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Zero Waste Kitchen – Kochen statt Wegwerfen

Wenn du deinen Müll reduzieren willst, ist die Küche ein idealer Ort, um damit anzufangen. Denn allein in Wien werden pro Person 40 kg Lebensmittel jährlich weggeworfen, die man hätte essen können. Woran das liegt? Ein Grund dafür ist, dass wir meistens zu viel und zu planlos einkaufen. Außerdem landen abgelaufene Lebensmittel im Müll, die noch in Ordnung wären. Bei manchen Dingen wissen wir einfach auch nicht, wie wir sie verwerten sollen, z. B. Strünke und Blätter von Gemüse oder auch welker Salat. Das Buch Zero Waste Kitchen von Veronika Pichl soll hier Abhilfe schaffen. (Dieser Beitrag enthält Werbung).

Achtung: Von den 60 Rezepten sind 5 mit Fleisch oder Fisch und 18 vegetarisch (die man zum Teil selbst veganisieren kann). Da es aber derzeit das einzige Buch zu dem Thema im deutschsprachigen Raum ist, habe ich mich trotzdem dazu entschlossen, es hier vorzustellen.

Zero Waste Kitchen Titelbild

Neben Tipps zur Verarbeitung heimischer Obst- und Gemüsesorten wie Apfel, Birne, Gurke und Karotte gibt es auch einige Rezepte für Exoten wie Papaya, Avocado und Ananas. Bei diesen weitgereisten Lebensmitteln hätte ich einen Hinweis auf deren großen ökologischen Fußabdruck gut gefunden.

Das Buch startet mit einer kurzen Einführung in das Thema Zero Waste, Tipps zum Planen des Einkaufs und der richtigen Lagerung von Lebensmitteln. Da ich mich schon längere Zeit mit dem Thema Zero Waste beschäftige, war für mich nicht wirklich was Neues dabei. Mir war dieser Teil etwas zu oberflächlich und vage. Ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht, denn bei einer Zero Waste Küche geht es nicht nur um das Verarbeiten von Lebensmitteln, sondern z. B. auch um den müllfreien Einkauf oder Anregungen, wie man überreifes oder welkes Obst und Gemüse noch sinnvoll verwerten kann (worauf außer beim Salatpesto nicht eingegangen wird).

Der Rezeptteil ist alphabetisch nach Obst- und Gemüsesorten geordnet, was ich sehr übersichtlich finde. Am Anfang gibt es immer etwas Info dazu, z. B. welche Vitamine in Äpfeln stecken oder welche Teile man davon verwerten kann.

Die Kochrezepte reichen von Basics, wie selbstgemachtem Apfelessig, über Snacks wie Brokkolistrunk-Chips, bis zu Hauptmahlzeiten wie Tomaten-Curry mit Lauchgrün. Neben den Kochrezepten findest du auch Anleitungen für diverse Haushaltsanwendungen wie Shampoo, Gurkenschalenmaske und Zitrusreiniger.

Fazit zu Zero Waste Kitchen:

Zero Waste Kitchen aus dem Riva Verlag ist übersichtlich und ansprechend gestaltet und greift ein wichtiges Thema auf. Persönlich hätte ich mir ein umfassenderes Werk mit noch mehr Verwertungsmöglichkeiten gewünscht. Bananenschalen kann man z. B. nicht nur kandieren, einlegen oder anbraten, sondern auch damit düngen oder die Schuhe putzen. Auch Kaffeesatz kann man auf unterschiedlichste Arten wieder verwerten. Besonders spannend finde ich auch die Möglichkeit Aus Pflanzenresten wieder Gemüse zu züchten. Heutzutage kann man auch schon in einer Stadtwohnung kompostieren, ein weiterer spannender Aspekt, der in „Zero Waste Kitchen“ nur gestreift wird. Alles in allem ist das Buch ein guter erster Einstieg in das Thema, aber noch mit viel Potenzial zum Ausbauen.

