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Advent – nachhaltig & vegan

Der Advent ist die klassische Back- & Bastelzeit. Wer Zeit und Freude am Selbermachen hat, kann viel Müll und Geld sparen, aber auch für DIY-Verweigerer haben wir ein paar Tipps 😉

Adventkranz & Deko:

Wie wär’s mit einem unkonventionellen Adventkranz aus Upcycling- oder Naturmaterialien? Hier gibt’s Inspiration.

Zeitlos schön! Statt jedes Jahr dem aktuellen Trend zu folgen, stilvolle, neutrale Dekoration aus nachhaltigen Materialien wählen, die man immer wieder verwenden kann, z.B. aus Holz oder Zimtrinde. Farbe kann man z.B. mit Äpfeln, Beeren und Orangen reinbringen.

Kerzen mit Palmöl (meist Stearin) oder Erdöl (Paraffin) meiden! Eine gute Alternative sind Rapswachskerzen. Aus Wachsresten kann man auch ganz einfach selbst tolle Kerzen gießen.

Wachsreste spenden, wenn man sie nicht verwendet. Bei uns nimmt sie z.B. die Caritas und macht Kerzen daraus.

Adventkalender, Krampus & Nikolo:

Wiederverwendbare Nikolaus-Stiefel oder Säcke aus Stoff verwenden oder selber nähen. Die Wiener Geschenksäcke kann man 3 Wochen später gleich unter dem Christbaum wieder einsetzen. Noch dazu haben sie seit 2018 ein neutrales Design und können jetzt das ganze Jahr verwendet werden! Auch Adventkalender sind am Schönsten selbst gemacht und befüllt.

Süßigkeiten: Unverpacktes Bio-Obst und Maroni kaufen (und dann gemeinsam rösten). Am Markt getrocknete Früchte & Nüsse lose einkaufen (eigene Behälter nicht vergessen!). Bei Schokosachen kommt man um Plastik- oder Aluverpackung kaum herum. Einzige Alternative ist auch hier wieder DIY.

Wie wär’s statt Schoko daher mal mit was Anderem? Zum Beispiel dem lehrreichen Bilderbuch Plastian, der kleine Fisch,* das das Plastikproblem im Meer unter die Lupe nimmt.

Weihnachtsbäckerei:

Auf Bio & Fairtrade achten.

Beim Einkauf den Tieren und der Umwelt zuliebe auf Kekse mit Palmöl verzichten.

Leckerer als aus dem Supermarkt sind hausgemachte Köstlichkeiten, die auf Adventveranstaltungen angeboten werden, z.B. beim Veganen Adventkeller in der Kremser Gegend.

Wie wär’s dieses Jahr mal mit tierleidfreien veganen Süßigkeiten? Hier gibt’s Rezepte für fruchtige Johannisbeer-Lebkuchen, Sahne-Kokos-Trüffeln, Kraftbällchen oder wunderschönen Weihnachtsbäumchen, die gleich auch als Deko fungieren können.

Umweltschonend backen:

  • Auf’s Vorheizen verzichten.
  • Umluft statt Ober- & Unterhitze verwenden.
  • Den Backofen 5-10 Min. vor Ende der Zeit ausschalten und die Restwärme nutzen!
  • Die Backofentür möglichst selten aufmachen, damit keine Wärme entweicht.
  • Statt Backpapier Dauerbackmatte verwenden oder die Bleche einfetten.

Gutes aus Resten:

Mit Apfelschalen läßt sich ganz leicht leckerer Tee oder ‚Saft‘ machen.

Aus Orangenschalen und Essig kann man einen duftenden Reiniger zaubern.

Walnußschalen lassen sich mit Wachsresten schnell in Schwimmkerzen verwandeln.

Erdnußschalen eignen sich statt Kienspänen, in Blumentöpfen als Drainage und auch als Vogelfutter.

Wir wünschen eine wunderschöne, stressfreie Adventzeit und halten schon Tipps für’s nachhaltige Weihnachtsfest bereit.

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10 Tipps für Zero Waste

zero waste einkauf
Seit Plastic Planet versuchen wir Plastikmüll so gut wie möglich zu vermeiden. Doch es geht noch mehr als das – Zero Waste! Ziel ist es keinerlei Abfall zu produzieren, der auf der Deponie landet. (Dieser Beitrag enthält Werbung).

Hier 10 Tipps für den Einstieg:

Verpackungsfrei einkaufen: Am Einfachsten geht das in Unverpackt Läden. Wien hat dabei die Nase vorn mit Lunzers Maßgreißerlei, der Greißler, der WarenhandlungElmira und Lieber Ohne. In den Bundesländern findet man Das Gramm in Graz und in Innsbruck Greenroot. Darüber hinaus werden auch in manchen Geschäften vereinzelt lose Waren angeboten. Eine super ausführliche Liste für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt’s auf Shias Blog: Unverpackt Laden Liste Wastelandrebel. Manche Dinge gibt’s auch in Bioläden, am Markt, beim Bäcker, ab Hof, etc.

Kompostieren: Auch ohne Garten kann man – frei von lästigen Gerüchen – kompostieren, z.B. mit dem Wurmkomposter mit Sitz zum selber zusammenbauen.

Nein sagen: Zero Waste bedeutet auch, sich Gedanken zu machen, was man eigentlich annimmt. Brauche ich den Werbekugelschreiber? Muß ich das Flugblatt mitnehmen oder reicht ein Handy-Foto von der Info?

