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Schokomousse: vegan, einfach, lecker!

Habt Ihr schon von Aquafaba gehört? Das ist die Flüssigkeit, die man erhält, wenn man Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Bohnen kocht. Das Tolle an Aquafaba ist, dass man es wie Eischnee aufschlagen kann. Damit gelingt wunderbar luftiges Mousse, aber auch Baiser, Macarons und sogar Eiscreme. Da der Schnee eifrei ist, kann ihn jeder frei von Salmonellen-Gefahr und Cholesterin genießen 🙂 Zum selbst herstellen eignet sich Aquafaba nicht.

Das Schokomousse Rezept ist ganz leicht und ein guter Einstieg zum Kochen mit Aquafaba. Es gibt viele Rezeptversionen im Netz, hier ist meine Variante.

Aquafaba Schokomousse mit gebratener Birne

Zubereitungszeit: 30 Minuten
Kühlzeit: Mindestens 2 Stunden

Zutaten für 4 Portionen:

  • 120 ml Aquafaba von Kichererbsen
  • 2 EL Staubzucker aus Xylit oder herkömmlichem Zucker
  • 120 g vegane, dunkle Schokolade
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Zitronensaft (Tipp von Steffi von Kochtrotz, die hier ausführlich über Aquafaba schreibt)
  • 2 reife Bio-Birnen
  • 2 EL Ahornsirup zum Beträufeln
  • Geschmacksneutrales Öl zum Bestreichen
  • Für die Deko: Getrocknete Orangenschale und gestiftelte Mandeln

Tipps zu den Zutaten:

  • Kichererbsen: Man bekommt genau die richtige Menge Aquafaba aus einem Glas Bio-Kichererbsen mit 350 g Inhalt, z.B. von Billa oder dm. Auf Hülsenfrüchte in der Dose sollte man der Umwelt und der Gesundheit zuliebe verzichten, wegen Alu und Kunststoffbeschichtung.
  • Xylit: Ich verwende Birkengold aus dem Bioladen, mit dem man 90% CO2 sparen kann. Kristallines Xylit kann man im Blender schnell zu Pulver vermahlen. Man kann auch normalen Staubzucker nehmen.
  • Schokolade: Für die bio-faire, vegane Schoko eignet sich z.B. die Maestrani 72% aus dem Supermarkt . Aus dem Bioladen nehm‘ ich auch die Zartbitterkuvertüre von Rapunzel oder die Vivani Feine Bitter 71%.

So schaut das geschlagene Aquafaba aus – genau wie Schnee!

Zubereitung:

  1. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, nicht zu heiß werden lassen! Dann abkühlen lassen.
  2. Das Aquafaba in eine Schüssel gießen und mit Zitronensaft und einer Prise Salz mit dem Handmixer auf höchster Stufe 1 Minute lang aufschlagen.
  3. Dann einen Esslöffel Zucker hinzufügen und mindestens 30 Sekunden schlagen, dann den zweiten Esslöffel Zucker dazugeben und weiter schlagen, bis der Schnee sehr fest ist. Dabei aufpassen, dass die Schläger des Mixers möglichst nicht an der Schüsselwand ankommen, da sonst die eingeschlagene Luft wieder verloren geht!
  4. Sehr vorsichtig mit einer Teigspachtel die geschmolzene, abgekühlte Schokolade unterheben.
  5. Das Mousse für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  6. Die Birnen schälen, halbieren, entkernen und mit Öl bepinseln. In der Pfanne bei mittlerer Temperatur pro Seite 3-4 Minuten anbraten. Abkühlen lassen.
  7. Nach der Kühlzeit auf jeden Teller eine Birnenhälfte legen. Mit einem kalten Metall-Löffel Mousse-Häufchen auf die Birnenhälften setzen. Den Ahornsirup darüber träufeln. Mit getrockneter Orangenschale und Mandelstiften dekorieren. Sofort servieren.

Varianten: Das Mousse eignet sich perfekt für Kombinationen mit frischen Früchten, Fruchtsaucen oder Marmelade. Je nach Jahreszeit sind auch Erdbeeren, Himbeeren, Marillen (Aprikosen), Pfirsiche oder rote Ribiseln (Johannisbeeren) ideale Partner. Zum cremigen Mousse paßt auch noch gut etwas Knuspriges als Kontrast, z.B. geröstete und gehackte Nüsse oder Kakao Nibs.

Wenn Ihr jetzt auf den Aquafaba Geschmack gekommen seid, findet Ihr bei Veganblatt noch mehr Rezeptideen.

Habt Ihr schon mit Aquafaba gekocht? Ist es gut gelungen? Ich würde mich freuen, wenn Ihr Eure Erfahrungen hier mit mir teilt!

Maroni Orangen Overnight Oats

Maroni Orangen Overnight Oats

Ein winterlich gewürztes To-Go-Frühstück mit den 5 Elementen der TCM. Zubereitungszeit 15 Minuten.

