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Auf Safari in Lunzers Maß-Greißlerei

Wir waren schon dort! Nämlich in Lunzers Maß-Greißlerei, die eigentlich erst übermorgen eröffnet. Im Rahmen der ‚urban & unpackaged‘ Biorama Leser-Safari haben wir die Chance genutzt, uns selbst einen 1. Eindruck von der neuen müllfreien Wiener Einkaufs-Möglichkeit zu machen.

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Man fühlt sich gleich beim Betreten wohl. Die helle Beleuchtung und die weiß gestrichenen Wände bilden einen schönen Kontrast zu den dunklen Holzmöbeln. In angenehmer, überschaubarer Runde erzählt Andrea Lunzer, die Besitzerin, von Ihren Herausforderungen auf der Suche nach passenden Lebensmitteln und Herstellern und beantwortet geduldig die zahlreichen Fragen der interessierten Zuhörer.

Andrea Lunzer läßt uns auch gleich mal leckere gebrannte Mandeln & Waldviertler Schoko-Granetti in Lunzer-Gläser runterrieseln und verkosten. Für diejenigen, die ohne eigene Behälter einkaufen kommen oder denen die Gläser zu schwer sind, hängen auch schon braune Papier-Sackerln mit dem schlichten roten Stempel-Aufdruck der Maß-Greißlerei bereit.

In den Auslagen wartet schon eine Auswahl an Marmeladen vom Biohof Lunzer und essig-saures Gemüse in Pfand-Gläsern auf die Kundschaft. An verschiedensten Stellen im Shop findet man auch nette kleine Zetteln zum Mitnehmen: Mit Tipps zur Lebensmittel-Aufbewahrung, Rezepten oder einfach Dingen zum Schmunzeln.

Äpfel, Zwiebel und Erdäpfel liegen schön arrangiert in Stoffsäcken und erinnern an längst vergange Zeiten.  Vor der kleinen Café-Bar erwarten uns leckere Snacks & Getränke, darunter auch die Edelbiere der butterflyconnection, einem Tochterbetrieb des Biohofs Lunzer.

Gleich neben der Theke geht es ein paar Schritte in einen kleineren Raum, wo die tollen Putzmittel der Vorarlberger Firma Uni Sapon stehen. Außerdem finden sich hier neben Bier, Wein und Säften in einem Kühlregal die abgefüllten Milchprodukte, wie Joghurt, Topfen und Schlagobers von den Hoflieferanten und lose Eier.

Ein sehr netter, gelunger Abend und ich freu‘ mich schon auf meinen ersten Einkauf bei meinem nächsten Wien-Besuch.

Wenn Euch jetzt die Neugier gepackt habt, dann kommt doch einfach am Samstag zur Eröffnung. Die Details dazu und weitere Infos zur Maß-Greißlerei findet Ihr in unserem Artikel von letzter Woche. Der reguläre Verkauf startet nächsten Montag, am 27. Jänner.

Und noch ein paar wichtige Sachen zum Schluß:

Das Pack-Service der Maß-Greißlerei: Einfach in der Früh die Einkaufsliste und die eigenen Behälter abgeben und am Abend den fix und fertig eingepackten Einkauf abholen.

Wer am Samstag mit den eigenen Behältern einkauft, bekommt ein Heiß-Getränk gratis 🙂

Die Maß-Greißlerei findet Ihr in der Heinestraße 35, im 2. Bezirk.

Öffnungszeiten sind: Mo-Fr von 9-20 Uhr und Sa von 9-18 Uhr

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Müllfrei einkaufen!

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Diesen Samstag ist es soweit. Im 2. Bezirk eröffnet der 1. Zero-Waste Bio-Greißler Wiens.

Was früher beim Greißler selbstverständlich war, findet man heute kaum mehr. Einkaufen nach Maß mit selbstgebrachten Behältern oder Stoff-Beuteln. Lunzers Maß-Greißlerei bietet eine wohltuende Alternative zu Lock-Angeboten à la ‚Nimm 3 zahl 2‘, die dazu verführen zuviel zu kaufen und dann wegzuwerfen. Es geht aber nicht nur darum, die für einen passenden Mengen zu kaufen, sondern vor allem auch um die Vermeidung von Müll.

