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La Veganista – Power-Vorrat: Buchvorstellung + Rezept

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© Gräfe und Unzer/René Riis

Nicole Just ist eine meiner Lieblings-KochbuchautorInnen. Ihre Gerichte gelingen gut, schmecken lecker und bringen immer neue kreative Ideen in den Kochalltag. Obwohl La Veganista Power-Vorrat bereits mein 3. Kochbuch zum Thema vegan & DIY ist, hat es Nicole Just geschafft, wieder ganz andere Rezepte und Ideen zu präsentieren.

Seit wir versuchen Zero Waste zu leben, verzichten wir auf Kichererbsen im Glas, Fertig-Pesti, & Co., die immer super praktisch waren, um bei Zeit- und Motivations-Mangel schnell ein Essen zu zaubern. Diese schnellen Helferleins haben mir gefehlt. Da kam mir La Veganista – Powervorrat gerade recht! Im Buch findet man z.B.Rezepte für:

  • pikante & süße Backmischungen, Gebäck zum Einfrieren, Nudeln, Semmelknödeln im Glas
  • vegane Basics wie Pflanzenmilch, Sahne, Joghurt, Topfen (= Quark) und Nußmus
  • Süßes: Puddingpulver, Schokolade, Müsligewürz
  • Fruchtiges: Marmeladen, Gelierzucker, Fruchtleder
  • Pikantes: Gemüsebrühe, Salzgemüse, Essig, sauer Eingemachtes
  • Getränke: Tees, Sirupe, Coldbrew-Kaffee auf Vorrat
  • „Fertiggerichte“: Falafel-, Risotto- oder Dal-Mix, Patties & Pizzateig zum Einfrieren
  • Würzen & Soßen: Kurkumapaste, BBQ-Würzpaste, „Worcester-Sauce“, Bechamelsauce

Super praktisch finde ich z.B. auch die Anleitung, wie man Hülsenfrüchte vorkocht und dann haltbar macht. Nach den Anleitungen zur Herstellung des Vorrats folgen rund 20 Rezepte, wie man die selbst gemachten Sachen einsetzen kann: Von Linsen-Apfel-Krapfen über Pilz-Mangold-Ravioli bis zu Haselnußpralinen.

Fazit: Für mich ist La Veganista Power-Vorrat* ein absolut gelungenes, schön gestaltetes Kochbuch mit dem DIY-Fans und Zero Waste Anhänger besonders viel Freude haben werden. Zum Ausprobieren gibt’s hier noch das Rezept für selbst gemachten Essig aus Obstresten!

Apfel-Birnen-Essig – selbst ansetzen

© Gräfe & Unzer/René Riis

© Gräfe & Unzer/René Riis

Grundrezept für Obstessig
2 mittelgroße Äpfel (350 g, alternativ Putzreste wie Apfelschalen und – kerngehäuse)
2 mittelgroße Birnen (350 g, alternativ Putzreste wie Birnenschalen und – kerngehäuse)
1 geh. EL Vollrohrzucker

Außerdem
1 Twist-off-Glas (ca. 3 l Inhalt, sterilisiert)
2 Glasflaschen mit luftdichtem Verschluß (à 1 l Inhalt, sterilisiert)
1 Passiertuch

Für 1,8 l (60 Portionen à 30 ml)

1. Die Früchte heiß waschen, abtrocknen und halbieren. Die Fruchthälften mit Schale und Kerngehäsue in ca. 1 cm große Würfel schneiden und mit dem Zucker in das 3-l-Glas geben (alternativ 700 g Schalen und Kerngehäuse mit dem Zucker in das Glas geben). Alles mit 1,8 l Wasser aufgießen.

2. Zum Sterilisieren einen Löffel in einem Topf mit kochend heißem Wasser übergießen, vorsichtig herausnehmen und den Glasinhalt damit umrühren. Anschließend die Fruchtstücke damit herunterdrücken, so dass sie fast vollständig mit Wasser bedeckt sind.

3. Aus dem Passiertuch ein Stück (ca. 25×25 cm) ausschneiden, den Rest beiseitelegen. Das Tuch auf das Glas legen und mit einem Haushaltsgummi am Glasrand fixieren. Das Glas an einem hellen Ort bei Raumtemperatur 10-14 Tage stehen lassen. Dabei einmal täglich vorsichtig schütteln, um Schimmelbildung vorzubeugen. Während der Gärung bildet sich natürlicherweise Schaum an der Oberfläche.

4. Sobald sich nach max. 14 Tagen ein leichter Essiggeruch eingestellt hat und die Früchte abgesunken sind (bei Bedarf noch ein paar Tage länger stehen lassen), ein Sieb mit dem übrigen Passiertuch auslegen und in eine entsprechend große, sterilisierte Schüssel hängen. Den Essigansatz in das Sieb gießen und abtropfen lassen, dabei den Essigansatz auffangen, die Früchte entfernen.

