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Backen mit Nicole und Liebe

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Bevor ich Euch verrate, wie man diese leckeren Mousse au Chocolat Cups macht, möchte ich Euch kurz was über das Buch erzählen, aus dem das Rezept stammt. Vegan backen – Mit Liebe, aber ohne Ei ist das zweite Werk von Nicole Just. Nicoles 1. Buch, La Veganista, habe ich ja schon ausführlich vorgestellt.

vegan_backen_just-1In Nicoles Backbuch findet Ihr 40 Rezepte: Vom Rohkost-Mangotörtchen über Schwedische Apfeltorte bis zur Süßkartoffel-Pilz-Quiche. Für Neulinge beim veganen Backen ist die Zutaten-Tauschbörse sicher eine gute Hilfe, genauso wie die Infos zu Spezialzutaten wie Hefeflocken, Misopaste und Co.

Am Anfang des Buchs geht es mit Grundrezepten für Rührteig, Germteig und Quicheteig los. Weiter geht es mit leckeren Kleinigkeiten gefolgt von Kuchen und Torten. Den Abschluß macht das Kapitel Brot und Quiche.

Ach ja, alle Smartphone User können sich auch die kostenlose GU Kochen Plus App herunterladen. Damit kann man die Lieblingsrezepte aus dem Buch sammeln, Einkaufslisten verschicken oder den Rezept-Planer nutzen.

Wie alle Bücher aus dem GU  Verlag ist auch dieses Buch schön aufgemacht und die Fotos machen Gusto und Lust zum Nachkochen. Der Preis von rund 8,- € ist absolut fair. Ich kann Euch das Buch definitiv empfehlen. So und hier endlich das versprochene Rezept:

 Mousse-Au-Chocolat-Cups

Cupcakes
50g vegane Margarine
125g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 TL Ei-Ersatzpulver
(oder Sojamehl oder 80 g Apfelmus)
120 ml Sojamilch
1 TL Apfelessig
200 g Mehl (Type 405)
1 Pck. Backpulver
12 Papier- oder SilikonförmchenEinfaches Grundrezept

Für ein 12-er Muffinblech
35 Min. Zubereitung – 20 Min. Backen

TIPP:
Sie mögen es lieber schokoladiger? Dann rühren Sie doch noch 80 g Kakaopulver unter den hellen Grundteig. Falls der Teig dann zu fest wird, verdünne ich ihn mit etwas Sojamilch.

1. Den Backofen auf 180° vorheizen. Bei Verwendung von Papierförmchen diese in die Mulden des Muffinblechs setzen.2. Für den Cupcakes-Grundteig die Margarine, den Zucker, den Vanillezucker und das Salz in eine Rührschüssel geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Nach und nach das Ei-Ersatzpulver, Sojamilch und Essig unter Rühren dazugeben. Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und unter die Zuckermasse heben, bis ein zäher Teig entsteht.3. Den Teig in die Mulden des Muffinblechs oder in die Silikonförmchen füllen. Die Cupcakes im Backofen (Mitte) in ca. 20 Min. goldbraun backen. Dann die Stäbchenprobe machen! Dafür ein Holzstäbchen in die Mitte der Cupcakes stecken. Wenn kein Teig am Stäbchen hängen bleibt, sind die Törtchen fertig. Sonst noch einige Minuten weiterbacken. Eventuell die Oberfläche der Cupcakes mit Alufolie oder Backpapier abdecken, damit sie nicht zu braun werden.

4. Die Cupcakes aus dem Backofen nehmen und kurz in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen. Die abgekühlten Cupcakes mit der Creme verzieren.

Mousse-au-Chocolat-Creme
400 g kalte vegane aufschlagbare Sahne
150 g vegane Zartbitterschokolade
(oder vegane Nugatschokolade)
Agavendicksaft
1 gestr. TL Agar-Agar
Spritzbeutel mit Sterntülle

Für Schokoholics!

20 Min. Zubereitung – 12 Std. Kühlen

1. Die Sahne steif schlagen und kalt stellen. Schokolade klein hacken, in einer Schüssel über dem Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen. Agavensirup nach Geschmack unterrühren. Schokolade vorsichtig unter die Sahne heben.

2. 50 ml Wasser erwärmen. Agar-Agar unterrühren und ca. 1 Min. köcheln, dann unter gelegentlichem Rühren handwarm abkühlen lassen. Unter die Schokosahne mixen. Die Mousse über Nacht kalt stellen. Am nächsten Tag die Mousse üppig auf die Cupcakes spritzen.

Bildnachweis: Gräfe und Unzer Verlag / Fotografie: Thorsten Suedfels

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Für immer jung?

VFY_CoverEin großes Versprechen, das Attila Hildmann mit seinem heute erscheinenden Buch Vegan for Youth abgibt. Diesmal geht es um eine 60 Tage Challenge. Mit Hilfe einer Triät – einer Kombination aus pflanzlicher Ernährung mit Superfoods, Bewegung und Meditation soll jeder von uns schlanker, gesünder und messbar jünger werden können.

Alles fing mit der Challenge in Attilas letztem Buch, Vegan for fit, an. Viele Challenger berichteten, dass sie sich fitter und jünger fühlten. Als angehender Physiker wollte Attila diesem Phänomen auf den Grund gehen. Zwei Jahre dauerten die Recherchen. Dabei wurde er von Wissenschaftlern der renommierten Berliner Charité mit neuen Messverfahren zur Bestimmung der Alterungsprozesse auf der Haut und in der Atemluft unterstützt.

Herausgekommen ist auch diesmal wieder ein sehr schönes Buch, das weit mehr ist als nur ein Kochbuch. Attila erklärt die verschiedenen Superfoods und nimmt uns mit auf seine Reisen nach Japan und Italien. Nach dem wissenschaftlichen Teil über das Altern geht es dann los mit den Vorbereitungen für die Challenge.

