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Ein Interview mit Erdbeerwoche

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Karin: Bettina und Annemarie, Ihr habt 2011 die Erdbeerwoche gegründet. Könnt Ihr kurz erklären, was das eigentlich ist?

Erdbeerwoche: Die erdbeerwoche ist ein auf nachhaltige Frauenhygiene spezialisiertes Unternehmen und setzt den Fokus auf Bewusstseinsbildung rund um das Thema “Menstruation” und auf den Handel mit nachhaltigen Frauenhygieneprodukten. Dazu zählen etwa Tampons und Binden aus Biobaumwolle, Menstruationskappen oder biofaire Unterwäsche. Durch unsere Bewusstseinsarbeit sollen Frauen die Macht erkennen, die sie als Konsumentinnen von jährlich mehr als 45 Milliarden Hygieneprodukten haben. Mit dem Kauf von nachhaltigen Hygieneprodukten können Frauen einen entscheidenden Einfluss auf ihre Gesundheit und auf das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten nehmen.

Karin: Was hat Euch dazu bewogen, Euch dem Bereich Frauenhygiene zu widmen?

Von Bio-Apfel bis Bio-T-Shirt gibt es eigentlich schon in fast jedem Bereich eine nachhaltige Alternative. Wer denkt aber schon an die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen von Frauenhygieneprodukten? 2011 haben wir dazu 250 österreichische Frauen befragt. Das Ergebnis: 77% der Befragten haben sich noch nie Gedanken über die Inhaltsstoffe oder die Herstellung von Tampons und Binden gemacht. ABER: Über 73% würden bei ihrer Kaufentscheidung nachhaltige Produkte vorziehen, wenn diese leicht verfügbar wären. Das hat uns dazu bewogen, uns dem Thema nachhaltige Frauenhygiene zu widmen. Seit kurzem sind alle nachhaltigen Alternativen in unserem neuen Onlineshop unter www.erdbeerwoche-shop.com erhältlich.

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Karin: Erzählt mal bitte ausführlicher, was für Auswirkungen Frauenhygieneprodukte, die nicht nachhaltig sind, auf die Umwelt haben?

Erdbeerwoche: Konventionelle Tampons und Binden bestehen in der Regel aus einem Mix aus gebleichter und gepresster Zellulose, umhüllt von einer Kunststoffschicht. Letztere wird dabei immer wieder in Zusammenhang mit Hautreizungen und Infektionen im Intimbereich gebracht. Außerdem sind aus gesundheitlicher Sicht die schädlichen Substanzen bedenklich, die bereits in konventionellen Produkten gefunden wurden, wie z.B. Dioxin oder Formaldehyd.

Karin: Neben dem Umweltaspekt kommt natürlich auch der Gesundheitsaspekt dazu. Ich denke da z.B. an die Gefahr des toxic shock syndromes bei herkömmlichen Tampons. Was sind die gesundheitlichen Vorteile von nachhaltigen Produkten?

Erdbeerwoche: Die Problematik bei konventionellen Produkten liegt vorrangig in der mangelnden Transparenz. Während wir es auf Lebensmitteln gewohnt sind, eine Zutatenliste zu finden, fehlt diese bei Tampons und Binden völlig. Bei herkömmlichen Produkten weiß frau daher weder, aus welchen Materialien diese hergestellt sind, noch welche Substanzen, etwa für den Bleichprozess verwendet wurden. Bei nachhaltigen Produkten wie z.B. Bio-Tampons kann frau sich sicher sein: Diese bestehen zu 100% aus biologischer, unbehandelter Baumwolle, die weder mit Schadstoffen noch mit Pestiziden in Kontakt gekommen ist und mit Sauerstoff und nicht mit Chlor gebleicht wurde.

Zum toxischen Schocksyndrom gibt es leider noch viel zu wenige Studien oder Erkenntnisse. Wir konnten allerdings Folgendes herausfinden: Laut einer Studie der New York University School of Medicine aus dem Jahr 1994 können Biotampons das Risiko eines Toxischen Schocksyndroms mindern, da sie aus natürlichen und keinen Plastik-Fasern bestehen. Laut einer im medizinischen Journal „Canadian Family Physician (CFP)“ publizierten Studie über Menstruationskappen aus dem Jahr 2011, können sich die Bakterien, die zu einem toxischen Schocksyndrom führen können, auf einer Menstruationskappe nicht in dem Maße bilden wie auf konventionellen Tampons.

Karin: Könnt Ihr ein bißchen was zu den Menstruationskappen sagen, die bei uns noch ja noch nicht so bekannt sind?