5. Zum Sterilisieren das Glas mit 2 l kochend heißem Wasser ausspülen. Die aufgefangene Flüssigkeit in das Glas füllen. Den Ansatz wieder mit dem Passiertuch und Gummi verschließen und an einem hellen Ort bei Raumtemperatur ca. 3 Wochen gären lassen. Den fertigen Essig in Flaschen füllen, gut verschließen und dunkel, kühl und trocken lagern. Er hält sich so mehrere Jahre.

Meine Extratipps
Ich setze meinen Essig gern gleichzeitig zum Apfelkuchenbacken an. Das ist so schön praktisch, denn die Apfelschalen und -kerngehäuse landen im Essigglas, das Fruchtfleisch in einer leckeren Apfeltarte (Rezept im Buch). In diesem Fall gieße ich nur mit 1 l Wasser auf und erhalte dann reinen Apfelessig. Übrigens eignen sich auch andere Obstsorten zum Vergären: Beispielsweise Quitten, Marillen, Mirabellen oder Himbeeren lassen sich auf diese Weise wunderbar zu Essig verarbeiten.

Noch mehr Rezepte von Nicole Just gibt’s hier:

Hirseauflauf mit Äpfeln
Mousse-au-Chocolat Cupcakes
Donauwellen-Cupcakes
Hirsetaler mit Spinat und Tomaten-Orangen-Sauce
Linseneintopf

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La Veganista backt

Lang versprochen, jetzt ist es endlich soweit…Wir haben uns das neue Backbuch von Nicole Just La Veganista backt für Euch angeschaut. (Dieser Beitrag enthält Werbung)

La Veganista backt InhaltDie Rezepte gliedern sich in

  • Süsse kleine Sünden: Backen im Kleinformat
  • Endlich Kaffeepause: Kuchen für immer und jeden Tag
  • Besonders fein: Für die Tortenmomente im Leben
  • Herzlich gern herzhaft: Brot, Pizza, Quiche & Co.

Nach ein paar allgemeinen Backtipps werden Alternativen zu Ei- & Milchprodukten detailliert vorgestellt & Rezepte für veganes ‚Eiweiss‘ & ‚Sahnecreme‘ verraten.

la_veganista_backt_-4Besonders gut gefallen mir die Tipps bei den Rezepten. Für unterschiedliche Varianten, Zutaten Austausch, Zeitersparnis, etc.

Bei den süssen Sünden Rezepten findet man aktuelle Trend-Bäckereien wie Cake-Pops, Cronuts und Whoopie, aber auch Muffins & Mini-Törtchen.

Das Kapitel Kaffeepause punktet mit Klassikern à la Marmorkuchen genauso wie modernen Rezepten, z.B. Sharon-Walnuss-Kuchen und Cranberry-Streuselkuchen.

la_veganista_backt_-5Im Tortenkapitel überrrascht Nicole Just mit Pancake-Torte, Keks-Schichttorte mit Matcha & mehr.

Bei den herzhaften Rezepten gibt es neben Grundrezepten für Brot & Gebäck originelle Ideen wie Partybrot mit BBQ-Würze oder Windbeutel-Burger mit Räuchtertofu.

Abgerundet wird La Veganista backt mit einem Glossar veganer Back-Zutaten & natürlich dem Rezeptregister.

 

La Veganista backt

Fazit: Backen war für mich beim veganen Kochen von Anfang an die größte Herausforderung. Bisher haben meineBackwerke zwar recht gut geschmeckt, aber die Konsistenz ließ oft zu wünschen übrig. Zu trocken, zu kompakt, etc. Dank der Tipps von Nicole Just (nicht zu viel Rühren!!) gelingt es jetzt auch mir, vegane Bäckereien zu zaubern, die an Saftigkeit und Flaumigkeit herkömmlichem Gebäck um nichts nachstehen.

La Veganista backt* bietet eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Rezepten, von klassisch bis trendy, genauso wie süß und pikant. Für mich ein tolles Grundbackbuch, das nicht nur Anfängern viel Freude bereiten wird.

Zum Ausprobieren gibt’s hier das Rezept der leckeren Donauwellen-Cupcakes.

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Süß & vegan: Donauwellen-Cupcakes

