Beiträge

Interview mit Designerin *anna pollack*

Fotocredit: (C) Wearfair.at

Fotocredit: (C) Wearfair.at

Anna Pollack ist die Frau hinter dem gleichnamigen Design- und Modelabel. Anna hat sich der Kreation kunterbunter Kindermode-Unikate aus wiederverwerteten Stoffen verschrieben. Ihre zweite Leidenschaft gilt der Kostümbildnerei. Wir haben mit Ihr über Upcycling-Mode geplaudert.

BC (Beechange): Anna, Du hast ja bereits vor 10 Jahren mit der Herstellung von Upcycling-Kleidung begonnen. Wurde Deine Mode aus wiederverwerteten Textilien damals gleich akzeptiert oder hat sich da etwas über die Jahre verändert?

Anna Pollack:
Zu Beginn war es für mich sehr schwer die Kunden von meiner anderen Herangehensweise zu überzeugen. Viele hatten für Babies und Kinder in erster Linie den Anspruch, dass alles neu sein muß. Dabei ist gerade in dem Bereich gebrauchte Kleidung sehr empfehlenswert: Die von mir verarbeiteten Teile sind im Vorfeld so oft gewaschen worden, dass unter Garantie keine Chemikalien, die bei der Produktion zum Einsatz gekommen sind, mehr drin sind – also weitaus besser für Baby’s Haut! Upcycling steht neuen Biostoffen da um nichts nach!

BC: Du verarbeitest zum Teil auch neue Bio-Stoffe. Für welche Produkte kommen die zum Einsatz und warum kann man da keine Alt-Textilien dafür verwerten?

Anna Pollack:
Alle meine Bündchenstoffe sind neue, GOTS-zertifizierte Bio-Baumwollstoffe. Um meinem hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, verarbeite ich hier nur neue Stoffe, da die Elastizität mit zunehmenden Waschgängen und mit dem Gebrauch stark abnimmt. Bei den Baby-Schlafsäcken habe ich eine 100% GOTS-zertifizierte Bio-Baumwoll-Linie, da gerade bei Neugeborenen und Babies besonders auf die Schadstoffbelastung zu achten ist.

BC: Gibt es irgendwelche Stoffreste, die Dir über bleiben oder verarbeitest Du selbst kleinste Stückchen?

Anna Pollack:
Generell bleibt bei mir kein Stoffrest übrig, da ich die Stücke, die zu klein zum Vernähen sind zum Ausstopfen der Kinderspielzeuge verwende. Das einzige, was ab und zu überbleibt sind dicke Nahtstücke, die nicht weich und angenehm genug zum Kuscheln sind. Langsam muß ich zu größeren Objekten übergehen, da meine Produktion gestiegen ist.

BC: Bei Deiner Mode handelt es sich fast außschließlich um Unikate, weil sie aus verschiedensten Kleidungsteilen neu zusammengesetzt werden. Individualität statt Massenware – ist das einer der Gründe warum sich KundInnen für Deine Stücke entscheiden?

Anna Pollack:
Ich denke schon. Es gibt immer wieder KundInnen, die sich bewußt für meine Produkte entscheiden, weil sie das andere, das besondere, das speziell für sie kreierte suchen.

BC: Fertigst Du eigentlich auch Kleidung nach spezifischen Wünschen an, z.B. was die Farbe oder den Schnitt betrifft?

Anna Pollack:
Ja, im Bereich des Möglichen bemühe ich mich immer auf Kundenwünsche einzugehen. Es ist nicht immer alles möglich, da ich durch die vorhandenen Rohmaterialien eingeschränkt bin. Aber manchmal ist jemand auch bewußt bereit zu warten, um z.B das gewünschte Stück in einer bestimmten Farbe zu bekommen. Auch auf Schnittwünsche versuche ich Rücksicht zu nehmen, wobei hier die Relation zwischen Aufwand und Preis wichtig ist.

BC: Eines Deiner bekanntesten Teile sind ja Deine Kinder-Piratenhosen. Kannst Du die ein bißchen beschreiben?

Anna Pollack:
Meine Piraten-Hosen sind aus verschiedenen Ideen heraus geboren. Zum einen war es mir wichtig eine Hose zu kreieren, die die Kinder in ihrer Bewegungsfreude nicht einschränkt, die gemütlich zu tragen ist, die über eine lange Zeit paßt und aber gleichzeitig auch schön anzusehen ist. Ich bin kein Fan/keine Fanin von Trainingshosen. (Weder bei Großen noch bei Kleinen!). So entstand die Idee zur Piratenhose.

BC: Außer Kleidung produzierst Du ja auch Baby-Schlafsäcke, Spielzeug und so tolle Ballhüllen, die Du mit Fairtrade-Luftballons bestückst. Wie funktioniert so eine Hülle?

Anna Pollack:
Der Luftballon wird leer in die Hülle gesteckt und dann aufgeblasen. Wenn er die richtige Größe hat, wird er einfach zugedreht und der eingedrehte Zipfel zwischen die Stofflagen des Verschlusses geschoben. Somit hält sich der Ballon selber zu, und wenn man mit dem Spielen fertig ist, kann man ihn einfach wieder auslassen und in der Hosentasche verstauen. Er ist das perfekte Mitnehm-Spielzeug!

