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Plastik raus aus der Kosmetik

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Hast Du gewußt, dass in zahlreichen konventionellen Zahnpasten, Duschgels, Peelings und sogar Kontaktlinsenreinigungsflüssigkeiten Kunststoffmikropartikel enthalten sind? Diese Partikel verstärken durch Ihre Scheuereigenschaft die Reinigungswirkung der Produkte.

Hier einige bekannte Marken, die Produkte mit Micro Beads führen:

  • AOK
  • Adidas
  • Balea
  • Nivea
  • Neutrogena
  • Yves Rocher
  • Garnier von L’oreal
  • Vichy
  • Bebe young care
  • Clearasil
  • Colgate

Eine ausführliche Liste von dekorativen Kosmetikprodukten, die diese Kunststoffkügelchen enthalten, findet man im Download des Hintergrundpapiers der Organisation Blue Sea.

Doch was bedeutet das für uns und die Umwelt?

  • Die Partikel sind so klein, dass sie von Klärwerken nicht rausgefiltert werden und schließlich im Meer landen.
  • Meerestiere verwechseln sie mit Plankton. So gelangen die Kunstoffmikropartikel in die Nahrungskette, an dessen Ende wir Menschen stehen.
  • Die Partikel wurden bereits in Fischen, Seehunden, Muscheln und Krebsen nachgewiesen.
  • Die in den Micro beads enthaltenden schädlichen Additive (z.B. Weichmacher)  und die aus dem Meer absorbierten Umweltgifte lagern sich im Gewebe der Tiere, die sie Kügelchen fressen, ab und wirken dort gifitig, hormonell und krebserregend.
  • Produkte mit Micro Beads erkennt man auch anhand der Inhaltsstoffe, wenn Polyethylene (PE) angeführt ist.
  • In Naturkosmetik sind die Plastikpartikel nicht erlaubt, hier kommen stattdessen z.B. Jojobaperlen zum Einsatz.

Daher möchte ich Euch heute die Initiative Beat the Micro Bead, die von der holländischen Organisation Plastic Soup initiert wurde, ans Herz legen. Der europaweiten Kampagne, haben sich bereits zahlreiche Verbände und Organisationen, darunter Greenpeace, angeschlossen. Ziel ist, Kosmetikartikelhersteller dazu zu bewegen, die Kunststoffmikropartikel in Körperpflegeprodukten durch natürliche, umweltschonende Materialien zu ersetzen und Händler dazu auffordern, Produkte mit Micro Beads aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Gemeinsam können wir etwas bewegen – Ich freu‘ mich, wenn Ihr diese Kampagne unterstützt auf Facebook, Twitter und natürlich durch Eure Unterschrift. Danke!

Jetzt aktuell: Die Avaaz-Kampagne für den Verbot von Micro Beads in Kosmetika & Zahnpasten unterschreiben

Empfehlenswert ist die gratis App mit der man prüfen kann, ob ein Produkt Mikro-Plastikkügelchen enthält oder nicht. Zum Einen kann man Produkte scannen, zum Anderen kann man einfach nach Marken oder konkreten Produkten suchen. Beim Download nicht vom holländischen Text abschrecken lassen, die App ist auch auf Deutsch 🙂

Von Beat the Microbead gibt’s auch nach Ländern geordnete Produktlisten.

Eine gute Alternative zu Produkten mit Mikro-Plastik sind selbstgemachte Kosmetika. Hier für den Anfang mal ein Rezept Zahnputzpulver.

4 Kommentare
  1. Laura Fröhlich
    Laura Fröhlich says:

    Gerne unterstütze ich die Kampagne ‘Beat the Micro Bead’ von der holländischen Organisation Plastic Soup. Sie haben schon viel erreicht, leider enthalten noch zu viele Produkte Kunststoffpartikel. Aber es gibt bestimmt Alternativen. Ich kenne einige. So verwende ich selbst zum Beispiel natürliche Zahncreme (Ratanhia von Weleda). Die Kreide in der Zahncreme verwendet man als Schleifmittel und das hat keine Auswirkungen auf den Zahnschmelz.
    Auch kann ich zum Beispiel voll und ganz das Körperpeeling von Feeling Goods (www.feelinggoods.de) empfehlen. Sie haben als Grundlage für das Peeling GMO-freien Mais verwendet. Es ist super sanft und hat einen angenehmen Duft. Und ist auch noch vollständig biologisch abbaubar!

    Ich erwarte, dass in naher Zukunft ein Gesetz kommt, dass die Verwendung von Kunststoffpartikeln in Kosmetikprodukten verbieten wird. Das wäre schön!

    Antworten
    • Karin
      Karin says:

      Danke für die guten Tipps für die Zahnpasta und das Körperpeeling. Persönlich fehlt mir bei feelinggoods, dass es sich nicht um zertifiziert biologische Produkte handelt. Mir gefällt aber die Transparenz mit der die Fragen auf der Seite beantwortet werden.

      Ein Verbotsgesetzt von Kunststoffpartikeln ist definitiv wünschenswert, hoffen wir das Beste!

      Lg, Karin

      Antworten

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