Der Einkauf funktioniert ganz simpel: Entweder man bringt selbst Gefäße mit oder man greift auf die Gläser und Papier-Sackerln der Maß-Greißlerei zurück.

Angeboten werden ausschließlich biologische und vegetarische Produkte:

  • Obst und Gemüse
  • Brot & Gebäck
  • Käse
  • Nudeln, Reis, Mehl, Grieß und Flocken
  • Tee & Kaffee
  • Gewürze
  • Essig & Öl
  • Marmeladen & bald auch Honig
  • Milchprodukte
  • Säfte, Bier, Wein und hochprozentige Alkoholika
  • Putzmittel

Diesen Samstag findet die große Eröffnung mit Bio-Wein und hausgemachten Snacks statt. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Jungs von Tingel Tangel.

Wann: Samstag, 15. Jänner 2014 von 12-18 Uhr

Wo: Lunzers Maß-Greißlerei, Heinestraße 35, 1020 Wien

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Recht haben ist nicht genug

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Neben mir steht gerade ein leckeres Stück Mohnkuchen und wartet darauf, von mir verzehrt zu werden. Nichts Besonderes? Ich finde schon, denn für 1.000.000.000 Hungernde weltweit existiert das Recht auf Nahrung nur auf dem Papier.

Die Filmtage Hunger.Macht.Profite.6 widmen sich auch heuer wieder diesem wichtigen Thema. Die Bandbreite der Themen reicht von Nahrungsmittelspekulation über Lebensmittelverschwendung bis zur Sinnhaftigkeit von Emissionszertifikaten für die Aufrechnung von Schadstoffbelastungen.

In Wien finden die Filmtage diese Woche von Donnerstag, 14.11., bis Sonntag, 17.11.2013, statt. Als Location hat sich dafür das Top-Kino in der Rahlgasse bewährt. Den kompletten Programmfolder für Wien findet Ihr hier. Im Anschluß an die Filme finden spannende Expertengespräche statt, unter Anderem mit Vertretern von AgrarAttach und Fian.

Hier findet Ihr auch alle Infos für Hunger.Macht.Profite.6 in Vorarlberg, Niederösterreich, Kärnten, Steiermark und Oberösterreich.

SetWidth240-Mier2013-logo-websmallOb vor oder nach dem Kinobesuch, irgendwann knurrt sicher der Magen. Dann kann ich Euch ein Essen im Rahmen der tollen Aktion  Mir isst es Recht empfehlen. Bis 10. Dezember werden dabei in über 30 Lokalen in Wien, Steiermark, Oberösterreich und Kärnten speziell ausgewiesene Speisen serviert.

Für jede dieser Mahlzeiten, die Ihr bestellt, spenden die Gastwirte 1-1,50 € an FIAN, die internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung.

Im Oben in Wien habe ich die FIAN-Speise schon verkostet: geschmorte rote Rüben mit Buchweizengröstel, Jus & Apfelchutney, hmmm!

Bild copyrights: thurnfilm.de und fian

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Tauschen ist das neue Kaufen

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Immer wieder was Neues zum Anziehen? Kaum Geld dafür ausgeben? Und die Umwelt dabei schonen?

Ja, das geht – und einfach noch dazu! Im November habt Ihr in Wien gleich bei 3 Swap-Events wieder die Gelegenheit, neue Lieblingsstücke zu ergattern.

Den Anfang macht Top Swap am Samstag, 16. November von 11-22 Uhr im Novomatic Forum gegenüber der Sezession:

  • Kinder unter 14 Jahren dürfen kostenlos in der eigenen Kids-Area tauschen!
  • Für alle Erwachsenen gilt ein Unkostenbeitrag von 5,- €.
  • Vorher unbedingt anmelden
  • Achtung: Diesmal ist die Stückzahl auf 5 beschränkt!
  • Was Ihr tauschen könnt und was nicht, Infos zu alten Kilopässe, etc., findet Ihr hier.
  • Ein Rahmenprogramm mit DIY Workshops, Musik und Bar sorgen für nettes Flair!
  • Es werden noch Helferleins gesucht – Als Dankeschön winkt ein Goodiebag!
  • Kleidung, die nicht eingetauscht wird, bekommt ein soziales Hilfsprojekt.