Bio-Zutaten für 2 Portionen:

100 g Haferflocken (wenn man will glutenfrei)
250 ml Wasser
150 g geschälte, essfertige Maroni* 
1/2 TL Vanillepulver
1/2 TL Zimt
1 mittelgroße Orange (unbedingt Bio, da die Schale verwendet wird!)
1 Messerspitze getrocknete Orangenschale (von der Orange)
1 EL Ahornsirup (oder andere Süße nach Wahl)

*Tipp: Für die (fast) Zero Waste Variante ca. 190 g frische Maroni kaufen, oben kreuzweise einschneiden, in eine feuerfeste Form legen und den Boden etwas mit Wasser bedecken. Die Form in den Ofen stellen und bei 220° C rund 30 Minuten backen. Darauf achten, dass immer Wasser in der Schale ist, notfalls etwas nachgießen, damit die Maroni nicht ankleben. Wenn sich die Schale wölbt und leicht ablösen läßt, sind die Maroni gar. Die Edelkastanien abkühlen lassen und schälen.

Zubereitung am Vortag:
In der Früh:

Orangenschale mit einem Zestenreißer oder Microplane abreiben. Achtung: das Weiße sollte nicht dabei sein, sonst wird’s bitter! Auf einem kleinen Teller zum Trocknen auf die Heizung stellen.
Falls Du getrocknete Orangenschale zuhause hast, kannst Du diesen Schritt auch einfach am Abend machen und die Schale als Vorrat aufheben.
Am Abend:
1. Die Orange halbieren, eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte schälen und in kleine Stücke schneiden. 
2. 50 g Maroni je nach Größe vierteln oder sechsteln.
3. Eine Messerspitze Orangenschale fein hacken. 
4. 100 g Maroni, Wasser, Orangensaft, Vanillepulver und Zimt in ein hohes Gefäß mit flachem Boden geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. 
5. Ein paar Maroni- und Orangenstücke für die Deko aufheben, den Rest mit den Haferflocken, der Orangenschale und dem Ahornsirup unter die Oatsmasse mischen.
6. Auf 2 Schraub- oder Bügelgläser aufteilen und mit den Maroni- & Orangenstückchen und etwas Orangenschale dekorieren.
7. Die Behälter verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen oder einfach heraußen lassen, wenn man die Oats nicht kalt mag.

Tipps: Wer’s lieber warm mag, kann die Oats in der Früh am Herd aufwärmen wie einen Porridge. In dem Fall die Masse am Abend nicht in 2 Gläser aufteilen. Die Maroni- und Orangenstükcke in verschiedenen Behältern aufheben, damit die Maroni nicht durchweichen und erst nach dem Aufwärmen damit dekorieren.

Weihnachten Vegan Buch & Zimststern-Rezept

Weihnachten vegan Luger-BazingerIn der Adventzeit denke ich immer etwas wehmütig an die wunderschönen Weihnachten meiner Kindheit zurück…mit genug Zeit zum Basteln, in Ruhe auf Weihnachten einstimmen, Geschichten lesen und gemeinsam Kekse backen. Kein Last-Minute-Geschenke-Kaufrausch, kein Stress, nur kindliche Vorfreude und Staunen. Jedes Jahr versuche ich dieses magische Gefühl von Weihnachten wieder herzuzaubern und dabei sind vegane Weihnachtskochbücher natürlich eine großartige Hilfe 🙂 (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Claudia, vom beliebten Blog TotallyVeg, hat ihre erprobten Lieblingsrezepte in dem Buch Weihnachten vegan* zusammengestellt. Unter dem Titel „Neue beste Freunde“ stellt sie für Vegan-Einsteiger ein paar typische Zutaten wie Nußmuse, Hafercuisine und Tofu vor. Dann folgt noch ein kurzer Überblick über die notwendige Küchenausstattung für die Rezepte und schon geht’s mit Kapitel 1 los: Veganes Weihnachtsessen. Hier werden 3 Menüfolgen vorgeschlagen und die Rezepte dazu vorgestellt. Super finde ich, dass dafür kurz ein paar Tipps für den stressfreien Kochablauf gegeben werden, z.B. welche Sachen man schon am Vortag zubereiten kann. Die Speisen sind einfach, machen aber trotzdem Gusto. Wie wär’s z.B. mit Christmas Brownies, Spekulatius-Mousse, Linsenbraten oder steirischen Bruschette?

Der 2. Teil widmet sich der Weihnachtsbäckerei. Die Rezepte sind eine Mischung aus Klassikern à la Linzeraugen und Vanillekipferln und amerikanischen inspirierten wie zimtige Snickerdoodles und Peanutbutter-Cookies. Ausgefallene Zutaten sucht man hier vergeblich, was ich besonders für Neulinge sehr praktisch finde.

