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Mailand: Ein eco-veganer Städtetrip, den Du Dir gönnen solltest!

Ist Dein nächster großer Urlaub noch in weiter Ferne? Hast Du das Gefühl, dass Du mal für ein paar Tage aus Deinen vier Wänden raus musst? Dann gönn‘ es Dir und zisch‘ einfach mal für ein Wochenende nach Mailand…ganz ohne zu fliegen! Wenn Du dann vor Ort auch noch Müll vermeidest und vegan isst, kannst Du Dir mit gutem Gewissen ein Stück nachhaltige Mailänder Mode mit nachhause nehmen, aber alles der Reihe nach! (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Umweltfreundliche Anreise 

Am Bequemsten ist es natürlich, wenn man nicht selbst hinter dem Steuer sitzen muß, sondern sich chauffieren läßt 😉 Eine nachhaltige Alternative ist da auf alle Fälle der Zug. Persönlich reisen wir gerne mit den Nightjets der ÖBB. So kommst Du billig und bequem über Nacht in rund 10 Stunden nach Mailand. Eine Strecke gibt’s ab € 39,-. Einsteigen kannst Du in verschiedenen Bahnhöfen entlang der Strecke von Wien über Niederösterreich, Steiermark und Kärnten. Eine andere Möglichkeit ist die Strecke von München über Rosenheim und Salzburg. Genaue Infos und Tickets bekommst Du hier. Natürlich kannst Du auch untertags fahren, wenn Du gerne die Gegend anschaust und mehr Zeit hast!

Auch Fernbusse haben eine erstaunlich gute Klimabilanz! Wenn Du lieber Bus fährst, findest Du hier verschiedene Bus-Anbieter und Infos.

Sightseeing, Schlafen und Shoppen

Wir sind große Fans von AirBnB! Einerseits, weil wir keine anonymen Hotelzimmer mögen und andererseits, weil man dann oft in spannenden Gegenden wohnt, wo sonst nur Einheimische sind. Als Veggie & Veganerin finden wir es auch praktisch eine Küche zur Verfügung zu haben, um uns selbst versorgen zu können.

Sichere Dir hier € 20,- Reiseguthaben bei AirBnB* für Deine erste Übernachtung (das natürlich auch für andere Destinationen als Mailand gilt!).

Wenn Du nachhaltig und grün unterwegs sein willst, findest Du viele tolle und hilfreiche Tipps auf milanorganica, angefangen von Fahrradtouren, Eco-Hotels, Bio-Märkten und nachhaltigen Fashion-Labels.

Zero Waste Einkaufen in Mailand

In Mailand gibt’s da ein großartiges Geschäft dafür vom Effecorta Netzwerk, denn 90% aller Produkte kommen aus einem Radius von 70 km und sind unverpackt! Hier bekommst Du frisch gebackenes Brot und Gebäck, offene Pasta und jede Menge trockene Lebensmittel aus Spendern. Als Urlaubs-Mitbringsel habe ich mir hier schwarze Kichererbsen gegönnt, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Selbst Henna und Olivenöl kann man sich hier selbst abfüllen!

Wir wohnen meistens in AirBnB Unterkünften mit eigener Küche. Dann sind solche unverpackt Läden ideal zum selbst versorgen. Manche Sachen lassen sich auch super mit nachhause nehmen, wie z.B. offene getrocknete Tomaten, die ich einfach in wiederverwendbaren Bio- Stoffbeutel* stecke. Wer das Leitungswasser in Italien nicht trinken mag, hat bei Effecorta auch die Möglichkeit, sich das Trinkwasser beim Automaten in eigene Flaschen abzufüllen, auch außerhalb der Öffnungszeiten.

In Mailand gibt es außerdem noch einen Zero Waste Laden von Negozio Leggero. Wir haben uns die Filialen in Turin näher angeschaut und auch bei Negozio Leggero gibt es viele spannende Sachen zu entdecken, denn jedes unverpackt Geschäft ist anders!

Vegan Essen in Mailand

In Mailand hat man als VeganerIn die Qual der Wahl. Wir haben uns eine bunte Mischung aus fine dining, Fast Food und Süßem gegönnt.

Bist Du ein Fastfood-Junkie? Dann wirst Du Flower Burger lieben! Du hast die Wahl zwischen dem ungewöhnlichen schwarzen Burgerbun mit Kohle, einem gelben mit Kurkuma oder einem 7-Korn-Laibchen. Die Patty Basis besteht Kichererbsen oder Seitan. Abgerundet werden die Burger mit leckerem Veggie-Käse, Saucen, Gemüse und großen Pommes Frittes. Auch die Nachspeise – in unserem Fall ein Schokokuchen – hat sehr gut geschmeckt.

Wenn man in Italien ist, führt einfach kein Weg am Eis vorbei. Gleich in der Nähe von Flower Burger mussten wir daher bei der Gelateria Latte Neve Halt machen. Hier gibt es ein paar wenige, aber leckere vegane Eis-Sorten, wie Schoko und Haselnuss.

Wenn Du Dir etwas Besonderes gönnen möchtest, dann können wir Dir das Restaurant Ghea definitiv empfehlen. Am Besten Du reservierst einen Tisch im Vorhinein, zu Mittag geht das relativ einfach. Die Präsentation der Speisen ist wunderschön und das Essen war ein echtes Geschmackserlebnis. Für das 5-Gänge Menü haben wir € 40,- pro Person bezahlt, aber sieh‘ selbst!

Carob-Haselnusskuchen mit Zitronen-„Butter“-Creme – das Dessert des veganen 5-Gang-Menüs im Ghea

Leider war unsere Zeit in Mailand viel zu kurz, aber es gibt noch jede Menge anderer Veggie Lokale zu entdecken. Ich recherchier immer gerne schon vorab auf Happy Cow, wo ich hingehen möchte, denn Vorfreude ist die schönste Freude!

Warst Du schon in Mailand? Was ist Dein Geheimtipp für die Modemetropole Italiens?
Du kennst Mailand schon? Dann fahr‘ doch nach Rom, ein weiteres City Highlight für Veganer!