Reduzieren: Ein essentieller Punkt! Hier heißt es mal ehrlich zu hinterfragen, ob ich den 27. Pulli eigentlich brauche? Statt neu zu kaufen ruhig mal ausmisten, was man nicht verwendet und das Überall, also in jedem Zimmer und jede Lade! Über die aussortierten Sachen freuen sich vielleicht Hilfsorganisationen, Flohmärkte, etc. Die Frage ist sowieso, ob man alles besitzen muß oder vielleicht tut’s auch mal das Ausleihen aus der Bibliothek oder einem Leihladen?

Schlau machen: Warum sich die Mühe machen für alles selbst eine Lösung zu finden? Es gibt tolle Zero Waste-Blogger und Communities, die weiterhelfen. Hier nur ein paar Vorschläge: Der Klassiker Zerowastehome und Trash is for tossers (beide auf Englisch). Hilfreiche deutsche Blogs sind Zero Waste Familie und Wasteland Rebel (hier geht’s zum Interview mit Shia).
Wenn du lieber was Handfestes magst, dann ich dir die Bücher von Shia Su Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün* und Bea Johnsons Zero Waste Home – Glücklich leben ohne Müll* wärmstens empfehlen.

Wiederverwenden: Weg vom Einweg, hin zu Mehrweg und Upcycling. Hier gibt’s für den Anfang Tipps für Küche und Bad. Wie wär’s mit Allesreiniger-Tüchern aus alten T-Shirts oder Kaffeesatz für die Körperpflege?

Recyclen: Wann immer möglich Produkten aus verrottbaren oder recycelbaren Materialienden Vorzug geben. Ganz wichtig ist auch das richtige Trennen von Recyclingmüll.

Selber machen: Manche Dinge bekommt man wirklich schwer unverpackt. Oft ist dann DIY die beste Wahl. Selbst gemischtes Zahnpulver oder Deo gehen schnell und einfach. Das gilt natürlich auch für’s Essen, wie z.B. hausgemachte Sonnenblumenkernbutter.

Vorbereitet sein: Wichtig ist, vor allem unterwegs für ein Essen oder einen spontanen Einkauf gerüstet zu sein. Bewährt hat sich bei uns dafür folgende Ausstattung: Stoffserviette,* Reisebesteck,  Jausenbeutel oder Lunchbox,* Trinkflasche, Stoff-Einkaufstasche und Obst- & Gemüsebeutel.*

Darüber reden: Wer weiß, vielleicht finden sich ja interessierte Mitstreiter oder man bekommt plötzlich Zero Waste kompatible Geschenke aus dem Familien- und Freundeskreis. Ich jedenfalls hab‘ mich riesig gefreut, als ich ein Geschenk hübsch in ein Geschirrtuch verpackt bekommen habe!

Auch im Urlaub kann man unverpackt einkaufen, z.B. in

Palma de Mallorca
Turin
Mailand
Brüssel

Viel Erfolg und vor allem Freude mit Zero Waste!

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Interview mit Shia Su von Wasteland Rebel

Shia ist der kreative Kopf hinter dem veganen Back-Blog Cake Invasion. Seit einigen Monaten versucht Sie mit ihrem Mann den Zero Waste Lebensstil umzusetzen. Über Ihre Erfahrungen damit bloggt sie jetzt auch auf Wasteland Rebel. Wir haben Shia zu Ihrem anspruchsvollen Projekt befragt.

Shia-1024x683©Lina-Maria Schön von Mandelmilch & Cashewmus

Karin: Shia, Du hast ja in den letzten Jahren privat viel in Deinem Leben verändert. Einerseits bist Du Veganerin geworden und andererseits hast Du beschlossen, Zero Waste zu praktizieren. Was waren die Auslöser dafür?

Shia: Schon bevor ich vegan wurde, war ich zu-Hause-Veganerin-auswärts-Vegetarierin. Einfach, weil es sich in der mittelgroßen Stadt, wo ich vorher gewohnt hatte, kaum anders realisieren ließ. Da war man als Vegetarier schon sehr der Gnade der Kantinenköche ausgeliefert, denn von den täglichen drei Gerichten war in der Regel nicht mal ein einziges überhaupt vegetarisch. Auch Freunde und Bekannte nehmen dort keine Rücksicht darauf – das ist dort einfach nicht üblich. Vor über einem Jahr sind wir nach Bochum gezogen, wo das vegane Angebot traumhaft ist und Leute darauf auch hauptsächlich sehr positiv reagieren. Da ging dann die letzte Umstellung ganz einfach.

Zu zero waste bin ich gekommen, als ich in einer veganen Facebook-Gruppe einen Bericht über Béa Johnson gesehen hatte. Das war ein Moment, wo ich mir die Hand gegen das Brett vor meinen Kopf geklatscht hab, und dachte: “Echt, du hast dich ja auch immer schön brav mit den Ködern zufrieden gegeben, die dir so hingeschmissen wurden!” Ich habe immer Taschentücher aus Recyclingpapier gekauft und gedacht, dass wäre halt die ökologische Alternative. Ohne zu sehen, dass diese ja auch sofort wieder Müll sind und außerdem auch diese in Plastik eingepackt waren. Ab da gab’s einen sofortigen Kaufstopp und mein Mann und ich haben uns in der Zeit erst mal umgeguckt, um uns ein bisschen zu orientieren: Wo kann man was unverpackt bekommen? Wir haben nachgelesen, was man als Alternative zu Drogerieartikeln verwenden kann. Und wir waren überrascht, dass wir von den ganzen Vorräten in unseren Küchenschränken locker sechs Wochen leben konnten (natürlich haben wir vereinzelt frische Sachen dazu gekauft).