Photocredit: (C) New Age Fotografie

Photocredit: (C) New Age Fotografie

BC: Deine Kreationen nähst Du großteils selbst, aber zum Teil läßt Du auch in einer sozialen Werkstätte in Wien produzieren. Kannst Du uns darüber etwas erzählen?

Anna Pollack:
Ich lasse teilweise bei Merit, der Schneiderei-Werkstatt der Volkshilfe im fünften Wiener Bezirk nähen. Das ist ein soziales Projekt zur Integration von langzeitarbeitslosen Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahren. Hier wird Menschen, die es sehr schwer haben Arbeit zu finden, ein Einstieg ins Berufsleben geboten. Gleichzeitig bietet die geographische Lage mir die Möglichkeit, selbst in die Werkstätten zu gehen, alle Stücke direkt vor Ort zu besprechen und mit der Werkstättenleiterin Dusica Taricic eng zusammenzuarbeiten. Noch dazu entfällt die Umweltbelastung durch weite Transporte. Den Großteil der Transporte erledige ich entweder per Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

BC: Wo kann man *anna pollack* Unikate denn überall erstehen?

Anna Pollack: *anna pollack* unikate gibt es im Mein Design in der Kettenbrückengasse 6 in Wien oder bei „Die Piratin hat den besten Stoff“ in der Neubaugasse 75, ebenfalls in Wien. Sonst besteht die Möglichkeit nach Voranmeldung – oder bei viel Glück auch spontan – im Atelier vorbeizukommen. Auf der Webseite und über die Facebookseite werden auch immer die aktuellen Märkte und Verkaufsausstellungen und -events gelistet. Für jene Kunden, für die all diese Möglichkeiten nicht in Betracht kommen, gibt es auch einen Webshop.

BC: Gibt es noch etwas, dass Du den Beechange LeserInnen sagen möchtest?

Anna Pollack: Ich produziere meine Mode nicht nur, um Kinder und Eltern glücklich zu machen, sondern auch, um meinen Teil dazu beizutragen, dass bei der Produktion weder Menschen noch Natur leiden muss. Mode ist leider zum Wegwerfprodukt geworden – meine Einzelstücke haben hohe Qualität und können auch den kleinen Geschwistern weitergegeben werden. Auch Bekleidung ist Teil eines bewussten Lebensstils.

BC: Herzlichen Dank für das Gespräch Anna und weiterhin viel Erfolg mit Deiner Mode!

Interview mit Shia Su von Wasteland Rebel

Shia ist der kreative Kopf hinter dem veganen Back-Blog Cake Invasion. Seit einigen Monaten versucht Sie mit ihrem Mann den Zero Waste Lebensstil umzusetzen. Über Ihre Erfahrungen damit bloggt sie jetzt auch auf Wasteland Rebel. Wir haben Shia zu Ihrem anspruchsvollen Projekt befragt.

Shia-1024x683©Lina-Maria Schön von Mandelmilch & Cashewmus

Karin: Shia, Du hast ja in den letzten Jahren privat viel in Deinem Leben verändert. Einerseits bist Du Veganerin geworden und andererseits hast Du beschlossen, Zero Waste zu praktizieren. Was waren die Auslöser dafür?

Shia: Schon bevor ich vegan wurde, war ich zu-Hause-Veganerin-auswärts-Vegetarierin. Einfach, weil es sich in der mittelgroßen Stadt, wo ich vorher gewohnt hatte, kaum anders realisieren ließ. Da war man als Vegetarier schon sehr der Gnade der Kantinenköche ausgeliefert, denn von den täglichen drei Gerichten war in der Regel nicht mal ein einziges überhaupt vegetarisch. Auch Freunde und Bekannte nehmen dort keine Rücksicht darauf – das ist dort einfach nicht üblich. Vor über einem Jahr sind wir nach Bochum gezogen, wo das vegane Angebot traumhaft ist und Leute darauf auch hauptsächlich sehr positiv reagieren. Da ging dann die letzte Umstellung ganz einfach.

Zu zero waste bin ich gekommen, als ich in einer veganen Facebook-Gruppe einen Bericht über Béa Johnson gesehen hatte. Das war ein Moment, wo ich mir die Hand gegen das Brett vor meinen Kopf geklatscht hab, und dachte: “Echt, du hast dich ja auch immer schön brav mit den Ködern zufrieden gegeben, die dir so hingeschmissen wurden!” Ich habe immer Taschentücher aus Recyclingpapier gekauft und gedacht, dass wäre halt die ökologische Alternative. Ohne zu sehen, dass diese ja auch sofort wieder Müll sind und außerdem auch diese in Plastik eingepackt waren. Ab da gab’s einen sofortigen Kaufstopp und mein Mann und ich haben uns in der Zeit erst mal umgeguckt, um uns ein bisschen zu orientieren: Wo kann man was unverpackt bekommen? Wir haben nachgelesen, was man als Alternative zu Drogerieartikeln verwenden kann. Und wir waren überrascht, dass wir von den ganzen Vorräten in unseren Küchenschränken locker sechs Wochen leben konnten (natürlich haben wir vereinzelt frische Sachen dazu gekauft).

Karin: Kannst Du ganz kurz erklären, wie Du Zero Waste für Dich persönlich definierst?

