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Gesund & grün Zähne putzen

Plastikfrei, müllfrei, gesund und biologisch – So stellen wir uns unser Badezimmer vor. Nachdem wir schon längere Zeit erfolgreich auf unverpackte Seifen zum Duschen & Haare waschen umgestiegen sind, ist jetzt die Zahnhygiene dran. In unseren Holz-Zahnputzbechern stecken seit längerer Zeit Bambus-Zahnbürsten.

Hier unsere Gründe, warum wir uns für Bambus Zahnbürsten mit einem Griff aus geschliffenem Bambus und Nylonborsten entschieden haben:

  • Weil die Zahnbürsten samt Verpackung – mit Ausnahme der Borsten – in weniger als 2 Jahren biologisch abbaubar sind (Entsorgung mit der Bio-Tonne, nicht am Hauskompost!)
  • Weil sie – im Vergleich zu manchen herkömmlichen Plastik-Zahnbürsten – frei von dem gesundheitsschädlichen Weichmacher Bisphenol A (BPA) sind
  • Weil ich eine vegane Zahnbürste wollte und Holzzahnbürsten meist ausgekochte Schweineborsten haben
  • Weil Tierborsten innen hohl sind und sich dort angeblich leicht Bakterien ansiedeln
  • Weil Bambus einer der schnellstwachsenden Rohstoffe ist
  • Weil Bambus von Natur aus antibakteriell wirkt

Bei den Zahnpasten haben wir nur Varianten in Plastik- oder Alu-Tuben gefunden. Mit dieser Auswahl waren wir beide nicht glücklich.Dazu kommt, dass man bei den meisten Zahnpasten keine Ahnung hat, was die Inhaltsstoffe überhaupt sind. Da kommen Bindemittel, Feuchthaltemittel, Konservierungsmittel, Süßungsmittel und Aromastoffe zum Einsatz. Dazu umstrittenes Titandioxid zur Weißfärbung, Tenside, die die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen, usw.  Noch mehr interessante Infos dazu findet Ihr auf der Website eines alternativen deutschen Zahnarztes.

Also haben wir beschlossen, Zahnpulver selbst herzustellen. Auch hier gibt es Unmengen von Möglichkeiten und Rezepten. Nach langem Recherchieren haben wir uns für diese Variante entschieden (die wir jetzt überholt haben im Feb. 15).

Auf Grund der Rückmeldung einer Leserin habe ich das ursprüngliche Rezept verändert. Da Heilerde relativ abrasiv ist, empfehle ich nur Natron und Xylit zu verwenden. Natron hat einen extrem niedrigen Abrasiv-Wert von 7.

Zutaten:

Nicht über die Farbe des Pulvers auf den Fotos wundern, da haben wir noch grüne Mineralerde verwendet 🙂

In ein leeres Schraubglas füllen, durchmischen, fertig.

Die Zahnbürste befeuchten, vorsichtig in das Zahnpulver tauchen. Den Mund ausspülen und dann wie gewohnt die Zähne putzen. Da keine Tenside enthalten sind, schäumt das Pulver auch nicht!

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Fazit: Das Zusammenrühren ist kinderleicht und dauert 1 Minute. Der Geschmack ist ziemlich neutral. Die Zähne fühlen sich sehr sauber und glatt an. Angenehmes Frischegefühl im Mund. Echt super 🙂

Wer nicht gern selber rührt, kann einfach auch fertiges Zahnkreidepulver nehmen. Für Zahnseide haben wir noch keinen plastikfreien, veganen Ersatz gefunden, aber immerhin ist die Verpackung unserer Zahnseide plastikreduziert und mit rund 90 m fast doppelt so lang wie herkömmliche 50 m Packungen.

ACHTUNG: Für Hunde ist Xylit hochgiftig, also gut aufpassen!