Die verwendeten Super-Foods, wie Acai-Pulver oder Matcha bekommt man leider nicht an jeder Ecke. Hier ist das Internet eine gute Quelle, wo man auch Challenger-Starterpakete angeboten bekommt. Wer die Challenge machen will, braucht dafür unbedingt auch einen Entsafter, eine elektronische Küchenwaage und ein Stabmixerset mit Pürieraufsatz und einem Behälter zum Häckseln.

Empfehlenswert ist sicher auch, sich mit anderen Challengern zu vernetzen, um Erfolge und Motivationstiefs gemeinsam zu durchleben. Wie bei Vegan for Fit gibt es auch diesmal wieder ein Beiheft mit Berichten von Test-Challengern, im Netz gibt es auch YouTube-Tagebücher dazu.

Natürlich kann man Vegan for Youth einfach auch als Kochbuch verwenden. Die 70 Rezepte sind abwechslungsreich, großteils einfach und die Fotos machen richtig Gusto. Speisen wie Funky-Monkey-Banana-Muffins, Skinglow-Sushi mit Hirse und Tomaten-Paprika-Dip oder Coleslaw mit Kürbiscreme und Sesamtofu machen nicht nur satt, sondern schmecken sicher auch super.

Obwohl das Buch erst heute erscheint, ist die 1. Auflage schon vollständig vorreserviert. So muß man auf die Druckausgabe teils 5-8 Wochen warten. Sofort und auch wesentlich günstiger könnt Ihr das e-Book um knappe 10 € herunterladen.

Bis jetzt waren mein Mann und ich immer von Attilas Rezepten begeistert und auch unseren nicht-vegangen Gäste haben seine Speisen sehr gut geschmeckt. Deshalb traue ich mich, Vegan for Youth jetzt schon uneingeschränkt zu empfehlen. Über Challenger-Berichte von Euch würde ich mich sehr freuen!

So und hier jetzt mal eines der Rezepte zum Ausprobieren:

Auberginen-Tower „Granate“

Vegan for youth_Auberginen-Towerweb

Zutaten für 2 Personen:
400 g Süßkartoffeln
110 g Auberginen
2 EL Olivenöl
jodiertes Meersalz
1 kleine weiße Zwiebel (brutto 50 g)
30 g weißes Mandelmus
½ TL gehackter Thymian
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
120 g Brokkoliröschen
½ GranatapfelFür die Creme:
60 g weißes Mandelmus
70 ml stilles Mineralwasser
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
jodiertes Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der MühleAH! Um die Zubereitungszeit möglichst effektiv zu nutzen, kümmere dich um Zwiebel, Granatapfel und Brokkoli, während Süßkartoffel und Aubergine im Ofen sind. Bei gutem Timing sind die anderen Komponenten fertig, sobald das Gemüse aus dem Ofen kommt, und du kannst anrichten. Das Gericht enthält mehrere wichtige Anti-Aging-Substanzen aus Granatapfel, Brokkoli und Süßkartoffel und ist mit einem der Kräuter, die den höchsten ORAC-Wert aufweisen, Thymian, verfeinert.
Ein optisches Highlight ist dieses Gericht sowieso!
Zubereitung ca. 40 Minuten
Backofen auf 220 °C Umluft vorheizen.
Die Süßkartoffeln schälen und in kleine Würfel
schneiden. Auberginen waschen, in 1,25 cm
dicke Scheiben schneiden, mit 1 EL Olivenöl
und 1 Prise Salz in einer kleinen Schüssel vermengen. Beides auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca. 10 Minuten
im Ofen auf der mittleren Schiene backen.Währenddessen die Zwiebel schälen und feinhacken. Restliches Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten andünsten. Anschließend mit Süßkartoffelwürfeln und Mandelmus mischen. Thymian unterheben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Brokkoliröschen waschen, in Salzwasser ca. 3 Minuten kochen und in einem Sieb abtropfen lassen.Aus dem Granatapfel mit einem Kochlöffel die Kerne herausklopfen. Die Zutaten für die Creme mit einem Schneebesen verrühren, kurz in einem kleinen Topf
unter Rühren aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.Auberginenscheiben mit der Süßkartoffelfüllung
schichten, dann Brokkoli und die Creme darüber- geben und mit Granatapfelkernen toppen.
 Foto: © Simon Vollmeyer
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Aufregend anders kochen…

vegan genial cover

Ran an den Herd! Ich hab‘ wieder mal ein besonderes Rezept für Euch: Zucchini-Marillen-Köfte mit Weißer Bohnen Hummus und Tomatenbulgur…

…aber bevor es mit dem Kochen losgeht, möchte ich Euch kurz das Buch vorstellen, aus dem das Rezept stammt.  Vegan Genial ist das 1. Kochbuch von Josita Hartanto. Unser Besuch in ihrem Restaurant Lucky Leek während unseres Berlin-Trips hat uns vorab schon großen Gusto gemacht.

Die fast 100 Rezepte sind großteils wirklich ungewöhnlich, oft asiatisch inspiriert. Veganisierte Hausmannskost sucht man hier vergeblich. Laut Josita Hartanto soll das Kochbuch sowohl für Anfänger, als auch fortgeschrittene Köche geeignet und die Zutaten leicht erhältlich sein.

Persönlich glaube ich eher nicht, dass sich Anfänger an die doch recht komplexen Rezepte herantrauen würden. Für mich fallen die meisten Rezepte eher in die Kategorie was Besonderes kochen oder Aufkochen für Gäste und nicht unter schnelle, simple Alltagsküche. Für Zutaten wie Galgantwurzel, Sambal oder getrocknete Shiitakepilze muß man wohl auch einen Besuch im Asia-Laden einplanen.