Am Sonntag, 17. November, geht’s dann gleich im Atelier Peph mit der Fesch Kleidertauschbörse weiter:

  • In der Location im 16. Bezirk könnt Ihr von 11-20 Uhr swappen.
  • Hier könnt Ihr mitbringen und eintauschen so viel Ihr wollt!
  • Die Stücke werden gewogen und Ihr bekommt Kilopässe.
  • Unkostenbeitrag ist auch bei diesem Event 5,- €
  • Übrig gebliebene Kleidung geht an die Flüchtlingshilfe von Ute Bock!

Der Feschmarkt hat natürlich viel mehr als die Kleidertauschbörse zu bieten und startet schon am Freitag. Ich schau‘ sicher in der Ottakringer Brauerei beim Food-Market bei den Standln von Müslibrikett und dazu vorbei. Neben Delikatessen findet Ihr aber auch Mode, Produkt-Design und Kunst.

Und last, but not least das Swap-Event von Kleiderkreisel am Samstag, 23. November, im Gasometer:

  • freier Eintritt, keine Anmeldung notwendig
  • von 11-13 Uhr könnt Ihr bis zu 10 Kleidungsstücke (keine Hosen!), Taschen und Schuhe abgeben
  • für jedes mitgebrachte Stück gibt es einen Stempel im Tauschpaß
  • von 13-20 Uhr wird dann eingelöst, was das Zeug hält
  • Natürlich wird auch hier die nicht getauschte Kleidung einer wohltätigen Organisation gespendet

Auf über 2.000 m2 macht Kleiderkreisel an diesem Tag gemeinsame Sache mit Lieblingsflohmarkt, Tingel Tangel und Mädelsflohmarkt gemeinsame Sache. Vor oder nach dem Tauschen könnt Ihr also auch noch nach Vintage, second hand und Design Schätzen stöbern. Mehr Infos zu den Flohmärkten findet Ihr hier und zum Kleiderkreisel-Tausch-Event hier.

So und jetzt heißt’s für alle Kleiderkasten durchstöbern, Termine eintragen und vorfreuen!

 

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T-Shirt, Teppich, Topflappen

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Eine seltsame Kombination? Ganz und gar nicht! Diese 3 und rund 60 weitere kreative Upcycling-Projekte  findet Ihr in dem Buch Das war doch meine Lieblingsjeans – Sachen für Kids aus gebrauchten Materialien.

Die finnisch-deutsche Textildesignerin Laura Sinnika Wilhelm verwandelt auch in ihrem zweiten Buch alte Sachen in neue Lieblingsstücke. Da werden aus Jeans und Gürtel ein praktischer Ordnungskorb mit bunten Henkeln, die Socken zum Teddybär-Outfit und der Pulli zur coolen Mütze. Alte Kleidung ist aber längst nicht das Einzige, was mit ein bißchen Geschicklichzeit und Zeit eine ganz neue Verwendung findet. Ob Holzstiele vom letzten Eis des Sommers, die Blechdose von der Kokosmilch oder die Bausteine aus der eigenen Kindergartenzeit – Sinnika haucht den verschiedensten Alltagsgegenständen ein neues, oft ganz anderes zweites Leben ein.

Dank der zahlreichen extra gekennzeichneten Kann-Ich-Doch-Selbst-Projekte zum Nähen, Basteln, Bohren und Sägen finden hier nicht nur Mamis, sondern auch Opas und LehrerInnen wertvolle Ideen.

Ich bin begeistert von Wilhelms tollen Projekten und kann auch ihr erstes Buch, Es war einmal ein Hosenbein – Kleider und Wohnideen aus gebrauchten Textilien, wärmstens empfehlen. Für die Nähprojekte sollte man allerdings ein bißchen Erfahrung mitbringen, da es eher selten erläuternde Zeichnungen zum Text gibt.