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High Carb Vegan: Buchweizenpfanne Birne Royal

Letzte Woche habe ich Euch ein Buch zu Clean Eating vorgestellt. Heute habe ich mir zum Vergleich ein Buch zu High Carb unter die Lupe genommen. Dafür hab’ ich mir das Buch High Carb Vegan – Die gesunde Low Fat Küche!* des Autorenduos Julia Lechner und Anton Teichmann geschnappt. (Dieser Beitrag enthält Werbung)

@ Julia Lechner/Anton Teichmann/Ulmer

Wenn man sich die High Carb Empfehlungen im Buch anschaut, unterscheiden sie sich nicht so stark von dem, was PETA in ihrer veganen Ernährungspyramide empfehlen. Allerdings ist PETA etwas weniger streng bei der Art der Fette und der Verzehrmenge. Auch bekannte Verfechter der veganen Ernährung wie Dr. Campbell und Dr. Esselstyn raten vom Verzehr von Fett (insbesonders Ölen) weitgehend ab. In der Doku Gabel statt Skalpell wird zu fast fettfreier Ernährung geraten. Bei anderen, wie z.B. der Ernährungspyramide von Ich lebe vegan ist der Fettanteil mit rund 30% deutlich höher.

Die Theorie im Buch wird zu Beginn kurz & knackig in 7 Seiten abgehandelt: Was sind Mikro- und Makronährstoffe und wofür sind sie gut. Dann wird noch schnell extra auf Kohlehydrate, Proteine, Fette und den Energiebedarf eingegangen. Zum Schluß gibt’s noch eine Empfehlung für Hochleistungsmixer, Keramikgeschirr und ein paar Kochzutaten und dann geht’s schon mit den 7 Rezeptkapiteln los:

Den Anfang machen Salate von Spring Rolls Vietnam bis zum bodenständigen Country Potato Salad. Weiter geht’s mit praktisch fettfreien Hauptgerichten, von Paella bis zu Gefüllten Paprika mit Pflaumensauce und Red Thai Curry. Im Abschnitt Fruit Love – Fruchtige Rohkost findet man ganz simple Rezepte für Fruchtsuppe, Cocktail oder Obstsalat.

Die Dessert Ideen unterscheiden sich von der Rohkost indem hier (Pseudo-)getreide zum Obst kommt, wie beim Grießbrei oder Sticky Rice Mango Maracuja. Im Kapitel Torten & Kuchen kommen Naschkatzen trotz des kaum vorhandenen Fetts auf ihre Kosten mit Cheesecake, Bananasplit-Torte und Brownies. Den Abschluß machen verschiedene Smoothies & Shakes. Zucker findet man in den Rezepten kein, stattdessen kommen natürliche Süßungsmittel wie Datteln oder Agavendicksaft zum Einsatz. In den Rezeptkapiteln ist hin und wieder kurzes „Spezialwissen für Besseresser“ eingestreut: Wie man ohne Fett trotzdem schmackhaft kocht, aber auch zu den Themen Gluten, Wasser oder Greens.

Die Rezepte sind sehr einfach gehalten und fallen in die Kategorie ethnische Küche, von mediterran über asiatisch, orientalisch bis zu mexikanisch. Die Rezepte sind einfach und auch für Anfänger sicherlich gut nachkochbar. Die Zutaten sind großteils im gut sortierten Supermarkt erhältlich mit ein paar Ausnahmen wie etwas Lucumapulver.

Fazit: High Carb Vegan – Die gesunde Low Fat* aus dem Ulmer Verlag mit festem Einband und 2 Lesebändchen finde ich sehr praktisch und die Größe des Buchs ist handlich für den Einsatz in der Küche. Daumen hoch für den Druck in Deutschland. Leider konnte ich keinerlei Hinweise auf umweltfreundliches Papier oder Druck finden. Das Layout ist schlicht, aber ansprechend und übersichtlich. Alle Rezepte sind bebildert, was ich sehr gerne mag. Schade finde ich, dass verhältnismäßig oft exotische Früchte in den Rezepten vorkommen, was von der CO2 Bilanz nicht so toll ist. Ein interessanter Ansatz. Als Neuling bei diesem Thema fand ich den Infoteil allerdings zu kurz.

Hier gibt’s natürlich wieder ein Rezept für Dich zum Ausprobieren! Was ist Dein Ernährungsstil? Folgst Du einem der aktuellen Trends oder magst Du einfach lieber eine abwechslungsreiche Mischkost?

Buchweizenpfanne Birne Royal

© Julia Lechner & Anton Teichmann

Für 2 Personen

Zutaten
200 g geschälter Buchweizen
2 Birnen (ca. 400 g)
2 Schalotten (ca. 80 g)
3 Stangen Stangensellerie (ca. 150 g)
150 g tiefgefrorene Brechbohnen (Fisolen)
200 ml Honigbuschtee
1 gehäufter TL Gemüsebrühe-Pulver
1 TL Agavendicksaft
1 TL getrockneter Bärlauch
2 TL Petersilie, gehackt
Pfeffer, schwarz, aus der Mühle nach Geschmack
Kräutersalz nach Geschmack

Zubereitung

Den Buchweizen waschen und in 400 ml Wasser aufkochen. Anschließend bei niedriger Temperatur ziehen lassen, bis die Flüssigkeit aufgenommen wurde. Öfter umrühren. Anschließend den Buchweizen mit warmem Wasser in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen.

Die Birnen entkernen und in Würfel schneiden. Die Schalotten abziehen und längs durchschneiden. Stangensellerie in Scheiben schneiden. Die Brechbohnen, sollten diese sehr lang sein, halbieren. Den Tee zubereiten und mit dem Gemüsebrühe-Pulver vermischen.

In einer beschichteten Pfanne Schalotten, Sellerie und Brechbohnen mit einem Schluck Tee und dem Agavendicksaft andünsten. Den Bärlauch zugeben. Das Gemüse so lange garen, bis die Bohnen und der Sellerie bissfest gegart sind. Eventuell etwas Tee nachschenken. Kurz vor Ende der Garzeit Birnen, Petersilie und den restlichen Honigbuschtee zugeben. Mit Pfeffer und Kräutersalz abschmecken und fertig garen. Danach zugedeckt beiseite stellen und warm halten.