Shia: Für mich und meinen Mann bedeutet zero waste nicht nur so wenig Müll wie nur möglich zu produzieren, sondern generell unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Ich bin auch aus diesem Grund vegan geworden. Natürlich finde ich Massentierhaltung ganz schrecklich, aber ich denke eben, dass vegan für mich ein Teil von etwas noch Größerem ist – nämlich eingebettet in den Wunsch nach so wenig Ausbeutung von Umwelt, Mensch und Tier wie möglich. Dabei geht es uns jetzt nicht darum, allen Leuten auf die Finger zu hauen und so konsequent wie möglich zu sein. Es ist alles ein Prozess, und keiner ist perfekt. Man kann die Sache mit unglaublich viel Wut als Kampf angehen, oder gutgelaunt und die Leute mit Fröhlichkeit und Begeisterung anstecken. Keiner muss in unseren Augen super konsequent sein. Wer anfängt, etwas zu tun, sollte darin unterstützt werden, und wenn es eben mit “nur” einem fleischfreien Tag pro Woche anfängt oder mit dem Kauf von BIO-Produkten. Denn wenn jeder reduziert, wäre auch schon sehr viel geschafft. Das kann unter Umständen sogar insgesamt einen kleineren ökologischen Fußabdruck bedeuten, als wenn nur wenige dafür ganz konsequent leben.

Karin: In einem TV-Beitrag hast Du erzählt, dass Dein Mann und Du früher viel Tiefkühl- und Fertigessen konsumiert habt. Wie ist es Euch gelungen, diese Gewohnheiten umzustellen?

Shia: Durch zero waste. Denn das ganze ungesunde Zeug ist ja immer eingepackt, und das kaufen wir einfach nicht mehr. Obst und Gemüse hingegen bekommt man eigentlich überall unverpackt. So essen wir halt einfacher, aber mit frischen Zutaten. Zuerst ist das etwas ungewohnt, aber irgendwann hat man sich daran gewöhnt. Wir haben ja beide auch unheimlich viel genascht. Ich gerne Süßes, mein Mann Chips. Das war schon erst mal wie Entzug. Mein Mann hat dann stattdessen gesalzene Cashews in diesen Dosen gekauft. Zwar nicht verpackungsfrei, aber er hat es bewusst als Übergang gemacht – immer weniger, bis er schließlich gar kein Bedürfnis mehr verspürt hat. Ich habe einfach mehr gebacken, aber inzwischen habe ich auch eigentlich gar keinen Heißhunger mehr auf Süßes.

Karin: Gerätst Du bei manchen Dingen trotzdem noch in Versuchung zu konsumieren und wenn ja, wie gehst Du damit um?

Shia: Mein Kosumverhalten hat sich sehr geändert. Ich laufe durch die Fußgängerzone und gucke gar nicht mehr in die Geschäfte. Das hat gefühlt einfach nichts mehr mit mir zu tun. Wenn mir jemand mal ein cooles Shirt zeigt, verspüre ich natürlich schon erst mal den Wunsch, es zu haben. Aber ich kann es sowieso nicht übers Herz bringen, weil ich weiß, dass darin zu 100% Ausbeutung steckt – und das ist es mir einfach nicht wert. Das steht doch wirklich in keinem Verhältnis, dass da Leute bei der Produktion vergiftet werden, Kinder unter schrecklichen Bedingungen arbeiten müssen und die Umwelt verschmutzt wird, nur damit ich ein Shirt mehr im Schrank habe, das ich gar nicht wirklich brauche und wahrscheinlich auch kaum tragen werde!

Früher zu Studentenzeiten hatte ich ziemlich wenig Geld. Da hab ich immer den Trick gemacht, Sachen, die ich kaufen möchte, erst mal wieder zurückzulegen. Wenn ich in einer Woche immer noch daran denke und es will, dann kaufe ich mir das. Fast alle Sachen habe ich dann aber auch sofort wieder vergessen! Das hat mir damals schon gezeigt, dass man vieles auch tatsächlich nur in dem kurzen Moment will. Wenn einem das klar wird, ist es auch einfacher, davon Abstand zu nehmen.

Karin: Zero Waste geht – meiner Erfahrung nach – oft auch damit einher, viel selber zu machen. Wie habt Ihr es geschafft, die Zeit für diese neuen Tätigkeiten zu finden?

Shia: Wir wohnen fast in der Fußgängerzone neben einem großen Drogeriemarkt. Ich habe mal die Zeit gestoppt – und ich brauche für das Selbermachen von Wasch- und Spülmittel zusammen gut fünf Minuten, wenn ich vorgeraspelte Seifenflocken habe (ich raspel dann mal ein großes Seifenstück komplett vor, das dauert mit der Hand auch nur 5 Minuten). Das ist deutlich schneller, als die Sachen in der Drogerie nebenan “schnell mal” zu kaufen. Unsere Armee an Putzmitteln haben wir durch Essigessenz ersetzt. Leider nicht vegan, aber insgesamt die ökologischere Alternative. Man braucht für wirkungsstarken Essigreiniger nur einen Esslöffel auf 300ml Wasser. Essigreiniger zu machen dauert so vielleicht mal 20 Sekunden – und eine Flasche ist so ergiebig! Früher sind wir andauernd noch mal kurz zur Drogerie gelaufen, weil immer irgendeins unserer gefühlten 300.000 Produkte alle war. Das machen wir jetzt gar nicht mehr. Wir haben eher sehr viel Zeit gespart, weil wir vieles vereinfacht haben. Was zu kompliziert ist, machen wir einfach nicht. Man kann natürlich ganz viel selber machen, gerade bei Kosmetik. Aber daran haben wir gar kein Interesse. Wir kochen übrigens auch sehr einfach, und das funktioniert wunderbar so :).

