Beiträge

,

Statt Plastik – ein DIY-Buch für die Praxis + Mundwasser-Rezept

Photocredit: (C) Hanna Rudolf

Photocredit: (C) Hanna Rudolf

Manche Bücher machen nicht nur Freude beim Anschauen und Lesen, sondern sind auch überaus sinnvoll. Eines davon ist Statt Plastik – Schöne Sachen zum Selbermachen – Das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle* von Jutta Grimm. Das Buch ist eine gelungene Kombination aus fundierten Infos, hübschen Fotos, gelungenem Layout und zahlreichen spannenden Selbermach-Anleitungen.

Nach einer kurzen Einführung in die Plastik-Problematik folgen Tipps zu den Projekten. Der Rest des Buches ist in folgende Kapitel gegliedert:

  • Einkauf
  • Bad
  • Wäsche
  • Haushalt
  • Baby

Zum Schluß folgen Schnittmuster, Literaturhinweise und ausgewählte Bezugsquellen. Die DIY-Projekte reichen vom gehäkelten Topfkratzer über selbst gerührten Lippenbalsam und Fleckenstift bis zur genähten Tasche für den Fahrradkorb und Spülmaschinenmittel. Die Anleitungen der Handarbeitsrezepte werden mit hilfreichen Illustrationen verdeutlicht.

Leider sind die Rezepte nicht alle vegan, unter anderem kommen Bienenwachs und Gallseife zum Einsatz. Gut finde ich hingegen die Infoboxen, wo verschiedenen Zutaten oder Anwendungen erklärt werden. Das Buch ist im Pala-Verlag erschienen, gedruckt in Deutschland auf 100% Recyclingpapier, was ich sehr gut finde!

Fazit: Ein wunderschön gestaltetes Praxis-Buch mit tollen Infos und Projekten. Wir hätten uns ausschließlich vegane Rezepte gewünscht, aber abgesehen davon ist Statt Plastik* definitiv sehr empfehlenswert. Zum Ausprobieren gibt’s hier im Anschluß gleich das Rezept für Mundwasser.

Mundwasser

Photocredit: (C) Hanna Rudolf

Photocredit: (C) Hanna Rudolf

Viele Menschen nutzen Mundwasser nur für einen frischen Atem. Mit diesem Mundwasser können Sie außerdem ein gesundes, kariesfeindliches Mundklima erzeugen und die Zähne remineralisieren. Es ist gut fürs Zahnfleisch und kann bei regelmäßiger Anwendung Zahnstein vorbeugen. Die ätherischen Öle sind neben dem Geschmack auch noch entzündungshemmend, antiviral und gut bei kleineren Verletzungen der Schleimhaut. Ach ja, und frischen Atem macht es auch noch …

Das wird benötigt

500 ml lauwarmes Wasser

3 EL Xylit 

2 TL Natron 

7 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl 

5 Tropfen ätherisches Myrrhenöl

So wird’s gemacht

  • Wasser, Xylit und Natron in eine Flasche geben. Flasche schließen und so lange schütteln, bis alles gelöst ist. Nun noch die ätherischen Öle dazugeben.
  • Vor der Anwendung die Flasche schütteln, damit sich die nichtwasserlöslichen ätherischen Öle wieder gut verteilen. Wie gewohnt morgens und abends etwa 1 Minute mit dem Mundwasser die Zähne spülen. Ausspucken und nicht nachspülen.
  • Wer den Geschmack nicht so mag oder auf Pfefferminzöl verzichten will, kann auch andere ätherische Öle verwenden: zum Beispiel Manuka, Geranie, Salbei, Teebaum, Zitrone.

Mundwasser für Kinder?

Kinder sollten Mundwasser erst verwenden, wenn sie es zuverlässig wieder ausspucken können und nicht herunterschlucken. Das ist etwa im Alter von sechs Jahren der Fall. Dann kann man sie an die Benutzung von Mundwasser heranführen (bis dahin außer Reichweite stellen, weil Verwechslungsgefahr aufgrund der Ähnlichkeit der Flasche zu Getränkeflaschen besteht). Bei älteren Kindern, vor allem wenn sie eine feste Zahnspange tragen, hat die regelmäßige Verwendung von Mundwasser eine hervorragende Wirkung.

