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Interview mit Designerin *anna pollack*

Fotocredit: (C) Wearfair.at

Fotocredit: (C) Wearfair.at

Anna Pollack ist die Frau hinter dem gleichnamigen Design- und Modelabel. Anna hat sich der Kreation kunterbunter Kindermode-Unikate aus wiederverwerteten Stoffen verschrieben. Ihre zweite Leidenschaft gilt der Kostümbildnerei. Wir haben mit Ihr über Upcycling-Mode geplaudert.

BC (Beechange): Anna, Du hast ja bereits vor 10 Jahren mit der Herstellung von Upcycling-Kleidung begonnen. Wurde Deine Mode aus wiederverwerteten Textilien damals gleich akzeptiert oder hat sich da etwas über die Jahre verändert?

Anna Pollack:
Zu Beginn war es für mich sehr schwer die Kunden von meiner anderen Herangehensweise zu überzeugen. Viele hatten für Babies und Kinder in erster Linie den Anspruch, dass alles neu sein muß. Dabei ist gerade in dem Bereich gebrauchte Kleidung sehr empfehlenswert: Die von mir verarbeiteten Teile sind im Vorfeld so oft gewaschen worden, dass unter Garantie keine Chemikalien, die bei der Produktion zum Einsatz gekommen sind, mehr drin sind – also weitaus besser für Baby’s Haut! Upcycling steht neuen Biostoffen da um nichts nach!

BC: Du verarbeitest zum Teil auch neue Bio-Stoffe. Für welche Produkte kommen die zum Einsatz und warum kann man da keine Alt-Textilien dafür verwerten?

Anna Pollack:
Alle meine Bündchenstoffe sind neue, GOTS-zertifizierte Bio-Baumwollstoffe. Um meinem hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, verarbeite ich hier nur neue Stoffe, da die Elastizität mit zunehmenden Waschgängen und mit dem Gebrauch stark abnimmt. Bei den Baby-Schlafsäcken habe ich eine 100% GOTS-zertifizierte Bio-Baumwoll-Linie, da gerade bei Neugeborenen und Babies besonders auf die Schadstoffbelastung zu achten ist.

BC: Gibt es irgendwelche Stoffreste, die Dir über bleiben oder verarbeitest Du selbst kleinste Stückchen?

Anna Pollack:
Generell bleibt bei mir kein Stoffrest übrig, da ich die Stücke, die zu klein zum Vernähen sind zum Ausstopfen der Kinderspielzeuge verwende. Das einzige, was ab und zu überbleibt sind dicke Nahtstücke, die nicht weich und angenehm genug zum Kuscheln sind. Langsam muß ich zu größeren Objekten übergehen, da meine Produktion gestiegen ist.

BC: Bei Deiner Mode handelt es sich fast außschließlich um Unikate, weil sie aus verschiedensten Kleidungsteilen neu zusammengesetzt werden. Individualität statt Massenware – ist das einer der Gründe warum sich KundInnen für Deine Stücke entscheiden?

Anna Pollack:
Ich denke schon. Es gibt immer wieder KundInnen, die sich bewußt für meine Produkte entscheiden, weil sie das andere, das besondere, das speziell für sie kreierte suchen.

BC: Fertigst Du eigentlich auch Kleidung nach spezifischen Wünschen an, z.B. was die Farbe oder den Schnitt betrifft?

Anna Pollack:
Ja, im Bereich des Möglichen bemühe ich mich immer auf Kundenwünsche einzugehen. Es ist nicht immer alles möglich, da ich durch die vorhandenen Rohmaterialien eingeschränkt bin. Aber manchmal ist jemand auch bewußt bereit zu warten, um z.B das gewünschte Stück in einer bestimmten Farbe zu bekommen. Auch auf Schnittwünsche versuche ich Rücksicht zu nehmen, wobei hier die Relation zwischen Aufwand und Preis wichtig ist.

BC: Eines Deiner bekanntesten Teile sind ja Deine Kinder-Piratenhosen. Kannst Du die ein bißchen beschreiben?