 

Damit keiner von uns mehr seine Schlüssel verlegt, habe ich dieses Projekt zum Vorstellen ausgesucht:

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Mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag, Bern

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10 Energiespartipps für die Heizsaison

Die Temperaturen fallen und auch in unserem Haus wird es langsam ziemlich frisch. Höchste Zeit also, sich dem Thema Heizen zu widmen, denn in Österreich macht die Heizung ca. 50% der gesamten Energiekosten aus. Hier gibt es also viel Einsparungspotential!

Hier sind 10 einfache Energiespartipps für eine gemütlich warme Heizsaison:

  1. Türen und Fenster prüfen: Mit der Hand den Rahmen entlangfahren und darauf achten, ob man einen Luftzug spürt. Wenn ja, ist es an der Stelle undicht. Dann heißt es, Dichtungsstreifen erneuern.*
  2. Mauerrisse ausbessern: Risse zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk mit dauerelastischer Fugendichtmasse schließen.*
  3. Türen dicht machen: Bürstendichtungen am Türblatt stoppen kalte Luftströme.*
  4. Abends die Rollbalken herunterlassen.*
  5. Nachttemperatur auf 12-15°C stellen, damit die Räume nicht völlig auskühlen.*
  6. Heizkessel 1x jährlich kontrollieren und warten lassen und regelmäßig den Wasserdruck kontrollieren.
  7. Heizkörper regelmäßig entlüften, so kann man bis zu 20% Heizkosten sparen!
  8. Mehrmals täglich Stoßlüften, um die Feuchtigkeit abzuleiten, also die Fenster öfters mal kurz ganz aufmachen.
  9. Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdecken.
  10. Raumtemperatur um 1°C senken spart bis zu 5% Heizkosten.

Was habt Ihr für Tipps, um die Heizkosten zu reduzieren?

*Quelle: Die besten Öko-Tipps für zu Hause. Das ist ein Affiliate Link. Wenn du über diesen Link etwas kaufst, zahlst du keinen Cent mehr,  aber ich bekomme eine kleine Provision. Damit ermöglichst du mir das Betreiben des Blogs. Herzlichen Dank! 🙂

 

 

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Problemstoff Plastik…

Am Sonntag ist Fernsehen angesagt. Egal, ob man ihn schon gesehen hat oder ihn zum 1. Mal sieht. Der Film Plastic Planet ist Pflichtprogramm. Auf ORFII wird er diesen Sonntag, 15.09.2013 um 23.05 Uhr Sonntag gezeigt.

Jeder, der mit Plastik lebt – und das betrifft wohl uns alle – sollte über seine Auswirkungen Bescheid wissen:

  • Was macht Plastik in meinem Blut?
  • Wieso schwimmt im Pazifik die größte Müllhalde der Welt?
  • Wie schädigt Plastik mein Hormonsystem?
  • Was tun mit Plastik, das bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überstehen kann?

Obwohl ich schon einige Filme zu Umweltthemen gesehen habe, hat mich kein anderer so nachhaltig verändert wie Plastic Planet. Kaum waren wir aus dem Kino draußen haben wir schon überlegt, wie wir das Plastik in unserem Haushalt reduzieren können und haben mittlerweile auch schon einiges verbessert.

Es gibt jedoch eine österreichische Familie, die nach Plastic Planet ihr Leben wirklich umgekrempelt hat. Die Familie Krautwaschl aus der Steiermark. Konsequent hat die 5-köpfige Familie ein Plastikteil nach dem anderen aus ihrem Haus verbannt und Alternativen für (fast) alles ausfindig gemacht. Was zuerst als Experiment gedacht war, hat sich mittlerweile zu einer fixen Lebenseinstellung gewandelt.

51pGOsiWofL._SL160_Ihre Erfahrungen hat Sandra Krautwaschl kurzweilig und interessant in ihrem Buch Plastikfreie Zone niedergeschrieben. Besonders hilfreich ist auch die ausführliche Liste am Ende des Buchs, wie und womit die Krautwaschls die einzelnen Dinge ersetzt haben und wo sie erhältlich sind.