Karin: Wird Euer Zero Waste Projekt in Eurem Familien- & Freundeskreis akzeptiert, d.h. wird bei Geschenken an Euch, etc. darauf Rücksicht genommen?

Shia: Die meisten haben das Ausmaß immer noch nicht erfasst bzw. es fällt ihnen sehr schwer, es zu verstehen. Häufig haben die Leute es auch gar nicht auf dem Schirm, und schicken uns doch Postkarten aus dem Urlaub, bringen Geburtstagskarten mit oder bieten uns extra für uns gekaufte verpackte BIO-Snacks an. Es ist nicht einmal böse gemeint, sondern eine Art Müllblindheit. Sie wollen uns unterstützen, und denken sie tun es auch, aber sehen nicht, dass das für uns ebenfalls Müll ist. Wir wünschen uns seit bestimmt acht Jahren schon, nichts geschenkt zu bekommen. Weder zu Geburtstagen noch zu Weihnachten. Das wird fast nie respektiert. Weil sie doch schenken wollen, und das sollen wir ihnen doch auch lassen. Gerade ich erkläre immer und immer wieder, dass es nichts bringt, uns etwas zu schenken, weil wir es sowieso nicht behalten werden. Wir werden uns über den Müll ärgern und die Sachen wieder in Umlauf schicken. Das ist allerdings eher ein verbaler Schlag ins Gesicht und man sollte sich gut überlegen, ob man das so kommunizieren will ;).

Karin: Bea Johnson von Zero Waste Home ist ja eines Deiner Vorbilder. Welche anderen Blogger inspirieren Dich noch beim Zero Waste Thema?

Shia: Vorbild ist wahrscheinlich das falsche Wort. Ich finde es toll, was sie macht, aber ich möchte keineswegs so leben wie sie, und habe auch nicht den Anspruch, die Sachen genauso zu machen wie sie ;). Ich gucke mir gerne verschiedene Lebensentwürfe und auch Alternativen für dies und das an, und ich probiere gerne vieles aus. Was uns gefällt, nehmen wir für uns an. Es müssen für mich auch keine Zero Waste Blogger sein. Ich wasche mir beispielsweise mein Haar total gerne mit Roggenmehl. Das habe ich bei einer Bloggerin gelesen, die über vegane Kosmetik schreibt und deren Blog ich schon länger verfolge (http://kosmetik-vegan.de). Mit Zero Waste hat sie eigentlich nichts am Hut. Die meisten Zero-Waster (und mein Mann auch ;)) scheinen eher auf feste Shampooseife oder Shampoo zum Abfüllen zurückzugreifen, aber das möchte ich persönlich wegen der Tenside darin nicht, wenn es doch auch anders geht. Ich habe auch das Nudelmachen als Hobby für mich entdeckt und suche nun auf englisch-, chinesisch- und auch japanischsprachigen Seiten nach speziellen Rezepten für bestimmte Nudelspezialitäten.

Ansonsten gucke ich gerne auf dem Blog von Olga (http://zerowasteblog.de) vorbei, die sich ebenfalls auch ohne einen Unverpackt-Supermarkt in ihrer Nähe ihre Alternativen überall zusammen sucht. Von ihr habe ich die Idee, statt Klopapier einfach auf Wasser und Waschlappen zurückzugreifen (wir benutzen für das große Geschäft auch noch Seife). Funktioniert wunderbar und ist viel hygienischer :). Auf Lauren Singers Blog gucke ich auch immer mal, wobei ich noch keine ihrer Alternativen so direkt ausprobiert habe. Da finde ich es interessant, wie sie in einer Metropole wie New York zero waste lebt. Es gibt auch die Zero-Waste-Familie (http://www.zerowastefamilie.de), wo ich auch mal etwas lese und tolle Infos bekomme – ich wusste nämlich nicht, dass man Natron in Apotheken auch ins eigene Glas abgefüllt kaufen kann, oder dass Apotheken auch Zahnpulver für einen zusammenstellen. Bei Utopia.de gibt es auch einen Zero Waste Blog, wo ich gerne mal lese (http://www.utopia.de/blog/zero-waste).

Karin: Mein Mann und ich versuchen selbst auch nach und nach Zero Waste immer mehr umzusetzen und suchen teilweise noch nach Alternativen, z.B. bei Zahnseide. Wo seid Ihr noch auf der Suche und wo habt Ihr Lösungen gefunden mit denen Ihr vorher gar nicht gerechnet hättet?

Shia: Da ich in meinem veganen Backblog Cake Invasion auch häufig solche Themen aufgreife und von unseren ganz spezifischen Problemen berichte, bekomme ich auch ganz viele Tipps von meinen Lesern :)! So kamen wir auch zu unserer Wurmkiste, die nun in unserer Küche steht. Von allein wäre ich wahrscheinlich nie drauf gekommen, weil ich dachte, dass kompostieren in unserer Stadtwohnung bestimmt nicht in Frage käme! In der Tat hat mir auch eine Leserin von kompostierbarer Zahnseide aus echter Seide erzählt und mir direkt einen Onlineshop genannt, wo ich sie auch kaufen kann. Das ist zwar nicht vegan, aber generell die ökologischere Variante – und tötet man mit Plastik nicht auch ganz viele Tiere im Meer? Bald neigt sich unsere Zahnseide, mit der wir seit einem Jahr sehr sparsam umgehen, dem Ende zu und ich werde die Zahnseide aus echter Seide dann bestellen. Die kompostierbare Bambuszahnbürste hatte ich in unserem lokalen veganen BIO-Markt noch vor unserer zero waste Umstellung entdeckt. Manchmal stößt man also auch in der unmittelbaren Umgebung auf Sachen, wenn man nur die Augen offen hält.