Karin: Kannst Du ganz kurz erklären, wie Du Zero Waste für Dich persönlich definierst?

Shia: Für mich und meinen Mann bedeutet zero waste nicht nur so wenig Müll wie nur möglich zu produzieren, sondern generell unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Ich bin auch aus diesem Grund vegan geworden. Natürlich finde ich Massentierhaltung ganz schrecklich, aber ich denke eben, dass vegan für mich ein Teil von etwas noch Größerem ist – nämlich eingebettet in den Wunsch nach so wenig Ausbeutung von Umwelt, Mensch und Tier wie möglich. Dabei geht es uns jetzt nicht darum, allen Leuten auf die Finger zu hauen und so konsequent wie möglich zu sein. Es ist alles ein Prozess, und keiner ist perfekt. Man kann die Sache mit unglaublich viel Wut als Kampf angehen, oder gutgelaunt und die Leute mit Fröhlichkeit und Begeisterung anstecken. Keiner muss in unseren Augen super konsequent sein. Wer anfängt, etwas zu tun, sollte darin unterstützt werden, und wenn es eben mit “nur” einem fleischfreien Tag pro Woche anfängt oder mit dem Kauf von BIO-Produkten. Denn wenn jeder reduziert, wäre auch schon sehr viel geschafft. Das kann unter Umständen sogar insgesamt einen kleineren ökologischen Fußabdruck bedeuten, als wenn nur wenige dafür ganz konsequent leben.

Karin: In einem TV-Beitrag hast Du erzählt, dass Dein Mann und Du früher viel Tiefkühl- und Fertigessen konsumiert habt. Wie ist es Euch gelungen, diese Gewohnheiten umzustellen?

Shia: Durch zero waste. Denn das ganze ungesunde Zeug ist ja immer eingepackt, und das kaufen wir einfach nicht mehr. Obst und Gemüse hingegen bekommt man eigentlich überall unverpackt. So essen wir halt einfacher, aber mit frischen Zutaten. Zuerst ist das etwas ungewohnt, aber irgendwann hat man sich daran gewöhnt. Wir haben ja beide auch unheimlich viel genascht. Ich gerne Süßes, mein Mann Chips. Das war schon erst mal wie Entzug. Mein Mann hat dann stattdessen gesalzene Cashews in diesen Dosen gekauft. Zwar nicht verpackungsfrei, aber er hat es bewusst als Übergang gemacht – immer weniger, bis er schließlich gar kein Bedürfnis mehr verspürt hat. Ich habe einfach mehr gebacken, aber inzwischen habe ich auch eigentlich gar keinen Heißhunger mehr auf Süßes.

Karin: Gerätst Du bei manchen Dingen trotzdem noch in Versuchung zu konsumieren und wenn ja, wie gehst Du damit um?

Shia: Mein Kosumverhalten hat sich sehr geändert. Ich laufe durch die Fußgängerzone und gucke gar nicht mehr in die Geschäfte. Das hat gefühlt einfach nichts mehr mit mir zu tun. Wenn mir jemand mal ein cooles Shirt zeigt, verspüre ich natürlich schon erst mal den Wunsch, es zu haben. Aber ich kann es sowieso nicht übers Herz bringen, weil ich weiß, dass darin zu 100% Ausbeutung steckt – und das ist es mir einfach nicht wert. Das steht doch wirklich in keinem Verhältnis, dass da Leute bei der Produktion vergiftet werden, Kinder unter schrecklichen Bedingungen arbeiten müssen und die Umwelt verschmutzt wird, nur damit ich ein Shirt mehr im Schrank habe, das ich gar nicht wirklich brauche und wahrscheinlich auch kaum tragen werde!

Früher zu Studentenzeiten hatte ich ziemlich wenig Geld. Da hab ich immer den Trick gemacht, Sachen, die ich kaufen möchte, erst mal wieder zurückzulegen. Wenn ich in einer Woche immer noch daran denke und es will, dann kaufe ich mir das. Fast alle Sachen habe ich dann aber auch sofort wieder vergessen! Das hat mir damals schon gezeigt, dass man vieles auch tatsächlich nur in dem kurzen Moment will. Wenn einem das klar wird, ist es auch einfacher, davon Abstand zu nehmen.

Karin: Zero Waste geht – meiner Erfahrung nach – oft auch damit einher, viel selber zu machen. Wie habt Ihr es geschafft, die Zeit für diese neuen Tätigkeiten zu finden?

