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Recht haben ist nicht genug

EssenimEimer

Neben mir steht gerade ein leckeres Stück Mohnkuchen und wartet darauf, von mir verzehrt zu werden. Nichts Besonderes? Ich finde schon, denn für 1.000.000.000 Hungernde weltweit existiert das Recht auf Nahrung nur auf dem Papier.

Die Filmtage Hunger.Macht.Profite.6 widmen sich auch heuer wieder diesem wichtigen Thema. Die Bandbreite der Themen reicht von Nahrungsmittelspekulation über Lebensmittelverschwendung bis zur Sinnhaftigkeit von Emissionszertifikaten für die Aufrechnung von Schadstoffbelastungen.

In Wien finden die Filmtage diese Woche von Donnerstag, 14.11., bis Sonntag, 17.11.2013, statt. Als Location hat sich dafür das Top-Kino in der Rahlgasse bewährt. Den kompletten Programmfolder für Wien findet Ihr hier. Im Anschluß an die Filme finden spannende Expertengespräche statt, unter Anderem mit Vertretern von AgrarAttach und Fian.

Hier findet Ihr auch alle Infos für Hunger.Macht.Profite.6 in Vorarlberg, Niederösterreich, Kärnten, Steiermark und Oberösterreich.

SetWidth240-Mier2013-logo-websmallOb vor oder nach dem Kinobesuch, irgendwann knurrt sicher der Magen. Dann kann ich Euch ein Essen im Rahmen der tollen Aktion  Mir isst es Recht empfehlen. Bis 10. Dezember werden dabei in über 30 Lokalen in Wien, Steiermark, Oberösterreich und Kärnten speziell ausgewiesene Speisen serviert.

Für jede dieser Mahlzeiten, die Ihr bestellt, spenden die Gastwirte 1-1,50 € an FIAN, die internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung.

Im Oben in Wien habe ich die FIAN-Speise schon verkostet: geschmorte rote Rüben mit Buchweizengröstel, Jus & Apfelchutney, hmmm!

Bild copyrights: thurnfilm.de und fian

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Problemstoff Plastik…

Am Sonntag ist Fernsehen angesagt. Egal, ob man ihn schon gesehen hat oder ihn zum 1. Mal sieht. Der Film Plastic Planet ist Pflichtprogramm. Auf ORFII wird er diesen Sonntag, 15.09.2013 um 23.05 Uhr Sonntag gezeigt.

Jeder, der mit Plastik lebt – und das betrifft wohl uns alle – sollte über seine Auswirkungen Bescheid wissen:

  • Was macht Plastik in meinem Blut?
  • Wieso schwimmt im Pazifik die größte Müllhalde der Welt?
  • Wie schädigt Plastik mein Hormonsystem?
  • Was tun mit Plastik, das bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überstehen kann?

Obwohl ich schon einige Filme zu Umweltthemen gesehen habe, hat mich kein anderer so nachhaltig verändert wie Plastic Planet. Kaum waren wir aus dem Kino draußen haben wir schon überlegt, wie wir das Plastik in unserem Haushalt reduzieren können und haben mittlerweile auch schon einiges verbessert.

Es gibt jedoch eine österreichische Familie, die nach Plastic Planet ihr Leben wirklich umgekrempelt hat. Die Familie Krautwaschl aus der Steiermark. Konsequent hat die 5-köpfige Familie ein Plastikteil nach dem anderen aus ihrem Haus verbannt und Alternativen für (fast) alles ausfindig gemacht. Was zuerst als Experiment gedacht war, hat sich mittlerweile zu einer fixen Lebenseinstellung gewandelt.

51pGOsiWofL._SL160_Ihre Erfahrungen hat Sandra Krautwaschl kurzweilig und interessant in ihrem Buch Plastikfreie Zone niedergeschrieben. Besonders hilfreich ist auch die ausführliche Liste am Ende des Buchs, wie und womit die Krautwaschls die einzelnen Dinge ersetzt haben und wo sie erhältlich sind.

Mehr Infos zu dem Thema findet Ihr auf der offiziellen Homepage des Films. Unter dem Punkt Hintergründe findet Ihr jede Menge Fakten über Plastik. Auf der Website der Familie Krautwaschl Kein Heim für Plastik findet man viele praktische Tipps.