Tolle Ideen bekomme ich auch, wenn ich gerade ältere Leute frage, wie es denn früher war. Die erzählen dann z.B., wie sie Essen zum Mitnehmen auch einfach in Tüchern eingeschlagen haben (das machen wir ja auch, wenn wir uns was to-go holen).

Karin: Wie hat Zero Waste Euer Leben bisher verändert?

Shia: Zero Waste hat unseren Alltag komplett umgekrempelt! Wir haben uns noch nie in unserem Leben so gesund ernährt. Wir essen zwar immer noch viel auswärts, aber zu Hause gibt es nur noch BIO-Produkte und alles wird aus frischen Zutaten ohne Fertigzeugs gemacht. Meiner Neurodermitis-Haut geht es so gut wie noch nie! Das kommt bestimmt auch durch die Ernährung, aber auch dadurch, dass sie nicht mehr mit so viel “Chemie” in Berührung kommt. Sie wird mit Ölen, mit denen wir auch kochen, eingecremt, und mit gut verträglicher Olivenölseife gewaschen. Unser selbstgemachtes Spülmittel ist ebenfalls nicht so aggressiv wie Gekauftes, sodass ich auch ohne Spülhandschuhe keinen Ausschlag mehr bekomme. Unsere Wohnung ist viel leerer und somit auch automatisch aufgeräumter als vorher, weil uns aufgefallen ist, wie viele Sachen wir hatten (und immer noch haben), die wir nicht mal benutzten, von brauchen ganz zu schweigen. Diese Sachen bringen wir auch immer noch unter die Leute, damit sie weiter verwendet werden. Denn wenn es bei uns nur einstaubt, sind es verschwendete Ressourcen. Wir haben generell viel mehr Zeit als vorher, denn wir müssen viel seltener einkaufen gehen, haben weniger Sachen und weniger Müll – insgesamt müssen wir uns also weniger mit dem Haushalt aufhalten.

Karin: Auf Wasteland Rebel findet man ja jetzt schon viele praktische Tipps von Dir. Gibt es noch etwas Spezielles, was Du Zero Waste Anfängern mitgeben möchtest?

Shia: Ich denke, dass es ein Prozess ist, der auch seine Zeit braucht. Wir haben alle uns unser Konsumverhalten nicht über Nacht antrainiert, und wir werden es auch wahrscheinlich nicht von einen auf den anderen Tag komplett umkrempeln können. Das ist ja auch voll in Ordnung so, da muss sich auch keiner unter Druck setzen. Wir haben mit einem Kaufstopp angefangen, der uns Zeit gegeben hat, uns mit Alternativen vertraut zu machen und zu gucken, wo man was bekommt. Am Anfang haben wir auch mal aus Gewohnheit aus Versehen doch wieder etwas Verpacktes gekauft (Kirschtomaten). Und auch heute noch klappt es nicht immer, z.B. wenn man auswärts isst und doch eine Serviette gebracht wird, obwohl man sie abbestellt hatte. Da ärgert man sich natürlich erst mal. Aber es bringt ja nichts, sich da reinzusteigern und sich fertig zu machen. Besser ist es, sich das für das nächste Mal zu merken und es dann anders zu machen. Auch fangen wir immer bei Sachen an, die uns “wenig weh tun”, denn da ist die Umstellung am einfachsten und man kann schon mal üben, weniger und bewusster zu konsumieren. Später kann man sich dann ans Eingemachte machen, wenn die anderen Baustellen abgearbeitet sind.

Karin: Vielen lieben Dank für das spannende Gespräch und weiterhin viel Erfolg auf Eurem Weg zu Zero Waste, Shia!

Wiederverwertet: Kaffeesatz – Teil 1

kaffee1

Wegwerfen ist out, wiederverwenden ist in! Heute gibt’s mal Tipps wie man Kaffeesatz für Körperpflege und Garten einsetzen kann. Im Teil 2 folgen schlaue Ideen für den Einsatz im Haushalt.

Garten:

  • Beete schützen: Kaffeesatz und Orangenschalen um die Gartenbeete streuen. Hält Katzen, Schnecken und Ameisen fern. Achtung bei jungen Katzen, die könnten den Kaffee fressen!
  • Düngen: Perfekt für Pflanzen, die ein saures Milieu lieben wie Rosen, Tomaten, Azaleen, Rhododendron. Den Kaffeesatz gut in den Boden einarbeiten, damit er nicht schimmelt. Nicht übertreiben! Alle 5-6 Wochen eine 3-/4 Tasse Kaffeesatz in der Nähe der Wurzeln eingraben.
  • Starke Samen: Radieschen und Karotten werden besonders kräftig, wenn man bei der Aussat der Samen getrockneten Kaffeesatz darunter mischt.

