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Rezepte für die Zukunft

Susanne Pretterebner/Becker Joest Volk Verlag

Susanne Pretterebner/Becker Joest Volk Verlag

Rezepte für die Zukunft von Susanne Pretterebner ist ein äußerst informatives und gleichzeitig ansprechend gestaltetes Buch über die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Ernährung. Zum Einen sind die bunten Infografiken richtige Augenöffner und man bekommt zahlreiche Tipps, wie man umweltschonender Kochen kann. Zum Anderen laden 48 Rezepte mit Gusto machenden Bildern und saisonalen, sowie regionalen Produkten zum Ausprobieren ein.

Im ersten Teil des Buches nimmt die Autorin das Thema Lebensmittelabfälle genauso unter die Lupe wie Fleisch- und Fischkonsum, Fertigprodukte, Bio und den CO2 Fußabdruck. Die Infografiken machen verständlich und eindeutig klar, welche Auswirkungen unser Speiseplan auf die Umwelt hat, wie man an folgenden Beispielen sieht:

Susanne Pretterebner/Becker Joest Volk Verlag - Beifang

Susanne Pretterebner/Becker Joest Volk Verlag – Beifang

Susanne Pretterebner/Becker Joest Volk Verlag - Fleischkonsum

Susanne Pretterebner/Becker Joest Volk Verlag – Fleischkonsum

Besonders hilfreich finde ich auch die Infos, wie man beim Kochen Energie sparen kann. Auch das wird neben dem Text grafisch sehr gut dargestellt. Selbst bei der Auswahl der Beilagen kann man viel für’s Klima tun. So belastet Reis die Umwelt um ein Vielfaches mehr als heimische Erdäpfel.

Susanne Pretterebner/Becker Joest Volk Verlag - energiesparend kochen

Susanne Pretterebner/Becker Joest Volk Verlag – energiesparend kochen

Im zweiten Teil folgen neben Saisonkalendern für Obst und Gemüse saisonale Rezepte im Jahresverlauf von Jänner bis Dezember. Der Schwerpunkt liegt auf vegetarischen Rezepten, da fleischreduzierte Kost einen essentiellen Bestandteil klimabewusster Ernährung ausmacht. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird auf Fertig- und Tiefkühlprodukte so weit wie möglich verzichtet. Dem Genuß tut das jedoch keinen Abbruch.

Verschiedene Icons geben darüber Aufschluß, ob ein Gericht aufwendig in der Zubereitung ist, ob es sich speziell für die Resteverwertung eignet, wie sehr man damit das Klimas schützt und auch, ob es sich um eine Fleisch-, Fisch- oder Gemüsespeise handelt. Die Rezepte sind in folgende Kategorien unterteilt:

  • Einfach unkompliziert: Suppen & Eintöpfe
  • Für wenig Hunger: Salate, Snacks und Vorspeisen
  • Für den großen Hunger: Pikante Hauptgerichte
  • Für Naschkatzen: warme und kalte Süßspeisen

Die Bandbreite reicht dabei von Topinambur-Suppe über Pastasalat mit Pfirsich und Kürbispizza mit Feta bis zu Polentaschmarren mit Quitten-Ragout.

Fazit: Ein empfehlenswertes Buch für all jene, die sich näher mit den Zusammenhängen von Umweltproblemen und Ernährung auseinandersetzen und Dinge verändern wollen.

Rezepte für die Zukunft* ist im Becker Joest Volk Verlag erschienen und ist unter folgender ISBN im Buchhandel erhältlich: 978-3954530724.

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Grüne Tipps für den Schulbeginn

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Demnächst heißt es wieder: Zurück in die Klasse! Hier sind unsere Tipps für einen sanften Start für Kinder & Umwelt.

Schuljause:

Konzentriertes Lernen geht mit einer tollen Jause gleich viel leichter!
Leckere Lunchbox-Rezept-Ideen:
Attilas Ciabatta Salat mitKirschtomaten
Attilas Gemüselasagne
Blumenkohlburger – bei uns Karfiol 🙂
Rote Linsen Riegel
Schoko-Karamell-Riegel

Noch mehr vegetarisch/vegane Rezepte findet man in den Büchern Lunchbox Revolution und Vegan to Go.