Auch bei den anderen Zahnpflege-Produkten sollte man natürlich auf Nachhaltigkeit achten, z.B. mit biologisch abbaubaren Zahnbürsten* oder Zahnkreide.*

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, zahlst du keinen Cent mehr,  aber ich bekomme eine kleine Provision. Damit ermöglichst du mir das Betreiben des Blogs. Herzlichen Dank! 🙂

,

Plastikfreier Juli

Plastikalternativen

Im Jahr 2011 wurde die Idee der plastic-free July Challenge in Westaustralien geboren. Jedes Jahr im Juli sollen Menschen motiviert werden, auf die Verwendung von Einweg-Plastik zu verzichten. Gleichzeitig soll das Bewußtsein für die Mengen an Plastik, die uns umgeben, erhöht werden.

Den Gedanken von Re-use – also von Wiederverwendung – weiter zu verbreiten, war anfangs nur eine lokale Initiative. Die Idee wurde jedoch so gut aufgenommen, dass zahlreiche Anfragen eintrudelten, die Challenge für jedermann zugänglich zu machen. Seit 2013 können sich Schulen, Organisation und Einzelpersonen weltweit anmelden.

Ob man auf die TOP 4 (Plastiktüten, Getränkeflaschen, Take away Becher & Strohhalme) oder komplett auf Wegwerf-Plastik verzichtet, ob für eine Woche oder einen Monat, ist jedem selbst überlassen. Auf der englischsprachigen Website findet man jede Menge hilfreiche Tipps, Rezepte und Ideen dazu. Wie wär’s z.B. mit einem Plastic free morning tea mit Deinen Arbeitskollegen diesen Freitag?

So kann Dich Beechange.com bei Deiner Challenge unterstützen:

– Entdecke Alternativen zu Einweg-Plastikprodukten, wie z.B. wiederverwendbare Strohhalme, Coffee-to-go Becher aus Glas, Edelstahl-Trinkflaschen & -Lunchboxen und biologisch abbaubare Bambus-Zahnbürsten.

 

Wir hoffen, dass Du bei der plastic-free July Challenge mitmachst und freuen uns, wenn Du möglichst vielen Menschen davon erzählst.

Viel Erfolg und laß uns wissen, wie’s läuft! 🙂

Vortrag Plastik-Müll reduzieren

  • 1 Milliarde Plastiksackerl verbrauchen die Österreicher jährlich.
  • Über 1 Million Seevögel und Meeressäugetiere verenden jährlich durch Plastik.
  • Plastik ist nicht biologisch abbaubar und braucht bis zu 450 Jahre, bis es zerfällt.
  • Mikro-Plastik versteckt sich in der Zahnpasta und in Ihrem Essen.

Haben auch Sie die Nase voll von diesem Plastikwahnsinn?
Möchten Sie Ihren Plastikmüll reduzieren, wissen aber nicht wie?

Karin Haffert verrät Tipps und Tricks, wie Sie Plastik im Alltag drastisch reduzieren. Aus ihrem Onlineshop für umweltfreundliche Haushaltsprodukte, www.beechange.com, stellt sie plastikfreie Alternativen wie kompostierbare Zahnbürsten, Edelstahl-Jausenboxen und wiederverwendbare  Strohhalme.

Wann: Dienstag, 26. Mai 15, 19.30 Uhr,
Wo: 3911 Neustift 1, Fa. Bau & Putz, Eintritt frei

Der Kneipp Aktiv Club Rappottenstein & Umgebung und ich freuen uns auf Ihr Kommen!

karin-haffert-print-1
© JMacPherson

© JMacPherson

Regel-mäßig Monat für Monat den CO2 Ausstoss verringern

erdbeeerwoche-natracare-binden-normalWeltweit werden jährlich mehrere Milliarden Hygieneprodukte benutzt und allzu oft nicht richtig entsorgt. So passiert es, dass konventionelle Binden und Tampons letztendlich im Meer landen und dort mit ihren Plastik-Bestandteilen zur Verschmutzung beitragen.

Denn wußtet Ihr, dass reguläre Binden durchschnittlich zu rund 36% aus Plastik bestehen? Hier kommen PE, PP und PET zum Einsatz. Dazu kommen noch künstliche Zusatz- und Duftstoffe, sowie 6% Superabsorber (Quelle: EDANA). Diese Stoffe sind nicht nur für unseren eigenen Körper ungesund, sondern tragen auch ihren Teil zur ständig fortschreitenden Umweltverschmutzung bei.