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Das war der Fesch’Markt Winter 2013

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Schon von weitem sahen wir die Besucher in die Ottakringer Brauerei strömen. Obwohl wir pünktlich zur Eröffnung um 11 Uhr dort waren, hatte sich schon eine lange Schlange vor der Kasse gebildet. Drinnen ließ der Andrang um nichts nach. Wir kämpften uns trotzdem tapfer von Stand zu Stand weiter. Die vielen kreativen, handgefertigten und individuellen Produkte machten die Anstrengung aber wieder wett.

Hier ein paar Sachen, die uns besonders gut gefallen haben:

  • Die wunderschönen Stempel, Papeteriewaren und fairen GOTS zertifizierten Strampler von Fräulein Rotfux. 
  • Die coolen Upcycling Taschen aus Canvas, Leder und Männerhemden von Gazur.
  • Die faire Biomode von Nullkommasiebenprozent.
  • Die Lampen in alten Sodaflaschen von der Kabel Fabrik.
  • Die witzigen Tassenlampen von 2ungrad.
  • Die fair produzierten iPad-Sleeves und Clutches aus alten Zementsäcken von Refished.

Frisch gestärkt mit Cake Pops von Isabella Schenz und veganen Burritos von Gorilla Kitchen ging’s dann weiter ins Atelier Peph zum Kleidertausch. Zu Gunsten Ute Bocks Flüchtlingshilfe konnte man hier Kleider spenden oder nach Lust und Laune eigene Teile mitbringen und andere mitnehmen. Eine tolle Sache! Leider war die Location viel zu klein, das Gedränge groß und es gab keine Garderoben zum Probieren. Wir würden uns wünschen, dass die Kleidertauschbörse nächstes Mal wieder dabei ist, aber viel mehr Platz bekommt!

Alles in allem war der Fesch’Markt aber auch diesmal wieder eine sehr gelungene, coole Veranstaltung, die ähnlichen Events in trendigen Städten wie Berlin um nichts nachsteht. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf’s nächste Mal!

 

Geschenke aus der Natur

geschenke_aus_der_natur-1Wie versprochen, stelle ich Euch heute das Buch vor, aus dem das Rezept vom Birkenpeeling stammt: Geschenke aus der Natur aus dem Kosmos Verlag. Das Erste, was mich bei dem Buch sofort angesprochen hat, waren die wunderschönen, stimmungsvollen Fotos. Einziges Manko: Nicht für alle Geschenkideen gibt es auch Fotos, leider! So kann man teilweise nur ahnen, wie das fertige Geschenk ausschaut.

Um je nach Jahreszeit das passende Geschenk zu finden, ist das Buch in die Kapiteln Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterteilt. Pro Jahreszeit werden rund 15 Geschenkideen vorgestellt.

Im Frühling sind das neben dem Birkenpeeling z.B. eingelegte Ahornkapern, Eierbecher aus Ästen & Rinde, handgeschöpftes Papier mit Blüten und Gänseblümchenöl für die Körperpflege.

Im Sommer findet man eine Mohnseife mit Peeling-Effekt, Spitzwegerich-Öl gegen Gelsenstiche, Walderbeerzucker und schöne Kleiderhaken aus Astgabeln, etc.

Im Herbst warten ausgefallene Rezepte wie süß-sauer eingelegte Nachtkerzen-Wurzeln und wilder Pfeffer aus Wasserpfeffer-Samen, aber auch Anleitungen für ein Briefkarten-Set mit Herbstblättern und Teelichthalter aus Birkenholz.

Das Winter Kapitel schließt mit einem Erkältungstee, Badekugeln mit Fichtenduft, Kaminanzündern aus Kiefernzapfen und Glühweinsirup ab. In diesem Teil des Buches werden Geschenke vorgestellt, für die man eigentlich keine Anleitung braucht, wie Barbarazweige schneiden oder Mistelzweige aufhängen. Das wirkt ein bißchen so, als wären für den Winter die Ideen ausgegangen.

Ansonsten steckt das Buch aber voller netter, kreativer und teils wirklich ungewöhnlicher Geschenkideen. Die Anleitungen sind gut beschrieben, bei manchen Rezepten findet sich sogar noch eine zusätzliche Variante. Zusätzlich zum alphabetischen Index gibt es auch ein praktisches thematisches Register mit den Kategorien Kulinarisches, Dekoratives und Zum Wohlfühlen.

