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Vegan grillen kann jeder! Buchvorstellung + Rezept

© Nadine Horn & Jörg Mayer

© Nadine Horn & Jörg Mayer

Diejenigen, die meinen Blog schon eine Weile verfolgen, wissen, dass ich schöne Bilder liebe. Besonders wichtig ist das für mich bei Kochbüchern, denn die sollen ja schließlich Gusto auf’s Nachkochen machen. Zwei, die das perfekt beherrschen, sind Nadine Horn und Jörg Mayer von dem Blog eat this! Die beiden sind Grafiker und das merkt man einfach. Hier stimmt jedes Detail: das übersichtliche und ansprechende Layout, die wunderschönen Food-Fotos auf mattem Papier und natürlich die Rezepte.

Schon beim Einstiegskapitel „Grillwissen“ merkt man, dass Nadine & Jörg echte Experten auf dem Gebiet sind. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, hier kann jeder noch was lernen: Über die Auswahl des Grillers, das Zubehör, das Steuern der Hitze im Grill, sowie unterschiedliche Methoden wie indirektes oder Zonen Grillen. Selbst die Themen Räuchern, Grill reinigen und Sicherheit werden kurz und verständlich erklärt.

Mindestens genauso hilfreich finde ich die Infos, wie man die verschiedensten Gemüsesorten richtig vorbereitet und Tofu, Tempeh und Seitan richtig grillt. Ab Seite 39 geht es dann mit den Rezepten los, die in folgende Kapitel gegliedert sind:

  • Burger, Sandwiches & Bratlinge
  • Steaks, Würstchen & Spieße
  • Gemüse – gefüllt, geröstet & geschmort
  • Pizza, Wraps & Co.
  • Salate
  • Saucen
  • Brot & Mehr

Die Bandbreite der Rezepte ist groß: Von selbst gemachten Radieschen-Pickles, Sour cream & Chorizo über vietnamesische Pizza, Onigri, Auberginen-Hot-Dogs und gefüllten Krautkopf.

Fazit: Für mich ist Vegan Grillen kann jeder* das umfassendste und spannendste vegane Grillbuch, das ich kenne. Einziger Wermutstropfen: Ich hätte mir auch noch ein paar süße Rezepte für den Abschluß gewünscht. Wer jetzt auf den Geschmack von Nadine und Jörgs Rezepten gekommen ist, dem kann ich auch Vegan Frühstücken kann jeder sehr ans Herz legen.

Auch den Neunzehn Verlag möchte ich hier noch lobend erwähnen, der sich bemüht umweltfreundlich zu arbeiten: Von der Verwendung FSC-zertifizierten Papiers, Druck in Deutschland oder Ausgleich des entstandenen CO2s.

So und jetzt gibt’s hier natürlich wieder ein Rezept zum Ausprobieren. Viel Spaß beim Nachkochen!

Portobello-Panini mit Erbsenpesto

© Nadine Horn & Jörg Mayer

© Nadine Horn & Jörg Mayer

Für 4 Panini
Grillzeit: 15 Minuten
Zubereitung: 20 Minuten

Für das Erbsenpesto
200 g Erbsen (frisch o. TK)
1 Handvoll frischer Basilikum
2 Knoblauchzehen
2 EL Cashewkerne
16 EL Olivenöl
3 TL Salz

Für die Zwiebel-Pickels
2 rote Zwiebeln
100 ml Apfelessig
2 TL Agavendicksaft

Für die Pilze
8 Portobellos
4 EL Olivenöl
1 TL grobes Meersalz

Außerdem
4 Roggen-Sauerteigbrötchen

Besonders flach und knusprig werden die Panini, wenn du sie mit über direkter Hitze vorgeheizten Ziegelsteinen beschwerst. Diese sorgen dann für eine starke Oberhitze.