Für den Start hier ein paar Sachen, die man ganz einfach plastikfrei bekommt z.B. im Bio-Supermarkt:

  • Unverpackte Seifenstücke statt Flüssigseifen und Duschgels
  • Haarseife statt Shampoos
  • Plastikfreie Wattestäbchen
  • Ketchup, Senf und eingelegtes Gemüse oder Obst im Glas
  • Kochlöffel, Schneidbretter, etc. aus Holz
  • Obstsäfte in Glasflaschen
  • Obst und Gemüse offen kaufen und in eigene Sackerl oder abbaubare Biokunsstoffsackerl geben
  • Spülbürsten mit Holzgriff und Naturfasern

So, jetzt wünsch‘ ich Euch ein schönes Wochenende und einen interessanten Fernsehabend. Wie immer freu‘ ich mich wenn auch Ihr Tipps für mich habt, wie Ihr Plastik reduziert oder welche Alternativen Ihr gefunden habt.

The hands that sew your shirt…

Rund 4 Millionen Menschen – vorwiegend Mädchen und Frauen – stellen in Bangladesch Kleidung für den Export her, großteils unter schlimmen Bedingungen.

Eine davon ist die 17-jährige Sabina, die CARE in ihrem Alltag begleitet hat. Seit sie 13 Jahre alt ist, näht Sabina täglich 10-12 Stunden Kleidung, die dann bei uns getragen wird.

Der 48-minütige Dokumentarfilm The hands that sew your shirt, der Sabinas Leben zeigt, hat am Mittwoch, 12. Juni, um 12.30 Uhr im Urania Kino in Wien Premiere.

Im Anschluß an den Film gibt es eine Diskussionsrunde zur Frage „Was können wir KonsumentInnen tun?“ mitThomas Haunschmid von CARE, Michaela Königshofer von der Clean Clothes Kampagne und Nunu Kaller vom Blog Ich kauf nix – Ein Jahr ohne Kleidungskauf.

Ab September wird wird die Doku in ausgewählten Programmkinos in den Landeshauptstädten gezeigt.

CARE hilft in Bangladesch mit dem Solidaritätsprojekt SEEMA (Solidarity and Empowerment through Education, Motivation and Awareness). Im Rahmen von SEEMA wird 1.500 Textilarbeiterinnen aus Dhaka mit Hilfe von Kursen und Schulungen geholfen, den Kreislauf aus Diskriminierung und Armut zu durchbrechen. Wenn Du das Projekt unterstützen möchtest, findest Du hier weitere Infos.

Fotocredit: Miguel Dieterich

Kleine Bienen ganz groß

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus,“ erkannte schon Albert Einstein. Weltweit werden rund 80% aller Wild- und Kulturpflanzen von Insekten bestäubt. In Österreich sorgt ein Netzwerk von 23.000 Imkern dafür, dass die Bestäubung noch gratis erfolgt (auch für Deinen Obst- und Gemüsegarten!). Daher ist es essentiell, regionalen Honig zu kaufen, um die kleinen Imkereibetriebe zu erhalten. Denn man kann zwar Honig importieren, die Bestäubung aber nicht, wie der Geschäftsführer des Vereins Biene Österreich, Christian Boigenzahn, erklärt (Quelle: Biorama)

Seit Jahren nimmt das Bienensterben immer mehr zu. Gründe dafür sind der Verlust des Lebensraumes der Bienen, der Einsatz von Pestiziden und die Varroa-Milbe, die durch asiatische Honigbienen eingeschleppt wurde. In China gibt es bereits Regionen, in denen die Obstbäume händisch bestäubt werden müssen.

Damit es bei uns nicht so weit kommt, können unsere Bienen Hilfe von Dir gebrauchen und das geht ganz einfach:

  • Stelle einen Nistplatz für ungefährliche Wildbienen auf
  • Kontaktiere die Stadtimker und gib‘ einem professionell betreuten Bienenvolk ein Zuhause auf Deiner Terrasse
  • Pflanze Saatgut für bienenfreundliche Wildblumenwiesen
  • Entscheide Dich für Alternativen ohne Bienenprodukte (bei Kosmetik, Lebensmitteln und Kerzen, etc.)

Wer jetzt mehr zu dem Thema wissen will, dem lege ich den Film More than Honey von Markus Imhoof ans Herz, der diesen Freitag, am 12.10.2012, in den österreichischen Kinos anläuft.

Hier noch ein Nachtrag: Auch die Umweltberatung hat ein Infoblatt mit Tipps zur Förderung von Bienen.

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