Wir kochen vegan

veganer_eiaufstrich-1

Unter diesem Titel haben der bekannte Spitzenkoch Siegfried Kröpfl und seine Tochter Melanie vor kurzem ein gemeinsames Kochbuch herausgebracht.

Bildschirmfoto 2014-03-28 um 13.51.26

Getreu dem Untertitel des Buches ‚Veganer Genuß für die ganze Familie‘ stellt das Vater-Tochter-Gespann über 90 Rezepte vor, die großteils bodenständig und auch für Kinder geeignet sind. Wer auf der Suche nach veganisierten österreichischen Hausmannskost-Gerichten ist, wird hier fündig: Von der Frittatensuppe über Faschierte Laibchen, Käsespätzle & Krautfleckerl bis zu Mohnnudeln & Marmorguglhupf.

Damit haben sich die Kröpfls – meiner Meinung nach – auf schwieriges Terrain begeben. Denn alle von uns kennen diese Klassiker in ihren ursprünglichen Versionen mit Fleisch- und oder Milchprodukten. Fast automatisch fängt man also an, die veganen Varianten mit den Originalen zu vergleichen.

Wir haben deshalb als Erstes gleich mal die Frittatensuppe, den Kaiserschmarrn und den Marmorkuchen ausprobiert.

Alle Rezepte haben uns geschmeckt, auf ihre Art. Eine exakte Kopie des Originals darf man sich nicht erwarten. Es finden sich aber auch noch ganz andere spannende Rezepte in Wir kochen vegan,* z.B. Ahorn-Bananen-Eis mit karamelisierten Pekannüssen, Kürbis in Kokos-Safran-Sauce mit Basmatireis und Kirschen-Rhabarber-Kokos-Smoothie.

Das Buch ist nett aufgemacht und hat mich vom Layout her gleich angesprochen. Die Rezepte sind kurz und bündig erkärt. Den Großteil der Zutaten bekommt man in regulären Supermärkten, den Rest in Bioläden. Für alle Neulinge gibt es vorne eine kurze Erklärung zum Veganismus, speziellen veganen Zutaten und wo sie erhältlich sind. Was für Anfänger sicher ein Vorteil ist. Zubereitungszeiten werden leider keine angegeben.

Fazit: Wer gerne gute österreichische und internationale klassische Gerichte isst und nicht erwartet, dass sie genau wie das Original schmecken, wird mit diesem Buch sicher Freude haben.

Zum Abschluß wie immer ein Rezept zum Nachkochen. Der Ei-Aufstrich hat uns wirklich überzeugt und dabei kann man gleich das Kala Namak Salz ausprobieren 🙂

Ei Aufstrich für 4 Portionen

Zutaten:

  • 150 g Naturtofu
  • 1/4 Zwiebel
  • 2 Essiggurkerl
  • Schnittlauch
  • 4 EL vegane Mayonnaise (z.B. von Plamil)
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Kala Namak (Schwarzes Salz)
  • 1 TL Paprikapulver

Den Naturtofu gut ausdrücken. Zwiebel und Gurkerl klein schneiden und untermengen. Mit dem Stabmixer pürieren. Die restlichen Zutaten dazugeben und mischen. Je nach Vorliebe mit Paprikapulver abschmecken.

Tipp: In ausgehöhlte Tomaten gefüllt und mit Petersilie dekoriert, sieht der Aufstrich besonders lecker aus.

Unser Tipp: Wir mögen den Eiaufstrich lieber mit Stückchen statt püriert. Deshalb lassen wir das Pürieren mit dem Stabmixer einfach weg.

Wer jetzt Lust bekommen hat, das Buch zu kaufen, hier noch die bibliografischen Daten:

Siegfried & Melanie Kröpfl
Wir kochen vegan
Hubert Krenn Verlag – www.hubertkrenn.at
ISBN 978-3-99005-181-8
*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, zahlst du keinen Cent mehr, aber ich bekomme eine kleine Provision. Damit ermöglichst du mir das Betreiben des Blogs. Herzlichen Dank! 🙂

Gesund & grün Zähne putzen

Plastikfrei, müllfrei, gesund und biologisch – So stellen wir uns unser Badezimmer vor. Nachdem wir schon längere Zeit erfolgreich auf unverpackte Seifen zum Duschen & Haare waschen umgestiegen sind, ist jetzt die Zahnhygiene dran. In unseren Holz-Zahnputzbechern stecken seit längerer Zeit Bambus-Zahnbürsten.