GU / René Riis

GU / René Riis

 Donauwellen-Cupcakes mit Himbeeren

Für den Teig
150 g Himbeeren (frisch oder TK, aufgetaut)
300 g Weizenmehl (Type 405) oder Dinkelmehl (Type 630)
100 g Zucker
2 TL Natron
1/2 TL Bourbon-Vanillepulver
1 Prise  Salz
2 TL Apfel- oder Weißweinessig
80 ml neutrales Pflaneznöl
300 ml Sprudelwasser (kohlensäurehaltiges Mineralwasser)
20 g KakaopulverFür das Frosting
180 g weiche Margarine
210 g Puderzucker
1 TL Bourbon-Vanillepulver
60 g Speisestärke
1 1/2-2 TL Pflanzenmilch
1 gehäufter EL KakaopulverAusserdem
Margarine für das Muffinblech oder
12 Papiermuffinförmchen
1 Spritzbeutel mit großer SterntülleFür 1 Muffinblech (12 Cupcakes)
Zubereitungszeit: ca. 50 Min.
Kühlzeit: ca. 1 Std.
Backzeit: ca. 28 Min.
Pro Stück ca. 400 kcal,
3 g EW, 19 g F, 53 g KH 
1. Den Backofen auf 180° vorheizen. Die Mulden des Muffinblechs fetten oder die Papierförmchen hineinsetzen.2. Für den Teig frische Himbeeren verlesen, falls nötig vorsichtig in stehendem Wassser waschen und gut abtropfen lassen. TK-Himbeeren abtropfen lassen.3. Die trockenen Teigzutaten vermischen (bis auf das Kakaopulver) und die feuchten (bis auf die Himbeeren) zugeben. Alles mit einem Rührlöffel oder den Quirlen des Handrührgeräts rasch zu einem Teig verrühren. Die Hälfte auf die Mulden des Muffinblechs verteilen. Den übrigen Teig mit dem Kakaopulver verrühren und auf dem hellen Teig verteilen.

4. Je 3-4 Himbeeren auf jede Teigportion setzen und leicht hineindrücken. Die Cupcakes im Backofen (unten) 26-28 Min. backen, bis an einem hineingesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt. Die fertigen Cupcakes aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

5. Für das Topping die Margarine mit den Quirlen des Handrührgeräts auf niedrigster Stufe glatt rühren. Puderzucker, Vanille und Stärke zur Margarine geben und alles kurz untermischen. 1/2 TL Pflanzenmilch einrühren. Ist die Masse noch krümelig, noch 1/2 TL untermischen. Die Mischung ca. 30 Sek. auf höchster Stufe aufschlagen. Die Hälfte der Creme abnehmen und mit dem Kakakopulver und 1 weiteren TL Pflanzenmilch glatt rühren.

6. Die dunkle und die helle Creme nebeneinander in einen Spritzbeutel mit grosser Sterntülle füllen. Den Spritzbeutel in ein Glas stellen und 1 Std. kühlen.

7. Kurz vor dem Servieren auf jeden Cupake einen Tuff von der zweifarbigen Creme spritzen.

DruckDas Rezept stammt aus dem neuen GU Kochbuch von Nicole Just La Veganista backt,* die Buchvorstellung von La Veganista backt findest du hier. Wer sich Gusto holen will, kann hier Fotos und unseren Bericht vom gemeinsamen Backen mit Nicole Just in Berlin lesen.

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Vegan in Berlin mit Nicole Just & GU

la veganista backtAnläßlich des Launch von Nicole Justs neuem Buch La Veganista backt lud der GU Verlag letztes Wochenende zum Blogger-Event nach Berlin ein. Freitag Abend ging’s los mit einem sehr guten mehrgängigen Dinner im Kopps. In gemütlicher Atmosphäre konnten wir so Verlagsmitarbeiter und Blogger-KollegInnen kennenlernen. Von den Vegan-Bloggern waren Simply Vegan, Veggies, Vegtastisch, A Very Vegan Life und Kochtrotz vertreten.

Samstag Mittag trafen wir uns in der Kochschule Berlin zum Backen mit Nicole Just. Nicole begrüßte uns mit einem grünen Smoothie und dem Flammkuchen mit Paprikasauce aus La Veganista backt. Mit vielen Tipps von Nicole gerüstet haben wir dann Donauwellen-Cupcakes, Stachelbeertorte und Kokosmakronen aus dem Buch gemacht.

Alles hat super geklappt. Die Stachelbeertorte war sehr saftig, die Cupcakes angenehm süß und die Kokosmakronen geschmacklich ganz nah am Original. Zum Schluß bekamen wir von GU jeder La Veganista backt* geschenkt und durften uns noch ein weiteres Buch aus den Neuerscheinungen aussuchen. Nicole Just hatte alles super professionell im Griff und ihr großes Wissen sehr sympathisch rübergebracht.

Neben dem tollen Blogger-Event habe ich die Zeit genutzt, um einerseits zur Eröffnung von dem neuen Supermarkt Original Unverpackt zu gehen und andererseits, um jede Menge vegane Lokale zu testen. In den beiden Veganz Filialen habe ich mich mehrmals bei Goodies mit äußerst leckeren Bagels, Wraps, Smoothies und Torten eingedeckt. Meine Bitte, die Sachen in die mitgebrachten Lunchboxen und Jausenbeutel zu füllen, sorgte immer gleich für Gesprächstoff 😉

Der Brunch im Mio Matto war gut und die Bedienung sehr freundlich. Gechmacklich hat mich allerdings der Brunch im Kopps mit Pancakes, fantastischem Cheesecake, originellen Salaten, vorzüglichen warmen Speisen und selbst gemachten Marmeladen mehr überzeugt. Noch mehr Tipps findet Ihr unter Auf dem Ökotrip…in Berlin.