Fazit: Wer wie ich gerne in der Natur unterwegs ist, Freude am Sammeln hat und auch noch gerne was selber macht, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen 🙂

Photo Credit: Rogge & Jankovic Fotografen/Kosmos Verlag
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Birkenpeeling selbst gemacht

Ich habe mal wieder ein ganz tolles Buch für Euch aufgestöbert: Geschenke aus der Natur von Anne Rogge aus dem Kosmos Verlag. Zum Gusto holen, hier eines der kreativen Rezepte mit einer Abwandlung. Das Buch selbst werde ich in Kürze in einem eigenen Post vorstellen.

Körperpeeling aus Birkenblättern & Zuckerbirkenpeeling

Zutaten für ca. 200 ml

  • 1 Handvoll junge Birkenblätter
  • 8 EL Zucker
  • 1 EL feines Meersalz
  • 80 ml Mandel-, Jojoba- oder Reiskeimöl

Besonderes Werkzeug
Mixer oder Pürierstab

Zeitbedarf
10 Minuten

Zubereitung

  1. Die Birkenblätter sauber verlesen, aber nicht waschen.
  2. Zusammen mit Zucker und Salz im Mixer fein pürieren. Durch die in den Blättern enthaltene Feuchtigkeit bekommt die Mischung eine weiche Konsistenz.
  3. Nach und nach mit einem Löffel das Öl unter die Zuckermischung rühren,
    bis eine pastöse Konsistenz erreicht ist.

birkenpeeling_2Beim Pürieren werden die Zellstrukturen zerstört und die Inhaltsstoffe der Blätter freigesetzt, so dass sie ihre glättende und hautstraffende Wirkung entfalten können.

Anwendung
Das Birkenpeeling ist ein Körper-Peeling zum Duschen. Reiben Sie Ihren Körper unter der Dusche mit kreisenden Bewegungen damit ein. Die Reste können mit warmem Wasser einfach abgespült werden.

Die Variante

Fuß-Peeling mit Wasserminze

Pürieren Sie 1 Handvoll frische Wasserminze (Bachminze) mit 4 EL Zucker und 5 EL feinem Meersalz. Rühren Sie nach und nach etwa 80 ml Mandelöl unter diese Mischung. Falls Sie möchten, können Sie das Peeling noch mit ein paar Tropfen ätherischem Pfefferminzöl stärker aromatisieren. Das Fuß-Peeling pflegt die Füße und die Minze kühlt dabei angenehm, etwa nach einer langen Wanderung. Gründlich einmassieren und dann unter fließendem Wasser gut abwaschen.

Würde mich freuen wenn Ihr mich wissen laßt, wie es Euch bei der Herstellung & der Anwendung ergangen ist!

 Fotocredit: Rogge & Jankovic Fotografen/Kosmos Verlag

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Auf den grünen Faden gekommen

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Seitdem ich unter die Upcycler gegangen bin, habe ich angefangen wieder mehr Handarbeiten zu machen und zu nähen. Dabei nehme ich meine Bastel- und Handarbeitsutensilien jetzt genau unter die Lupe.

Naiv dachte ich früher, dass Nähseiden immer aus Baumwolle hergestellt werden. Der Blick in die Nähkassette belehrte mich eines Besseren. Der Großteil meiner Nähseiden ist aus 100% Polyester 🙁

Also habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und bin auf den Allesnäher rPET von Gütermann gestossen. Seit 2010 produziert Gütermann Nähseiden, die aus PET-Flaschen hergestellt werden. Aus einer einizgen recycelten Flasche kann man beachtliche 1.000 m Faden herstellen!

Bei der Produktion, die zur Gänze in Deutschland erfolgt, werden die PET Flaschen gewaschen, geschreddert und geschmolzen. Aus den daraus entstandenen Mikrofilamenten wird dann der Nähfaden hergestellt. Die Erzeugung erfordert weniger Energie als die Herstellung herkömmlicher Nähfäden, wodurch die CO2 Emissionen deutlich reduziert werden können. So wird die Umwelt geschont und natürliche Ressourcen gespart.