Hier unsere Gründe, warum wir uns für Bambus Zahnbürsten mit einem Griff aus geschliffenem Bambus und Nylonborsten entschieden haben:

  • Weil die Zahnbürsten samt Verpackung – mit Ausnahme der Borsten – in weniger als 2 Jahren biologisch abbaubar sind (Entsorgung mit der Bio-Tonne, nicht am Hauskompost!)
  • Weil sie – im Vergleich zu manchen herkömmlichen Plastik-Zahnbürsten – frei von dem gesundheitsschädlichen Weichmacher Bisphenol A (BPA) sind
  • Weil ich eine vegane Zahnbürste wollte und Holzzahnbürsten meist ausgekochte Schweineborsten haben
  • Weil Tierborsten innen hohl sind und sich dort angeblich leicht Bakterien ansiedeln
  • Weil Bambus einer der schnellstwachsenden Rohstoffe ist
  • Weil Bambus von Natur aus antibakteriell wirkt

Bei den Zahnpasten haben wir nur Varianten in Plastik- oder Alu-Tuben gefunden. Mit dieser Auswahl waren wir beide nicht glücklich.Dazu kommt, dass man bei den meisten Zahnpasten keine Ahnung hat, was die Inhaltsstoffe überhaupt sind. Da kommen Bindemittel, Feuchthaltemittel, Konservierungsmittel, Süßungsmittel und Aromastoffe zum Einsatz. Dazu umstrittenes Titandioxid zur Weißfärbung, Tenside, die die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen, usw.  Noch mehr interessante Infos dazu findet Ihr auf der Website eines alternativen deutschen Zahnarztes.

Also haben wir beschlossen, Zahnpulver selbst herzustellen. Auch hier gibt es Unmengen von Möglichkeiten und Rezepten. Nach langem Recherchieren haben wir uns für diese Variante entschieden (die wir jetzt überholt haben im Feb. 15).

Auf Grund der Rückmeldung einer Leserin habe ich das ursprüngliche Rezept verändert. Da Heilerde relativ abrasiv ist, empfehle ich nur Natron und Xylit zu verwenden. Natron hat einen extrem niedrigen Abrasiv-Wert von 7.

Zutaten:

Nicht über die Farbe des Pulvers auf den Fotos wundern, da haben wir noch grüne Mineralerde verwendet 🙂

In ein leeres Schraubglas füllen, durchmischen, fertig.

Die Zahnbürste befeuchten, vorsichtig in das Zahnpulver tauchen. Den Mund ausspülen und dann wie gewohnt die Zähne putzen. Da keine Tenside enthalten sind, schäumt das Pulver auch nicht!

zahnpulver-3

Fazit: Das Zusammenrühren ist kinderleicht und dauert 1 Minute. Der Geschmack ist ziemlich neutral. Die Zähne fühlen sich sehr sauber und glatt an. Angenehmes Frischegefühl im Mund. Echt super 🙂

Wer nicht gern selber rührt, kann einfach auch fertiges Zahnkreidepulver nehmen. Für Zahnseide haben wir noch keinen plastikfreien, veganen Ersatz gefunden, aber immerhin ist die Verpackung unserer Zahnseide plastikreduziert und mit rund 90 m fast doppelt so lang wie herkömmliche 50 m Packungen.

ACHTUNG: Für Hunde ist Xylit hochgiftig, also gut aufpassen!

Vegane Hirsetaler mit Tomaten, Vanille & Co

hirsetaler

 Wie versprochen, hier das Rezept aus Vegan vom Feinsten,* das ich hier vorgestellt habe.

Für 4 Personen
50 Min. Zubereitungszeit
Pro Portion ca. 25 kcal

Hirsetaler mit Spinat & Tomaten-Orangen-Sauce

Zutaten

  • 150 g Hirse
  • Salz
  • 2 EL Sojamehl
  • 250 ml Orangensaft
  • 1 TL scharfer Senf
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 250 g Cocktailtomaten
  • 4 Schalotten
  • 20 g frischer Ingwer
  • 8 EL neutrales Pflanzenöl
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 1/3 ausgekratzte Vanilleschote
  • 250 g junger Spinat (ersatzweise TK-Blattspinat aufgetaut)
  • 70 ml Hafersahne
  • 1-2 EL Aceto balsamico bianco
  • Cayennepfeffer
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

1. Die Hirse mit 400 ml Wasser zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze zunächst im geschlossenen Topf 5 Min. kochen, dann salzen und offen 10-15 Min. weiterkochen, bis das gesamte Wasser verdampft ist. Sojamehl, 50 ml Orangensaft, Senf und Thymian untermischen und die Hirse zugedeckt bis zur Verwendung ziehen lassen.

2. Die Tomaten waschen und halbieren. Die Schalotten schälen und würfeln. Den Ingwer schälen. Die Hälfte in Scheiben schneiden, den Rest fein würfeln. In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die Tomaten darin runderhum bei mittlerer Hitze 4-5 Min. anbraten und wieder herausnehmen.

3. Die Hälfte der Schalottenwürfel, Chilischote, Ingwerscheiben und Vanilleschote in die Pfanne geben und kurz andünsten. 150 ml Orangensaft angießen und in 3-4 Min. etwas einkochen. Die Sauce durch ein Sieb gießen und zurück in die Pfanne geben. Die Tomaten in die Sauce geben, alles mit Salz abschmecken und zugedeckt warm halten.

4. Den Spinat gründlich waschen und trocken schleudern, grobe Stiele entfernen (TK-Spinat abtropfen lassen). Den übrigen Orangensaft mit Hafersahne und Speisestärke verrühren. Die restlichen Schalottenwürfel mit den Ingwerwürfeln in 1 EL Öl in einem Topf 3 Min. andünsten.