Im Kapitel 3 verrät die Autorin ihre Lieblingsrezepte für einen gemütlichen Brunch oder eine Adventjause. Der Großteil der Rezepte ist nicht speziell weihnachtlich und daher rund ums Jahr gekocht werden, wie Erdäpfelkas, Räuchertofuschnecken oder Kokos-Chia-Pudding. Die selbstgemachten Geschenke im 4. Teil kann man natürlich genauso gut behalten – finde ich! Der Body Scrub sticht als einziges Körperpflegeprodukt aus der Reihe, ansonsten kann man sich hier über Kokos-Karamell-Sauce, Erdnuß-Quinoa-Riegel, Marzipan-Schoko-Kastanien oder auch Taco-Gewürz freuen.

Den Abschluß machen die weihnachtlichen Drinks mit einer bunten Mischung von Süßkartoffel-Smoothie bis Eierlikör über Chai bis zu veganem „Baileys“. Gedruckt wurde das Buch in der EU, sonst konnte leider keinerlei Angaben zu einer nachhaltigen Herstellung finden – schade!

Fazit: Weihnachten vegan* ist ein hübsch gestaltetes Buch mit einfachen Rezepten. Einige davon sind – für mich – nicht speziell weihnachtlich – das hat jedoch den Vorteil, dass man sie auch unterm Jahr immer wieder mal kochen kann. Die meisten Zutaten findet man problemlos im Supermarkt, nur für Hefelocken, Kala Namak und Co. muß man wohl in einen Bio- oder Veganladen gehen. Persönlich hätte ich mir von jedem Rezept ein Foto gewünscht, da ich dazu tendiere, Rezepte ohne Foto eher nicht nachzukochen.

Ein unkompliziertes Buch für alle, die neu ins vegane Kochen einsteigen und/oder simple, aber geschmackvolle Speisen mögen. So und hier gibt’s natürlich ein Rezept zum Ausprobieren:

Zimtsterne

Zimtsterne vegan

© Michael Tewes – Fotolia

Für den Teig

1 EL Leinsamen, gemahlen
3 EL Wasser
150 g Staubzucker
1 EL Zimt
1 EL Sojamilch
100 g Mandeln, gemahlen
150 g Wal- oder Haselnüsse
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt

Für die Glasur

70 g Staubzucker, gesiebt
1 EL Sojamilch
1 Prise Zimt (optional, für weiße Glasur weglassen)Zubereitung 1. Leinsamen und Wasser gut vermischen und kurz beiseitestellen, dann mit den restlichen Zutaten für den Teig gut verkneten. Der Teig wird klebrig sein. 15 Minuten kühl stellen.
2. Die Arbeitsfläche mit Backpapier auslegen, Teig darauf legen und wieder Backpapier über den Teig geben, so ausrollen (ansonsten klebt er unglaublich). Mit einer Sternform Sterne ausstechen, sehr vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett geben und die Sterne für ca. 3 Stunden kühl stellen.

3. Ofen auf 200°C vorheizen.

4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und Sterne darauf legen, etwa 8-12 Minuten backen, die Sterne sollten an den Spitzen leicht gebräunt sein. Aus fem Ofen nehmen.

5. Nach etwa 10 Minuten die Sterne an der Unterseite mit einem Messer leicht vom Backpapier lösen und dann komplett auskühlen lassen.

6. Alle Zutaten für die Glasur vermischen und Sterne damit glasieren.

Ergibt etwa 35 Stück

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, zahlst du keinen Cent mehr,  aber ich bekomme eine kleine Provision. Damit ermöglichst du mir das Betreiben des Blogs. Herzlichen Dank! 🙂

London vegan – Teil 1

Endlich konnte ich mal wieder einige Tage in London verbringen – einer meiner Lieblingsstädte. Meistens recherchiere ich schon vorab, wo ich essen gehen möchte, manches ergibt sich aber auch spontan. Ach ja, zum Vergrößern der Fotos einfach draufklicken 😉

Zero Waste Pancakes am Borough Market

Zero Waste Pancakes am Borough Market

Am Samstag waren wir am Borough Market in Hackney und haben Benny’s Pancakes entdeckt, die nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei sind. Die mussten wir natürlich verkosten und haben sie uns im „Zero Waste Stil“ gleich in unsere Lunchbox geben lassen, was anstandslos funktioniert hat. Ausgerüstet mit unserem Bambus-Reisebesteck und einer Stoffserviette haben wir uns die fluffigen Pfannkuchen gleich munden lassen.

Danach ging’s weiter zur Boilerhouse Food Hall bei Brick Lane. Hier gibt’s jede Menge Auswahl für Veganer, ob äthiopisch, karibisch oder Burger. Jeder kann sich aussuchen, worauf er Lust hat und dann kann man sich gemütlich auf einem Tisch zusammensetzen.

Am Abend sind wir dann gleich bei meinem derzeitigen Lieblingslokal in Notting Hill eingekehrt. dem Farmacy. Hier paßt nicht nur die Atmosphäre und die freundliche Bedienung, das Essen ist einfach großartig! Spannend fand ich, dass hier keine Softdrinks ausgeschenkt werden. Ich habe mich für einen Rote-Rüben-Tee (= Rote Bete) mit Zimt entschieden, den ich lecker und kreativ fand. Die vegane Pizza mit hausgemachtem Sauerteig und Macadamia Kräuterkäse war mit Abstand die beste vegane Pizza, die ich je gegessen habe. Unbedingt probieren! Den leckeren Farmacy Burger mit schwarzen Bohnen und Goji Ketchup kann man auch in glutenfreier Variante bestellen. Zu Begeisterungsstürmen hat mich auch das Nice Cream Brownie Sundae hingerissen.

