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Besser leben ohne Plastik + DIY Waschmittel Rezept

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Wie großartig – es gibt wieder ein neues Buch zum Thema Plastikvermeidung! Für mich ein Indikator, dass das Bewußtsein für die Müllproblematik wächst. Auch die rasant steigende Anzahl an Unverpackt-Läden zeigt, dass immer mehr Menschen bereit sind, Ihre Gewohnheiten umzustellen.

Das 108 Seiten starke Buch überrascht bereits positiv, weil es nicht in Plastik eingeschweißt ist und der Einband ohne Zellophanierung auskommt. Mit mineralölfreien Farben wurde auf 100% FSC-zertifiziertem Recyclingpapier gedruckt.Die entstandenen CO2 Emissionen klimaneutral ausgeglichen. Das nenne ich vorbildlich! Die Aufmachung innen ist schlicht, übersichtlich und mit hübschen Farbfotos aufgelockert.

Nach dem Einführungskapitel ‚Gesundheit und Umwelt‘, dass die Gefahren von Plastik aufzeigt, geht es mit ‚Anfangen: Schritt für Schritt‘ los: Wie kaufe ich plastikfrei ein? Wie hat Oma das gemacht?

Danach folgen die Kapitel ‚Kinder und Plastik‘, ‚Bad und Haushalt‘, ‚Leben und Einrichten‘ und ‚plastikfreie Rezeptideen‘. Die Bandbreite an Ideen und DIY Rezepten reicht hier von selbstgemachter Spielknete, über Bodylotion bis zu  Fruchtgummis. ACHTUNG: Einige Rezepte sind nicht vegan! Den Abschluß macht ein Serviceteil, in dem einige Zutaten genauer erklärt und Bezugsquellen angeführt werden.

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch mit vielen einfachen Tipps für den Einstieg ins plastikfreie Leben. Bevor es mit dem Test-Rezept weitergeht, hier noch die bibliografischen Daten zum Buch:

Besser leben ohne Plastik*
Anneliese Bunk & Nadine Schubert
2016, oekom Verlag München
ISBN 978-3-86581-784-6

Waschmittel aus Kernseife

Für drei Liter Waschmittel benötigt man nur zehn Minuten Zeit. Nach 24 Stunden Wartezeit kann das Waschmittel verwendet werden. Es reicht für etwa 15 Waschgänge.

©SilviaWillax

©SilviaWillax

45 g Kernseife (ohne EDTA) Anmerkung Karin: auf Bio & vegan achten!
6 EL Waschsoda
3×1 Liter heißes Wasser
20 bis 50 Tropfen Duftöl (optional)

  1. Seife mit der Küchenreibe fein raspeln, mit kochendem Wasser übergießen. Mit einem Schneebesen rühren, bis die Seife aufgelöst ist.
  2. Nach ca. einer Stunde einen weiteren Liter kochendes Wasser mit Soda und Duftöl zugeben. Die Kombination Lavendel & Orange duftet besonders intensiv. Nach einer weiteren Stunde erneut einen Liter Wasser hinzugeben, gut verrühren.
  3. Nach 24 Stunden gut durchrühren und in eine leere Waschmittelflasche füllen. Vor Gebrauch schütteln.

Sie benötigen ca. 200ml Waschmittel pro Waschgang. Je nach Duftöl liegen die Kosten bei ca. 1 Euro für 3 Liter Waschmittel. Das Waschmittel ist nicht für Wolle und Seide geeignet. Flecken können mit Gallseife behandelt werden. (Anmerkung Karin: ACHTUNG, nicht vegan!).

Noch einfacher: Ein viertel Stück Kernseife in ein leeres 500-ml-Glas geben, mit kochendem Wasser aufgießen. Nach einigen Stunden umfüllen und mit oben genannten Zutaten mischen. Die Kernseife löst sich dabei nicht vollständig auf und kann mehrmals als Ansatz verwendet werden.