Hier geht’s zu meiner Vorstellung des Backbuchs und dem Donauwellen-Cupcake Rezept.

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Vegane Hirsetaler mit Tomaten, Vanille & Co

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 Wie versprochen, hier das Rezept aus Vegan vom Feinsten,* das ich hier vorgestellt habe.

Für 4 Personen
50 Min. Zubereitungszeit
Pro Portion ca. 25 kcal

Hirsetaler mit Spinat & Tomaten-Orangen-Sauce

Zutaten

  • 150 g Hirse
  • Salz
  • 2 EL Sojamehl
  • 250 ml Orangensaft
  • 1 TL scharfer Senf
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 250 g Cocktailtomaten
  • 4 Schalotten
  • 20 g frischer Ingwer
  • 8 EL neutrales Pflanzenöl
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 1/3 ausgekratzte Vanilleschote
  • 250 g junger Spinat (ersatzweise TK-Blattspinat aufgetaut)
  • 70 ml Hafersahne
  • 1-2 EL Aceto balsamico bianco
  • Cayennepfeffer
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

1. Die Hirse mit 400 ml Wasser zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze zunächst im geschlossenen Topf 5 Min. kochen, dann salzen und offen 10-15 Min. weiterkochen, bis das gesamte Wasser verdampft ist. Sojamehl, 50 ml Orangensaft, Senf und Thymian untermischen und die Hirse zugedeckt bis zur Verwendung ziehen lassen.

2. Die Tomaten waschen und halbieren. Die Schalotten schälen und würfeln. Den Ingwer schälen. Die Hälfte in Scheiben schneiden, den Rest fein würfeln. In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die Tomaten darin runderhum bei mittlerer Hitze 4-5 Min. anbraten und wieder herausnehmen.

3. Die Hälfte der Schalottenwürfel, Chilischote, Ingwerscheiben und Vanilleschote in die Pfanne geben und kurz andünsten. 150 ml Orangensaft angießen und in 3-4 Min. etwas einkochen. Die Sauce durch ein Sieb gießen und zurück in die Pfanne geben. Die Tomaten in die Sauce geben, alles mit Salz abschmecken und zugedeckt warm halten.

4. Den Spinat gründlich waschen und trocken schleudern, grobe Stiele entfernen (TK-Spinat abtropfen lassen). Den übrigen Orangensaft mit Hafersahne und Speisestärke verrühren. Die restlichen Schalottenwürfel mit den Ingwerwürfeln in 1 EL Öl in einem Topf 3 Min. andünsten.

5. Den Spinat zu den Ingwer-Schalotten geben, bei geschlossenem Deckel zusammenfallen lassen und salzen. Die Orangensahne unterrühren und etwas einkochen. 1 EL Essig einrühren, den Spinat mit Salz, Essig und Cayennepfeffer abchmecken und zugedeckt warm halten.

6. Die Hirsemasse mit Salz und Pfeffer abschmecken und daraus zwölf Taler formen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Hälfte der Taler in 3-4 Min. sehr knusprig anbraten, wenden, 1 weiteren EL Öl zugeben und die andere Seite ebenfalls in 3-4 Min. knusprig braten. Fertige Taler auf Küchenpapier entfetten und die übrigen ebenso braten. Je drei Hirsetaler mit Spinat und Tomaten anrichten und sofort servieren.

Viel Spaß beim Kochen & vor allem guten Appetit!

Bildnachweis: GU / Foto: Mona Binner

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Vegan kochen für Feinschmecker

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Derzeit schießen neue vegane Kochbücher wie Schwammerln aus dem Boden. Ständig gibt es Neue, da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Deswegen hab‘ ich mich genau umgeschaut und wieder mal ein besonders schönes Exemplar für Euch herausgesucht und getestet:

Vegan vom Feinsten von Nicole Just & Martin Kintrup. Nicole ist treuen Blog-Lesern sicher schon durch ihre ersten beiden Kochbücher La Veganista & Vegan backen ein Begriff. Martin Kintrup ist auch der Autor eines unserer Lieblingskochbücher: Zur Buchvorstellung von Vegan für Faule geht’s hier.

Visuell fixiert wie ich bin, haben mich sofort die professionellen, Gusto machenden Bilder und das übersichtliche & ansprechende Layout begeistert. Auch das robuste Hardcover trägt zum qualitativ hochwertigen Eindruck dieses Kochbuchs bei.

Inhaltlich geht’s gleich mal mit kreativen Würzmittel-Ideen wie Tonkasalz los. Sehr spannend fand ich auch die Anleitung zum selbst Räuchern zuhause mit einfachen Mitteln. Nur der massige Einsatz von (umwelt- & gesundheitstechnisch umstrittener) Alufolie hat mich bisher vom Ausprobieren abgehalten.