Ansonsten ist das Buch sehr übersichtlich aufgemacht. Im Glossar werden unbekanntere Zutaten vorgestellt. Auch der wichtigste Ausrüstung ist ein eigener Abschnitt gewidmet. Für die Umsetzung sind vor allem eine Küchenmaschine und ein Pürierstab hilfreich.

Auch die Tipps zum Garnieren lassen schon ahnen, dass es sich hier nicht um die 08/15 Alltagsküche handelt, wenn Servierring, Spritzbeutel und Tropffläschen für Farbtupfer vorgeschlagen werden.

Infos zu nützlichen Vorräten runden das Einstiegskapitel ab. Dann geht es mit den Rezepten los.

Als kleines Manko finde ich das Fehlen von Zeitangaben für die Zubereitung der Rezepte. Gut gefällt mir, dass sich die Autorin und Köchin als Person nicht in den Vordergrund drängt, sondern den Rezepten den Vorrang läßt.

Fazit: Vegan genial ist ein tolles Buch für motivierte und geübte Hobbyköche, die mal etwas ganz Neues ausprobieren möchten und auch wert auf eine schöne Präsentationen der Speisen legen.

Und jetzt viel Spaß beim Kochen und vor allem beim Essen!

Zucchini-Aprikosen-Köfte, Weißer Bohnen-Hummus, Tomaten-Bulgur

Koefte_fotoZutaten Köfte:

  • 2 mittlere Zucchinis
  • 2 kleine Möhren
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 15 getrocknete Aprikosen
  • 1 TL Salz
  • 3 Scheiben Weißbrot (Toast)
  • 2 TL Koriander
  • 1/2 TL Cumin
  • 1/4 TL Zimt
  • 1 TL Sambal
  • 4 EL Sesam
  • 4 EL Maisstärke
  • Öl zum Braten

Zutaten Bohnen-Hummus:

  • 1 kleine Dose Bohnen
  • 1/2 Tasse Olivenöl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL Tahin
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 kleine Knoblauchzehe

Zutaten Tomaten-Bulgur:

  • 12 Kirschtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 1 Tasse (200 ml) Wasser oder Brühe
  • 1/2 Tasse Orangensaft
  • 2 EL Weißwein- oder heller Balsmicoessig
  • 1 1/2 Tassen feiner Bulgur
  • 1/2 TL Salz
  • Je 2 Zweige Minze, Petersilie und Basilikum
  • 1 Handvoll Oliven
  • 5 getrocknete Tomaten (in Öl, abgetropft)
  • 6 EL Pinienkerne
  • 2 EL Olivenöl
  • Pfeffer

Die Zucchini-Aprikosen-Köfte:

Möhren schälen. Zucchinis und Möhren grob raspeln. Zwieblen und Aprikosen in feine Würfel schneiden. Weißbrot fein reiben (Schnellzerkleinerer/Mixer) oder zerbröseln. Mit den restlichen Zutaten zu einer formbaren Masse verarbeiten. (Eventuell noch ein paar Brotkrümel oder Paniermehl dazugeben). Mit angefeuchteten Händen zu kleinen Röllchen formen.

Öl etwa 1 cm hoch in einer Pfanne erhitzen. Die Köfteröllchen darin ca. 4-5 Minuten knusprig braten. Zwischendurch wenden.

Der Bohnen-Hummus:

Alle Zutaten fein pürieren, mixen oder mit der Gabel zerdrücken. Lecker abschmecken.

Der Bulgur:

Kirschtomaten vierteln, Zwiebeln fein würfeln. In einem Topf beides in Olivenöl mit Zucker kurz anschwitzen. Wasser, Salz, Orangensaft und Essig dazugeben. Kurz aufkochen. Vom Herd nehmen. Bulgur hineinrühren. Deckel aufsetzen und ca. 10 Minuten quellen lassen.

Getrocknete Tomaten in feine Streifen, Oliven in Scheiben schneiden. Kräuter fein hacken. Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten (Achtung, sie brennen sehr schnell an), alles mit Olivenöl unter den Bulgur heben und gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mahlzeit…und laßt mich wissen, wie es Euch geschmeckt hat!

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Auf dem Ökotrip…in Berlin

berlin_1Umweltfreundlich reisen – geht das überhaupt? Manchmal ist es ganz einfach, wie bei unserem Trip nach Berlin zum Beispiel. Hier ein paar Tipps und Eindrücke von unserer Reise:

Mit einem  Sparschiene Europa Ticket um 39,- € (pro Richtung) im 6-er Liegewagen geht es in rund 12 Stunden in die deutsche Bundeshauptstadt. Ausgerüstet mit einem Buch vergeht die Zeit schnell. Wir kommen zwar nicht 100% ausgeschlafen, aber zumindest mit dem, im Prei inkludierten, Frühstück im Magen an.

Schnell eine 7-Tage-VBB-Umweltkarte für die Öffis gekauft und schon sind wir unterwegs zu unserer Unterkunft. Über die Zimmerdatenbank Berlin haben wir eine kleine, zentral gelegene Wohnung gebucht. Um 215,- € für 6 Nächte für 2 Personen eine tolle Sache.

Auch die voll ausgestattete Küche nutzen wir, um ein paar Dinge aus den vielen Bioläden und von den Biowochenmärkten zu verkosten. Besonders spannend finden wir die Idee der LPG Biomärkte.

Wer mal in den veganen Lebensstil reinschnuppern will, für den ist Berlin ideal.Schon vor der Reise kann man sich auf dem Blog Berlin Vegan schlaumachen.