Schadstoff-frei verpacken:
– Ideal sind rostfreie und säurebeständige Lunchboxen aus Edelstahl.
– Leicht & wiederverwendbar sind Jausenbeutel & Sandwich Wraps aus Stoff.
– Joghurt, Suppe & Drinks kommen in Behältern mit auslaufsicherem BPA-freien Deckel gut an.
– Unzerdrückt und stylish kann man die Jause in einer Lunchbag, wie der von Fluf, mitnehmen.

Schulmaterial:

Mit hochwertigen, langlebigen Artikeln aus nachhaltigen Materialien haben die Kids lange Freude und ganz nebenbei wird auch die Umwelt geschont.

Hefte:
– Aus 100% Recyclingpapier
– Mit dem österreichischen Umweltzeichen
– Hergestellt in Österreich
– z.B. Ursus© Green Hefte: 100% klimaneutral, Träger des Blauen Engel und des Österreichischen Umweltzeichens, aus Recyclingpapier ohne optische Aufheller und Chlorbleiche. So werden bei Recyclingpapier die Abwasserbelastung, der Wasserverbrauch und die Emissionen reduziert.

Blei- & Buntstifte:
– Auf FSC- oder PEFC-zertifiziertes Holz achten.
– Bevorzugt ohne künstliche Färbung, Schwermetalle, Imprägnierungs- & Konservierungsstoffe.
– Mit Stiften, die das österreichische Umweltzeichen tragen, ist man auf der sicheren Seite.

Spitzer, Schere & Lineal:
– Metall-Spitzer mit auswechselbarer Klinge sind die beste Wahl.
– Bei Dosen-Spitzern Behälter aus PE oder PP wählen.
– Für einfache Linien sind naturbelassene Holz-Lineale perfekt.
– Mit einer geschraubten (nicht genieteten!) Schere aus rostfreiem Stahl mit ergonomischen Griffen macht Basteln Spaß!

Kleber:
Unbedingt darauf achten, dass keine organischen Lösungsmittel enthalten sind!
– Am Besten sind Vorratsflaschen zum Nachfüllen.
Kleber mit dem österreichischen Umweltzeichen den Vorrang geben.

Noch mehr Tipps gibt’s auf Schuleinkauf.at und in der Broschüre Check the Bag.

Schultüte:

Klasse statt Masse! Wie wär’s mit einer selbstgemachten Schultüte?  So kann man die Schultüte dann auch bewußt mit umweltfreundlichen Schulsachen und gesunden, leckeren Süßigkeiten füllen.

Wir wünschen allen Kindern & Eltern einen erfolgreichen Schulstart!

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10 Tipps für natürliches Putzen

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Jeder Österreicher kauft im Jahr rund 15 kg (!) Reinigungschemikalien für Wäsche & Wohnräume (Quelle: Ein Leben ohne Müll, Dorothea Kocsis). Gerade beim Saubermachen drängt uns die Werbung eine große Bandbreite an aggressiven Reinigern mit bedenklichen Inhaltsstoffen auf. Zum Glück geht es auch anders!

Hier unsere 10 Tipps für natürliches Saubermachen:

1. Gib‘ einem Baukastensytem den Vorzug: Mit wenigen, hochkonzentrierten, kombinierbaren Reinigern in wiederbefüllbaren Behältern wird alles rein.

2. Leg‘ das Abflußrohr frei: 3 EL Natron in den Abfluß gießen und ½ Tasse Essig hinterher. Den Abfluß verschließen und warten, bis es aufhört zu sprudeln.

3. Entdecke das Allroundtalent Essig

4. Reinigen wie Oma – mit Schmierseife* und warmem Wasser: Mit diesem kraftvollen Fettlöser werden Backrohr, Dunstabzug, Holzböden, Polstermöbel und mehr sauber.

5. Gib’ dem Kalk Saures: Zitronensäure bekommst Du im Drogeriemarkt in der Kartonverpackung, damit kannst Du mühelos Wasserkocher & Co. entkalken.

6. Nimm‘ faire Putzhandschuhe aus FSC-Naturlatex.*

7. Wenn die Handschuhe ausgedient haben, mach‘ Gummiringerl daraus.

8. Wasch‘ Deine Wäsche mit Kastanien.

9. Mach sauber ohne Plastik.

10. Steige um auf ressourcenschonende Schwammtücher* aus Naturmaterialien.

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15 Tipps für natürliches Gärtnern

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Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist es heute leider nicht mehr: Gentechnisch verändertes Hybrid-Saatgut, Unkrautvernichtungsmittel mit gesundheitsschädigendem Glyphosat und unverrottbare Plastik-Töpfe haben sich in vielen Gärten eingeschlichen.