Anna Pollack:
Meine Piraten-Hosen sind aus verschiedenen Ideen heraus geboren. Zum einen war es mir wichtig eine Hose zu kreieren, die die Kinder in ihrer Bewegungsfreude nicht einschränkt, die gemütlich zu tragen ist, die über eine lange Zeit paßt und aber gleichzeitig auch schön anzusehen ist. Ich bin kein Fan/keine Fanin von Trainingshosen. (Weder bei Großen noch bei Kleinen!). So entstand die Idee zur Piratenhose.

BC: Außer Kleidung produzierst Du ja auch Baby-Schlafsäcke, Spielzeug und so tolle Ballhüllen, die Du mit Fairtrade-Luftballons bestückst. Wie funktioniert so eine Hülle?

Anna Pollack:
Der Luftballon wird leer in die Hülle gesteckt und dann aufgeblasen. Wenn er die richtige Größe hat, wird er einfach zugedreht und der eingedrehte Zipfel zwischen die Stofflagen des Verschlusses geschoben. Somit hält sich der Ballon selber zu, und wenn man mit dem Spielen fertig ist, kann man ihn einfach wieder auslassen und in der Hosentasche verstauen. Er ist das perfekte Mitnehm-Spielzeug!

Photocredit: (C) New Age Fotografie

Photocredit: (C) New Age Fotografie

BC: Deine Kreationen nähst Du großteils selbst, aber zum Teil läßt Du auch in einer sozialen Werkstätte in Wien produzieren. Kannst Du uns darüber etwas erzählen?

Anna Pollack:
Ich lasse teilweise bei Merit, der Schneiderei-Werkstatt der Volkshilfe im fünften Wiener Bezirk nähen. Das ist ein soziales Projekt zur Integration von langzeitarbeitslosen Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahren. Hier wird Menschen, die es sehr schwer haben Arbeit zu finden, ein Einstieg ins Berufsleben geboten. Gleichzeitig bietet die geographische Lage mir die Möglichkeit, selbst in die Werkstätten zu gehen, alle Stücke direkt vor Ort zu besprechen und mit der Werkstättenleiterin Dusica Taricic eng zusammenzuarbeiten. Noch dazu entfällt die Umweltbelastung durch weite Transporte. Den Großteil der Transporte erledige ich entweder per Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

BC: Wo kann man *anna pollack* Unikate denn überall erstehen?

Anna Pollack: *anna pollack* unikate gibt es im Mein Design in der Kettenbrückengasse 6 in Wien oder bei „Die Piratin hat den besten Stoff“ in der Neubaugasse 75, ebenfalls in Wien. Sonst besteht die Möglichkeit nach Voranmeldung – oder bei viel Glück auch spontan – im Atelier vorbeizukommen. Auf der Webseite und über die Facebookseite werden auch immer die aktuellen Märkte und Verkaufsausstellungen und -events gelistet. Für jene Kunden, für die all diese Möglichkeiten nicht in Betracht kommen, gibt es auch einen Webshop.

BC: Gibt es noch etwas, dass Du den Beechange LeserInnen sagen möchtest?

Anna Pollack: Ich produziere meine Mode nicht nur, um Kinder und Eltern glücklich zu machen, sondern auch, um meinen Teil dazu beizutragen, dass bei der Produktion weder Menschen noch Natur leiden muss. Mode ist leider zum Wegwerfprodukt geworden – meine Einzelstücke haben hohe Qualität und können auch den kleinen Geschwistern weitergegeben werden. Auch Bekleidung ist Teil eines bewussten Lebensstils.

BC: Herzlichen Dank für das Gespräch Anna und weiterhin viel Erfolg mit Deiner Mode!

Carla im Tausch-Rausch

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Jetzt haben die Swap-Parties auch die Carla Läden in Wien erfasst! Der Eintritt ist gratis, aber Ihr müßt die Kleidungsstücke schon vorher abgeben. Hier erfahrt Ihr wie’s geht:

Der 1. Termin ist schon übermorgen!