Körperpflege:

  • Glänzende Haare: Den Kaffeesatz in die sauberen, nassen Haare ein paar Minuten einmassieren, dann ausspülen. Achtung: Kaffee färbt auch leicht! Blonde & Brünette bekommen davon schöne Highlights!
  • Hand- & Body-Peeling: Kaffeesatz mit Kokosöl vermischen. Perfekt als Dusch-Peeling oder für fleckige GärtnerInnen-Hände.
  • Gesichtsmaske: 4 TL Kaffeesatz, 4 TL ungesüßtes Kakaopulver, 8 TL Olivenöl. Bei fettiger Haut 2 TL Zitronensaft dazugeben. Kaffee und Kakao vermischen. Dann die flüssigen Zutaten unterrühren, bis sich eine glatte Creme geformt hat. Auf Hals und Gesicht auftragen, eintrocknen lassen. Zum Lockern der Maske ein feuchtes Tuch draufdrücken. Maske mit warmem Wasser abspülen. Die Paste hält sich einige Tage im Kühlschrank.

Viel Freude beim Ausprobieren!

Wenn man den Kaffeesatz zum späteren Verwenden aufheben will ist es wichtig, ihn vorher gründlich zu trocknen. Sonst schimmelt er! Am Besten flach ausbreiten, z.B. auf einem großen Teller und 2-3 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann in einen geschmacksneutralen, undurchsichtigen Behälter füllen und kühl und trocken aufbewahren.

, ,

Auf Safari in Lunzers Maß-Greißlerei

Wir waren schon dort! Nämlich in Lunzers Maß-Greißlerei, die eigentlich erst übermorgen eröffnet. Im Rahmen der ‚urban & unpackaged‘ Biorama Leser-Safari haben wir die Chance genutzt, uns selbst einen 1. Eindruck von der neuen müllfreien Wiener Einkaufs-Möglichkeit zu machen.

lunzers-massgreislerei-3

Man fühlt sich gleich beim Betreten wohl. Die helle Beleuchtung und die weiß gestrichenen Wände bilden einen schönen Kontrast zu den dunklen Holzmöbeln. In angenehmer, überschaubarer Runde erzählt Andrea Lunzer, die Besitzerin, von Ihren Herausforderungen auf der Suche nach passenden Lebensmitteln und Herstellern und beantwortet geduldig die zahlreichen Fragen der interessierten Zuhörer.

Andrea Lunzer läßt uns auch gleich mal leckere gebrannte Mandeln & Waldviertler Schoko-Granetti in Lunzer-Gläser runterrieseln und verkosten. Für diejenigen, die ohne eigene Behälter einkaufen kommen oder denen die Gläser zu schwer sind, hängen auch schon braune Papier-Sackerln mit dem schlichten roten Stempel-Aufdruck der Maß-Greißlerei bereit.

In den Auslagen wartet schon eine Auswahl an Marmeladen vom Biohof Lunzer und essig-saures Gemüse in Pfand-Gläsern auf die Kundschaft. An verschiedensten Stellen im Shop findet man auch nette kleine Zetteln zum Mitnehmen: Mit Tipps zur Lebensmittel-Aufbewahrung, Rezepten oder einfach Dingen zum Schmunzeln.

Äpfel, Zwiebel und Erdäpfel liegen schön arrangiert in Stoffsäcken und erinnern an längst vergange Zeiten.  Vor der kleinen Café-Bar erwarten uns leckere Snacks & Getränke, darunter auch die Edelbiere der butterflyconnection, einem Tochterbetrieb des Biohofs Lunzer.

Gleich neben der Theke geht es ein paar Schritte in einen kleineren Raum, wo die tollen Putzmittel der Vorarlberger Firma Uni Sapon stehen. Außerdem finden sich hier neben Bier, Wein und Säften in einem Kühlregal die abgefüllten Milchprodukte, wie Joghurt, Topfen und Schlagobers von den Hoflieferanten und lose Eier.

Ein sehr netter, gelunger Abend und ich freu‘ mich schon auf meinen ersten Einkauf bei meinem nächsten Wien-Besuch.

Wenn Euch jetzt die Neugier gepackt habt, dann kommt doch einfach am Samstag zur Eröffnung. Die Details dazu und weitere Infos zur Maß-Greißlerei findet Ihr in unserem Artikel von letzter Woche. Der reguläre Verkauf startet nächsten Montag, am 27. Jänner.

Und noch ein paar wichtige Sachen zum Schluß:

Das Pack-Service der Maß-Greißlerei: Einfach in der Früh die Einkaufsliste und die eigenen Behälter abgeben und am Abend den fix und fertig eingepackten Einkauf abholen.

Wer am Samstag mit den eigenen Behältern einkauft, bekommt ein Heiß-Getränk gratis 🙂

Die Maß-Greißlerei findet Ihr in der Heinestraße 35, im 2. Bezirk.

Öffnungszeiten sind: Mo-Fr von 9-20 Uhr und Sa von 9-18 Uhr

, ,

T-Shirt, Teppich, Topflappen

lieblingsjeans-1

Eine seltsame Kombination? Ganz und gar nicht! Diese 3 und rund 60 weitere kreative Upcycling-Projekte  findet Ihr in dem Buch Das war doch meine Lieblingsjeans – Sachen für Kids aus gebrauchten Materialien.