Hier noch Rezept zum Ausprobieren:

Salat mit Rote-Bete-Blättern

Für 2 Portionen

glutenfrei/vegan

Zutaten:

Blätter und Stiele von 2-3 Roten Rüben

1 Apfel

1 Knoblauchzehe

1 Scheibe Ingwer

1/2 Bund Petersilie

4 EL Rapsöl

2 EL Essig und/oder Zitronensaft

Salz, Pfeffer

100 g Pekannüsse (mein Tipp: Stattdessen heimische Walnüsse nehmen, die im Geschmack recht ähnlich sind)

Zero Waste Kitchen: Salat mit Rote Bete Blätter Rezept

© Bianca Zapatka

Zubereitung:

  1. Rote-Bete-Blätter und Stiele waschen, trocken schütteln und in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Apfel waschen, abtrocknen, Stiel und Kerne entfernen (können weiterverwendet werden, Rezepte dazu gibt es im Buch) und klein würfeln.
  3. Knoblauch abziehen und pressen.
  4. Ingwer reiben.
  5. Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken.
  6. Knoblauch, Ingwer, Öl, Essig, Salz und Pfeffer verühren.
  7. Rote-Bete-Stücke in eine Schüssel geben und mit Dressing, Apfel, Petersilie und Pekannüssen vermengen.

Versuchst du in deiner Küche Zero Waste umzusetzen? Wie geht es dir dabei? Hast du noch Tipps, wie man Reste verwerten kann? Ich freu mich, wenn du sie mir verrätst!

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Wiederverwertet: Kaffeesatz – Teil 2

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Kaffeesatz kann noch mehr! Hier noch ein paar Tipps:

Den Kaffeesatz zuerst ausgebreitet trocknen lassen. Dann in geschmacksneutralen Gefäßen, wie alten Schraubgläsern, (dann allerdings dunkel lagern!) aufbewahren.

Haushalt:

  • Schokokuchen aufpeppen: Etwas Kaffeesatz in den Kuchenteig rühren, schmeckt auch lecker bei Brownies.
  • Hände von Küchengerüchen befreien: Nach dem Kochen die Hand mit Kaffeesatz abreiben. Danach mit Wasser und Seife abwaschen. Voilà, Knoblauch & Zwiebelgerüche sind verschwunden!
  • Abfluß freihalten: Regelmäßig 1/2 Tasse Kaffeesatz in den Waschbeckenabfluß schütten und mit kochendem Wasser nachspülen. Beseitigt Ablagerungen & beugt Verstopfungen vor.
  • Vasen reinigen: Wasser & Kaffeesatz einfüllen, etwas stehen lassen. Dann mehrmals hin & her schwenken. Kaffeewasser wegschütten und mit klarem Wasser nachspülen.
  • Gerüche neutralisieren: Kaffee wirkt von Natur aus desodorierend, z.B. gegen Zigarettenrauch. In einer Schale im Kühlschrank. Getrockneten Kaffesatz in einen Beutel füllen. Wirkt im Kleiderschrank, im Auto und im Mülleimer-Deckel.
  • Schuhe entmüffeln: Aus alter Kleidung kleine Säckchen nähen und mit trockenem Kaffeesatz füllen. Säckchen in die Schuhe stecken.

Kennt Ihr noch andere Möglichkeiten? Wir freuen uns über weitere Ideen!

P.S.: In Teil 1 gibt’s Tipps für Körperpflege und Garten.

Wiederverwertet: Kaffeesatz – Teil 1

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Wegwerfen ist out, wiederverwenden ist in! Heute gibt’s mal Tipps wie man Kaffeesatz für Körperpflege und Garten einsetzen kann. Im Teil 2 folgen schlaue Ideen für den Einsatz im Haushalt.

