie viele der Bücher, die mich interessieren, ich dort finde. Die Auswahl ist riesig und die Jahresgebühr für Erwachsene beträgt nur: 30,- €.

Mittlerweile gibt’s auch schon eine umfangreiche virtuelle Bücherei Wien. Da ich sehr viel in Englisch lese, liebe ich die separate englischsprachige elibrary, die ebenfalls in der Mitgliedschaft inkludiert ist. Darüber hinaus borge ich mir gerne Reiseführer aus, da ich diese nach dem Urlaub sowieso nicht brauche.

In der Bibliothek gibt es auch eine große Auswahl an Zeitschriften, DVDs und CDs, die du dir ausleihen kannst.

Was sagt Ihr eigentlich zu E-Books? Sind sie die umweltfreundlichere Variante? Kein Druck- und Papieraufwand, bei Bestellungen über das Internet fällt der Versand weg und die E-Reader verbrauchen ziemlich wenig Strom. Persönlich lese ich seit sieben Jahren großteils auf meinem E-Reader und bin sehr zufrieden. Ich bin auf Eure Meinungen gespannt!

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Schweinehundfaktor: mittel

Kostenfaktor: niedrig, Ersparnis hoch!

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Frisch wie ein Fisch?

Von klein auf habe ich Thunfisch und Fischstäbchen geliebt. Warum das heute nicht mehr so ist, möchte ich Euch heute erzählen.

Zum Einen habe ich gelernt, dass sich im Fleisch von Fischen und Schalentieren extrem hohe Mengen an Giftstoffen ansammeln (das bis zu 9-Millionenfache der Giftstoffe des Wassers, in dem sie leben), z.B. Dioxin, Quecksilber und Blei. Diese Gifte können zu Nierenschäden, Entwicklungsstörungen und Krebs führen und sogar tödlich enden.*

Zum Anderen sind die Fischfang- und Züchtmethoden weder tier- noch umweltfreundlich. Dazu kommt, dass viele Arten mittlerweile extrem überfischt sind.

Sehr ausführliche und interessante Infos rund um das Thema Fisch könnt Ihr auf Fischen tut weh nachlesen.

Den Fischessern unter Euch möchte ich den Fischratgeber vom WWF ans Herz legen, den gibt’s auch als iPhone und Smartphone App.

Mir hat es sehr geholfen, alle meine Fischrezepte wegzuwerfen. Wenn ich jetzt meine Rezepte durchschaue, komme ich gar nicht in Versuchung. Ich esse soviele andere Sachen gern, sodass mir Fisch wirklich nur sehr selten fehlt.

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Schweinehundfaktor: hoch

*Quelle: PETA – Fischessen ist gefährlich.

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Auf den Essig gekommen…

Essig ist ein Allround-Haushaltshelfer. Heute möchte ich Euch mal ein paar Tipps geben, wie Ihr Essig in der Küche einsetzen könnt…

  • Zwiebelgeruch auf den Fingern vermeiden: Einfach vor und nach dem Zwiebel schneiden die Finger mit Essig einreiben.
  • Holzschneidbretter reinigen und desinfizieren: Einfach mit unverdünntem Essig abreiben.
  • Obstflecken von den Fingern entfernen: Die Flecken mit Essig einreiben.
  • Fett und Gerüche von Geschirr entfernen: Einfach zum Abwaschwasser einen Esslöffel Essig dazu geben.
  • Den Teekessel reinigen: Eine Mischung aus Wasser und Essig aufkochen und danach auswischen.
  • Den Kühlschrank reinigen: Auswischen mit einer 50:50 Mischung aus Wasser und Essig.
  • Verkrustete Reste von Pfannen entfernen: Die Pfanne mit 3 Esslöffeln Essig und 600ml Wasser befüllen. Einfach das Wasser aufkochen, bis sich die Essenrückstände lösen.
  • Die Mikrowelle putzen: 4 Esslöffel Essig und 250 ml Wasser in der Mikrowelle kochen. Löst Essenreste von den Wänden und desodoriert.
  • Schraubgläser reinigen und desodorieren: Einfach mit Essig ausschwemmen.
  • Plastikboxen desodorieren: Eine Scheibe Brot in Essig tränken und über Nacht in der Box lassen.

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