Danach folgen kreative Rezepte wie Dulce de Leche (ja, auch das geht vegan!) und Haselnuss-Chili-Topping. Gleich im Anschluß kommen die kalten Vorspeisen & Salate. Hier kann man zwischen etwas einfacheren Speisen wie Mandel-Tomaten und aufwendigeren Kreationen wie Getrüffelten Rote-Bete-Röllchen mit Merrettich-Reis-Füllung wählen. Weiter geht’s mit den warmen Vorspeisen und Suppen. Die ausgefallene Speisen wie Süßkartoffel-Paprika-Lasagne mit Räuchertofu und Mojo oder Tomaten-Linsen-Confit mit Kichererbsenplätzchen verlocken definitiv zum Nachkochen.

Auch die Haupstpeisen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Optisch hat es mir sofort das Granatapfel-Nuss-Couscous mit gebratenen Kürbisspalten angetan mit den leuchtenden Orange- und Rot-Tönen. Genau wie in den anderen Kapiteln, gibt es auch hier asiatisch inspirierte Gerichte, wie Gebratenen Tempeh und Gurken-Wakame-Gemüse.

Das letzte Rezept-Kapitel widmet sich erwartungsgemäß den Desserts. Auch hier findet man Einfallsreiches wie etwa Plfaumen-Chai-Tarte mit Kokos-Topping oder Johannisbeer-Tonka-Terrine im Crepemantel. Im Anschluß an die Getränke-Tipps und Menü-Vorschläge schließt das Buch mit der Erklärung einiger veganer Zutaten.

Fazit:
Wer Wert auf eine schöne Aufmachung und einfallsreiche, ungewöhnliche Rezepte legt, wird mit diesem Buch viele tolle Geschmackserlebnisse haben.

Hier geht es nicht um schnelle Alltagsküche, sondern darum zu genießen und sich etwas Besonderes zu gönnen. Dafür sollte man sich Zeit nehmen und eine gewisse Koch-Erfahrung kann auch nicht schaden. Um die 4 Eis-Rezepte aus dem Dessert-Teil zu machen, braucht man eine Eismaschine. Auch sonst ist es sicher ein Vorteil, wenn man eine gut ausgestattete Küche hat.

Für anspruchsvolle Köche mit Muße definitiv zu empfehlen 🙂

P.S.: Wie immer wollen wir Euch auch diesmal ein Rezept zum Nachkochen nicht vorenthalten. Ihr dürft Euch jetzt schon auf Hirsetaler mit Spinat und Tomaten-Orangen-Sauce freuen…

Bildnachweis: GU / Foto: Mona Binner

Backen mit Nicole und Liebe

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Bevor ich Euch verrate, wie man diese leckeren Mousse au Chocolat Cups macht, möchte ich Euch kurz was über das Buch erzählen, aus dem das Rezept stammt. Vegan backen – Mit Liebe, aber ohne Ei ist das zweite Werk von Nicole Just. Nicoles 1. Buch, La Veganista, habe ich ja schon ausführlich vorgestellt.

vegan_backen_just-1In Nicoles Backbuch findet Ihr 40 Rezepte: Vom Rohkost-Mangotörtchen über Schwedische Apfeltorte bis zur Süßkartoffel-Pilz-Quiche. Für Neulinge beim veganen Backen ist die Zutaten-Tauschbörse sicher eine gute Hilfe, genauso wie die Infos zu Spezialzutaten wie Hefeflocken, Misopaste und Co.

Am Anfang des Buchs geht es mit Grundrezepten für Rührteig, Germteig und Quicheteig los. Weiter geht es mit leckeren Kleinigkeiten gefolgt von Kuchen und Torten. Den Abschluß macht das Kapitel Brot und Quiche.

Ach ja, alle Smartphone User können sich auch die kostenlose GU Kochen Plus App herunterladen. Damit kann man die Lieblingsrezepte aus dem Buch sammeln, Einkaufslisten verschicken oder den Rezept-Planer nutzen.

Wie alle Bücher aus dem GU  Verlag ist auch dieses Buch schön aufgemacht und die Fotos machen Gusto und Lust zum Nachkochen. Der Preis von rund 8,- € ist absolut fair. Ich kann Euch das Buch definitiv empfehlen. So und hier endlich das versprochene Rezept:

 Mousse-Au-Chocolat-Cups

Cupcakes
50g vegane Margarine
125g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 TL Ei-Ersatzpulver
(oder Sojamehl oder 80 g Apfelmus)
120 ml Sojamilch
1 TL Apfelessig
200 g Mehl (Type 405)
1 Pck. Backpulver
12 Papier- oder SilikonförmchenEinfaches Grundrezept

Für ein 12-er Muffinblech
35 Min. Zubereitung – 20 Min. Backen

TIPP:
Sie mögen es lieber schokoladiger? Dann rühren Sie doch noch 80 g Kakaopulver unter den hellen Grundteig. Falls der Teig dann zu fest wird, verdünne ich ihn mit etwas Sojamilch.

