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5 einfache Tipps für saisonale Winterküche

Tust Du Dir schwer, im Winter saisonal zu kochen? Hast Du das Gefühl, dass die Auswahl so klein ist und Du immer die selben 3 Gemüsesorten ißt? Mir ist es bis jetzt auch so gegangen, aber dieses Jahr klappt es schon viel besser! Hier sind meine Tipps für Dich, wie auch Du es schaffst, Abwechlsung in den Speiseplan zu bekommen und trotzdem saisonal zu essen:

Tipp 1: Nütze einen Saisonkalender & schau‘ was Dein Bioladen im Winter führt!
Druck‘ Dir die übersichtlichen Saisonkalender von Gute Küche für Obst und Gemüse aus und häng‘ sie Dir in der Küche auf. So hast Du sie immer im Blick, wenn Du Deine Mahlzeiten planst. Der Saisonkalender für die Hosentasche ist super praktisch, um Dir beim nächsten Einkauf zu notieren, was Dein Bioladen vom Saisongemüse wirklich führt.

Tipp 2: Bestell’ Dir ein regionales Gemüsekisterl!
Eine Übersicht der österreichischen Biokisterl-Anbieter gibt es von der Umweltberatung. Hier findet Ihr ein Beispiel eines Regionalkistls von Adamah. Aktuell bekommt man da z.B. Kräuterseitlinge, Gelbe Rüben, Karotten, Knoblauch, Kresse, Pastinaken, Peterwurzen, Sellerie und Zwiebel.

Tipp 3: Vergrößere die Vielfalt in Deiner Vorratskammer – besonders im Winter!
Es muß nicht immer alles frisch sein. Im Winter kannst Du Deine Vorratskammer mit eingelegten Leckerbissen aufwerten. Toll eignen sich:

  • Getrocknete Früchte in den Frühstücksbrei, ins Curry oder auch in Wintersalate
  • Eingelegte Salate, wie Kraut-, Zucchini-, Karotten-, Sellerie-Salat
  • Eingelegtes Gemüse & Chutneys
  • Eingelegtes Obst in Form von Kompott oder Fruchtmus
  • Pesto, wie wär’s mit selbstgemachtem aus Karotte, Kürbis oder Rote Rübe (= Rote Bete)?
  • Fermentiertes wie Sauerkraut oder Kimchi sind super gesund wenn sie nicht pasteuriesiert sind!
  • Chutneys

Diese Orte eignen sich zum Einkaufen, um Deinen Winter-Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten:

Tipp 5: Erweitere Deine Rezept-Sammlung, um das ganze Jahr saisonal zu kochen!
Es gibt jede Menge saisonale Rezepte, die sich für die Wintermonate eignen. Hier hab’ ich schon ein paar passende Rezepte für Dich zusammengestellt:

Aquafaba Schokomousse mit Birne

Noch mehr Rezepte für die kälteste Jahreszeit findest Du in dem Buch regionale Winterküche, das ich hier vorgestellt habe.

Fündig wirst Du auch, wenn Du konkret nach Rezepten für ein Wintergemüse auf veganen Foodblogs suchst. Hier ist einer Favoriten: Apfel-Rotkraut-Bulgur mit Orangendressing von Bissen für’s Gewissen

Tipp für das neue Jahr: Dir macht DIY Spaß? Dann leg’ Dir für nächsten Winter einen selbstgemachten Vorrat an Köstlichkeiten an! Pflücke im Frühling Bärlauch und mach‘ Bärlauchpaste, sammle Beeren und friere sie ein, mach’ Kompott, Salat, Chutneys… Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! 🙂

Wie geht es Dir mit dem saisonalen Kochen im Winter? Hast Du ein Lieblingsrezept? Ich freu‘ mich, wenn Du es mir hier verrätst 🙂

Maroni Orangen Overnight Oats

Maroni Orangen Overnight Oats

Ein winterlich gewürztes To-Go-Frühstück mit den 5 Elementen der TCM. Zubereitungszeit 15 Minuten.

Bio-Zutaten für 2 Portionen:

100 g Haferflocken (wenn man will glutenfrei)
250 ml Wasser
150 g geschälte, essfertige Maroni* 
1/2 TL Vanillepulver
1/2 TL Zimt
1 mittelgroße Orange (unbedingt Bio, da die Schale verwendet wird!)
1 Messerspitze getrocknete Orangenschale (von der Orange)
1 EL Ahornsirup (oder andere Süße nach Wahl)

*Tipp: Für die (fast) Zero Waste Variante ca. 190 g frische Maroni kaufen, oben kreuzweise einschneiden, in eine feuerfeste Form legen und den Boden etwas mit Wasser bedecken. Die Form in den Ofen stellen und bei 220° C rund 30 Minuten backen. Darauf achten, dass immer Wasser in der Schale ist, notfalls etwas nachgießen, damit die Maroni nicht ankleben. Wenn sich die Schale wölbt und leicht ablösen läßt, sind die Maroni gar. Die Edelkastanien abkühlen lassen und schälen.