Zum Glück geht es auch anders. Man muß nur wissen, wie!

Hier sind unsere 15 Tipps für den Naturgarten:

1. Entscheide Dich immer für Bio, ob bei Samen, Jungpflanzen, Dünger oder Erde.

2. Laß die Finger von gentechnisch verändertem Hybrid-Saatgut, sondern wähle samenfeste Sorten, die Du selbst wieder vermehren kannst.

3. Pflanze blühende, duftende Kräuter für Bienen, wie Majoran und Thymian. Das  geht sogar auf dem Balkon!

4. Baue ein Nützlingshotel.

5. Stärke Deine Pflanzen natürlich mit Komposttee mit Mikroorganismen & Regenwurmhumus*

6. Säe Wildblumen.

7. Hol‘ Dir Obst- & Gemüseraritäten bei einem Bio-Jungpflanzenmarkt oder laß‘ sie Dir schicken.

8. Verwerte Deinen Kaffeesatz in Deinen Beeten.

9. Entscheide Dich für plastikfreies Gartenwerkeug und Pflanztöpfe, z.B. aus Holzfaser.

10. Wähle torffreie Erde, um den Lebensraum Moor zu erhalten.

11. Gib‘ heimischen, standortgerechten Pflanzen den Vorzug.

12. Nütze, was Du hast: Brennesseln für Jauche, Zeitungspapier für Anzuchttöpfe, Paletten, usw.

13. Heile kleine Wehwehchen mit Heilkräutern aus Deinem Garten, z.B. mit Johanniskrautöl.

14. Halte Schädlinge fern mit natürlichen Mitteln.

15. Du weißt nicht weiter? Hol Dir‘ Hilfe bei Natur im Garten und halte Deine Erfahrungen für’s nächste Jahr in einem Garten-Tagebuch fest.

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6 Tipps für grünen Party-Spaß

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Mit ein bißchen Vorausplanung und Kreativität macht Deine nächste Feier nicht nur Spaß, sondern schont auch die Umwelt. Hier sind unsere Tipps:

Einladungen:

  • Verschicke E-Mail Einladungen oder rufe die Gäste persönlich an.
  • Wenn sich Papier nicht vermeiden läßt, wähle Recyclingpapier und drucke mit erdölfreier Tinte auf Pflanzenbasis.

Anfahrt der Gäste:

  • Sag‘ Deinen Gästen, wie Sie mit Öffis, zu Fuß oder per Rad zu Dir kommen.
  • Wenn Die Anreise weiter ist, schlage Car-Pooling vor, sodaß die Autos voll besetzt sind.

Deko:

– Bist Du ein DIY-Upcycling Fan? Dann nähe doch eine Wimpelkette aus Stoffresten und funktioniere ausgediente Bettwäsche in Tischtücher um.
– Verwende Topf- statt Schnittpflanzen, z.B. statt Namensschildern oder als Gast-Geschenk
– Nütze die Vielfalt der Natur: Blätter als Namensschilder, Holzscheiben als Drink-Untersetzer
– Wähle umweltfreundliche Kerzen aus Bio-Massse oder Rapswachs

Ideen für Kinder:

– Besorge Kreiden zum Malen auf dem Asphalt
– Bereite selbstgemachtes, ungiftiges Plastilin vor

Gedeckter Tisch:

– Vermeide (Einweg-) Plastik!
– Verwende echtes Geschirr & Besteck. Wenn Du nicht genug hast, borg‘ es Dir aus.
– Wenn es Einweg sein muß, bevorzuge kompostierbare Materialien, z.B. Einwegbesteck und -Geschirr von Bambu
– Gib‘ Stoffservietten den Vorzug. Näh‘ sie selbst aus Stoffresten.
– Markiere die Trinkgläser mit den Namen der Gäste

Essen:

– Mit Fingerfood sparst Du viel Geschirr
– Bevorzuge regionale & saisonale Zutaten
– Laß das Fleisch weg, der Gesundheit und der Umwelt zuliebe.
– Am meisten schonst Du das Klima mit veganen Gerichten,  wie Du hier sehen kannst.
– Superleckere vegane Rezepte findest Du z.B. bei eat this oder veggi.es

Viel Spaß beim Planen und Feiern!