Erdbeerwoche: Menstruationskappen sind kleine Becher aus Naturkautschuk, Silikon oder dem medizinischen Kunststoff TPE. Sie werden wie Tampons in die Vagina eingeführt und können je nach Modell bis zu 30 ml Flüssigkeit fassen. Interessant ist, dass Menstruationskappen bereits seit den 1930er Jahren existieren, sich aber aufgrund ihrer  Langlebigkeit nicht durchsetzen konnten. Eine Menstruationskappe ist nämlich mehrere Jahre wieder verwendbar. Folglich lässt sich damit für die Industrie wesentlich weniger Geld verdienen als mit Wegwerfprodukten.

Wir versuchen nun, die Menstruationskappe bekannter zu machen, denn die Vorteile liegen auf der Hand:

Sicherer, unsichtbarer Schutz

Menstruationskappen bilden im Inneren des Körpers ein Vakuum, sodass kein Blut ausrinnen kann. Sie sind zudem von außen nicht sichtbar, da kein Bändchen (wie bei Tampons) abgebracht ist.

Gesünder als Tampons

Gerade für Frauen, die zu Allergien, Infektionen und Pilzen neigen ist die Menstruationskappe eine gute Alternative, da keine Fasern die Scheide austrocknen.

Größeres Fassungsvermögen als Tampons

Du kannst deine Menstruationskappe darüber hinaus bis zu 12 Stunden im Körper lassen, da die Kappe mehr Blut fasst als Tampons und das Menstruationsblut mit keinen Fasern in Verbindung kommt, wodurch sich das gefährliche TSS nicht bilden kann.

Günstiger als Tampons

Eine Menstruationskappe hält bei guter Pflege viele Jahre und erspart dir somit bis zu 250 Tampons pro Jahr – und somit jede Menge Geld!

Umweltfreundlicher als konventionelle Tampons

Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit verursachen Menstruationskappen um ein Vielfaches weniger Müll als konventionelle Tampons – die übrigens im Gegensatz zu Biotampons nicht kompostierbar sind.

Karin: Gibt es noch irgendwas, was Ihr den LeserInnen gerne mitteilen würdet?

Erdbeerwoche: Du kannst mit deinen Konsumentscheidungen viel bewirken, ohne dabei deine persönlichen Bedürfnisse oder deine Lebensqualität einschränken zu müssen. Es gibt viele verschiedene nachhaltige Alternativen im Frauenhygienebereich, da ist für jede Frau etwas dabei. Wir freuen uns, wenn auch du Teil einer neuen Generation der Frauenhygiene und somit zur erdbeerwoche-Botschafterin wirst! Denn denk daran: Es ist deine Regel und dein Planet!

Karin: Herzlichen Dank für das Interview!

Foto credit: Vincent Sufiyan

Tipps & Aktionen rund um den Weltumwelttag

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Morgen, am 5. Juni, findet wieder der Weltumwelttag statt. Dieser wurde 1972 beim 1. UN-Gipfeltreffen zum Thema Umwelt ins Leben gerufen und wird mittlerweile mit Aktionen in über 100 Ländern begangen.

Schon heute gibt es dazu auf ORF2 unter dem Motto „Unsere Erde“ einen Schwerpunkttag zum Thema Nachhaltigkeit und „Ökologischer Fußabdruck“.

Die Plattform Footprint und das Lebensministerium haben zu diesem Anlaß auch den Fußabdruck-Rechner überarbeitet. Die neue Version ist seit heute hier online und Du kannst gleich mal Deinen persönlichen Fußabdruck berechnen.

Österreichweit finden anläßlich des Weltumwelttages ab heute zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Auflistung der Veranstaltungen gibt es einerseits nach Datum und andererseits nach Postleitzahlen geordnet. Die Auswahl an Angeboten reicht von einem Flashmob für Artenvielfalt, fairen Verkostungen und Heilkräuterwanderungen, bis zu Müllsammlungen über Filmvorführungen.

Darüber hinaus gibt es auch ein Gewinnspiel vom österreichischen Umweltzeichen, an dem man noch bis 5. Juni teilnehmen kann und zahlreiche Angebote für Produkte oder Betriebe mit dem österreichischen Umweltzeichen.

Mit dem Weltumwelttag wird auch der Aufruf für Einreichungen zum Österreichischen Klimaschutzpreis 2013 gestartet. Mitmachen kann man noch bis 16. August.

Fotocredit: ORF/BBC/Jeff Wilson
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Plastik raus aus der Kosmetik

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Hast Du gewußt, dass in zahlreichen konventionellen Zahnpasten, Duschgels, Peelings und sogar Kontaktlinsenreinigungsflüssigkeiten Kunststoffmikropartikel enthalten sind? Diese Partikel verstärken durch Ihre Scheuereigenschaft die Reinigungswirkung der Produkte.