Garten:

  • Beete schützen: Kaffeesatz und Orangenschalen um die Gartenbeete streuen. Hält Katzen, Schnecken und Ameisen fern. Achtung bei jungen Katzen, die könnten den Kaffee fressen!
  • Düngen: Perfekt für Pflanzen, die ein saures Milieu lieben wie Rosen, Tomaten, Azaleen, Rhododendron. Den Kaffeesatz gut in den Boden einarbeiten, damit er nicht schimmelt. Nicht übertreiben! Alle 5-6 Wochen eine 3-/4 Tasse Kaffeesatz in der Nähe der Wurzeln eingraben.
  • Starke Samen: Radieschen und Karotten werden besonders kräftig, wenn man bei der Aussat der Samen getrockneten Kaffeesatz darunter mischt.

Körperpflege:

  • Glänzende Haare: Den Kaffeesatz in die sauberen, nassen Haare ein paar Minuten einmassieren, dann ausspülen. Achtung: Kaffee färbt auch leicht! Blonde & Brünette bekommen davon schöne Highlights!
  • Hand- & Body-Peeling: Kaffeesatz mit Kokosöl vermischen. Perfekt als Dusch-Peeling oder für fleckige GärtnerInnen-Hände.
  • Gesichtsmaske: 4 TL Kaffeesatz, 4 TL ungesüßtes Kakaopulver, 8 TL Olivenöl. Bei fettiger Haut 2 TL Zitronensaft dazugeben. Kaffee und Kakao vermischen. Dann die flüssigen Zutaten unterrühren, bis sich eine glatte Creme geformt hat. Auf Hals und Gesicht auftragen, eintrocknen lassen. Zum Lockern der Maske ein feuchtes Tuch draufdrücken. Maske mit warmem Wasser abspülen. Die Paste hält sich einige Tage im Kühlschrank.

Viel Freude beim Ausprobieren!

Wenn man den Kaffeesatz zum späteren Verwenden aufheben will ist es wichtig, ihn vorher gründlich zu trocknen. Sonst schimmelt er! Am Besten flach ausbreiten, z.B. auf einem großen Teller und 2-3 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann in einen geschmacksneutralen, undurchsichtigen Behälter füllen und kühl und trocken aufbewahren.

Leila, my love

In Leila hab‘ ich mich auf Anhieb verliebt, denn Leila ist einfach supercoool! Leila müßt Ihr unbedingt kennenlernen.

Leila ist nämlich ein Leihladen. Der 1. Leila wurde 2010 in Berlin gegründet. Die Idee dahinter ist genauso einfach, wie genial: Dinge gemeinsam nutzen. Hier geht es darum zu teilen statt zu horten. Hand auf’s Herz: Wieviele Stunden im Jahr benützt man eine Bohrmaschine? Wieviele Tage im Jahr die Diskokugel? Wieviele Wochen im Jahr das Zelt?

Dank Leila hat man nicht nur weniger Zeug zuhause herumkugeln, das man selten braucht, sondern spart auch noch Geld und schont die Umwelt.

Was noch ganz toll an der Idee von Leila ist? Dass Nachahmen ausdrücklich gewünscht ist. Ab Ende Mai wird es deshalb auch im 16. Bezirk in Wien einen Leihladen geben. Die ersten Leihgegenstände könnt Ihr bereits diesen Samstag, am 3. Mai, von 14-19 Uhr in die Herbststraße 15 bringen!

Verdienterweise ist Leila Wien auch gleich für den Social Impact Award 2014 nominiert worden. Wenn Ihr Leila Eure Stimme geben wollt, könnt Ihr hier einfach oberhalb des Videos mit ‚Select Leila Wien‘ Leila auswählen. Dann oben nicht vergessen, Euer Voting abzuschicken.

Alle weiteren Infos zu Leila Wien findet ihr hier.

Und übrigens: Wir von beechange würden uns wahnsinnig über einen Waldviertler Leila freuen. Wenn es unter Euch auch Interessierte gibt, die diese Idee gemeinsam verwirklichen wollen, meldet Euch!