Den Sonntag haben wir dem Besuch des Vegfests (worüber ich in einem späteren Post mehr erzähle) gewidmet. Dort konnten wir die Cupcakes von Miss Cupcake probieren (gut, aber super süß!), die man normalerweise in ihrem Café Brixton bekommt. Noch besser haben uns  allerdings die Cupcakes von Rubys of London geschmeckt, deren Backwerk man an Wochenenden am Greenwich Market erstehen kann.

Nachdem ich die glutenfreien, clean eating Rezepte von Deliciously Ella gerne mag, wollte ich unbedingt in Ellas Lokal Mae Deli gehen, von dem es bereits zweit Standorte gibt. Mir gefällt hier besonders, wie kreativ und nachhaltig mit den Küchenabfällen umgegangen wird! Das Essen hat uns auch gut geschmeckt, allerdings ist es recht teuer.

Noch mehr Lokale verrate ich Dir im zweiten Teil Vegan in London

Wenn du, so wie wir, gern fotografierst, dann schau‘ dir doch mal unsere Foto-Location Tipps für London auf unseren Foto-Reise Blog Fotonomaden.com an 🙂

La Veganista – Power-Vorrat: Buchvorstellung + Rezept

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© Gräfe und Unzer/René Riis

Nicole Just ist eine meiner Lieblings-KochbuchautorInnen. Ihre Gerichte gelingen gut, schmecken lecker und bringen immer neue kreative Ideen in den Kochalltag. Obwohl La Veganista Power-Vorrat bereits mein 3. Kochbuch zum Thema vegan & DIY ist, hat es Nicole Just geschafft, wieder ganz andere Rezepte und Ideen zu präsentieren.

Seit wir versuchen Zero Waste zu leben, verzichten wir auf Kichererbsen im Glas, Fertig-Pesti, & Co., die immer super praktisch waren, um bei Zeit- und Motivations-Mangel schnell ein Essen zu zaubern. Diese schnellen Helferleins haben mir gefehlt. Da kam mir La Veganista – Powervorrat gerade recht! Im Buch findet man z.B.Rezepte für:

  • pikante & süße Backmischungen, Gebäck zum Einfrieren, Nudeln, Semmelknödeln im Glas
  • vegane Basics wie Pflanzenmilch, Sahne, Joghurt, Topfen (= Quark) und Nußmus
  • Süßes: Puddingpulver, Schokolade, Müsligewürz
  • Fruchtiges: Marmeladen, Gelierzucker, Fruchtleder
  • Pikantes: Gemüsebrühe, Salzgemüse, Essig, sauer Eingemachtes
  • Getränke: Tees, Sirupe, Coldbrew-Kaffee auf Vorrat
  • „Fertiggerichte“: Falafel-, Risotto- oder Dal-Mix, Patties & Pizzateig zum Einfrieren
  • Würzen & Soßen: Kurkumapaste, BBQ-Würzpaste, „Worcester-Sauce“, Bechamelsauce

Super praktisch finde ich z.B. auch die Anleitung, wie man Hülsenfrüchte vorkocht und dann haltbar macht. Nach den Anleitungen zur Herstellung des Vorrats folgen rund 20 Rezepte, wie man die selbst gemachten Sachen einsetzen kann: Von Linsen-Apfel-Krapfen über Pilz-Mangold-Ravioli bis zu Haselnußpralinen.

Fazit: Für mich ist La Veganista Power-Vorrat* ein absolut gelungenes, schön gestaltetes Kochbuch mit dem DIY-Fans und Zero Waste Anhänger besonders viel Freude haben werden. Zum Ausprobieren gibt’s hier noch das Rezept für selbst gemachten Essig aus Obstresten!

Apfel-Birnen-Essig – selbst ansetzen

© Gräfe & Unzer/René Riis

© Gräfe & Unzer/René Riis

Grundrezept für Obstessig
2 mittelgroße Äpfel (350 g, alternativ Putzreste wie Apfelschalen und – kerngehäuse)
2 mittelgroße Birnen (350 g, alternativ Putzreste wie Birnenschalen und – kerngehäuse)
1 geh. EL Vollrohrzucker

Außerdem
1 Twist-off-Glas (ca. 3 l Inhalt, sterilisiert)
2 Glasflaschen mit luftdichtem Verschluß (à 1 l Inhalt, sterilisiert)
1 Passiertuch

Für 1,8 l (60 Portionen à 30 ml)

1. Die Früchte heiß waschen, abtrocknen und halbieren. Die Fruchthälften mit Schale und Kerngehäsue in ca. 1 cm große Würfel schneiden und mit dem Zucker in das 3-l-Glas geben (alternativ 700 g Schalen und Kerngehäuse mit dem Zucker in das Glas geben). Alles mit 1,8 l Wasser aufgießen.