Zahlreiche Lokale stellen einen vor die Qual der Wahl. Fest steht, daß wir zumindest 2 Brunches testen müssen, mehr geht sich leider nicht aus 🙁 Im Ohlàlà Tartes Shop (leider mittlerweile geschlossen 🙁 Okt. 2016) kann ich vom Bananenkuchen mit Erdbeeren einfach nicht genug bekommen. Im Café Vux dagegen begeistert mich die Auswahl an pikanten Speisen.

Auf jeden Fall vorbeischauen sollte man auch im Lucky Leek. Ohne die typischen Fleischersatzprodukte kann man hier sehr gute, vegane Küche genießen, die auf voller Linie überzeugt. Über das Kochbuch Vegan Genial, daß die Besitzerin Josita Hartanto vor kurzem veröffentlicht hat, werde ich demnächst berichten.

Beim veganen Supermarkt Veganz (der im Juni 2014 in Wien eröffnet) haben wir gleich mal einen Rohkostkuchen vernascht, um uns für’s Shopping zu stärken.

Denn gleich nebenan gibt‘ s umweltfreundliche, fair produzierte vegane Schuhe bei Avesu und die passende Ökomode bei DearGoods. Wer jetzt noch nicht genug hat, der kleidet sich mit noch mehr grüner Mode bei Wertvoll ein oder sucht nach Schätzen in Europas größtem Second Hand Kaufhaus, dem Humana Shop in Friedrichshain mit 30.000 Teilen auf 5 Etagen.

Auch die Markthalle IX in Kreuzberg ist einen Besuch wert, besonders wenn gerade wieder ein Handmade Supermarket stattfindet. Und wenn man zwischendurch Hunger bekommt, lohnt sich ein Besuch in der Kantine NEUN. Hier werden ausschließlich Produkte, die rund um Berlin und Brandenburg angebaut und erzeugt werden, aufgetischt.

Bei Siebenblau kann man sich mit Bio-Stoffen, -Stickgarn und -Borten für die nächsten Handarbeits-DIY-Projekte eindecken.

Nach all dem Treiben in der Großstadt sollte man sich einen Ausflug ins schöne und viel ruhigere Potsdam gönnen. Am Sonntag bietet sich als Start der Brunch im vegetarischen Biocafé Kieselstein an, gefolgt von einem Spaziergang durch die schöne Parkanlage von Sanssouci.

Wart Ihr schon in Berlin? Was habt Ihr für nachhaltige Tipps für die deutsche Bundeshauptstadt?

Übrigens, Fotos von unserem Berlin-Trip findet ihr auf unserem Foto-Reiseblog Fotonomaden.com 🙂 Wir freuen uns, wenn du mal vorbeischaust!

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Wien wird vegan…

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Vegan sein oder werden? Für mich vor ein paar Jahren noch absolut unvorstellbar. Die vegane Lebensweise erschien mir viel zu kompliziert, zu wenig genußvoll und zu extrem. Ich hatte mich damals auch nicht mit den vielen guten Gründen beschäftigt, die für Veganismus sprechen.

Erst als ich bewußt anfing, nachhaltiger zu leben, habe ich auch meine Ernährung kritischer unter die Lupe genommen und angefangen sie zu verändern. Ich bin (noch) keine 100%ige Veganerin, aber ich nähere mich schrittweise an. Selbst vegan zu kochen und zu essen hat mich auch völlig davon überzeugt, dass mir damit nichts fehlt und, dass veganes Essen super lecker schmeckt.

Das Tolle ist auch, dass es immer einfacher wird, vegan zu essen, weil das Angebot in Restaurants und Supermärkten immer größer wird. Diesmal habe ich 4 Tipps, wo man in Wien mal ganz einfach und genußvoll in die vegane Welt hineinschnuppern kann:

  • Ende Mai hat in Wien Österreichs erster veganer Eissalon eröffnet: Veganista. In der Neustiftgasse 23 im 7. Bezirk kann man bei dem veganen Schwesternpaar Blochberger & Paller, die schon Lush nach Österreich brachten, leckere Sorten wie Mandel-Kokos, Cookies oder Maple Pecan ausprobieren.
  • Am Donnerstag, 13. Juni 2013, findet in der Buchhandlung Erlkönig in der Strozzigasse um 20.30 Uhr, die Präsentation des Buches …Aber Vegan von Michaela und Jochen Russmann mit leckeren Kostproben statt.Tolle Fotos aus dem Buch, die gleich Gusto machen, seht Ihr oben.

Damit wünsche ich Euch allen viel Spaß beim veganen Schlemmen!

P.S.: Wer Besitzer einer Animal Fair Card oder Vegan Card ist, immer vorzeigen. In einigen der oben genannten Geschäfte bekommt man damit Rabatt!

 Fotocredit: Russmann & Sohn

2. Veggie Planet in Salzburg vom 16.-17. März

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Nach dem erfolgreichen Start der Veggie Planet im letzten Jahr, gibt es heuer bereits 2 Messen. Den Anfang macht dieses Wochenende die Veggie Planet in Salzburg.

Auch heuer gibt es wieder ein spannendes Rahmenprogramm. Hier nur ein kleiner Auszug:

  • Kochshows mit Heather Mills, Christian Geiser, Sven Großhans und veganes Backen mit Claudia von Totally Veg!
  • einen Styling-Corner mit MissV
  • die Sportwissenschaftlerin Dr. Katharina Wirnitzer erzählt über vegane Sport-Ernährung und Gewichtsreduktion
  • der Ernährungsökologe Martin Schlatzer erklärt den Einfluss unserer Ernährung auf Umwelt und Klima
  • Dipl. Päd. Regina Baumgartner gibt Ihre Erfahrungen über vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft weiter

Darüber hinaus erwarten Dich

Weitere Infos findet zur Veggie Planet findest Du hier. Die Veggie Planet kommt übrigens auch in viele andere Städte!

