Tier-Projekt in Costa Rica Volunteering

Faultier Baby Costa Rica

WaschbärLange hab‘ ich davon geträumt, heuer hab‘ ich’s endlich gemacht- als Volunteer mit Tieren gearbeitet! Nach langer Recherche habe ich mich für das Alturas Animal Sanctuary bei Dominical in Costa Rica entschieden.

Zwergstachelschwein Baby

Mexkianisches Zwergstachelschwein Baby

Ganz wichtig bei der Auswahl des Projekts war mir, dass dort professionell gearbeitet wird. Besonders in Costa Rica gibt es unzählige Projekte, die Tieren angeblich helfen, viele werden allerdings von relativ ahnungslosen Laien geführt. Mich haben einerseits die zahlreichen positiven Bewertungen, als auch die Tatsache, dass hier in Alturas mit Fachleuten gearbeitet wird, überzeugt.

Papageien Costa Rica

Zum Einen hat das Projekt eine großartige Tierärtzin und zum Anderen ausgebildete Wildtierpfleger mit langjähriger Erfahrung. Besonders das unglaubliche Engagement der Angestellten, die viel von ihrem Privatleben für den Job opfern, hat mich sehr beeindruckt.

Klammeraffe Costa Rica

Geoffroy Klammeraffe

Die Arbeiten, die man als Volunteer verrichtet, hängen von der eigenen Erfahrung und Ausbildung ab. Wenn man keinerlei Vorkenntnisse hat, macht man hauptsächlich die Käfige sauber. Trotzdem ist das eine Aufgabe, die mir Freude gemacht hat, weil man unmittelbar mit den Tieren arbeitet und die Profis entlastet. Darüber hinaus durfte ich Futter für die Tiere vorbereiten und die Gehege mit neuem Grünzeug oder Ästen zum Klettern ausstatten. Bei Alturas gibt es den Bereich der Tierklinik und Quarantänestation. Hier sind alle Tiere, die neu ankommen, krank oder verletzt sind oder wieder ausgewildert werden.

Nasenbär

Nasenbär

Dann gibt es noch das Sanctuary, das auch für geführte Touren (sehr empfehlenswert!) für Besucher geöffnet ist. Hier leben Tiere, die aus unterschiedlichen Gründen normalerweise nicht mehr in die Freiheit entlassen werden können. Faultiere, die als Babies nach Alturas kommen, müssen ihr ganzes Leben hier verbringen, da sie nicht mehr lernen können, welches Futter sie in freier Natur fressen sollen, etc. Viele der Bewohner von Alturas sind auch ehemalige konfiszierte, illegale Haustiere, wie Vögel oder Affen.

Faultierbaby

Zweizehenfaultier-Baby

Der Preis für die Teilnahme am Projekt ist im Verhältnis zu anderen recht niedrig. Unter gebracht werden die Volunteers in einem eigenen kleinen Haus mit Doppelzimmern, gleich neben der Quarantäne Station. Inkludiert sind die Unterkunft und das Essen, das man sich selbst kocht. Wer es gerne luxuriöser mag, kann sich auch im angeschlossenen Villas Alturas 5* Hotel mit wunderschönem Pool einquartieren. Im dazugehörigen Restaurant kann man nicht nur lecker essen, sondern auch tropische Cocktails genießen. Vegane Speisen sind keine auf der Karte, manches läßt sich auf Wunsch aber sicher veganisieren. Die Volunteers sind meistens eine internationale und auch altersmäßig bunt gemischte Truppe, was ich ebenfalls sehr nett fand.

Mindestaufenthaltsdauer im Projekt ist eine Woche. Sinnvoller ist es natürlich, wenn man länger bleibt, da es für die Angestellten ein Aufwand ist, die Volunteers einzuschulen. Auch als Helfer fühlt man sich erst nach einer gewissen Zeit sicherer bei den Arbeiten und im Umgang mit den Tieren. Ich selbst war 2 Wochen im Projekt.

Ameisenbär Junges Costa Rica

Ameisenbär-Baby Luna – ein absoluter Liebling von mir!

Um den weiten Flug halbwegs zu rechtfertigen, sollte man mindestens 3 Wochen im Land bleiben. Optimal fand ich die Kombination von Projekt-Arbeit und Rundreise. Obwohl wir viel Glück bei der Wildtierbeobachtung auf unserer Reise hatten, bekommt man viele der Tiere, die man in Alturas sieht, so in freier Wildbahn sehr schwer zu Gesicht. Die Arbeit in Alturas könnt Ihr auch auf Facebook verfolgen 🙂

Auf unserem Foto-Reise Blog Fotonomaden.com findet ihr Tipps für Tierfotografie und Locations Teil 1 und Teil 2 Tierfotografie in Costa Rica.

2 Kommentare
  1. Ela
    Ela says:

    Total spannend! Wie schön, dass du dir ein gutes Projekt ausgesucht hast, das nicht nur Touris anlocken soll oder Geld bringen… Und die Fotos, hach… 🙂
    Liebe Grüße,
    Ela

    Antworten
    • Karin
      Karin says:

      Vielen lieben Dank, Ela! Hab‘ auch gleich auf Deiner Seite reingeschaut. Da haben wir mit dem veganen Essen und dem Reisefieber ja einiges gemeinsam! Werd‘ mir sicher Reisetipps und Rezepte raussuchen 🙂 Auf unserem Fotoblog http://www.fotonomaden.com findest Du noch mehr Reisetipps, wenn Du magst…
      Liebe Grüße,
      Karin

      Antworten

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