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Vegan in London – Teil 2

So, hier geht’s weiter mit unserem veganen Verkostungs-Marathon…Zum Vergrößern einfach auf die Fotos klicken!

Sonntag Abend sind wir dann noch ins 222veggievegan eingekehrt. Obwohl das Lokal gute Bewertungen hat, hat es mich persönlich nicht so überzeugt. Zum Einen ist es klein und wenn es voll ist, wird es recht laut und der Charme entspricht der einer Kantine. Die Hauptspeisen waren ganz gut, die Nachspeisen konnten leider keinen von uns 3 überzeugen.

Weiter ging’s mit dem Testessen am Montag mit einem Mittagessen im Farm Girl Café gleich in der Nähe des Portobello Markets. Am Besten reserviert man hier vor, um einen der wenigen Tische drinnen zu ergattern. Hier wird auch Fleisch serviert, trotzdem wollte ich gerne herkommen, um das Coconut BLT zu probieren. Der Kokos-Speck hatte zwar nichts mit dem tierischen Pendant gemeinsam, geschmeckt hat’s mir trotzdem sehr gut. Die veganen Desserts waren leider aus, aber mein Mann kann die vegetarischen Pancakes wärmstens empfehlen!

Ich nahm das als Ausrede um direkt ins kleine Lokal Nama – Artisan Raw Foods zu gehen und ein Stück rohe Schoko-Karamell-Torte zu schlemmen. Auch die Haselnuss-Mokka-Torte am Tisch unserer Nachbarin sah sehr verlockend aus 😉 Rohkost vom Feinsten!

Für das Abendessen haben wir uns einen Tisch im Manna reserviert, das zu den gehobeneren veganen Lokalen in London gehört. Das Ambiente ist schön, die Gerichte sind kreativ und mit viel Liebe angerichtet. Wir fanden das Essen gut, hätten uns aber etwas mehr erwartet.

Im zentral gelegenen Tibits empfehlen wir Dir am Dienstag vorbeizuschauen, denn da sind alle Gerichte vegan! Die Abrechnung der Speisen vom Buffet erfolgt nach Gewicht. Wir fanden die Auswahl toll und es hat alles super geschmeckt. Definitiv eines unserer Favoriten!

Mittlerweile bieten sogar Ketten wie Pret a manger, Starbucks und Wetherspoon Pubs vegane Mahlzeiten an. Hungern mußt Du hier also sicher nicht.

Außer Essen gehen gibt es natürlich noch jede Menge andere Dinge, die man in London tun kann. Wenn Du – so wie wir – gerne fotografierst, dann haben wir hier noch ein paar Tipps für coole Foto-Locations für Dich.

Brick Lane street art, London

street art, Brick Lane

Hier geht’s zu Teil 1 mit den veganen Restaurant-Tipps für London, falls Du die noch nicht gesehen hast 🙂

P.S. Noch ein Zero Waste Tipp zum Schluß: Wir haben immer eine Lunchbox, Stoffserviette, Besteck und einen To-Go-Becher dabei. So können wir Essensreste einpacken, wenn wir nicht alles aufessen können oder auch spontan bei einem Foodtruck essen, ohne Müll zu produzieren.

London vegan – Teil 1

Endlich konnte ich mal wieder einige Tage in London verbringen – einer meiner Lieblingsstädte. Meistens recherchiere ich schon vorab, wo ich essen gehen möchte, manches ergibt sich aber auch spontan. Ach ja, zum Vergrößern der Fotos einfach draufklicken 😉

Zero Waste Pancakes am Borough Market

Zero Waste Pancakes am Borough Market

Am Samstag waren wir am Borough Market in Hackney und haben Benny’s Pancakes entdeckt, die nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei sind. Die mussten wir natürlich verkosten und haben sie uns im „Zero Waste Stil“ gleich in unsere Lunchbox geben lassen, was anstandslos funktioniert hat. Ausgerüstet mit unserem Bambus-Reisebesteck und einer Stoffserviette haben wir uns die fluffigen Pfannkuchen gleich munden lassen.

Danach ging’s weiter zur Boilerhouse Food Hall bei Brick Lane. Hier gibt’s jede Menge Auswahl für Veganer, ob äthiopisch, karibisch oder Burger. Jeder kann sich aussuchen, worauf er Lust hat und dann kann man sich gemütlich auf einem Tisch zusammensetzen.