Den Buchweizen entweder unter das Gemüse heben oder getrennt zusammen mit dem Gemüse anrichten und servieren.

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Clean Eating Vegan: Pinke Rösti mit Hummus & Blattspinat

Da mich gesunde Ernährung immer mehr beschäftigt, habe ich mich in letzter Zeit unter den vielen verschiedenen Trends etwas umgeschaut: High Carb, Rawtill4, Pegan, Low Carb und auch Clean Eating. Die Vielzahl an verschiedenen Konzepten finde ich ganz schön verwirrend. Die gegensätzlichen Empfehlungen tragen mehr dazu bei zu verunsichern, als Klarheit zu schaffen.

Einem dem es genauso ging ist Patrick Bolk, der Autor von Clean Eating Vegan.* In seinem neuen Buch nimmt der Autor den Leser mit auf seine persönliche Reise vom Junkfood Esser zum Clean Eater. Das Buch ist jedoch viel mehr als ein Kochbuch. Hier geht es darum, seinen Essensstil auf Dauer zu verändern. Um diese Umstellung bei den Lesern zu bewirken, erklärt der Autor ausführlich die Probleme der westlichen Ernährung, was clean eating bedeutet und wie man es schafft, dabei zu bleiben.

Bolk geht auf viele häufige Fragen im Detail ein: Ist Soja schädlich? Ist Rohkost wirklich so gesund? Was ist das Problem von Weizen & Gluten? Steckt hinter Superfoods nur schlaues Marketing? Wie bekomme ich genügend Ballaststoffe und Nährstoffe? Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel?

Ein ganzes Kapitel hat der Autor dem Thema gewidmet, wie man die Umstellung zum Clean Eater schafft. Besonders praktisch finde ich seine Baukastensysteme für Salate, Müsli, Overnight Oats oder Bowls. Dabei gibt Bolk jede Menge Vorschläge für Zutaten an, die man dann nach eigenem Geschmack zusammenstellen und immer wieder variieren kann. Im Vergleich zu anderen Ernährungsformen ist auch die Do & Dont’s Liste sehr überschaubar und nicht so kompliziert wie bei anderen Konzepten.

Von dem rund 220 Seiten starken Buch macht der Rezeptteil ungefähr ein Drittel aus. Hier präsentiert Bolk über 50 Rezepte vom Frühstück bis zum Dessert und auch einige Basics wie Senf, Müsli, Cashewmilch, Gemüsebrühe, zuckerfreie Marmelade oder Brot. Die Rezepte sind relativ simpel und gut für den Alltag geeignet, da die Zubereitungszeit oft nicht länger als 30 Minuten beträgt. Die Bandbreite der Rezepte reicht von Müsli-Eis über Guacamoleturm mit Trüffelöl & Röstpilzen oder Röst-Tomatensuppe mit Pesto-Eis bis zu Oreo-Muffins.

Positiv hervorheben möchte ich noch, dass das Buch in der E.U. gedruckt wurde. Einen Hinweis auf umweltfreundliches Papier oder Druckfarben konnte ich jedoch leider nicht finden.

Fazit: Clean Eating Vegan* aus dem Riva Verlag ist ein sehr informatives Buch für alle, die mehr über gesunde Ernährung wissen möchten. Die vielen praktischen Tipps erleichtern definitiv die Umstellung. Das Konzept von Clean Eating ist für mich eines der schlüssigsten und auch in der Umsetzung realistisch. Die Rezepte haben Pfiff, aber sind nicht abgehoben. Einziger Wermutstropfen: Ich hätte mir zu jedem Rezept ein Foto gewünscht!

Hast Du Clean Eating schon ausprobiert? Wie geht’s Dir damit? Ich freu‘ mich auf Deine Erfahrungen!

So und jetzt wünsch‘ ich Dir noch viel Spaß beim Ausprobieren des Rezepts.

Pinke Rösti mit Hummus und jungem Blattspinat

@Oliver Brenneisen

Zubereitungszeit 30-45 Minuten
4 Portionen

Zutaten

Für die Rösti
4 große festkochende Kartoffeln
1 rote Bete
1 kleine weiße Zwiebel
2 EL Dinkelmehl
1 EL Kartoffelmehl
Salz
Pfeffer
Muskat
Etwas Kokosfett für das Waffeleisen

Für das Hummus
1 Dose vorgekochte Kichererbsen (Abtropfgewicht 400 g)
1 TL Tahin
1 Knoblauchzehe (optional)
1 EL Olivenöl
Saft von ½ Zitrone
Pfeffer
Salz
4 große Handvoll Babyspinat, verlesen und gewaschen

Zubereitung

1. Kartoffeln und Rote Bete schälen und mit einer Küchenreibe raspeln. Salzen und ca. 10 Minuten stehen lassen, damit sie Wasser ziehen. Anschließend gut ausdrücken. Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden, diese unter die Raspel heben. Mehl dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Das Waffeleisen mit etwas Kokosfett einreiben und die Kartoffelmasse darauf geben. 5-8 Minuten backen , bis die Rösti goldbraun sind.
2. Alle Zutaten für das Hummus mit einem Pürierstab zu einer cremigen Masse verarbeiten. Dabei das Kichererbsenwasser mitverwenden, das macht das Hummus besonders cremig.
3. Rösti mit Hummus und Blattspint servieren.

Tipp: Diese Rösti schmecken auch wunderbar mit Apfelmus.

Schokomousse: vegan, einfach, lecker!

Habt Ihr schon von Aquafaba gehört? Das ist die Flüssigkeit, die man erhält, wenn man Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Bohnen kocht. Das Tolle an Aquafaba ist, dass man es wie Eischnee aufschlagen kann. Damit gelingt wunderbar luftiges Mousse, aber auch Baiser, Macarons und sogar Eiscreme. Da der Schnee eifrei ist, kann ihn jeder frei von Salmonellen-Gefahr und Cholesterin genießen 🙂 Zum selbst herstellen eignet sich Aquafaba nicht.

Das Schokomousse Rezept ist ganz leicht und ein guter Einstieg zum Kochen mit Aquafaba. Es gibt viele Rezeptversionen im Netz, hier ist meine Variante.