  1. Alle Zutaten für das Pesto im Mixer fein pürieren.
  2. Für die Pickles Zwiebeln in Spalten schneiden, zusammen mit dem Apfelessig und Agavendicksaft in einen kleinen gusseisernen Topf geben und über direkter Hitze aufkochen. Anschließend über indirekter Hitze weich dünsten, bis der Essig verdunstet ist.
  3. Pilze putzen und Stiele entfernen (nicht wegwerfen! Einfach separat grillen und mit auf die Panini legen). Die Hüte mit je 1/2 EL Olivenöl einpinseln, mit grobem Meersalz würzen und über direkter Hitze 5 Minuten pro Seite grillen.
  4. Brötchen aufschneiden, die Schnittseiten mit Pesto bestreichen und mit den Pilzen un den Zwiebel-Pickles belegen. Mit den oberen Brötchenhälften abschließen und über direkter Hitze 5-7 Minuten kross grillen. Mit den vorgeheizten Ziegelsteinen beschweren.

Tipp: Die Zwiebelpickles lassen sich natürlich auch auf dem Herd vorbereiten. Dazu die Zutaten bei hoher Hitze aufkochen und bei niedriger Hitze dünsten.

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Umweltfreundlich Grillen & Picknicken

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Speisen ‚al fresco‘ macht jedes Essen zu etwas Besonderem. Wir haben für Dich ein paar Ideen zusammengetragen, wie Du Dein Schlemmen im Grünen klimafreundlich und (fast) Zero Waste genießen kannst.

Kohle: Achte bei Holzkohle auf das FSC-Siegel, damit kein Tropenholz auf Deinem Griller landet. Noch besser sind schwefelfreie Kokos-Kohle oder Briketts aus Abfällen der Olivenölpressung (erhältlich in den Biomärkten denn’s & basic).

Grillanzünder: Reisig, Holzspäne oder FSC zertifizierte Grillanzünder sind eine gute Wahl. Bloß kein Papier, Kiefernzapfen oder chemische Zündhilfen verwenden, da werden krebserregende Stoffe frei!

Weg mit dem Alu: Einweg-Grilltasssen aus Aluminium schaden der Umwelt & der Gesundheit. Leiste Dir stattdessen eine wiederverwendbare Grilltasse aus emailliertem Stahl. Auch Schiefer- oder Specksteinplatten eignen sich perfekt.

Essen: Nimm‘ zum Einkaufen & zum Transportieren der Speisen eigene Schraubgläser, Lunchboxen und Beutel für Obst, Gemüse & Brot* mit, um Müll zu vermeiden. Mach‘ einen Bogen um Convenience-Produkte und koche frische, vegetarische Speisen aus regionalen Bio-Lebensmitteln. Hier findest Du ein paar leckere Rezeptideen zum Grillen.

retaptwistGetränke: Wie wär’s mit selbst gemachtem Obstwasser statt picksüßen Softdrinks in der Einwegflasche? Einfach Lieblingsobst und -Kräuter klein schneiden, in eine schadstoff-freie Glas-Trinkflasche* stecken und mit Wasser auffüllen. Die Möglichkeiten sind endlos, z.B. Basilikum-Orange, Erdbeer-Gurke-Zitrone oder Heidelbeer-Lavendel…Laß Deiner Kreativität freien Lauf 🙂

Geschirr, Besteck & Co.: Gib‘ Mehrweg-Produkten den Vorzug! Bio-Bambus-Besteck ist super robust und federleicht. Stoffservietten* eignen sich auch gut um etwas  für den Transport einzuwickeln. Statt Plastikgeschirr auf Erdölbasis sind wiederverwendbare Teller & Becher aus Pflanzenfasern* eine super Alternative. Wenn es doch mal Einweg-Geschirr sein Muß, dann gibt es auch da umweltfreundlichere Alternativen, wie die Teller aus Palmblatt.*

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Karotten vom Grill

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Gegrillte Karotten
mit Haselnuß-Basilikum-Bröseln

Zutaten für 4 Portionen:
1/3 Topf Basilikum
80 g Haselnüsse
2 EL Olivenöl
1/2 TL Zimtpulver
2 EL Zitronensaft
400 g Karotten im Bund
Salz, Pfeffer, Chilipulver
Pflanzenöl zum Grillen

Zubereitung: 25 Minuten zzgl. Grillzeit

1. Basilikum waschen, trocknen und die Blättchen abzupfen. Basilikum, Haselnüsse, Olivenöl, Zimt und Zitronensaft in einer Küchenmaschine mit Hackeinsatz zu feinen Bröseln mischen. Alternativ die Haselnüsse mit dem Basilikum in einem Mörser zermahlen und mit den restlichen Zutaten mischen. Mit dem Chilipulver abschmecken.