Zubereitung am Vortag:
In der Früh:

Orangenschale mit einem Zestenreißer oder Microplane abreiben. Achtung: das Weiße sollte nicht dabei sein, sonst wird’s bitter! Auf einem kleinen Teller zum Trocknen auf die Heizung stellen.
Falls Du getrocknete Orangenschale zuhause hast, kannst Du diesen Schritt auch einfach am Abend machen und die Schale als Vorrat aufheben.
Am Abend:
1. Die Orange halbieren, eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte schälen und in kleine Stücke schneiden. 
2. 50 g Maroni je nach Größe vierteln oder sechsteln.
3. Eine Messerspitze Orangenschale fein hacken. 
4. 100 g Maroni, Wasser, Orangensaft, Vanillepulver und Zimt in ein hohes Gefäß mit flachem Boden geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. 
5. Ein paar Maroni- und Orangenstücke für die Deko aufheben, den Rest mit den Haferflocken, der Orangenschale und dem Ahornsirup unter die Oatsmasse mischen.
6. Auf 2 Schraub- oder Bügelgläser aufteilen und mit den Maroni- & Orangenstückchen und etwas Orangenschale dekorieren.
7. Die Behälter verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen oder einfach heraußen lassen, wenn man die Oats nicht kalt mag.

Tipps: Wer’s lieber warm mag, kann die Oats in der Früh am Herd aufwärmen wie einen Porridge. In dem Fall die Masse am Abend nicht in 2 Gläser aufteilen. Die Maroni- und Orangenstükcke in verschiedenen Behältern aufheben, damit die Maroni nicht durchweichen und erst nach dem Aufwärmen damit dekorieren.

Regionale Winterküche: Hagebuttenketchup Rezept

© Daniela Friedl aus "Regionale Winterküche", Verlag E. Ulmer

© Daniela Friedl aus „Regionale Winterküche“, Verlag E. Ulmer

Jeden Winter tu‘ ich mir auf’s Neue schwer damit, wirklich regional und saisonal zu kochen. Eigentlich unglaublich bei der riesigen Menge an Rezepten, die ich habe. Tatsache ist jedoch, dass viele Rezepte und Kochbücher einfach nicht auf Regionalität oder Saisonalität zu achten. Gemüse wie Kohlsprossen und Schwarzwurzel kommen da eher selten vor. (Dieser Beitrag enthält Werbung).

Umso mehr war ich auf das neue Buch Regionale Winterküche* von Miriam Emme und Daniela Friedl gespannt, da ich schon von Vegane Versuchung begeistert war. Den Anfang macht ein Info-Teil, in dem die typischen Winterzutaten näher vorgestellt werden. Hier erfährt man sowohl Geschichtliches, als auch gesundheitliche Vorzüge von Kohl, Wurzelgemüse & Co. Beim  1. Kochkapitel geht’s mit 9 Rezepten für Suppen und Salate los, dann folgen schon die Hauptspeisen. Die Gerichte im Buch fallen großteils in die Kategorie einfache Hausmannskost, wie Fladen, Schupfnudeln, Ofengemüse oder gefüllte Knödel. Dafür werden Kraut- und Kohlsorten, Zwiebel- und Wurzelgemüse, als auch Kürbis und Vogerlsalat (= Feldsalat) verwendet.

Unerwartet groß ist der Teil für Süßes ausgefallen mit einem Fokus auf Mehlspeisen, wie Maronitarteletts oder Kürbiskuchen. Den Abschluß machen Rezepte für Geschenkideen wie Chutney, Gewürzmischungen und Schmalz. Im Anhang findet man einen nach Zutaten sortierten Index und ein paar Tipps für den Einkauf veganer Produkte.

Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Buch mit hübschen Fotos und einem bodenständigen Touch. Persönlich hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf pikante Gerichte gewünscht, da ich diese schwieriger im Winter umzusetzen finde als Süßspeisen. Aufgefallen ist mir auch, dass viele der Rezepte glutenhaltiges Getreide beinhalten. Daumen hoch dafür, dass das Buch in Deutschland gedruckt wurde, sonstige Angaben bzgl. nachhaltiger Herstellung (wie etwa zum verwendeten Papier) konnte ich leider keine finden. Da gibt’s andere Verlage, die hier auf den 1. Blick schon weiter sind. Die Idee eines regionalen, saisonalen und veganen Winterkochbuchs finde ich jedenfalls großartig und bestimmt kann jeder aus Regionale Winterküche* noch neue Ideen und Kochrezepte mitnehmen.

Zum Ausprobieren gibt’s diesmal einen Ketchup, leider ohne Rezept für die benötigte Marmelade – ich hab‘ Euch aber eins dazu verlinkt 🙂

Hagebuttenketchup

© Miriam Emme aus "Regionale Winterküche", Verlag E. Ulmer

© Miriam Emme aus „Regionale Winterküche“, Verlag E. Ulmer

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Für 1 Glasflasche à ca. 200 ml

Zutaten:

1 große Zwiebel
Öl zum Braten
300 g Hagebuttenmarmelade (hier gibt’s ein relativ einfaches Rezept zum Selbermachen)
50 ml Apfelessig
1/4 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL Salz
2 EL Zucker
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen
  2. Die Hagebuttenmarmelade, Apfelessig, Karadmom, Salz und Zucker dazugeben. Gut umrühren und aufkochen lassen.
  3. Das Ganze 5 Minuten unter Rühren kochen lassen.
  4. Das Ketchup noch heiß in eine heiß ausgespülte, verschließbare Glasflasche füllen. Im Kühlschrank ist es 4 bis 6 Wochen haltbar.

Das Ketchup kann z.B. mit Zwiebelblume oder Schupfnudeln serviert werden, beide Rezepte findet man im Buch.

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