5. Den Spinat zu den Ingwer-Schalotten geben, bei geschlossenem Deckel zusammenfallen lassen und salzen. Die Orangensahne unterrühren und etwas einkochen. 1 EL Essig einrühren, den Spinat mit Salz, Essig und Cayennepfeffer abchmecken und zugedeckt warm halten.

6. Die Hirsemasse mit Salz und Pfeffer abschmecken und daraus zwölf Taler formen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Hälfte der Taler in 3-4 Min. sehr knusprig anbraten, wenden, 1 weiteren EL Öl zugeben und die andere Seite ebenfalls in 3-4 Min. knusprig braten. Fertige Taler auf Küchenpapier entfetten und die übrigen ebenso braten. Je drei Hirsetaler mit Spinat und Tomaten anrichten und sofort servieren.

Viel Spaß beim Kochen & vor allem guten Appetit!

Bildnachweis: GU / Foto: Mona Binner

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, zahlst du keinen Cent mehr,  aber ich bekomme eine kleine Provision. Damit ermöglichst du mir das Betreiben des Blogs. Herzlichen Dank! 🙂

Vegan kochen für Feinschmecker

3780_VeganvomFeinsten_UM_.indd

Derzeit schießen neue vegane Kochbücher wie Schwammerln aus dem Boden. Ständig gibt es Neue, da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Deswegen hab‘ ich mich genau umgeschaut und wieder mal ein besonders schönes Exemplar für Euch herausgesucht und getestet:

Vegan vom Feinsten von Nicole Just & Martin Kintrup. Nicole ist treuen Blog-Lesern sicher schon durch ihre ersten beiden Kochbücher La Veganista & Vegan backen ein Begriff. Martin Kintrup ist auch der Autor eines unserer Lieblingskochbücher: Zur Buchvorstellung von Vegan für Faule geht’s hier.

Visuell fixiert wie ich bin, haben mich sofort die professionellen, Gusto machenden Bilder und das übersichtliche & ansprechende Layout begeistert. Auch das robuste Hardcover trägt zum qualitativ hochwertigen Eindruck dieses Kochbuchs bei.

Inhaltlich geht’s gleich mal mit kreativen Würzmittel-Ideen wie Tonkasalz los. Sehr spannend fand ich auch die Anleitung zum selbst Räuchern zuhause mit einfachen Mitteln. Nur der massige Einsatz von (umwelt- & gesundheitstechnisch umstrittener) Alufolie hat mich bisher vom Ausprobieren abgehalten.

Danach folgen kreative Rezepte wie Dulce de Leche (ja, auch das geht vegan!) und Haselnuss-Chili-Topping. Gleich im Anschluß kommen die kalten Vorspeisen & Salate. Hier kann man zwischen etwas einfacheren Speisen wie Mandel-Tomaten und aufwendigeren Kreationen wie Getrüffelten Rote-Bete-Röllchen mit Merrettich-Reis-Füllung wählen. Weiter geht’s mit den warmen Vorspeisen und Suppen. Die ausgefallene Speisen wie Süßkartoffel-Paprika-Lasagne mit Räuchertofu und Mojo oder Tomaten-Linsen-Confit mit Kichererbsenplätzchen verlocken definitiv zum Nachkochen.

Auch die Haupstpeisen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Optisch hat es mir sofort das Granatapfel-Nuss-Couscous mit gebratenen Kürbisspalten angetan mit den leuchtenden Orange- und Rot-Tönen. Genau wie in den anderen Kapiteln, gibt es auch hier asiatisch inspirierte Gerichte, wie Gebratenen Tempeh und Gurken-Wakame-Gemüse.

Das letzte Rezept-Kapitel widmet sich erwartungsgemäß den Desserts. Auch hier findet man Einfallsreiches wie etwa Plfaumen-Chai-Tarte mit Kokos-Topping oder Johannisbeer-Tonka-Terrine im Crepemantel. Im Anschluß an die Getränke-Tipps und Menü-Vorschläge schließt das Buch mit der Erklärung einiger veganer Zutaten.

Fazit:
Wer Wert auf eine schöne Aufmachung und einfallsreiche, ungewöhnliche Rezepte legt, wird mit diesem Buch viele tolle Geschmackserlebnisse haben.

Hier geht es nicht um schnelle Alltagsküche, sondern darum zu genießen und sich etwas Besonderes zu gönnen. Dafür sollte man sich Zeit nehmen und eine gewisse Koch-Erfahrung kann auch nicht schaden. Um die 4 Eis-Rezepte aus dem Dessert-Teil zu machen, braucht man eine Eismaschine. Auch sonst ist es sicher ein Vorteil, wenn man eine gut ausgestattete Küche hat.