Der Großteil der schädlichen Emissionen durch Treibhausgase entsteht schon bei der Herstellung von Binden und Tampons. Zum Glück gibt es längst Alternativen, die umweltfreundlich und ressourcenschonend sind. Vorreiter ist hier die britische Marke Natracare, die schon vor 25 Jahren den ersten komplett biologisch abbaubaren Tampon auf den Markt gebracht. Natracare Produkte bestehen aus Biobaumwolle und sind sowohl Parfüm-, Chlor- als auch plastikfrei. Für die Natracare Binde wure sogar der CO2-Fußabdruck berrechnet. Das CO2, das durch die Herstellung einer Ulra-Damenbinde verursacht wird kann von einem Baum in weniger als 9,5 Stunden absorbiert werden.

In Österreich hat sich die erdbeerwoche als erstes Unternehmen auf nachhaltige Frauenhygiene spezialisiert. Neben interessanten Fakten & Tipps findet Ihr im Webshop eine große Auswahl an Produkten, die gut für uns Frauen und die Umwelt sind. Spannend ist auch das Interview, dass wir mit den Betreiberinnen der Erdbeerwoche geführt haben.

Gerade die Frauenhygiene ist ein toller Ansatzpunkt, um ganz einfach den eigenen Fußabdruck deutlich zu verringern, ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen. Also, passende Alternative auswählen und los geht’s…

Macht uns Plastik krank? – Teil 2

Plastikente @Stephanie Mattes

Heute werde ich Phatalate, die klassischen Weichmacher in PVC, genauer unter die Lupe nehmen: Wo sind sie enthalten? Wie wirken sie sich auf die Gesundheit aus? Wie kann man sie meiden?

Polyvinylchlorid – besser bekannt als PVC – hat eigentlich eine spröde, harte Konsistenz. Man unterscheidet daher zwischen Hart- und Weich-PVC. Hart-PVC wird z.B. für Rohre verwendet und kommt ohne Weichmacher aus. Weich-PVC wird erst durch den Zusatz von Weichmachern geschmeidig und biegsam. In weichem PVC sind 10-50% Phtalate, die klassischen Weichmacher für PVC, enthalten.

Weich-PVC findet man unter anderem in Duschvorhängen, Wickelunterlagen, Kinderspielzeug, Kosmetika, abwaschbaren Tischdecken, Regenbekleidung, Lacken & Farben, Bodenbelägen, Kabeln, Auto-Innenverkleidungen und Tablettenkapseln.

Phtalate enthalten Substanzen, die in das Hormonsystem eingreifen, das sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper stuert. Die Belastung durch hormonelle Stoffe kann, unter anderem, zu Unfruchtbarkeit, Asthma, Brustkrebs und Allergien führen.

Die EU hat die Phtalate DEHP, DBP, BBP und DIBP mittlerweile als fortpflanzungsschädigend eingestuft. In der chemischen Industrie werden daher jetzt vermehrt DIDP und DINP eingesetzt. Allerding haben diese Weichmacher in Tierversuchen zu ähnlichen Schädigungen geführt und stehen unter Verdacht, sich in Organismen stark anzureichern und im Boden lange zu überleben. Durch die großen Mengen an Weich-PVC ist eine starke Ausbreitung in der Umwelt zu befürchten.

Tipps:

  • Weich-PVC meiden, da sich die Weichmacher mit der Zeit herauslösen
  • Erkennen kann man Weich-PVC an der ’speckig-glatten‘ Oberfläche
  • Duschvorhänge aus gewachster Baumwolle oder PVC freiem PEVA bevorzugen
  • Bodenbeläge aus Holz-, Kautschuk-, Linoleum- oder Kork bevorzugen
  • Essen in Edelstahlbehältern oder Schraubgläsern kaufen. Besonders in fetthaltigen, in Plastik eingeschweißten Lebensmitteln reichern sich Weichmacher an

Mehr zum Thema Plastik findet Ihr auch im 1. Teil der Serie: Macht uns Plastik krank?