6 Tipps für umweltfreundliche & faire Weihnachten

WeihnachtsbaumUnsere Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest fernab von Konsumrausch- und Wegwerf-Orgien:

Geschenke:

Anzahl der Geschenke reduzieren. Innerhalb der Familie kann man z.B. wichteln. Das Los entscheidet dann, wer wen in diesem Jahr beschenkt. Im nächsten Jahr wird neu ausgelost.

Den Beschenkten nach Wünschen fragen, um Brauchbares zu schenken.

Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen vergeben oder Zeit schenken.

Beim Neukauf umweltfreundlichen & fairen Geschenken den Vorzug geben.

Geschenk-Verpackung:

Altes wiederverwerten, z.B. alte Tapete oder Wellpappe zum Einpacken.

Stoff-Geschenkverpackungen sind eine elegante, immer wiederverwendbare Alternative zu Papier mit zahlreichen Verpackungsmöglichkeiten.

Recycling-Bänder verwenden oder aus alten T-Shirts mit einer Zackenschere Streifen schneiden, um das Ausfransen zu vermeiden.

Eingepackte Geschenke mit Naturmaterial wie Tannenzweigen und Beeren verzieren.

Christbaum & Schmuck:

Einen lebenden Christbaum mieten, der nach Weihnachten wieder eingepflanzt wird.

Die zweitbeste Alternative ist ein Bio-Christbaum.

Fairer Holz-Deko und Strohsternen den Vorzug vor Kunststoff geben.

Toll ist auch Upcycling-Baumschmuck, Kreative können ihn auch selber machen.

Weihnachtskarten:

Weihnachtskarten aus vorhandenen Materialien selber machen.

Weihnachtsgrüße per Mail verschicken und Papier & Porto sparen.

Festessen:

Realistische Essensmengen planen & mit Familie oder Freunden absprechen, um Überschuß zu vermeiden.

Der Umwelt und den Tieren zuliebe zu Weihnachten ein leckeres veganes Menü auftischen.

Weihnachts-Beleuchtung:

Auf elektrische Beleuchtung draußen & drinnen verzichten oder nur gezielt anschalten.

Baum-Kerzen aus Paraffin (Erdöl) und Stearin (meist aus Palmöl) meiden. Eine gute Alternative sind die in Wien handgemachten Kerzen aus Rapswachs.

Tipps für einen nachhaltigen Advent gibt es hier.

Macht uns Plastik krank? – Teil 1

plastikmuell_thomas_kohlerPlastik ist heutzutage überall, aber wer weiß schon, was für Inhaltsstoffe drinnen stecken und was das für unsere Gesundheit und unsere Umwelt bedeutet?

Dieses Thema werde ich in nächster Zeit genauer unter die Lupe nehmen. Die Begriffe ‚Plastik‘ und ‚Kunststoff‘ verwende ich dabei als Synonyme. Erdöl, Erdgas und Kohle sind die Grundzutaten für die Plastikherstellung. Schon die Verwendung dieser begrenzt verfügbaren Rohstoffe ist bedenklich. Als Ausgangsprodukt wird normalerweise Rohbenzin (Naphtha) verwendet. Um die gewünschten Eigenschaften wie z.B. Flexibilität zu erreichen werden Zusatzstoffe wie Weichmacher, Füllstoffe, Stabilisatoren, Verstärkungsmittel, Antistatikmittel oder Flammschutzmittel beigefügt.

Selbst die Hersteller von Plastikprodukten kennen oft nicht die genaue Zusammensetzung des Kunststoffmaterials. So gelangen Plastikartikel mit fragwürdigen Zusatzstoffen, auch wenn diese in der EU bereits verboten sind, trotzdem bei uns zuhause und in der Umwelt.

Einige der Chemikalien, die bei der Kunststoff-Produktion als Zusatzstoffe zum Einsatz kommen sind extrem giftig. Da diese Substanzen im Plastik nicht fest gebunden sind können sie nach und nach entweichen. So werden sie einerseits vom menschlichen Körper aufgenommen und geraten andererseits in die Umwelt.

Schädlich sind vor allem die Stoffe, die hormonell wirksam sind. Das sind vor allem Weichmacher (Phtalate), Bisphenol A (BPA), Organozinnverbindungen und bromierte Flammschutzmittel.