Hier einige bekannte Marken, die Produkte mit Micro Beads führen:

  • AOK
  • Adidas
  • Balea
  • Nivea
  • Neutrogena
  • Yves Rocher
  • Garnier von L’oreal
  • Vichy
  • Bebe young care
  • Clearasil
  • Colgate

Eine ausführliche Liste von dekorativen Kosmetikprodukten, die diese Kunststoffkügelchen enthalten, findet man im Download des Hintergrundpapiers der Organisation Blue Sea.

Doch was bedeutet das für uns und die Umwelt?

  • Die Partikel sind so klein, dass sie von Klärwerken nicht rausgefiltert werden und schließlich im Meer landen.
  • Meerestiere verwechseln sie mit Plankton. So gelangen die Kunstoffmikropartikel in die Nahrungskette, an dessen Ende wir Menschen stehen.
  • Die Partikel wurden bereits in Fischen, Seehunden, Muscheln und Krebsen nachgewiesen.
  • Die in den Micro beads enthaltenden schädlichen Additive (z.B. Weichmacher)  und die aus dem Meer absorbierten Umweltgifte lagern sich im Gewebe der Tiere, die sie Kügelchen fressen, ab und wirken dort gifitig, hormonell und krebserregend.
  • Produkte mit Micro Beads erkennt man auch anhand der Inhaltsstoffe, wenn Polyethylene (PE) angeführt ist.
  • In Naturkosmetik sind die Plastikpartikel nicht erlaubt, hier kommen stattdessen z.B. Jojobaperlen zum Einsatz.

Daher möchte ich Euch heute die Initiative Beat the Micro Bead, die von der holländischen Organisation Plastic Soup initiert wurde, ans Herz legen. Der europaweiten Kampagne, haben sich bereits zahlreiche Verbände und Organisationen, darunter Greenpeace, angeschlossen. Ziel ist, Kosmetikartikelhersteller dazu zu bewegen, die Kunststoffmikropartikel in Körperpflegeprodukten durch natürliche, umweltschonende Materialien zu ersetzen und Händler dazu auffordern, Produkte mit Micro Beads aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Gemeinsam können wir etwas bewegen – Ich freu‘ mich, wenn Ihr diese Kampagne unterstützt auf Facebook, Twitter und natürlich durch Eure Unterschrift. Danke!

Jetzt aktuell: Die Avaaz-Kampagne für den Verbot von Micro Beads in Kosmetika & Zahnpasten unterschreiben

Empfehlenswert ist die gratis App mit der man prüfen kann, ob ein Produkt Mikro-Plastikkügelchen enthält oder nicht. Zum Einen kann man Produkte scannen, zum Anderen kann man einfach nach Marken oder konkreten Produkten suchen. Beim Download nicht vom holländischen Text abschrecken lassen, die App ist auch auf Deutsch 🙂

Von Beat the Microbead gibt’s auch nach Ländern geordnete Produktlisten.

Eine gute Alternative zu Produkten mit Mikro-Plastik sind selbstgemachte Kosmetika. Hier für den Anfang mal ein Rezept Zahnputzpulver.

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Mehrweg kann mehr!

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Die Bilanz von Mehrwegflaschen ist eindeutig: Sie schneiden in allen Ökobilanzen besser ab als Einwegflaschen oder Dosen. Obwohl laut Umfragen 84% der Österreicher mehr Mehrweggebinde wollen, verschwinden sie immer mehr aus dem Handel.

Beim Getränkeverpackungsranking der Umweltberatung machen die PET-Mehrwegflaschen den ersten Platz. Warum?

  • 20x wiederbefüllbar.
  • Geringster Energieverbrauch beim Transport durch leichte Verpackung.
  • Trotz Aufwand für Reinigung und Wiederbefüllung das ökologisch beste Gebinde.
  • Nichtsdestotrotz werden in Österreich seit 2009 keine PET-Mehrwegflaschen mehr angeboten.

Den 2. Platz beim Ranking machen die Glas-Mehrwegflaschen:

  • 40x wiederbefüllbar.
  •  Auf Grund ihres Gewichts verbrauchen sie beim Transport jedoch mehr Energie.
  • Aus lebensmittelhygienischer Sicht das hochwertigste Gebinde.
  • Es finden keine chemischen Reaktionen zwischen dem Getränk und dem Glas statt.
  • Geschmacksneutral.
  • Der Inhalt ist länger haltbar.
  • Beste Dichte für kohlensäurehaltige Getränke.