Shia: Wir wohnen fast in der Fußgängerzone neben einem großen Drogeriemarkt. Ich habe mal die Zeit gestoppt – und ich brauche für das Selbermachen von Wasch- und Spülmittel zusammen gut fünf Minuten, wenn ich vorgeraspelte Seifenflocken habe (ich raspel dann mal ein großes Seifenstück komplett vor, das dauert mit der Hand auch nur 5 Minuten). Das ist deutlich schneller, als die Sachen in der Drogerie nebenan “schnell mal” zu kaufen. Unsere Armee an Putzmitteln haben wir durch Essigessenz ersetzt. Leider nicht vegan, aber insgesamt die ökologischere Alternative. Man braucht für wirkungsstarken Essigreiniger nur einen Esslöffel auf 300ml Wasser. Essigreiniger zu machen dauert so vielleicht mal 20 Sekunden – und eine Flasche ist so ergiebig! Früher sind wir andauernd noch mal kurz zur Drogerie gelaufen, weil immer irgendeins unserer gefühlten 300.000 Produkte alle war. Das machen wir jetzt gar nicht mehr. Wir haben eher sehr viel Zeit gespart, weil wir vieles vereinfacht haben. Was zu kompliziert ist, machen wir einfach nicht. Man kann natürlich ganz viel selber machen, gerade bei Kosmetik. Aber daran haben wir gar kein Interesse. Wir kochen übrigens auch sehr einfach, und das funktioniert wunderbar so :).

Karin: Wird Euer Zero Waste Projekt in Eurem Familien- & Freundeskreis akzeptiert, d.h. wird bei Geschenken an Euch, etc. darauf Rücksicht genommen?

Shia: Die meisten haben das Ausmaß immer noch nicht erfasst bzw. es fällt ihnen sehr schwer, es zu verstehen. Häufig haben die Leute es auch gar nicht auf dem Schirm, und schicken uns doch Postkarten aus dem Urlaub, bringen Geburtstagskarten mit oder bieten uns extra für uns gekaufte verpackte BIO-Snacks an. Es ist nicht einmal böse gemeint, sondern eine Art Müllblindheit. Sie wollen uns unterstützen, und denken sie tun es auch, aber sehen nicht, dass das für uns ebenfalls Müll ist. Wir wünschen uns seit bestimmt acht Jahren schon, nichts geschenkt zu bekommen. Weder zu Geburtstagen noch zu Weihnachten. Das wird fast nie respektiert. Weil sie doch schenken wollen, und das sollen wir ihnen doch auch lassen. Gerade ich erkläre immer und immer wieder, dass es nichts bringt, uns etwas zu schenken, weil wir es sowieso nicht behalten werden. Wir werden uns über den Müll ärgern und die Sachen wieder in Umlauf schicken. Das ist allerdings eher ein verbaler Schlag ins Gesicht und man sollte sich gut überlegen, ob man das so kommunizieren will ;).

Karin: Bea Johnson von Zero Waste Home ist ja eines Deiner Vorbilder. Welche anderen Blogger inspirieren Dich noch beim Zero Waste Thema?

Shia: Vorbild ist wahrscheinlich das falsche Wort. Ich finde es toll, was sie macht, aber ich möchte keineswegs so leben wie sie, und habe auch nicht den Anspruch, die Sachen genauso zu machen wie sie ;). Ich gucke mir gerne verschiedene Lebensentwürfe und auch Alternativen für dies und das an, und ich probiere gerne vieles aus. Was uns gefällt, nehmen wir für uns an. Es müssen für mich auch keine Zero Waste Blogger sein. Ich wasche mir beispielsweise mein Haar total gerne mit Roggenmehl. Das habe ich bei einer Bloggerin gelesen, die über vegane Kosmetik schreibt und deren Blog ich schon länger verfolge (http://kosmetik-vegan.de). Mit Zero Waste hat sie eigentlich nichts am Hut. Die meisten Zero-Waster (und mein Mann auch ;)) scheinen eher auf feste Shampooseife oder Shampoo zum Abfüllen zurückzugreifen, aber das möchte ich persönlich wegen der Tenside darin nicht, wenn es doch auch anders geht. Ich habe auch das Nudelmachen als Hobby für mich entdeckt und suche nun auf englisch-, chinesisch- und auch japanischsprachigen Seiten nach speziellen Rezepten für bestimmte Nudelspezialitäten.

Ansonsten gucke ich gerne auf dem Blog von Olga (http://zerowasteblog.de) vorbei, die sich ebenfalls auch ohne einen Unverpackt-Supermarkt in ihrer Nähe ihre Alternativen überall zusammen sucht. Von ihr habe ich die Idee, statt Klopapier einfach auf Wasser und Waschlappen zurückzugreifen (wir benutzen für das große Geschäft auch noch Seife). Funktioniert wunderbar und ist viel hygienischer :). Auf Lauren Singers Blog gucke ich auch immer mal, wobei ich noch keine ihrer Alternativen so direkt ausprobiert habe. Da finde ich es interessant, wie sie in einer Metropole wie New York zero waste lebt. Es gibt auch die Zero-Waste-Familie (http://www.zerowastefamilie.de), wo ich auch mal etwas lese und tolle Infos bekomme – ich wusste nämlich nicht, dass man Natron in Apotheken auch ins eigene Glas abgefüllt kaufen kann, oder dass Apotheken auch Zahnpulver für einen zusammenstellen. Bei Utopia.de gibt es auch einen Zero Waste Blog, wo ich gerne mal lese (http://www.utopia.de/blog/zero-waste).

Karin: Mein Mann und ich versuchen selbst auch nach und nach Zero Waste immer mehr umzusetzen und suchen teilweise noch nach Alternativen, z.B. bei Zahnseide. Wo seid Ihr noch auf der Suche und wo habt Ihr Lösungen gefunden mit denen Ihr vorher gar nicht gerechnet hättet?