Zum Abschluß noch ein paar Tipps:

  • Essen nicht in Plastikbehältern erhitzen. Für die Mikrowelle besser Steingut- oder Porzellangeschirr verwenden.
  • Produkte mit starkem Plastikgeruch, sowie aus PVC (Polyvinylchlorid) und PC (Polycarbonat) prinzipiell meiden.
  • Bei Lebensmittelbehältern plastikfreie Alternativen verwenden, z.B. Edelstahl-Lunchboxen

Quelle: Achtung Plastik! Foto: Thomas Kohler

Phtalate unter der Lupe in Macht uns Plastik krank? – Teil 2

Gesund & grün Zähne putzen

Plastikfrei, müllfrei, gesund und biologisch – So stellen wir uns unser Badezimmer vor. Nachdem wir schon längere Zeit erfolgreich auf unverpackte Seifen zum Duschen & Haare waschen umgestiegen sind, ist jetzt die Zahnhygiene dran. In unseren Holz-Zahnputzbechern stecken seit längerer Zeit Bambus-Zahnbürsten.

Hier unsere Gründe, warum wir uns für Bambus Zahnbürsten mit einem Griff aus geschliffenem Bambus und Nylonborsten entschieden haben:

  • Weil die Zahnbürsten samt Verpackung – mit Ausnahme der Borsten – in weniger als 2 Jahren biologisch abbaubar sind (Entsorgung mit der Bio-Tonne, nicht am Hauskompost!)
  • Weil sie – im Vergleich zu manchen herkömmlichen Plastik-Zahnbürsten – frei von dem gesundheitsschädlichen Weichmacher Bisphenol A (BPA) sind
  • Weil ich eine vegane Zahnbürste wollte und Holzzahnbürsten meist ausgekochte Schweineborsten haben
  • Weil Tierborsten innen hohl sind und sich dort angeblich leicht Bakterien ansiedeln
  • Weil Bambus einer der schnellstwachsenden Rohstoffe ist
  • Weil Bambus von Natur aus antibakteriell wirkt

Bei den Zahnpasten haben wir nur Varianten in Plastik- oder Alu-Tuben gefunden. Mit dieser Auswahl waren wir beide nicht glücklich.Dazu kommt, dass man bei den meisten Zahnpasten keine Ahnung hat, was die Inhaltsstoffe überhaupt sind. Da kommen Bindemittel, Feuchthaltemittel, Konservierungsmittel, Süßungsmittel und Aromastoffe zum Einsatz. Dazu umstrittenes Titandioxid zur Weißfärbung, Tenside, die die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen, usw.  Noch mehr interessante Infos dazu findet Ihr auf der Website eines alternativen deutschen Zahnarztes.

Also haben wir beschlossen, Zahnpulver selbst herzustellen. Auch hier gibt es Unmengen von Möglichkeiten und Rezepten. Nach langem Recherchieren haben wir uns für diese Variante entschieden (die wir jetzt überholt haben im Feb. 15).

Auf Grund der Rückmeldung einer Leserin habe ich das ursprüngliche Rezept verändert. Da Heilerde relativ abrasiv ist, empfehle ich nur Natron und Xylit zu verwenden. Natron hat einen extrem niedrigen Abrasiv-Wert von 7.

Zutaten:

Nicht über die Farbe des Pulvers auf den Fotos wundern, da haben wir noch grüne Mineralerde verwendet 🙂

In ein leeres Schraubglas füllen, durchmischen, fertig.

Die Zahnbürste befeuchten, vorsichtig in das Zahnpulver tauchen. Den Mund ausspülen und dann wie gewohnt die Zähne putzen. Da keine Tenside enthalten sind, schäumt das Pulver auch nicht!

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Fazit: Das Zusammenrühren ist kinderleicht und dauert 1 Minute. Der Geschmack ist ziemlich neutral. Die Zähne fühlen sich sehr sauber und glatt an. Angenehmes Frischegefühl im Mund. Echt super 🙂

Wer nicht gern selber rührt, kann einfach auch fertiges Zahnkreidepulver nehmen. Für Zahnseide haben wir noch keinen plastikfreien, veganen Ersatz gefunden, aber immerhin ist die Verpackung unserer Zahnseide plastikreduziert und mit rund 90 m fast doppelt so lang wie herkömmliche 50 m Packungen.

ACHTUNG: Für Hunde ist Xylit hochgiftig, also gut aufpassen!