 

Hirseauflauf mit Äpfeln aus La Veganista

Heute gibt’s noch ein sehr gutes süßes Rezept aus La Veganista. Ich hab den Auflauf schon viele Male gemacht und wir haben ihn jedes Mal am selben Tag noch aufgegessen. Schmeckt auch kalt sehr gut!

Ich habe die Äpfel übrigens geschält und die Form statt mit 4 EL Zucker mit 3 EL Xylit ausgestreut, sonst ist er mir zu süß. Mahlzeit!

Hirseauflauf_Ueberschrift

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Foto: © René Riis

1 Dose Kokosmilch (400 ml)
180 g Hirse
4 EL Agavendicksaft
1/2 TL Zimtpulver
1 gestrichener TL Bourbon-Vanillepulver
1 Prise Salz
2 große Äpfel

AUSSERDEM
Auflaufform (ca. 25 x 15 cm)
vegane Margarine (z.B. Alsan) für die Form
4 EL Zucker

FÜR 4 PERSONEN
Zubereitungszeit: ca. 20 Min.
Kühlzeit: ca. 1 Std.
Backzeit: ca. 35 Min.
Pro Portion ca. 480 kcal, 7 g EW, 21 g F, 65 g KH

1 Die Dose Kokosmilch für mindestens 1 Std. in den Kühlschrank stellen.

2 Die Hirse in einem Sieb mit heißem Wasser abspülen, dann mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf
geben und aufkochen. 2 Min. bei mittlerer Hitze offen kochen, danach die Hitze herunterschalten und die Hirse
zugedeckt ca. 15 Min. quellen lassen, bis sie das Wasser vollständig aufgesogen hat.

3 Die gekühlte Kokosmilch-Dose öffnen, das feste Kokosmus mit einem Löff el abheben und mit Agavendicksaft, Zimt, Vanille und Salz in einer Schüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts verrühren. Sollte die Masse zu fest sein, kann sie mit der flüssigen Kokosmilch verdünnt werden, die in der Dose zurückgeblieben ist. Dann vorsichtig die gekochte Hirse unterrühren.

4 Den Backofen auf 200° vorheizen (Umluft 180° ohne Vorheizen). Die Äpfel waschen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden. Die Auflaufform mit Margarine einfetten, mit dem Zucker ausstreuen und dachziegelartig mit den Apfelscheiben auslegen.

5 Die Hirse-Kokos-Masse darauf verteilen und den Auflauf im heißen Backofen (unten) in ca. 35 Min. goldbraun überbacken.

Hirseauflauf_Tipp

Noch mehr Rezepte von Nicole Just gibt’s hier:
Mousse-au-Chocolat-Cups mit Buchvorstellung von Vegan backen
Donauwellen-Cupcakes
Hirsetaler mit Tomaten und Vanille
Linseneintopf mit Buchvorstellung von La Veganista
Apfel-Birnen Essig selbst angesetzt mit Buchvorstellung von Mein selbstgemachter Power-Vorrat

 

Rezept mit freundlicher Genehmigung von GU

Interview mit ‚La Veganista‘ Nicole Just

Im letzten Post habe ich das Kochbuch ‚La Veganista‘ vorgestellt. Heute freue ich mich, Dir ein Interview mit der Autorin dieses leckeren veganen Kochbuchs, Nicole Just, präsentieren zu können!

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Karin: Anfang Februar 2013 ist Dein 1. Kochbuch ‚La Veganista’ im GU Verlag erschienen. Herzliche Gratulation! Mittlerweile gibt es viele vegane Kochbücher auf dem Markt. Was hat Dich dazu bewogen noch ein weiteres beizusteuern und was erhoffst Du Dir davon?

Nicole Just: Ich finde, es kann nie genug vegane Kochbücher auf dem Markt geben! Mein Kochbuch soll vegane Küche jedem interessierten Menschen zugänglich machen. Unabhängig davon, ober er schon einmal vegan gekocht oder gegessen hat, oder, ob er überhaupt kochen kann. Das Buch ist in seiner Rezeptauswahl darum sehr breit: Du findest neben Basics viele einfache Rezepte, aber auch solche, die für besondere Anlässe geeignet sind.

Karin: Dein Kochbuch gibt es auch als E-book mit ein paar ganz besonderen Features. Kannst Du die kurz beschreiben?

Nicole Just: Das E-Book enthält Videos zur Warenkunde und einige Video-Tutorials. Darüber hinaus findet man auch noch ein Zusatzrezept, das in der Printversion nicht erhältlich ist. Und natürlich gibt es unzählige Bildergalerien, Step-by-Step-Fotoanleitungen und eine interaktive Einkaufsliste.

Karin: Welche Tipps kannst Du, aus Deiner eigenen Erfahrung, den Lesern von lebeliebernachhaltig.com für den Start in einen veganen Lebensstil geben?

Nicole Just: Zunächst einmal: Ganz entspannt an die Sache herangehen. Ich bin zwar von einem Tag auf den anderen vegan geworden, aber ich habe die Veränderung als Experiment betrachtet. Und auch, wenn ich insgeheim schon wusste, dass ich für immer vegan sein werde, hat mir das eine Menge Druck erspart. Wem ein radikaler Umstieg zu drastisch ist, der kann sich einem veganen Leben auch Schritt für Schritt nähern: Ein veganer Tag in der Woche ist nicht schwer und kann leicht auf zwei oder drei Tage ausgedehnt werden. Zu Beginn ist es außerdem gut, die Vorratsschränke aufzuräumen und alle Produkte, die man in Zukunft nicht mehr essen möchte, zu verschenken.  Und dann beginnt das Abenteuer erst richtig: Als ich vegan wurde, habe ich viel Zeit im Supermarkt verbracht. Es gibt so viel Neues zu entdecken!