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Statt Plastik – ein DIY-Buch für die Praxis + Mundwasser-Rezept

Photocredit: (C) Hanna Rudolf

Photocredit: (C) Hanna Rudolf

Manche Bücher machen nicht nur Freude beim Anschauen und Lesen, sondern sind auch überaus sinnvoll. Eines davon ist Statt Plastik – Schöne Sachen zum Selbermachen – Das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle* von Jutta Grimm. Das Buch ist eine gelungene Kombination aus fundierten Infos, hübschen Fotos, gelungenem Layout und zahlreichen spannenden Selbermach-Anleitungen.

Nach einer kurzen Einführung in die Plastik-Problematik folgen Tipps zu den Projekten. Der Rest des Buches ist in folgende Kapitel gegliedert:

  • Einkauf
  • Bad
  • Wäsche
  • Haushalt
  • Baby

Zum Schluß folgen Schnittmuster, Literaturhinweise und ausgewählte Bezugsquellen. Die DIY-Projekte reichen vom gehäkelten Topfkratzer über selbst gerührten Lippenbalsam und Fleckenstift bis zur genähten Tasche für den Fahrradkorb und Spülmaschinenmittel. Die Anleitungen der Handarbeitsrezepte werden mit hilfreichen Illustrationen verdeutlicht.

Leider sind die Rezepte nicht alle vegan, unter anderem kommen Bienenwachs und Gallseife zum Einsatz. Gut finde ich hingegen die Infoboxen, wo verschiedenen Zutaten oder Anwendungen erklärt werden. Das Buch ist im Pala-Verlag erschienen, gedruckt in Deutschland auf 100% Recyclingpapier, was ich sehr gut finde!

Fazit: Ein wunderschön gestaltetes Praxis-Buch mit tollen Infos und Projekten. Wir hätten uns ausschließlich vegane Rezepte gewünscht, aber abgesehen davon ist Statt Plastik* definitiv sehr empfehlenswert. Zum Ausprobieren gibt’s hier im Anschluß gleich das Rezept für Mundwasser.

Mundwasser

Photocredit: (C) Hanna Rudolf

Photocredit: (C) Hanna Rudolf

Viele Menschen nutzen Mundwasser nur für einen frischen Atem. Mit diesem Mundwasser können Sie außerdem ein gesundes, kariesfeindliches Mundklima erzeugen und die Zähne remineralisieren. Es ist gut fürs Zahnfleisch und kann bei regelmäßiger Anwendung Zahnstein vorbeugen. Die ätherischen Öle sind neben dem Geschmack auch noch entzündungshemmend, antiviral und gut bei kleineren Verletzungen der Schleimhaut. Ach ja, und frischen Atem macht es auch noch …

Das wird benötigt

500 ml lauwarmes Wasser

3 EL Xylit 

2 TL Natron 

7 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl 

5 Tropfen ätherisches Myrrhenöl

So wird’s gemacht

  • Wasser, Xylit und Natron in eine Flasche geben. Flasche schließen und so lange schütteln, bis alles gelöst ist. Nun noch die ätherischen Öle dazugeben.
  • Vor der Anwendung die Flasche schütteln, damit sich die nichtwasserlöslichen ätherischen Öle wieder gut verteilen. Wie gewohnt morgens und abends etwa 1 Minute mit dem Mundwasser die Zähne spülen. Ausspucken und nicht nachspülen.
  • Wer den Geschmack nicht so mag oder auf Pfefferminzöl verzichten will, kann auch andere ätherische Öle verwenden: zum Beispiel Manuka, Geranie, Salbei, Teebaum, Zitrone.

Mundwasser für Kinder?

Kinder sollten Mundwasser erst verwenden, wenn sie es zuverlässig wieder ausspucken können und nicht herunterschlucken. Das ist etwa im Alter von sechs Jahren der Fall. Dann kann man sie an die Benutzung von Mundwasser heranführen (bis dahin außer Reichweite stellen, weil Verwechslungsgefahr aufgrund der Ähnlichkeit der Flasche zu Getränkeflaschen besteht). Bei älteren Kindern, vor allem wenn sie eine feste Zahnspange tragen, hat die regelmäßige Verwendung von Mundwasser eine hervorragende Wirkung.