Mehr Infos zu dem Thema findet Ihr auf der offiziellen Homepage des Films. Unter dem Punkt Hintergründe findet Ihr jede Menge Fakten über Plastik. Auf der Website der Familie Krautwaschl Kein Heim für Plastik findet man viele praktische Tipps.

Für den Start hier ein paar Sachen, die man ganz einfach plastikfrei bekommt z.B. im Bio-Supermarkt:

  • Unverpackte Seifenstücke statt Flüssigseifen und Duschgels
  • Haarseife statt Shampoos
  • Plastikfreie Wattestäbchen
  • Ketchup, Senf und eingelegtes Gemüse oder Obst im Glas
  • Kochlöffel, Schneidbretter, etc. aus Holz
  • Obstsäfte in Glasflaschen
  • Obst und Gemüse offen kaufen und in eigene Sackerl oder abbaubare Biokunsstoffsackerl geben
  • Spülbürsten mit Holzgriff und Naturfasern

So, jetzt wünsch‘ ich Euch ein schönes Wochenende und einen interessanten Fernsehabend. Wie immer freu‘ ich mich wenn auch Ihr Tipps für mich habt, wie Ihr Plastik reduziert oder welche Alternativen Ihr gefunden habt.

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Unpackaged London – ohne Verpackung geht’s auch!

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logo_jarVor einigen Monaten bin ich mit dem Zug nach London gefahren. Unter Anderem, um den tollen Shop von Unpackaged unter die Lupe zu nehmen. Die Greißlerei, Café und Bar im Stadtteil Hackney läßt mein grünes Herz höher schlagen.

Hier bekommt man (fast) alle Lebensmittel und Hygieneartikel, die man für das tägliche Leben braucht – wie der Name schon sagt – unverpackt.

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Das System ist denkbar einfach. Man nimmt sich selbst von zuhause geeignete Behälter mit, läßt sie leer abwiegen, füllt sie an, läßt sie nochmal abwiegen und zahlt. Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand:

– Man kauft nur soviel, wie man braucht
–  CO2 wird durch die Einsparung von Verpackungsmaterial reduziert
– Der Hausmüll wird stark reduziert

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Natürlich findet man bei Unpackaged z.B. keine 20 verschiedenen Müslisorten. Es geht um die Basics und wer hier einkauft, kocht selbst. Fertigprodukte, abgesehen von Brot oder Mehlspeisen, findet man hier keine. Es ist eine Reduktion auf’s Wesentliche, die ich als sehr angenehm empfinde. Ein überschaubares Sortiment ohne Lockangebote macht das Einkaufen gemütlich und stressfrei.
Wer einen solchen Laden führt, dem liegen natürlich auch andere Dinge am Herzen. Daher werden bei Unpackaged, wann immer möglich bio, regionale, saisonale und faire Produkte angeboten. Auch Ware, die mit dem Flugzeug transportiert wurde, sucht man hier vergeblich.

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Mittlerweile ist das Unpackaged kein eigenes Geschäft mehr, sondern im Supermarkt von Planet Organic integriert. Dafür gibt es diese Kooperation schon in drei Filialen!

Auch in Österreich gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten unverpackt einzukaufen. Wie man Zero Waste Shopping in der Stadt und am Land macht, habe ich ausführlich beschrieben.

 

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Ein Interview mit Erdbeerwoche

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Karin: Bettina und Annemarie, Ihr habt 2011 die Erdbeerwoche gegründet. Könnt Ihr kurz erklären, was das eigentlich ist?

Erdbeerwoche: Die erdbeerwoche ist ein auf nachhaltige Frauenhygiene spezialisiertes Unternehmen und setzt den Fokus auf Bewusstseinsbildung rund um das Thema “Menstruation” und auf den Handel mit nachhaltigen Frauenhygieneprodukten. Dazu zählen etwa Tampons und Binden aus Biobaumwolle, Menstruationskappen oder biofaire Unterwäsche. Durch unsere Bewusstseinsarbeit sollen Frauen die Macht erkennen, die sie als Konsumentinnen von jährlich mehr als 45 Milliarden Hygieneprodukten haben. Mit dem Kauf von nachhaltigen Hygieneprodukten können Frauen einen entscheidenden Einfluss auf ihre Gesundheit und auf das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten nehmen.