Bild: Leila Wien

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Hereinspaziert!

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Es ist soweit! Ab sofort ist der Beechange-Webshop geöffnet & es darf eingekauft werden. Wir sind gespannt, wie Euch die Produkte gefallen & freuen uns, wenn Ihr uns Feedback gebt, den Shop bewertet & den Shop-Start auf Facebook in die Welt hinauspostaunt.

Herzlichen Dank & viel Spaß,

Euer Beechange-Team

Carla im Tausch-Rausch

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Jetzt haben die Swap-Parties auch die Carla Läden in Wien erfasst! Der Eintritt ist gratis, aber Ihr müßt die Kleidungsstücke schon vorher abgeben. Hier erfahrt Ihr wie’s geht:

Der 1. Termin ist schon übermorgen!

Wo: Carla Mittersteig, Textilhalle, Mittersteig 10, 1050 Wien

Wie funktioniert’s: Die Tauschartikel müßt Ihr vorab hinbringen! Die Abgabe ist noch bis 30.1. um 14 Uhr in der Textilhalle möglich (Öffnungszeiten von 9-18 Uhr). Für die hingebrachten Stücke erhaltet Ihr einen Abgabebeleg, denn Ihr dann zur Tausch-Rausch Party mitbringt und einlöst.

Wann: 30. Jänner 2014 von 17-20 Uhr. Abgabebeleg nicht vergessen, der ist die Eintrittskarte!

Der 2. Termin findet Ende Februar statt:

Wo: Carla Nord, Textilhalle, Steinheilgasse 3, 1210 Wien

Wie funktioniert’s: Die Tauschartikel müßt Ihr vorab hinbringen! Die Abgabe von Montag, 24.2.2014 um 9 Uhr bis Donnerstag, 27.2. um 14 Uhr in der Textilhalle möglich (Öffnungszeiten von 9-18 Uhr). Für die hingebrachten Stücke erhaltet Ihr einen Abgabebeleg, denn Ihr dann zur Tausch-Rausch Party mitbringt und einlöst.

Wann: 27. Februar 2014 von 17-20 Uhr. Abgabebeleg nicht vergessen (siehe unten), der ist die Eintrittskarte!

Wieviel: Ihr könnt bis zu maximal 10 gut erhaltene Kleidungsstücke, Accessoires oder Schuhe abgeben und eintauschen.

 

Achtung: Bei beiden Tausch-Rasuch-Parties sind die Plätze auf 40 Personen limitiert. Die Reihung erfolgt nach Anmeldung!

Nach dem erfolgreichen Tauschen könnt Ihr den Abend gemütlich an der Sektbar ausklingen lassen.

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Auf Safari in Lunzers Maß-Greißlerei

Wir waren schon dort! Nämlich in Lunzers Maß-Greißlerei, die eigentlich erst übermorgen eröffnet. Im Rahmen der ‚urban & unpackaged‘ Biorama Leser-Safari haben wir die Chance genutzt, uns selbst einen 1. Eindruck von der neuen müllfreien Wiener Einkaufs-Möglichkeit zu machen.

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Man fühlt sich gleich beim Betreten wohl. Die helle Beleuchtung und die weiß gestrichenen Wände bilden einen schönen Kontrast zu den dunklen Holzmöbeln. In angenehmer, überschaubarer Runde erzählt Andrea Lunzer, die Besitzerin, von Ihren Herausforderungen auf der Suche nach passenden Lebensmitteln und Herstellern und beantwortet geduldig die zahlreichen Fragen der interessierten Zuhörer.

Andrea Lunzer läßt uns auch gleich mal leckere gebrannte Mandeln & Waldviertler Schoko-Granetti in Lunzer-Gläser runterrieseln und verkosten. Für diejenigen, die ohne eigene Behälter einkaufen kommen oder denen die Gläser zu schwer sind, hängen auch schon braune Papier-Sackerln mit dem schlichten roten Stempel-Aufdruck der Maß-Greißlerei bereit.