Die finnisch-deutsche Textildesignerin Laura Sinnika Wilhelm verwandelt auch in ihrem zweiten Buch alte Sachen in neue Lieblingsstücke. Da werden aus Jeans und Gürtel ein praktischer Ordnungskorb mit bunten Henkeln, die Socken zum Teddybär-Outfit und der Pulli zur coolen Mütze. Alte Kleidung ist aber längst nicht das Einzige, was mit ein bißchen Geschicklichzeit und Zeit eine ganz neue Verwendung findet. Ob Holzstiele vom letzten Eis des Sommers, die Blechdose von der Kokosmilch oder die Bausteine aus der eigenen Kindergartenzeit – Sinnika haucht den verschiedensten Alltagsgegenständen ein neues, oft ganz anderes zweites Leben ein.

Dank der zahlreichen extra gekennzeichneten Kann-Ich-Doch-Selbst-Projekte zum Nähen, Basteln, Bohren und Sägen finden hier nicht nur Mamis, sondern auch Opas und LehrerInnen wertvolle Ideen.

Ich bin begeistert von Wilhelms tollen Projekten und kann auch ihr erstes Buch, Es war einmal ein Hosenbein – Kleider und Wohnideen aus gebrauchten Textilien, wärmstens empfehlen. Für die Nähprojekte sollte man allerdings ein bißchen Erfahrung mitbringen, da es eher selten erläuternde Zeichnungen zum Text gibt.

 

Damit keiner von uns mehr seine Schlüssel verlegt, habe ich dieses Projekt zum Vorstellen ausgesucht:

Bildschirmfoto 2013-10-29 um 14.44.12

Mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag, Bern

,

Schmuckes Recyceln

 schmuckes_recyceln-1

Diesmal habe ich mir mal wieder ein Upcycling Buch geschnappt und genauer angeschaut. Schmuckes Recyceln von Katharina Krammer aus Niederösterreich ist im Herbst 2012 im Christophorus Verlag erschienen.

Bei der Aufmachung des Buches gibt es nichts zu meckern: Strapazierfähiges Hardcover, gute Papierqualität, viele ansprechende Fotos und klare, nachvollziehbare Erklärungen.

Am Anfang gibt es eine Einführung in Materialkunde und Arbeitstechniken. Da werden auch einige potentielle Upcycling-Materialien vorgestellt, zu denen es im Buch keine konkreten Projekte gibt, wie z.B. Joghurtbecher, Schallplatten, Uhren, usw. Katharina Krammer gibt außerdem Infos zu Werkzeugen und Hilfsmitteln, sowie der notwendigen Grundausstattung, um die Schmuckstücke herstellen zu können.

Bei den Projekten wird Recyclingmaterial mit Perlen- und Schmuckelementen zu einer Mischung aus Alt und Neu kombiniert. Es werden 17 Schmuckideen konkret vorgestellt. Dabei kommen, unter Anderem, Tastaturteile, Papier, Nespressokapseln, Lego, CD-Hüllen, Buntstifte, Korken, Spielfiguren, Bunte Drähte, Chipspackungen, Plastikflaschen, Dosenverschlüsse, Plastikschraubverschlüsse, Kronkorken und Kabeln zum Einsatz.

Hilfreich fand ich dabei die Angaben zu Zeitaufwand, Schwierigkeitsgrad, Material, Werkzeug und sonstigen Tipps.

Fazit: Die Idee des Buches finde ich toll, die Projekte haben mich persönlich leider nicht so angesprochen. Das liegt zum Einen daran, dass ich viele der verwendeten Materialien in meinem Haushalt von Vornherein meide (z.B. Nespresskokapseln, Aludosen & PET-Flaschen) und zum Anderen, das bei den Projekten oft nur ein kleiner Teil aus Recyclingmaterial besteht und man einiges dazu kaufen muß.

Schmuck, der zum Teil aus recyceltem Material gemacht wird, ist für mich nicht automatisch nachhaltig. Plastik beispielweise bleibt Plastik und ein Problem-Abfallstoff, an dem auch die Wiederverwendung in einem Schmuckstück leider nichts ändern kann.

Foto credit: Christophorus Verlag
, ,

Junk genius

1354300673junkgenius

Heute habe ich mir wieder mal ein englischsprachiges Upcyclingbuch ganz genau für Euch angeschaut:

Junk genius – Stylish ways to repurpose everyday objects, with over 80 projects and ideas von Juliette Goggin und Stacy Sirk

Der Titel hat mich gleich angesprochen, denn ich bin immer auf der Suche nach Ideen, wie ich meinen Müll reduzieren und damit noch was Sinnvolles machen kann.

Das Hardcover, die genähte Seitenbindung, das dicke Papier, die vielen Fotos…bei der Aufmachung wurde hier wirklich auf gute Qualität geschaut, die anspricht.

Los geht’s mit einer kurzen Einleitung der beiden Autorinnen und 2 Seiten mit Tipps, wie man auf Flohmärkten und in Secondhandläden zu seinem ‚Junk‘ kommt.

Danach folgt eine Auflistung von 40 recht gebräuchlichen Gegenständen mit denen man einerseits viele der Projekte im Buch umsetzen kann, die einen aber auch dazu inspirieren soll, selbst kreativ zu werden.

Die Liste schaut vielversprechend aus: alte Fotos, Geschirrtücher, Münzen, Kleidung, Schlüssel, Maßbänder, Besteck, Tapeten, Bilderrahmen, etc. Alles Dinge, die man entweder selbst hat oder leicht auftreiben kann.