Grün & gesund putzen

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Ein großer Hausputz ist wieder mal angesagt! Seit ich vor vielen Jahren die Erfahrung gemacht habe, dass die giftigen Dämpfe meiner konventionellen Putzmittel das Plastik meiner Wärmflasche zersetzt haben, kommen bei uns nur mehr ökologische Reinigungsmittel ins Haus.

Dabei ist es mir persönlich wichtig, dass sie aus natürlichen, nachhaltigen Inhaltsstoffen hergestellt sind und auch problemlos biologisch abbaubar sind. Auf künstliche Farb- und Duftstoffe lege ich natürlich auch keinen Wert. Eine andere Sache, die mich bei herkömmlichen Reinigern schon länger gestört hat, war, dass versucht wird, einem für alles ein extra Produkt anzudrehen, eines für die Rotwein-Flecken, eines für Edelstahl, eines für die Steingut-Fliesen, eines für’s Backrohr, usw.

Mit diesen hohen Ansprüchen habe ich mich auf die Suche gemacht und bin schließlich bei der Vorarlberger Firma Uni Sapon fündig geworden. Dieses kleine Familienunternehmen produziert seit 20 Jahren in Handarbeit eine kompakte Palette an Reinigern auf Basis von echter Schmierseife. Toll finde ich auch, dass mit rein veganen Fruchtsäuren wie Weinsäure und naturreinen, ätherischen Ölen gearbeitet wird. Mein besonderer Liebling dabei ist das Orangenöl, das beim Putzen auch gleich noch die Stimmung aufhellt 🙂

Überzeugt haben mich auch die strengen EcoCert- und Imo-Control Zertifierungen, die unter anderem die lückenlose, rasche biologische Abbaubarkeit der milden Tenside bestätigt haben.

Ökologische Reinigungsmittel gibt es mittlerweile ja recht viele auf dem Markt und manchmal ist es schwer, den Überblick zu behalten, welche die besten sind. Uni Sapon hat da noch einen klaren Vorteil für mich: Nämlich die Müllvermeidung. Intelligenterweise werden die Produkte nämlich hoch konzentriert verkauft und man verdünnt sie zuhause selber ganz einfach mit Wasser. Dadurch werden nicht nur unzählige sinnnlose Wassertransporte eingespart, sondern auch zahllose Verpackungen. Bestes Beispiel dafür ist der 500 ml Allzweckreiniger, aus dem man bis zu 125 (!) Flaschen herkömmliche Reinigungslösung herstellen kann. Das spart ganz nebenbei auch noch eine Menge Geld.

Den Großteil der Uni Sapon Produkte kann man auch nachfüllen lassen, sodaß kein Müll entsteht. Wo es in deiner Nähe eine Uni Sapon Nachfüllstation gibt, kannst du hier herausfinden.

Perfekte Unterstützer beim Saubermachen sind Putztücher aus Pflanzenfasern & Recycling-Material und Fairtrade-Putzhandschuhe aus Naturkautschuk.

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Grün heiraten

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Bald ist es 2 Jahre her, daß mein Schatz und ich geheiratet haben. Höchste Zeit also, dass ich ein paar Tipps aus meinem Erfahrungsschatz weitergebe. (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Eine Hochzeit mit rund 60 Gästen verbraucht nur für die Feier (d.h. exklusive Brautkleid, Ringen, etc.,) ca. 8.100 Tonnen CO2, eine grüne ungefähr 2.084 Tonnen*. Jede Menge Einsparungspotential also. Viele der Vorschläge kann man natürlich genauso gut für andere Feiern anwenden [*Quelle: www.oekologisch-feiern.net]

Als allererstes kann ich den Kauf des Büchleins von Perfect Day Grün heiraten! 100 Tipps für die umweltfreundliche Hochzeit* wärmstens empfehlen. Die knappen 8,- € sind gut angelegt, auch wenn der Ratgeber eigentlich für Deutschland erstellt wurde. In 10 Kapiteln findet man hier viele gute Ideen, Checklisten und Adressen, die mir bei der Planung sehr geholfen haben. Von der Location, dem Polterabend, den Ringen, der Kleidung, den Einladungen, der Deko, etc. wird hier alles abgedeckt.