Karin: Du bist mit einer stark fleischlastigen Ernährung aufgewachsen (Dein Opa war ja Fleischhauer und Jäger). Was hat Dir in der Anfangszeit geholfen, wenn Du ganz stark Gusto auf Fleisch oder z.B. Käse hattest?

Nicole Just: Ich habe sehr viele Familienrezepte veganisiert. Das ging bei einigen Rezepten so gut, dass ich es selbst kaum glauben konnte. Der Gulasch und die Rouladen nach Rezepten meiner Großeltern sind wunderbar vegan herzustellen und auch im Buch vertreten.  Darüber hinaus habe ich mich durch sämtliche Sorten veganen Käses probiert. Mittlerweile brauche ich aber nur noch selten pflanzlichen Käse. Und wenn, dann meistens nur selbstgemachten Frischkäse aus Cashewnüssen und Mandeln. Das Rezept ist ebenfalls im Buch zu finden.

Karin: Wie hat Deine Familie Deine Ernährungsumstellung aufgenommen und womit hattest Du da zu kämpfen bzw. was hat Dir geholfen Deinen Veganismus durchzusetzen?

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Nicole Just: Meine Familie war geschockt. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass ich das überleben werde. Fragen wie „Woher bekommst du die nötigen Nährstoffe?“ und „Was isst du jetzt überhaupt noch?“ waren vorprogrammiert. Viel Überzeugungsarbeit leistete nicht zuletzt mein Blog vegan-sein.de, den auch meine Eltern regelmäßig lesen. (Tipp von LLN: Auf Nicoles Blog findest Du auch viele leckere Rezepte!)

Karin: Das Vorurteil, dass man sich vegan nicht ausgewogen ernähren kann hält sich hartnäckig. Worauf man bei veganer Ernährung achten muß, um rundum gut versorgt zu sein würde den Rahmen Deines Kochbuchs sprengen. Hast Du diesbezüglich hilfreiche (Literatur-) Tipps?

Nicole Just: Das Internet war am Anfang diesbezüglich eine wertvolle Stütze. Man findet bei PETA, auf den Seiten des Vegetarierbunds Deutschland und auf vielen anderen Seiten sehr wertvolle Tipps zum Thema „Mangelerscheinungen“. Und ich kann die Seite der Albert Schweitzer Stiftung empfehlen.

Wer humorvoll in das Thema einsteigen will, sollte Karen Duves „Anständig essen“ lesen. Und sehr zu empfehlen ist das Buch „Kein Fleisch macht glücklich“ von Andreas Grabolle, das erst kürzlich vom VEBU zum Sachbuch des Jahres ausgezeichnet wurde.

Karin: Wie funktioniert das, wenn Du als Veganerin bei Nichtveganern zum Essen eingeladen bist oder ein Business-Meeting hast?

Nicole Just:  Das ist eine gute Frage, denn zu Beginn meiner Ernährungsumstellung war das nicht einfach, weil viele nichts damit anfangen können. Ich habe auch sehr gute Erfahrungen gemacht: Viele Freunde und Bekannte lassen sich gern auf ein Experiment ein. Da ich aber selbst gern Gäste bekoche, lassen sich die meisten Menschen auch sehr gern von mir zu Essen einladen. Und glücklicherweise findet man in fast jedem Restaurant mindestens ein veganfreundliches Gericht. Und wenn nichts mehr geht, gibt es überall Salat.

 Karin: Wie versorgst Du Dich unterwegs, wenn Du spontan Hunger hast oder essen gehen willst, wenn Du in einer Stadt bist in der es keine so gute vegane Versorgung wie in Berlin gibt? Hast Du da ein paar Tipps?

Nicole Just:  Wenn man unterwegs ist und nichts dabei hat, reicht ein Gang in den Supermarkt oder Bioladen: Dort gibt es Nüsse, Datteln, vegane Kekse und mittlerweile auch oft vegane Snacks aus Weizeneiweiß. Und in vielen Restaurants gibt es Salate oder Beilagen als vegane Option. Hier ist es ganz hilfreich, den Salat ohne Dressing zu bestellen und nach Essig und Öl extra zu fragen. Ganz besonders veganfreundlich sind zudem asiatische Restaurants. Hier wird allerdings sehr oft Fischsauce verwendet. Bisher konnte man diese auf mein Nachfragen hin aber immer Weglassen, was ganz nebenbei ein gutes Zeichen dafür ist, dass frisch gekocht wird. Und nachfragen lohnt sich generell: Mein Lieblingsinder hier in Berlin bereitet mir mein Essen immer und sehr gern ohne Milchprodukte zu. Und viele Restaurants sind bei einer freundlichen Nachfrage sehr aufgeschlossen, was das Bereitstellen einer veganen Option angeht. Wenn ich mich mit Freunden oder Kollegen zum Essen treffe, versuche ich vorab bereits durch Internetrecherche herauszufinden, ob ein Restaurant möglicherweise vegane Optionen auf der Karte hat. Wenn sich abzeichnet, dass es schwierig werden könnte, esse ich vorab immer eine Kleinigkeit um nicht vor lauter Hunger in schlechter Laune zu versinken.

 Karin: Es gibt viele Gründe vegan zu sein, wobei der Tierschutz in der Öffentlichkeit meist im Vordergrund steht. Veganismus ist jedoch auch ein besonders umwelt- und klimafreundlicher Lifestyle. Kannst Du den Lesern von lebeliebernachhaltig.com  diesen Aspekt ein bißchen näher erläutern?