In den Auslagen wartet schon eine Auswahl an Marmeladen vom Biohof Lunzer und essig-saures Gemüse in Pfand-Gläsern auf die Kundschaft. An verschiedensten Stellen im Shop findet man auch nette kleine Zetteln zum Mitnehmen: Mit Tipps zur Lebensmittel-Aufbewahrung, Rezepten oder einfach Dingen zum Schmunzeln.

Äpfel, Zwiebel und Erdäpfel liegen schön arrangiert in Stoffsäcken und erinnern an längst vergange Zeiten.  Vor der kleinen Café-Bar erwarten uns leckere Snacks & Getränke, darunter auch die Edelbiere der butterflyconnection, einem Tochterbetrieb des Biohofs Lunzer.

Gleich neben der Theke geht es ein paar Schritte in einen kleineren Raum, wo die tollen Putzmittel der Vorarlberger Firma Uni Sapon stehen. Außerdem finden sich hier neben Bier, Wein und Säften in einem Kühlregal die abgefüllten Milchprodukte, wie Joghurt, Topfen und Schlagobers von den Hoflieferanten und lose Eier.

Ein sehr netter, gelunger Abend und ich freu‘ mich schon auf meinen ersten Einkauf bei meinem nächsten Wien-Besuch.

Wenn Euch jetzt die Neugier gepackt habt, dann kommt doch einfach am Samstag zur Eröffnung. Die Details dazu und weitere Infos zur Maß-Greißlerei findet Ihr in unserem Artikel von letzter Woche. Der reguläre Verkauf startet nächsten Montag, am 27. Jänner.

Und noch ein paar wichtige Sachen zum Schluß:

Das Pack-Service der Maß-Greißlerei: Einfach in der Früh die Einkaufsliste und die eigenen Behälter abgeben und am Abend den fix und fertig eingepackten Einkauf abholen.

Wer am Samstag mit den eigenen Behältern einkauft, bekommt ein Heiß-Getränk gratis 🙂

Die Maß-Greißlerei findet Ihr in der Heinestraße 35, im 2. Bezirk.

Öffnungszeiten sind: Mo-Fr von 9-20 Uhr und Sa von 9-18 Uhr

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Schraube 14 – Wiens coolstes Reparatur-Café

Sujet-schraube14-Reparatur-Café-300x300Dem einprogrammierten Ablaufdatum von Fön, Bügeleisen und anderen Elektrogeräten wird hier ein Schnippchen geschlagen. Mit Hilfe der Profis vom Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z. könnt Ihr Eure defekten Kaffee-Maschinen, Toaster, etc. wieder zum Laufen bringen. Aber auch mit Elektronik-Geräten mit fest verbauten Akkus (wie z.B. von Apple) oder wenn Ihr ein Display austauschen müsst, seid Ihr hier an der richtigen Stelle.

Das Schraube 14 Reparaturcafé ist die ideale Lösung, um Geräte, die man auf Grund von zu hohen Arbeitskosten nicht wirtschaftlich repararieren könnte, selbst wieder zum Laufen zu bringen. Das große Plus, im Vergleich zu anderen Repair-Cafés, wie sie sich in Holland, Frankreich und Deutschland schon länger durchgesetzt haben, ist die professionelle und noch dazu kostenlose Unterstützung von gelernten Mechatronikern. Neben dem technischen Know-How und den Räumlichkeiten, die vom R.U.S.Z. zur Verfügung gestellt werden, gibt es auch Kaffee und Kuchen, die die Bäckerei Ströck beisteuert.

Mit dem Reparatur-Café möchte das R.U.S.Z. Konsumenten helfen, sich gegen die geplante Obsoleszenz zur Wehr zu setzen und andererseits die Müllberge an Elektro-Schrott zu verringern. Mehr Infos und Tipps rund um das Thema geplante Obsoleszenz findet Ihr hier.