Quelle: Achtung Plastik! Fotorechte: Stephanie Mattes Photography

Macht uns Plastik krank? – Teil 1

plastikmuell_thomas_kohlerPlastik ist heutzutage überall, aber wer weiß schon, was für Inhaltsstoffe drinnen stecken und was das für unsere Gesundheit und unsere Umwelt bedeutet?

Dieses Thema werde ich in nächster Zeit genauer unter die Lupe nehmen. Die Begriffe ‚Plastik‘ und ‚Kunststoff‘ verwende ich dabei als Synonyme. Erdöl, Erdgas und Kohle sind die Grundzutaten für die Plastikherstellung. Schon die Verwendung dieser begrenzt verfügbaren Rohstoffe ist bedenklich. Als Ausgangsprodukt wird normalerweise Rohbenzin (Naphtha) verwendet. Um die gewünschten Eigenschaften wie z.B. Flexibilität zu erreichen werden Zusatzstoffe wie Weichmacher, Füllstoffe, Stabilisatoren, Verstärkungsmittel, Antistatikmittel oder Flammschutzmittel beigefügt.

Selbst die Hersteller von Plastikprodukten kennen oft nicht die genaue Zusammensetzung des Kunststoffmaterials. So gelangen Plastikartikel mit fragwürdigen Zusatzstoffen, auch wenn diese in der EU bereits verboten sind, trotzdem bei uns zuhause und in der Umwelt.

Einige der Chemikalien, die bei der Kunststoff-Produktion als Zusatzstoffe zum Einsatz kommen sind extrem giftig. Da diese Substanzen im Plastik nicht fest gebunden sind können sie nach und nach entweichen. So werden sie einerseits vom menschlichen Körper aufgenommen und geraten andererseits in die Umwelt.

Schädlich sind vor allem die Stoffe, die hormonell wirksam sind. Das sind vor allem Weichmacher (Phtalate), Bisphenol A (BPA), Organozinnverbindungen und bromierte Flammschutzmittel.

Zum Abschluß noch ein paar Tipps:

  • Essen nicht in Plastikbehältern erhitzen. Für die Mikrowelle besser Steingut- oder Porzellangeschirr verwenden.
  • Produkte mit starkem Plastikgeruch, sowie aus PVC (Polyvinylchlorid) und PC (Polycarbonat) prinzipiell meiden.
  • Bei Lebensmittelbehältern plastikfreie Alternativen verwenden, z.B. Edelstahl-Lunchboxen

Quelle: Achtung Plastik! Foto: Thomas Kohler

Phtalate unter der Lupe in Macht uns Plastik krank? – Teil 2

,

Weg mit dem Plastikmüll!

plastikmuell_thomas_kohler

PULS4 widmet diese Woche vom 27.-31.01.2014  „Guten Abend Österreich“ dem Themenschwerpunkt Plastikmüll neben den aktuellen Nachrichten. Die Sendung wird von Mo-Fr um 18.45 Uhr gezeigt.

Fünf Abende lang wird dem enormen Plastik-Problem auf den Grund gegangen. Allein in Österreich werden jährlich über 1,2 Millonen Tonnen (!!!) an Plastikmüll-Verpackungen hergestellt. Jeder Österreicher und jede Österreicherin produziert pro Jahr durchschnittlich 17,37 kg Plastikmüll.

Tatsache ist: Plastik verrottet nicht. Welche schwerwiegenden Auswirkungen das hat, könnt Ihr z.B. auf der Seite des absolut empfehlenswerten Films ‚Plastic Planet‘ nachlesen. Unter anderem sind Plastikteilchen in unserer Nahrung und in den Meeren ein Teil dieser Problematik. In den speziellen Beiträgen zum Schwerpunkt-Thema kommt auch Werner Boote, der Regisseur von Plastic Planet, zu Wort.

Wichtig und positiv finde ich, dass auch Lösungsvorschläge gebracht werden, wie jeder selbst Plastik vermeiden kann. Absolut empfehlenswert zu diesem Thema ist der Blog Kein Heim für Plastik der Steirerin Sandra Krautwaschl, die mit ihrer Familie konsequent seit Jahren das Plastik in ihrem Haushalt fast auf Null reduziert hat. Hier kann man sich viele praktische Tipps holen.