Für anspruchsvolle Köche mit Muße definitiv zu empfehlen 🙂

P.S.: Wie immer wollen wir Euch auch diesmal ein Rezept zum Nachkochen nicht vorenthalten. Ihr dürft Euch jetzt schon auf Hirsetaler mit Spinat und Tomaten-Orangen-Sauce freuen…

Bildnachweis: GU / Foto: Mona Binner

Backen mit Nicole und Liebe

mousse_au_chocolat_cups-1

Bevor ich Euch verrate, wie man diese leckeren Mousse au Chocolat Cups macht, möchte ich Euch kurz was über das Buch erzählen, aus dem das Rezept stammt. Vegan backen – Mit Liebe, aber ohne Ei ist das zweite Werk von Nicole Just. Nicoles 1. Buch, La Veganista, habe ich ja schon ausführlich vorgestellt.

vegan_backen_just-1In Nicoles Backbuch findet Ihr 40 Rezepte: Vom Rohkost-Mangotörtchen über Schwedische Apfeltorte bis zur Süßkartoffel-Pilz-Quiche. Für Neulinge beim veganen Backen ist die Zutaten-Tauschbörse sicher eine gute Hilfe, genauso wie die Infos zu Spezialzutaten wie Hefeflocken, Misopaste und Co.

Am Anfang des Buchs geht es mit Grundrezepten für Rührteig, Germteig und Quicheteig los. Weiter geht es mit leckeren Kleinigkeiten gefolgt von Kuchen und Torten. Den Abschluß macht das Kapitel Brot und Quiche.

Ach ja, alle Smartphone User können sich auch die kostenlose GU Kochen Plus App herunterladen. Damit kann man die Lieblingsrezepte aus dem Buch sammeln, Einkaufslisten verschicken oder den Rezept-Planer nutzen.

Wie alle Bücher aus dem GU  Verlag ist auch dieses Buch schön aufgemacht und die Fotos machen Gusto und Lust zum Nachkochen. Der Preis von rund 8,- € ist absolut fair. Ich kann Euch das Buch definitiv empfehlen. So und hier endlich das versprochene Rezept:

 Mousse-Au-Chocolat-Cups

Cupcakes
50g vegane Margarine
125g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 TL Ei-Ersatzpulver
(oder Sojamehl oder 80 g Apfelmus)
120 ml Sojamilch
1 TL Apfelessig
200 g Mehl (Type 405)
1 Pck. Backpulver
12 Papier- oder SilikonförmchenEinfaches Grundrezept

Für ein 12-er Muffinblech
35 Min. Zubereitung – 20 Min. Backen

TIPP:
Sie mögen es lieber schokoladiger? Dann rühren Sie doch noch 80 g Kakaopulver unter den hellen Grundteig. Falls der Teig dann zu fest wird, verdünne ich ihn mit etwas Sojamilch.

1. Den Backofen auf 180° vorheizen. Bei Verwendung von Papierförmchen diese in die Mulden des Muffinblechs setzen.2. Für den Cupcakes-Grundteig die Margarine, den Zucker, den Vanillezucker und das Salz in eine Rührschüssel geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Nach und nach das Ei-Ersatzpulver, Sojamilch und Essig unter Rühren dazugeben. Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und unter die Zuckermasse heben, bis ein zäher Teig entsteht.3. Den Teig in die Mulden des Muffinblechs oder in die Silikonförmchen füllen. Die Cupcakes im Backofen (Mitte) in ca. 20 Min. goldbraun backen. Dann die Stäbchenprobe machen! Dafür ein Holzstäbchen in die Mitte der Cupcakes stecken. Wenn kein Teig am Stäbchen hängen bleibt, sind die Törtchen fertig. Sonst noch einige Minuten weiterbacken. Eventuell die Oberfläche der Cupcakes mit Alufolie oder Backpapier abdecken, damit sie nicht zu braun werden.

4. Die Cupcakes aus dem Backofen nehmen und kurz in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen. Die abgekühlten Cupcakes mit der Creme verzieren.

Mousse-au-Chocolat-Creme
400 g kalte vegane aufschlagbare Sahne
150 g vegane Zartbitterschokolade
(oder vegane Nugatschokolade)
Agavendicksaft
1 gestr. TL Agar-Agar
Spritzbeutel mit Sterntülle

Für Schokoholics!

20 Min. Zubereitung – 12 Std. Kühlen

1. Die Sahne steif schlagen und kalt stellen. Schokolade klein hacken, in einer Schüssel über dem Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen. Agavensirup nach Geschmack unterrühren. Schokolade vorsichtig unter die Sahne heben.

2. 50 ml Wasser erwärmen. Agar-Agar unterrühren und ca. 1 Min. köcheln, dann unter gelegentlichem Rühren handwarm abkühlen lassen. Unter die Schokosahne mixen. Die Mousse über Nacht kalt stellen. Am nächsten Tag die Mousse üppig auf die Cupcakes spritzen.

Bildnachweis: Gräfe und Unzer Verlag / Fotografie: Thorsten Suedfels

,

Für immer jung?

VFY_CoverEin großes Versprechen, das Attila Hildmann mit seinem heute erscheinenden Buch Vegan for Youth abgibt. Diesmal geht es um eine 60 Tage Challenge. Mit Hilfe einer Triät – einer Kombination aus pflanzlicher Ernährung mit Superfoods, Bewegung und Meditation soll jeder von uns schlanker, gesünder und messbar jünger werden können.

Alles fing mit der Challenge in Attilas letztem Buch, Vegan for fit, an. Viele Challenger berichteten, dass sie sich fitter und jünger fühlten. Als angehender Physiker wollte Attila diesem Phänomen auf den Grund gehen. Zwei Jahre dauerten die Recherchen. Dabei wurde er von Wissenschaftlern der renommierten Berliner Charité mit neuen Messverfahren zur Bestimmung der Alterungsprozesse auf der Haut und in der Atemluft unterstützt.