Auch bei den anderen Zahnpflege-Produkten sollte man natürlich auf Nachhaltigkeit achten, z.B. mit biologisch abbaubaren Zahnbürsten* oder Zahnkreide.*

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Plastikfreier Juli

Plastikalternativen

Im Jahr 2011 wurde die Idee der plastic-free July Challenge in Westaustralien geboren. Jedes Jahr im Juli sollen Menschen motiviert werden, auf die Verwendung von Einweg-Plastik zu verzichten. Gleichzeitig soll das Bewußtsein für die Mengen an Plastik, die uns umgeben, erhöht werden.

Den Gedanken von Re-use – also von Wiederverwendung – weiter zu verbreiten, war anfangs nur eine lokale Initiative. Die Idee wurde jedoch so gut aufgenommen, dass zahlreiche Anfragen eintrudelten, die Challenge für jedermann zugänglich zu machen. Seit 2013 können sich Schulen, Organisation und Einzelpersonen weltweit anmelden.

Ob man auf die TOP 4 (Plastiktüten, Getränkeflaschen, Take away Becher & Strohhalme) oder komplett auf Wegwerf-Plastik verzichtet, ob für eine Woche oder einen Monat, ist jedem selbst überlassen. Auf der englischsprachigen Website findet man jede Menge hilfreiche Tipps, Rezepte und Ideen dazu. Wie wär’s z.B. mit einem Plastic free morning tea mit Deinen Arbeitskollegen diesen Freitag?

So kann Dich Beechange.com bei Deiner Challenge unterstützen:

– Entdecke Alternativen zu Einweg-Plastikprodukten, wie z.B. wiederverwendbare Strohhalme, Coffee-to-go Becher aus Glas, Edelstahl-Trinkflaschen & -Lunchboxen und biologisch abbaubare Bambus-Zahnbürsten.

 

Wir hoffen, dass Du bei der plastic-free July Challenge mitmachst und freuen uns, wenn Du möglichst vielen Menschen davon erzählst.

Viel Erfolg und laß uns wissen, wie’s läuft! 🙂

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10 Tipps für natürliches Putzen

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Jeder Österreicher kauft im Jahr rund 15 kg (!) Reinigungschemikalien für Wäsche & Wohnräume (Quelle: Ein Leben ohne Müll, Dorothea Kocsis). Gerade beim Saubermachen drängt uns die Werbung eine große Bandbreite an aggressiven Reinigern mit bedenklichen Inhaltsstoffen auf. Zum Glück geht es auch anders!

Hier unsere 10 Tipps für natürliches Saubermachen:

1. Gib‘ einem Baukastensytem den Vorzug: Mit wenigen, hochkonzentrierten, kombinierbaren Reinigern in wiederbefüllbaren Behältern wird alles rein.

2. Leg‘ das Abflußrohr frei: 3 EL Natron in den Abfluß gießen und ½ Tasse Essig hinterher. Den Abfluß verschließen und warten, bis es aufhört zu sprudeln.

3. Entdecke das Allroundtalent Essig

4. Reinigen wie Oma – mit Schmierseife* und warmem Wasser: Mit diesem kraftvollen Fettlöser werden Backrohr, Dunstabzug, Holzböden, Polstermöbel und mehr sauber.

5. Gib’ dem Kalk Saures: Zitronensäure bekommst Du im Drogeriemarkt in der Kartonverpackung, damit kannst Du mühelos Wasserkocher & Co. entkalken.