Shia: Da ich in meinem veganen Backblog Cake Invasion auch häufig solche Themen aufgreife und von unseren ganz spezifischen Problemen berichte, bekomme ich auch ganz viele Tipps von meinen Lesern :)! So kamen wir auch zu unserer Wurmkiste, die nun in unserer Küche steht. Von allein wäre ich wahrscheinlich nie drauf gekommen, weil ich dachte, dass kompostieren in unserer Stadtwohnung bestimmt nicht in Frage käme! In der Tat hat mir auch eine Leserin von kompostierbarer Zahnseide aus echter Seide erzählt und mir direkt einen Onlineshop genannt, wo ich sie auch kaufen kann. Das ist zwar nicht vegan, aber generell die ökologischere Variante – und tötet man mit Plastik nicht auch ganz viele Tiere im Meer? Bald neigt sich unsere Zahnseide, mit der wir seit einem Jahr sehr sparsam umgehen, dem Ende zu und ich werde die Zahnseide aus echter Seide dann bestellen. Die kompostierbare Bambuszahnbürste hatte ich in unserem lokalen veganen BIO-Markt noch vor unserer zero waste Umstellung entdeckt. Manchmal stößt man also auch in der unmittelbaren Umgebung auf Sachen, wenn man nur die Augen offen hält.

Tolle Ideen bekomme ich auch, wenn ich gerade ältere Leute frage, wie es denn früher war. Die erzählen dann z.B., wie sie Essen zum Mitnehmen auch einfach in Tüchern eingeschlagen haben (das machen wir ja auch, wenn wir uns was to-go holen).

Karin: Wie hat Zero Waste Euer Leben bisher verändert?

Shia: Zero Waste hat unseren Alltag komplett umgekrempelt! Wir haben uns noch nie in unserem Leben so gesund ernährt. Wir essen zwar immer noch viel auswärts, aber zu Hause gibt es nur noch BIO-Produkte und alles wird aus frischen Zutaten ohne Fertigzeugs gemacht. Meiner Neurodermitis-Haut geht es so gut wie noch nie! Das kommt bestimmt auch durch die Ernährung, aber auch dadurch, dass sie nicht mehr mit so viel “Chemie” in Berührung kommt. Sie wird mit Ölen, mit denen wir auch kochen, eingecremt, und mit gut verträglicher Olivenölseife gewaschen. Unser selbstgemachtes Spülmittel ist ebenfalls nicht so aggressiv wie Gekauftes, sodass ich auch ohne Spülhandschuhe keinen Ausschlag mehr bekomme. Unsere Wohnung ist viel leerer und somit auch automatisch aufgeräumter als vorher, weil uns aufgefallen ist, wie viele Sachen wir hatten (und immer noch haben), die wir nicht mal benutzten, von brauchen ganz zu schweigen. Diese Sachen bringen wir auch immer noch unter die Leute, damit sie weiter verwendet werden. Denn wenn es bei uns nur einstaubt, sind es verschwendete Ressourcen. Wir haben generell viel mehr Zeit als vorher, denn wir müssen viel seltener einkaufen gehen, haben weniger Sachen und weniger Müll – insgesamt müssen wir uns also weniger mit dem Haushalt aufhalten.

Karin: Auf Wasteland Rebel findet man ja jetzt schon viele praktische Tipps von Dir. Gibt es noch etwas Spezielles, was Du Zero Waste Anfängern mitgeben möchtest?

Shia: Ich denke, dass es ein Prozess ist, der auch seine Zeit braucht. Wir haben alle uns unser Konsumverhalten nicht über Nacht antrainiert, und wir werden es auch wahrscheinlich nicht von einen auf den anderen Tag komplett umkrempeln können. Das ist ja auch voll in Ordnung so, da muss sich auch keiner unter Druck setzen. Wir haben mit einem Kaufstopp angefangen, der uns Zeit gegeben hat, uns mit Alternativen vertraut zu machen und zu gucken, wo man was bekommt. Am Anfang haben wir auch mal aus Gewohnheit aus Versehen doch wieder etwas Verpacktes gekauft (Kirschtomaten). Und auch heute noch klappt es nicht immer, z.B. wenn man auswärts isst und doch eine Serviette gebracht wird, obwohl man sie abbestellt hatte. Da ärgert man sich natürlich erst mal. Aber es bringt ja nichts, sich da reinzusteigern und sich fertig zu machen. Besser ist es, sich das für das nächste Mal zu merken und es dann anders zu machen. Auch fangen wir immer bei Sachen an, die uns “wenig weh tun”, denn da ist die Umstellung am einfachsten und man kann schon mal üben, weniger und bewusster zu konsumieren. Später kann man sich dann ans Eingemachte machen, wenn die anderen Baustellen abgearbeitet sind.

Karin: Vielen lieben Dank für das spannende Gespräch und weiterhin viel Erfolg auf Eurem Weg zu Zero Waste, Shia!

Umweltfreundlich Grillen & Picknicken

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Speisen ‚al fresco‘ macht jedes Essen zu etwas Besonderem. Wir haben für Dich ein paar Ideen zusammengetragen, wie Du Dein Schlemmen im Grünen klimafreundlich und (fast) Zero Waste genießen kannst.