Karin: Was hat Euch dazu bewogen, Euch dem Bereich Frauenhygiene zu widmen?

Von Bio-Apfel bis Bio-T-Shirt gibt es eigentlich schon in fast jedem Bereich eine nachhaltige Alternative. Wer denkt aber schon an die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen von Frauenhygieneprodukten? 2011 haben wir dazu 250 österreichische Frauen befragt. Das Ergebnis: 77% der Befragten haben sich noch nie Gedanken über die Inhaltsstoffe oder die Herstellung von Tampons und Binden gemacht. ABER: Über 73% würden bei ihrer Kaufentscheidung nachhaltige Produkte vorziehen, wenn diese leicht verfügbar wären. Das hat uns dazu bewogen, uns dem Thema nachhaltige Frauenhygiene zu widmen. Seit kurzem sind alle nachhaltigen Alternativen in unserem neuen Onlineshop unter www.erdbeerwoche-shop.com erhältlich.

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Karin: Erzählt mal bitte ausführlicher, was für Auswirkungen Frauenhygieneprodukte, die nicht nachhaltig sind, auf die Umwelt haben?

Erdbeerwoche: Konventionelle Tampons und Binden bestehen in der Regel aus einem Mix aus gebleichter und gepresster Zellulose, umhüllt von einer Kunststoffschicht. Letztere wird dabei immer wieder in Zusammenhang mit Hautreizungen und Infektionen im Intimbereich gebracht. Außerdem sind aus gesundheitlicher Sicht die schädlichen Substanzen bedenklich, die bereits in konventionellen Produkten gefunden wurden, wie z.B. Dioxin oder Formaldehyd.

Karin: Neben dem Umweltaspekt kommt natürlich auch der Gesundheitsaspekt dazu. Ich denke da z.B. an die Gefahr des toxic shock syndromes bei herkömmlichen Tampons. Was sind die gesundheitlichen Vorteile von nachhaltigen Produkten?

Erdbeerwoche: Die Problematik bei konventionellen Produkten liegt vorrangig in der mangelnden Transparenz. Während wir es auf Lebensmitteln gewohnt sind, eine Zutatenliste zu finden, fehlt diese bei Tampons und Binden völlig. Bei herkömmlichen Produkten weiß frau daher weder, aus welchen Materialien diese hergestellt sind, noch welche Substanzen, etwa für den Bleichprozess verwendet wurden. Bei nachhaltigen Produkten wie z.B. Bio-Tampons kann frau sich sicher sein: Diese bestehen zu 100% aus biologischer, unbehandelter Baumwolle, die weder mit Schadstoffen noch mit Pestiziden in Kontakt gekommen ist und mit Sauerstoff und nicht mit Chlor gebleicht wurde.

Zum toxischen Schocksyndrom gibt es leider noch viel zu wenige Studien oder Erkenntnisse. Wir konnten allerdings Folgendes herausfinden: Laut einer Studie der New York University School of Medicine aus dem Jahr 1994 können Biotampons das Risiko eines Toxischen Schocksyndroms mindern, da sie aus natürlichen und keinen Plastik-Fasern bestehen. Laut einer im medizinischen Journal „Canadian Family Physician (CFP)“ publizierten Studie über Menstruationskappen aus dem Jahr 2011, können sich die Bakterien, die zu einem toxischen Schocksyndrom führen können, auf einer Menstruationskappe nicht in dem Maße bilden wie auf konventionellen Tampons.

Karin: Könnt Ihr ein bißchen was zu den Menstruationskappen sagen, die bei uns noch ja noch nicht so bekannt sind?

Erdbeerwoche: Menstruationskappen sind kleine Becher aus Naturkautschuk, Silikon oder dem medizinischen Kunststoff TPE. Sie werden wie Tampons in die Vagina eingeführt und können je nach Modell bis zu 30 ml Flüssigkeit fassen. Interessant ist, dass Menstruationskappen bereits seit den 1930er Jahren existieren, sich aber aufgrund ihrer  Langlebigkeit nicht durchsetzen konnten. Eine Menstruationskappe ist nämlich mehrere Jahre wieder verwendbar. Folglich lässt sich damit für die Industrie wesentlich weniger Geld verdienen als mit Wegwerfprodukten.