Nicole Just: Sehr gern, obwohl ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Unser Hunger nach Fleisch- und Milchprodukten ist so groß, dass er nur durch die Massentierhaltung gestillt werden kann. Diese wertet Tiere zu „Nutztieren“, zu Produkten, ab und ist alles andere als nachhaltig: Der CO2-Ausstoß ist dabei enorm, ganz zu schweigen von den Wassermengen, die verbraucht werden. Ein gutes Beispiel ist Rindfleisch. Um ein Kilogramm zu produzieren, werden um die 15.000 Liter Wasser verbraucht. Mit der selben Menge könnte ich ein ganzes Jahr lang täglich duschen. Wer sich einen umfassenden Eindruck machen möchte, sollte die oben erwähnten Bücher „Anständig  essen“ und „Kein Fleisch macht glücklich“ lesen und zusätzlich einen CO2-Rechner im Internet befragen. Das ist sehr aufschlussreich.

Karin: Hast Du für die Leser von onecoveganlife.com einen persönlichen Nachhaltigkeitstipp?

Nicole Just:  Fleisch – wenn überhaupt – dann nur hin und wieder und vor allem bewusst zu konsumieren ist ein guter Anfang. Wer sowieso schon vegan oder vegetarisch lebt, kann auf regionale Produkte setzen: Bio-Gemüse und Obst kann man oft direkt aus dem Umland beziehen. Das stärkt auch nachhaltig wirtschaftende Bauern.

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 Karin: Du betreibst mit Deiner Freundin Felicia Meyer-Jendro in Berlin den Supperclub Mundart. Was kann man sich darunter genau vorstellen?

Nicole Just: Der Supper Club hat ein ganz besonderes Konzept: Weil Felicia und mir eine gute Esskultur sehr wichtig ist, versuchen wir die bei Mund|Art|Berlin zu pflegen. Das heißt, alle Gäste sitzen an einem großen Tisch. Die Gäste buchen oft allein oder in kleineren Grüppchen bis zu 4 Personen und lernen sich so im Laufe des Abends kennen. Wir servieren immer vier Gänge, die aus saisonalen und – wenn möglich – regionalen Bio-Produkten bestehen. Dabei achten wir verstärkt auf Erzeuger, die besonders nachhaltig wirtschaften. Die meisten unserer Gäste sind zudem weder Vegetarier, noch Veganer. Sie kommen zu uns, weil sie die Geselligkeit, die Atmosphäre und das Essen zu schätzen wissen.

Karin: In veganen Kochkursen gibst Du Dein umfangreiches Wissen an Interessierte weiter. Wo kann man die nächsten Termine erfahren und wann kommst Du mal mit einem Kochkurs nach Österreich?

Nicole Just: Wenn in Österreich Bedarf besteht, gern sofort! Ich plane derzeit einige Kurse. Sobald die Termine feststehen, erfährt man diese auf meiner Homepage.

Karin: Veganerin sein ist mehr als nur vegan essen. Was sind Deine Shoppingtipps für vegane Schuhe und Kleidung?

Nicole Just:  In Berlin ist es sehr einfach, auch vegane Fairtrade-Kleidung und Schuhe einzukaufen. Glücklicherweise haben meine Lieblingsläden auch einen Onlineversand: Im Dear Goods Webshop kann man tolle Shirts  von Armed Angels, Bleed und Rebello kaufen und es gibt einige wunderschöne Lifestyle-Produkte, Taschen von Matt&Nat und Schuhe. Im Avesu-Onlineshop kann man nach Herzenslust vegane Schuhe shoppen. Ich liebäugle gerade mit einem Paar von „Good Guys“. In Österreich gibt es übrigens mit Muso Koroni eine vegane Boutique samt Onlineshop!

Herzlichen Dank für das Interview Nicole und weiterhin viel Erfolg mit Deinen Projekten!

Foto der Autorin: © René Riis

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La Veganista – Das Kochbuch

3310_La Veganista_UM.indd, page 2 @ PreflightEine Ernährungsumstellung ist eine der größten Schritte, die Du Richtung Nachhaltigkeit machen kannst. Besonders klima- und natürlich tierfreundlich ist veganes Essen. Deshalb möchte ich Dir heute das brandneue Kochbuch ‚La Veganista‚ vorstellen.

Das Layout ist wunderschön und den Untertitel – Lust auf vegane Küche – kann ich nur bestätigen. Ich habe schon einige Rezepte nachgekocht, mit Verzicht haben diese leckeren Speisen bestimmt nichts zu tun! Zuerst geht es mit einer Einführung in die vegane Küche und ihre Zutaten los. Als AnfängerIn erfährst Du hier wie Du auf verschiedene Arten Gelatine, Eier und andere tierische Produkte ersetzt.

Dann geht’s mit den Rezepten los. Von jedem gibt es ein tolles Foto, von manchen sogar Step-by-Step Bilder. Besonders gut gefallen mir auch Nicoles zusätzliche Tipps, wie man z.B. ein Grillgewürz und einen Kräuteressig selber macht oder die Ideen für Rezeptvarianten.

Die Rezepte sind eine Mischung aus deftiger Hausmannskost, Speisen mit unbekannteren Gemüsen wie Mairübchen, Einflüssen aus der mediterranen und asiatischen Küche, Süßem und Snacks. Das Kochbuch ist eher für Neueinsteiger geeignet, da es großteils einfache Rezepte enthält. Klassiker wie Chili sin Carne oder Lasagne finde ich persönlich überflüssig, weil sie schon in vielen anderen veganen Kochbüchern vertreten sind.

La Veganista gibt es auch als E-Book über den iTunes-Store zu kaufen. Hier hast Du zusätzlich noch Kochvideos, Videos mit Warenkunde und interaktive Einkaufslisten.

Für mich hat La Veganista schon einen fixen Platz unter meinen veganen Lieblingskochbüchern eingenommen. Man muß ja nicht gleich, wie Nicole, von einem auf den anderen Tag Veganerin werden. Jedes Essen zählt und Du kannst Dich langsam vortasten, eine leckere Mahlzeit nach der anderen.