2. Zum Sterilisieren einen Löffel in einem Topf mit kochend heißem Wasser übergießen, vorsichtig herausnehmen und den Glasinhalt damit umrühren. Anschließend die Fruchtstücke damit herunterdrücken, so dass sie fast vollständig mit Wasser bedeckt sind.

3. Aus dem Passiertuch ein Stück (ca. 25×25 cm) ausschneiden, den Rest beiseitelegen. Das Tuch auf das Glas legen und mit einem Haushaltsgummi am Glasrand fixieren. Das Glas an einem hellen Ort bei Raumtemperatur 10-14 Tage stehen lassen. Dabei einmal täglich vorsichtig schütteln, um Schimmelbildung vorzubeugen. Während der Gärung bildet sich natürlicherweise Schaum an der Oberfläche.

4. Sobald sich nach max. 14 Tagen ein leichter Essiggeruch eingestellt hat und die Früchte abgesunken sind (bei Bedarf noch ein paar Tage länger stehen lassen), ein Sieb mit dem übrigen Passiertuch auslegen und in eine entsprechend große, sterilisierte Schüssel hängen. Den Essigansatz in das Sieb gießen und abtropfen lassen, dabei den Essigansatz auffangen, die Früchte entfernen.

5. Zum Sterilisieren das Glas mit 2 l kochend heißem Wasser ausspülen. Die aufgefangene Flüssigkeit in das Glas füllen. Den Ansatz wieder mit dem Passiertuch und Gummi verschließen und an einem hellen Ort bei Raumtemperatur ca. 3 Wochen gären lassen. Den fertigen Essig in Flaschen füllen, gut verschließen und dunkel, kühl und trocken lagern. Er hält sich so mehrere Jahre.

Meine Extratipps
Ich setze meinen Essig gern gleichzeitig zum Apfelkuchenbacken an. Das ist so schön praktisch, denn die Apfelschalen und -kerngehäuse landen im Essigglas, das Fruchtfleisch in einer leckeren Apfeltarte (Rezept im Buch). In diesem Fall gieße ich nur mit 1 l Wasser auf und erhalte dann reinen Apfelessig. Übrigens eignen sich auch andere Obstsorten zum Vergären: Beispielsweise Quitten, Marillen, Mirabellen oder Himbeeren lassen sich auf diese Weise wunderbar zu Essig verarbeiten.

Noch mehr Rezepte von Nicole Just gibt’s hier:

Hirseauflauf mit Äpfeln
Mousse-au-Chocolat Cupcakes
Donauwellen-Cupcakes
Hirsetaler mit Spinat und Tomaten-Orangen-Sauce
Linseneintopf

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Trailmix Varianten vegan & zero waste

Studentenfutter Variationen vegan

Heute ist es soweit, wir fahren auf Urlaub! (Deswegen auch nur ein ganz schnelles Foto auf unserer Stiege in den Garten gemacht 😉 Da wir viel wandern gehen wollen und uns großteils selbst versorgen, möchte ich einiges an Proviant mitnehmen. Der soll natürlich vegan und optimalerweise auch müllfrei sein. Statt für Müsliriegel habe ich mich diesmal für Studentenfutter, im Englischen passenderweise Trailmix genannt, entschieden. Drei verschiedene Mischungen sind es geworden, die ich Euch heute vorstelle.

Selbst gemischtes Studentenfutter hat viele Vorteile:

  • abwechslungsreich
  • super einfach & schnell zubereitet
  • müllfrei
  • kostensparend

Da es bei der Mischung von Studentenfutter nicht um genaue Mengenangaben geht, habe ich das mit meinen Cups gemacht. Ihr könnt aber auch einfach irgendein Kaffehäferl (= Kaffeetasse für all meine ausländischen LeserInnen) als Maß nehmen, das ca. 250 ml fasst.

Die Zutaten habe ich praktisch alle lose in Wien gekauft. Wo Ihr die Sachen unverpackt in Wien bekommt, erfahrt Ihr in dem Artikel, den ich für wastelandrebel.de geschrieben habe, wo Shia Su über Ihr Zero Waste Leben bloggt.

Die Früchte habe ich selbst getrocknet (mit Ausnahme der Cranberries). Bananen gibt es bei uns zuhause nur in Ausnahmefällen, wenn sie im Bioladen abverkauft werden, weil sie schon sehr reif sind. Äpfel und Bananen habe ich dann einfach in dünne Scheiben geschnitten und in meinem Dörrgerät getrocknet. Man kann sie aber auch problemlos im Backrohr trocknen.

Das Mengenverhältnis der Zutaten könnt Ihr nach Lust und Laune variieren, je nachdem, ob Ihr es lieber fruchtig süß oder eher nussig mögt. Wer keine Nüsse verträgt, kann stattdessen nur Samen verwenden oder auch Granola-Stückchen dazu mischen. Eurer Fantasie sind beim Mischen keine Grenzen gesetzt. Natürlich kannst Du auch eine pikanten salzigen Knabbermix ganz ohne Früchte machen. Hier mal meine Varianten zur Anregung. Bei den Zutaten entscheide ich mich immer für Bio und Fairtrade.