Aquafaba Schokomousse mit gebratener Birne

Zubereitungszeit: 30 Minuten
Kühlzeit: Mindestens 2 Stunden

Zutaten für 4 Portionen:

  • 120 ml Aquafaba von Kichererbsen
  • 2 EL Staubzucker aus Xylit oder herkömmlichem Zucker
  • 120 g vegane, dunkle Schokolade
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Zitronensaft (Tipp von Steffi von Kochtrotz, die hier ausführlich über Aquafaba schreibt)
  • 2 reife Bio-Birnen
  • 2 EL Ahornsirup zum Beträufeln
  • Geschmacksneutrales Öl zum Bestreichen
  • Für die Deko: Getrocknete Orangenschale und gestiftelte Mandeln

Tipps zu den Zutaten:

  • Kichererbsen: Man bekommt genau die richtige Menge Aquafaba aus einem Glas Bio-Kichererbsen mit 350 g Inhalt, z.B. von Billa oder dm. Auf Hülsenfrüchte in der Dose sollte man der Umwelt und der Gesundheit zuliebe verzichten, wegen Alu und Kunststoffbeschichtung.
  • Xylit: Ich verwende Birkengold aus dem Bioladen, mit dem man 90% CO2 sparen kann. Kristallines Xylit kann man im Blender schnell zu Pulver vermahlen. Man kann auch normalen Staubzucker nehmen.
  • Schokolade: Für die bio-faire, vegane Schoko eignet sich z.B. die Maestrani 72% aus dem Supermarkt . Aus dem Bioladen nehm‘ ich auch die Zartbitterkuvertüre von Rapunzel oder die Vivani Feine Bitter 71%.

So schaut das geschlagene Aquafaba aus – genau wie Schnee!

Zubereitung:

  1. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, nicht zu heiß werden lassen! Dann abkühlen lassen.
  2. Das Aquafaba in eine Schüssel gießen und mit Zitronensaft und einer Prise Salz mit dem Handmixer auf höchster Stufe 1 Minute lang aufschlagen.
  3. Dann einen Esslöffel Zucker hinzufügen und mindestens 30 Sekunden schlagen, dann den zweiten Esslöffel Zucker dazugeben und weiter schlagen, bis der Schnee sehr fest ist. Dabei aufpassen, dass die Schläger des Mixers möglichst nicht an der Schüsselwand ankommen, da sonst die eingeschlagene Luft wieder verloren geht!
  4. Sehr vorsichtig mit einer Teigspachtel die geschmolzene, abgekühlte Schokolade unterheben.
  5. Das Mousse für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  6. Die Birnen schälen, halbieren, entkernen und mit Öl bepinseln. In der Pfanne bei mittlerer Temperatur pro Seite 3-4 Minuten anbraten. Abkühlen lassen.
  7. Nach der Kühlzeit auf jeden Teller eine Birnenhälfte legen. Mit einem kalten Metall-Löffel Mousse-Häufchen auf die Birnenhälften setzen. Den Ahornsirup darüber träufeln. Mit getrockneter Orangenschale und Mandelstiften dekorieren. Sofort servieren.

Varianten: Das Mousse eignet sich perfekt für Kombinationen mit frischen Früchten, Fruchtsaucen oder Marmelade. Je nach Jahreszeit sind auch Erdbeeren, Himbeeren, Marillen (Aprikosen), Pfirsiche oder rote Ribiseln (Johannisbeeren) ideale Partner. Zum cremigen Mousse paßt auch noch gut etwas Knuspriges als Kontrast, z.B. geröstete und gehackte Nüsse oder Kakao Nibs.

Wenn Ihr jetzt auf den Aquafaba Geschmack gekommen seid, findet Ihr bei Veganblatt noch mehr Rezeptideen.

Habt Ihr schon mit Aquafaba gekocht? Ist es gut gelungen? Ich würde mich freuen, wenn Ihr Eure Erfahrungen hier mit mir teilt!

Zero Waste kochen mit And Soy

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich jetzt schon mit den Themen Minimalismus und Zero Waste. Denn ich habe festgestellt, dass ich weniger Besitz unglaublich befreiend finde. Deswegen habe ich lange mit mir gehadert, ob ich mir wirklich einen Kochmixer anschaffen soll, denn schließlich kann man Suppen, Pflanzendrinks oder Apfelmus auch ohne so ein Gerät zerkleinern, kochen und pürieren. Welche Gründe mich dazu bewegt haben, den AndSoy Kochmixer letztendlich doch zu kaufen, möchte ich Euch heute erzählen:

1. Müll sparen:

Die Zutaten für Pflanzendrinks, Suppen, Obstmus, Porridge & Smoothie bekommt man alle unverpackt. Obst, Gemüse und Nüsse im Bioladen oder am Markt. Getreide kann man direkt beim Bauern oder in unverpackt Läden besorgen, wo man auch gleich die benötigten Gewürze offen kaufen kann.

2. Zutaten selbst wählen & nach eigenen Vorlieben kochen:

Beim Kochen verwende ich – soweit wie möglich – biologische, regionale und saisonale Zutaten. Bei gekauften Getränken kann man die Herkunft der Zutaten oft nicht nachvollziehen. Außerdem habe ich so die Möglichkeit Drinks herzustellen, die man im Handel nicht bekommt, wie z.B. aus Hirse oder Amaranth. Super finde ich auch, dass ich entscheiden kann, wie dick oder dünn ich die „Milch“ haben möchte, ob ich sie süße oder nicht. Mengenmäßig muß man immer mindestens 1,3 l herstellen, was für einen kleineren Haushalt eine Herausforderung sein könnte. Auf Website und Facebook von AndSoy findet man immer wieder spannende Rezeptideen.

wirklich einfach zu bedienen

3. Zeitersparnis:

Besonders bei der Herstellung von „Sojamilch“ kann man mit dem AndSoy wirklich Zeit sparen. Das hilft vor allem wenn der Sojadrink für die Weiterverarbeitung zu anderen Produkten wie Tofu, Topfen (= Quark) oder Joghurt gedacht ist und man auch mal größere Mengen braucht. Die Bedienung ist total simpel, der Mixer läßt sich schnell und leicht reinigen und ist vielseitig verwendbar.