Mittlerweile umfasst die rPET Nähseidenpalette 50 Farben. Auf einer Spule sind 100 m Nähfaden. Die Spulen bestehen aus 100% recyclingfähigem Polystyrol. Wo Du die Fäden bekommst, erfährst Du hier. Einfach bei der Retailersearch Ort oder PLZ eintragen und auswählen, ob Du nach Onlineshops oder Nähfadenhändlern suchen willst.

Fazit: Prinzipiell bevorzuge ich stets natürliche Materialien und versuche Produkte zu verwenden, die möglichst nah an das cradle-to-cradle Ideal herankommen. Daher wäre für mich ein Baumwollfaden, der möglichst umweltfreundlich produziert wird, die 1. Wahl.

Der rPET ist jedoch definitiv die bessere Alternative zu herkömmlichen Polyesterfäden. Ich habe den Faden selbst schon mehrmals getestet und war sehr zufrieden. Im Vergleich zu Baumwollfäden ist der rPET immer gleichmäßig dick, es lagern sich keine Fasern beim Nähmaschinenfüßchen ab und auch der Faden dreht sich nicht auf.

Wichtig ist, meiner Meinung nach, dass man die Alternativen kennt und sich dann bewußt für ein umweltfreundlicheres Produkt entscheiden kann, sei es nun der Baumwollfaden oder der rPET.

Du willst die Allesnäher rPET Nähfäden selbst mal testen?

Lebe lieber nachhaltig verschenkt ein Set mit 5 Spulen Allesnäher rPET von Gütermann unter all denen, die diesen Beitrag auf Facebook teilen und liken.

Die GewinnerIn/der Gewinner wird am 14. April 2013 ausgelost und auf Facebook verständigt. Die Nähseiden werden zugeschickt 🙂

Copyright Illustration/Foto: Gütermann GmbH

 

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Junk genius

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Heute habe ich mir wieder mal ein englischsprachiges Upcyclingbuch ganz genau für Euch angeschaut:

Junk genius – Stylish ways to repurpose everyday objects, with over 80 projects and ideas von Juliette Goggin und Stacy Sirk

Der Titel hat mich gleich angesprochen, denn ich bin immer auf der Suche nach Ideen, wie ich meinen Müll reduzieren und damit noch was Sinnvolles machen kann.

Das Hardcover, die genähte Seitenbindung, das dicke Papier, die vielen Fotos…bei der Aufmachung wurde hier wirklich auf gute Qualität geschaut, die anspricht.

Los geht’s mit einer kurzen Einleitung der beiden Autorinnen und 2 Seiten mit Tipps, wie man auf Flohmärkten und in Secondhandläden zu seinem ‚Junk‘ kommt.

Danach folgt eine Auflistung von 40 recht gebräuchlichen Gegenständen mit denen man einerseits viele der Projekte im Buch umsetzen kann, die einen aber auch dazu inspirieren soll, selbst kreativ zu werden.

Die Liste schaut vielversprechend aus: alte Fotos, Geschirrtücher, Münzen, Kleidung, Schlüssel, Maßbänder, Besteck, Tapeten, Bilderrahmen, etc. Alles Dinge, die man entweder selbst hat oder leicht auftreiben kann.

Das Buch ist in 7 Kapitel unterteilt:

  • Jewelry and Decoration
  • Fabric and Trims
  • Paper and Card
  • China and Wood
  • Glass and Mirror
  • Metal and Wire
  • Furniture and Furnishings

Am Schluß folgen noch 2 Seiten mit Adressen, wo man nach Upcylingmaterial stöbern kann, allerdings fast ausschließlich für Großbritannien und dann noch ein paar Tipps für Paris, Holland, Schweden und die U.S.A.