Apfelstrudel Trailmix
Zutaten:
1 Becher getrocknete Apfelscheiben
3/4 Becher Walnüsse
3/4 Becher Sonnenblumenkerne
1/2 Becher Rosinen
1/8 TL gemahlenen Zimt

Apfelscheiben in 1/4 schneiden.
Walnüsse ohne Fett in der Pfanne rösten, dann die Hälften nochmals halbieren.
Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Vor dem Abfüllen komplett auskühlen lassen.

Fernweh Trailmix
Zutaten:
1/2 Becher getrocknete Bananenscheiben
1/2 Becher Kokoschips
1/2 Becher Datteln entsteint
3/4 Becher Cashewnüsse
3/4 Becher Erdnüsse
Vanillepulver nach Geschmack
1 große Prise Salz

Cashewnüsse ohne Fett in der Pfanne rösten, dann halbieren.
Datteln in 0,5 cm breite Scheiben schneiden.
Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Vor dem Abfüllen komplett auskühlen lassen.

Trailmix Rot-Grün
Zutaten:
3/4 Becher Haselnüsse
3/4 Becher Kürbiskerne
1/4 Becher Pistazienkerne ohne Schale
1/2 getrocknete Cranberries

Haselnüsse ohne Fett in der Pfanne rösten.
Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Vor dem Abfüllen komplett auskühlen lassen.

Diesmal habe ich Zutaten verwendet, die ich noch zuhause hatte. Einige Sachen davon sind weit gereist. Optimal  für einen Trailmix mit kleinerem Fußabdruck sind heimische Früchte und Nüsse.

Erdbeer-Tonkabohnen-Marmelade mit Xylit

Erdbeermarmelade an sich ist ja nichts Neues. Ich habe mich dieses Jahr für eine Variante mit Tonkabohne und Xylit entschieden – zwei Produkte über die man derzeit häufig stolpert und über die es einiges zu erzählen gibt…

Umweltbewußt genießen: Xylit aus Europa

Wer – so wie ich – nach dem Genuss von Industriezucker sofort ein Junkie-Suchtverhalten an den Tag legt, der ist mit Xylitol gut beraten. Der ursprünglich aus Birkenrinde hergestellte Zuckerausstauschstoff ist daher auch als Birkenzucker bekannt. Heute wird Xylit, unter Anderem, auch aus Mais und Buche hergestellt. Ganz wichtig ist, hier beim Einkauf auf Ursprungs- und Herstellungsland achten, denn Birkenzucker aus Europa hat einen bis zu 90% geringeren CO2 Fußabdruck als Mais-Xylit aus China! Dafür lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen!

Anders würzen: Die Tonkabohne

Die süßlich schmeckende Tonka-Bohne kann ähnlich wie Vanille verwendet werden. Das intensivere Aroma ist auf Cumarin zurückzuführen, einem sekundären Pflanzenstoff, der in größeren Mengen gesundheitsschädlich ist. Je nach Art des Lebensmittels sind 5-50 mg/kg unbedenklich. Daher Tonka immer sparsam einsetzen, auch wenn dieser Bohne erotisierende, magische und heilende Kräfte zugeschrieben werden 😉

Wenn Du öfter einkochst lohnt es sich gleich die größere Packung Konfitura zu kaufen, um Verpackungsmüll einzusparen. Alte Schraubgläser eignen sich hier optimal zum Wiederverwenden. So und jetzt kann’s losgehen…

Aphrodites Erdbeer-Tonka-Marmelade

Erdbeer-Tonka Marmelade mit Xylit

Zutaten:
1 kg Bio-Erdbeeren
Saft einer 1/2 Bio-Zitrone
1 Prise Meer- oder Steinsalz
1 Msp. geriebene Tonkabohne (aus dem Bioladen, hab‘ ich bei den Räuchersachen entdeckt!)
300 g europäisches Xylit
12 TL Konfitura Geliermittel von Biovegan (aus dem Bioladen)
Sterilisierte alte Schraub- oder Bügelgläser

1. Erdbeerstiele entfernen. Überreife oder stellenweise bereits matschige Erdbeeren aussortieren, die Marmelade könnte sonst schlecht werden. Die ausgemusterten Erdbeeren in dünnen Scheiben trocknen oder gleich essen 🙂
2. Erdbeeren im Zerkleinerer grob pürieren, in einen flachen, breiten Topf geben. Tonkabohne mit einer Muskatreibe hineinreiben, Xylit, Zitronensaft und Salz hinzufügen (zum Ausgleich der Geschmackrichtungen).
3. Teelöffelweise das Gelierpulver zugeben und mit einem Schneebesen einrühren, um Klümpchenbildung zu vermeiden.
4. Die Marmelade bei mittlerer Hitze aufkochen, immer wieder umrühren, damit sich nichts anlegt. 3 Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen.
5. Marmelade in vorbereitete, sterilisierte Gläser füllen bis ca. 1 cm unter den Rand. Gläser fest zuschrauben.