Andere Funktionen, die das Gerät beherrscht, wie z.B. Obstmus oder Congee machen, habe ich noch gar nicht probiert. Es gibt also noch einiges auszuprobieren! Gestern habe ich mich zum 1. Mal an eine Suppe mit dem Kochmixer gewagt. Praktisch ist es schon, die Zutaten einfach nur schnell klein zu schneiden, Wasser dazu zu geben, anzuschalten und fertig. Kein am Herd herumstehen, um zu schauen, dass nichts anbrennt, kein extra pürieren mehr. Jetzt kann ich die Zeit für andere Sachen nützen 🙂

4. Material & soziales Engagement:

Der Kochmixer besteht innen – mit Ausnahme des Überlaufsensors – aus Edelstahl und sowohl der Meßbecher als auch der Behälter sind aus biologisch abbaubarer Bambusfaser hergestellt. AndSoy propagiert biologische und regionale Lebensmittel und ihre Produkte werden in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Hilfswerk für Taubbline verpackt.

5. Sparpotenzial: 

Die Anschaffung des Kochmixers schlägt sich vorerst mit rund € 220. zu Buche. Im Paket sind Reinigungszubehör, Sieb, Meßbecher, Behälter und ein kleines Rezeptheft enthalten. Wenn man ihn häufig im Einsatz hat, macht sich das Gerät aber schnell bezahlt. Denn 1 l Sojadrink im Supermarkt kostet zwischen 1,50-2 €, selbstgemacht geht das um 0,30 €.

80 g Nüsse reichen für 1,3 – 1,5 l

Fazit: Ein Kochmixer ist natürlich kein Must-have. Wenn man aber – so wie ich – ohne so ein Gerät dann doch immer wieder zu Pflanzen-Drinks in Tetrapacks zurückgreift, weil die Herstellung sonst zu umständlich oder langwierig ist, macht so ein Gerät durchaus Sinn. Umso eher, je mehr man ihn einsetzt und da gibt es wirklich viele Möglichkeiten. Für diesen Artikel wurde ich nicht bezahlt, der Inhalt stammt von mir und wurde von And Soy nicht beeinflußt. Den Kochmixer habe ich mir privat angeschafft.

P.S.: Wenn Ihr jetzt auch einen AndSoy Kochmixer* haben möchtet, habe ich ein Goodie für Euch. Mit dem Gutscheincode „oneecoveganlife“ bekommt Ihr gratis ein 4-er Teller Set aus Bambus dazu. Die Teller eignen sich – unter Anderem – super für den Einsatz im Garten und zum Mitnehmen auf Picknicks.

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Selber machen macht Freude und spart Müll & Geld

Weihnachten Vegan Buch & Zimststern-Rezept

Weihnachten vegan Luger-BazingerIn der Adventzeit denke ich immer etwas wehmütig an die wunderschönen Weihnachten meiner Kindheit zurück…mit genug Zeit zum Basteln, in Ruhe auf Weihnachten einstimmen, Geschichten lesen und gemeinsam Kekse backen. Kein Last-Minute-Geschenke-Kaufrausch, kein Stress, nur kindliche Vorfreude und Staunen. Jedes Jahr versuche ich dieses magische Gefühl von Weihnachten wieder herzuzaubern und dabei sind vegane Weihnachtskochbücher natürlich eine großartige Hilfe 🙂 (Dieser Beitrag enthält Werbung)

Claudia, vom beliebten Blog TotallyVeg, hat ihre erprobten Lieblingsrezepte in dem Buch Weihnachten vegan* zusammengestellt. Unter dem Titel „Neue beste Freunde“ stellt sie für Vegan-Einsteiger ein paar typische Zutaten wie Nußmuse, Hafercuisine und Tofu vor. Dann folgt noch ein kurzer Überblick über die notwendige Küchenausstattung für die Rezepte und schon geht’s mit Kapitel 1 los: Veganes Weihnachtsessen. Hier werden 3 Menüfolgen vorgeschlagen und die Rezepte dazu vorgestellt. Super finde ich, dass dafür kurz ein paar Tipps für den stressfreien Kochablauf gegeben werden, z.B. welche Sachen man schon am Vortag zubereiten kann. Die Speisen sind einfach, machen aber trotzdem Gusto. Wie wär’s z.B. mit Christmas Brownies, Spekulatius-Mousse, Linsenbraten oder steirischen Bruschette?

Der 2. Teil widmet sich der Weihnachtsbäckerei. Die Rezepte sind eine Mischung aus Klassikern à la Linzeraugen und Vanillekipferln und amerikanischen inspirierten wie zimtige Snickerdoodles und Peanutbutter-Cookies. Ausgefallene Zutaten sucht man hier vergeblich, was ich besonders für Neulinge sehr praktisch finde.

Im Kapitel 3 verrät die Autorin ihre Lieblingsrezepte für einen gemütlichen Brunch oder eine Adventjause. Der Großteil der Rezepte ist nicht speziell weihnachtlich und daher rund ums Jahr gekocht werden, wie Erdäpfelkas, Räuchertofuschnecken oder Kokos-Chia-Pudding. Die selbstgemachten Geschenke im 4. Teil kann man natürlich genauso gut behalten – finde ich! Der Body Scrub sticht als einziges Körperpflegeprodukt aus der Reihe, ansonsten kann man sich hier über Kokos-Karamell-Sauce, Erdnuß-Quinoa-Riegel, Marzipan-Schoko-Kastanien oder auch Taco-Gewürz freuen.

Den Abschluß machen die weihnachtlichen Drinks mit einer bunten Mischung von Süßkartoffel-Smoothie bis Eierlikör über Chai bis zu veganem „Baileys“. Gedruckt wurde das Buch in der EU, sonst konnte leider keinerlei Angaben zu einer nachhaltigen Herstellung finden – schade!

Fazit: Weihnachten vegan* ist ein hübsch gestaltetes Buch mit einfachen Rezepten. Einige davon sind – für mich – nicht speziell weihnachtlich – das hat jedoch den Vorteil, dass man sie auch unterm Jahr immer wieder mal kochen kann. Die meisten Zutaten findet man problemlos im Supermarkt, nur für Hefelocken, Kala Namak und Co. muß man wohl in einen Bio- oder Veganladen gehen. Persönlich hätte ich mir von jedem Rezept ein Foto gewünscht, da ich dazu tendiere, Rezepte ohne Foto eher nicht nachzukochen.