1. Den Backofen auf 180° vorheizen. Bei Verwendung von Papierförmchen diese in die Mulden des Muffinblechs setzen.2. Für den Cupcakes-Grundteig die Margarine, den Zucker, den Vanillezucker und das Salz in eine Rührschüssel geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Nach und nach das Ei-Ersatzpulver, Sojamilch und Essig unter Rühren dazugeben. Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und unter die Zuckermasse heben, bis ein zäher Teig entsteht.3. Den Teig in die Mulden des Muffinblechs oder in die Silikonförmchen füllen. Die Cupcakes im Backofen (Mitte) in ca. 20 Min. goldbraun backen. Dann die Stäbchenprobe machen! Dafür ein Holzstäbchen in die Mitte der Cupcakes stecken. Wenn kein Teig am Stäbchen hängen bleibt, sind die Törtchen fertig. Sonst noch einige Minuten weiterbacken. Eventuell die Oberfläche der Cupcakes mit Alufolie oder Backpapier abdecken, damit sie nicht zu braun werden.

4. Die Cupcakes aus dem Backofen nehmen und kurz in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen. Die abgekühlten Cupcakes mit der Creme verzieren.

Mousse-au-Chocolat-Creme
400 g kalte vegane aufschlagbare Sahne
150 g vegane Zartbitterschokolade
(oder vegane Nugatschokolade)
Agavendicksaft
1 gestr. TL Agar-Agar
Spritzbeutel mit Sterntülle

Für Schokoholics!

20 Min. Zubereitung – 12 Std. Kühlen

1. Die Sahne steif schlagen und kalt stellen. Schokolade klein hacken, in einer Schüssel über dem Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen. Agavensirup nach Geschmack unterrühren. Schokolade vorsichtig unter die Sahne heben.

2. 50 ml Wasser erwärmen. Agar-Agar unterrühren und ca. 1 Min. köcheln, dann unter gelegentlichem Rühren handwarm abkühlen lassen. Unter die Schokosahne mixen. Die Mousse über Nacht kalt stellen. Am nächsten Tag die Mousse üppig auf die Cupcakes spritzen.

Bildnachweis: Gräfe und Unzer Verlag / Fotografie: Thorsten Suedfels

Interview mit ‚La Veganista‘ Nicole Just

Im letzten Post habe ich das Kochbuch ‚La Veganista‘ vorgestellt. Heute freue ich mich, Dir ein Interview mit der Autorin dieses leckeren veganen Kochbuchs, Nicole Just, präsentieren zu können!

Nicole_Just

Karin: Anfang Februar 2013 ist Dein 1. Kochbuch ‚La Veganista’ im GU Verlag erschienen. Herzliche Gratulation! Mittlerweile gibt es viele vegane Kochbücher auf dem Markt. Was hat Dich dazu bewogen noch ein weiteres beizusteuern und was erhoffst Du Dir davon?

Nicole Just: Ich finde, es kann nie genug vegane Kochbücher auf dem Markt geben! Mein Kochbuch soll vegane Küche jedem interessierten Menschen zugänglich machen. Unabhängig davon, ober er schon einmal vegan gekocht oder gegessen hat, oder, ob er überhaupt kochen kann. Das Buch ist in seiner Rezeptauswahl darum sehr breit: Du findest neben Basics viele einfache Rezepte, aber auch solche, die für besondere Anlässe geeignet sind.

Karin: Dein Kochbuch gibt es auch als E-book mit ein paar ganz besonderen Features. Kannst Du die kurz beschreiben?

Nicole Just: Das E-Book enthält Videos zur Warenkunde und einige Video-Tutorials. Darüber hinaus findet man auch noch ein Zusatzrezept, das in der Printversion nicht erhältlich ist. Und natürlich gibt es unzählige Bildergalerien, Step-by-Step-Fotoanleitungen und eine interaktive Einkaufsliste.

Karin: Welche Tipps kannst Du, aus Deiner eigenen Erfahrung, den Lesern von lebeliebernachhaltig.com für den Start in einen veganen Lebensstil geben?

Nicole Just: Zunächst einmal: Ganz entspannt an die Sache herangehen. Ich bin zwar von einem Tag auf den anderen vegan geworden, aber ich habe die Veränderung als Experiment betrachtet. Und auch, wenn ich insgeheim schon wusste, dass ich für immer vegan sein werde, hat mir das eine Menge Druck erspart. Wem ein radikaler Umstieg zu drastisch ist, der kann sich einem veganen Leben auch Schritt für Schritt nähern: Ein veganer Tag in der Woche ist nicht schwer und kann leicht auf zwei oder drei Tage ausgedehnt werden. Zu Beginn ist es außerdem gut, die Vorratsschränke aufzuräumen und alle Produkte, die man in Zukunft nicht mehr essen möchte, zu verschenken.  Und dann beginnt das Abenteuer erst richtig: Als ich vegan wurde, habe ich viel Zeit im Supermarkt verbracht. Es gibt so viel Neues zu entdecken!