Das Buch ist in 7 Kapitel unterteilt:

  • Jewelry and Decoration
  • Fabric and Trims
  • Paper and Card
  • China and Wood
  • Glass and Mirror
  • Metal and Wire
  • Furniture and Furnishings

Am Schluß folgen noch 2 Seiten mit Adressen, wo man nach Upcylingmaterial stöbern kann, allerdings fast ausschließlich für Großbritannien und dann noch ein paar Tipps für Paris, Holland, Schweden und die U.S.A.

Je nach Schwierigkeit sind die Projekte mit den Schlagworten

  • simple (kurze Erklärung)
  • inspiration (Anregung, um selbst kreativ zu werden)
  • step-by-step (ausführlichere Anleitung)

gekennzeichnet. Jedes Projekt wird von mindestens einem Foto begleitet, allerdings nicht immer vom fertigen Produkt.

Ich schnuppere mal in das Kapitel ‚Metal and Wire‘ hinein. Als Erstes kommen 3 Projekte der Kategorie ’simple‘:

  • Alte Kastenbackformen, die man an die Wand montiert und dann eine Kerze hineinstellt.
  • Armaturgriffe, wie z.B. für Wasseranschlüsse im Garten, die man als Griffe auf eine Kommode schraubt.
  • Alte Blechdosen, die man zur Aufbewahrung von Kleinigkeiten an die Wand schraubt.

Als nächstes kommen ein paar Lampen, die aus Metallgerüsten alter Lampenschirme, Besteck, Ketten und Teilen von alten Kristalllustern hergestellt werden. Bei diesen Projekten gibt es eine Auflistung der benötigten Materialien und dann folgt die step-by-step Beschreibung.

Hier ein paar Projekte aus den anderen Kapiteln:

  • Armbänder und Ringe mit alten Knöpfen, Bettelarmbändern mit Metall-Monopoly-Spielfiguren und Fingerhüten
  • ein Lampenschirm aus alter Spitze, Kräutersäckchen aus Spitzentaschentüchern, Handyhüllen aus Pulloverärmeln
  • Geschenkverpackungen und Kuverts aus Notenpapier, Tapete und Landkarten
  • Holzspulen von Nähseiden als Wandhaken, Pflanzenschilder aus Porzellanscherben, Nadelkissen in Kaffeekännchen
  • Schraubgläser wiederverwertet zum Einkochen und als Windlichter mit Knöpfen verziert
  • ein Medizinschränkchen restaurieren, die Sitzfläche eines Sessels mit Krawatten beziehen.

Fazit: Gute Englischkenntnisse sind vorteilhaft, aber die einfacheren Projekte kann man sicher auch von den Fotos nachmachen, ohne die Anleitung versetehen zu müssen.

Wer moderne, peppige Projekte sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Junk Genius ist ein schön aufbereitetes Buch für all jene, die Flohmarkt- und Vintagestil lieben. Dann findet man hier viele Ideen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und mit sämtlichen Schwierigkeitsgraden.

, ,

Weihnachtskarten selber machen

Adventzeit ist Bastelzeit. Daher möchte ich Euch heute ein paar Ideen geben, wie man aus allen möglichen Resten schöne Weihnachtskarten machen kann, die nichts kosten und Ressourcen sparen.

Das braucht Ihr dazu:

  • Einen Papierschneider, notfalls geht’s auch mit einer Schere und einem Lineal
  • Motivlocher Tannenbaum und Stern
  • Wellpappe Reste
  • Altes buntes Papier in weiß, rot und grün (ich habe alte Karton-Registerblätter verwendet)
  • Bänderreste (ich schneide z.B. die Satinbänder aus meinen Shirts, weil ich sie nicht aufhänge)
  • Klebestift (ich verwende den von Tesa Eco)
  • Nadel und bunten Faden

Karte 1:

weihnachtskarte_3

  •  Aus weißem Karton Karte in der gewünschten Größe zuschneiden und der Breite nach in der Mitte falten.
  • Aus Wellpappe einen Baum ausschneiden.
  • Mit dem Motivlocher 3 rote Sterne ausstanzen.
  • Die Sterne mit grüner Nähseide am Baum festmachen. Den Faden auf der Rückseite der Wellpappe mit Tixo fixieren.
  • Baum auf die Karte aufkleben.

Karte 2:

weihnachtskarte_1

  • Aus weißem Karton Karte zuschneiden und der Länge nach in der Mitte falten.
  • Aus rotem Karton ein Rechteck schneiden, dass rundherum ca. 1 cm kleiner ist als die Karte.
  • 6 Bäume aus grünem Karton ausstanzen und auf roten Karton aufkleben.
  • Mit rotem Satinband eine Masche um den roten Karton binden.
  • Roten Karton auf die Karte aufkleben.

Karte 3:

weihnachtskarte_2

  • Aus rotem Karton Karte ausschneiden und der Breite nach in der Mitte falten.
  • Aus Wellpappe ein Quadrat ausschneiden.
  • Aus rotem Karton 2 Bäume ausstanzen.
  • Aus grünem Karton 2 Bäume ausstanzen und den Karton mit den ausgestanzten Bäumen zu Rechtecken zuschneiden.
  • Rote Bäume in die grünen Rechtecke einsetzen.
  • Rotes Satinband der Länge nach um die Wellpappe legen und auf der Rückseite mit Tixo fixieren.
  • Baum-Rechtecke auf der Wellpappe ankleben.
  • Wellpappe auf der Karte festkleben.

Viel Spaß beim Nachbasteln und beim Entwerfen eigener Kartenkreationen!