Ein unkompliziertes Buch für alle, die neu ins vegane Kochen einsteigen und/oder simple, aber geschmackvolle Speisen mögen. So und hier gibt’s natürlich ein Rezept zum Ausprobieren:

Zimtsterne

Zimtsterne vegan

© Michael Tewes – Fotolia

Für den Teig

1 EL Leinsamen, gemahlen
3 EL Wasser
150 g Staubzucker
1 EL Zimt
1 EL Sojamilch
100 g Mandeln, gemahlen
150 g Wal- oder Haselnüsse
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt

Für die Glasur

70 g Staubzucker, gesiebt
1 EL Sojamilch
1 Prise Zimt (optional, für weiße Glasur weglassen)Zubereitung 1. Leinsamen und Wasser gut vermischen und kurz beiseitestellen, dann mit den restlichen Zutaten für den Teig gut verkneten. Der Teig wird klebrig sein. 15 Minuten kühl stellen.
2. Die Arbeitsfläche mit Backpapier auslegen, Teig darauf legen und wieder Backpapier über den Teig geben, so ausrollen (ansonsten klebt er unglaublich). Mit einer Sternform Sterne ausstechen, sehr vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett geben und die Sterne für ca. 3 Stunden kühl stellen.

3. Ofen auf 200°C vorheizen.

4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und Sterne darauf legen, etwa 8-12 Minuten backen, die Sterne sollten an den Spitzen leicht gebräunt sein. Aus fem Ofen nehmen.

5. Nach etwa 10 Minuten die Sterne an der Unterseite mit einem Messer leicht vom Backpapier lösen und dann komplett auskühlen lassen.

6. Alle Zutaten für die Glasur vermischen und Sterne damit glasieren.

Ergibt etwa 35 Stück

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Vegan in London – Teil 2

So, hier geht’s weiter mit unserem veganen Verkostungs-Marathon…Zum Vergrößern einfach auf die Fotos klicken!

Sonntag Abend sind wir dann noch ins 222veggievegan eingekehrt. Obwohl das Lokal gute Bewertungen hat, hat es mich persönlich nicht so überzeugt. Zum Einen ist es klein und wenn es voll ist, wird es recht laut und der Charme entspricht der einer Kantine. Die Hauptspeisen waren ganz gut, die Nachspeisen konnten leider keinen von uns 3 überzeugen.

Weiter ging’s mit dem Testessen am Montag mit einem Mittagessen im Farm Girl Café gleich in der Nähe des Portobello Markets. Am Besten reserviert man hier vor, um einen der wenigen Tische drinnen zu ergattern. Hier wird auch Fleisch serviert, trotzdem wollte ich gerne herkommen, um das Coconut BLT zu probieren. Der Kokos-Speck hatte zwar nichts mit dem tierischen Pendant gemeinsam, geschmeckt hat’s mir trotzdem sehr gut. Die veganen Desserts waren leider aus, aber mein Mann kann die vegetarischen Pancakes wärmstens empfehlen!

Ich nahm das als Ausrede um direkt ins kleine Lokal Nama – Artisan Raw Foods zu gehen und ein Stück rohe Schoko-Karamell-Torte zu schlemmen. Auch die Haselnuss-Mokka-Torte am Tisch unserer Nachbarin sah sehr verlockend aus 😉 Rohkost vom Feinsten!

Für das Abendessen haben wir uns einen Tisch im Manna reserviert, das zu den gehobeneren veganen Lokalen in London gehört. Das Ambiente ist schön, die Gerichte sind kreativ und mit viel Liebe angerichtet. Wir fanden das Essen gut, hätten uns aber etwas mehr erwartet.

Im zentral gelegenen Tibits empfehlen wir Dir am Dienstag vorbeizuschauen, denn da sind alle Gerichte vegan! Die Abrechnung der Speisen vom Buffet erfolgt nach Gewicht. Wir fanden die Auswahl toll und es hat alles super geschmeckt. Definitiv eines unserer Favoriten!

Mittlerweile bieten sogar Ketten wie Pret a manger, Starbucks und Wetherspoon Pubs vegane Mahlzeiten an. Hungern mußt Du hier also sicher nicht.

Außer Essen gehen gibt es natürlich noch jede Menge andere Dinge, die man in London tun kann. Wenn Du – so wie wir – gerne fotografierst, dann haben wir hier noch ein paar Tipps für coole Foto-Locations für Dich.

Brick Lane street art, London

street art, Brick Lane

Hier geht’s zu Teil 1 mit den veganen Restaurant-Tipps für London, falls Du die noch nicht gesehen hast 🙂

P.S. Noch ein Zero Waste Tipp zum Schluß: Wir haben immer eine Lunchbox, Stoffserviette, Besteck und einen To-Go-Becher dabei. So können wir Essensreste einpacken, wenn wir nicht alles aufessen können oder auch spontan bei einem Foodtruck essen, ohne Müll zu produzieren.

London vegan – Teil 1

Endlich konnte ich mal wieder einige Tage in London verbringen – einer meiner Lieblingsstädte. Meistens recherchiere ich schon vorab, wo ich essen gehen möchte, manches ergibt sich aber auch spontan. Ach ja, zum Vergrößern der Fotos einfach draufklicken 😉

Zero Waste Pancakes am Borough Market

Zero Waste Pancakes am Borough Market

Am Samstag waren wir am Borough Market in Hackney und haben Benny’s Pancakes entdeckt, die nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei sind. Die mussten wir natürlich verkosten und haben sie uns im „Zero Waste Stil“ gleich in unsere Lunchbox geben lassen, was anstandslos funktioniert hat. Ausgerüstet mit unserem Bambus-Reisebesteck und einer Stoffserviette haben wir uns die fluffigen Pfannkuchen gleich munden lassen.

Danach ging’s weiter zur Boilerhouse Food Hall bei Brick Lane. Hier gibt’s jede Menge Auswahl für Veganer, ob äthiopisch, karibisch oder Burger. Jeder kann sich aussuchen, worauf er Lust hat und dann kann man sich gemütlich auf einem Tisch zusammensetzen.