Wo: Carla Mittersteig, Textilhalle, Mittersteig 10, 1050 Wien

Wie funktioniert’s: Die Tauschartikel müßt Ihr vorab hinbringen! Die Abgabe ist noch bis 30.1. um 14 Uhr in der Textilhalle möglich (Öffnungszeiten von 9-18 Uhr). Für die hingebrachten Stücke erhaltet Ihr einen Abgabebeleg, denn Ihr dann zur Tausch-Rausch Party mitbringt und einlöst.

Wann: 30. Jänner 2014 von 17-20 Uhr. Abgabebeleg nicht vergessen, der ist die Eintrittskarte!

Der 2. Termin findet Ende Februar statt:

Wo: Carla Nord, Textilhalle, Steinheilgasse 3, 1210 Wien

Wie funktioniert’s: Die Tauschartikel müßt Ihr vorab hinbringen! Die Abgabe von Montag, 24.2.2014 um 9 Uhr bis Donnerstag, 27.2. um 14 Uhr in der Textilhalle möglich (Öffnungszeiten von 9-18 Uhr). Für die hingebrachten Stücke erhaltet Ihr einen Abgabebeleg, denn Ihr dann zur Tausch-Rausch Party mitbringt und einlöst.

Wann: 27. Februar 2014 von 17-20 Uhr. Abgabebeleg nicht vergessen (siehe unten), der ist die Eintrittskarte!

Wieviel: Ihr könnt bis zu maximal 10 gut erhaltene Kleidungsstücke, Accessoires oder Schuhe abgeben und eintauschen.

 

Achtung: Bei beiden Tausch-Rasuch-Parties sind die Plätze auf 40 Personen limitiert. Die Reihung erfolgt nach Anmeldung!

Nach dem erfolgreichen Tauschen könnt Ihr den Abend gemütlich an der Sektbar ausklingen lassen.

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Das war der Fesch’Markt Winter 2013

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Schon von weitem sahen wir die Besucher in die Ottakringer Brauerei strömen. Obwohl wir pünktlich zur Eröffnung um 11 Uhr dort waren, hatte sich schon eine lange Schlange vor der Kasse gebildet. Drinnen ließ der Andrang um nichts nach. Wir kämpften uns trotzdem tapfer von Stand zu Stand weiter. Die vielen kreativen, handgefertigten und individuellen Produkte machten die Anstrengung aber wieder wett.

Hier ein paar Sachen, die uns besonders gut gefallen haben:

  • Die wunderschönen Stempel, Papeteriewaren und fairen GOTS zertifizierten Strampler von Fräulein Rotfux. 
  • Die coolen Upcycling Taschen aus Canvas, Leder und Männerhemden von Gazur.
  • Die faire Biomode von Nullkommasiebenprozent.
  • Die Lampen in alten Sodaflaschen von der Kabel Fabrik.
  • Die witzigen Tassenlampen von 2ungrad.
  • Die fair produzierten iPad-Sleeves und Clutches aus alten Zementsäcken von Refished.

Frisch gestärkt mit Cake Pops von Isabella Schenz und veganen Burritos von Gorilla Kitchen ging’s dann weiter ins Atelier Peph zum Kleidertausch. Zu Gunsten Ute Bocks Flüchtlingshilfe konnte man hier Kleider spenden oder nach Lust und Laune eigene Teile mitbringen und andere mitnehmen. Eine tolle Sache! Leider war die Location viel zu klein, das Gedränge groß und es gab keine Garderoben zum Probieren. Wir würden uns wünschen, dass die Kleidertauschbörse nächstes Mal wieder dabei ist, aber viel mehr Platz bekommt!

Alles in allem war der Fesch’Markt aber auch diesmal wieder eine sehr gelungene, coole Veranstaltung, die ähnlichen Events in trendigen Städten wie Berlin um nichts nachsteht. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf’s nächste Mal!

 

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Tauschen ist das neue Kaufen

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Immer wieder was Neues zum Anziehen? Kaum Geld dafür ausgeben? Und die Umwelt dabei schonen?

Ja, das geht – und einfach noch dazu! Im November habt Ihr in Wien gleich bei 3 Swap-Events wieder die Gelegenheit, neue Lieblingsstücke zu ergattern.