Kohle: Achte bei Holzkohle auf das FSC-Siegel, damit kein Tropenholz auf Deinem Griller landet. Noch besser sind schwefelfreie Kokos-Kohle oder Briketts aus Abfällen der Olivenölpressung (erhältlich in den Biomärkten denn’s & basic).

Grillanzünder: Reisig, Holzspäne oder FSC zertifizierte Grillanzünder sind eine gute Wahl. Bloß kein Papier, Kiefernzapfen oder chemische Zündhilfen verwenden, da werden krebserregende Stoffe frei!

Weg mit dem Alu: Einweg-Grilltasssen aus Aluminium schaden der Umwelt & der Gesundheit. Leiste Dir stattdessen eine wiederverwendbare Grilltasse aus emailliertem Stahl. Auch Schiefer- oder Specksteinplatten eignen sich perfekt.

Essen: Nimm‘ zum Einkaufen & zum Transportieren der Speisen eigene Schraubgläser, Lunchboxen und Beutel für Obst, Gemüse & Brot* mit, um Müll zu vermeiden. Mach‘ einen Bogen um Convenience-Produkte und koche frische, vegetarische Speisen aus regionalen Bio-Lebensmitteln. Hier findest Du ein paar leckere Rezeptideen zum Grillen.

retaptwistGetränke: Wie wär’s mit selbst gemachtem Obstwasser statt picksüßen Softdrinks in der Einwegflasche? Einfach Lieblingsobst und -Kräuter klein schneiden, in eine schadstoff-freie Glas-Trinkflasche* stecken und mit Wasser auffüllen. Die Möglichkeiten sind endlos, z.B. Basilikum-Orange, Erdbeer-Gurke-Zitrone oder Heidelbeer-Lavendel…Laß Deiner Kreativität freien Lauf 🙂

Geschirr, Besteck & Co.: Gib‘ Mehrweg-Produkten den Vorzug! Bio-Bambus-Besteck ist super robust und federleicht. Stoffservietten* eignen sich auch gut um etwas  für den Transport einzuwickeln. Statt Plastikgeschirr auf Erdölbasis sind wiederverwendbare Teller & Becher aus Pflanzenfasern* eine super Alternative. Wenn es doch mal Einweg-Geschirr sein Muß, dann gibt es auch da umweltfreundlichere Alternativen, wie die Teller aus Palmblatt.*

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6 Tipps für grünen Party-Spaß

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Mit ein bißchen Vorausplanung und Kreativität macht Deine nächste Feier nicht nur Spaß, sondern schont auch die Umwelt. Hier sind unsere Tipps:

Einladungen:

  • Verschicke E-Mail Einladungen oder rufe die Gäste persönlich an.
  • Wenn sich Papier nicht vermeiden läßt, wähle Recyclingpapier und drucke mit erdölfreier Tinte auf Pflanzenbasis.

Anfahrt der Gäste:

  • Sag‘ Deinen Gästen, wie Sie mit Öffis, zu Fuß oder per Rad zu Dir kommen.
  • Wenn Die Anreise weiter ist, schlage Car-Pooling vor, sodaß die Autos voll besetzt sind.

Deko:

– Bist Du ein DIY-Upcycling Fan? Dann nähe doch eine Wimpelkette aus Stoffresten und funktioniere ausgediente Bettwäsche in Tischtücher um.
– Verwende Topf- statt Schnittpflanzen, z.B. statt Namensschildern oder als Gast-Geschenk
– Nütze die Vielfalt der Natur: Blätter als Namensschilder, Holzscheiben als Drink-Untersetzer
– Wähle umweltfreundliche Kerzen aus Bio-Massse oder Rapswachs

Ideen für Kinder:

– Besorge Kreiden zum Malen auf dem Asphalt
– Bereite selbstgemachtes, ungiftiges Plastilin vor

Gedeckter Tisch:

– Vermeide (Einweg-) Plastik!
– Verwende echtes Geschirr & Besteck. Wenn Du nicht genug hast, borg‘ es Dir aus.
– Wenn es Einweg sein muß, bevorzuge kompostierbare Materialien, z.B. Einwegbesteck und -Geschirr von Bambu
– Gib‘ Stoffservietten den Vorzug. Näh‘ sie selbst aus Stoffresten.
– Markiere die Trinkgläser mit den Namen der Gäste

Essen:

– Mit Fingerfood sparst Du viel Geschirr
– Bevorzuge regionale & saisonale Zutaten
– Laß das Fleisch weg, der Gesundheit und der Umwelt zuliebe.
– Am meisten schonst Du das Klima mit veganen Gerichten,  wie Du hier sehen kannst.
– Superleckere vegane Rezepte findest Du z.B. bei eat this oder veggi.es

Viel Spaß beim Planen und Feiern!

6 Tipps für umweltfreundliche & faire Weihnachten

WeihnachtsbaumUnsere Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest fernab von Konsumrausch- und Wegwerf-Orgien:

Geschenke:

Anzahl der Geschenke reduzieren. Innerhalb der Familie kann man z.B. wichteln. Das Los entscheidet dann, wer wen in diesem Jahr beschenkt. Im nächsten Jahr wird neu ausgelost.

Den Beschenkten nach Wünschen fragen, um Brauchbares zu schenken.

Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen vergeben oder Zeit schenken.

Beim Neukauf umweltfreundlichen & fairen Geschenken den Vorzug geben.