6. Nimm‘ faire Putzhandschuhe aus FSC-Naturlatex.*

7. Wenn die Handschuhe ausgedient haben, mach‘ Gummiringerl daraus.

8. Wasch‘ Deine Wäsche mit Kastanien.

9. Mach sauber ohne Plastik.

10. Steige um auf ressourcenschonende Schwammtücher* aus Naturmaterialien.

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6 Tipps für umweltfreundliche & faire Weihnachten

WeihnachtsbaumUnsere Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest fernab von Konsumrausch- und Wegwerf-Orgien:

Geschenke:

Anzahl der Geschenke reduzieren. Innerhalb der Familie kann man z.B. wichteln. Das Los entscheidet dann, wer wen in diesem Jahr beschenkt. Im nächsten Jahr wird neu ausgelost.

Den Beschenkten nach Wünschen fragen, um Brauchbares zu schenken.

Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen vergeben oder Zeit schenken.

Beim Neukauf umweltfreundlichen & fairen Geschenken den Vorzug geben.

Geschenk-Verpackung:

Altes wiederverwerten, z.B. alte Tapete oder Wellpappe zum Einpacken.

Stoff-Geschenkverpackungen sind eine elegante, immer wiederverwendbare Alternative zu Papier mit zahlreichen Verpackungsmöglichkeiten.

Recycling-Bänder verwenden oder aus alten T-Shirts mit einer Zackenschere Streifen schneiden, um das Ausfransen zu vermeiden.

Eingepackte Geschenke mit Naturmaterial wie Tannenzweigen und Beeren verzieren.

Christbaum & Schmuck:

Einen lebenden Christbaum mieten, der nach Weihnachten wieder eingepflanzt wird.

Die zweitbeste Alternative ist ein Bio-Christbaum.

Fairer Holz-Deko und Strohsternen den Vorzug vor Kunststoff geben.

Toll ist auch Upcycling-Baumschmuck, Kreative können ihn auch selber machen.

Weihnachtskarten:

Weihnachtskarten aus vorhandenen Materialien selber machen.

Weihnachtsgrüße per Mail verschicken und Papier & Porto sparen.

Festessen:

Realistische Essensmengen planen & mit Familie oder Freunden absprechen, um Überschuß zu vermeiden.

Der Umwelt und den Tieren zuliebe zu Weihnachten ein leckeres veganes Menü auftischen.

Weihnachts-Beleuchtung:

Auf elektrische Beleuchtung draußen & drinnen verzichten oder nur gezielt anschalten.

Baum-Kerzen aus Paraffin (Erdöl) und Stearin (meist aus Palmöl) meiden. Eine gute Alternative sind die in Wien handgemachten Kerzen aus Rapswachs.

Tipps für einen nachhaltigen Advent gibt es hier.

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Berlin unverpackt

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Seit Samstag hat jetzt auch Berlin ein Geschäft, in dem man verpackungsfrei einkaufen kann, das Original Unverpackt. Als große Fans der Lunzers Maßgreißlerei in Wien hat uns der Vergleich der beiden Läden interessiert. Während die Maßgreißlerei um einiges geräumiger & optisch bei Obst & Gemüse schöner gestaltet ist, kann das Original Unverpackt mit einem fast doppelt so großen Sortiment punkten.

Ganz besonders begeistert waren wir, dass in Berlin auch Bio-Kosmetika unverpackt erhältlich ist. Lippenpflegecreme, Deo, Shampoo & Co. kommen frisch aus der Berliner Manufaktur Cremekampagne. Es gibt sogar Zahnputztabletten!

Sehr cool fanden wir auch, dass man selbst Tofu ohne die sonst übliche Plastikverpackung kaufen kann. Der Tofu wird einfach in Bio-Frischeeinschlagpapier gewickelt. Der in Berlin hergestellte Tofu stammt von den Tofu-Tussis. Die Bio-Sojabohnen kommen aus Süddeutschland. Für Flaschen und Kühlelemente haben die Tofu-Tussis ein Pfandsystem. Ein tolles Konzept!

Die große Auswahl an Lebensmitteln reicht von gelatine-freien Gummibärchen und frischen Kräutern bis zu Superfoods. Bei den flüssigen Produkten geht die Palette von Wein bis zu Reinigungsmitteln. Neben einfachen Bügel-Glasbehältern werden auch Stoffsäcke, ähnlich den Re-Sacks, sowie Edelstahl-Lunchboxen und Retap-Glastrinkflaschen angeboten.