Den Anfang macht Top Swap am Samstag, 16. November von 11-22 Uhr im Novomatic Forum gegenüber der Sezession:

  • Kinder unter 14 Jahren dürfen kostenlos in der eigenen Kids-Area tauschen!
  • Für alle Erwachsenen gilt ein Unkostenbeitrag von 5,- €.
  • Vorher unbedingt anmelden
  • Achtung: Diesmal ist die Stückzahl auf 5 beschränkt!
  • Was Ihr tauschen könnt und was nicht, Infos zu alten Kilopässe, etc., findet Ihr hier.
  • Ein Rahmenprogramm mit DIY Workshops, Musik und Bar sorgen für nettes Flair!
  • Es werden noch Helferleins gesucht – Als Dankeschön winkt ein Goodiebag!
  • Kleidung, die nicht eingetauscht wird, bekommt ein soziales Hilfsprojekt.

Am Sonntag, 17. November, geht’s dann gleich im Atelier Peph mit der Fesch Kleidertauschbörse weiter:

  • In der Location im 16. Bezirk könnt Ihr von 11-20 Uhr swappen.
  • Hier könnt Ihr mitbringen und eintauschen so viel Ihr wollt!
  • Die Stücke werden gewogen und Ihr bekommt Kilopässe.
  • Unkostenbeitrag ist auch bei diesem Event 5,- €
  • Übrig gebliebene Kleidung geht an die Flüchtlingshilfe von Ute Bock!

Der Feschmarkt hat natürlich viel mehr als die Kleidertauschbörse zu bieten und startet schon am Freitag. Ich schau‘ sicher in der Ottakringer Brauerei beim Food-Market bei den Standln von Müslibrikett und dazu vorbei. Neben Delikatessen findet Ihr aber auch Mode, Produkt-Design und Kunst.

Und last, but not least das Swap-Event von Kleiderkreisel am Samstag, 23. November, im Gasometer:

  • freier Eintritt, keine Anmeldung notwendig
  • von 11-13 Uhr könnt Ihr bis zu 10 Kleidungsstücke (keine Hosen!), Taschen und Schuhe abgeben
  • für jedes mitgebrachte Stück gibt es einen Stempel im Tauschpaß
  • von 13-20 Uhr wird dann eingelöst, was das Zeug hält
  • Natürlich wird auch hier die nicht getauschte Kleidung einer wohltätigen Organisation gespendet

Auf über 2.000 m2 macht Kleiderkreisel an diesem Tag gemeinsame Sache mit Lieblingsflohmarkt, Tingel Tangel und Mädelsflohmarkt gemeinsame Sache. Vor oder nach dem Tauschen könnt Ihr also auch noch nach Vintage, second hand und Design Schätzen stöbern. Mehr Infos zu den Flohmärkten findet Ihr hier und zum Kleiderkreisel-Tausch-Event hier.

So und jetzt heißt’s für alle Kleiderkasten durchstöbern, Termine eintragen und vorfreuen!

 

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T-Shirt, Teppich, Topflappen

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Eine seltsame Kombination? Ganz und gar nicht! Diese 3 und rund 60 weitere kreative Upcycling-Projekte  findet Ihr in dem Buch Das war doch meine Lieblingsjeans – Sachen für Kids aus gebrauchten Materialien.

Die finnisch-deutsche Textildesignerin Laura Sinnika Wilhelm verwandelt auch in ihrem zweiten Buch alte Sachen in neue Lieblingsstücke. Da werden aus Jeans und Gürtel ein praktischer Ordnungskorb mit bunten Henkeln, die Socken zum Teddybär-Outfit und der Pulli zur coolen Mütze. Alte Kleidung ist aber längst nicht das Einzige, was mit ein bißchen Geschicklichzeit und Zeit eine ganz neue Verwendung findet. Ob Holzstiele vom letzten Eis des Sommers, die Blechdose von der Kokosmilch oder die Bausteine aus der eigenen Kindergartenzeit – Sinnika haucht den verschiedensten Alltagsgegenständen ein neues, oft ganz anderes zweites Leben ein.

Dank der zahlreichen extra gekennzeichneten Kann-Ich-Doch-Selbst-Projekte zum Nähen, Basteln, Bohren und Sägen finden hier nicht nur Mamis, sondern auch Opas und LehrerInnen wertvolle Ideen.