Herausgekommen ist auch diesmal wieder ein sehr schönes Buch, das weit mehr ist als nur ein Kochbuch. Attila erklärt die verschiedenen Superfoods und nimmt uns mit auf seine Reisen nach Japan und Italien. Nach dem wissenschaftlichen Teil über das Altern geht es dann los mit den Vorbereitungen für die Challenge.

Die verwendeten Super-Foods, wie Acai-Pulver oder Matcha bekommt man leider nicht an jeder Ecke. Hier ist das Internet eine gute Quelle, wo man auch Challenger-Starterpakete angeboten bekommt. Wer die Challenge machen will, braucht dafür unbedingt auch einen Entsafter, eine elektronische Küchenwaage und ein Stabmixerset mit Pürieraufsatz und einem Behälter zum Häckseln.

Empfehlenswert ist sicher auch, sich mit anderen Challengern zu vernetzen, um Erfolge und Motivationstiefs gemeinsam zu durchleben. Wie bei Vegan for Fit gibt es auch diesmal wieder ein Beiheft mit Berichten von Test-Challengern, im Netz gibt es auch YouTube-Tagebücher dazu.

Natürlich kann man Vegan for Youth einfach auch als Kochbuch verwenden. Die 70 Rezepte sind abwechslungsreich, großteils einfach und die Fotos machen richtig Gusto. Speisen wie Funky-Monkey-Banana-Muffins, Skinglow-Sushi mit Hirse und Tomaten-Paprika-Dip oder Coleslaw mit Kürbiscreme und Sesamtofu machen nicht nur satt, sondern schmecken sicher auch super.

Obwohl das Buch erst heute erscheint, ist die 1. Auflage schon vollständig vorreserviert. So muß man auf die Druckausgabe teils 5-8 Wochen warten. Sofort und auch wesentlich günstiger könnt Ihr das e-Book um knappe 10 € herunterladen.

Bis jetzt waren mein Mann und ich immer von Attilas Rezepten begeistert und auch unseren nicht-vegangen Gäste haben seine Speisen sehr gut geschmeckt. Deshalb traue ich mich, Vegan for Youth jetzt schon uneingeschränkt zu empfehlen. Über Challenger-Berichte von Euch würde ich mich sehr freuen!

So und hier jetzt mal eines der Rezepte zum Ausprobieren:

Auberginen-Tower „Granate“

Vegan for youth_Auberginen-Towerweb

Zutaten für 2 Personen:
400 g Süßkartoffeln
110 g Auberginen
2 EL Olivenöl
jodiertes Meersalz
1 kleine weiße Zwiebel (brutto 50 g)
30 g weißes Mandelmus
½ TL gehackter Thymian
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
120 g Brokkoliröschen
½ GranatapfelFür die Creme:
60 g weißes Mandelmus
70 ml stilles Mineralwasser
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
jodiertes Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der MühleAH! Um die Zubereitungszeit möglichst effektiv zu nutzen, kümmere dich um Zwiebel, Granatapfel und Brokkoli, während Süßkartoffel und Aubergine im Ofen sind. Bei gutem Timing sind die anderen Komponenten fertig, sobald das Gemüse aus dem Ofen kommt, und du kannst anrichten. Das Gericht enthält mehrere wichtige Anti-Aging-Substanzen aus Granatapfel, Brokkoli und Süßkartoffel und ist mit einem der Kräuter, die den höchsten ORAC-Wert aufweisen, Thymian, verfeinert.
Ein optisches Highlight ist dieses Gericht sowieso!
Zubereitung ca. 40 Minuten
Backofen auf 220 °C Umluft vorheizen.
Die Süßkartoffeln schälen und in kleine Würfel
schneiden. Auberginen waschen, in 1,25 cm
dicke Scheiben schneiden, mit 1 EL Olivenöl
und 1 Prise Salz in einer kleinen Schüssel vermengen. Beides auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca. 10 Minuten
im Ofen auf der mittleren Schiene backen.Währenddessen die Zwiebel schälen und feinhacken. Restliches Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten andünsten. Anschließend mit Süßkartoffelwürfeln und Mandelmus mischen. Thymian unterheben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Brokkoliröschen waschen, in Salzwasser ca. 3 Minuten kochen und in einem Sieb abtropfen lassen.Aus dem Granatapfel mit einem Kochlöffel die Kerne herausklopfen. Die Zutaten für die Creme mit einem Schneebesen verrühren, kurz in einem kleinen Topf
unter Rühren aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.Auberginenscheiben mit der Süßkartoffelfüllung
schichten, dann Brokkoli und die Creme darüber- geben und mit Granatapfelkernen toppen.
 Foto: © Simon Vollmeyer
,

Aufregend anders kochen…

vegan genial cover

Ran an den Herd! Ich hab‘ wieder mal ein besonderes Rezept für Euch: Zucchini-Marillen-Köfte mit Weißer Bohnen Hummus und Tomatenbulgur…

…aber bevor es mit dem Kochen losgeht, möchte ich Euch kurz das Buch vorstellen, aus dem das Rezept stammt.  Vegan Genial ist das 1. Kochbuch von Josita Hartanto. Unser Besuch in ihrem Restaurant Lucky Leek während unseres Berlin-Trips hat uns vorab schon großen Gusto gemacht.