Am Besten auf selbstgebackenem Dinkel-Nuß-Brot genießen 🙂

Buchvorstellung: Vegan Frühstücken kann jeder + Rezept

Als großer Frühstücksfan und Kenner des eat this! Blogs hatte ich doch recht hohe Erwartungen an Vegan Frühstücken kann jeder. Mein erster Eindruck, nachdem ich das Buch ausgepackt hatte, war: Schön geworden! Das hochwertige Hardcover, das Gusto machende Titelfoto, das praktische Lesezeichenbändchen und das matte, gerade richtig dicke Papier. Dazu professionelle Food-Fotos zu jedem Rezept – was ich besonders liebe. Das Papier FSC zertifiziert, das Buch in Deutschland gedruckt…ein guter Anfang soweit.

Jetzt war ich natürlich auf den Inhalt gespannt. Den Anfang des Buchs machen neben einem Vorwort diverse Tipps für einen guten Start in den Tag. Es folgen Infos zu verschiedenen Zutaten wie Getreide, Beeren, Kaffee & Tee und ab Seite 27 geht’s mit den Rezepten los. Bei den Kapiteln kann man unter folgenden Themen wählen: Smoothies, Säfte & Co., Frühstück to go, One bowl wonders, Vom Herd und aus dem Ofenn, Für Naschkatzen, Wochenend-Brunch, Kaffee, Tee & Co. und Basics.

Die Rezepte sind wirklich abwechslungsreich. Von Klassikern à la Bircher Müsli & Tofu Scramble bis zu spannenden modernen Kreationen wie Blaubeer Popsicles und Miso Oatmeal ist für jeden etwas dabei. Sehr praktisch sind auch die Hinweise bei den Rezepten, ob sie gluten-, zucker- oder sojafrei sind!

Fazit: Ein rundherum schön gestaltetes Buch mit spannenden Rezeptideen. Wer die Vielfalt der Küchen der Welt liebt und nicht speziell auf saisonal & regional schaut, der wird mit Vegan Frühstücken kann jeder* bestimmt viel Freude haben. Unter der ISBN 9783942491631 bekommt Ihr das Buch bei Eurem Buchhändler.

Zum Ausprobieren haben wir für Euch folgendes Rezept ausgewählt:

Overnight-Buchweizen 

© Nadine Horn & Jörg Mayer

Zubereitungszeit 15 Minuten
Quellzeit 8 Stunden
Portionen 2Für das Overnight Buchweizen-Meal
60 g Buchweizenflocken
120 ml Wasser
4 Erdbeeren (frisch oder gefroren)
1 Handvoll Himbeeren (frisch oder gefroren)
2 TL Ahornsirup

Für das Topping
12 EL Sojajoghurt
1/2 Banane
2 Erdbeeren
6 EL Granola

1. Buchweizenflocken in Wasser einrühren, über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.

2. Am nächsten Morgen eingeweichte Buchweizenflocken mit Beeren und Ahornsirup im Mixer oder im High-Speed-Blender fein pürieren.

3. Banane schälen und in Scheiben schneiden, Erdbeeren halbieren.

4. Buchweizenmasse auf 2 Gläser aufteilen, je 6 EL Sojajoghurt darauf geben.

5. Mit Obst und Granola garnieren.

Wenn man glutenfreies Granola verwendet oder das Granola komplett wegläßt, ist dieses Gericht glutenfrei.

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Buchvorstellung: Vegane „Milch“-Produkte + Rezept

Vegane Milchprodukte

Warum Milchprodukte selber machen, wenn Sojajoghurt, Reismilch & Co. bei uns schon in jedem Supermarkt zu finden sind? Wir finden, die besten Gründe sind, dass man genau weiß was drinnen ist und beim selber machen jede Menge Müll sparen kann. Obendrein macht selber machen natürlich auch noch viel Spaß! In dem Buch Vegane Milchprodukte aus Pflanzen* wird wirklich die ganze Palette abgedeckt: Von veganen Drinks über Joghurts, Nußbuttern, Käse, Sahne, Tofu, „Milch“-Desserts, Smoothies, Milchshakes und Eis.

Zuerst werden einige Zutaten erklärt. Viele Dinge sind problemlos erhältlich, wie Getreide, Nüsse und Samen. Um Quinoa-Schleim, Perlsago und Kastanienmehl zu bekommen, muß man sich wahrscheinlich etwas länger umschauen.

Beim Zubehör sollte man neben Meßbecher, Seihtuch, luftdichten Behältern und einem feinmaschigen Sieb auch einen starken Standmixer besitzen (wir selbst sind mit unserem Vitamix* sehr zufrieden). Bei vereinzelten Rezepten sind auch ein Entsafter oder eine Eismaschine notwendig.