Am Abend sind wir dann gleich bei meinem derzeitigen Lieblingslokal in Notting Hill eingekehrt. dem Farmacy. Hier paßt nicht nur die Atmosphäre und die freundliche Bedienung, das Essen ist einfach großartig! Spannend fand ich, dass hier keine Softdrinks ausgeschenkt werden. Ich habe mich für einen Rote-Rüben-Tee (= Rote Bete) mit Zimt entschieden, den ich lecker und kreativ fand. Die vegane Pizza mit hausgemachtem Sauerteig und Macadamia Kräuterkäse war mit Abstand die beste vegane Pizza, die ich je gegessen habe. Unbedingt probieren! Den leckeren Farmacy Burger mit schwarzen Bohnen und Goji Ketchup kann man auch in glutenfreier Variante bestellen. Zu Begeisterungsstürmen hat mich auch das Nice Cream Brownie Sundae hingerissen.

Den Sonntag haben wir dem Besuch des Vegfests (worüber ich in einem späteren Post mehr erzähle) gewidmet. Dort konnten wir die Cupcakes von Miss Cupcake probieren (gut, aber super süß!), die man normalerweise in ihrem Café Brixton bekommt. Noch besser haben uns  allerdings die Cupcakes von Rubys of London geschmeckt, deren Backwerk man an Wochenenden am Greenwich Market erstehen kann.

Nachdem ich die glutenfreien, clean eating Rezepte von Deliciously Ella gerne mag, wollte ich unbedingt in Ellas Lokal Mae Deli gehen, von dem es bereits zweit Standorte gibt. Mir gefällt hier besonders, wie kreativ und nachhaltig mit den Küchenabfällen umgegangen wird! Das Essen hat uns auch gut geschmeckt, allerdings ist es recht teuer.

Noch mehr Lokale verrate ich Dir im zweiten Teil Vegan in London

Wenn du, so wie wir, gern fotografierst, dann schau‘ dir doch mal unsere Foto-Location Tipps für London auf unseren Foto-Reise Blog Fotonomaden.com an 🙂

Regionale Winterküche: Hagebuttenketchup Rezept

© Daniela Friedl aus "Regionale Winterküche", Verlag E. Ulmer

© Daniela Friedl aus „Regionale Winterküche“, Verlag E. Ulmer

Jeden Winter tu‘ ich mir auf’s Neue schwer damit, wirklich regional und saisonal zu kochen. Eigentlich unglaublich bei der riesigen Menge an Rezepten, die ich habe. Tatsache ist jedoch, dass viele Rezepte und Kochbücher einfach nicht auf Regionalität oder Saisonalität zu achten. Gemüse wie Kohlsprossen und Schwarzwurzel kommen da eher selten vor. (Dieser Beitrag enthält Werbung).

Umso mehr war ich auf das neue Buch Regionale Winterküche* von Miriam Emme und Daniela Friedl gespannt, da ich schon von Vegane Versuchung begeistert war. Den Anfang macht ein Info-Teil, in dem die typischen Winterzutaten näher vorgestellt werden. Hier erfährt man sowohl Geschichtliches, als auch gesundheitliche Vorzüge von Kohl, Wurzelgemüse & Co. Beim  1. Kochkapitel geht’s mit 9 Rezepten für Suppen und Salate los, dann folgen schon die Hauptspeisen. Die Gerichte im Buch fallen großteils in die Kategorie einfache Hausmannskost, wie Fladen, Schupfnudeln, Ofengemüse oder gefüllte Knödel. Dafür werden Kraut- und Kohlsorten, Zwiebel- und Wurzelgemüse, als auch Kürbis und Vogerlsalat (= Feldsalat) verwendet.

Unerwartet groß ist der Teil für Süßes ausgefallen mit einem Fokus auf Mehlspeisen, wie Maronitarteletts oder Kürbiskuchen. Den Abschluß machen Rezepte für Geschenkideen wie Chutney, Gewürzmischungen und Schmalz. Im Anhang findet man einen nach Zutaten sortierten Index und ein paar Tipps für den Einkauf veganer Produkte.

Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Buch mit hübschen Fotos und einem bodenständigen Touch. Persönlich hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf pikante Gerichte gewünscht, da ich diese schwieriger im Winter umzusetzen finde als Süßspeisen. Aufgefallen ist mir auch, dass viele der Rezepte glutenhaltiges Getreide beinhalten. Daumen hoch dafür, dass das Buch in Deutschland gedruckt wurde, sonstige Angaben bzgl. nachhaltiger Herstellung (wie etwa zum verwendeten Papier) konnte ich leider keine finden. Da gibt’s andere Verlage, die hier auf den 1. Blick schon weiter sind. Die Idee eines regionalen, saisonalen und veganen Winterkochbuchs finde ich jedenfalls großartig und bestimmt kann jeder aus Regionale Winterküche* noch neue Ideen und Kochrezepte mitnehmen.

Zum Ausprobieren gibt’s diesmal einen Ketchup, leider ohne Rezept für die benötigte Marmelade – ich hab‘ Euch aber eins dazu verlinkt 🙂

Hagebuttenketchup

© Miriam Emme aus "Regionale Winterküche", Verlag E. Ulmer

© Miriam Emme aus „Regionale Winterküche“, Verlag E. Ulmer

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Für 1 Glasflasche à ca. 200 ml

Zutaten:

1 große Zwiebel
Öl zum Braten
300 g Hagebuttenmarmelade (hier gibt’s ein relativ einfaches Rezept zum Selbermachen)
50 ml Apfelessig
1/4 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL Salz
2 EL Zucker
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen
  2. Die Hagebuttenmarmelade, Apfelessig, Karadmom, Salz und Zucker dazugeben. Gut umrühren und aufkochen lassen.
  3. Das Ganze 5 Minuten unter Rühren kochen lassen.
  4. Das Ketchup noch heiß in eine heiß ausgespülte, verschließbare Glasflasche füllen. Im Kühlschrank ist es 4 bis 6 Wochen haltbar.

Das Ketchup kann z.B. mit Zwiebelblume oder Schupfnudeln serviert werden, beide Rezepte findet man im Buch.