Wir wünschen den beiden Inhaberinnen Sarah & Milena ganz großen Erfolg und hoffen auf viele weitere Geschäfte dieser Art!

Macht uns Plastik krank? – Teil 2

Plastikente @Stephanie Mattes

Heute werde ich Phatalate, die klassischen Weichmacher in PVC, genauer unter die Lupe nehmen: Wo sind sie enthalten? Wie wirken sie sich auf die Gesundheit aus? Wie kann man sie meiden?

Polyvinylchlorid – besser bekannt als PVC – hat eigentlich eine spröde, harte Konsistenz. Man unterscheidet daher zwischen Hart- und Weich-PVC. Hart-PVC wird z.B. für Rohre verwendet und kommt ohne Weichmacher aus. Weich-PVC wird erst durch den Zusatz von Weichmachern geschmeidig und biegsam. In weichem PVC sind 10-50% Phtalate, die klassischen Weichmacher für PVC, enthalten.

Weich-PVC findet man unter anderem in Duschvorhängen, Wickelunterlagen, Kinderspielzeug, Kosmetika, abwaschbaren Tischdecken, Regenbekleidung, Lacken & Farben, Bodenbelägen, Kabeln, Auto-Innenverkleidungen und Tablettenkapseln.

Phtalate enthalten Substanzen, die in das Hormonsystem eingreifen, das sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper stuert. Die Belastung durch hormonelle Stoffe kann, unter anderem, zu Unfruchtbarkeit, Asthma, Brustkrebs und Allergien führen.

Die EU hat die Phtalate DEHP, DBP, BBP und DIBP mittlerweile als fortpflanzungsschädigend eingestuft. In der chemischen Industrie werden daher jetzt vermehrt DIDP und DINP eingesetzt. Allerding haben diese Weichmacher in Tierversuchen zu ähnlichen Schädigungen geführt und stehen unter Verdacht, sich in Organismen stark anzureichern und im Boden lange zu überleben. Durch die großen Mengen an Weich-PVC ist eine starke Ausbreitung in der Umwelt zu befürchten.

Tipps:

  • Weich-PVC meiden, da sich die Weichmacher mit der Zeit herauslösen
  • Erkennen kann man Weich-PVC an der ’speckig-glatten‘ Oberfläche
  • Duschvorhänge aus gewachster Baumwolle oder PVC freiem PEVA bevorzugen
  • Bodenbeläge aus Holz-, Kautschuk-, Linoleum- oder Kork bevorzugen
  • Essen in Edelstahlbehältern oder Schraubgläsern kaufen. Besonders in fetthaltigen, in Plastik eingeschweißten Lebensmitteln reichern sich Weichmacher an

Mehr zum Thema Plastik findet Ihr auch im 1. Teil der Serie: Macht uns Plastik krank?

Quelle: Achtung Plastik! Fotorechte: Stephanie Mattes Photography

Macht uns Plastik krank? – Teil 1

plastikmuell_thomas_kohlerPlastik ist heutzutage überall, aber wer weiß schon, was für Inhaltsstoffe drinnen stecken und was das für unsere Gesundheit und unsere Umwelt bedeutet?

Dieses Thema werde ich in nächster Zeit genauer unter die Lupe nehmen. Die Begriffe ‚Plastik‘ und ‚Kunststoff‘ verwende ich dabei als Synonyme. Erdöl, Erdgas und Kohle sind die Grundzutaten für die Plastikherstellung. Schon die Verwendung dieser begrenzt verfügbaren Rohstoffe ist bedenklich. Als Ausgangsprodukt wird normalerweise Rohbenzin (Naphtha) verwendet. Um die gewünschten Eigenschaften wie z.B. Flexibilität zu erreichen werden Zusatzstoffe wie Weichmacher, Füllstoffe, Stabilisatoren, Verstärkungsmittel, Antistatikmittel oder Flammschutzmittel beigefügt.