Ich bin begeistert von Wilhelms tollen Projekten und kann auch ihr erstes Buch, Es war einmal ein Hosenbein – Kleider und Wohnideen aus gebrauchten Textilien, wärmstens empfehlen. Für die Nähprojekte sollte man allerdings ein bißchen Erfahrung mitbringen, da es eher selten erläuternde Zeichnungen zum Text gibt.

 

Damit keiner von uns mehr seine Schlüssel verlegt, habe ich dieses Projekt zum Vorstellen ausgesucht:

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Mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag, Bern

Wear Fair 2013

71d9784fd5 Vom 27.-29. September findet die WearFair in Linz bereits zum 6. Mal statt. Wer dieses Wochenende noch nichts vorhat, sollte unbedingt bei DER österreichischen Messe für nachhaltige Mode und Lifestyle vorbeischauen.

Wir waren letztes Jahr vor Ort und begeistert, unseren Bericht uns Fotos von 2012 findet ihr hier.

Auf der Homepage von WearFair findet Ihr sämtliche Infos, angefangen von den Öffnungszeiten, über Preise, eine Liste der Aussteller, das gesamte Programm von der Hauptbühne bis zu den Workshops und mehr.

Hier ein paar Programmtipps von mir:

  • Die Filmvorführung von The hands that sew your shirts am Samstag um 13.45 Uhr
  • das Repair-Café von Otelo und
  • am Sonntag um 11.30 Uhr die Gesprächsrunde Freiheit für die Vielfalt, unsere Sorten in Gefahr!

Die Bandbreite und Anzahl an Ausstellern ist dieses Jahr größer denn je. Über 140 Messestände auf mehr als 8.000 m2. Neben Mode sind auch Vertreter aus den Bereichen Ernährung, Kosmetik, Mobilität und Lifestyle vor Ort.

Besonders spannend finde ich auch die Möglichkeit sich bei der ersten österreichischen Ethik-Bank, der Steyler-Bank, über nachhaltige Geldanlagen zu informieren.

..und natürlich gibt es auch dieses Jahr nach der Eröffnungs-Modenschau am Freitag die Möglichkeit zum Late Night Shopping bis 23 Uhr.

Also auf nach Linz und viel Spaß!

Foto Copyright: Christina Diwold

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Biorama Fair Fair

biorama1Dieses Wochenende ist es wieder soweit: Die 2. Biorama Fair Fair findet im Wiener Museumsquartier statt.

Rund 70 österreichische und internationale Aussteller präsentieren auch diesmal wieder viele spannende und vor allem nachhaltige Produkte. Der Schwerpunkt liegt heuer auf Eco-Fashion, Design, Naturkosmetik und natürlichen Lebensmitteln.

Die Erdbeerwoche (zum Interview mit den Gründerinnen geht es hier) ist genauso dabei wie Flugzeug und Zirkel-Training, mit ihren ungewöhnlichen Upcycling-Produkten.

Definitiv anschauen sollte man sich auch die Standln des jungen österreichischen Labels Nullkommasiebenprozent und das von Stadtbeet.

Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt, unter anderem Dank dem Catering vom Biokistl-Lieferanten Adamah und den rohen, gesunden, aber vor allem leckeren Süßigkeiten von der simply raw bakery.

Organisiert wird das Ganze wieder von Biorama. Als Biorama-Abonnent hat man auf der Messe auch freien Eintritt. Wer das tolle Magazin von Biorama noch nicht kennt, sollte unbedingt mal auf die Website schauen.

Viel Spaß auf der Messe und einen schönen Sommer!

Neues auf beechange gibt es wieder Mitte August nach unserem wohlverdienten Urlaub 🙂

 

 

 

 

 

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Auf dem Ökotrip…in Berlin

berlin_1Umweltfreundlich reisen – geht das überhaupt? Manchmal ist es ganz einfach, wie bei unserem Trip nach Berlin zum Beispiel. Hier ein paar Tipps und Eindrücke von unserer Reise:

Mit einem  Sparschiene Europa Ticket um 39,- € (pro Richtung) im 6-er Liegewagen geht es in rund 12 Stunden in die deutsche Bundeshauptstadt. Ausgerüstet mit einem Buch vergeht die Zeit schnell. Wir kommen zwar nicht 100% ausgeschlafen, aber zumindest mit dem, im Prei inkludierten, Frühstück im Magen an.