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La Veganista – Power-Vorrat: Buchvorstellung + Rezept

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© Gräfe und Unzer/René Riis

Nicole Just ist eine meiner Lieblings-KochbuchautorInnen. Ihre Gerichte gelingen gut, schmecken lecker und bringen immer neue kreative Ideen in den Kochalltag. Obwohl La Veganista Power-Vorrat bereits mein 3. Kochbuch zum Thema vegan & DIY ist, hat es Nicole Just geschafft, wieder ganz andere Rezepte und Ideen zu präsentieren.

Seit wir versuchen Zero Waste zu leben, verzichten wir auf Kichererbsen im Glas, Fertig-Pesti, & Co., die immer super praktisch waren, um bei Zeit- und Motivations-Mangel schnell ein Essen zu zaubern. Diese schnellen Helferleins haben mir gefehlt. Da kam mir La Veganista – Powervorrat gerade recht! Im Buch findet man z.B.Rezepte für:

  • pikante & süße Backmischungen, Gebäck zum Einfrieren, Nudeln, Semmelknödeln im Glas
  • vegane Basics wie Pflanzenmilch, Sahne, Joghurt, Topfen (= Quark) und Nußmus
  • Süßes: Puddingpulver, Schokolade, Müsligewürz
  • Fruchtiges: Marmeladen, Gelierzucker, Fruchtleder
  • Pikantes: Gemüsebrühe, Salzgemüse, Essig, sauer Eingemachtes
  • Getränke: Tees, Sirupe, Coldbrew-Kaffee auf Vorrat
  • „Fertiggerichte“: Falafel-, Risotto- oder Dal-Mix, Patties & Pizzateig zum Einfrieren
  • Würzen & Soßen: Kurkumapaste, BBQ-Würzpaste, „Worcester-Sauce“, Bechamelsauce

Super praktisch finde ich z.B. auch die Anleitung, wie man Hülsenfrüchte vorkocht und dann haltbar macht. Nach den Anleitungen zur Herstellung des Vorrats folgen rund 20 Rezepte, wie man die selbst gemachten Sachen einsetzen kann: Von Linsen-Apfel-Krapfen über Pilz-Mangold-Ravioli bis zu Haselnußpralinen.

Fazit: Für mich ist La Veganista Power-Vorrat* ein absolut gelungenes, schön gestaltetes Kochbuch mit dem DIY-Fans und Zero Waste Anhänger besonders viel Freude haben werden. Zum Ausprobieren gibt’s hier noch das Rezept für selbst gemachten Essig aus Obstresten!

Apfel-Birnen-Essig – selbst ansetzen

© Gräfe & Unzer/René Riis

© Gräfe & Unzer/René Riis

Grundrezept für Obstessig
2 mittelgroße Äpfel (350 g, alternativ Putzreste wie Apfelschalen und – kerngehäuse)
2 mittelgroße Birnen (350 g, alternativ Putzreste wie Birnenschalen und – kerngehäuse)
1 geh. EL Vollrohrzucker

Außerdem
1 Twist-off-Glas (ca. 3 l Inhalt, sterilisiert)
2 Glasflaschen mit luftdichtem Verschluß (à 1 l Inhalt, sterilisiert)
1 Passiertuch

Für 1,8 l (60 Portionen à 30 ml)

1. Die Früchte heiß waschen, abtrocknen und halbieren. Die Fruchthälften mit Schale und Kerngehäsue in ca. 1 cm große Würfel schneiden und mit dem Zucker in das 3-l-Glas geben (alternativ 700 g Schalen und Kerngehäuse mit dem Zucker in das Glas geben). Alles mit 1,8 l Wasser aufgießen.

2. Zum Sterilisieren einen Löffel in einem Topf mit kochend heißem Wasser übergießen, vorsichtig herausnehmen und den Glasinhalt damit umrühren. Anschließend die Fruchtstücke damit herunterdrücken, so dass sie fast vollständig mit Wasser bedeckt sind.

3. Aus dem Passiertuch ein Stück (ca. 25×25 cm) ausschneiden, den Rest beiseitelegen. Das Tuch auf das Glas legen und mit einem Haushaltsgummi am Glasrand fixieren. Das Glas an einem hellen Ort bei Raumtemperatur 10-14 Tage stehen lassen. Dabei einmal täglich vorsichtig schütteln, um Schimmelbildung vorzubeugen. Während der Gärung bildet sich natürlicherweise Schaum an der Oberfläche.

4. Sobald sich nach max. 14 Tagen ein leichter Essiggeruch eingestellt hat und die Früchte abgesunken sind (bei Bedarf noch ein paar Tage länger stehen lassen), ein Sieb mit dem übrigen Passiertuch auslegen und in eine entsprechend große, sterilisierte Schüssel hängen. Den Essigansatz in das Sieb gießen und abtropfen lassen, dabei den Essigansatz auffangen, die Früchte entfernen.

5. Zum Sterilisieren das Glas mit 2 l kochend heißem Wasser ausspülen. Die aufgefangene Flüssigkeit in das Glas füllen. Den Ansatz wieder mit dem Passiertuch und Gummi verschließen und an einem hellen Ort bei Raumtemperatur ca. 3 Wochen gären lassen. Den fertigen Essig in Flaschen füllen, gut verschließen und dunkel, kühl und trocken lagern. Er hält sich so mehrere Jahre.

Meine Extratipps
Ich setze meinen Essig gern gleichzeitig zum Apfelkuchenbacken an. Das ist so schön praktisch, denn die Apfelschalen und -kerngehäuse landen im Essigglas, das Fruchtfleisch in einer leckeren Apfeltarte (Rezept im Buch). In diesem Fall gieße ich nur mit 1 l Wasser auf und erhalte dann reinen Apfelessig. Übrigens eignen sich auch andere Obstsorten zum Vergären: Beispielsweise Quitten, Marillen, Mirabellen oder Himbeeren lassen sich auf diese Weise wunderbar zu Essig verarbeiten.

Noch mehr Rezepte von Nicole Just gibt’s hier:

Hirseauflauf mit Äpfeln
Mousse-au-Chocolat Cupcakes
Donauwellen-Cupcakes
Hirsetaler mit Spinat und Tomaten-Orangen-Sauce
Linseneintopf

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