Hier mal erste praktische Tipps:

Brautkleid & Anzug:

  • In der Nähe von Wien kann ich für Secondhand-Kleider z.B. Mimitolu empfehlen.
  • Wenn man einen Anzug kauft, einen wählen, denn man später für andere Anlässe verwenden kann.
  • Weste und Plastron einfach mieten oder Secondhand besorgen, z.B. auf willhaben.
  • Schmuck z.B. aus der Familie leihen.

Blumen & Deko:

  • Die Menge an Schnittblumen reduzieren, z.B. mit Hilfe von Zweigen, Treibholz, getrockneten Gräsern. Toll sind kleine Topfpflanzen als Tischschmuck, die die Gäste mit nach Hause nehmen können.
  • Für den Brautstrauß saisonale Blumen aus der Region wählen.
  • Blumenschmuck wiederverwenden: Das Arrangement von der Kirche haben wir für die Tafel mitgenommen. Die Sträußchen für die 1. Bankreihen in der Kirche haben dann unsere Kutsche geschmückt.
  • Kerzen: Paraffinhaltige Kerzen meiden. Am Besten sind Kerzen aus Sojawachs oder Stearin (besteht meist aus Palmöl, daher unbedingt aus zertifiziertem Anbau wählen), z.B. von Bio-Kerzen.
  • Dekomaterial wählen, das man wieder verwenden kann: Wir haben z.B. Glaswindlichter mit Teelichtern (ohne Alu, in Glasbehältern) gewählt.
  • Auf Blumensträuße der Gäste verzichten. Meist fährt man eh gleich in die Flitterwochen und hat nichts davon. Eine Alternative: Blumensamen oder Topfpflanzen, die man dann einpflanzen kann.
  • Bäumchen zur Deko kann man auch mieten. Wir haben für den Kircheneingang 2 Buchsbäumchen gemietet.

Einladungen:

  • Drucksachen reduzieren: Als Einladung eine einfache Karte im Kuvert verschicken. Das Kirchenblatt kurz halten. Pro Tisch 1 Menükarte.
  •  Eine Hochheitshomepage anlegen: Für Zusagen, Geschenkauswahl, Bildung von Fahrgemeinschaften, Anfahrtsbeschreibung u.v.m. Nach der Hochzeit Fotos online stellen, die sich die Gäste runterladen können.
  • Recycling- oder Naturpapier für Einladungen, Namenskärtchen, Kirchenblatt, etc. verwenden. Wir haben das blühende Papier verwendet und selbst bedruckt. Das bedeutet, das im Papier Blumensamen eingelassen sind und die Gäste das Papier nach der Hochzeit einpflanzen können.

Location & Transport:

  • Einen Ort wählen, der für die Anreise der Gäste günstig liegt.
  • Trauung und Tafel in Locations abhalten, die sehr nah beisammen sind.
  • Zu Fahrgemeinschaften anregen, evt. für den Transport von der Trauung zur Tafel einen Bus mieten.
  • Bei einem Empfang/einer Agape nach der Trauung auf Wegwerfgeschirr verzichten.
  • Als umweltfreundliche Locations bieten sich Bio-Hotels und Restaurants an, aber z.B. auch Weingüter. Wir hatten unsere Tafel im Demeter-Weingut des Nikolaihofes in der Wachau.
  • Beim Essen Alternativen zu Fleisch anbieten.
  • Saisonales und regionales Bio-Essen und Getränke anbieten.
  • Für übrig gebliebenes Essen vom Buffet Behälter mitnehmen. Wer will kann das Essen auch an eine karitative Einrichtung spenden.
  • Essen mit Maß & Ziel: Was von den Vorspeisen übrig geblieben ist, kann zu später Stunde nochmal serviert und notfalls ergänzt werden. Wenn es eine große Hochzeitstorte gibt, braucht man keine zusätzliche Nachspeise.

Ringe:

  • Ein Ehering wiegt 10 Gramm. Die giftigen Abfallstoffe, die bei der Produktion entstehen, beträgt 3 Tonnen.
  • Faire, ökologische Ringe wählen. Mehr Info auf fairgold.
  • Ideal ist z.B. Schmuckstücke aus der Familie einschmelzen und daraus neue Ringe schmieden lassen.
  • Auf Diamanten verzichten (Blutdiamanten!) oder auf einwandfreie Herkunft achten.
  • Alternative Eheringe wählen, z.B. aus Silber und Holz.

Viel Spaß bei der Planung und einen unvergesslichen Hochzeitstag!

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