Auch wir haben nach dem Film ‚Plastic Planet‘ angefangen in unserem Haushalt das Plastik nach und nach zu reduzieren. Deshalb gibt es im Beechange Webshop auch viele Plastik-Alternativen geben, wie z.B. Obst- und Gemüse-Einkaufssackerl aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle statt den Einweg-Sackerln im Supermarkt, Zahnputzbecher aus Akazienholz und mehr. Ihr dürft gespannt sein.

Hier auch noch frühere Posts zu dem Thema Plastik:

Plastik in Kosmetikprodukten

Tipps zur Vermeidung von Plastik & mehr über Plastic Planet

Wiederverwertete Schraubgläser als Plastik-Alternative

————————————————————————-

Fotorecht: Thomas Kohler

,

Plastik raus aus der Kosmetik

e467dd4d2ac4358dc2c9854a0f11ba55

Hast Du gewußt, dass in zahlreichen konventionellen Zahnpasten, Duschgels, Peelings und sogar Kontaktlinsenreinigungsflüssigkeiten Kunststoffmikropartikel enthalten sind? Diese Partikel verstärken durch Ihre Scheuereigenschaft die Reinigungswirkung der Produkte.

Hier einige bekannte Marken, die Produkte mit Micro Beads führen:

  • AOK
  • Adidas
  • Balea
  • Nivea
  • Neutrogena
  • Yves Rocher
  • Garnier von L’oreal
  • Vichy
  • Bebe young care
  • Clearasil
  • Colgate

Eine ausführliche Liste von dekorativen Kosmetikprodukten, die diese Kunststoffkügelchen enthalten, findet man im Download des Hintergrundpapiers der Organisation Blue Sea.

Doch was bedeutet das für uns und die Umwelt?

  • Die Partikel sind so klein, dass sie von Klärwerken nicht rausgefiltert werden und schließlich im Meer landen.
  • Meerestiere verwechseln sie mit Plankton. So gelangen die Kunstoffmikropartikel in die Nahrungskette, an dessen Ende wir Menschen stehen.
  • Die Partikel wurden bereits in Fischen, Seehunden, Muscheln und Krebsen nachgewiesen.
  • Die in den Micro beads enthaltenden schädlichen Additive (z.B. Weichmacher)  und die aus dem Meer absorbierten Umweltgifte lagern sich im Gewebe der Tiere, die sie Kügelchen fressen, ab und wirken dort gifitig, hormonell und krebserregend.
  • Produkte mit Micro Beads erkennt man auch anhand der Inhaltsstoffe, wenn Polyethylene (PE) angeführt ist.
  • In Naturkosmetik sind die Plastikpartikel nicht erlaubt, hier kommen stattdessen z.B. Jojobaperlen zum Einsatz.

Daher möchte ich Euch heute die Initiative Beat the Micro Bead, die von der holländischen Organisation Plastic Soup initiert wurde, ans Herz legen. Der europaweiten Kampagne, haben sich bereits zahlreiche Verbände und Organisationen, darunter Greenpeace, angeschlossen. Ziel ist, Kosmetikartikelhersteller dazu zu bewegen, die Kunststoffmikropartikel in Körperpflegeprodukten durch natürliche, umweltschonende Materialien zu ersetzen und Händler dazu auffordern, Produkte mit Micro Beads aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Gemeinsam können wir etwas bewegen – Ich freu‘ mich, wenn Ihr diese Kampagne unterstützt auf Facebook, Twitter und natürlich durch Eure Unterschrift. Danke!

Jetzt aktuell: Die Avaaz-Kampagne für den Verbot von Micro Beads in Kosmetika & Zahnpasten unterschreiben

Empfehlenswert ist die gratis App mit der man prüfen kann, ob ein Produkt Mikro-Plastikkügelchen enthält oder nicht. Zum Einen kann man Produkte scannen, zum Anderen kann man einfach nach Marken oder konkreten Produkten suchen. Beim Download nicht vom holländischen Text abschrecken lassen, die App ist auch auf Deutsch 🙂

Von Beat the Microbead gibt’s auch nach Ländern geordnete Produktlisten.

Eine gute Alternative zu Produkten mit Mikro-Plastik sind selbstgemachte Kosmetika. Hier für den Anfang mal ein Rezept Zahnputzpulver.