Karin: Du bist mit einer stark fleischlastigen Ernährung aufgewachsen (Dein Opa war ja Fleischhauer und Jäger). Was hat Dir in der Anfangszeit geholfen, wenn Du ganz stark Gusto auf Fleisch oder z.B. Käse hattest?

Nicole Just: Ich habe sehr viele Familienrezepte veganisiert. Das ging bei einigen Rezepten so gut, dass ich es selbst kaum glauben konnte. Der Gulasch und die Rouladen nach Rezepten meiner Großeltern sind wunderbar vegan herzustellen und auch im Buch vertreten.  Darüber hinaus habe ich mich durch sämtliche Sorten veganen Käses probiert. Mittlerweile brauche ich aber nur noch selten pflanzlichen Käse. Und wenn, dann meistens nur selbstgemachten Frischkäse aus Cashewnüssen und Mandeln. Das Rezept ist ebenfalls im Buch zu finden.

Karin: Wie hat Deine Familie Deine Ernährungsumstellung aufgenommen und womit hattest Du da zu kämpfen bzw. was hat Dir geholfen Deinen Veganismus durchzusetzen?

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Nicole Just: Meine Familie war geschockt. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass ich das überleben werde. Fragen wie „Woher bekommst du die nötigen Nährstoffe?“ und „Was isst du jetzt überhaupt noch?“ waren vorprogrammiert. Viel Überzeugungsarbeit leistete nicht zuletzt mein Blog vegan-sein.de, den auch meine Eltern regelmäßig lesen. (Tipp von LLN: Auf Nicoles Blog findest Du auch viele leckere Rezepte!)

Karin: Das Vorurteil, dass man sich vegan nicht ausgewogen ernähren kann hält sich hartnäckig. Worauf man bei veganer Ernährung achten muß, um rundum gut versorgt zu sein würde den Rahmen Deines Kochbuchs sprengen. Hast Du diesbezüglich hilfreiche (Literatur-) Tipps?

Nicole Just: Das Internet war am Anfang diesbezüglich eine wertvolle Stütze. Man findet bei PETA, auf den Seiten des Vegetarierbunds Deutschland und auf vielen anderen Seiten sehr wertvolle Tipps zum Thema „Mangelerscheinungen“. Und ich kann die Seite der Albert Schweitzer Stiftung empfehlen.

Wer humorvoll in das Thema einsteigen will, sollte Karen Duves „Anständig essen“ lesen. Und sehr zu empfehlen ist das Buch „Kein Fleisch macht glücklich“ von Andreas Grabolle, das erst kürzlich vom VEBU zum Sachbuch des Jahres ausgezeichnet wurde.

Karin: Wie funktioniert das, wenn Du als Veganerin bei Nichtveganern zum Essen eingeladen bist oder ein Business-Meeting hast?

Nicole Just:  Das ist eine gute Frage, denn zu Beginn meiner Ernährungsumstellung war das nicht einfach, weil viele nichts damit anfangen können. Ich habe auch sehr gute Erfahrungen gemacht: Viele Freunde und Bekannte lassen sich gern auf ein Experiment ein. Da ich aber selbst gern Gäste bekoche, lassen sich die meisten Menschen auch sehr gern von mir zu Essen einladen. Und glücklicherweise findet man in fast jedem Restaurant mindestens ein veganfreundliches Gericht. Und wenn nichts mehr geht, gibt es überall Salat.

 Karin: Wie versorgst Du Dich unterwegs, wenn Du spontan Hunger hast oder essen gehen willst, wenn Du in einer Stadt bist in der es keine so gute vegane Versorgung wie in Berlin gibt? Hast Du da ein paar Tipps?

Nicole Just:  Wenn man unterwegs ist und nichts dabei hat, reicht ein Gang in den Supermarkt oder Bioladen: Dort gibt es Nüsse, Datteln, vegane Kekse und mittlerweile auch oft vegane Snacks aus Weizeneiweiß. Und in vielen Restaurants gibt es Salate oder Beilagen als vegane Option. Hier ist es ganz hilfreich, den Salat ohne Dressing zu bestellen und nach Essig und Öl extra zu fragen. Ganz besonders veganfreundlich sind zudem asiatische Restaurants. Hier wird allerdings sehr oft Fischsauce verwendet. Bisher konnte man diese auf mein Nachfragen hin aber immer Weglassen, was ganz nebenbei ein gutes Zeichen dafür ist, dass frisch gekocht wird. Und nachfragen lohnt sich generell: Mein Lieblingsinder hier in Berlin bereitet mir mein Essen immer und sehr gern ohne Milchprodukte zu. Und viele Restaurants sind bei einer freundlichen Nachfrage sehr aufgeschlossen, was das Bereitstellen einer veganen Option angeht. Wenn ich mich mit Freunden oder Kollegen zum Essen treffe, versuche ich vorab bereits durch Internetrecherche herauszufinden, ob ein Restaurant möglicherweise vegane Optionen auf der Karte hat. Wenn sich abzeichnet, dass es schwierig werden könnte, esse ich vorab immer eine Kleinigkeit um nicht vor lauter Hunger in schlechter Laune zu versinken.