2. Karotten putzen und vierteln. Ein Gefäß zum indirekten Grillen auf den Grill stellen. Hier eignet sich z.B. eine gusseiserne Pfanne oder Schalen aus Edelstahl. Die Karotten rundherum mit dem Öl bestreichen, nebeneinander in das Gefäß legen und mit Wasser bedecken. Sobald das Wasser verkocht ist, die Karotten eventuell nochmals mit etwas Öl bestreichen und unter Wenden knusprig grillen. Dies dauert insgesamt etwa 7-8 Minuten, ab dem Moment, in dem das Wasser zu kochen beginnt.

3. Karotten in eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Bröseln bestreuen.

Das Rezept stammt aus dem Buch Vegan BBQ,* das wir hier näher vorgestellt haben.

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Buchvorstellung: Vegan BBQ

Vegan BBQ

Auf das Grillvergnügen will man natürlich auch als VeganerIn nicht verzichten. Gut, dass es zu dem Thema jetzt schon einige Bücher gibt. Wir haben mal einen Blick in Vegan BBQ geworfen. Super finden wir den Hinweis gleich am Anfang, der Umwelt zuliebe auf Aluschalen zu verzichten (und für die Gesundheit ist es auch besser!).

Jedes Kapitel hat eine eigene Farbe, sodaß man mit dem Farbcode in der Umschlagklappe ganz leicht zum gewünschten Buchteil kommt, sehr praktisch 🙂

Den Anfang machen Vorspeisen & Beilagen: Hier finden sich großteils kreative Salate, die man sich genauso mal auch ohne zu grillen gönnen kann. Die Bandbreite reicht von Reispapier-Rollen mit Mango bis zu Quinoasalat mit Himbeer-Dressing.

Gleich darauf folgen gegrillte Kleinigkeiten: Auch hier werden Salate vorgestellt, aber auch mediterrane Crostini, Baguette mit Tomatenbutter und gegrillte Karotten mit Bröseln.

Zur Sache geht’s schließlich bei den Hauptgerichten: Von Karfiol-Steaks mit Erbsen-Pesto über Hotdog mit Gurkenrelish bis zu gegrillter Pizza ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Aufgepeppt werden die Speisen mit Saucen für alles: Ob mit Apfel-Haselnuss-Pesto, Mais-Salsa und Hoisin-Marinade oder Klassikern wie Ketchup & Mayonnaise. Die Saucen bringen richtig Geschmack rein von mexikanisch bis orientalisch.

Zum Abschluß gibt’s natürlich auch was Süßes vom Grill: Wie wär’s mit Bananen-Frühlingsrollen mit Kokossahne oder Pfirsiche mit Keksbröseln & Eis?

Vervollständigt werden die Rezepte mit dem Getränke Kapitel: Ob Heidelbeer-Cooler oder Rhabarber-Eistee, auch hier ist sicher für jeden was dabei.

Zu guter Letzt gibt’s noch Rezepte für Basics wie Tortilla, Sauerteigbrot & Co.

Fazit: Ein peppig aufgemachtes Buch mit hübschen Fotos und 54 einfallsreichen Rezepten. Gut finde ich, dass kaum Fleisch-Ersatzprodukte wie Tofu-Würstchen & Co. verwendet werden. Persönlich hätte ich mir bei den Hauptspeisen mehr Rezepte für Patties gewünscht. Wie immer gibt es Abzug für die Tatsache, dass das Buch ‚Printed in China‘ ist. Ansonsten ist Vegan BBQ* auf jeden Fall für alle geeignet, die mal ungewöhnlich statt 08/15 grillen wollen.

Zum Ausprobieren gibt’s hier das Rezept für gegrillte Karotten mit Haselnuß-Basilikum-Bröseln.

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