Geschenk-Verpackung:

Altes wiederverwerten, z.B. alte Tapete oder Wellpappe zum Einpacken.

Stoff-Geschenkverpackungen sind eine elegante, immer wiederverwendbare Alternative zu Papier mit zahlreichen Verpackungsmöglichkeiten.

Recycling-Bänder verwenden oder aus alten T-Shirts mit einer Zackenschere Streifen schneiden, um das Ausfransen zu vermeiden.

Eingepackte Geschenke mit Naturmaterial wie Tannenzweigen und Beeren verzieren.

Christbaum & Schmuck:

Einen lebenden Christbaum mieten, der nach Weihnachten wieder eingepflanzt wird.

Die zweitbeste Alternative ist ein Bio-Christbaum.

Fairer Holz-Deko und Strohsternen den Vorzug vor Kunststoff geben.

Toll ist auch Upcycling-Baumschmuck, Kreative können ihn auch selber machen.

Weihnachtskarten:

Weihnachtskarten aus vorhandenen Materialien selber machen.

Weihnachtsgrüße per Mail verschicken und Papier & Porto sparen.

Festessen:

Realistische Essensmengen planen & mit Familie oder Freunden absprechen, um Überschuß zu vermeiden.

Der Umwelt und den Tieren zuliebe zu Weihnachten ein leckeres veganes Menü auftischen.

Weihnachts-Beleuchtung:

Auf elektrische Beleuchtung draußen & drinnen verzichten oder nur gezielt anschalten.

Baum-Kerzen aus Paraffin (Erdöl) und Stearin (meist aus Palmöl) meiden. Eine gute Alternative sind die in Wien handgemachten Kerzen aus Rapswachs.

Tipps für einen nachhaltigen Advent gibt es hier.

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Kürbisfaser-Chips

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52% – so viel werfen wir normalerweise an essbaren Kürbisteilen weg! Also mehr als die Hälfte: Die Kerne, die Schale und die Fasern. Dabei läßt sich all das verwerten. Hier ein Rezept, um die Fasern aus dem Inneren des Kürbis zu verarbeiten.

Kürbis-Faser-Knabberei:

Zutaten:

  • Fasern von 1 Kürbis
  • 1 EL Olivenöl
  • Rauchsalz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver

Zubereitung:

  • Die Fasern aus dem Kürbis-Inneren von den Kernen trennen.
  • Fasern mit Öl und Gewürzen vermischen.
  • Backblech mit Backpapier auslegen und die Faser-Mischung auf dem Backblech ausbreiten.
  • Die Fasern mit einem weiteren Blatt Backpapier abdecken und die Masse einheitlich flach drücken.
  • Im Dörrgerät oder im Backofen bei 40°C bis maximal 60°C trocknen.
  • Die Faser-Knabberei ist fertig, wenn die Fasern knusprig sind und alle Flüssigkeit verdampft ist.
  • In Stücke brechen und wie Chips servieren oder als Dekoration für Kürbis-Gerichte verwenden.

Die Vorlage für das Rezept stammt von dem tollen italienischen Blog cucinaeco. Bei cucinaeco dreht sich alles darum, möglich ökologisch, in dem alle Teile von Lebensmitteln verwertet werden. Einige Posts gibt es auch auf Englisch.

10 Tipps um Lebensmittelmüll zu vermeiden

Marmeladenbrot

Jedes Jahr landen in Österreich um die 157.000 Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Restmüll. Die häufigsten Gründe, warum Lebensmittel im Müll landen sind, dass wir die eingekauften Produkte nicht rechtzeitig verarbeiten oder zuviel kochen. Wie man das vermeidet, erfahrt Ihr hier:

1. Im Voraus planen: Regelmäßig zuhause Vorratsregale und Tiefkühler durchschauen, was verbraucht werden muß. Mahlzeiten ein paar Tage im Vorhinein planen.

2. Regional & saisonal Meistens sind diese Produkte frischer und halten daher auch länger.

3. Einkaufen: An die  Einkaufsliste halten, um überflüssige Spontankäufe zu vermeiden. Besser mehrmals die Woche kleinere Mengen einkaufen.

4. Runtergepreiste Ware kaufen: Wenn man sowieso vorhat die Sachen gleich zu verwerten, einfach Produkte nehmen, die nicht mehr so lange halten, damit sie nicht im Müll landen.

5. Richtig lagern:

  • Blattgemüse in ein feuchtes Tuch wickeln & in die Gemüselade im Kühlschrank legen.
  • Beeren, Kohl- & Wurzelgemüse im Kühlschrank aufbewahren.
  • Sonstiges Obst kühl, aber nicht gemeinsam mit Gemüse lagern.
  • Getreide & Mehl kühl und trocken halten.
  • Nüsse möglichst kühl lagern, für den Kühlschrank unbedingt luftdicht verpacken.
  • Zwiebeln, Kartoffeln, Gurken & Paprika kühl lagern, nicht in den Kühlschrank geben.

6. Mindestens haltbar bis: Wenn ein Produkt das angegebene Datum überschritten hast, heißt das noch lange nicht, dass das Essen nicht mehr genießbar ist. Im Zweifelsfall einfach kosten. Besonders Sojaprodukte, Sirup oder eingelegtes Gemüse und Hülsenfrüchte halten sich meist weit länger.