 Karin: Es gibt viele Gründe vegan zu sein, wobei der Tierschutz in der Öffentlichkeit meist im Vordergrund steht. Veganismus ist jedoch auch ein besonders umwelt- und klimafreundlicher Lifestyle. Kannst Du den Lesern von lebeliebernachhaltig.com  diesen Aspekt ein bißchen näher erläutern?

Nicole Just: Sehr gern, obwohl ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Unser Hunger nach Fleisch- und Milchprodukten ist so groß, dass er nur durch die Massentierhaltung gestillt werden kann. Diese wertet Tiere zu „Nutztieren“, zu Produkten, ab und ist alles andere als nachhaltig: Der CO2-Ausstoß ist dabei enorm, ganz zu schweigen von den Wassermengen, die verbraucht werden. Ein gutes Beispiel ist Rindfleisch. Um ein Kilogramm zu produzieren, werden um die 15.000 Liter Wasser verbraucht. Mit der selben Menge könnte ich ein ganzes Jahr lang täglich duschen. Wer sich einen umfassenden Eindruck machen möchte, sollte die oben erwähnten Bücher „Anständig  essen“ und „Kein Fleisch macht glücklich“ lesen und zusätzlich einen CO2-Rechner im Internet befragen. Das ist sehr aufschlussreich.

Karin: Hast Du für die Leser von onecoveganlife.com einen persönlichen Nachhaltigkeitstipp?

Nicole Just:  Fleisch – wenn überhaupt – dann nur hin und wieder und vor allem bewusst zu konsumieren ist ein guter Anfang. Wer sowieso schon vegan oder vegetarisch lebt, kann auf regionale Produkte setzen: Bio-Gemüse und Obst kann man oft direkt aus dem Umland beziehen. Das stärkt auch nachhaltig wirtschaftende Bauern.

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 Karin: Du betreibst mit Deiner Freundin Felicia Meyer-Jendro in Berlin den Supperclub Mundart. Was kann man sich darunter genau vorstellen?

Nicole Just: Der Supper Club hat ein ganz besonderes Konzept: Weil Felicia und mir eine gute Esskultur sehr wichtig ist, versuchen wir die bei Mund|Art|Berlin zu pflegen. Das heißt, alle Gäste sitzen an einem großen Tisch. Die Gäste buchen oft allein oder in kleineren Grüppchen bis zu 4 Personen und lernen sich so im Laufe des Abends kennen. Wir servieren immer vier Gänge, die aus saisonalen und – wenn möglich – regionalen Bio-Produkten bestehen. Dabei achten wir verstärkt auf Erzeuger, die besonders nachhaltig wirtschaften. Die meisten unserer Gäste sind zudem weder Vegetarier, noch Veganer. Sie kommen zu uns, weil sie die Geselligkeit, die Atmosphäre und das Essen zu schätzen wissen.

Karin: In veganen Kochkursen gibst Du Dein umfangreiches Wissen an Interessierte weiter. Wo kann man die nächsten Termine erfahren und wann kommst Du mal mit einem Kochkurs nach Österreich?

Nicole Just: Wenn in Österreich Bedarf besteht, gern sofort! Ich plane derzeit einige Kurse. Sobald die Termine feststehen, erfährt man diese auf meiner Homepage.

Karin: Veganerin sein ist mehr als nur vegan essen. Was sind Deine Shoppingtipps für vegane Schuhe und Kleidung?

Nicole Just:  In Berlin ist es sehr einfach, auch vegane Fairtrade-Kleidung und Schuhe einzukaufen. Glücklicherweise haben meine Lieblingsläden auch einen Onlineversand: Im Dear Goods Webshop kann man tolle Shirts  von Armed Angels, Bleed und Rebello kaufen und es gibt einige wunderschöne Lifestyle-Produkte, Taschen von Matt&Nat und Schuhe. Im Avesu-Onlineshop kann man nach Herzenslust vegane Schuhe shoppen. Ich liebäugle gerade mit einem Paar von „Good Guys“. In Österreich gibt es übrigens mit Muso Koroni eine vegane Boutique samt Onlineshop!

Herzlichen Dank für das Interview Nicole und weiterhin viel Erfolg mit Deinen Projekten!

Foto der Autorin: © René Riis