Die fast 100 Rezepte sind großteils wirklich ungewöhnlich, oft asiatisch inspiriert. Veganisierte Hausmannskost sucht man hier vergeblich. Laut Josita Hartanto soll das Kochbuch sowohl für Anfänger, als auch fortgeschrittene Köche geeignet und die Zutaten leicht erhältlich sein.

Persönlich glaube ich eher nicht, dass sich Anfänger an die doch recht komplexen Rezepte herantrauen würden. Für mich fallen die meisten Rezepte eher in die Kategorie was Besonderes kochen oder Aufkochen für Gäste und nicht unter schnelle, simple Alltagsküche. Für Zutaten wie Galgantwurzel, Sambal oder getrocknete Shiitakepilze muß man wohl auch einen Besuch im Asia-Laden einplanen.

Ansonsten ist das Buch sehr übersichtlich aufgemacht. Im Glossar werden unbekanntere Zutaten vorgestellt. Auch der wichtigste Ausrüstung ist ein eigener Abschnitt gewidmet. Für die Umsetzung sind vor allem eine Küchenmaschine und ein Pürierstab hilfreich.

Auch die Tipps zum Garnieren lassen schon ahnen, dass es sich hier nicht um die 08/15 Alltagsküche handelt, wenn Servierring, Spritzbeutel und Tropffläschen für Farbtupfer vorgeschlagen werden.

Infos zu nützlichen Vorräten runden das Einstiegskapitel ab. Dann geht es mit den Rezepten los.

Als kleines Manko finde ich das Fehlen von Zeitangaben für die Zubereitung der Rezepte. Gut gefällt mir, dass sich die Autorin und Köchin als Person nicht in den Vordergrund drängt, sondern den Rezepten den Vorrang läßt.

Fazit: Vegan genial ist ein tolles Buch für motivierte und geübte Hobbyköche, die mal etwas ganz Neues ausprobieren möchten und auch wert auf eine schöne Präsentationen der Speisen legen.

Und jetzt viel Spaß beim Kochen und vor allem beim Essen!

Zucchini-Aprikosen-Köfte, Weißer Bohnen-Hummus, Tomaten-Bulgur

Koefte_fotoZutaten Köfte:

  • 2 mittlere Zucchinis
  • 2 kleine Möhren
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 15 getrocknete Aprikosen
  • 1 TL Salz
  • 3 Scheiben Weißbrot (Toast)
  • 2 TL Koriander
  • 1/2 TL Cumin
  • 1/4 TL Zimt
  • 1 TL Sambal
  • 4 EL Sesam
  • 4 EL Maisstärke
  • Öl zum Braten

Zutaten Bohnen-Hummus:

  • 1 kleine Dose Bohnen
  • 1/2 Tasse Olivenöl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL Tahin
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 kleine Knoblauchzehe

Zutaten Tomaten-Bulgur:

  • 12 Kirschtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 1 Tasse (200 ml) Wasser oder Brühe
  • 1/2 Tasse Orangensaft
  • 2 EL Weißwein- oder heller Balsmicoessig
  • 1 1/2 Tassen feiner Bulgur
  • 1/2 TL Salz
  • Je 2 Zweige Minze, Petersilie und Basilikum
  • 1 Handvoll Oliven
  • 5 getrocknete Tomaten (in Öl, abgetropft)
  • 6 EL Pinienkerne
  • 2 EL Olivenöl
  • Pfeffer

Die Zucchini-Aprikosen-Köfte:

Möhren schälen. Zucchinis und Möhren grob raspeln. Zwieblen und Aprikosen in feine Würfel schneiden. Weißbrot fein reiben (Schnellzerkleinerer/Mixer) oder zerbröseln. Mit den restlichen Zutaten zu einer formbaren Masse verarbeiten. (Eventuell noch ein paar Brotkrümel oder Paniermehl dazugeben). Mit angefeuchteten Händen zu kleinen Röllchen formen.

Öl etwa 1 cm hoch in einer Pfanne erhitzen. Die Köfteröllchen darin ca. 4-5 Minuten knusprig braten. Zwischendurch wenden.

Der Bohnen-Hummus:

Alle Zutaten fein pürieren, mixen oder mit der Gabel zerdrücken. Lecker abschmecken.

Der Bulgur:

Kirschtomaten vierteln, Zwiebeln fein würfeln. In einem Topf beides in Olivenöl mit Zucker kurz anschwitzen. Wasser, Salz, Orangensaft und Essig dazugeben. Kurz aufkochen. Vom Herd nehmen. Bulgur hineinrühren. Deckel aufsetzen und ca. 10 Minuten quellen lassen.

Getrocknete Tomaten in feine Streifen, Oliven in Scheiben schneiden. Kräuter fein hacken. Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten (Achtung, sie brennen sehr schnell an), alles mit Olivenöl unter den Bulgur heben und gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mahlzeit…und laßt mich wissen, wie es Euch geschmeckt hat!