Je nach Schwierigkeit sind die Projekte mit den Schlagworten

  • simple (kurze Erklärung)
  • inspiration (Anregung, um selbst kreativ zu werden)
  • step-by-step (ausführlichere Anleitung)

gekennzeichnet. Jedes Projekt wird von mindestens einem Foto begleitet, allerdings nicht immer vom fertigen Produkt.

Ich schnuppere mal in das Kapitel ‚Metal and Wire‘ hinein. Als Erstes kommen 3 Projekte der Kategorie ’simple‘:

  • Alte Kastenbackformen, die man an die Wand montiert und dann eine Kerze hineinstellt.
  • Armaturgriffe, wie z.B. für Wasseranschlüsse im Garten, die man als Griffe auf eine Kommode schraubt.
  • Alte Blechdosen, die man zur Aufbewahrung von Kleinigkeiten an die Wand schraubt.

Als nächstes kommen ein paar Lampen, die aus Metallgerüsten alter Lampenschirme, Besteck, Ketten und Teilen von alten Kristalllustern hergestellt werden. Bei diesen Projekten gibt es eine Auflistung der benötigten Materialien und dann folgt die step-by-step Beschreibung.

Hier ein paar Projekte aus den anderen Kapiteln:

  • Armbänder und Ringe mit alten Knöpfen, Bettelarmbändern mit Metall-Monopoly-Spielfiguren und Fingerhüten
  • ein Lampenschirm aus alter Spitze, Kräutersäckchen aus Spitzentaschentüchern, Handyhüllen aus Pulloverärmeln
  • Geschenkverpackungen und Kuverts aus Notenpapier, Tapete und Landkarten
  • Holzspulen von Nähseiden als Wandhaken, Pflanzenschilder aus Porzellanscherben, Nadelkissen in Kaffeekännchen
  • Schraubgläser wiederverwertet zum Einkochen und als Windlichter mit Knöpfen verziert
  • ein Medizinschränkchen restaurieren, die Sitzfläche eines Sessels mit Krawatten beziehen.

Fazit: Gute Englischkenntnisse sind vorteilhaft, aber die einfacheren Projekte kann man sicher auch von den Fotos nachmachen, ohne die Anleitung versetehen zu müssen.

Wer moderne, peppige Projekte sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Junk Genius ist ein schön aufbereitetes Buch für all jene, die Flohmarkt- und Vintagestil lieben. Dann findet man hier viele Ideen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und mit sämtlichen Schwierigkeitsgraden.

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Gummiringerl selbst gemacht

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Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal Gummiringerl gekauft habe. Schon lange sammle ich die Gummiringerl, die auf Radieschen, Schnittlauch, etc. drauf sind. Damit bin ich meistens gut über die Runden gekommen.

Vor Kurzem habe ich noch eine weitere Quelle für Gummiringerl ganz anderer Art entdeckt. Wenn meine Putzhandschuhe reißen oder ein Loch haben, schneide ich sie einfach in ca. 1 cm breite Gummringe. Diese selbst geamchten Gummiringerl halten nicht so viel aus wie die dünnen gekauften, daher eher etwas breiter schneiden.

Aus den Fingerteilen bekommt man ganz viele kleine Gummringerl, von dem Teil von der Handfläche schöne große Gummiringe.

Übrigens, mehr Infos zu den umweltfreundlichen Putzhandschuhen findest Du in meinem Artikel  Mach‘ Dir nicht die Hände schmutzig!

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Recycled Home

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Ich bin stets auf der Suche nach interessanten Büchern zum Thema Upcycling und habe jetzt mal das Buch Recycled Home – transform your home using salvaged materials von Rebecca Procter unter die Lupe genommen.

Das Cover aus Karton mit Fotostickers von einigen Projekten  hat mich sofort angesprochen. Zuerst kommt gleich mal die übersichtliche Gliederung der 50 Projekte in die Bereiche

  • Living
  • Sleeping
  • Bathing
  • Dining
  • Utility
  • Kids
  • Outdoor

Nach der kurzen und nett geschriebenen Introduction geht’s weiter mit Tipps zu Material (Stoff, Holz, Papier, etc.) und hilfreichen Werkzeugen (Schere, Hammer, Schneidmatte, Bügeleisen, usw.). Hier findet man keine ausgefallenen Sachen und wenn man selbst ein bißchen näht und handwerklich arbeitet, hat man das meiste sicherlich zuhause.