Selbst die Hersteller von Plastikprodukten kennen oft nicht die genaue Zusammensetzung des Kunststoffmaterials. So gelangen Plastikartikel mit fragwürdigen Zusatzstoffen, auch wenn diese in der EU bereits verboten sind, trotzdem bei uns zuhause und in der Umwelt.

Einige der Chemikalien, die bei der Kunststoff-Produktion als Zusatzstoffe zum Einsatz kommen sind extrem giftig. Da diese Substanzen im Plastik nicht fest gebunden sind können sie nach und nach entweichen. So werden sie einerseits vom menschlichen Körper aufgenommen und geraten andererseits in die Umwelt.

Schädlich sind vor allem die Stoffe, die hormonell wirksam sind. Das sind vor allem Weichmacher (Phtalate), Bisphenol A (BPA), Organozinnverbindungen und bromierte Flammschutzmittel.

Zum Abschluß noch ein paar Tipps:

  • Essen nicht in Plastikbehältern erhitzen. Für die Mikrowelle besser Steingut- oder Porzellangeschirr verwenden.
  • Produkte mit starkem Plastikgeruch, sowie aus PVC (Polyvinylchlorid) und PC (Polycarbonat) prinzipiell meiden.
  • Bei Lebensmittelbehältern plastikfreie Alternativen verwenden, z.B. Edelstahl-Lunchboxen

Quelle: Achtung Plastik! Foto: Thomas Kohler

Phtalate unter der Lupe in Macht uns Plastik krank? – Teil 2

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Weg mit dem Plastikmüll!

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PULS4 widmet diese Woche vom 27.-31.01.2014  „Guten Abend Österreich“ dem Themenschwerpunkt Plastikmüll neben den aktuellen Nachrichten. Die Sendung wird von Mo-Fr um 18.45 Uhr gezeigt.

Fünf Abende lang wird dem enormen Plastik-Problem auf den Grund gegangen. Allein in Österreich werden jährlich über 1,2 Millonen Tonnen (!!!) an Plastikmüll-Verpackungen hergestellt. Jeder Österreicher und jede Österreicherin produziert pro Jahr durchschnittlich 17,37 kg Plastikmüll.

Tatsache ist: Plastik verrottet nicht. Welche schwerwiegenden Auswirkungen das hat, könnt Ihr z.B. auf der Seite des absolut empfehlenswerten Films ‚Plastic Planet‘ nachlesen. Unter anderem sind Plastikteilchen in unserer Nahrung und in den Meeren ein Teil dieser Problematik. In den speziellen Beiträgen zum Schwerpunkt-Thema kommt auch Werner Boote, der Regisseur von Plastic Planet, zu Wort.

Wichtig und positiv finde ich, dass auch Lösungsvorschläge gebracht werden, wie jeder selbst Plastik vermeiden kann. Absolut empfehlenswert zu diesem Thema ist der Blog Kein Heim für Plastik der Steirerin Sandra Krautwaschl, die mit ihrer Familie konsequent seit Jahren das Plastik in ihrem Haushalt fast auf Null reduziert hat. Hier kann man sich viele praktische Tipps holen.

Auch wir haben nach dem Film ‚Plastic Planet‘ angefangen in unserem Haushalt das Plastik nach und nach zu reduzieren. Deshalb gibt es im Beechange Webshop auch viele Plastik-Alternativen geben, wie z.B. Obst- und Gemüse-Einkaufssackerl aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle statt den Einweg-Sackerln im Supermarkt, Zahnputzbecher aus Akazienholz und mehr. Ihr dürft gespannt sein.

Hier auch noch frühere Posts zu dem Thema Plastik:

Plastik in Kosmetikprodukten

Tipps zur Vermeidung von Plastik & mehr über Plastic Planet

Wiederverwertete Schraubgläser als Plastik-Alternative

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Fotorecht: Thomas Kohler