, ,

Birkenpeeling selbst gemacht

Ich habe mal wieder ein ganz tolles Buch für Euch aufgestöbert: Geschenke aus der Natur von Anne Rogge aus dem Kosmos Verlag. Zum Gusto holen, hier eines der kreativen Rezepte mit einer Abwandlung. Das Buch selbst werde ich in Kürze in einem eigenen Post vorstellen.

Körperpeeling aus Birkenblättern & Zuckerbirkenpeeling

Zutaten für ca. 200 ml

  • 1 Handvoll junge Birkenblätter
  • 8 EL Zucker
  • 1 EL feines Meersalz
  • 80 ml Mandel-, Jojoba- oder Reiskeimöl

Besonderes Werkzeug
Mixer oder Pürierstab

Zeitbedarf
10 Minuten

Zubereitung

  1. Die Birkenblätter sauber verlesen, aber nicht waschen.
  2. Zusammen mit Zucker und Salz im Mixer fein pürieren. Durch die in den Blättern enthaltene Feuchtigkeit bekommt die Mischung eine weiche Konsistenz.
  3. Nach und nach mit einem Löffel das Öl unter die Zuckermischung rühren,
    bis eine pastöse Konsistenz erreicht ist.

birkenpeeling_2Beim Pürieren werden die Zellstrukturen zerstört und die Inhaltsstoffe der Blätter freigesetzt, so dass sie ihre glättende und hautstraffende Wirkung entfalten können.

Anwendung
Das Birkenpeeling ist ein Körper-Peeling zum Duschen. Reiben Sie Ihren Körper unter der Dusche mit kreisenden Bewegungen damit ein. Die Reste können mit warmem Wasser einfach abgespült werden.

Die Variante

Fuß-Peeling mit Wasserminze

Pürieren Sie 1 Handvoll frische Wasserminze (Bachminze) mit 4 EL Zucker und 5 EL feinem Meersalz. Rühren Sie nach und nach etwa 80 ml Mandelöl unter diese Mischung. Falls Sie möchten, können Sie das Peeling noch mit ein paar Tropfen ätherischem Pfefferminzöl stärker aromatisieren. Das Fuß-Peeling pflegt die Füße und die Minze kühlt dabei angenehm, etwa nach einer langen Wanderung. Gründlich einmassieren und dann unter fließendem Wasser gut abwaschen.

Würde mich freuen wenn Ihr mich wissen laßt, wie es Euch bei der Herstellung & der Anwendung ergangen ist!

 Fotocredit: Rogge & Jankovic Fotografen/Kosmos Verlag

Hirseauflauf mit Äpfeln aus La Veganista

Heute gibt’s noch ein sehr gutes süßes Rezept aus La Veganista. Ich hab den Auflauf schon viele Male gemacht und wir haben ihn jedes Mal am selben Tag noch aufgegessen. Schmeckt auch kalt sehr gut!

Ich habe die Äpfel übrigens geschält und die Form statt mit 4 EL Zucker mit 3 EL Xylit ausgestreut, sonst ist er mir zu süß. Mahlzeit!

Hirseauflauf_Ueberschrift

Hirseauflauf_Foto

Foto: © René Riis

1 Dose Kokosmilch (400 ml)
180 g Hirse
4 EL Agavendicksaft
1/2 TL Zimtpulver
1 gestrichener TL Bourbon-Vanillepulver
1 Prise Salz
2 große Äpfel

AUSSERDEM
Auflaufform (ca. 25 x 15 cm)
vegane Margarine (z.B. Alsan) für die Form
4 EL Zucker

FÜR 4 PERSONEN
Zubereitungszeit: ca. 20 Min.
Kühlzeit: ca. 1 Std.
Backzeit: ca. 35 Min.
Pro Portion ca. 480 kcal, 7 g EW, 21 g F, 65 g KH

1 Die Dose Kokosmilch für mindestens 1 Std. in den Kühlschrank stellen.

2 Die Hirse in einem Sieb mit heißem Wasser abspülen, dann mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf
geben und aufkochen. 2 Min. bei mittlerer Hitze offen kochen, danach die Hitze herunterschalten und die Hirse
zugedeckt ca. 15 Min. quellen lassen, bis sie das Wasser vollständig aufgesogen hat.

3 Die gekühlte Kokosmilch-Dose öffnen, das feste Kokosmus mit einem Löff el abheben und mit Agavendicksaft, Zimt, Vanille und Salz in einer Schüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts verrühren. Sollte die Masse zu fest sein, kann sie mit der flüssigen Kokosmilch verdünnt werden, die in der Dose zurückgeblieben ist. Dann vorsichtig die gekochte Hirse unterrühren.

4 Den Backofen auf 200° vorheizen (Umluft 180° ohne Vorheizen). Die Äpfel waschen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden. Die Auflaufform mit Margarine einfetten, mit dem Zucker ausstreuen und dachziegelartig mit den Apfelscheiben auslegen.