Wir versuchen nun, die Menstruationskappe bekannter zu machen, denn die Vorteile liegen auf der Hand:

Sicherer, unsichtbarer Schutz

Menstruationskappen bilden im Inneren des Körpers ein Vakuum, sodass kein Blut ausrinnen kann. Sie sind zudem von außen nicht sichtbar, da kein Bändchen (wie bei Tampons) abgebracht ist.

Gesünder als Tampons

Gerade für Frauen, die zu Allergien, Infektionen und Pilzen neigen ist die Menstruationskappe eine gute Alternative, da keine Fasern die Scheide austrocknen.

Größeres Fassungsvermögen als Tampons

Du kannst deine Menstruationskappe darüber hinaus bis zu 12 Stunden im Körper lassen, da die Kappe mehr Blut fasst als Tampons und das Menstruationsblut mit keinen Fasern in Verbindung kommt, wodurch sich das gefährliche TSS nicht bilden kann.

Günstiger als Tampons

Eine Menstruationskappe hält bei guter Pflege viele Jahre und erspart dir somit bis zu 250 Tampons pro Jahr – und somit jede Menge Geld!

Umweltfreundlicher als konventionelle Tampons

Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit verursachen Menstruationskappen um ein Vielfaches weniger Müll als konventionelle Tampons – die übrigens im Gegensatz zu Biotampons nicht kompostierbar sind.

Karin: Gibt es noch irgendwas, was Ihr den LeserInnen gerne mitteilen würdet?

Erdbeerwoche: Du kannst mit deinen Konsumentscheidungen viel bewirken, ohne dabei deine persönlichen Bedürfnisse oder deine Lebensqualität einschränken zu müssen. Es gibt viele verschiedene nachhaltige Alternativen im Frauenhygienebereich, da ist für jede Frau etwas dabei. Wir freuen uns, wenn auch du Teil einer neuen Generation der Frauenhygiene und somit zur erdbeerwoche-Botschafterin wirst! Denn denk daran: Es ist deine Regel und dein Planet!

Karin: Herzlichen Dank für das Interview!

Foto credit: Vincent Sufiyan

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Die Akte Aluminium

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Innerhalb eines Jahrhunderts hat sich Aluminium von einem wenig bekannten, exotischen Material zum Metall mit der rasantesten Wachstumskurve entwickelt.
 
Aluminium hat viele Vorteile: es rostet nicht, ist einfach zu verarbeiten und zählt auf Grund seines Gewichts zu den Leichtmetallen. Heutzutage ist Aluminium im unserem täglichen Leben allgegenwärtig: Der Einsatz geht von der Lebensmittelindustrie, zur Automobilindustrie, über Werkstoffe für Fassaden bis hin zur Kosmetik.
 
Doch immer mehr kritische Stimmen werden laut: Aluminium verschlingt in der Herstellung große Mengen an Energie und Rohstoffen und kann, wie letztes Jahr in Ungarn, zu Umweltkatastrophen führen. Darüber hinaus zeigen immer mehr Studien, dass die toxische Wirkung von Aluminium einen direkten Einfluß auf moderne Zivilisationskrankheiten wie Allergien und Alzheimer hat.
 
Wer mehr über das Thema wissen möchte, dem sei der Film „Die Akte Aluminium“ ans Herz gelegt. Am Mittwoch, 12. Juni 2013, ist der Film im Burgkino in Wien um 20 Uhr zu sehen. Im Anschluß findet ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur Bert Ehgartner, sowie Vertretern von Gobal 2000, der Umweltberatung und der Wiener Umwelträtin, Andrea Schnattinger, statt.

Weitere Termine für die Filmvorführung für ganz Österreich findest Du hier.

Hier der Trailer zum Reinschnuppern:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=IDE2INGwge0[/tube]