Dann geht’s schon los mit dem Kapitel Living. Das erste Projekt ist eine Patchworkdecke aus Tweed-Resten. Hm, diese Idee finde ich persönlich nicht besonders kreativ. Die Idee von Patchwork war ja schon immer Reste zu verwerten.

Jetzt aber mal zur Beschreibung der Projekte:

  • Zu jedem Projekt gibt es ein Foto, was ich selbst immer sehr wichtig finde.
  • Dann kommt eine ungefähre Zeitangabe, wie lange man für die Umsetzung braucht.
  • Als nächstes folgt der Material- und Werkzeugbedarf. Bei der Decke fehlt mir hier z.B. die Angabe, wieviel Stoff ich eigentlich brauche.
  • Großer Bonus: Die Maße sind in Zentimetern (und in Klammer auch in inches) angegeben.
  • Gut finde ich auch die kleinen Skizzen, die den Text anschaulicher machen.
  • Die englischen Beschreibungen sind mäßig detailliert. Um die Angaben zu verstehen, sollte man doch recht gute Englischkenntnisse haben und auch Nähkenntnisse, sonst tut man sich hier schwer.

Im Living Kapitel ist das nächste Projekt das Tapezieren einer Wand mit Buchseiten. Das Foto dazu schreckt mich ab und ruft bei mir Erinnerungen an Baracken in Slums hervor. Es folgen, unter anderem, noch Anleitungen für einen Polsterüberzug, Papiermachéschüsseln, eine Kiste auf die man einfach Rollen unten draufschraubt, wie man ein Notizbuch mit Stoff einbindet (genauso wie in meiner Kindheit die Schulbücher mit der Selbstklebefolie) und wie man eine Aludose mit Papier beklebt.

In diesem Stil geht es auch in den anderen Kapiteln weiter. Einerseits mit Projekten, für die man eigentlich keine Beschreibung braucht, andererseits mit Projekten, die man in anderen Büchern dieser Art schon mehrfach gesehen hat, wie z.B. einen aus Stoffresten geflochtenen Teppich, einen Topflappen, Servietten und Tischsets, Geschirrtücher mit Kartoffeldruck und Fotorahmen aus altem Holz.

Am Schluß des Buches gibt es noch ein Glossar, das ich sehr hilfreich finde, weil man im Englischen doch nicht mit allen Begriffen vom Nähen und Handwerken so vertraut ist.

Fazit: Ein sehr schön aufgemachtes Buch zu einem spannenden Thema, dessen Projekte jedoch leider nicht überzeugen. Das Buch kommt höchtens in Frage, wenn man sich mit dem Thema Upcycling noch gar nicht beschäftigt hat und großteils simple Projekte umsetzen möchte.

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Es war einmal ein Hemd…

Hemd_Cover1Die Idee, alte Textilien umzufunktionieren ist nicht neu. Schon in ‚Vom Winde verweht‘ nähte sich Scarlett O’Hara in ihrer Not ein Kleid aus einem Samtvorhang. Im 2. Weltkrieg, als Kleidung rationiert war, wurden nach dem Motto ‚Make do and mend‘ Pullover aufgetrennt und die Wolle neu verstrickt, Hemden zu Kinderkleidung umgenäht uvm. (Dieser Beitrag enthält Werbung).

Jetzt ist die Idee der Wiederverwertung von Textilien als Upcyling wieder in Mode gekommen und ich bin ein absoluter Fan davon. Früher habe ich Sachen, die ich nicht mehr tragen wollte einfach aussortiert. Jetzt bekommen alte Stoffe wieder einen neuen Wert und regen meine Kreativität an.