Blick ins Buch:

Sehr praktisch sind die bei den Rezepten angeführten Symbole für die benötige Zeit und das Zubehör. Etwas unerwartet – aufgrund des Titels – sind die vereinzelten Rezepte in denen Eier zum Einsatz kommen. Ansonsten ist es ein hübsch gestaltetes Buch mit übersichtlichem Layout und spannenden Rezepten zum Ausprobieren. Hier könnt Ihr gleich mal eins probieren:

Sonnenblumenkernbutter

Sonnenblumenkernbutter eignet sich gut für salzige Brotaufstriche. Mit einer Handvoll Keimlingen, ein paar Radieschenscheiben oder Salatblättern sehen sie zudem sehr appetitlich aus!

Zutaten für ein halbes Glas Sonnenblumenkernbutter
– ein Glas Sonnenblumenkerne, ohne Schale, ungesalzen
– eine Prise Salz
– eine Prise gemahlener Kümmel
– je nach Belieben gegartes Gemüse (rote Bete, rote Paprika usw.)

Benötigte Küchengeräte
– eine Schüssel
– eine Küchenmaschine
– ein Teigschaber

1. Die Sonnenblumenkerne etwa 12 Stunden einweichen. Das Wasser abgießen, die Kerne abspülen. Dann die Kerne zwischen den Fingern reiben, um möglichst viel von den Häutchen zu entfernen.

Sonnenblumenkerne

2. Die Kerne einige Minuten in der Küchenmaschine zerkleinern, dabei das Gerät regelmäßig ausschalten, um die Kerne vom Schüsselrand wieder zum Messer in der Mitte zu schieben.

Vegane Aufstriche

3. Eine Prise Salz und gemahlenen Kümmel dazugeben. Man kann auch gegartes, farbiges Gemüse zugeben und so die Butter zu einem farbenfrohen Brotaufstrich machen.

Aufstriche

Tipp
Im Gegensatz zu Erdnüssen, Sesam und Cashewkernen wachsen Sonnenblumen bei uns, sodass Sie ein Ölfrüchtemus aus hiesigem Anbau zubereiten können. Schade ist allerdings, dass es selbst bei Bio-Erzeugnissen so schwierig ist, geschälte Sonnenblumenkerne zu finden, die nicht schon um die halbe Welt gereist sind, bevor sie auf unseren Teller gelangen. Ich weise jedoch darauf hin, dass „Sonnenblumenkerne zum Essen“ aus biologischem Anbau durchaus zu bekommen sind. Fragen Sie einfach bei Ihrem Biobauern oder in Bioläden nach, ob vielleicht in Ihrer Gegend solche Sonnenblumen angebaut werden. Wahrscheinlich kann man Ihnen welche anbieten.

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Rezept Rote-Linsen Riegel

Als kleine, vollwertige Mahlzeit zum Mitnehmen, beinhaltet dieser Riegel alle wichtigen Nährstoffe. Die Mischung aus roten Linsen und Reis liefert pflanzliches Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate, die lange sättigen und den Körper mit wichtigen Vitalstoffen versorgen. Dieser Eiweiß-Snack mit Gemüse und Tahin kann nach dem Sport genossen werden oder als gesunde Mahlzeit in der Mittagspause. Er schmeckt – kalt oder warm – mit Rohkost-Salat oder in Würfel geschnitten mit Wok-Gemüse.

Rote-Linsen-Riegel

© Éric Fénot

 

Rote-Linsen Riegel

Zutaten für 6–7 Riegel:
100 g rote Linsen
100 g Reis (oder roter Reis)
1 Porree (nur der weiße Teil)
2 Tomaten
2 EL Tahin (Sesampüree)
1 TL Kurkuma
1 EL Zimt, gemahlen
schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit:
20 Minuten
Backzeit: 40 Minuten Transport:
Die Riegel zum Mitnehmen in eine Lunchbox verpacken oder zum Knabbern in ein Norioder Salatblatt einwickeln.
Zubereitung
1. Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
2.  Linsen und Reis fein mahlen. In einer Schüssel beiseitestellen.
3.  Porree in feine Scheiben schneiden, die Tomaten hacken. Tahin und Gewürze zugeben. Pfeffern. 10 Minuten auf
starker Stufe in einer Pfanne mit etwas Wasser kochen. Pürieren. Die flüssige Mischung in die Schüssel zum
Linsen- und Reismehl geben. Zu einer homogenen Masse vermischen.
4. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Riegel formen: einen Dessertring auf das Backpapier legen, die Masse 1 cm
hoch einfüllen. Festdrücken. Die Oberfläche glatt streichen. Dessertring entfernen.
5. In den Ofen schieben und 30 Minuten bei 180 °C backen.
6. Das Backpapier anheben und die Riegel mit dem Papier auf einen Rost legen. Abkühlen lassen.
Aufbewahrung: Die Rote-Linsen-Riegel sind 3 Tage im Kühlschrank haltbar.

Das Rezept stammt aus dem Buch  Energieriegel vegan* von Cécile und Christophe Berg. Zum Mitnehmen der Riegel eignet sich eine kleine Edelstahl-Lunchbox bestens.

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