7. Reste einfrieren: Fast alle Lebensmittel können tiefgefroren werden, Tofu wird so z.B. besonders bißfest. Tomatenmark und Kräuter in Eiswürfelbehälter portionsweise einfrieren. Übriges Gemüse vorschnippeln, einfrieren und bei Gelegenheit für Suppe oder Auflauf nutzen. Zum Tiefkühlen verwenden wir übrigens alte Schraubgläser. Achtung: Gläser nicht zu vollfüllen, den Inhalt durchfrieren lassen und dann erst den Deckel fest zuschrauben.

8. Verputzen statt verschwenden: Was macht man mit übrig gebliebenem Brot, Gemüse & Co? Wie wär’s mal mit Kürbisfaser-Chips oder du pflanzt Gemüsereste wieder ein.

9. Foodsharing nutzen: Wenn man es mal nicht schafft Lebensmittel rechtzeitig aufzubrauchen. Einfach online stellen und verschenken. Die Sachen können zuhause oder bei einem FairTeiler abgeholt werden. Eine Liste aller FairTeiler in Wien findest du auf foodsharing.

10. Im Restaurant: Bei wenig Hunger nach einer kleinen Portion fragen. Sollte es doch mal zu viel sein, Essensreste in einen mitgebrachten Behälter einfüllen lassen.

Regel-mäßig Monat für Monat den CO2 Ausstoss verringern

erdbeeerwoche-natracare-binden-normalWeltweit werden jährlich mehrere Milliarden Hygieneprodukte benutzt und allzu oft nicht richtig entsorgt. So passiert es, dass konventionelle Binden und Tampons letztendlich im Meer landen und dort mit ihren Plastik-Bestandteilen zur Verschmutzung beitragen.

Denn wußtet Ihr, dass reguläre Binden durchschnittlich zu rund 36% aus Plastik bestehen? Hier kommen PE, PP und PET zum Einsatz. Dazu kommen noch künstliche Zusatz- und Duftstoffe, sowie 6% Superabsorber (Quelle: EDANA). Diese Stoffe sind nicht nur für unseren eigenen Körper ungesund, sondern tragen auch ihren Teil zur ständig fortschreitenden Umweltverschmutzung bei.

Der Großteil der schädlichen Emissionen durch Treibhausgase entsteht schon bei der Herstellung von Binden und Tampons. Zum Glück gibt es längst Alternativen, die umweltfreundlich und ressourcenschonend sind. Vorreiter ist hier die britische Marke Natracare, die schon vor 25 Jahren den ersten komplett biologisch abbaubaren Tampon auf den Markt gebracht. Natracare Produkte bestehen aus Biobaumwolle und sind sowohl Parfüm-, Chlor- als auch plastikfrei. Für die Natracare Binde wure sogar der CO2-Fußabdruck berrechnet. Das CO2, das durch die Herstellung einer Ulra-Damenbinde verursacht wird kann von einem Baum in weniger als 9,5 Stunden absorbiert werden.

In Österreich hat sich die erdbeerwoche als erstes Unternehmen auf nachhaltige Frauenhygiene spezialisiert. Neben interessanten Fakten & Tipps findet Ihr im Webshop eine große Auswahl an Produkten, die gut für uns Frauen und die Umwelt sind. Spannend ist auch das Interview, dass wir mit den Betreiberinnen der Erdbeerwoche geführt haben.

Gerade die Frauenhygiene ist ein toller Ansatzpunkt, um ganz einfach den eigenen Fußabdruck deutlich zu verringern, ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen. Also, passende Alternative auswählen und los geht’s…

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Berlin unverpackt

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Seit Samstag hat jetzt auch Berlin ein Geschäft, in dem man verpackungsfrei einkaufen kann, das Original Unverpackt. Als große Fans der Lunzers Maßgreißlerei in Wien hat uns der Vergleich der beiden Läden interessiert. Während die Maßgreißlerei um einiges geräumiger & optisch bei Obst & Gemüse schöner gestaltet ist, kann das Original Unverpackt mit einem fast doppelt so großen Sortiment punkten.

Ganz besonders begeistert waren wir, dass in Berlin auch Bio-Kosmetika unverpackt erhältlich ist. Lippenpflegecreme, Deo, Shampoo & Co. kommen frisch aus der Berliner Manufaktur Cremekampagne. Es gibt sogar Zahnputztabletten!

Sehr cool fanden wir auch, dass man selbst Tofu ohne die sonst übliche Plastikverpackung kaufen kann. Der Tofu wird einfach in Bio-Frischeeinschlagpapier gewickelt. Der in Berlin hergestellte Tofu stammt von den Tofu-Tussis. Die Bio-Sojabohnen kommen aus Süddeutschland. Für Flaschen und Kühlelemente haben die Tofu-Tussis ein Pfandsystem. Ein tolles Konzept!

Die große Auswahl an Lebensmitteln reicht von gelatine-freien Gummibärchen und frischen Kräutern bis zu Superfoods. Bei den flüssigen Produkten geht die Palette von Wein bis zu Reinigungsmitteln. Neben einfachen Bügel-Glasbehältern werden auch Stoffsäcke, ähnlich den Re-Sacks, sowie Edelstahl-Lunchboxen und Retap-Glastrinkflaschen angeboten.

Wir wünschen den beiden Inhaberinnen Sarah & Milena ganz großen Erfolg und hoffen auf viele weitere Geschäfte dieser Art!