Um Euch auch auf den Geschmack zu bringen, möchte ich Euch heute das Buch Es war einmal ein Hemd aus dem Christophorus Verlag vorstellen. Es beginnt mit der interessanten Entstehungsgeschichte des Hemds. Danach startet gleich der praktische Teil und Juliet Bawden zeigt, welchen Teil eines Hemds man für welche Projekte verwenden kann. Hier wird von Manschetten bis Knopfleiste, Brusttaschen und Krägen alles verwertet.

Insgesamt finden sich in Es war einmal ein Hemd 30 Projekte: Von ganz einfach (z.B. Kräuterkissen) bis  etwas schwieriger (z.B. Bezüge für Klappsessel). Nicht nur Businesshemden kommen zum Einsatz, sondern auch Outdoor-Hemden, Freizeithemden und Polo-Shirts.

Neben ausführlichen Erklärungen der Arbeitsschritte und Vorlagen helfen auch die zahlreichen Detailfotos und Zeichnungen die Anleitungen zu verstehen.

Die Bandbreite der Projekte, von Lampenschirm über Patchworkdecke bis Strandtasche, regt zum Ausprobieren an und inspiriert selbst kreativ werden.

Durch die hochwertige Aufmachung und die vielen stimmungsvollen Fotos macht das Buch wirklich Lust auf’s Durchblättern und Losstarten und ist den Preis von rund 20,- € wert.

Fazit: Empfehlenswert! Einfach Buch besorgen, Kleiderschrank von Mann, Bruder, Vater und Opa ausmisten und ab an die Nähmaschine 🙂

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Weihnachtskarten selber machen

Adventzeit ist Bastelzeit. Daher möchte ich Euch heute ein paar Ideen geben, wie man aus allen möglichen Resten schöne Weihnachtskarten machen kann, die nichts kosten und Ressourcen sparen.

Das braucht Ihr dazu:

  • Einen Papierschneider, notfalls geht’s auch mit einer Schere und einem Lineal
  • Motivlocher Tannenbaum und Stern
  • Wellpappe Reste
  • Altes buntes Papier in weiß, rot und grün (ich habe alte Karton-Registerblätter verwendet)
  • Bänderreste (ich schneide z.B. die Satinbänder aus meinen Shirts, weil ich sie nicht aufhänge)
  • Klebestift (ich verwende den von Tesa Eco)
  • Nadel und bunten Faden

Karte 1:

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  •  Aus weißem Karton Karte in der gewünschten Größe zuschneiden und der Breite nach in der Mitte falten.
  • Aus Wellpappe einen Baum ausschneiden.
  • Mit dem Motivlocher 3 rote Sterne ausstanzen.
  • Die Sterne mit grüner Nähseide am Baum festmachen. Den Faden auf der Rückseite der Wellpappe mit Tixo fixieren.
  • Baum auf die Karte aufkleben.

Karte 2:

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  • Aus weißem Karton Karte zuschneiden und der Länge nach in der Mitte falten.
  • Aus rotem Karton ein Rechteck schneiden, dass rundherum ca. 1 cm kleiner ist als die Karte.
  • 6 Bäume aus grünem Karton ausstanzen und auf roten Karton aufkleben.
  • Mit rotem Satinband eine Masche um den roten Karton binden.
  • Roten Karton auf die Karte aufkleben.

Karte 3:

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  • Aus rotem Karton Karte ausschneiden und der Breite nach in der Mitte falten.
  • Aus Wellpappe ein Quadrat ausschneiden.
  • Aus rotem Karton 2 Bäume ausstanzen.
  • Aus grünem Karton 2 Bäume ausstanzen und den Karton mit den ausgestanzten Bäumen zu Rechtecken zuschneiden.
  • Rote Bäume in die grünen Rechtecke einsetzen.
  • Rotes Satinband der Länge nach um die Wellpappe legen und auf der Rückseite mit Tixo fixieren.
  • Baum-Rechtecke auf der Wellpappe ankleben.
  • Wellpappe auf der Karte festkleben.

Viel Spaß beim Nachbasteln und beim Entwerfen eigener Kartenkreationen!