Was kannst Du tun?

  • Vermeide Müll: 1 Mehrwegflasche ersetzt bis zu 40 Einwegflaschen.
  • Durch den Kauf von Mehrweggebinden unterstützt Du regionale Wirtschaftskreisläufe und sicherst Arbeitsplätze.
  • Mehrweg ist ein Zeichen gegen achtlos weggeworfene Flaschen und spart hohe Entsorgungskosten.
  • Die größte Auswahl beim Mehrwegeinkauf hast Du bei Bioläden, Direktvermarktern und im Getränkefachhandel.
  • Kaufe größere Gebinde und spare Verpackungsmaterial.
  • Meide Getränkedosen – sie verursachen 3x so hohe klimaschädliche Emissionen wie eine Mehrweg-Glasflasche.
  • Bevorzuge Getränke aus Deiner Region.
  • Meide Einweggebinde, denn – unter anderem – landen 26% der PET-Flaschen noch immer im Restmüll.

Such‘ Dir die Tipps, die zu Dir passen und los geht’s! 🙂

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Vegan – viel mehr als Tierschutz

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Heute ist Weltvegantag. Darum widme ich den heutigen Eintrag diesem wichtigen Thema.

Die Gründe, die für eine vegane Lebensweise sprechen sind vielfältig. Hier eine kleine Auswahl:

  • Viele Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Übergewicht werden durch unsere Nahrung  mit Fleisch, Eiern und Milchprodukten verursacht.
  • Die Intensivtierhaltung verursacht mehr Treibhausgase als der globale Verkehr.
  • Rund 70% der gentechnisch veränderten Pflanzen landen im Tierfutter.
  • Der Anbau von Soja als Tierfutter führt zur Zerstörung des Regenwaldes, illegaler Landnahme und Sklaverei ähnlichen Zuständen.
  • Allein in Deutschland werden jährlich 40 Millionen männliche Küken getötet, weil sie für die Ei-Produktion wertlos sind. Egal ob Hühner, Schweine, Kühe, etc. alle Tiere leiden massivst in der industriellen Tierhaltung.
  • Nur 10% der Proteine und Kalorien die an Vieh verfüttert werden, können in Form von Fleisch wiedergewonnen werden, eine enorme Ressourcenverschwendung.
  • Die tierischen Exkremente stehen an 6. Stelle der Verursacher des Treibhauseffektes.
  • Die Nutztierhaltung ist Mitverursacher des Welthungers.

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=lmXAwTisSd0[/tube]

Wie Du schon siehst, ein sehr komplexes Thema, dem ich mit einem Artikel natürlich nicht gerecht werden kann. Gerne möchte ich Dir hier aber ein paar Infos geben, wo Du Dich weiter informieren und selber erste Schritte setzen kannst.

  • Registrier‘ Dich für das kostenlose 30-Tage-Vegan-Probeabo von PETA
  • Auf der Homepage der veganen Gesellschaft Österreichs findest Du unter ‚Warum Vegan‘ ein veganes Starterkit mit vielen Informationen.
  • Ganz viel Infos rund um alle Aspekte des veganen Lebens findest Du bei PETA auch hier
  • Schau‘ Dir den Film Lovemeatender an. Hier der Trailer
  • Auch den Film Vegucated kann ich Dir zu diesem Thema empfehlen.
  • Es gibt mittlerweile unzählige vegane Kochbücher, viele davon auch in den Wiener Büchereien.
  • 41LVu4s7PpL._SL75_Koch‘ mal vegan.  Ich persönlich bin ein Fan von Attila Hildmanns Rezepten und besonders von seinem neuen Buch Vegan for Fit.
  • Bei Jedes Essen zählt findest Du einige Rezepte von Attila mal zum Ausprobieren.
  • Gusto und tolle Rezepte könnt Ihr Euch auch z. B. bei Bissen für’s Gewissen und Cookies&Style holen.

Bis vor einigen Monaten hätte ich mir selbst nicht vorstellen können jemals vegan zu leben. Je mehr ich mich aber mit dem Thema beschäftigt habe, desto einleuchtender waren die Gründe dafür. Mittlerweile ernähre ich mich großteils vegan und bin absolut positiv überrascht.

Mein Rat daher: Einfach mal ausprobieren und kleine Schritte machen.

Viel Spaß!

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Animal Fair

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Wenn man nachhaltig einkaufen will, ist es immer praktisch, einen guten ethischen Shopping Guide zu Rate ziehen zu können. Ich persönlich mag den von Animal Fair gerne. Animal Fair ist ein gemeinnütziger Verein mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Ziel des Vereins ist es, Menschen wie Dir und mir zu zeigen wo und wie man tierfreundlich (= menschenfreundlich = umweltfreundlich) einkaufen und essen kann.