Dem Gründer und Geschäftsführer von R.U.S.Z., Sepp Eisenriegler, ist es ein Anliegen andere Menschen anzuregen, sich von der vorherrschenden Konsum- und Wegwerfgesellschaft wegzubewegen in Richtung überlegtem und wertschätzendem Umgang mit den uns noch verbleibenden Ressourcen. Die Ausbeutung der Rohstoffe aus den Ländern des Südens und die Herstellung kurzlebiger Billig-Produkte unter menschenunwürdigen Bedingungen sollen ein Ende nehmen.

Meiner Meinung nach geht es auch darum, dass sich die westlichen Konsumenten dieser Produkte klarwerden, dass sie für die Berge von Elektroschrott, die unter Anderem in Ghana abgelagert werden, mitverantwortlich sind. Genauso wie für die Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die mit diesem Müll leben müssen, als auch für die Auswirkungen auf die Umwelt.

Nicht gleich einen neuen Fön zu kaufen, nur weil er einen Defekt hat, sondern ihn zu reparieren ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn Ihr jetzt Lust bekommen habt, selbst Hand anzulegen, habt Ihr schon morgen die nächste Gelegenheit herumzuschrauben:

Wo: R.U.S.Z., Lützowgasse 12-14,1140 Wien

Wann: jeden Donnerstag von 14-17 Uhr (nur an Werktagen)

Anfahrt: U3 bis “Hütteldorfer Straße”, dann 3 Stationen mit der Straßenbahnlinie 49 bis “Lützowgasse – Hanuschkrankenhaus” oder Straßenbahnlinie 52 bis “Lützowgasse”

Viel Spaß und viel Erfolg beim Reparieren!

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Weihnachtsgeschenke give away

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Die Pfeffermühle, die das Christkind gebracht hat ist zwar schön, aber wer braucht schon eine dritte? Das giftgrüne Windlicht von Tante Anni war zwar gut gemeint, paßt aber einfach nicht ins blaue Wohnzimmer.

Nächste Woche habt Ihr die Gelegenheit alle gut gemeinten, aber unpassenden oder überflüssigen Weihnachtsgeschenke bei einem Give-Away-Fest weiterzugeben.

Da der Platz begrenzt ist, bitte unbedingt anmelden und nur kleine, funktionstüchtige und saubere Sachen mitbringen!

Wo: Hecher Art Gallery, Kreuzgasse 33, 1180 Wien

Wann: Sonntag, 12. Jänner 2014, 14-18 Uhr

Wie: Freier Eintritt, Anmeldung bis spätestens 10. Jänner bei Reinhard Urban

Anreise: U6 AKH – Michelbeuern und dann ca. 3 Häuserblocks zu Fuß oder mit dem 42iger bis Station Hildebrandgasse (Kreuzgasse)

Auf zum Repair-Café für Kids

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Wenn Ihr mit Euren Kindern noch etwas Besonderes an den letzten beiden Adventwochenenden unternehmen wollt, dann kann ich Euch die Winterwerkstatt im Zoom Kindermuseum im Wiener Museumsquartier ans Herz legen. Kaputte Spielsachen zusammenpacken und los geht’s!

Am 14. und 15. Dezember 2013 werden Spielsachen aus Textilien repariert oder was Neues daraus gemacht und am 21. und 22. Dezember sind dann alte Schätze aus Holz dran. Hilfe bekommt Ihr von den Profis vom Recycling Kosmos.

Was müßt Ihr sonst noch wissen?

Zeit: jeweils von 14-16.30 Uhr

Kosten: 6,- € pro Person

Alter: Für Kinder ab 7 und Erwachsene

Viel Spaß beim Tüfteln 🙂

Bildnachweis: Zoom Kindermuseum