Schnell eine 7-Tage-VBB-Umweltkarte für die Öffis gekauft und schon sind wir unterwegs zu unserer Unterkunft. Über die Zimmerdatenbank Berlin haben wir eine kleine, zentral gelegene Wohnung gebucht. Um 215,- € für 6 Nächte für 2 Personen eine tolle Sache.

Auch die voll ausgestattete Küche nutzen wir, um ein paar Dinge aus den vielen Bioläden und von den Biowochenmärkten zu verkosten. Besonders spannend finden wir die Idee der LPG Biomärkte.

Wer mal in den veganen Lebensstil reinschnuppern will, für den ist Berlin ideal.Schon vor der Reise kann man sich auf dem Blog Berlin Vegan schlaumachen.

Zahlreiche Lokale stellen einen vor die Qual der Wahl. Fest steht, daß wir zumindest 2 Brunches testen müssen, mehr geht sich leider nicht aus 🙁 Im Ohlàlà Tartes Shop (leider mittlerweile geschlossen 🙁 Okt. 2016) kann ich vom Bananenkuchen mit Erdbeeren einfach nicht genug bekommen. Im Café Vux dagegen begeistert mich die Auswahl an pikanten Speisen.

Auf jeden Fall vorbeischauen sollte man auch im Lucky Leek. Ohne die typischen Fleischersatzprodukte kann man hier sehr gute, vegane Küche genießen, die auf voller Linie überzeugt. Über das Kochbuch Vegan Genial, daß die Besitzerin Josita Hartanto vor kurzem veröffentlicht hat, werde ich demnächst berichten.

Beim veganen Supermarkt Veganz (der im Juni 2014 in Wien eröffnet) haben wir gleich mal einen Rohkostkuchen vernascht, um uns für’s Shopping zu stärken.

Denn gleich nebenan gibt‘ s umweltfreundliche, fair produzierte vegane Schuhe bei Avesu und die passende Ökomode bei DearGoods. Wer jetzt noch nicht genug hat, der kleidet sich mit noch mehr grüner Mode bei Wertvoll ein oder sucht nach Schätzen in Europas größtem Second Hand Kaufhaus, dem Humana Shop in Friedrichshain mit 30.000 Teilen auf 5 Etagen.

Auch die Markthalle IX in Kreuzberg ist einen Besuch wert, besonders wenn gerade wieder ein Handmade Supermarket stattfindet. Und wenn man zwischendurch Hunger bekommt, lohnt sich ein Besuch in der Kantine NEUN. Hier werden ausschließlich Produkte, die rund um Berlin und Brandenburg angebaut und erzeugt werden, aufgetischt.

Bei Siebenblau kann man sich mit Bio-Stoffen, -Stickgarn und -Borten für die nächsten Handarbeits-DIY-Projekte eindecken.

Nach all dem Treiben in der Großstadt sollte man sich einen Ausflug ins schöne und viel ruhigere Potsdam gönnen. Am Sonntag bietet sich als Start der Brunch im vegetarischen Biocafé Kieselstein an, gefolgt von einem Spaziergang durch die schöne Parkanlage von Sanssouci.

Wart Ihr schon in Berlin? Was habt Ihr für nachhaltige Tipps für die deutsche Bundeshauptstadt?

Übrigens, Fotos von unserem Berlin-Trip findet ihr auf unserem Foto-Reiseblog Fotonomaden.com 🙂 Wir freuen uns, wenn du mal vorbeischaust!