Am Abend sind wir dann gleich bei meinem derzeitigen Lieblingslokal in Notting Hill eingekehrt. dem Farmacy. Hier paßt nicht nur die Atmosphäre und die freundliche Bedienung, das Essen ist einfach großartig! Spannend fand ich, dass hier keine Softdrinks ausgeschenkt werden. Ich habe mich für einen Rote-Rüben-Tee (= Rote Bete) mit Zimt entschieden, den ich lecker und kreativ fand. Die vegane Pizza mit hausgemachtem Sauerteig und Macadamia Kräuterkäse war mit Abstand die beste vegane Pizza, die ich je gegessen habe. Unbedingt probieren! Den leckeren Farmacy Burger mit schwarzen Bohnen und Goji Ketchup kann man auch in glutenfreier Variante bestellen. Zu Begeisterungsstürmen hat mich auch das Nice Cream Brownie Sundae hingerissen.

Den Sonntag haben wir dem Besuch des Vegfests (worüber ich in einem späteren Post mehr erzähle) gewidmet. Dort konnten wir die Cupcakes von Miss Cupcake probieren (gut, aber super süß!), die man normalerweise in ihrem Café Brixton bekommt. Noch besser haben uns  allerdings die Cupcakes von Rubys of London geschmeckt, deren Backwerk man an Wochenenden am Greenwich Market erstehen kann.

Nachdem ich die glutenfreien, clean eating Rezepte von Deliciously Ella gerne mag, wollte ich unbedingt in Ellas Lokal Mae Deli gehen, von dem es bereits zweit Standorte gibt. Mir gefällt hier besonders, wie kreativ und nachhaltig mit den Küchenabfällen umgegangen wird! Das Essen hat uns auch gut geschmeckt, allerdings ist es recht teuer.

Noch mehr Lokale verrate ich Dir im zweiten Teil Vegan in London

Wenn du, so wie wir, gern fotografierst, dann schau‘ dir doch mal unsere Foto-Location Tipps für London auf unseren Foto-Reise Blog Fotonomaden.com an 🙂

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Unpackaged London – ohne Verpackung geht’s auch!

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logo_jarVor einigen Monaten bin ich mit dem Zug nach London gefahren. Unter Anderem, um den tollen Shop von Unpackaged unter die Lupe zu nehmen. Die Greißlerei, Café und Bar im Stadtteil Hackney läßt mein grünes Herz höher schlagen.

Hier bekommt man (fast) alle Lebensmittel und Hygieneartikel, die man für das tägliche Leben braucht – wie der Name schon sagt – unverpackt.

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Das System ist denkbar einfach. Man nimmt sich selbst von zuhause geeignete Behälter mit, läßt sie leer abwiegen, füllt sie an, läßt sie nochmal abwiegen und zahlt. Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand:

– Man kauft nur soviel, wie man braucht
–  CO2 wird durch die Einsparung von Verpackungsmaterial reduziert
– Der Hausmüll wird stark reduziert

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Natürlich findet man bei Unpackaged z.B. keine 20 verschiedenen Müslisorten. Es geht um die Basics und wer hier einkauft, kocht selbst. Fertigprodukte, abgesehen von Brot oder Mehlspeisen, findet man hier keine. Es ist eine Reduktion auf’s Wesentliche, die ich als sehr angenehm empfinde. Ein überschaubares Sortiment ohne Lockangebote macht das Einkaufen gemütlich und stressfrei.
Wer einen solchen Laden führt, dem liegen natürlich auch andere Dinge am Herzen. Daher werden bei Unpackaged, wann immer möglich bio, regionale, saisonale und faire Produkte angeboten. Auch Ware, die mit dem Flugzeug transportiert wurde, sucht man hier vergeblich.

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Mittlerweile ist das Unpackaged kein eigenes Geschäft mehr, sondern im Supermarkt von Planet Organic integriert. Dafür gibt es diese Kooperation schon in drei Filialen!

Auch in Österreich gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten unverpackt einzukaufen. Wie man Zero Waste Shopping in der Stadt und am Land macht, habe ich ausführlich beschrieben.