Im ethischen Einkaufsführer findet Ihr Geschäfte und Onlineshops für Kleidung, Schuhe, Kosmetik, Haushalt, Möbel, Lebensmittel und auch Restaurants. Das kleine Büchlein im A6 Format paßt super in jede (Hosen-)Tasche und ist somit immer zur Hand, wenn man ihn braucht. Alternativ gibt es auch eine App.

Wenn Ihr Vereinsmitglied werdet, bekommt Ihr mit Eurer Mitgliedskarte bei vielen Shops sogar Prozente. Diese sind im Einkaufsführer extra gekennzeichnet.

Auf dem netten Blog von Animal Fair findet Ihr darüber hinaus leckere Rezepte, Buchtipps, Infos zu neuen Rabattpartnern, Veranstaltungen und vieles mehr.

UPDATE 2018: Der Animal Fair Guide erscheint jedes Jahr neu.  Mittlerweile hat der ethische Einkaufsführer 280 Seiten und listet über 120 Rabattpartner auf.

Kleine Bienen ganz groß

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus,“ erkannte schon Albert Einstein. Weltweit werden rund 80% aller Wild- und Kulturpflanzen von Insekten bestäubt. In Österreich sorgt ein Netzwerk von 23.000 Imkern dafür, dass die Bestäubung noch gratis erfolgt (auch für Deinen Obst- und Gemüsegarten!). Daher ist es essentiell, regionalen Honig zu kaufen, um die kleinen Imkereibetriebe zu erhalten. Denn man kann zwar Honig importieren, die Bestäubung aber nicht, wie der Geschäftsführer des Vereins Biene Österreich, Christian Boigenzahn, erklärt (Quelle: Biorama)

Seit Jahren nimmt das Bienensterben immer mehr zu. Gründe dafür sind der Verlust des Lebensraumes der Bienen, der Einsatz von Pestiziden und die Varroa-Milbe, die durch asiatische Honigbienen eingeschleppt wurde. In China gibt es bereits Regionen, in denen die Obstbäume händisch bestäubt werden müssen.

Damit es bei uns nicht so weit kommt, können unsere Bienen Hilfe von Dir gebrauchen und das geht ganz einfach:

  • Stelle einen Nistplatz für ungefährliche Wildbienen auf
  • Kontaktiere die Stadtimker und gib‘ einem professionell betreuten Bienenvolk ein Zuhause auf Deiner Terrasse
  • Pflanze Saatgut für bienenfreundliche Wildblumenwiesen
  • Entscheide Dich für Alternativen ohne Bienenprodukte (bei Kosmetik, Lebensmitteln und Kerzen, etc.)

Wer jetzt mehr zu dem Thema wissen will, dem lege ich den Film More than Honey von Markus Imhoof ans Herz, der diesen Freitag, am 12.10.2012, in den österreichischen Kinos anläuft.

Hier noch ein Nachtrag: Auch die Umweltberatung hat ein Infoblatt mit Tipps zur Förderung von Bienen.

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Stop talking – start planting!

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Hat nicht jeder von uns hin und wieder Momente in denen man sich denkt, was kann ich alleine schon großartig verändern in dieser Welt? Ist das was ich mache nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Meiner Meinung nach nicht. Es macht einen RIESENunterschied, was jeder Einzelne von uns tut. Deshalb möchte ich Euch heute von der Organisation Plant for the Planet erzählen.

Alles fing ganz klein an. 2o07 hielt der damals 9-jährige Felix Finkbeiner aus Bayern ein Schulreferat über die Klimakrise. Sein Referat beendete er mit der Idee: „Wir Kinder sollten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen.“ Noch im selben Jahr gründete er Plant for the Planet.

Seit damals ist Plant for the Planet unglaublich gewachsen und in fast 200 Ländern setzen sich mittlerweile rund 100.000 Kinder für dieses gemeinsame Ziel ein. Die Kinder haben es geschafft, dass in den letzten 5 Jahren bereits 12,5 Milliarden Bäume gepflanzt wurden.

Auf der Website von Plant for the Planet gibt es zahlreiche Ideen, wie man selbst aktiv werden kann: Ideen für Pflanzparties, Vorlagen für Schulreferate, Mitglied werden und vieles mehr.

Seit kurzem gibt es von Plant for the Planet auch die fair gehandelte und klimaneutral hergestellte Gute Schokolade zu kaufen.

Also: Stop talking – start planting!

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=Ip-V4zbQ4vs[/tube]