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Die greenEXPO13 steht vor der Tür

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Vom 19.-21. April findet wieder die greenEXPO13 statt. Täglich von 10-18 Uhr kannst Du Dich im Messezentrum rund um die folgenden 5 großen Themenbereiche informieren:

  • Green Lifestyle
  • Green Technology & Energy
  • Green Mobility
  • Healthy Food
  • Environment und Values

Hier ein paar Highlights, die Dich erwarten:

  • Die Earth Models Fashion Show mit Mode von Anzüglich, Göttin des Glücks, Zerum, Anukoo, etc.GreenExpo2012__513__2__aa1355d4e5
  • Kochshows mit Herbert Hofer vom Biorestaurant 3Klang, Margit Stolzlechner von Die Hollerei und vielen anderen.
  • Erfahre mehr über Deinen ökologischen Fußabdruck mit Hilfe der Experten der Plattform Footprint.
  • Schau‘ Dir das Tesla Model S an, das Elektroauto, das zum ‚Green Car of the Year 2013‘ gewählt wurde.

Vom 18.-19. April findet auch dieses Jahr wieder parallel das Green World Forum statt. Dabei handelt es sich um ein globales Netzwerk, dessen Ziele soziale Gerechtigkeit und der Einhalt von Umweltzerstörung und Klimawandel sind.

Foto Credits: Prima Vista Media

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Auf den grünen Faden gekommen

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Seitdem ich unter die Upcycler gegangen bin, habe ich angefangen wieder mehr Handarbeiten zu machen und zu nähen. Dabei nehme ich meine Bastel- und Handarbeitsutensilien jetzt genau unter die Lupe.

Naiv dachte ich früher, dass Nähseiden immer aus Baumwolle hergestellt werden. Der Blick in die Nähkassette belehrte mich eines Besseren. Der Großteil meiner Nähseiden ist aus 100% Polyester 🙁

Also habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und bin auf den Allesnäher rPET von Gütermann gestossen. Seit 2010 produziert Gütermann Nähseiden, die aus PET-Flaschen hergestellt werden. Aus einer einizgen recycelten Flasche kann man beachtliche 1.000 m Faden herstellen!

Bei der Produktion, die zur Gänze in Deutschland erfolgt, werden die PET Flaschen gewaschen, geschreddert und geschmolzen. Aus den daraus entstandenen Mikrofilamenten wird dann der Nähfaden hergestellt. Die Erzeugung erfordert weniger Energie als die Herstellung herkömmlicher Nähfäden, wodurch die CO2 Emissionen deutlich reduziert werden können. So wird die Umwelt geschont und natürliche Ressourcen gespart.

Mittlerweile umfasst die rPET Nähseidenpalette 50 Farben. Auf einer Spule sind 100 m Nähfaden. Die Spulen bestehen aus 100% recyclingfähigem Polystyrol. Wo Du die Fäden bekommst, erfährst Du hier. Einfach bei der Retailersearch Ort oder PLZ eintragen und auswählen, ob Du nach Onlineshops oder Nähfadenhändlern suchen willst.

Fazit: Prinzipiell bevorzuge ich stets natürliche Materialien und versuche Produkte zu verwenden, die möglichst nah an das cradle-to-cradle Ideal herankommen. Daher wäre für mich ein Baumwollfaden, der möglichst umweltfreundlich produziert wird, die 1. Wahl.

Der rPET ist jedoch definitiv die bessere Alternative zu herkömmlichen Polyesterfäden. Ich habe den Faden selbst schon mehrmals getestet und war sehr zufrieden. Im Vergleich zu Baumwollfäden ist der rPET immer gleichmäßig dick, es lagern sich keine Fasern beim Nähmaschinenfüßchen ab und auch der Faden dreht sich nicht auf.

Wichtig ist, meiner Meinung nach, dass man die Alternativen kennt und sich dann bewußt für ein umweltfreundlicheres Produkt entscheiden kann, sei es nun der Baumwollfaden oder der rPET.

Du willst die Allesnäher rPET Nähfäden selbst mal testen?

Lebe lieber nachhaltig verschenkt ein Set mit 5 Spulen Allesnäher rPET von Gütermann unter all denen, die diesen Beitrag auf Facebook teilen und liken.

Die GewinnerIn/der Gewinner wird am 14. April 2013 ausgelost und auf Facebook verständigt. Die Nähseiden werden zugeschickt 🙂

Copyright Illustration/Foto: Gütermann GmbH