5 Die Hirse-Kokos-Masse darauf verteilen und den Auflauf im heißen Backofen (unten) in ca. 35 Min. goldbraun überbacken.

Hirseauflauf_Tipp

Noch mehr Rezepte von Nicole Just gibt’s hier:
Mousse-au-Chocolat-Cups mit Buchvorstellung von Vegan backen
Donauwellen-Cupcakes
Hirsetaler mit Tomaten und Vanille
Linseneintopf mit Buchvorstellung von La Veganista
Apfel-Birnen Essig selbst angesetzt mit Buchvorstellung von Mein selbstgemachter Power-Vorrat

 

Rezept mit freundlicher Genehmigung von GU

,

La Veganista – Das Kochbuch

3310_La Veganista_UM.indd, page 2 @ PreflightEine Ernährungsumstellung ist eine der größten Schritte, die Du Richtung Nachhaltigkeit machen kannst. Besonders klima- und natürlich tierfreundlich ist veganes Essen. Deshalb möchte ich Dir heute das brandneue Kochbuch ‚La Veganista‚ vorstellen.

Das Layout ist wunderschön und den Untertitel – Lust auf vegane Küche – kann ich nur bestätigen. Ich habe schon einige Rezepte nachgekocht, mit Verzicht haben diese leckeren Speisen bestimmt nichts zu tun! Zuerst geht es mit einer Einführung in die vegane Küche und ihre Zutaten los. Als AnfängerIn erfährst Du hier wie Du auf verschiedene Arten Gelatine, Eier und andere tierische Produkte ersetzt.

Dann geht’s mit den Rezepten los. Von jedem gibt es ein tolles Foto, von manchen sogar Step-by-Step Bilder. Besonders gut gefallen mir auch Nicoles zusätzliche Tipps, wie man z.B. ein Grillgewürz und einen Kräuteressig selber macht oder die Ideen für Rezeptvarianten.

Die Rezepte sind eine Mischung aus deftiger Hausmannskost, Speisen mit unbekannteren Gemüsen wie Mairübchen, Einflüssen aus der mediterranen und asiatischen Küche, Süßem und Snacks. Das Kochbuch ist eher für Neueinsteiger geeignet, da es großteils einfache Rezepte enthält. Klassiker wie Chili sin Carne oder Lasagne finde ich persönlich überflüssig, weil sie schon in vielen anderen veganen Kochbüchern vertreten sind.

La Veganista gibt es auch als E-Book über den iTunes-Store zu kaufen. Hier hast Du zusätzlich noch Kochvideos, Videos mit Warenkunde und interaktive Einkaufslisten.

Für mich hat La Veganista schon einen fixen Platz unter meinen veganen Lieblingskochbüchern eingenommen. Man muß ja nicht gleich, wie Nicole, von einem auf den anderen Tag Veganerin werden. Jedes Essen zählt und Du kannst Dich langsam vortasten, eine leckere Mahlzeit nach der anderen.

Demnächst folgt noch ein Interview mit Nicole und das Rezept für den tollen Hirseauflauf mit Äpfeln!

Zum Ausprobieren heute:

linseintopf-ueberschrift

350 g braune Linsen (oder Berglinsen)
2,5 l Gemüsebrühe
1 große Zwiebel
250 g (vorwiegend) festkochende Kartoffeln
250 g Möhren
150 g Knollensellerie
200 g Räuchertofu
4 EL neutrales Pfl anzenöl
1 EL Tomatenmark
1 EL Weizenmehl
1/2 TL getrockneter Thymian
1/2 TL getrockneter Rosmarin
1 TL Senf
3 EL Agavendicksaft (oder Reismalz)
3 EL Sojasauce | 1 Prise Zimtpulver
5 EL Weißweinessig (oder Kräuteressig, siehe Tipp)
Salz | schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 gestrichener TL RauchsalzFÜR 4 PERSONEN
Zubereitungszeit: ca. 20 Min.
Garzeit: ca. 20 Min.
Pro Portion ca. 595 kcal, 35 g EW, 17 g F, 80 g KH
Linseneintopf_foto
  Foto: © René Riis

1 Die Linsen mit der Brühe aufkochen und ca. 15 Min. kochen. Die Linsen durch ein Sieb abgießen und die Brühe auf- fangen.

2 Inzwischen die Zwiebel schälen und fein würfeln. Kartoffeln, Möhren und Sellerie putzen, schälen und in ca. 1 cm kleine Würfel schneiden. Den Räuchertofu ebenfalls in Würfel dieser Größe schneiden.

3 Das Öl in einem weiteren Topf erhitzen und den Räuchertofu bei mittlerer Hitze ca. 3 Min. anbraten. Die Zwiebelwürfel hinzugeben und in ca. 1 Min. glasig dünsten.

4 Anschließend das Tomatenmark hinzufügen und 2–3 Min. mitbraten. Das Mehl über die Mischung stäuben und 1 weitere Min. unter Rühren anschwitzen.

5 Alles mit der aufgefangenen Brühe ablöschen. Linsen, Gemüsewürfel, Kräuter, Senf, Agavendicksaft und Sojasauce hinzugeben. Die Suppe aufkochen und ca. 20 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen.

6 Die fertige Suppe mit Zimt, Essig, Salz und Pfeffer und nach Belieben Rauchsalz würzen.

linseneintopf-tipp

Rezept mit freundlicher Genehmigung von GU