Demnächst folgt noch ein Interview mit Nicole und das Rezept für den tollen Hirseauflauf mit Äpfeln!

Zum Ausprobieren heute:

linseintopf-ueberschrift

350 g braune Linsen (oder Berglinsen)
2,5 l Gemüsebrühe
1 große Zwiebel
250 g (vorwiegend) festkochende Kartoffeln
250 g Möhren
150 g Knollensellerie
200 g Räuchertofu
4 EL neutrales Pfl anzenöl
1 EL Tomatenmark
1 EL Weizenmehl
1/2 TL getrockneter Thymian
1/2 TL getrockneter Rosmarin
1 TL Senf
3 EL Agavendicksaft (oder Reismalz)
3 EL Sojasauce | 1 Prise Zimtpulver
5 EL Weißweinessig (oder Kräuteressig, siehe Tipp)
Salz | schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 gestrichener TL RauchsalzFÜR 4 PERSONEN
Zubereitungszeit: ca. 20 Min.
Garzeit: ca. 20 Min.
Pro Portion ca. 595 kcal, 35 g EW, 17 g F, 80 g KH
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  Foto: © René Riis

1 Die Linsen mit der Brühe aufkochen und ca. 15 Min. kochen. Die Linsen durch ein Sieb abgießen und die Brühe auf- fangen.

2 Inzwischen die Zwiebel schälen und fein würfeln. Kartoffeln, Möhren und Sellerie putzen, schälen und in ca. 1 cm kleine Würfel schneiden. Den Räuchertofu ebenfalls in Würfel dieser Größe schneiden.

3 Das Öl in einem weiteren Topf erhitzen und den Räuchertofu bei mittlerer Hitze ca. 3 Min. anbraten. Die Zwiebelwürfel hinzugeben und in ca. 1 Min. glasig dünsten.

4 Anschließend das Tomatenmark hinzufügen und 2–3 Min. mitbraten. Das Mehl über die Mischung stäuben und 1 weitere Min. unter Rühren anschwitzen.

5 Alles mit der aufgefangenen Brühe ablöschen. Linsen, Gemüsewürfel, Kräuter, Senf, Agavendicksaft und Sojasauce hinzugeben. Die Suppe aufkochen und ca. 20 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen.

6 Die fertige Suppe mit Zimt, Essig, Salz und Pfeffer und nach Belieben Rauchsalz würzen.

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Rezept mit freundlicher Genehmigung von GU

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Vegan – viel mehr als Tierschutz

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Heute ist Weltvegantag. Darum widme ich den heutigen Eintrag diesem wichtigen Thema.

Die Gründe, die für eine vegane Lebensweise sprechen sind vielfältig. Hier eine kleine Auswahl:

  • Viele Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Übergewicht werden durch unsere Nahrung  mit Fleisch, Eiern und Milchprodukten verursacht.
  • Die Intensivtierhaltung verursacht mehr Treibhausgase als der globale Verkehr.
  • Rund 70% der gentechnisch veränderten Pflanzen landen im Tierfutter.
  • Der Anbau von Soja als Tierfutter führt zur Zerstörung des Regenwaldes, illegaler Landnahme und Sklaverei ähnlichen Zuständen.
  • Allein in Deutschland werden jährlich 40 Millionen männliche Küken getötet, weil sie für die Ei-Produktion wertlos sind. Egal ob Hühner, Schweine, Kühe, etc. alle Tiere leiden massivst in der industriellen Tierhaltung.
  • Nur 10% der Proteine und Kalorien die an Vieh verfüttert werden, können in Form von Fleisch wiedergewonnen werden, eine enorme Ressourcenverschwendung.
  • Die tierischen Exkremente stehen an 6. Stelle der Verursacher des Treibhauseffektes.
  • Die Nutztierhaltung ist Mitverursacher des Welthungers.

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=lmXAwTisSd0[/tube]

Wie Du schon siehst, ein sehr komplexes Thema, dem ich mit einem Artikel natürlich nicht gerecht werden kann. Gerne möchte ich Dir hier aber ein paar Infos geben, wo Du Dich weiter informieren und selber erste Schritte setzen kannst.

  • Registrier‘ Dich für das kostenlose 30-Tage-Vegan-Probeabo von PETA
  • Auf der Homepage der veganen Gesellschaft Österreichs findest Du unter ‚Warum Vegan‘ ein veganes Starterkit mit vielen Informationen.
  • Ganz viel Infos rund um alle Aspekte des veganen Lebens findest Du bei PETA auch hier
  • Schau‘ Dir den Film Lovemeatender an. Hier der Trailer
  • Auch den Film Vegucated kann ich Dir zu diesem Thema empfehlen.
  • Es gibt mittlerweile unzählige vegane Kochbücher, viele davon auch in den Wiener Büchereien.
  • 41LVu4s7PpL._SL75_Koch‘ mal vegan.  Ich persönlich bin ein Fan von Attila Hildmanns Rezepten und besonders von seinem neuen Buch Vegan for Fit.
  • Bei Jedes Essen zählt findest Du einige Rezepte von Attila mal zum Ausprobieren.
  • Gusto und tolle Rezepte kannst du dir z. B. bei Bissen für’s Gewissen holen.
  • Ganz viele vegan Tipps für Einsteiger, zur veganen Ernährung und zum veganen Lifestyle findest du auf dem Blog Nachhaltig vegan.

Bis vor einigen Monaten hätte ich mir selbst nicht vorstellen können jemals vegan zu leben. Je mehr ich mich aber mit dem Thema beschäftigt habe, desto einleuchtender waren die Gründe dafür. Mittlerweile ernähre ich mich großteils vegan und bin absolut positiv überrascht.

Mein Rat daher: Einfach mal ausprobieren und kleine Schritte machen.

Viel Spaß!